Aktienbeteiligung & Gewinnausschüttung

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Das hängt mMn. ausschließlich mit deinen Annahmen zusammen.

Deine Einstellung ist nur eine Folge dessen, dass es uns nicht gelingt oder gelingen kann, dir andere mögliche und v.a. plausible Annahmen 'schmackhaft' zu machen.

Unter deinen Annahmen ist deine Kritik durchaus vollständig berechtigt, aber es sind eben auch nicht die einzig gültigen Annahmen.

Deine 'Modellkritik' richtet sich am Ende gegen alle (egal ob von dir selbst oder von anderen) vorgeschlagene Annahmen, aber wie gesagt: unter deinen Annahmen ist die Kritik sicherlich berechtigt.

Allgemeingültig ist sie damit aber nicht.

 

Wie auch immer - wenn dich das letztlich zu dem Entschluss bringt, es sein zu lassen, ist das völlig ok und nicht verwerflich.

 

Grüße,

wpf-leser

 

Das was ich geschildert hatte ist keine Annahme wpf-Leser.

 

Dass der Gewinn eines Anlegers durch eine Ausschüttung und den damit einhergehenden Kursabschlag de fakto sinkt, wenn er eine Aktie ein Jahr lang gehalten hat, der prozentuale Kursanstieg in diesem Zeitraum seit der letzten Auschüttung aber geringer ist als das Verhältnis des ausgeschüttete Gewinns zum eingesetzten Eigenkapital ist keine Annahme sondern eine Tatsache.

 

Übrigens habe ich bereits mehrfach Aktien gesehen, die trotz Jahresüberschuss kaum oder sogar keine Kursanstiege zu verzeichnen hatten, beispielsweise in Kriesenzeiten.

 

Kannst Du mal ein oder zwei typische Beispiele für solche Aktien nennen?

 

Selbst wenn es so wäre, dass eine Aktie keine Kursanstiege verzeichnete, sondern nur Dividendenabschläge. Dann hättest du immer noch kein Geld verloren, da du ja die Dividende bar in der Tasche hast, was den Kursverlust ausgleicht. Steuerlich würde sich Gewinn durch Dividende und Kursverlust im Prinzip auch ausgleichen. Abgesehen davon würde ich mir überlegen, ob ich solche Aktien überhaupt halten sollte.

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Posted · Edited by Solid

Das was ich geschildert hatte ist keine Annahme wpf-Leser.

 

Dass der Gewinn eines Anlegers durch eine Ausschüttung und den damit einhergehenden Kursabschlag de fakto sinkt, wenn er eine Aktie ein Jahr lang gehalten hat, der prozentuale Kursanstieg in diesem Zeitraum seit der letzten Auschüttung aber geringer ist als das Verhältnis des ausgeschüttete Gewinns zum eingesetzten Eigenkapital ist keine Annahme sondern eine Tatsache.

 

Übrigens habe ich bereits mehrfach Aktien gesehen, die trotz Jahresüberschuss kaum oder sogar keine Kursanstiege zu verzeichnen hatten, beispielsweise in Kriesenzeiten.

 

Kannst Du mal ein oder zwei typische Beispiele für solche Aktien nennen?

 

Selbst wenn es so wäre, dass eine Aktie keine Kursanstiege verzeichnete, sondern nur Dividendenabschläge. Dann hättest du immer noch kein Geld verloren, da du ja die Dividende bar in der Tasche hast, was den Kursverlust ausgleicht. Steuerlich würde sich Gewinn durch Dividende und Kursverlust im Prinzip auch ausgleichen. Abgesehen davon würde ich mir überlegen, ob ich solche Aktien überhaupt halten sollte.

 

Während der Finanzkrise 2008 gab es zahlreiche blue Chips deren Kurs trotz Unternehmensgewinnen nicht gestiegen waren, nein noch besser, teilweise waren sie sogar gefallen obwohl die Unternehmen im gleichen Zeitraum Gewinne erwirtschaftet hatten. Ich glaube nicht, dass ich Dir jetzt extra Beispiele dazu aufzeigen muss. Die Krise stellt natürlich ein Extrembeispiel in diesem Zusammenhang dar aber Marktineffizienz gibt es auch außerhalb von Krisenzeiten, das wird wohl keiner bestreiten können. Sonst gäbe es so etwas wie unter- oder überbewertete Unternehmen auch gar nicht.

 

Und zu Deinem zweiten Satz. Selbsverständlich hat der Aktionär Verlust gemacht wenn er von dem tatsächlichen Unternehmensgewinn nicht mehr zu verzeichnen hat als eine Umschichtung und nicht mehr Geld hat als vor dem Kauf der Aktie. Ob der Aktionär einen Gewinn macht ist eben ausschließlich vom Aktienkurs abhängig und wenn das Unternehmen zehn mal Gewinn gemacht hat. Willst Du das bestreiten? Und das ist mit Sicherheit auch einer der wesentlichen Gründe weshalb es für eine AG von so großer Bedeutung ist, dass der Aktienkurs steigt.

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Kannst Du mal ein oder zwei typische Beispiele für solche Aktien nennen?

 

Selbst wenn es so wäre, dass eine Aktie keine Kursanstiege verzeichnete, sondern nur Dividendenabschläge. Dann hättest du immer noch kein Geld verloren, da du ja die Dividende bar in der Tasche hast, was den Kursverlust ausgleicht. Steuerlich würde sich Gewinn durch Dividende und Kursverlust im Prinzip auch ausgleichen. Abgesehen davon würde ich mir überlegen, ob ich solche Aktien überhaupt halten sollte.

 

Während der Finanzkrise 2008 gab es zahlreiche blue Chips deren Kurs trotz Unternehmensgewinnen nicht gestiegen waren, nein noch besser, teilweise waren sie sogar gefallen obwohl die Unternehmen im gleichen Zeitraum Gewinne erwirtschaftet hatten. Ich glaube nicht, dass ich Dir jetzt extra Beispiele dazu aufzeigen muss. Die Krise stellt natürlich ein Extrembeispiel in diesem Zusammenhang dar aber Marktineffizienz gibt es auch außerhalb von Krisenzeiten, das wird wohl keiner bestreiten können. Sonst gäbe es so etwas wie unter- oder überbewertete Unternehmen auch gar nicht.

 

Und zu Deinem zweiten Satz. Selbsverständlich hat der Aktionär Verlust gemacht wenn er von dem tatsächlichen Unternehmensgewinn nicht mehr zu verzeichnen hat als eine Umschichtung und nicht mehr Geld hat als vor dem Kauf der Aktie. Ob der Aktionär einen Gewinn macht ist eben ausschließlich vom Aktienkurs abhängig und wenn das Unternehmen zehn mal Gewinn gemacht hat. Willst Du das bestreiten? Und das ist mit Sicherheit auch einer der wesentlichen Gründe weshalb es für eine AG von so großer Bedeutung ist, dass der Aktienkurs steigt.

 

Die Tatsache das es keine vollkommene Markteffizienz gibt ... und vermutlich gar nicht geben kann .... ist wohl weitgehen unbestritten.

 

Du behauptest aber, das es quasi der Normalzustand ist, das es gar keine Markteffizienz gibt ... und das ist meiner Meinung nach .... bei aller Unvollkommenheit des Systems .... eine ziemlich unhaltbare These.

 

Mal angenommen ein Unternehmen macht jährlich 1 Mio. Euro Gewinn. Der Aktienkurs betrage z.B. mal 100 .... angenommen das ist fair bewertet. Im nächsten Jahr läuft es super, das Unternehmen macht 10 Mio. Euro Gewinn. Von dem Gewinn wird jeweils 50% ausgeschüttet, was bei Auschüttung jeweils zu einem Dividendenabschlag führt. In den Folgejahren gelingt es dem Unternehmen weiter seinen Gewinn zu steigern. Also sowohl das thesaurierte Vermögen als auch die Ausschüttungen steigen beträchtlich. In Deiner Welt würde der Aktionär also um den Gewinn betrogen und der Kurs der Aktie wird früher oder später bei Null landen .... oder habe ich dich da falsch verstanden?

 

Wie erkärst Du Dir, das z.B. der DAX vom 31. Dezember 1987 von 1.000 Indexpunkten auf heute knapp 10.000 Punkte gestiegen ist?

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