ebody

Anfängerfragen zu ETFs

112 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben

Hallo,

 

ich steige gerade erst in das Thema ETF´s ein und es haben sich viele Fragen ergeben:

 

  1. Besteht die Möglichkeit mehr als sein investiertes Geld bei ETF´s zu verlieren?
    Bei P2P Krediten ist es z.B. theoretisch möglich, da man bei den Steuern Zahlungsausfälle nicht gegenrechnen kann.
     
  2. Wie riskant sind ETF´s, wenn man sie gut streut und lange (>10 Jahre) hält?
    Ist die Chance sehr hoch mein Geld zu verlieren oder zumindest ein Teil oder kann man sagen "Theoretisch kann man schon alles verlieren,
    aber die Chancen mein Geld zu vermehren sind deutlich höher und das Geld auf dem Tagesgeldkonto zu lassen wäre schlimmer/riskanter"?!
     
  3. Gibt es ETF Schablonen / Vorlagen in die man sofort investieren kann ohne vorher zu studieren?
    Ich mühe mich gerade durch das Buch von Gerd Kommer. Ich möchte mich auch weiter rein arbeiten, aber ich merke jetzt schon, dass ich noch
    einiges an Zeit investieren muss, bis ich das wirklich verstanden habe. Ich würde aber gerne zeitnah, mein Geld anlegen. Gibt es evtl. weitere
    "Schablonen" wie hier...

     
    ...die man kopieren kann? Sehr Hilfreich wäre eine Übersicht, wie hoch das Risiko und wie hoch die Chance jeweils ist. Mit welcher Rendite man ca. rechnen kann.
     
  4. Mit welcher Rendite könnte man bei diesem Portfolio (aus dem Video) normalerweise rechnen?
    Natürlich kann man nicht hellsehen und nichts garantieren, aber mit welchem Rendite "Bereich" könnte man bei diesem ETF Portfolio ca. rechnen? 4 bis 8% oder 7 bis 10% oder...?
     
  5. Was ist der Unterschied zwischen Renditen und Dividenden?
     
  6. Welche Summe müsste man investieren, um durch Dividenden ein monatliches passives Einkommen von 2000€ zu erhalten?
     
  7. Kann man sich das Geld auch notfalls nach einem Jahr auszahlen lassen oder ist es auf Jahre "eingefroren"?
     
  8. Wenn ich mögliche Szenarien und Gewinne kalkulieren möchte, wäre diese Tabelle vom Prinzip her richtig?
     

2017-06-15_00h07_33.jpg

 

 

Gruß

ebody

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von Back-Broker

Zu 1) Nee, es sei denn, Du hast auf Kredit gekauft ^^

Zu 2) Kommt auf den/die ETF(s) an. Allgemein gilt: Je länger Du investiert bist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eine positive Rendite zu erzielen. Das ist zwar streng genommen auch nur ein aus der Vergangenheit entnommener Erfahrungswert, aber der Glaube, dass am Ende "etwas Positives" an der Börse rauskommt, lässt eigentliche ALLE an der Börse, auch die Foristen hier, dort erst überhaupt aktiv werden.

Zu 3) Klar. Forumstickies (="Tutorials" für Rookies) --} 2 ETFs 70 % MSCI World 30 % EM, 1x im Jahr Rebalancen (das bedeutet so "nachkaufen", dass Du wieder die Ausgangslage von 70/30 hergestellt hast), feddisch. Dafür braucht es nicht den Kommer. Es sei denn, Du willst DEINE Geldanlage, besser verstehen.

Zu 4) Das kann Dir nur der Blick in die Glaskugel sagen. Aus der Vergangenheit: Anlagen in Aktien haben die besten Renditen abgeworfen, das waren so 6-8%. Warren Buffet rechnet in den nächsten 50 Jahren aber mit nicht mehr so fetten Renditen am Aktienmarkt. Na toll. Ach ja: Und siehe 2)!

Zu 5) Rendite ist die "Veränderung" Deiner Investition insgesamt, also Kursveränderung + ausgeschüttete Dividende.

 

Aktie A AG:

1.1.2017: Kurs: 100 EUR

1.1.2018: Kurs: 105 EUR , ausgeschüttete Dividende: 5 EUR (edit: Hier das Datum korrigiert^^)

// insgesamt also +10 EUR = in diesem Fall auch zufälligerweise +10% Rendite. Achtung: Die Rendite kann auch negativ ausfallen, Dividenden nicht ;-] Die können aber ausfallen bzw. überhaupt nicht gezahlt werden ;-]

 

Wie hoch die sein wird, wird (in Deutschland) von der Hauptversammlung einer AG auf Vorschlag des Vorstandes entschieden. Das muss nicht immer gleich sein und es besteht auch kein Anspruch darauf, dass diese immer höher und höher wird. In den letzten Jahren war dies allerdings bei den meisten DAX-Konzernen der Fall, aber die Entwicklung war ja auch insgesamt ganz gut. Es geht aber auch anders, siehe RWE.

 

Und die Dividende insgesamt ist übrigens Deine, als Miteigentümer (durch Deinen Kauf der Aktie bist Du ja Miteigentümer von Unternehmen XY) Beteiligung an dem Gewinn bzw. der Gewinnausschüttung des Unternehmens. In Deutschland in der Regel 2 Tage nach Stattfinden der Hauptversammlung gezahlt (für das ganze Jahr) bei US-Unternehmen verteilt auf 4 Quartalsausschüttungen.

 

Auch ETFs haben "Dividendenrenditen" (auch wenn es da soweit ich weiß einfach nur "Ausschüttung" heißt und nicht Dividende), aber hier ist soweit ich weiß noch schwerer vorauszusagen, wie hoch die genaue Ausschüttung denn sein wird. Klar: So ein ETF setzt sich ja auch in der Theorie aus Aktien von verschiedenen Unternehmen zusammen, die alle unterschiedliche Dinge bzgl. Ihrer Dividenden entscheiden (siehe oben).

 

zu 6)  Hmm... 2000 EUR Netto jeden Monat auf dem Konto? Rechnen wir mal rückwärts:

 

Also das wären 2000x12=24.000 EUR im Jahr. Die Kapitalertragssteuer drauf gerechnet (+Soli u. evtl. Kirchensteuer)  / 0.73625 = 32597,62

 

Ach, seien wir nicht so und sagen 32.600 EUR.

 

Jetzt wieder die Sache mit der Rendite. Im Moment ist es durchaus noch möglich "gute" Unternehmen mit "stabilen" Dividendenrenditen von 2-3% zu bekommen. Dickschiffe wie AT&T zahlen etwas mehr (~5% / sind aber auch höher verschuldet), J&J, MCD etwas weniger (~2%). Aber sagen wir mal durch einen "guten Mix" kommst Du auf die 3% Dividendenrendite.

 

Dann brauchst Du: 32.600 EUR / 0,03 = 1.086.666,67 EUR.

 

Dass Du "genau" jeden Monat 2000 EUR erhältst wäre natürlich eine Kunst für sich.

 

Obacht: Einige Unternehmen zahlen schon Jahrzehnte zuverlässig Dividende aus, so dass sich hier die Ausschüttung ebenso zuverlässig berechnen lassen könnte (abgesehen von etwaigen Währungsschwankungen bei US-Unternehmen $/€). Aber auch das bringt letztlich keine "Garantie". Es sollen auch schonmal Dividendendickschiffe gekentert sein.

 

Wie man das vergleichbar zuverlässig mit Hilfe von ETFs berechnen könnte, ist mir nicht bekannt.

 

Zu 7) Wie meinst Du das? Du kannst nur kaufen, dann bist Du investiert oder nicht kaufen, dann hast Du Dein Geld cash rumliegen und bist es nicht. Also von daher ist die korrekte Antwort glaube ich: nein, das geht nicht. Wenn Du investiert bist und den ETF oder die Aktie gekauft hast, dann bist Du wie alle anderen hier auch den Launen des Marktes ausgesetzt B-)

 

Zu 8) Von den Zahlen her scheint das Excel ja richtig gemacht zu haben B-) Das ist der Zinseszinseffekt. Etwas mehr Klarheit zu Rendite s. o.. Was Du in diesem Zusammenhang bzgl. "Rendite nach Steuern, TER" meinst, ist mir nicht so ganz klar. Aber 8% Rendite NACH Steuern wäre schon sportlich (Nach Steuern heißt Netto... Du musst auf alle Dividenden und Kursgewinne Kapitalertragssteuer bezahlen...)

 

MfG

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von lunareactor

vor 5 Stunden schrieb ebody:
  1. Kann man sich das Geld auch notfalls nach einem Jahr auszahlen lassen oder ist es auf Jahre "eingefroren"

 

Zitat

Zu 7) Wie meinst Du das? Du kannst nur kaufen, dann bist Du investiert oder nicht kaufen, dann hast Du Dein Geld cash rumliegen und bist es nicht. Also von daher ist die korrekte Antwort glaube ich: nein, das geht nicht. Wenn Du investiert bist und den ETF oder die Aktie gekauft hast, dann bist Du wie alle anderen hier auch den Launen des Marktes ausgesetzt 

 

Ich denke, diese Frage ging eher in die Richtung der Verfügbarkeit des Geldes. Zur Beantwortung: Bei Aktien und ETF kannst du deine Anlagen börsentäglich zu den dann gültigen Kursen verkaufen. Es gibt keine Mindesthaltedauer oder ähnliches wie bei offenen Immobilienfonds. Allerdings kann es natürlich sein, dass sich der Wert deiner Anlage innerhalb des Zeitraums reduziert hat und du somit bei ungünstigen Verkaufszeitpunkten Verluste einfährst.

 

Zitat

2. Wie riskant sind ETF´s, wenn man sie gut streut und lange (>10 Jahre) hält?
Ist die Chance sehr hoch mein Geld zu verlieren oder zumindest ein Teil oder kann man sagen "Theoretisch kann man schon alles verlieren,
aber die Chancen mein Geld zu vermehren sind deutlich höher und das Geld auf dem Tagesgeldkonto zu lassen wäre schlimmer/riskanter"?!

Schau dir dazu doch mal das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts an (https://www.dai.de/files/dai_usercontent/dokumente/renditedreieck/2016-12-31 DAX-Rendite-Dreieck 50 Jahre Web .pdf). Das zeigt dir genau in welchen Zeiträumen ein Beispielindex (in diesem Falle der Dax) in den letzten 50 Jahren positive bzw. negative Rendite eingefahren hat.

Anhand der Farbkodierung kann man da sehen, dass es zwar relativ viele 1-5 Jahreszeiträume gegeben hat, die negative Renditen hatten, aber kaum 10-Jahreszeiträume mit negativen Renditen. Bei 15-Jähriger Anlage gibt es dann gar keinen früheren Zeitraum mehr mit negativer Rendite. Das kann man jetzt natürlich nicht auf alle Indizes verallgemeinern, aber es zeigt die generelle Tendenz bei langfristiger, marktbreiter Anlage. Aber natürlich immer im Kopf behalten: Vergangenheitsrenditen sind kein Indikator für zukünftige Renditen.

 

 

Viele deiner Fragen werden in den Grundlagenthreads beantwortet: 

Schau dir die doch mal an und komme dann zurück, wenn noch Fragen offen sind.

 

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Geschrieben

Vielen Dank euch beiden für eure Hilfe und Mühe! :-)

 

Gruß

ebody

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Geschrieben

Hey ebody,

 

Wie schaut es aus? Was hast Du bereits gemacht?

 

Gruß

Bruce

 

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Hallo,

 

kennt ihr einen guten online Rendite Rechner, der einem eine realistische netto Rendite zeigt, wo auch Inflation, Gebühren, Steuern berücksichtigt werden? 

Es wäre auch hilfreich, wenn man die Werte in einer Tabelle für jedes Jahr sehen könnte. So das man sieht, nach 5 Jahren hätte man eine netto Rendite von

xxx € nach 12 Jahren von yyy € usw..

 

Gruß

ebody

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Geschrieben

Welche Gebühren? Die, die anfallen, wenn dich der freundliche Spasskassenberater in den Klauen hat? Oder Degiro Billigbroker ohne Steuerunterlagen?

Welche Steuern? Freibetrag, Günstigerprüfung, oder Maximum?

Momentane Steuerrechtslage, oder die in der Vergangenheit jeweils gültige? Wie prognostizierst du die Zukunft?

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Geschrieben

Am besten alle Kosten / Gebühren die anfallen und berücksichtigt werden sollten, wenn man sehen möchte wie viel man netto an Gewinn macht, wenn man einen Betrag X investiert.

Da ich jetzt nur comdirect kenne (und noch nie ETF´s geordert habe), kann man ja von deren Gebühren ausgehen. Ein Rechner, wo man den Anbieter auswählen kann und entsprechend

die aktuellen Ordergebühren u.a. berücksichtigt werden, wäre natürlich sehr hilfreich.

 

Gruß

ebody

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Geschrieben

Hier kannst du alles eingeben und bekommst ein Ergebnis nach deinem gewählten Zeitraum und du bekommst eine Tabelle über jährliche Veränderungen, müsste alles erfüllen nachdem du suchst. 

https://zinsen-berechnen.de/fondsrechner.php

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Geschrieben

@ebody,

wie sieht's mir Excel aus? 5 Jahre = 60 Monate, die Kurse aus dem Netz herunter laden und selbst rechnen. 

 

Lg

Framal

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Geschrieben

vor 16 Minuten schrieb ebody:

Am besten alle Kosten / Gebühren die anfallen und berücksichtigt werden sollten, wenn man sehen möchte wie viel man netto an Gewinn macht, wenn man einen Betrag X investiert.

Da ich jetzt nur comdirect kenne (und noch nie ETF´s geordert habe), kann man ja von deren Gebühren ausgehen. Ein Rechner, wo man den Anbieter auswählen kann und entsprechend

die aktuellen Ordergebühren u.a. berücksichtigt werden, wäre natürlich sehr hilfreich.

Wie soll ein Onlinerechner deine individuelle Steuersituation, die Inflationsrate, die du als für dich maßgeblich erachtest sowie die Transaktionskosten, die sich auch beim selben Broker ändern und davon abhängen, ob du einen Sparplan oder Einzelauftrag ausführen läßt, berücksichtigen?

 

Wenn du sonst nichts besseres zu tun hast, dann bastel dir sowas halt selbst (LibreOffice/Excel).

Welchen Erkenntnisgewinn versprichst du dir davon?

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Geschrieben

Libre Office ist da mein Freund, oder eben Excel wie o.a.

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Geschrieben · bearbeitet von ebody

vor 34 Minuten schrieb Framal:

@ebody,

wie sieht's mir Excel aus? 5 Jahre = 60 Monate, die Kurse aus dem Netz herunter laden und selbst rechnen. 

 

Lg

Framal

 

Würde ich gerne, aber dann müsste ich auch wissen, was alles zu berücksichtigen wäre.

 

vor 15 Minuten schrieb bondholder:

Welchen Erkenntnisgewinn versprichst du dir davon?

 

Als jemand der so gut wie keine Ahnung davon hat, könnte ich einfach mal kurz schauen, ob das für mich vielversprechend ist oder nicht.

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Geschrieben

vor 10 Minuten schrieb ebody:

Als jemand der so gut wie keine Ahnung davon hat, könnte ich einfach mal kurz schauen, ob das für mich vielversprechend ist oder nicht.

Wovon genau hast du so gut wie keine Ahnung und was verstehst du unter vielversprechend?

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Geschrieben

Es wäre jetzt einfach einen medium-witzigen Kommentar zu verfassen. Damit wäre dir aber wenig geholfen.

 

Ich glaube du hast noch nicht das Hintergrundwissen um die richtigen Fragen zu stellen.

Hast du eigentlich verstanden was ein ETF ist? Und warum willst du investieren?

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Geschrieben

vor 2 Stunden schrieb bondholder:

Wovon genau hast du so gut wie keine Ahnung und was verstehst du unter vielversprechend?

Von ETF´s und welche Gebühren, Steuern dafür anfallen.

 

Mit vielversprechend meine ich, den möglichen Gewinn den der Rechner ausgibt abzüglich Steuern, Gebühren.

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Geschrieben

vor 50 Minuten schrieb bobby13:

Ich glaube du hast noch nicht das Hintergrundwissen um die richtigen Fragen zu stellen.

Hast du eigentlich verstanden was ein ETF ist? Und warum willst du investieren?

Wie man an meinem Status sieht bin ich ein "Themenstarter". Ich habe daher nicht wirklich Ahnung von ETF´s, darum bin ich auch in einem Forum, wo man Fragen stellen und sich informieren kann.

Ich suche einen online Rechner, wo ich eine Entwicklung und einen möglichen netto Gewinn sehen kann. Was ist daran nicht richtig?

 

Ich möchte investieren, um mein Geld möglichst zu vermehren und/oder auch vor der Inflation zu schützen.

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Geschrieben · bearbeitet von bondholder

vor 14 Stunden schrieb ebody:

Wie man an meinem Status sieht bin ich ein "Themenstarter". Ich habe daher nicht wirklich Ahnung von ETF´s, darum bin ich auch in einem Forum, wo man Fragen stellen und sich informieren kann.

 

Im Sommer 2017 hast du geschrieben:

Zitat

Ich mühe mich gerade durch das Buch von Gerd Kommer.

Was ist daraus geworden?

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Geschrieben

vor 6 Stunden schrieb ebody:

Ich suche einen online Rechner, wo ich eine Entwicklung und einen möglichen netto Gewinn sehen kann

 

--> http://www.zinsen-berechnen.de/fondsrechner.php   Hierin kannst du Ausgabeaufschläge, Depotgebühren und Steuern abbilden. 

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Geschrieben

@ebody,

Zitat

Würde ich gerne, aber dann müsste ich auch wissen, was alles zu berücksichtigen wäre. (Anm.: welche Kostenpositionen) 

Na auf jeden Fall musst Du irgendwo ein Depot eröffnen. (DKB Bank, Cortalconsors, Fondsdepotbank, FFB, … um beispielhaft nur einige zu nennen.)

 

Und berücksichtigen müsstest Du dann: 

a) Depotbankgebühr. Das benötigte Konto könnte eine jährliche Gebühr kosten, je nachdem, wo Du es machst. Es gibt aber auch kostenfreie Varianten.

 

b) Ordergebühr / Ausgabeaufschlag      

Wenn Du das Konto hast, kostet der Kauf- & Verkauf von ETF’s dann etwas. Diese Kosten findest Du in den Unterlagen der Depotbank. Sollten es Fonds sein, veröffentlicht die Bank auch die Kosten dafür, ggf. sind hier 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag drin.

 

Das kannst Du aber alles bei dem angesprochenen Rechner  http://www.zinsen-berechnen.de/fondsrechner.php berücksichtigen. Lediglich den Zins der Zukunft musst Du "unterstellen".

Vergangenheitswerte für ETF/Fonds lassen sich meines im Netz nicht realisieren. Machbar ist es aber dennoch. Siehe meinen Hinweis auf Excel bzw. Libre Office. Aber zu jedem DAX gibt es doch auch grafisch einen Kurs. Das sollte doch ausreichen, oder? 

 

Viel Erfolg

Framal

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Geschrieben

Am 1.5.2018 um 20:05 schrieb Mirage:

Hier kannst du alles eingeben und bekommst ein Ergebnis nach deinem gewählten Zeitraum und du bekommst eine Tabelle über jährliche Veränderungen, müsste alles erfüllen nachdem du suchst. 

https://zinsen-berechnen.de/fondsrechner.php

Vielen Dank, das sieht hilfreich aus.

 

Gruß

ebody

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Geschrieben

Hallo,

 

ich habe hier eine Tabelle erstellt, die die Kurs Entwicklung eines ETF der (fast) letzten 5 Jahre zeigt und der entsprechenden Entwicklung meiner Anteile, die ich in diesem Beispiel am 01.12.2014 gekauft habe.

Ich möchte das gerne als Grundlage nehmen um Stück für Stück zu verstehen, wie man mit einem ETF Geld verdienen oder verlieren kann. Ich habe vieles noch nicht verstanden, speziell nicht, warum fast immer

geraten wird, das ETF´s immer mind. 10 Jahre, am besten länger gehalten werden sollten.

 

Die Spalte "Anteile +/-" der Tabelle zeigt, wie ich sozusagen die Grundlage verstehe, wie mit ETF´s Geld verdient oder verloren werden kann. Ich kaufe am 01.12.2014 1000 Anteile für je 13,9511€. Mein ETF Depot

hat zu diesem Zeitpunkt einen Gesamtkurswert von 13.951,10€. Ab diesem Zeitpunkt entscheidet der Kursverlauf, ob mein Depotwert über oder unter dem Einstiegswert liegt und ob ich Gewinn oder Verlust mache.

 

Beispiel:

Am 10.12.2014 hätte ich einen Verlust von 203,10€

Am 23.01.2015 einen Gewinn von 1094,20€

 

2018-05-05_11h16_14.jpg

 

  1. Ist das soweit erstmal richtig?
  2. Nur auf diese Möglichkeit bezogen Gewinn/Verlust zu machen, verstehe ich nicht, warum eine lange Anlagedauer von Vorteil ist?
    1. Wenn ich z.B. am 23.01.2015 Gewinn gemacht habe und verkaufe meine Anteile nicht, wird der Kursgewinn ja nicht dafür verwendet weitere Anteile zu kaufen oder?
      Somit hätte ich dann auch keine Chance durch mehr Anteile mehr Gewinn zu machen.
    2. Ich könnte die Anteile verkaufen und mit dem Gewinn wieder mehr Anteile kaufen, aber das versteht man doch nicht unter "langfristig anlegen" oder?
    3. Was bedeutet dann "thesaurierend" in diesem Zusammenhang, also welcher Gewinn wird wieder reinvestiert, wenn ich meine Anteile nicht verkaufe?
      1. Es gibt ETF´s, die Dividenden ausschütten, was aber keine Garantie ist, dass das passiert?! Wenn Dividenden ausgeschüttet werden, könnten diese reinvestiert werden?
      2. Gibt es auch einen Zinseszins Effekt bei ETF´s? Wenn ja, bei allen ETF´s? Dann könnte der reinvestiert werden?
      3. Gibt es sonst noch etwas was reinvestiert werden kann, wenn man einen thesaurierenden ETF hat?

 

Gruß

ebody

 

 

 

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Geschrieben

vor 8 Minuten schrieb ebody:

Ich könnte die Anteile verkaufen und mit dem Gewinn wieder mehr Anteile kaufen, .....

Nein, das könntest Du ganz sicher nicht.

Denn die Anteile wären jetzt ja teurer wie beim ursprünglichen Kauf.

Den Gewinn würdest Du benötigen, um den höheren Preis abdecken zu können.

Vermutlich würdest Du aber für den Verkauf und den Neukauf Gebühren zahlen.

Damit hättest Du schließlich sogar weniger Anteile als ohne Verkauf.

Die Vorstellung davon, daß man Gewinne mitnehmen solle, ist eine Schimäre, denn es stellt sich nach der Gewinnmitnahme immer die Frage, was man mit dem Erlös dann macht.

Wenn ich in absehbarer Zeit ohnehin aus dem Markt aussteigen möchte, zum Beispiel weil ich mir im nächsten Jahr eine Haus kaufen möchte, dann macht es Sinn, bei guten Kursen den Gewinn mitzunehmen und dann aus dem Markt weg zu bleiben.

Ansonsten macht das realisieren von Gewinnen nur Sinn, wenn man sich einbildet zu wissen, daß 

a) der Markt in Kürze sinken wird

und

b) wann man dann wieder einsteigen soll.

Beides kann aber keiner wirklich wissen.

An diesen eingebildeten Finanzfachleuten verdient aber die Branche ganz gut.

 

Langfristige Anlage wird empfohlen, weil die Kurse kurz- und mittelfristig in nicht vorhersagbarer Weise stark schwanken können.

Langfristig werden sie aber aller Voraussicht nach steigen.

Wer sein Geld für 10 und mehr Jahre in ETFs steckt, hat kaum ein Risiko, Verluste zu machen.

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Geschrieben

Ergänzend zu @Nachdenklich würde ich noch das leidige Steuerthema anführen. Bist Du über dem Freibetrag, geht von der Gewinnmitnahme auch noch die Abgeltungssteuer ab. Du verkaufst somit 1.000 Anteile und kannst nach Kosten/Steuern weit weniger als 1.000 Anteile neu kaufen.

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Geschrieben

Am 5.5.2018 um 12:04 schrieb Nachdenklich:

Nein, das könntest Du ganz sicher nicht.

Denn die Anteile wären jetzt ja teurer wie beim ursprünglichen Kauf.

Den Gewinn würdest Du benötigen, um den höheren Preis abdecken zu können.

Vermutlich würdest Du aber für den Verkauf und den Neukauf Gebühren zahlen.

Damit hättest Du schließlich sogar weniger Anteile als ohne Verkauf.

Danke, verstanden. Auch die Ergänzung von Waldschrat bzgl. der Steuern und dem möglichen Abzug. Meine Frage 2.1 hat sich damit auch erledigt.

 

Die Fragen bzgl. "thesaurierend" 2.3, 2.3.1, 2.3.2, 2.3.3 würden mich noch sehr interessieren. Könnt ihr dazu evtl. auch etwas sagen?

 

Gruß

ebody

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