Chips Aktiendepot

229 Beiträge in diesem Thema

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vor 9 Stunden schrieb Richie:

Da bin ich aber auf die Quelle gespannt und natürlich auch eine Anleitung/Informationen wie dieses Ergebnis zu wiederholen ist.

Wie sowas geht, kannst du im Thread von luess nachlesen: https://www.wertpapier-forum.de/topic/49982-etf-portfolio-mit-potential-zu-mehr/ (andere würden es wohl market-timing nennen... ;))

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Danke für die Tipps. Ich habe letztes Jahr mit dem Depot angefangen. Ich bin Ende 20. Ich befinde mich da gerne noch in der Findungsphase.

 

Es ist einfach schwierig, weil man nicht die Zukunft vorher sagen kann. Es geht hier ja auch im Psychologie. Wenn die Kurse ab Morgen runter und runter gingen, würde man sich eben ärgern. Verkauft und man und explodiert der Kurs (zB. wie bei LEONI kurz nach meinem Verkauf) ärgert man sich genauso.

 

Ich will mal rein Beispiel nennen:

Fuchs: Ich schau mir ja immer Bewertungen an. Dazu nehme ich das EPS-Wachstum von 17 bis 2020, addiere die Dividendenrendite dazu und rechne da 10 drauf. Bei vielen anti-zyklischen Werten ist das eine gute Annäherung an den Durchschnitt. Bei Zyklikern hat oft ein deutlich höherer Wachstum und deutlich niedrigere KGVs, aber eben auch ein höheres Risiko, dass die Gewinne und somit Kurse viel fallen. Ein EPS-Wachstum mit Dividende von über 10% erachte ich als stark und ist schon fast ne Voraussetzung vom Kauf (in den Boomzeiten).

 

Man kann Fuchs nun zu den Zyklikern oder auch Antizyklikern zählen, aber das EPS-Wachstum + Dividendenrendite (etwa 5,5%, ganz schwach) rechtfertigt einfach dieses hohe KGV von etwa 23 nicht. Das könnte aber auch ein Hinweis sein, dass das EPS-Wachstum höherer ausfallen wird als prognostiziert.* Und ja, ich weiß, Fuchs hat keine Schulden, hohe Margen etc., was alles einen Aufschlag erlaubt. Aber so hoch?

 

Also denk ich mir, das könnte fast Sinn machen, mich von denen zu trennen.

 

* Beispiel Gilead, also man vor einem Jahr meinte, die sei mit einem EPS von 6 oder 7 ja so unterbewertet, denn das EPS sollte ja laut Prognosen noch um 1-2% pro Jahr wachsen. Der niedrige Aktienkurs deutete an, dass die Prognosen falsch waren, was auch passiert ist. Von 40% Gewinneinbruch ist nun die Rede.

 

 

 

 

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Ich sage, dass man sich wohl fühlen muss mit seinen Investments. Dann stimmt es auch mit der Pychologie. Wenn du Werte kaufst, an die du nicht glaubst oder an denen du Zweifel hast, wirst du wahrscheinlich noch größere Zweifel haben, wenn der Kurs sinkt (auch wenn es keine wirklich Gründe dafür gibt). Anstatt nachzukaufen verkaufst du deswegen vielleicht sogar. Ich habe letztes oder vorletztes Jahr z.B. Lufthansa gekauft, wegen der sehr niedrigen Bewertung und dem hohen Cash-Flow. Bei 12 € gekauft. Von dem Unternehmen (bzw. dessen gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter) halte ich nicht viel und habe das auch nicht als Langfristinvestment angegesehen. Mein persönliches Kursziel war 18 € und basierte auf einem Vergleich mit anderen Fluggesellschaften. Der Kurs ging auf 14 €, danach ging es runter auf 9 €. Ich habe Zweifel bekommen und dann leicht unter 12 € wieder verkauft. Heute steht der Kurs über 18 € und hat mein Kursziel erreicht. Hätte ich mich mit dem Unternehmen wohlgefühlt und an eine stabile Zukunft geglaubt, hätte ich vielleicht bei 9 € zugekauft, statt bei 12 € wieder zu verkaufen....

 

PS: Mit Leoni habe ich schon so einiges mitgemacht :D Die neuerliche Geschichte sah so aus: Für 40 € gekauft (nachdem es von 60 € runterkam), auf 60€ ging es dann wieder hoch. Danach wurden die Probleme öffentlich und es ging nach unten. Für 24,XX € habe ich nachgekauft, fast Cent-genau zum Tiefpunkt (sehr großes Glück, muss man ja auch mal haben). Für 50 € habe ich sie dann alle verkauft. Ein paar Tage später kamen richtig gute Zahlen und es ging auf 55 €, konnte sich dort aber nicht halten. Für 25 € super, für 50 € nicht mehr. Man weiß nicht, was die Zukunft bringt. Allerdings hatte ich ein gutes Gefühl bei Leoni, dass 25 € günstig ist und das die früher oder später wieder das Ruder rumreißen. Davon bin ich bei Lufthansa nicht ausgegangen und glaube es auch jetzt noch nicht.

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Geschrieben · bearbeitet von Chips

Hier mal mein Depot in Zahlen.

Dabei sind einige Zahlen mit Vorsicht zu genießen, also noch ein paar Punkte, die mir grad so einfallen:

- Eigenkapital: McD hat negatives Eigenkapital, was aber aufgrund von sehr vielen eigenen Aktien so ist

- Umsatz in den USA: Die Aussagekraft ist relativ bedingt. So wird bei Priceline zB. angegeben, dass die 80% ihres Umsatzes in Holland machen, weil dort eben die Europazentrale ist. Ansonsten ist es auch fragwürdig, wie man Hersteller von Produkten bewertet, die relativ weit vorne in der Wertschöpfungskette stehen. Also BASF verkauft Dünger an einen Veredler in frankreich, der verkauft es in die ganze Welt, also ist der Umsatz in Frankreich gemacht worden, aber letztlich hängt es von ganz anderen Ländern ab. Oder Stratec verkauft ein Analysegerät an eine Krankenhauskette mit Sitz in X und setzt es in ganz anderen Ländern ein.

- hohe Gesamtkapitalrenditen sind eigentlich gut, aber die Abhängigkeit zu anderen Unternehmen steigt (wenn ein Firma zB. mietet statt kauft, bindet das weniger Kapital)

- die farbliche Untermalung der Felder ist mehr oder weniger willkürlich und soll nur ungefähr anzeigen, wo ein Wert relativ zu anderen steht

- Mittelwerte unten sind nicht relativ zur Höhe des aktuellen Wertes im Depot der Aktie gerechnet

- Spalte Multiplikator dient dazu, mehrere Werte zusammenzufassen

- Zahlen sind aus finanzen.net übernommen

 

Unternehmen:

- McD hat zwei rote Felder. Das Geschäftsmodell ist super, die Rendite auch. Eigenkapital ist wegen so vielen eigenen Aktien negativ, Umsatzrückgang ist eher bäh.

- Align Technology und Alphabet stechen als positive Beispiele heraus. 1a Zahlen, 1a Geschäftsmodell,alles 1a. (die Bewertung allerdings auch ziemlich hoch)

- Amazon hat hohes Wachstum und viele Ideen. Ansonsten ist die Rendite wegen aktuell noch geringem EPS schlecht, und Verschuldung hoch.

- Fuchs ist relativ zum Wachstum mies bewertet, die Renditen sind allerdings hoch

 

Fazit:

- obwohl 63% meiner Unternehmen aus den USA kommen, wird nur etwa 40% des Umsatzes in den USA erzielt.

- Unternehmen mit guten Werten haben ein hohes KGV

- Zielmittelwerte:

EPS-Wachstum über die nächsten 3 Jahre > 10% -> check.

Gesamtkapitalrendite+Umsatzrendite beide > 10% -> check.

Dividendenrendite < 2% -> check

 

 

Depot in Zahlen.png

 

 

 

 

@bounce Ich denke, man versteift sich da womöglich auch auf die Male, wo man Pech hatte. Ich hatte ja auch schon viel Glück. Zum einen beim Einstiegszeitpunkt. Oder dass ich Easyjet kurz vor dem Brexit verkauft habe. Genauso habe ich Gilead abgestoßen. Mit Aktien wie Align Technology hatte ich auch viel Glück.

 

 

 

 

 

 

 

 

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