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capo

ETF Auswahl im Hinblick auf Steuerreform 2018

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JonasSebastian
Posted

Meiner Meinung nach wird die Irland-Geschichte überbewertet. Im Wesentlichen lässt sich der Effekt bereits abschätzen: Die Quellensteuern gemäß Tab. 11 aus Holzmeiers Thread sind in Zukunft nicht mehr anrechenbar. Das bedeutet vor allem, dass synthetische Fonds in den Tab. 12-15 in der Rangfolge weiter nach oben rutschen, da bei diesen die Anrechnung ohnehin nie möglich war (was zu einem Teil aber durch die Verminderung des Steuerstundungseffekts wieder wettgemacht wird). Ich kann jedoch weder erkennen, dass irische Fonds generell von der Neuregelung "profitieren", noch dass es sich um entscheidende Beträge handelt (zumal die gezahlten Quellensteuern zwischen den einzelnen Jahren stark schwanken). Daher halte ich Irland als pauschales Entscheidungskriterium für unsinnig.

 

Die Hauptunsicherheit besteht meines Erachtens in der zukünftigen Behandlung synthetischer Fonds (ob diese auch in den Genuss des 30%igen Abschlags bei der Besteuerung kommen).

 

capo, da Du den Freibetrag wohl ohnehin nicht ausschöpfen wirst, würde ich Dir raten: Triff Deine Kaufentscheidung gemäß der aktuellen Rechtslage und schichte notfalls Ende 2017 um.

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capo
Posted · Edited by capo

Meiner Meinung nach wird die Irland-Geschichte überbewertet. Im Wesentlichen lässt sich der Effekt bereits abschätzen: Die Quellensteuern gemäß Tab. 11 aus Holzmeiers Thread sind in Zukunft nicht mehr anrechenbar. Das bedeutet vor allem, dass synthetische Fonds in den Tab. 12-15 in der Rangfolge weiter nach oben rutschen, da bei diesen die Anrechnung ohnehin nie möglich war (was zu einem Teil aber durch die Verminderung des Steuerstundungseffekts wieder wettgemacht wird). Ich kann jedoch weder erkennen, dass irische Fonds generell von der Neuregelung "profitieren", noch dass es sich um entscheidende Beträge handelt (zumal die gezahlten Quellensteuern zwischen den einzelnen Jahren stark schwanken). Daher halte ich Irland als pauschales Entscheidungskriterium für unsinnig.

 

Die Hauptunsicherheit besteht meines Erachtens in der zukünftigen Behandlung synthetischer Fonds (ob diese auch in den Genuss des 30%igen Abschlags bei der Besteuerung kommen).

 

capo, da Du den Freibetrag wohl ohnehin nicht ausschöpfen wirst, würde ich Dir raten: Triff Deine Kaufentscheidung gemäß der aktuellen Rechtslage und schichte notfalls Ende 2017 um.

 

Danke, sehr hilfreiche Ausführungen!

 

Die Entscheidung habe ich, wie hier richtig empfohlen, schlussendlich nicht auf Basis des Domizils getroffen.

 

Allerdings liegt nun der von mir ausgewählte MSCI World ETF sowieso in Irland, also falls das dann ab 2018 doch was bringen sollte muss ich so oder so nichts mehr machen.

 

MSCI World (70%):

CFS - db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF (DR) 1D

IE00BK1PV551

 

MSCI EM (30%):

UBS-ETF SICAV - MSCI Emerging Markets UCITS ETF (USD) A-dis

LU0480132876

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sparfux
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Die Entscheidung habe ich, wie hier richtig empfohlen, schlussendlich nicht auf Basis des Domizils getroffen.

Sondern?

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capo
Posted · Edited by capo

Die Entscheidung habe ich, wie hier richtig empfohlen, schlussendlich nicht auf Basis des Domizils getroffen.

Sondern?

 

- Punkt 7.: http://www.wertpapie...fur-einsteiger/

 

- Holzmeier Thread

--> TERs und TDs berücksichtigt

 

- mich über den Pauschbetrag weiter informiert und entschieden ausschüttende zu nehmen

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sparfux
Posted

 

Sondern?

 

- Punkt 7.: http://www.wertpapie...fur-einsteiger/

 

- Holzmeier Thread

--> TERs und TDs berücksichtigt

 

- mich über den Pauschbetrag weiter informiert und entschieden ausschüttende zu nehmen

OK. Freibetrag ausnutzen macht auf jeden Fall Sinn. Wobei der Freibetrag auch auf Thesaurierungen angerechnet wird. Verstehe das mit dem Punkt 7 da nicht so ganz. Einzig Swapper sind da eher ungünstig nach den derzeitigen Steuerregelungen.

 

Man kann sich die Kapitalerträge für den Freibetrag auch künstlich generieren, vereinfacht gesprochen in dem man 801€ Kapitalerträge im Depot 1 und -801€ Verlust im Depot 2 erzeugt. Die Kapitalerträge sind im Rahmen des Freibetrages steuerfrei und die Verluste kann man für Zeiten, wenn man über den Freibetrag kommt, in Depot 2 stehen lassen. Das ganze läuft über eine Variante des Stückzinstrickes (siehe meine Signatur). Ist technisch natürlich nicht ganz so einfach und man muss mit sehr spitzem Bleistift rechnen, damit sich das dann effektiv wirklich lohnt. Für das oben erwähnte Familienmitglied habe ich das auch über mehrere Jahre gemacht. Dieses Jahr mindern die ~2000€ auf akkumulierten Verluste nun die Steuern für den ARERO-Verkauf.

 

Falls die Swapper auch die Ermäßigung erhalten, wären die wahrscheinlich das Maß der Dinge und ganz oben auf den TD-Listen. Aber das weiß man ja noch nicht. Na wir werden sehen.

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MaxUndMoritz
Posted

MSCI World (70%):

CFS - db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF (DR) 1D

IE00BK1PV551

 

MSCI EM (30%):

UBS-ETF SICAV - MSCI Emerging Markets UCITS ETF (USD) A-dis

LU0480132876

 

 

Für welches Depot hast Du dich denn entschieden für deine Investition?

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capo
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Für welches Depot hast Du dich denn entschieden für deine Investition?

 

ING-DiBa

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Cloudplay
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Ich bin mir derzeit auch unsicher, ob ich bis 2018 mit dem Kauf von ETFs warten soll oder nicht.

Nach meinem Verständnis macht man, vorausgesetzt man hat den Freibetrag noch nicht ausgereizt, mit ausschüttenden ETFs nichts falsch. (egal ob Steuerhässlich oder  Steuereinfach)

Die Frage, ob ein swap ETF als Aktienfond zählt spielt ebenfalls keine Rolle, solange der Freibetrag nicht ausgereizt ist, da der Fondtyp nur die Teilfreistellung bestimmt. (Diese kommt bis 801€/1602€ nicht zum Tragen)

was ist eure Meinung dazu?

 

MFG

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xfklu
Posted · Edited by xfklu
vor 32 Minuten schrieb Cloudplay:

Ich bin mir derzeit auch unsicher, ob ich bis 2018 mit dem Kauf von ETFs warten soll oder nicht.

 

Ich habe gehört, dass 2026 wieder eine Reform kommen wird. Die solltest Du auch noch abwarten.

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Cloudplay
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Quote

Ich habe gehört, dass 2026 wieder eine Reform kommen wird. Die solltest Du auch noch abwarten.

Ist es wirklich so falsch eine Reform, welche wenige Monate entfernt ist, bei der ETF Auswahl zu berücksichtigen?

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Relich
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Berücksichtigen heißt ja nicht, dass man abwarten muss. 

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Cloudplay
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Quote

Berücksichtigen heißt ja nicht, dass man abwarten muss. 

Dazu meine Frage: Inwiefern macht es Sinn, die neue Reform zu berücksichtigen? 

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odensee
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vor einer Stunde schrieb Cloudplay:

Dazu meine Frage: Inwiefern macht es Sinn, die neue Reform zu berücksichtigen? 

Keinen. Oder: fast keinen. Bei noch nicht genutztem Pauschbetrag bieten sich Ausschütter an. Und swappende Ausschütter sind eher selten. (World: Lyxor, EM: keiner)

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roller123
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Aber ich dachte, dass sich auch die Einschätzung steuerfreundlich / -feindlich ändert? Z.B. die iShares Ausschütter MSCI World (WKN A0HGV0) und MSCI EM (WKN A0HGWC) werden steuer-unfreundlich, da sie nicht zum 31.12. Geschäftsjahrende haben?

 

Der iShares Stoxx Europe 600 (WKN 263530) bleibt wohl seteuerfreundlich, da Domizil Deutschland?

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odensee
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vor 2 Minuten schrieb roller123:

Aber ich dachte, dass sich auch die Einschätzung steuerfreundlich / -feindlich ändert? Z.B. die iShares Ausschütter MSCI World (WKN A0HGV0) und MSCI EM (WKN A0HGWC) werden steuer-unfreundlich, da sie nicht zum 31.12. Geschäftsjahrende haben?

Das gilt nur für 2017

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roller123
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vor 2 Minuten schrieb odensee:

Das gilt nur für 2017

Was bedeutet das für 2017? Alles verkaufen und dann am 1.01.2018 neu kaufen?

 

Und ab 2018 ist alles steuerfreundlich, z.B. auch der SPDR MSCI ACWI IMI ?

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tyr
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vor 7 Minuten schrieb roller123:

Was bedeutet das für 2017? Alles verkaufen und dann am 1.01.2018 neu kaufen?

 

Was das für deine Anlageentscheidung bedeutet darfst du selbst für dich heraus finden. Da es noch keinen Anwendungserlass zur Auslegung des InvStRefG gibt ist noch nicht abschließend geklärt, welche Fonds denn ab 2018 steuerlich zu bevorzugen sind und welche nicht.

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odensee
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vor 9 Stunden schrieb roller123:

Was bedeutet das für 2017? Alles verkaufen und dann am 1.01.2018 neu kaufen?

Meine Antwort oben war an Cloudplay gerichtet mit dem Hintergrund, dass in jedem Fall Ausschütter genommen werden sollten. Und ausschüttende Swapper gibt es nur sehr weniger. Daher ist in dem Fall mMn die Antwort einfach: nimm einen ausschüttenden, physisch replizierenden ETF.

 

Zitat

Und ab 2018 ist alles steuerfreundlich, z.B. auch der SPDR MSCI ACWI IMI ?

Es sieht so aus. Lediglich bei steuerintransparenten Fonds bin ich unsicher. Der von dir genannte SPDR wird wohl auch "steuereinfach" werden ab 2018. Offene Frage ist noch, ob Swap-Aktien-ETFs auch in den "Genuß" der Teilfreistellung von 30% kommen. Bei einer Neuanlage würde ich aktuell auf physisch replizierende Ausschütter setzen, z.B. den von HSBC (DE000A1C9KL8), der macht lediglich zum Jahresende (31.12.) eine Teilthesaurierung und ist damit, wie ich in einem anderen Thread gelernt habe, für 2017 steuereinfach.

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Cloudplay
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Erstmal danke für die bisherigen Informationen!

 

Rein theoretisch kann ich einen steuerhässlichen Ausschütter kaufen, da er 2018 dann steuereinfach wird? 

Wie verhält es sich mit steuerhässlichen ETF 2017, wenn der Freibetrag noch nicht ausgereizt ist? Habe ich da irgendwelche Nachteile?

 

MFG

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tyr
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vor 15 Minuten schrieb Cloudplay:

Erstmal danke für die bisherigen Informationen!

 

Rein theoretisch kann ich einen steuerhässlichen Ausschütter kaufen, da er 2018 dann steuereinfach wird? 

Wie verhält es sich mit steuerhässlichen ETF 2017, wenn der Freibetrag noch nicht ausgereizt ist? Habe ich da irgendwelche Nachteile?

 

MFG

 

Für 2017 sind steuerhässliche Fonds immer noch steuerhässlich und durch dich zu versteuern. Die Umstellung auf das neue Recht greift erst ab 2018, selbstverständlich musst du steuerhässliche Erträge aus 2017 aber noch versteuern.

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Cloudplay
Posted
Quote

Für 2017 sind steuerhässliche Fonds immer noch steuerhässlich und durch dich zu versteuern. Die Umstellung auf das neue Recht greift erst ab 2018, selbstverständlich musst du steuerhässliche Erträge aus 2017 aber noch versteuern.

Wenn ich den Freibetrag noch nicht ausgereizt habe interessiert mich das "Steuerhässliche" überhaubt?

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tyr
Posted · Edited by tyr
vor 51 Minuten schrieb Cloudplay:

Wenn ich den Freibetrag noch nicht ausgereizt habe interessiert mich das "Steuerhässliche" überhaubt?

Ja. Wo steht das im Gesetz, dass die Pflicht zur Zahlung bzw. Erklärung der Steuern entfällt, wenn du innerhalb des Pauschbetrags bleibst?

 

Zeige mir das im Gesetz, dann kommt es sicher dankend in die Foren-FAQ.

 

Und zähle jetzt bitte gleich noch alle weiteren Gründe auf, warum du keine Lust darauf hast, damit wir diese Diskussion darüber dann abschließen können.

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tyr
Posted
vor 9 Stunden schrieb odensee:

 Bei einer Neuanlage würde ich aktuell auf physisch replizierende Ausschütter setzen, z.B. den von HSBC (DE000A1C9KL8), der macht lediglich zum Jahresende (31.12.) eine Teilthesaurierung und ist damit, wie ich in einem anderen Thread gelernt habe, für 2017 steuereinfach.

 

Den genannten ETF sehe ich eher als zweite Wahl. Die TD dieses ETF schwankte in den letzten Jahren ziemlich stark und war 2 Mal deutlich positiv (d.h. hinter dem Index, Verlust), während der Großteil der Konkurrenz im selben Zeitraum ziemlich genau am Index blieb.

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Chips
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Hallo, ich hätt mal noch ne blöde Frage, ich nehme mal als Beispiel den

iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF (IE00BKM4GZ66)

Pi*Daumen steht der bei etwa $25. Im Bundesnazeiger steht für das Geschäftsjahr März/16 bis Feb/17 ausschüttungsgleiche Beträge ( § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2) von $0,55. Also etwa 2,2%.

Im Punkt f) finde ich $0,04, im Punkt h) die $0,06

-> Bedeutet das, dass das die bezahlten Quellensteuer sind (welches von Beiden oder beide zusammen, also etwa $0,1)? Das würde ja bedeuten, es wären etwa 0,4% des Kurswertes wegbesteuert. Wenn man also sagt, der ETF macht ca. 10% Gewinn pro Jahr, wären das etwa 4% der Rendite. 96% der Rendite blieben mir. Würde ich es steuerlich unbehandelt lassen, würde das bedeuten, dass zu der TER von 0,2% zusätzlich nochmal 0,4% oben drauf käme, womit man bei 0,6% wäre?

 

Durch das neue Investitionsgesetz findet bei steuerfreundlichen, thesaurierenden ETFs schon eine Vorabbesteuerung statt. Findet die nochmal zusätzlich statt?

 

Danke. Ich weiß, das ist ein leidiges Thema und ich blick nicht durch...

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