Ecke908090

Los geht's! Rebalancing basierend auf dem Cost-Average-Effect.

  • Cost Average
  • Rebalancing
  • ETF
106 posts in this topic

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Hallo zusammen,

 

nach langem hin und her habe ich mich nun dazu durchgerungen, an dieser Stelle mein Depot vorzustellen. Ehe ich es vergesse: Ich bin 27 Jahre alt, befinde mich in einem wirtschaftlichorientierten Master-Studium, welches sich langsam aber sich und hoffentlich erfolgreich dem Ende neigt und fungiere ziemlich genau seitdem ich mich in diesem Forum registriert habe als aktiver, jedoch größtenteils stiller Mitleser. Mir ist bewusst, dass mein Depot nicht der Norm entspricht, vielleicht stößt es aber gerade deshalb auf Interesse. Nun zum Kern dieses Threads, meinem Depot.

 

Das Depot, welches ich im Folgenden vorstellen werde, existiert seit einem Jahr. Dieses wurde von der Pike auf mittels aktionsgeförderten Sparplänen monatlich über ein Flatex-Konto, i.d.R. immer am 01. jeden Monats, bespart. Es fand also keine Anfangseinzahlung statt. Die monatl. Sparsumme beträgt 200 €, von der 150 € in WP investiert werden und 50 € auf ein Tagesgeldkonto (Rabodirect) fließen.

 

Nun zur Besonderheit dieses Depots, dem WP-Pool (inkl. Wertstellung Stand: 28.04.2017):

 

WP-Pool.jpg

 

Aus diesem Pool wähle ich monatlich drei ETFs aus, die ich daraufhin mit jeweils 50 € bespare. Ausgewählt werden diejenigen ETFs, die im Vergleich zum Vormonat den höchsten Kursverlust erlitten. Vergangenen Monat sah dass wie folgt aus:

 

Kursdifferenz.jpg

 

Nachgekauft wurden also zu Beginn des Monats Mai:

 

- iShares S&P 500 (50 €)

- iShares EM Dividend (50 €)

- iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30 (50 €)

 

Nicht außer Acht gelassen wird dabei die regionale Verteilung, welche sich wie folgt verhält:

 

RegionaleVerteilungI.jpg

 

RegionaleVerteilungII.jpg

 

Die regionale Soll-Verteilung wird möglichst verfolgt, jedoch sind auch gröbere Abweichungen zeitweise in Ordnung.

 

Balance-Grenzen.jpg

 

Die Kolorierung verdeutlicht, ob und inwieweit die angestrebte regionale Balance eingehalten wird, ist diese gelb besteht langsam aber sicher Handlungsbedarf, im Falle einer rötlichen Färbung muss gehandelt werden, selbst wenn die betroffenen ETFs in diesem Monat einen stärken Kursanstieg erfahren haben als andere aus dem WP-Pool.

 

Eine Grafik, die die Verteilung innerhalb der unterschiedlichen Branchen darstellt ist vorhanden, dient jedoch lediglich zur Veranschaulichung.

 

VerteilungBranche.jpg

 

Zu Beginn des Vorhabens, sprich die ersten drei Monate, hatte ich teilweise andere ETFs im Pool, welche ich bis zum 15.08.16 umgeschichtet habe. Die bisherigen Käufe stellen sich wie folgt da:

 

Kaufzeitpunkte.jpg

 

Die 50 € Tagesgeld, die jeden Monat hinterlegt werden, dienen dem Nachkauf von WP bei Kursfall. Dies soll dann nach einem "fixen" Schema geschehen, welches ich bereits in einem anderen Thread in diesem Forum vorgestellt habe und unter folgendem Link ersichtlich ist:

 

https://www.wertpapier-forum.de/topic/50664-verkaufs-und-nachkaufsverhalten-bei-ausgeprägterem-kursrutsch/

 

So, dass soll es erstmal gewesen sein. Mir ist bewusst, dass noch einige Fragen offen bleiben und wie bereits angesprochen, dass das, was ich mache, für einige nicht nachvollziehbar sein wird, gerade mit diesem Forum im Rücken. Trotzdem oder gerade deshalb freue ich mich auf Diskussionen und neue Erkenntnisse. Geplant ist, dass ich monatliche Updates liefer, welche den Kauf neuer ETF-Anteile sowie anderweitige Entwicklungen, bspw. hinsichtlich der Sparraten oder des WP-Pools, beinhalten. Falls ihr Fragen, Anmerkungen und vorallem Kritik habt und mit letztem Punkt bin ich mir sicher, dass von diesem berechtigterweise Gebrauch gemacht wird - immer raus damit! :)

 

Ansonsten erstmal Beste Grüße und ein glückliches Händchen!

 

 

 

 

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Posted · Edited by troi65

Was veranlasst einen zu so einem kleinteiligen Kraut- und Rübendepot ?

Das Depot entspricht nicht nur nicht der Norm , sondern wirkt geradezu abschreckend.

Man müsste mal raussuchen , welche Nummer dieser Anlegerfehler hat.

Ob das stille Mitlesen im Forum was gebracht hat ? Vielleicht kommt keine Galle hoch , aber Zweifel allemal.

Zu dem Thema Rebalancing will man da gar nix mehr schreiben.

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vor 14 Minuten schrieb troi65:

Was veranlasst einen zu so einem kleinteiligen Kraut- und Rübendepot ?

Das Depot entspricht nicht nur nicht der Norm , sondern wirkt geradezu abschreckend.

Man müsste mal raussuchen , welche Nummer dieser Anlegerfehler hat.

Ob das stille Mitlesen im Forum was gebracht hat ? Vielleicht kommt keine Galle hoch , aber Zweifel allemal.

Zu dem Thema Rebalancing will man da gar nix mehr schreiben.

 

So ähnlich waren meine ersten Gedanken.

Der TO hat hier ganz klar eine eigene Strategie und was ich ich wirklich vermisse ist 

  1. eine Performanceberechnung
  2. den Vergleich der Performance mir einer konventionellen World/EM-Lösung

So, wie es jetzt beschrieben ist, ist es nur "Kraut und Rüben", mit qualifizierter Analyse mag sich diese Meinung ändern.

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vor 7 Minuten schrieb Ramstein:

So, wie es jetzt beschrieben ist, ist es nur "Kraut und Rüben", mit qualifizierter Analyse mag sich diese Meinung ändern.

Eben ; der TO möchte uns mal den Nähr - und Mehrwert seiner Konstruktion gegenüber dem Klassiker erklären.

Wobei mein Vorschreiber zu recht eine qualifizierte Analyse anfordert.

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Du machst dir mit dieser kleinlichen Aufteilung nun wirklich keinen Gefallen. Vorallem weil du ja nur sehr sehr wenig investierst.150€ in allen Ehren, aber dafür reicht ein oder u.U. ein zweiter ETF. 

 

Du machst dir einen extrem großen Aufwand, hast davon aber nicht wirklich was. 

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Das das Depot so ziemlicher Wildwuchs ist hab ich Ecke vor einiger Zeit per PM auch gesagt als er mir es vorgestellt hat. Naja da hatte er noch die Idee per teilweisem Stopploss und komplizierten Nachkaufschwellen den Markt zu timen. Beim Angebot diese Strategie mal gegen Buy and Hold durchzuspielen zwecks Erkenntnissgewinn war er aber recht schnell weg vorm Fenster wohl zu trocken und wollte mich die Excelarbeit machen lassen.

 

Ich bin erstmal raus hier und bin gespannt ob Ecke dezidiert hier seine Gedanken darlegen kann.

Beispielsweise:

 

USA Technologien übergewichten.

Europa ganz ander Branchen .

EM mal Dividenden und oder Value da kein besserer ETF gefunden wurde?

Dazu nen MDax für den Homebias?

 

Ich schlage als neuen Anlagefehler ^Aktionsparsplan jagt^ vor. Weil es umsonst ist wird das zeug gekauft nicht weil es passt.

 

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2015-05-23-Kostolany-1024x768.jpg

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Ok, ich fange einfach mal an meine Gedankengänge zu erläutern und merke bereits an dieser Stelle an, dass keine Überzeugungsarbeit folgen soll, sondern etas mehr Verständnis für mich bereits zufriedenstellend wär. Überzeugung soll die Performance liefern.

Das Depot hat innerhalb des letzten Jahres eine Rendite nach Abzug aller Kosten von 2,28 % erzielt. Dabei ist anzumerken, dass wie gesagt verhältnismäßig viel Rendite aufgrund der einmalig stattgefundenen Umschichtarbeiten drauf ging. So wie sich der Pool darstellt, zumindest in den groben Zügen, soll das Depot bestehen bleiben. Es wird also langfristiges Buy & Hold angestrebt. Der zweite Punkt, der die Renditeberechnung etwas relativiert ist, dass ich nicht per Einmaleinzahlung investiere, sondern per Raten, die Rendite jedoch berechnet wird, als ob ich zu Beginn des zu betrachtenden Zeitraums bereits die volle Investitionssumme auf dem Markt platziert hätte. Seit Jahresbeginn liegt die Rendite des WP-Depots bei 9,40 %, inkl. Tagesgeld bei 9,08 %. Ich bin langfristig sowie zukunftsorientiert aufgestellt. Verständnis für den Vergleich zu einer klassischen World-Lösung habe ich deshalb nur bedingt. Bedingt deshalb, da je nachdem wie es passt in diesem Forum gerne Vergleiche ggü. der Vergangenheit gezogen werden, Entscheidungen, die nunmal zum Groß vergangenheitsbasiert sind, dann aber wieder kritisiert werden, da nicht von der Vergangenheit auf die Zukunft geschlossen werden kann... :rolleyes:

 

Nun zum WP-Pool:

 

Der Pool hat natürlich nichtmehr allzuviel mit Kommer und Co zu tun. Letzendlich würde mich wohl auch Stockpicking interessieren, jedoch kommt dies aus unterschiedlichsten Gründen, angefangen von meinem Wissenstand bis zu den verwaltenden Geldbeträg(ch)en etc., nicht in Frage. Gewissermaßen versuche ich die Vorteile beider Ansätze zu verbinden, wenn natürlich auch nur bedingt umsetzbar und letzten Endes verfolge ich natürlich meinen eigenen. Es existieren Branchen, die ich möglichst versuche zu meiden, bzw. von denen ich nicht überzeugt bin, da m.M.n. zu stark im Umschwung, uninteressant, zu instabil etc.. Verbunden ist dieser Gedanke mit den darin enthaltenen Aktien. Genauso aber möchte ich bewusst bestimmte Branchen schwerer gewichten bzw. würde ich zum Teil die enthaltenen Unternehmen auch als Stockpicker halten wollen. Diese sind in den Branchen-ETFs bereits stärker gewichtet. Nennen werde ich an dieser Stelle keine, da es dann doch zu viele sind. Im Grunde sind es jedoch die in diesem Forum einschlägig Bekannten, die zum Teil zur Zeit en vogue sind (bspw. US-IT) oder aber auch überall anzutreffende Standardwerte.

Zusätzlich dazu findet man in dem Pool SC-ETFs, die sich positiv auf die Rendite sowie Diversifikation auswirken sollen. Der MDAX-ETF ist noch nicht in Stein gemeißelt. Ich beobachte diesen schon länger und abseits davon, dass sich aufgrund des Kursverhaltens sich kaum ein Zeitpunkt bis jetzt geboten hat, dort zuzuschlagen, halte ich den MDAX bzw. die darin enthalten Unternehmen für stark aufgestellt, definitiv stärker als viele im DAX anzutreffende. Hier spielt also zum Teil Home Bias eine Rolle, jedoch überwiegend eine positive Erwartungshaltung hinsichtlich der Rendite. Übrigens habe ich den EM-SC ebenfalls erst vor kurzem dem Pool hinzugefügt und dieser steht ebenfalls unter Beobachtung.

Um den Cashflow, gerade bei Stagnation, zu erhöhen, habe ich mich im EM- sowie Pazifikraum für Dividenden-ETFs entschieden. Ich kenne mich tendenziell gegen Null in diesem Räumen aus, möchte diese jedoch nicht komplett außen vor lassen. Ein weiterer Vorteil dabei folgt aus der Ausnutzung des Pauschbetrags, sowie relativ günstigen laufenden Kosten.

Die regionale Soll-Verteilung orientiert sich grob an den gängigen hier anzutreffenden Allokationen, aber auch dort habe ich meine eigenen Schwerpunkte gesetzt, die es mir ermöglichen, besser zu (ein-)schlafen und weniger Zweifel/Bedenken an meinem Vorhaben entstehen zu lassen. Die Begriffe Zweifel/Bedenken bitte nicht zu Ernst nehmen. Ich denke, dass jeder, der in WP investiert und sich damit beschäftigt kontinuierlich über sein Vorhaben und die bereits getroffenen Entscheidungen nachdenkt. Ich kann mich mit diesem Depot sehr gut indentifizieren, besser, als mit einem standardisierten ETF-World-Depot. Die Zielallokation bzgl. der Assetallokation liegt zur Zeit bei 80/20 (WP/Tagesgeld).

 

Der zeitliche Aufwand hält sich in Grenzen. Mittlerweile ist eine gewisse Routine bei dem monatlichen Treffen einer Investitionsentscheidung eingekehrt, sodass etwa 30 Minuten benötigt werden. Je nach Situation kann auch der Fall eintreten, dass ich den spekulativen Charakter betone, stattgefunden kurz vor den US-Wahlen vergangenen Jahres, und ich leicht von der Kursdifferenz-Methodik abweiche.

 

Sollte die Menge der Kaufzeitpunkte für mich zufriedenstellend sein werde ich mir die Mühe machen und in den einzelnen Charts die Kaufzeitpunkte markieren sowie einen Performancevergleich zu gängigen Portfolios stattfinden lassen. Bis dahin gehts hier erstmal mit den standardisierten Updates weiter. Diese werden evtl. auch Anpassungen und Ergänzungen enthalten. Das Depot unterliegt einer ständigen Entwicklung mit dem Ziel, irgendwann mit möglichst geringen Aufwand + ruhigem Gewissen möglichst hohe Rendite zu erzielen. Deshalb hat sich bspw. der WP-Pool, zumindest in den ersten Monaten, stark verändert, genauso wie die regionale Verteilung. Wie bereits erwähnt, möchte ich Taten und nicht Worte sprechen lassen und ich bin ebenso gespannt, wie sich die Methodik schlägt.
 

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vor 6 Minuten schrieb Ecke908090:

Der zeitliche Aufwand hält sich in Grenzen. Mittlerweile ist eine gewisse Routine bei dem monatlichen Treffen einer Investitionsentscheidung eingekehrt, sodass etwa 30 Minuten benötigt werden. Je nach Situation kann auch der Fall eintreten, dass ich den spekulativen Charakter betone, stattgefunden kurz vor den US-Wahlen vergangenen Jahres, und ich leicht von der Kursdifferenz-Methodik abweiche.

 

Sollte die Menge der Kaufzeitpunkte für mich zufriedenstellend sein werde ich mir die Mühe machen und in den einzelnen Charts die Kaufzeitpunkte markieren sowie einen Performancevergleich zu gängigen Portfolios stattfinden lassen. Bis dahin gehts hier erstmal mit den standardisierten Updates weiter. Diese werden evtl. auch Anpassungen und Ergänzungen enthalten. Das Depot unterliegt einer ständigen Entwicklung mit dem Ziel, irgendwann mit möglichst geringen Aufwand + ruhigem Gewissen möglichst hohe Rendite zu erzielen. Deshalb hat sich bspw. der WP-Pool, zumindest in den ersten Monaten, stark verändert, genauso wie die regionale Verteilung. Wie bereits erwähnt, möchte ich Taten und nicht Worte sprechen lassen und ich bin ebenso gespannt, wie sich die Methodik schlägt.

 

Da wäre der Aufwand, die Daten in Portfolio Performance zu erfassen, eine gut investierte Extra-Minute.

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Posted · Edited by Fondsanleger1966

Hallo, schöne Depotvorstellung!

 

Ich kann das Genörgel einiger Forenmitglieder nicht nachvollziehen. Der Sinn eines Wertpapierforums sollte doch eigentlich der Austausch sein - und der wird nicht dadurch reichhaltiger und interessanter, dass alle nach einem festen Schema F anlegen und dieselben Fehler begehen, diese aber nicht mehr bemerken, weil am Forenstandard ja nichts falsch sein kann.

 

Die regionale Asset Allokation (knapp 40% USA, knapp 40% Europa, gut 20% EM/Asien) halte ich für weitaus sinnvoller, als derzeit zu rund 60% in sehr hoch bewertete Aktien in einer teuren Währung mit einer schlechten Aussicht für die Rendite der nächsten 10-15 Jahre zu investieren, wie es im Forum oft empfohlen wird (meiner Meinung nach ein äußerst fragwürdiges Verhalten).

 

In den USA auch den Nasdaq zu berücksichtigen, ist eine ganz interessante Idee. Die Sektorenauswahl in Europa auch. Die Kaufauswahl nach dem höchsten Verlust im vergangenen Monat ist vielleicht etwas zu kurzfristig. Aber gut - wenn es hilft, überhaupt in Aktien zu investieren und dabei gut zu schlafen: Warum nicht?

 

Ich würde mir mehr solcher nichtforumskonformer Depotvorstellungen wünschen. Interessanter als das 1000. "Ich bau mein ETF-Depot nach Eurer Vorlage, habe da aber noch ein paar Fragen zur dritten Stelle hinter dem Komma" sind sie allemal.

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vor 5 Minuten schrieb Fondsanleger1966:

Ich kann das Genörgel einiger Forenmitglieder nicht nachvollziehen. Der Sinn eines Wertpapierforums sollte doch eigentlich der Austausch sein - und der wird nicht dadurch reichhaltiger und interessanter, dass alle nach einem festen Schema F anlegen und dieselben Fehler begehen, diese aber nicht mehr bemerken, weil am Forenstandard ja nichts falsch sein kann.

 

Die regionale Asset Allokation (knapp 40% USA, knapp 40% Europa, gut 20% EM/Asien) halte ich für weitaus sinnvoller, als derzeit zu rund 60% in sehr hoch bewertete Aktien in einer teuren Währung mit einer schlechten Aussicht für die Rendite der nächsten 10-15 Jahre zu investieren, wie es im Forum oft empfohlen wird (meiner Meinung nach ein äußerst fragwürdiges Verhalten).

 

In den USA auch den Nasdac zu berücksichtigen, ist eine ganz interessante Idee. Die Sektorenauswahl in Europa auch. Die Kaufauswahl nach dem höchsten Verlust im vergangenen Monat ist vielleicht etwas zu kurzfristig. Aber gut - wenn es hilft, überhaupt in Aktien zu investieren und dabei gut zu schlafen: Warum nicht?

 

Ich würde mir mehr solcher nichtforumskonformer Depotvorstellungen wünschen. Interessanter als das 1000. "Ich bau mein ETF-Depot nach Eurer Vorlage, habe da aber noch ein paar Fragen zur dritten Stelle hinter dem Komma" sind sie allemal.

 

Ich will mal annehmen, dass du mich nur nicht verstanden hast. Es geht doch nicht darum, dieses Depot niederzumachen, sondern gerade weil es vom Mainstream abweicht, habe ich Interesse an den "harten Fakten" aka Performance geäußert. 

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Posted · Edited by Fondsanleger1966

vor 4 Minuten schrieb Ramstein:

 

Ich will mal annehmen, dass du mich nur nicht verstanden hast. Es geht doch nicht darum, dieses Depot niederzumachen, sondern gerade weil es vom Mainstream abweicht, habe ich Interesse an den "harten Fakten" aka Performance geäußert. 

Dich habe ich mit meiner Aussage noch am wenigsten gemeint. Aber dass der Threaderöffner jetzt schon aussagekräftige Fakten in Sachen Performance liefern kann, ist nicht sehr wahrscheinlich, weil der Zeitraum dafür zu kurz ist.

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vor 9 Stunden schrieb Ecke908090:

Das Depot, welches ich im Folgenden vorstellen werde, existiert seit einem Jahr.

 

vor 2 Minuten schrieb Fondsanleger1966:

Dich habe ich mit meiner Aussage noch am wenigsten gemeint. Aber dass der Threaderöffner jetzt schon aussagekräftige Fakten in Sachen Performance liefern kann, ist nicht sehr wahrscheinlich, weil der Zeitraum dafür zu kurz ist.

 

Nach einem Jahr kann man schon ein erstes Fazit ziehen.

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Posted · Edited by kafkaesk93

vor 22 Minuten schrieb Fondsanleger1966:

Ich kann das Genörgel einiger Forenmitglieder nicht nachvollziehen. Der Sinn eines Wertpapierforums sollte doch eigentlich der Austausch sein - und der wird nicht dadurch reichhaltiger und interessanter, dass alle nach einem festen Schema F anlegen und dieselben Fehler begehen, diese aber nicht mehr bemerken, weil am Forenstandard ja nichts falsch sein kann.

:thumbsup::thumbsup:

 

@Ecke908090

 

zwei Sachen:

 

1) Wenn man eine Regelbasierte Anlagestrategie hat, dann sollte man sie Backtesten (wurde ja schon indirekt angemerkt) ;)

 

2) ich glaube die Ergebnisse werden nicht besonders gut ausfallen, da du auf die Underperformer der jüngeren Vergangenheit setzt (= schwaches Momentum). Es gibt unzählige Studien welche aufzeigen, dass Wertpapiere mit starkem Momentum Outperformen und vice versa.

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Ganz kurz bevor es in die Hochschule geht:

 

Danke an Kontron und Fondsanleger. Auf genau eine solche Sichtweise habe ich gehofft. Aber auch danke an die anderen Forenmitglieder und speziell an dich Ramstein, das Geäußerte hat absolut seine Berechtigung und ist ja auch der Grund, wieso ich mich zum Eröffnen dieses Threads entschieden habe.

 

Ich denke, dass mein positives Fazit sich allein schon dadurch offenbart, dass ich an meinem Vorhaben festhalte. Auf die Performance einzugehen fällt mir wie gesagt aus den bereits genannten Gründen schwer. In den ersten drei Monaten habe ich gleichmäßig in zwei aktivgemanagte Fonds + ein ETF investiert. Daraufhin habe ich begonnen, mein Vorhaben umzusetzen, den Pool umzustellen und das Depot danach umzuschichten. Auch das verfolgen einer regionalen Allokation wurde erst gegen Ende vergangenen Jahres relevanter. Seitdem Jahreswechsel hat sich dann kaum etwas verändert und am Ende dieses Jahres können wir gerne einen Vergleich stattfinden lassen. Nicht umsonst habe ich den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt, da es auch mir nicht sonderlich viel weiterhilft, in meinem stillen Kämmerlein den Ausgang eines Krieges zu feiern, obwohl die weißen Flaggen noch längst nicht gehisst wurden - mal etwas abstrakt bildlich gesprochen.

 

Übrigens hat sich nicht nur das Depot ansich, sondern auch dass dafür erstellte Excel-Tool kontinuierlich weiterentwickelt, weshalb ich mich gegen den Einsatz von Portfolio Performance entschieden habe. Was nicht ist, kann aber noch werden.

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Posted · Edited by DrFaustus

vor 43 Minuten schrieb kafkaesk93:

 

2) ich glaube die Ergebnisse werden nicht besonders gut ausfallen, da du auf die Underperformer der jüngeren Vergangenheit setzt (= schwaches Momentum). Es gibt unzählige Studien welche aufzeigen, dass Wertpapiere mit starkem Momentum Outperformen und vice versa.

Schonmal was von Mean Reversion gehört?

Ich find das Depot gut. Stickies, die sich um 3 BP streiten brauche ich nicht. Mut anders zu denken ist etwas, was ich hier seit einiger Zeit sehr vermisse.

 

Was passiert wohl mit Momentumstrategien, wenn die Leminge den Studien hinerher rennen und jeder muss Momentum kaufen, weil das ja outperformt? Momentum wir teuer. Und was passiert wenn Momentum teuer geworden ist? Momentum wird underperformen.

 

Und zum Backtesting:

Es sollte allgemein bekannt sein, dass man von vergangener Performance nicht auf die Performance der Zukunft schließen kann. Daher ist Backtesting reine Zeitverschwendung.

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Wenn du nur in einen World-ETF und vielleicht noch Emerging Markets ETF investierst, hast du - neben niedrigeren Gebühren - auch in alle Branchen investiert. Ich verstehe auch nicht den Sinn, sich 10+ Aktien-ETFs zuzulegen.

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Ich sehe auch nicht den Sinn in diesen Musterdepots. es reicht doch wenn sich jeder Mensch 2 ETFs kauft. Bitte diesen Bereich schließen.... [Sarkasmus off]

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vor 11 Minuten schrieb Chips:

Wenn du nur in einen World-ETF (...)

Siehe oben :

vor einer Stunde schrieb Fondsanleger1966:

Die regionale Asset Allokation (knapp 40% USA, knapp 40% Europa, gut 20% EM/Asien) halte ich für weitaus sinnvoller, als derzeit zu rund 60% in sehr hoch bewertete Aktien in einer teuren Währung mit einer schlechten Aussicht für die Rendite der nächsten 10-15 Jahre zu investieren, wie es im Forum oft empfohlen wird (meiner Meinung nach ein äußerst fragwürdiges Verhalten).

 

By the way: Was ist das nur für eine blöde Forensoftware. Zitieren funktioniert auch nur noch umständlich.

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Posted · Edited by kafkaesk93

vor 2 Stunden schrieb DrFaustus:

Schonmal was von Mean Reversion gehört?

Ja, aber nicht bei 1 Monatsperioden... :rolleyes:

 

Zitat

Ich find das Depot gut. Stickies, die sich um 3 BP streiten brauche ich nicht. Mut anders zu denken ist etwas, was ich hier seit einiger Zeit sehr vermisse.

Ich finde die Strategie wie bereits geschrieben fragwürdig, aber mir ist der Tread natürlich auch tausendmal lieber als jeder neue World + EM ETF-Sparplantread! :thumbsup:

 

Zitat

Was passiert wohl mit Momentumstrategien, wenn die Leminge den Studien hinerher rennen und jeder muss Momentum kaufen, weil das ja outperformt? Momentum wir teuer. Und was passiert wenn Momentum teuer geworden ist? Momentum wird underperformen.

Ein absolut mögliches Szenario!

ABER:

In den letzten Jahren performte Momentum immer noch sehr gut und die Strategie ist schon ewig bekannt!

Ich kenne keinen Bewertungsmaßstab für Momentum (solltest du ein kennen immer her damit). ;)

 

Zitat

Es sollte allgemein bekannt sein, dass man von vergangener Performance nicht auf die Performance der Zukunft schließen kann. Daher ist Backtesting reine Zeitverschwendung.

Wir alle schließen von der Vergangenheit auf die Zukunft (z.B: Aktien haben langfristig positive Renditeerwartung).

 

Man kann Backtests sehr unterschiedlich gestalten, von absoluten Lemmingmethoden (z.B.: x hat y über 5 Jahre Outperformt, deswegen wird das auch die nächsten Jahre so sein), bis gute Strategiebacktests (z.B.: Märkte performen in der Zukunft besser, wenn sie günstig bewertet sind).

 

Und ja natürlich sind Backtests immer auf die eine oder andere weise gebiasd, aber nichts hat mehr Bias als die eigene (ungeprüfte) Meinung und Weltanschauung. :-*

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Posted · Edited by DrFaustus

vor 1 Stunde schrieb kafkaesk93:

 

Ein absolut mögliches Szenario!

ABER:

In den letzten Jahren performte Momentum immer noch sehr gut und die Strategie ist schon ewig bekannt!

Ich kenne keinen Bewertungsmaßstab für Momentum (solltest du ein kennen immer her damit). ;)

 

Klar ist das ewig bekannt, genau wie Value, Size, etc. pp.

Aber so crowded wie in den letzten 2-3 Jahren war das Thema noch nie.

Und alles was gehyped und crowded ist, fasse ich nicht mit der Kneifzange an. Da kaufe ich lieber die Sachen, die gerade keiner haben will. Denn das Gute daran, dass sie keiner haben will ist, dass es auch kaum noch jemand mit zittrigen Händen gibt, der verkauft.

 

 

Und: Wieso soll man nicht schon bei 1 Monats Perioden anhand von Mean Reversion Effekten rebalancen. Man weiß nämlich dummerweise selten, wann das Ende einer Über- oder Untertreibung gekommen ist.

Es gibt durchaus auch Beispiele, wo man schon bei Monatsrebalancings gute Ergebnisse sieht. Man verfolge nur mal die größten Gewinner und Verlierer im DAX auf 1-Monatssicht. Letztes Monat wurden Autowerte geprügelt ohne Ende, diesen Monat sind sie die Topperformer.

 

Nein, Bewertungsmaßstab für Momentum gibt es nur unzureichende. Aber ein crowding in Momentum führt zu einer höheren Vola und somit zu ständigen Über- und Untertreibungen bei den selektierten Werten.

Momentum gibt Kaufsignal --> Leute steigen ein ---> noch stärkeres Kaufsignal --> noch mehr Leute steigen ein ---> BOOOM!

Dann kann man beten, dass der eigene Momentum ETF das schnellste Trading Desk hat...

 

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Posted · Edited by kafkaesk93

vor 2 Stunden schrieb DrFaustus:

Klar ist das ewig bekannt, genau wie Value, Size, etc. pp.

Aber so crowded wie in den letzten 2-3 Jahren war das Thema noch nie.

Und alles was gehyped und crowded ist, fasse ich nicht mit der Kneifzange an. Da kaufe ich lieber die Sachen, die gerade keiner haben will. Denn das Gute daran, dass sie keiner haben will ist, dass es auch kaum noch jemand mit zittrigen Händen gibt, der verkauft.

Halte ich langfristig für eine gute Entscheidung :thumbsup:

aber man muss sich ja zum Glück nicht für eine Welt entscheiden, sondern kann verhasste/vergessene Assets kaufen welche gerade anfangen zu steigen.

 

Zitat

Und: Wieso soll man nicht schon bei 1 Monats Perioden anhand von Mean Reversion Effekten rebalancen. Man weiß nämlich dummerweise selten, wann das Ende einer Über- oder Untertreibung gekommen ist.

Kurzfristig regieren Momentum und Trends und langfristig Value und Mean Revision...

 

Und ich bin total bei dir was z.B. einen Momentum-ETF angeht, der wird natürlich auch nicht immer/dauerhaft den Markt schlagen, aber daraus zu schließen das es eine gute Strategie ist, immer das zu kaufen was im letzten Monat nicht lief finde ich zu einfach.

 

Zitat

Es gibt durchaus auch Beispiele, wo man schon bei Monatsrebalancings gute Ergebnisse sieht. Man verfolge nur mal die größten Gewinner und Verlierer im DAX auf 1-Monatssicht. Letztes Monat wurden Autowerte geprügelt ohne Ende, diesen Monat sind sie die Topperformer.

Hast du dazu eine Studie oder reicht dir die 1 Monatsbetrachtung aus?

 

 

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Posted · Edited by DrFaustus

Ich habe dazu keine Studie und hoffe es wird auch keine geben. Ich fahre gerade ein Wikifolio-Musterdepot. Noch sehr kurzer Betrachtungszeitraum aber seit 4 Monaten 5% Outperformance ggü DAX, nach Kosten wohlgemerkt. Wenn es einen Downturn überstanden hat, werde ich es als DAX Surrogat investieren.

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Im Folgenden die ungeschminkte Wahrheit der Kaufzeitpunkte grafisch aufgearbeitet:

 

 

S & P

 

SP.jpg

 

Nasdaq (Punkte grob aber fair nach Augenmaß eingezeichnet)

 

Nasdaq.jpg

 

S & P SC

 

SPSC.jpg

 

Europe Health

 

EuropeHealth.jpg

 

Europe Food

 

EuropeFood.jpg

 

Europe Personal

 

EuropePersonal.jpg

 

Europe Chemicals

 

EuropeChemicals.jpg

 

EM (Punkte grob aber fair nach Augenmaß eingezeichnet)

 

EM.jpg

 

Pacific

 

Pacific.jpg

 

 

Es fehlt meiner Meinung nach definitiv noch eine gewisse Erhebungsmasse. Ich musste seit Beginn diesen Jahres aufgrund der zum Ende des vergangenen Jahres festgelegten Einhaltungsschematik hinsichtlich der regionalen Verteilung, konzentriert EM und Pacific nachkaufen, weshalb diese nicht unbedingt nach dem Verlustrhytmus erworben wurden. Dies gilt teilweise auch für andere Titel, was jedoch an dieser Stelle nichts entschuldigen soll. Ich gehe davon aus, dass sobald die Gesamtinvestitionssumme auf ein gewisses Level angewachsen ist, ich mich über einen längeren Zeitraum auf den Drawdown eines WP konzentrieren und somit dort nachkaufen kann. Genannte Problematik traf vorallem bei den europäischen ETFs zu, in welche ich zu Beginn investiert hatte und um die gesetzte Allokation erstmal zu erfüllen der Nachkauf irgendwann geblockt habe. Die einzigen Werte, die in naher Zukunft stupide monatlich erworben werden, sind diejenigen, die im EM-Raum angesiedelt sind, da ich dort ebenfalls erstmal ein gewisses Soll erfüllen möchte.

 

Ansonsten freut es mich natürlich sehr, dass der Thread zumindest hier und dort Interesse weckt. :)

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Ich finde deine Strategie auch mal (wieder) ganz erfrischend, Ecke908090. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass eine monatliche Beschäftigung mit dem Depot nach strengen Regeln sehr motivierend sein kann; die Regeln sind besonders am Anfang eine gute Hilfe, weil sie eine gewisse (Selbst-)Kontrolle suggerieren und dem blinden Aktionismus vorbeugen. Das ist ähnlich befriedigend wie das ereignis- oder abweichungsbasierte Rebalancing eines Standard-Weltdepots, hat aber den Vorteil, dass es jeden Monat passiert.

 

Deine Nachkaufstrategie könnte aber darauf hinauslaufen, dass du Branchen oder Indizes mit geringerer Volatilität/Drawdowns (z.B. Food) auf lange Sicht untergewichtest, weil sie statistisch seltener unter den 3 monatlichen Verlierern sein werden. Und umgekehrt. Auch werden mit der Zeit kumulative Abweichungen von der Gleichverteilung auftreten, die du mit deinen prozentual immer kleiner werdenden monatlichen Sparraten nicht mehr ausgleichen kannst. Insgesamt würde dein Gesamtdepot damit immer mehr von den schwankungsreichsten Komponenten dominiert. Möglicherweise brauchst du da noch eine Zusatzregel ähnlich wie bei der Regionengewichtung, z.B. dass keine Einzelposition kleiner als [Startgewichtung-X] Prozent vom Gesamtdepot werden darf (oder so ähnlich). Solche Regeln legt man aber lieber gleich am Anfang fest, sonst werden aus Kraut und Rüben noch Gurken und Tomaten...

 

(Zum Testen solcher Effekte und Regeln könnte ein Langzeittest mit historischen Daten durchaus hilfreich sein.)

 

Grüße und viel Glück, H.

 

 

PS: Du weißt aber schon, dass du Bilder auch hier im Forum hochladen kannst und kein externes Hosting mit Werbeeinblendungen verwenden musst, oder?

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