Private oder Gesetzliche Krankenversicherung

  • Versicherung
  • Privat
  • Gesetzlich
  • Krankenversicherung
124 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben · bearbeitet von triton133

Servus zusammen,

 

ich bin seit einiger Zeit passiver Mitleser in diesem Forum und beschäftige mich eingehend mit den Themen Kapitalanlage, passives Einkommen und privater Altersvorsorge.

 

Da ich (28 Jahre alt, Angestellter) ein jährliches Einkommen über der Jahresarbeitsentgeldgrenze beziehe, habe ich mich in den letzten Wochen bzw. Monaten eingehend mit dem Thema PKV oder GKV auseinander gesetzt.

Beide Systeme haben natürlich je nach Lebensmodell und Vorstellungen ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Ich für meinen Teil tue mich aber nun sehr schwer eine Entscheidung zu treffen, die höchstwahrscheinlich die nächsten Dekaden meines Lebens beeinflussen wird.

Aus heutiger Sicht bin ich noch "relativ" jung, bin gesund, lebe alleine und habe derzeit nicht vor Kinder zu zeugen. In den letzten Jahren war ich außer zur Vorsorge nicht beim Arzt, lebe weitgehend gesund, heißt ich achte auf Ernährung und auf regelmäßigen Sport.

 

Unterhält man sich mit (unabhängigen) Versicherungsmaklern oder Menschen aus dem Versicherungsbereich dann werden einem permanent die angeblichen Vorteile vermittelt die einen Wechsel in die PKV mit sich bringen würde (früher Einstieg = hohe Altersrückstellungen, gesunde Lebensweise = solide Beiträge, bessere Versorgung gegenüber GKV usw.). Dem gegenüber stehen für mich viele Nachteile, die ich aber überhaupt nicht einordnen kann (Unsicherheit der Beitragsentwicklung, Unsicherheit des Systems als Solches, Sehr hoher Altersbeitrag wenn 50% AG Anteil wegfällt)..

 

Aus diesen Gründen interessiert es mich einfach Mal für welches der beiden Modelle ihr euch entschieden habt und warum?

Interessant wären natürlich darüber hinaus die etwaigen Lebensumstände (Alter, Lebensmodell, Beruf, grundsätzliche Vorstellung von der eigenen Zukunft usw.).

Für den Fall, dass sich jemand für die PKV entschieden habt: Habt ihr euch für einen sehr guten Tarif entschieden (Top Leistungen, hoher Beitrag) oder eher für die günstigeren Varianten (geringere Leistung, günstiger Beitrag).

 

Über eine spannende Diskussion würde ich mich freuen :)

 

Allein einen schönen Sonntag!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von odensee

Aus diesen Gründen interessiert es mich einfach Mal für welches der beiden Modelle ihr euch entschieden habt und warum?

 

Ich habe mich damals, lange ist es her, für die GKV entschieden, weil mir klar war: ich will mal eine Familie haben. Seit vielen Jahren liege ich oberhalb der BBG und damit "freiwillig pflichtversichert" (oder wie auch immer das heißt), zahle also eine erkleckliche Summe ein, über die mittlerweile nur noch ich selbst versichert bin. Aber das stört mich nicht, ich sehe die GKV als ein Solidarsystem.

 

Ich würde mich wieder so entscheiden. Was ich eventuell anders machen würde: frühzeitig eine Zusatzversicherung für 1-Bett/2-Bettzimmer abschließen. Bin mir aber gar nicht so sicher, ob sich solche Versicherungen wirklich lohnen, bisher war ich zwar mehrfach, aber immer nur ein paar Tage im Krankenhaus, und da hätte ich, wenn ich gewollt hätte, mir das 2-Bettzimmer auch auf eigene Kappe leisten können. Wollte ich aber nicht, denn: Bei allen Krankenhausaufenthalten (immer mit OPs verbunden, aber "Kleinkram") habe ich mich als GKV-Versicherter OHNE Zusatzversicherung sowohl menschlich (Krankenpflege) als auch medizinisch gut aufgehoben gefühlt. Ich hatte nie das Gefühl, Patient zweiter Klasse zu sein. Ich weiß auch nicht ob ich unbedingt von einem Chefarzt behandelt werden möchte, ein kompetenter Oberarzt ist mir ggf. lieber ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von xfklu

Wenn Du selten bis nie zum Arzt gehst, empfiehlt sich der billigste Tarif (Mehrbettzimmer, kein Krankentagegeld, etc.) und eine hohe Selbstbeteiligung (>1000€).

 

Du zahlst dann die wenigen Arztbesuche aus eigener Tasche, aber bekommst in der Regel auch jedes Jahr ein Teil Deiner Beiträge erstattet.

 

Das insgesamt gesparte Geld sollte man dann natürlich nicht verprassen, sondern anlegen für schlechte Zeiten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Mahlzeit,

 

ich bin in der GKV, da ich langfristig mit geringeren Kosten als in der PKV für mich rechne. Allerdings bin ich sehr wohl der Meinung das GKV zweite oder dritte Klasse ist.

 

1. Selbstzahler ohne PKV

2. PKV

3. GKV

 

Alleine schon bei dem Thema der Terminvergabe. Außer im Notfall muss ich meistens bei den "ordentlichen" Ärzten 1-3 Monate warten als GKV Patient.

Wenn ich Frage was es kostet selbst alles zu zahlen und das passt preislich, dann habe ich 1-2 Tage später einen Termin. Mindestens 5-6 mal habe ich

es erlebt das ich in einer Praxis saß wo ich auf den Termin 2 Monate oder mehr gewartet hatte. Dann spazierte ein PKV herein, ich habe keinen Termin

können Sie mich noch zwischen nehmen... kein Problem <_< auch gerne oft noch vor allen anderen im Wartezimmer :lol:

 

Auch die Verwendung von moderner oder weniger moderner Technik je nach Kasse kann vielfältig beobachtet werden.

Für die Kassenpatienten gibts das russische MRT Sputnik Modell mit entsprechendem Stand der Technik. Für PKV eher die moderne Variante :D.

 

Sofern ich es mir leisten kann bleibe ich bei der Version GKV + das meiste zahle ich sowieso aus eigener Tasche .. ggf. medizische Versorgung im Ausland z.B. Taiwan.

Was mich im übrigen massiv an dem deutschen GKV System stört, es gibt keine ordentlichen Tarife mit Selbstbehalt. Geht man mal fünf Jahre nicht zum Arzt bringt das so

gut wie keine Ersparnis ... Und dann natürlich noch die Abzocke bei freiwillig Versicherten bezogen auf die Beitragsberechnung siehe z.B. hier

 

Grüße Kobil-Caan

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Was mich im übrigen massiv an dem deutschen GKV System stört, es gibt keine ordentlichen Tarife mit Selbstbehalt. Geht man mal fünf Jahre nicht zum Arzt bringt das so

gut wie keine Ersparnis ...

 

Ist dir das Solidarsystem, welches hinter der GKV steht, geläufig?

 

Gruß

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Hallo Triton, die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab:

 

- Deiner Familienplanung

- die Entwicklung der Beiträge (Arbeitnehmer Anteil) und Zusatzbeiträge in der GKV

- die Entwicklung Deiner beruflichen Laufbahn

- der Kostensteigerung im Gesundheitswesen

- wirst Du Deinen Ruhestand in Deutschland verbringen oder in einem anderen Land

- Deinem Lebensstil (als Risiken: Raucher, risikoreiches Hobby, erbliche Vorbelastungen, stressiger Job, regelmäßiger Konsum von Alkohol, Übergewicht usw.)

 

Zu den Beitragssteigerungen in der PKV: Die Beitragssteigerungen spiegeln die steigenden Kosten für die Gesundheitsausgaben ab.

Die Lebenserwartung der Bevölkerung in den entwickelten Ländern steigt. Dort ist eine gute oder sehr gute Gesundheitsversorgung möglich. Das kostet. Medizinischer Fortschritt ist nicht umsonst.

Die nötigen Beitragssteigerungen in der GKV werden durch folgende Massnahmen gedeckelt:

 

- Rationierung: Einschränkungen in der Gesundsheitsversorgung in vielen Bereichen

- Erhebung von Zusatzbeiträgen

 

während man bei den Privaten Leistungen nach Tarif wählen kann.

 

Ich selber bin seit 2002 privat versichert und sehr zufrieden damit. Lange Zeit war ich Angestellter, seit 6J aber selbstständig, d.h. ich zahle die Beiträge alleine. Wäre ich GKV versichert müsste ich für eine Gesundheitsversorgung die auch jedem Hartz IV Empfänger zusteht ca. 730 EUR im Monat bezahlen, während es für meine PKV mit gutem Tarif ca. 440 EUR sind. Da Du noch relativ jung bist hast Du von der Rationierung in der GKV noch nicht so viel mitbekommen. In der Zahnversorgung ist die Rationierung besonders stark ausgeprägt.

 

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Mahlzeit,

 

ich bin in der GKV, da ich langfristig mit geringeren Kosten als in der PKV für mich rechne. Allerdings bin ich sehr wohl der Meinung das GKV zweite oder dritte Klasse ist.

 

1. Selbstzahler ohne PKV

2. PKV

3. GKV

 

Alleine schon bei dem Thema der Terminvergabe. Außer im Notfall muss ich meistens bei den "ordentlichen" Ärzten 1-3 Monate warten als GKV Patient.

Wenn ich Frage was es kostet selbst alles zu zahlen und das passt preislich, dann habe ich 1-2 Tage später einen Termin. Mindestens 5-6 mal habe ich

es erlebt das ich in einer Praxis saß wo ich auf den Termin 2 Monate oder mehr gewartet hatte. Dann spazierte ein PKV herein, ich habe keinen Termin

können Sie mich noch zwischen nehmen... kein Problem <_< auch gerne oft noch vor allen anderen im Wartezimmer :lol:

 

Reiche eine Petition beim deutschen Bundestag ein, dass du der Meinung bist, dass man zukünftig auch bei GKV-Patienten eine angemessene Honorierung der erbrachten Leistungen erbringen und gleichzeitig auf Budgetierungen und Regresse verzichten sollte. Das könnte dafür sorgen, dass das Mehrklassensystem in Deutschland aufgehoben werden könnte und dir bezüglich eines Termins niemand mehr vorgezogen wird. Allerdings werden deine Kosten dann langfristig sicherlich höher ausfallen, deine Beiträge zahlst du dann auch später einkommensunabhängig und deine etwaigen Kinder wirst du auch nicht mehr für lau mitversichern können ...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Was mich im übrigen massiv an dem deutschen GKV System stört, es gibt keine ordentlichen Tarife mit Selbstbehalt. Geht man mal fünf Jahre nicht zum Arzt bringt das so

gut wie keine Ersparnis ...

 

Ist dir das Solidarsystem, welches hinter der GKV steht, geläufig?

 

Gruß

 

Ja ^_^

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Es ist eine Grundsatzentscheidung ... Beide sind preislich variabel, aber nur die PKV hat einklagbaren, festgeschriebenen nicht negativ abänderbaren Vertragsinhalt. Der "Vertragsinhalt" GKV existiert nicht wirklich und ist rein nach politischer Stimmungslage anpassbar.

 

Die Preisanpassung der GKV erfolgt beim Arbeitnehmer während des Erwerbslebens in erster Linie unweigerlich über die Anhebung der Bemessungsgrenzen, gar nicht mal über die Anhebung der Beitragssätze selbst ...

 

2015 - 49.500,00 EUR

2016 - 50.850 EUR

 

Sind also mal eben schon 2,73 % Beitragsanpassung nur durch die Änderung der Bemessungsgrundlage. Die Beitragsentwicklung der PKV hängt vom Aufwand der Versicherungsgemeinschaft und dem medizinisch Fortschritt / medizinische Inflation ab. Dazu kommen die diversen Eigenheiten hinsichtlich Familienplanung etc. pp. ... will gut durchdacht sein.

 

Ich für meinen Teil bin PKV-versichert, aber im Leistungsumfang punktuell deutlich unter GKV versichert - so wie die Masse der PKV-Versicherten auch.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Mahlzeit,

 

ich bin in der GKV, da ich langfristig mit geringeren Kosten als in der PKV für mich rechne. Allerdings bin ich sehr wohl der Meinung das GKV zweite oder dritte Klasse ist.

 

1. Selbstzahler ohne PKV

2. PKV

3. GKV

 

Alleine schon bei dem Thema der Terminvergabe. Außer im Notfall muss ich meistens bei den "ordentlichen" Ärzten 1-3 Monate warten als GKV Patient.

Wenn ich Frage was es kostet selbst alles zu zahlen und das passt preislich, dann habe ich 1-2 Tage später einen Termin. Mindestens 5-6 mal habe ich

es erlebt das ich in einer Praxis saß wo ich auf den Termin 2 Monate oder mehr gewartet hatte. Dann spazierte ein PKV herein, ich habe keinen Termin

können Sie mich noch zwischen nehmen... kein Problem <_< auch gerne oft noch vor allen anderen im Wartezimmer :lol:

 

Reiche eine Petition beim deutschen Bundestag ein, dass du der Meinung bist, dass man zukünftig auch bei GKV-Patienten eine angemessene Honorierung der erbrachten Leistungen erbringen und gleichzeitig auf Budgetierungen und Regresse verzichten sollte. Das könnte dafür sorgen, dass das Mehrklassensystem in Deutschland aufgehoben werden könnte und dir bezüglich eines Termins niemand mehr vorgezogen wird. Allerdings werden deine Kosten dann langfristig sicherlich höher ausfallen, deine Beiträge zahlst du dann auch später einkommensunabhängig und deine etwaigen Kinder wirst du auch nicht mehr für lau mitversichern können ...

 

Wie wärs denn noch mit einem Beitrag zur Berechnungsgrundlage der freiwilligen Versicherung, wenn schon alles gesagte zerpflückt wird :D.

 

Grüße Kobil-Caan

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Ich bin ebenfalls privat krankenversichert. Du musst für Dich abklären, was Dir am wichtigsten ist:

 

- hohe Leistungen

- niedrige Beiträge

- stabile Beiträge

 

Annand dieser Aspekte musst Du für Dich die goldene Mitte finden. Ich habe den Schwerpunkt auf möglichst stabile Beiträge gelegt. Genauso wichtig ist, wie hoch die Altersrückstellungen sind, um die Beiträge auch später akzeptabel gestalten zu können. Gesetzlich müssen mindestens 10% der Beiträge zurückgelegt werden. Viele Versicherer legen jedoch noch mehr zurück. Hierbei ist relevant, wie diese Gelder angelegt werden. Krankenversicherer leiden diesbezüglich genauso wie Lebens- und Rentenversicherer unter den anhaltend niedrigen Zinsen. Ggf. tragen dauerhaft niedrige Zinsen also auch zu steigenden Prämien in der Privaten Krankenversicherung bei.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Das mit den stabilen Beiträgen ist eher ein Mythos. Wie du schon richtig erkannt hast, hohe Leistungen und stabile Beiträge schließen sich gegenseitig aus. Mittlere Leistungen führen aber nicht zwangsläufig zu stabilen Beiträgen und zu knapp kalkulierte Tarife ohnehin nicht. Man kann sich zwar die Beitragshistorie anschauen und ggf. ein paar weitere Kennzahlen, ist aber idR auch nur ein Vergangenheitsindikator, genau wie beim Aktienkauf.

 

Zur genaueren Funktion der Beitragskalkulation musst eher Peter oder MP fragen, hab ja mit KV nichts am Hut.

 

Wertvoller ist dein Hinweis auf die Alterungsrückstellungen. Diese fallen unterschiedlich hoch aus, ein optisch billigerer Tarif muss nicht preiswerter sein.

 

Würde ich mich heute noch mal für PKV entscheiden müssen (und können), wäre das für mich wohl wichtigste Kriterium die Flexibilität nach unten UND oben. Aber das Thema hat sich für mich ... :-

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Ich höre immer "hängt von der Familienplanung ab". Heutzutage sind doch die meisten Doppelverdiener und da fallen auch in der GKV doppelt Beiträge an. Falls man natürlich in einem Milieu des Kinderreichtums und der "Frau im Haus" verortet ist, dann lohnt sich die GKV-Solidargemeinschaft, die genau solche Familien zufinanziert. Das wird sich bei der momentanen Zuwanderungs- bzw. Bevölkerungsentwicklung noch deutlich verstärken mit der Konsequenz von Kostensteigerung oder Leistungseinschränkung oder beides. Natürlich haben die GKVs den Politikerbonus, den die PKVs als "Versicherung der Reichen und Unsolidarischen" nicht hat.

 

Ich bin seit Jahrzehnten in der PKV und habe immer deutlich weniger gezahlt, als ich in der GKV gezahlt hätte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Nach aktueller Gesetzeslage kommt man aus der PKV durchaus auch wieder raus. Man muß dazu ein Jahr lang unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen. Das kriegt man oft schon hin hin, indem man sich z.B: auf 4-Tage-Woche setzen läßt. Das darf nur nicht offensichtlich befristet sein. Das geht bis zum 55. Lebensjahr.

 

Von daher kann man durchaus jung in die PKV eintreten und es sich später noch mal überlegen.

 

Ganz allgemein:

Alleinverdiener nach CSU-Hausfrauennodell => GKV

Doppelverdiener ohne Kinder => PKV

mit Kindern => GKV

 

Die Familienmitversicherung gehört zwar meiner Meinung nach nicht als Transferleistung in die Versicherung, aber sie ist nun mal drin und man muß das einbeziehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von triton133

Danke schon einmal für die schnellen zahlreichen Antworten.

 

Ich bin mir wie gesagt schon im Klaren darüber, dass die Entscheidung für die PKV eine wohl durchdachte sein sollte und nicht aus der Laune heraus entschieden werden sollte.

Aber wie auch schon richtig angemerkt wurde ist es im Grunde genommen sowieso nicht möglich "die nächsten 30 Jahre" zu planen - es wird sicherlich anders kommen als man denkt biggrin.gif

 

 

Aktuell würde ich meine Situation und die etwaige Zukunft so einschätzen:

- Jahrgang 1987, treibe regelmäßig Sport (Triathlon & Krafttraining), achte einigermaßen auf die Ernährung

- Nichtraucher, Alkohol selten, keine besonderen gesundheitlichen Einschränkungen / Allergien usw.

- Angestellter im großen Unternehmen, Führungskraft (mittleres Management), Job sehr zeitaufwendig und stressig (ca. 60-70 Std / Woche)

- Aktuell Single, allein lebend. Lebenspartnerin kann natürlich dazu kommen --> Heirat & Nachwuchs aus heutiger Sicht nicht gewünscht

- Jahreseinkommen über der JAEG - arbeite auch daran, dass es eher mehr als weniger wird wink.gif

 

 

Was würde mich nun bewegen in die PKV zu wechseln, bzw. was wäre mir wichtig:

- Ich vermute die gesundheitliche Versorgung ist besser als in der GKV bzw. wählbar. Terminvergabe und Untersuchungsqualität auf höherem Niveau

- Ich zahle seit einigen Jahren die höchsten Beiträge in der GKV (aktuell ca. 390€ pro Monat mit Pflegeversicherung) und nehme seit Jahren keine Leistungen in Anspruch --> keine Rückerstattung etc. (mir ist das Solidaritätsprinzip natürlich klar)

- Bei allen Beratungen wird immer hervorgehoben: Als junger, anscheinend gesunder Mann, alleinlebend sei man "Idealkandidat" für den Einstieg in die PKV

- Die heutigen Beiträge wären sicherlich weit unter denen der GKV und nach Leistung wählbar --> Man könnte privat Rückstellungen fürs Alter bilden

 

Wäre da nicht das ganze "was wäre wenn und aber", dann spricht im Grunde genommen nicht viel gegen den jetzigen Eintritt in die PKV.

Da ich aber ein "Vorsichtsmensch" bin, kann ich mich noch nicht zu dieser Entscheidung durchringen.

Meine größte Sorge ist die Beitragsentwicklung im steigenden Alter - da auch spätestens bei Berufsaustritt der 50% Anteil des AG wegfällt. Der gesetzliche Zuschuss ist aus heutiger Sicht nicht sehr hoch. Im Alter dann einen Beitrag von 40% seiner Rente für die KV abzudrücken - davor graut es mir.

Was wäre bzw. ist diesbezüglich bei der Auswahl der PKV und des Tarifs besonders zu beachten?

Wie schon erwähnt wurde sind die Unternehmenskennzahlen (Verzinsung, Altersrückstellungen) immer eine Betrachtung der Vergangenheit. Wo bzw. wie kann man sich etwas sicherer sein, dass die Beiträge im Alter nicht explodieren? Wählt man zum Einstieg lieber einen "Luxustarif" mit hohem Beitrag und keiner oder geringer Selbstbeteiligung aus, und nutzt durch die 50%-ige Beteiligung des Arbeitgebers den Effekt höherer Altersrückstellungen?

Oder wählt man lieber einen aus heutiger Sicht sinnvollen günstigen Tarif mit geringeren Leistungen und spart gegenüber der GKV z.B. 150€ pro Monat und bildet selbst Rückstellungen für das Alter?

An welche Versicherungsgesellschaften bzw. Tarife sollte man sich in beiden Fällen besonders wenden?

 

 

Mir ist klar, dass niemand eine Glaskugel besitzt und sagen kann wie sich das System oder die Beiträge entwickeln.

Aber durch viele Erfahrungswerte oder fachkundige Meinungen entscheide ich mich ja dann doch vielleicht für das Richtige laugh.gif

 

Grüße

Maik

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von Schildkröte

Als gut verdienender Mensch geht es Dir primär nicht darum, in der PKV vorerst Beiträge im Vergleich zur GKV zu sparen, richtig? Dass sich das später ins Gegenteil umkehren kann, ist Dir ja bewusst. Die hier genannten Optionen, in die GKV zurückkehren zu können, könnten weiter erschwert werden. Wer weiß das schon. Insofern würde ich es an Deiner Stelle in Erwägung ziehen, in der GKV zu bleiben und sich zusätzlich privat zu versichern.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Ich halte es wie odensee. Bin freiwillig in der GKV, da Familie fest eingeplant ist. In einer langen Nullzinsphase sind die Rücklagen der PKV-Kunden auch schnell weniger wert, dann kann es im Alter richtig teuer werden. Ich bin auch dafür, die Hürden für die spätere Aufnahme in die GKV zu erhöhen, um die Mitnahmeeffekte der Geizkragen zu vermindern. Eventuelle Behandlungsdefizite des GKV-Umfangs gleiche ich durch Zusatzversicherungen aus. Und notfalls auch eigenes Geld.

 

Dem TE gebe ich zu bedenken, dass nicht alle Krankheiten sich aus einem ungesunden Lebenswandel ergeben. Krebs und Ding wie Multiple Sklerose treffen auch kerngesunde Menschen. Ob man da dann im Basistarif der PKV glücklicher wird....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von Bloomaul

Servus,

 

ich stelle meine Frage mal hier rein: Bin momentan Student (25) und arbeite nebenher (20h) als Werkstudent. Bin bei meinem Vater mit privat versichert und am überlegen, ob ich in die gesetzliche Krankenkasse wechseln soll. Eventuell auch betriebliche Krankenkassen. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob das überhaupt noch möglich ist. Im Internet findet man dazu die unterschiedlichsten Wahrheiten. Habe jetzt versucht die passende Stelle im Gesetz zu finden.

 

Laut Punkt 3 müsste es doch spätestens beim ersten Beruf nochmal möglich sein.

Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477)

§ 9 Freiwillige Versicherung

 

(1) Der Versicherung können beitreten

[...]

3. Personen, die erstmals eine Beschäftigung im Inland aufnehmen und nach § 6 Absatz 1 Nummer 1 versicherungsfrei sind; Beschäftigungen vor oder während der beruflichen Ausbildung bleiben unberücksichtigt,

 

http://www.gesetze-i.../sgb_5/__9.html

 

Kann ich auch schon vor dem Berufsstart wechseln?? Dann könnte ich noch in die BKK ;)

 

Gruß

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von bond007

Mit den Stellschrauben Beitragsbemessungsgrenze, Zusatzbeiträgen und weiterer Rationierung kann die jeweilige Regierung die Abgabenlast in der GKV erhöhen und die Leistungen reduzieren. Für gutverdienende Singles sehe ich keinen Vorteil darin in der GKV zu bleiben.

 

Schaut man sich Die Gehaltsabrechnung an weiss man was für die solidarische KV bezahlt werden muss in der alle Versicherte die gleichen Leistungen erhalten in der Du aber zu denen gehörst die am meisten zahlen.

 

Ergänzung:

 

Ganz allgemein: ...

 

Mein Modell: selbstständiger Alleinverdiener mit Frau in versicherungspflichtigen Midijob, keine Kinder => PKV für den Alleinverdiener und GKV für die Ehefrau

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Dem TE gebe ich zu bedenken, dass nicht alle Krankheiten sich aus einem ungesunden Lebenswandel ergeben. Krebs und Ding wie Multiple Sklerose treffen auch kerngesunde Menschen. Ob man da dann im Basistarif der PKV glücklicher wird....

 

Der Basistarif der PKV bietet mindestens die Leistungen der GKV. Insofern ist die Frage leicht zu beantworten.

 

Schaut man sich Die Gehaltsabrechnung an weiss man was für die solidarische KV bezahlt werden muss in der alle Versicherte die gleichen Leistungen erhalten in der Du aber zu denen gehörst die am meisten zahlen.

 

Ich würde die GKV nicht solidarisch nennen. Sonst wäre es nicht möglich, daß dort Spitzenverdiener ihre Ehe-Hausfrau kostenlos unterbringen können. Sowas gehört einkommensabhängig ins Steuersystem. Ich frage mich immer, warum man etwas so fehlkonstruiertes solidarisch nennt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Dem TE gebe ich zu bedenken, dass nicht alle Krankheiten sich aus einem ungesunden Lebenswandel ergeben. Krebs und Ding wie Multiple Sklerose treffen auch kerngesunde Menschen. Ob man da dann im Basistarif der PKV glücklicher wird....

 

Der Basistarif der PKV bietet mindestens die Leistungen der GKV. Insofern ist die Frage leicht zu beantworten.

 

Schaut man sich Die Gehaltsabrechnung an weiss man was für die solidarische KV bezahlt werden muss in der alle Versicherte die gleichen Leistungen erhalten in der Du aber zu denen gehörst die am meisten zahlen.

 

Ich würde die GKV nicht solidarisch nennen. Sonst wäre es nicht möglich, daß dort Spitzenverdiener ihre Ehe-Hausfrau kostenlos unterbringen können. Sowas gehört einkommensabhängig ins Steuersystem. Ich frage mich immer, warum man etwas so fehlkonstruiertes solidarisch nennt.

 

Die Ehehausfrau hat kein Einkommen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von slt63

Servus zusammen,

...

Da ich (28 Jahre alt, Angestellter) ein jährliches Einkommen über der Jahresarbeitsentgeldgrenze beziehe, habe ich mich in den letzten Wochen bzw. Monaten eingehend mit dem Thema PKV oder GKV auseinander gesetzt.

Beide Systeme haben natürlich je nach Lebensmodell und Vorstellungen ihre eigenen Vor- und Nachteile.

...

Aus diesen Gründen interessiert es mich einfach Mal für welches der beiden Modelle ihr euch entschieden habt und warum?

........

- Jahrgang 1987, treibe regelmäßig Sport (Triathlon & Krafttraining), achte einigermaßen auf die Ernährung

- Nichtraucher, Alkohol selten, keine besonderen gesundheitlichen Einschränkungen / Allergien usw.

- Angestellter im großen Unternehmen, Führungskraft (mittleres Management), Job sehr zeitaufwendig und stressig (ca. 60-70 Std / Woche)

- Aktuell Single, allein lebend. Lebenspartnerin kann natürlich dazu kommen --> Heirat & Nachwuchs aus heutiger Sicht nicht gewünscht

- Jahreseinkommen über der JAEG - arbeite auch daran, dass es eher mehr als weniger wird

 

So ähnlich ging es mir zum Berufseinstieg auch. Ich habe mich direkt für die PKV entschieden, wo ich nun seit Jahrzehnten versichert bin.

Die Beitragsersparnis (ggü GKV + Zusatzversicherungen) habe ich nicht verfrühstückt. Das dürfte mittlerweile ein 6stelliger Betrag sein.

Das "Leistungsniveau" meiner Versicherung liegt in etwa "bei 4 von 5 möglichen Sternen".

Mein Beitrag (Beitrag VV inkl. Alterssicherungszuschlag,1/12 SB und Pflegepflichtversicherung) liegt aktuell bei knapp450€.

Ich bin zufrieden und habe die Entscheidung nie bereut.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Der Basistarif der PKV bietet mindestens die Leistungen der GKV. Insofern ist die Frage leicht zu beantworten.

 

Oh weh, genau andersrum. Der Basistarif darf auf keinen Fall eine Mehrleistung bieten. Ansonsten soll er die Leistungen der GKV nachbilden / vergleichbar sein , er muss sie nicht 1:1 erreichen. Nur 72 und 75 SGB V erfüllen ... Die Masse der PKV Tarife liegt sowieso punktuell unter dem Leistungskatalog der GKV.

 

Das "Leistungsniveau" meiner Versicherung liegt in etwa "bei 4 von 5 möglichen Sternen".

 

Und in Kochlöffelchen oder Eulchen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben · bearbeitet von Dudelinode

Ahnend das ich mir mit diesem Kommentar 1-2 hochgezogenen Augenbraun abhole - warum nicht jetzt PKV und wenn es in Familien und Kinderrichtung geht zurück in die GKV e.g. via Auslandsvertrag vom Unternehmen geben lassen und dann dort GKV.... etc. Damit kommt man problemlos zurück in die deutsche GKV wenn du zurück nach Dtl. kommst. Rein gehaltstechnisch wirst du ja sicherlich nicht mehr die Chance unter das Pflichtversicherungsmin. zu fallen.

 

Ich selbst bin 27 und in der PKV. Bin zwar sehr selten krank aber habe die Vorteile vor kurzem bei einer Sportverletzung gemerkt. MRT und sämtliche Untersuchungen am selben Tag, freie Arztwahl (mit dem 2,38x Satz kommt ja kaum noch zu wirklichen guten Sportspezialisten). Ich habe mich bewusst nicht für ein günstiges sondern eher Leistungsintensives PKV model entschieden. Ich will mir einfach keine Sorgen um meine Gesundheitsbehandlungen machen müssen wenn ich dafür eine Premium zahle ist es eben so. Ich habe es oft genug erlebt das Ärzte einfach GKV Patienten nichteinmal mehr annehmen. Finanziel, stehe ich gegenüber der GKV aber immer günstiger da auch wenn sich dies natürlich mit zunehmenden Alter entsprechend verschieben wird.

Für mich war damals die Entscheidung in die PKV zu gehen eine reine Leistungsentscheidung e.g. Zähne. Die entsprechenden Mehrkosten (gerade mit steigendem Alter wie du schon meintest) sind da völlig in Ordnung. Meiner Meinung nach sollte man die PKV Entscheidung nicht zum "sparen" treffen sondern wenn dann nur der Leistung wegen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Geschrieben

Meiner Meinung nach sollte man die PKV Entscheidung nicht zum "sparen" treffen sondern wenn dann nur der Leistung wegen.

 

Dem kann man nicht viel hinzufügen, außer ...

 

... PKV heißt längst nicht automatisch mehr Leistung als GKV.

 

Eine solche Entscheidung sollte man sich genau überlegen und das kann man gar nicht ohne einen Spezialisten an der Seite.

 

Ich bin ja nun selbst Makler und mMn sehr wohl in der Lage Versicherungsbedingungen zu lesen. Mangels jedweder KV Tätigkeit aber überhaupt nicht in der Lage mir einen echten, detaillierten Marktüberblick in dieser Sparte zu verschaffen. Kurz gesagt: Nicht mal ich würde es do it yourself machen, sondern mir einen Spezi suchen, wobei das in meinem Fall Peter wäre.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!


Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.


Jetzt anmelden