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BananaSpit

Fragen zum Stückzinstrick

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BananaSpit
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Ich habe den Stückzinstrick noch nie angewandt und bin von daher noch recht unbedarft auf diesem Gebiet. Aufgrund zahlreicher guter Beiträge hier im Forum habe ich aber folgende Vorstellung, wie es im konkreten Fall laufen könnte:

 

Annahmen:

 

- Gewinne aus 2015 sollen in das Jahr 2016 verschoben werden.

 

- Gewinne 2015 (Zinsen/Dividende) bei der DiBa = 2.000 Eur

 

- Gewinne 2015 (Zinsen/Dividende) bei der Fondsdepotbank = 3.000 Eur

 

- Freibeträg 801 Eur wird zwecks Einfachheit aussen vor gelassen

 

 

Im Dezember 2015 wird eine passende Aktienanleihe in entsprechender Höhe über die DiBa gekauft.

Es müssen 5.000 Eur Stückzinsen (Verlust) gezahlt werden.

 

Überlegungen:

 

- Diba, Rechnung zum Jahresende 2015: 2.000 - 5.000 = -3.000

- Bei der Diba wird eine Verlustbescheinigung für das Jahr 2015 beantragt.

- Über die Steuererklärung für 2015 können dann die 3.000 Eur Verlust DiBa mit den 3.000 Eur Gewinn Fondsdepotbank verrechnet werden.

- Abgeltungssteuer auf die +3.000 Eur Fondsdepotbank wird vom FA erstattet.

- In 2016 wird die Aktienanleihe verkauft/läuft aus und ein Zinsgewinn von 5.000 Eur fällt an.

 

 

Sind meine "Überlegungen" so korrekt?

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reckoner
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Hallo,

 

ja, alles richtig.

 

Stefan

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BananaSpit
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Hallo Stefan,

 

Vielen Dank für Deine Info! Dann kann ich jetzt weiter in diese Richtung recherchieren (passende Anleihe,...).

 

 

 

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Allesverwerter
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" Gewinne aus 2015 sollen in das Jahr 2016 verschoben werden."

Was ist der Vorteil der Verschiebung?

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BananaSpit
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Im konkreten Fall geht es darum das Gesamteinkommen in 2015 möglichst gering zu halten.

 

Stichworte: Abfindung, Fünftelregelung

 

 

 

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reckoner
Posted · Edited by reckoner

Hallo,

 

Stichworte: Abfindung, Fünftelregelung
Da ich praktisch genau das auch mal gemacht habe verweise ich mal auf meinen Thread von damals: LINK

 

Die dort angesprochene 100%-Anleihe gibt es leider nicht mehr (war eine einmalige Sache), aber vielleicht hilft ja die ein oder andere Info aus dem Thread trotzdem.

 

Stefan

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reko
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Ich habe in Erinnerung, dass Kapitalerträge/Verluste nicht mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden können - bin aber kein Fachmann und würde einen Steuerberater fragen.

 

Ich habe in dieser Situation eine Rentenversicherung mit Einmalzahlung abgeschlossen.

Aus der Erinnerung: maximal möglich waren 40k€, wobei bei mir 60% durch die Steuerersparnis finanziert waren.

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reckoner
Posted

Hallo,

 

Ich habe in Erinnerung, dass Kapitalerträge/Verluste nicht mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden können
Das ist korrekt, spielt hier aber keine Rolle, der TE will keine Verluste sondern nur die KAP-Gewinne auf Null drücken (so hatte ich es verstanden).

 

Stefan

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reko
Posted · Edited by reko

Entschuldigung vertippt

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Allesverwerter
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Im konkreten Fall geht es darum das Gesamteinkommen in 2015 möglichst gering zu halten.

 

Stichworte: Abfindung, Fünftelregelung

 

 

Aber inwiefern spielen (pauschal versteuerte) Kapitalerträge bei der Fünftelregelung eine Rolle?

 

Oder gibt es in 2016 keine weiteren Einkünfte, sodass der Steuersatz unter 25% liegt?

 

 

 

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BananaSpit
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Hallo,

 

Stichworte: Abfindung, Fünftelregelung
Da ich praktisch genau das auch mal gemacht habe verweise ich mal auf meinen Thread von damals: LINK

 

Die dort angesprochene 100%-Anleihe gibt es leider nicht mehr (war eine einmalige Sache), aber vielleicht hilft ja die ein oder andere Info aus dem Thread trotzdem.

 

Stefan

 

Nochmals Danke. Werde ich mir zu Gemüte führen ...

 

 

 

Hallo,

 

Ich habe in Erinnerung, dass Kapitalerträge/Verluste nicht mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden können
Das ist korrekt, spielt hier aber keine Rolle, der TE will keine Verluste sondern nur die KAP-Gewinne auf Null drücken (so hatte ich es verstanden).

 

Stefan

 

 

Korrekt, ansonsten würden die Kapitalerträge das Gesamteinkommen erhöhen.

 

 

 

 

Im konkreten Fall geht es darum das Gesamteinkommen in 2015 möglichst gering zu halten.

 

Stichworte: Abfindung, Fünftelregelung

 

 

Aber inwiefern spielen (pauschal versteuerte) Kapitalerträge bei der Fünftelregelung eine Rolle?

 

Oder gibt es in 2016 keine weiteren Einkünfte, sodass der Steuersatz unter 25% liegt?

 

 

 

 

Richtig, keine weiteren Einkünfte in 2016.

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Allesverwerter
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Ich hab mal eine Aktienanleihe mit Coupon 50% genommen, das hat ganz gut geklappt

Die Gegenrichtung hab ich mit einem Put abgesichert.

 

 

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BananaSpit
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Ein 50% Coupon könnte ich mir auch gut vorstellen. Danke für den Hinweis auf die Absicherung mit einem Put.

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Tooni
Posted · Edited by Tooni

CR7807

Im konkreten Fall geht es darum das Gesamteinkommen in 2015 möglichst gering zu halten.

 

Stichworte: Abfindung, Fünftelregelung

Zum Themenkomplex Abfindung/Fünftelregelung etc. solltest Du unbedingt das Buch von P. Ranning "Der Privatier" lesen. Ich glaube, da ist auch ein Kapitel über den Stückzinstrick drin. Aber auch sonst gibt es da sehr viele gute Ideen!

 

Ich werde dieses Jahr den Stückzinstrick wohl auch wieder anwenden. Zur Auswahl einer geeigneten Aktienanleihe werden hier im Forum ja gerne die eher konservativen Varianten mit einem hohen Puffer empfohlen. Ich selber werde aber wg. des niedrigeren Kapitaleinsatzes auf jeden Fall eine 50%ige AA auswählen. Mein derzeitiger Favorit ist CR7807 (AA auf RWE, 50% Kupon, Laufzeit bis 18.1.16, akt. Kurs: ca. 37,5%, Stückzins: ca. 35%, Summe Kaufpreis aktuell also: ca. 72,5%).

 

Sollten sich bis zum Jahresende keine weiteren großen Katastrophen bei RWE ereignen, ist davon auszugehen, dass der insgesamt aufzubringende Kaufpreis in etwa in dieser Größenordnung bleiben wird, also bei ca. 72,5%.

 

Gruß, Tooni

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BananaSpit
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Zum Themenkomplex Abfindung/Fünftelregelung etc. solltest Du unbedingt das Buch von P. Ranning "Der Privatier" lesen. Ich glaube, da ist auch ein Kapitel über den Stückzinstrick drin. Aber auch sonst gibt es da sehr viele gute Ideen!

 

Ich werde dieses Jahr den Stückzinstrick wohl auch wieder anwenden. Zur Auswahl einer geeigneten Aktienanleihe werden hier im Forum ja gerne die eher konservativen Varianten mit einem hohen Puffer empfohlen. Ich selber werde aber wg. des niedrigeren Kapitaleinsatzes auf jeden Fall eine 50%ige AA auswählen. Mein derzeitiger Favorit ist CR7807 (AA auf RWE, 50% Kupon, Laufzeit bis 18.1.16, akt. Kurs: ca. 37,5%, Stückzins: ca. 35%, Summe Kaufpreis aktuell also: ca. 72,5%).

 

Sollten sich bis zum Jahresende keine weiteren großen Katastrophen bei RWE ereignen, ist davon auszugehen, dass der insgesamt aufzubringende Kaufpreis in etwa in dieser Größenordnung bleiben wird, also bei ca. 72,5%.

 

Gruß, Tooni

 

Hallo Tooni,

 

Vielen Dank für den Buchhinweis und Deinen Favoriten - werde ich mir ansehen! Der link auf CR7807 geht allerdings auf eine Seite von "Der Privatier". Ist das so gewollt?

 

VG, BS

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Tooni
Posted · Edited by Tooni

Der link auf CR7807 geht allerdings auf eine Seite von "Der Privatier". Ist das so gewollt?

[/Quote]Nee - das war nicht beabsichtigt. Habe ich gerade korrigiert. Sorry! Eigentlich sollte der Link nach CR7807 gehen.

 

Aber das gibt mir Gelegenheit, noch eine Kleinigkeit zu korrigieren:

 

...

- Abgeltungssteuer auf die +3.000 Eur Fondsdepotbank wird vom FA erstattet.

Sind meine "Überlegungen" so korrekt?

Das ist nicht so ganz korrekt!

Die im Laufe des Jahres bezahlte Abgeltungssteuer bekommst Du bei einer deutschen Bank bereits mit der Abrechnung eines entsprechenden Verlustes erstattet, hier also mit dem Kauf der Aktienanleihe. Macht den Kauf noch einmal etwas "billiger".

Allerdings darf man nicht vergessen, dass im neuen Jahr beim Verkauf die Abgeltungssteuer auch wieder sofort einbehalten wird!

 

Oh! Ich bin mal wieder etwas konfus!! Es ist doch korrekt. Ich habe wohl Deine beiden Banken gerade verwechselt.

Anyway - Du bekommst beim Kauf der AA die bezahlte Abgeltungssteuer bei der Bank wieder, wo Du den Verlust machst. Das ist auf jeden Fall richtig. Der Rest wird dann über das FA ausgeglichen. Stimmt.

 

Gruß, Tooni

 

 

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reckoner
Posted · Edited by reckoner

Hallo,

 

Die im Laufe des Jahres bezahlte Abgeltungssteuer bekommst Du bei einer deutschen Bank bereits mit der Abrechnung eines entsprechenden Verlustes erstattet, hier also mit dem Kauf der Aktienanleihe.
Er hat aber zwei verschiedene Banken. ;)

 

Bei der Diba wird er 3000 Euro Verlust haben, die Steuer daraus wird aber von der Bank nicht erstattet, sondern nur der Verlust bescheinigt. Der Gewinn fällt hingegen bei einer Fondsdepotbank an (dort kann er die Anleihen aber sicher nicht kaufen).

Ergo geht die Verrechnung in diesem Fall nur über die Steuererklärung.

 

EDIT: Tooni hat es selbst gemerkt, Respekt.

 

Stefan

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Tooni
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Mein derzeitiger Favorit ist CR7807 (AA auf RWE, 50% Kupon, Laufzeit bis 18.1.16)

Tooni hat es selbst gemerkt, Respekt.

Tja - Tooni hat (leider) noch etwas gemerkt! :w00t:

Mein oben genannter Favorit CR7807 kann gar nicht mehr gekauft werden! Wie übrigens auch alle ähnlichen Aktienanleihen der Commerzbank aus der Serie CR780*. crying.gif

 

Das gefällt mir ja nun überhaupt nicht! Gibt einen dicken Punktabzug für die Commerzbank. Ich kenne das eigentlich nur so, dass der Emittent auch jederzeit für die Möglichkeit des Handelns sorgt.

 

Nun gut - muss ich mir was anderes überlegen.

 

Gruß, Tooni

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zoni
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1447156501[/url]' post='992944']
1443640628[/url]' post='985310']

Mein derzeitiger Favorit ist CR7807 (AA auf RWE, 50% Kupon, Laufzeit bis 18.1.16)

1443692557[/url]' post='985381']

Tooni hat es selbst gemerkt, Respekt.

Tja - Tooni hat (leider) noch etwas gemerkt! :w00t:

Mein oben genannter Favorit CR7807 kann gar nicht mehr gekauft werden! Wie übrigens auch alle ähnlichen Aktienanleihen der Commerzbank aus der Serie CR780*. crying.gif

 

Das gefällt mir ja nun überhaupt nicht! Gibt einen dicken Punktabzug für die Commerzbank. Ich kenne das eigentlich nur so, dass der Emittent auch jederzeit für die Möglichkeit des Handelns sorgt.

 

Nun gut - muss ich mir was anderes überlegen.

 

Gruß, Tooni

Und hast du dir was anderes überlegt? Bin auch noch auf der Suche und dankbar für Tips.

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Tooni
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Und hast du dir was anderes überlegt? Bin auch noch auf der Suche und dankbar für Tips.

[/Quote]

Ja - habe ich! Aber bevor ich meine Wahl präsentiere, möchte ich noch gerne ein Zitat erwähnen:

 

 

Bei den Aktienanleihen gibt es hier Camps für 2 Varianten. Die einen nehmen Aktienanleihen, bei denen der Kurs der Aktie weit unter dem Basispreis der Anleihe liegt. Dann verhält sich die Aktienanleihe ähnlich wie eine Aktie. Man kann aber auch 50-60% Stückzinsen bekommen. Das bedeutet relativ niedriger Kapitaleinsatz aber auch ein volles Aktienrisiko.

 

Ich selber bevorzuge aber Aktienanleihen, bei denen der Kurs der Aktie mindestens 20% (besser 30%) über dem Basispreis liegt. Dann verhält sich die Aktienanleihe eher wie eine Anleihe und man hat ein gering(er)es Risiko. Damit kommt man aber bestenfalls auf eine Stückzinseffizienz im Bereich 20%, muss also bei gleicher Schiebesumme entsprechend mehr Kapital einsetzen.

 

Nun, ich gehöre zu der ersten Sorte. Also zu denen, die nach Aktienanleihen mit größtmöglichen Stückzinsen suchen. Grund ist der niedrige Kapitaleinsatz. Das Aktienrisiko nehme ich dabei in Kauf (oder sichere es ab, falls ich es für nötig halte). Aktienanleihen mit einem Kupon von 50% habe ich dieses Jahr nicht gefunden, bzw. nur solche, die nicht zu handeln sind. :angry:

Als Alternative habe ich mir darum in diesem Jahr eine Variante mit einer längeren Laufzeit ausgesucht: WKN: US9RGR (Aktienanleihe auf RWE).

Stückzinsen heute (23.Nov.15) bei 32,4%, Kurs bei 30,6%. Man benötigt also in etwa das doppelte der zu verschiebenden Summe an Kapital für diese Aktion.

 

Von dieser Sorte Aktienanleihen gibt es noch mehrere (mit anderen Basiswerten), bin aber grad zu faul zum Suchen.

 

Gruß, Tooni

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Tooni
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Oder einfach selber mal suchen => Bei Finanzen.net zum Beispiel.

Übrigens die einzige Suchmaschine, die ich kenne, die auch den Stückzins als Filter- und Sortierkriterium anbietet.

 

Gruß, Tooni

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IRRer-Zins
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Bei Ariva kann man ebenfalls gut suchen. Oder direkt bei den Zertifikatebörsen.

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chaosmaker85
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Das Thema bin ich heute auch angegangen, ich habe heute zum "Steuer-Rebalancing" eine Aktienanleihe auf die spanische Repsol gekauft, WKN US91AB (Strike bei 29€, Kupon 24.5%p.a.).

 

Ziel war es, einen Verlust von 11k Euro zu erzeugen, der Stückzins beläuft sich aktuell auf rund 32,5%. Dazu mussten 34k nominal gekauft werden, zu einem Kurs von 49.74%. Nachdem die Aktienanleihe unter dem Strike notiert: die Ratio beträgt 34,48 Aktien, ich habe mich dazu entschlossen einen Teil der impliziten Aktien-Wette abzusichern, etwas spekulativ indem ich nur 600 der 1172 Aktien abgesichert habe) und daher einen schnöden "Retail" Put-OS mit Strike 12€ gekauft. Den übertrieben hohen Spread von knapp 9% und das Aufgeld stellen das Unterfangen schon etwas infrage, aber was solls, am Ende der Schlacht werden die Toten gezählt...

 

Motivation der Aktion: Steuern gezahlt in Depot A, gefüllter Verlustverrechnungstopf in Depot B. Der Umweg über die persönliche Steuererklärung im kommenden Jahr dauert mir zu lange, ich will das Steuerguthaben "asap" auf dem Konto sehen. Die Aktienanleihe wird nun ins andere Depot übertragen und dann vor Fälligkeit an den Emittent zurückgegeben damit ich keine Aktien eingebucht bekomme.

 

Erforderlicher Kapitaleinsatz inkl. Transaktionskosten: 28.7k€ + entgangene Zinsen auf dem TG-Konto (vernachlässigbar).

Risiken: Einbruch der Repsol-Aktie (nur gut die Hälfte ist durch den OS abgesichert) und das Emittentenrisiko (UBS).

 

Mal sehen welche Kosten/Nutzen-Relation sich ergibt.

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Belgien
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Welche Risiken und Kosten manch einer auf sich nimmt, nur um sich das Ausfüllen der Steuerformulare zu ersparen, finde ich schon erstaunlich. Beim Thema Steuern handeln Deutsche bekanntlich nicht allzu rational.

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