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triton133

Private oder Gesetzliche Krankenversicherung

Empfohlene Beiträge

TurboAsterix
· bearbeitet von TurboAsterix
vor 21 Minuten von satgar:

@TurboAsterix das kann aber genau an deinem tarifwechsel liegen.

 

schau dir mal die letzten beiden Seiten hier an und betrachte die Hinweise und Grafiken von Stagflation. Der beschreibt dieses Phänomen.

 

Du rechnest daraus etwas raus, was es so nicht gibt bzw. wahrscheinlich von deiner eigenen Handlung beeinflusst war. Dies kann dann aber nicht als allgemeingültige Fortschreibung gewertet werden. Man kann das auch am Beispiel des Users Euronnensammler sehen, den Stagflation auch verlinkte. Der Wechsel in schlechtere/billigere Tarife bringt weniger, als man denkt. Und kann zu folgend viel stärkeren Beitragsanpassungen führen.

Das wiederum ist richtig, ein Teil des steileren Anstiegs kann mit dem Tarifwechsel zusammenhängen. Dennoch sollte man sich, so hat stagflation das ja auch ausgerechnet, unterhalb des Ursprungstarifes bewegen wenn auch nicht soviel wie erwartet. 

Die Frage wäre, wieviel Einfluß der Ursprungstarif real hat, denn dort war ich ja nur eine relative kurze Zeit verglichen mit dem Nachfolgetarif. 

 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 55 Minuten von TurboAsterix:

Das wiederum ist richtig, ein Teil des steileren Anstiegs kann mit dem Tarifwechsel zusammenhängen. Dennoch sollte man sich, so hat stagflation das ja auch ausgerechnet, unterhalb des Ursprungstarifes bewegen wenn auch nicht soviel wie erwartet. 

Die Frage wäre, wieviel Einfluß der Ursprungstarif real hat, denn dort war ich ja nur eine relative kurze Zeit verglichen mit dem Nachfolgetarif. 

 

Ja, sowas ist dann am Ende immer eine Blackbox. Warum passiert was wie genau?

 

Haben kollektive/tarife mit mehr SB z.b. weniger Steigerungen, weil sie ein verantwortungsvolleres Kollektiv anziehen?

Haben luxustarife eine strengere risikoprüfung und ziehen ein gesünderes Kollektiv an, als schwächerer Tarife, in die man vielleicht leichter hereinkommt?

welchen Rechnungszins haben die jeweiligen Tarifvarianten genau? Und wurden diese schon Mal angepasst?

wann gab es zuletzt Beitragsanpassungen in Tarif alt und neu?

 

Vieles davon weiß man nicht, und kann es auch nicht in Erfahrung bringen. Es hat daher letztlich irgendwas von „Zufall“.

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dev
vor 4 Stunden von TurboAsterix:

Ich bin mir nicht sicher ob ich das Satz vollständig verstehe. Für zwei Kinder bekomme ich sechs Jahre GKV gutgeschrieben; so zumindest mein Verständnis und das des befragten Rechtsanwaltes.

Aber nicht du und deine Partnerin jeweils 6, sondern jeweils 3 bei zwei Kindern!

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TurboAsterix
vor 31 Minuten von dev:

Aber nicht du und deine Partnerin jeweils 6, sondern jeweils 3 bei zwei Kindern!

@chirluhatte das denke ich aufgeklärt. Bei dir geht um Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung, nicht um die GKV Jahre in der 9/10 Regelung. Es sind zwei unterschiedliche Themen.

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dev
vor 9 Minuten von TurboAsterix:

@chirluhatte das denke ich aufgeklärt. Bei dir geht um Kindererziehungszeiten in der Rentenversicherung, nicht um die GKV Jahre in der 9/10 Regelung. Es sind zwei unterschiedliche Themen.

Ja.

vor 5 Stunden von TurboAsterix:

Nein, den Bonus bekommt jeder Elternteil.

Aber nur 1,5 pro Kind oder einer 3 Punkte!

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chirlu
· bearbeitet von chirlu

Im Zusammenhang mit der KVdR bekommt jeder – das können sogar weit mehr als zwei Personen pro Kind sein – volle 3 Jahre angerechnet.

 

Ähnlich übrigens beim Beitragszuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung. Da kann auch ein einziges Kind vielen Leuten den Zuschlag ersparen.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Vor ein paar Tagen habe ich in meinen Versicherungsunterlagen geblättert - und dabei folgenden Beitragsverlauf gefunden, den mit die Debeka im Jahr 2000 ausgehändigt hat:

 

image.png.77059f508bd40b67b55d640cd5e3d31d.png

 

Wenn man sich die Zahlen anschaut, sieht man, dass auch die damaligen Beiträge um 5% pro Jahr gewachsen sind 4,3% pro Jahr gewachsen sind (698,30/261,20)^(1/23) - 1.

 

Die 5% 4,3% Beitragssteigerungen pro Jahr sind also keine neue Entwicklung. Es gab sie schon im Zeitraum 1977 - 2000.

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poipoi
vor 2 Stunden von stagflation:

Die 5% Beitragssteigerungen pro Jahr sind also keine neue Entwicklung. Es gab sie schon im Zeitraum 1977 - 2000.

wobei zwischen 90 und 95 die größte Preissteigerung war, aber da war die Inflation auch etwas höher also bspw. von 95 bis 2000...und parallel wirst du nicht nur Kunde, sondern auch eher Patient.

 

Die Inflation im Schnitt ist ca. 2,7% / a über die 23 Jahre. 

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franko
vor 16 Stunden von stagflation:

Wenn man sich die Zahlen anschaut, sieht man, dass auch die damaligen Beiträge um 5% pro Jahr gewachsen sind (698/261)^(1/20) - 1.

Die Beitragssteigerung, mit der du rechnest, erstreckt sich aber über 23 Jahre. Der Ansatz wäre dann (698,30/261,20)^(1/23) - 1. Ich komme damit auf 4,37 % p.a. (Männer) bzw. 4,43 % p.a. (Frauen).

 

vor 14 Stunden von poipoi:

wobei zwischen 90 und 95 die größte Preissteigerung war

7,47 % p.a. (Männer)

6,55 % p.a. (Frauen)

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 26 Minuten von franko:

Die Beitragssteigerung, mit der du rechnest, erstreckt sich aber über 23 Jahre. Der Ansatz wäre dann (698,30/261,20)^(1/23) - 1. Ich komme damit auf 4,37 % p.a. (Männer) bzw. 4,43 % p.a. (Frauen).

 

Da hast Du allerdings recht... Schande über mich! Danke für den Hinweis!

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YingYang
· bearbeitet von YingYang

Das sehr kontrovers diskutierte Thema, wird wohl durch die jüngsten Gesetzesänderungen nochmal befeuert.

Die deutliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze stellt für alle AN oberhalb dieser Grenze eine ordentliche Beitragserhöhung dar.

Ich habe widersprüchliche Angaben zur tatsächlichen Erhöhung der BBG gefunden. Es wird von einer "außerordentlichen" Erhöhung von 300 EUR/Monat gesprochen, was impliziert, dass es zusätzlich noch eine ordentliche Erhöhung geben wird.

Ich rechne mal nur mit der 3600 EUR-Erhöhung:
Alter Beitrag bei 2,9% Zusatzbeitrag: 682,97 EUR

Neuer Beitrag bei 2,9% Zusatzbeitrag: 718,22 EUR

Macht eine Erhöhung von 5,2%. Kommt noch eine zusätzliche ordentliche Erhöhung von rund 3000 EUR wie im Vorjahr, liegt man bei einer Beitragserhöhung von 9,5%

 

Die sinkenden Leistungen kann jeder für sich selbst bewerten (höhere Zuzahlungen, 10% weniger Zahnersatzerstattung, etc.).

 

Hier mal ein Vergleich meiner PKV Beiträge mit den GKV Beiträgen im gleichen Zeitraum. (schon damals wurde aufgrund der "massiven" Beitragssteigerungen von der PKV abgeraten)
2011: 206,97 EUR (PKV) vs. 328,56 EUR (GKV)

2027: 446,99 EUR (PKV) vs. 718,22 EUR (GKV)
Bei deutlich besserer Versorgung (muss man glaube ich nicht erwähnen)

Macht bei beiden Varianten rund 5% Steigerung p.a. (4,93% vs. 5,01%). In Summe ergeben sich in den 17 Jahren Beitragseinsparungen von knapp 30.000 EUR (exkl. Beitragsrückerstattungen). Die Rechnung wie viel Geld das wäre, hätte man alles in MSCI World investiert, spare ich mir mal...




 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 43 Minuten von YingYang:

 dass es zusätzlich noch eine ordentliche Erhöhung geben wird.

 

Wir leben in einem "fiat money" System. D.h. dass

  • die Geldmenge kontinuierlich wächst
  • der Wert des Geldes kontinuierlich sinkt
  • die Einkommen nominell regelmäßig steigen

Wenn Berechnungen von Steuern und Abgaben linear wären (z.B. jeder zahlt 10% seines Einkommens für die Krankenversicherung und 15% seines Einkommens für Steuern), wäre es einfach. Das würde auch bei steigenden Einkommen funktionieren. Die Berechnungen sind aber nicht linear. Es gibt das Existenzminimum, das steuerfrei sein soll. Es gibt progressive Steuertarife. Es gibt Beitragsbemessungsgrenzen für Kranken- und Rentenversicherung. Dies führt dazu, dass Einkommenssteigerungen Effekte höherer Ordnung erzeugen. Um das zu verhindern, müssen die Parameter regelmäßig angepasst werden. 

 

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung ist per Gesetz an die Einkommensentwicklung gekoppelt. Steigen die Durchschnitts-Einkommen, steigt auch automatisch diese Grenze. Das ist die ordentliche Erhöhung.

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YingYang
· bearbeitet von YingYang
vor 46 Minuten von stagflation:

Die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung ist per Gesetz an die Einkommensentwicklung gekoppelt. Steigen die Durchschnitts-Einkommen, steigt auch automatisch diese Grenze. Das ist die ordentliche Erhöhung.

Das ist mir bewusst, ich fand nur das Wording in den Medien etwas seltsam bzw. nicht eindeutig ob zu den 300 EUR mtl. nochmal eine Anpassung an die Durchschnittseinkommen stattfindet. Das wäre schon eine ordentliche stattliche Erhöhung.

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satgar
vor 1 Stunde von YingYang:

Ich habe widersprüchliche Angaben zur tatsächlichen Erhöhung der BBG gefunden. Es wird von einer "außerordentlichen" Erhöhung von 300 EUR/Monat gesprochen, was impliziert, dass es zusätzlich noch eine ordentliche Erhöhung geben wird

Daran ist soweit nichts widersprüchlich. Die BBG steigt jedes Jahr. Siehe Google. Auf diese normale Anpassung, die es eh jedes Jahr im Umfang von xxx EUR gibt, kommen die 300€ noch extra oben drauf.

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WOVA1
· bearbeitet von WOVA1
vor 55 Minuten von satgar:

Auf diese normale Anpassung, die es eh jedes Jahr im Umfang von xxx EUR gibt, kommen die 300€ noch extra oben drauf.

Von 2025 auf 2026 waren die xxx ziemlich genau 300 EUR im Monat oder 3600 im Jahr, 

So ungefähr könnte man daher dann mit dieser 'ausserordentlichen' Erhöhung  mit 600 im Monat oder 7200 im Jahr rechnen.. 

Interessant wäre, ob dies auch für die etwas höhere Versicherungspflichtgrenze ( die liegt gegenwärtig bei 77.400 Euro EUR, die BBG bei 69.750 ) gilt.

 

Und: klar, je mehr man an Leistungen in der GKV kürzt und an Beiträgen (egal über den Beitragssatz oder die BBG) erhöht , desto interessanter wird die PKV - für die Leute , die es dürfen und können. 

Das schöne an der Geschichte ist ja : 90 % der Bevölkerung sind zwar GKV versichert. Aber von denen, die über das System entscheiden, vermutlich kein einziger .

Der Expertenrat - alles Professoren. Die angeblich befragten 4000 'Stakeholder' - Ärzte-, Apotheker-,  Krankenhaus  - Funktionäre, Kassenvorstände ( wieviele mögen da in ihrer eigenen Krankenkasse versichert sein ?). 

Wäre mal interessant, wieviele der MDBs, die dem zustimmen, gesetzlich versichert sind.      

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 7 Minuten von WOVA1:

Der Expertenrat - alles Professoren. Die angeblich befragten 4000 'Stakeholder' - Ärzte-, Apotheker-,  Krankenhaus  - Funktionäre, Kassenvorstände ( wieviele mögen da in ihrer eigenen Krankenkasse versichert sein ?). 

Wäre mal interessant, wieviele der MDBs, die dem zustimmen, gesetzlich versichert sind.      

 

Ich glaube nicht, dass die für eine außerordentliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze waren oder sind. Vielleicht war/ist es ihnen egal - aber sie waren nicht dafür.

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WOVA1
vor 5 Minuten von stagflation:

Ich glaube nicht, dass die für eine außerordentliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze waren oder sind. Vielleicht war/ist es ihnen egal - aber sie waren nicht dafür.

Bezieht sich auch nicht auf die Anhebung der BBG - sondern auf die Reformbemühungen überhaupt . Wenn man es denn Reform nennen will - für mich eher ein Weiterwurscheln. 

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YingYang
· bearbeitet von YingYang
vor 51 Minuten von WOVA1:

Und: klar, je mehr man an Leistungen in der GKV kürzt und an Beiträgen (egal über den Beitragssatz oder die BBG) erhöht , desto interessanter wird die PKV - für die Leute , die es dürfen und können. 

Das schöne an der Geschichte ist ja : 90 % der Bevölkerung sind zwar GKV versichert. Aber von denen, die über das System entscheiden, vermutlich kein einziger .

Der Expertenrat - alles Professoren. Die angeblich befragten 4000 'Stakeholder' - Ärzte-, Apotheker-,  Krankenhaus  - Funktionäre, Kassenvorstände ( wieviele mögen da in ihrer eigenen Krankenkasse versichert sein ?). 

Wäre mal interessant, wieviele der MDBs, die dem zustimmen, gesetzlich versichert sind.      

Das Argument halte ich für nicht valide. Den Fall hat man in sehr vielen Bereichen, dass Entscheidungen getroffen werden, die einen selbst nicht betreffen. In der freien Wirtschaft und in der Politik erst recht. Wenn ich immer die Betroffenen frage, bekomme ich niemals Kürzungen, Beitrags- oder Steuererhöhungen durch.

 

Was mich an der ganzen Geschichte massiv stört (disclaimer: Bin PKV-Versicherter): An allen Stellen wird gespart. Versicherte, Ärzte, Krankenhäuser, Pharma, Apotheken, etc.
Eine Stelle an der anscheinend niemand sparen will: Wir haben 93 gesetzliche Krankenkassen, die alle das Selbe "Produkt" anbieten. Massive! Einsparungen an Verwaltungskosten etc. wäre möglich wenn man hier mal die Axt ansetzt. 2024 lagen die Verwaltungskosten bei fast 13 Mrd. EUR.

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WOVA1
vor 12 Minuten von YingYang:

Steuererhöhungen

Steuererhöhungen betreffen potentiell auch Beamte und Selbständige, auch gut verdienende Angestellte. 

Änderungen der Sozialversicherung nicht. 

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franko

Der aktuelle Gesetzentwurf liegt hier zum Nachlesen:

PDF-Download

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/detail/gkv-beitragssatzstabilisierungsgesetz

 

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze soll sich um 3.600 Euro erhöhen, und das ist unmittelbar die Grenze der Versicherungspflicht. Allerdings ist ein Bestandsschutz vorgesehen: Wer am 31.12.2026 bereits privat krankenversichert ist, für den gilt auch in Zukunft weiter die niedrigere Grenze ohne Erhöhung um 3.600 Euro.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 52 Minuten von YingYang:

Eine Stelle an der anscheinend niemand sparen will: Wir haben 93 gesetzliche Krankenkassen, die alle das Selbe "Produkt" anbieten. Massive! Einsparungen an Verwaltungskosten etc. wäre möglich wenn man hier mal die Axt ansetzt. 2024 lagen die Verwaltungskosten bei fast 13 Mrd. EUR.

Das ist und bleibt großer Quatsch!

 

Bitte beide links hier ansehen 

 

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Nachdenklich
vor einer Stunde von YingYang:

Eine Stelle an der anscheinend niemand sparen will: Wir haben 93 gesetzliche Krankenkassen, die alle das Selbe "Produkt" anbieten. Massive! Einsparungen an Verwaltungskosten etc. wäre möglich wenn man hier mal die Axt ansetzt. 2024 lagen die Verwaltungskosten bei fast 13 Mrd. EUR.

 

Meine bisherige Erfahrung ist nicht, daß Großorganisationen, die sich nicht im Wettbewerb bewähren müssen, besonders geneigt sind, ihre Verwaltung zu straffen und Kosten einzusparen.

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Sapine
vor 2 Stunden von YingYang:

Das Argument halte ich für nicht valide. Den Fall hat man in sehr vielen Bereichen, dass Entscheidungen getroffen werden, die einen selbst nicht betreffen. In der freien Wirtschaft und in der Politik erst recht. Wenn ich immer die Betroffenen frage, bekomme ich niemals Kürzungen, Beitrags- oder Steuererhöhungen durch.

Wenn Du aber die Ärzte und die Pharmaindustrie fragst, bekommst Du auch kein neutrales Bild. Es braucht beide Meinungen und Experten, die das abwägen können. 

vor 2 Stunden von YingYang:

Eine Stelle an der anscheinend niemand sparen will: Wir haben 93 gesetzliche Krankenkassen, die alle das Selbe "Produkt" anbieten. Massive! Einsparungen an Verwaltungskosten etc. wäre möglich wenn man hier mal die Axt ansetzt. 2024 lagen die Verwaltungskosten bei fast 13 Mrd. EUR.

Die große Masse dieser 13 Mrd wird sicher beim Fußvolk und Mittelbau ausgegeben. Die 93 Häupter würden sich dann auf wenige Großhäupter verteilen, die dafür mehr Geld haben wollen. Zugleich entfallen die Vorteile des Wettbewerbs.

 

Was bisher aus meiner Sicht zu kurz kommt ist das Sparen, ohne dass die Qualität leidet. Nimm das Beispiel zweite Meinung bei hochpreisigen Operationen (Bsp. Hüfte, Wirbelsäure + Knie). Es ist allgemein bekannt, dass wir in Deutschland viel zu viele solcher OPs haben, nicht zuletzt zum Schaden der Patienten. Mit zweiter Meinung könnte man manche konservative Therapie durchführen. Die einzigen die hier leiden werden sind die Operateure samt ihrer Belegkrankenhäuser. Ich bin mir sicher es gibt ganz viele solche "Problemfälle". Schlechte Diagnostik mal als Beispiel, führt zu unglaublichen Folgekosten, wegen Fehlbehandlungen noch und nöcher, vom Patientenleid ganz zu schweigen. Wo bleibt da so etwas wie eine Excellence-Initiative, wo der Haus- und/oder Facharzt mit Spezialisten Rücksprache hält? Das müsste besonders honoriert werden statt bestraft. 

Warum gibt es keine Expertenrunde, die sich im Detail anschaut, was Länder mit einem erfolgreichen Gesundheitssystem anders und besser machen. Ich denke Gesundheitszentren (hatten wir schon mal im Osten denke ich) sind weitaus effektiver als Einzelpraxen. 

 

Meiner Meinung nach hat da jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht. 

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Mato
· bearbeitet von Mato
vor 3 Stunden von YingYang:

Eine Stelle an der anscheinend niemand sparen will: Wir haben 93 gesetzliche Krankenkassen, die alle das Selbe "Produkt" anbieten. Massive! Einsparungen an Verwaltungskosten etc. wäre möglich wenn man hier mal die Axt ansetzt. 2024 lagen die Verwaltungskosten bei fast 13 Mrd. EUR.

Ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob eine staatliche Einheitskasse hier Vor- oder Nachteile hätte. Aktuell haben wir einen Pseudowettbewerb mit gleichen Grundleistungen und wirklich nur leicht unterschiedlichen Zusatzleistungen und leicht unterschiedlichen Zusatzbeiträgen. Wenn man das abschafft, hat man eine staatliche Krankenversicherung, bei der dann überhaupt kein Wettbewerb mehr herrscht, die privaten mal außen vor gelassen. Ich bin mir da tatsächlich sehr unschlüssig. Einerseits kann das zu Einsparungen im Verwaltungsapparat führen, andererseits fehlt dann dauerhaft jeglicher Anreiz zu Einsparungen, da keine Konkurrenzsituation mehr vorhanden ist.

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