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Holgerli
vor 10 Stunden von reko:

ging mit 1,5 Jahren Verspätung wegen fehlender Netzanbindung ans Netz. Ørsted wird von TenneT entschädigt. Die Kosten werden an die Stromverbraucher weitergereicht. Der Strom wurde großteils für 10 bis 25 Jahre an Großabnehmer verkauft (Amazon, BASF ...).

Bitte den Artikel genau lesen: "Der ursprüngliche Termin rutschte dadurch von Ende 2025 auf das erste Quartal 2026. Am 3. Dezember 2025 speiste Borkum Riffgrund 3 schließlich erstmals Strom ins deutsche Übertragungsnetz ein. (...) Im ersten Quartal 2026 hatten rund 80 % der Turbinen bereits erstmals Strom erzeugt. Die vollständige Inbetriebnahme zog sich dennoch länger hin als geplant. Ørsted nennt dafür vor allem ungünstiges Wetter auf See sowie wiederholte ungeplante Ausfälle und Abregelungen im Übertragungsnetz."

 

Bitte den Artikel auch ganz lesen: "Als Grund für Verzögerungen beim Offshore-Übertragungssystem DolWin5 nennt das Unternehmen unter anderem Folgen der Corona-Pandemie am Fertigungsstandort der Konverterplattform in Singapur."

 

Ach übrigens:

vor 10 Stunden von reko:

Ørsted wird von TenneT entschädigt. Die Kosten werden an die Stromverbraucher weitergereicht.

Dass Ørstedvon TennetT entschädigt wird und dass das der Stromverbraucher bezahlt, steht nirgendwo. Das einzige was ich gelesen habe war: "Ørsted erhielt dafür Entschädigungszahlungen, die nach Angaben des Unternehmens allerdings nicht alle zusätzlichen Kosten abdeckten." Dass Tennet die bezahlt, lese ich nirgendwo.

 

Also Fazit: Wir reden hier von maximal 0,75 Jahre. Bei einem AKW wären es 10 Jahre gewesen. ;) 

Und Corona und schlechtes Wetter sind externe Faktoren, dafür kann der Netzbetreiber wenig.

 

Und das schöne: Der Strom ist verkauft und wird - mit BASF und Covestro - Teile der deutschen Chemie-Industrie mit preiswertem Strom versorgen!

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reko
· bearbeitet von reko
vor 30 Minuten von Holgerli:

Der ursprüngliche Termin rutschte dadurch von Ende 2025 auf das erste Quartal 2026.

Der ursprüngliche Plan für den Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 war am 1. Oktober 2024 betriebsbereit zu sein.  Ende August ist nicht erstes Quartal. Man muss unterscheiden zwischen die Generatoren könnten Strom liefern und der Strom kann auch ins Netz eingespeist werden.

https://netztransparenz.tennet.eu/de/strommarkt/transparenz/transparenz-deutschland/offshore-netzanschluesse

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli

Damit widersprichst Du mal wieder Deinem eigenen Link aus Deinem O-Post, aus dem ich zitiert habe: 

https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/83-windraeder-standen-laengst-warum-borkum-riffgrund-3-erst-jetzt-voll-startet/

Zitat

Der ursprüngliche Termin rutschte dadurch von Ende 2025 auf das erste Quartal 2026. Am 3. Dezember 2025 speiste Borkum Riffgrund 3 schließlich erstmals Strom ins deutsche Übertragungsnetz ein. Zu diesem Zeitpunkt plante Ørsted noch, alle Anlagen innerhalb weniger Monate vollständig in Betrieb zu nehmen.  Auch dieser Zeitplan hielt nicht.

 

Ändert aber nichts an den Tatsachen, dass 

- AKW-Projekte deutlich länger verzögert sind 

- die Verzögerungen wenig bis kaum vom Netzbetreiber verursacht sind 

- Deine Behauptungen zu den Entschädigungszahlen nicht belegt sind 

- das Projekt ein voller Erfolg ist und der Strom langfristig abgenommen wird

 

Und was richtig klasse ist: Ørsted bekommt 0,00 ct/kWh, also nichts, an fester Vergütung. Zum Vergleich: Das AKW Hinkley Point C braucht mindestens 15 Ct/kWh Strompreisgarantie, dass sich das Ding rechnet.

Warum das geht? Borkum Riffgrund 3 liefert 913 MW und ist mit 900 MW ans Stromnetz angeschlossen und kostet dabei gut 2,5 Mrd. Euro. 

 

Zum Vergleich, die letzten europäischen AKW-Desaster:

  • das französische Flamanville 3 bringt brutto 1.650 MW (also nicht mal das doppelte), hatte 12 Jahre Verzögerung und kostete mit fast 14 Mrd über 4x so viel wie die ursprünglich veranschlagten 3,3 Mrd
  • das finnische Olkiluoto 3 bringt es brutto auf 1.720 MW (also nicht ganz das doppelte, hatte 13 Jahre Verzögerung und kostete statt ursprünglich 3 Mrd mit 11 Mrd auch fast 4x so viel.
  • das noch im Bau befindliche Hinkley Point C bringt es mit brutto 3,420 MW (sind zwei Reaktoren) auf die 3,5-fache Größe. Die usprünglichen Baukosten waren mit 18,3 Mrd GBP (21,5 Mrd Euro) angegeben. Also mehr als doppelt so hohe Bausten. Das waren die Planungen.  Mittlerweile ist man bei geschätzen 60 Mrd. GPB (ca. 70 Mrd) und damit beim Faktor 7,5 zum Riffgrund 3. Dabei muss man allerdings bedenken: Aktuell ist man erst bei 60% des Baufortschritts. Da wird noch mehr dazukommen.  Und ja, die Bauzeit: Ursprünglich sollte der erste Reaktor 2023 ans Netz gehen. Mittlerweile verschiebt man nach 2030. Realistisch ist wohl eher 2035 oder später.

 

Warum ich das schreibe? Dass in West-Europa wohl kein Kohlekraftwerk mehr ans Netz gehen wird, sollte dem letztem mittlerweile klar sein. Mit Gas macht man sichj, wie man in den letzten 5 Jahren überdeutlich gesehen hat, von geopolitisch instabilen Regionen abhängig.

Bliebe theoretisch noch die Atomkraft. Aber hier zeigt die europ. Baurealität, dass das kein Mensch mehr bezahlen kann. Was bleibt für eine zuverlässige und vor allem bezahlbare Energiepolitik ist die Windkraft (und natürlich Photovoltaik).

 

 

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