Passives Investieren mit Einzelaktien?

289 Beiträge in diesem Thema

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Hallo, mein Spieltrieb lässt mich schon länger über Folgendes nachdenken: Kann ich mir sinnvoll ein Weltportfolio mit Einzelaktien passiv(!) ergänzen?

 

Ausgangslage: "Standard" 4 ETF Portfolio mit rund 100k im RK3 Bereich vorhanden. Dieses soll auch beibehalten werden.

 

Idee: Zukünftige Sparraten (ca. 2.000 pro Monat jeweils als Einzelkauf) werden nicht mehr in die ETF investiert, sondern streng passiv zum Beispiel der gewichteten Bestandteilliste eines MSCI ACWI IMI der Reihenfolge nach gekauft. Es wird jeweils eine Portion à 2k gekauft, also startend mit Apple, dann Microsoft etc. Ein Verkauf oder Rebalancing ist nicht geplant.

 

Ergebnis: ich würde mein ETF Portfolio quasi um einen Equal-Weight ACWI-IMI ergänzen.

 

Nachteile:

- gerade zu Beginn würde ich einzelne Unternehmen stark übergewichten. Allerdings machen diese dann ja nur <2% des RK3 Anteils aus.

- Ziemlich sicher produziere ich mir eine Quellensteuerproblematik mit Verwaltungsaufwand. Ggf. lohnt sich bei den doch kleinen Positionen ein Rückholen nicht. Obwohl ich bei maxblue bin, wo es einigermaßen geht wie ich höre.

- Wenn ein Unternehmen aus dem Index rausfällt, müsste ich es eigentlich verkaufen. Bis ich in der Kaufliste so weit nach unten vorgearbeitet bin, dass dies ein Risiko ist, mag es dauern.

 

Vorteile:

- Vermeiden von TER der ETFs und des Kontrahentenrisikos (nicht entscheidungsrelevant für mich, aber der Vollständigkeit halber)

- eigentlich nur Spaß an der Freude. Ich freue mich über jeden Dividendeneingang auf meinem Verrechnungskonto und mag das Gefühl, direkt an einem Unternehmen beteiligt zu sein.

 

Annahmen:

- effiziente Märkte, das heißt eine Analyse der Unternehmen vor dem Kauf bringt mich nicht weiter. Der aktuelle Preis ist fair.

- ich erwarte keine Überrendite durch diese Aktion. Möchte aber natürlich auch keine merkliche Unterrendite oder ein höheres Risiko.

 

Was haltet ihr von der Idee? Kann ich damit meinen Spieltrieb befriedigen, ohne das Risiko einzugehen, mir ein total "kaputtes" Depot zu basteln und nur Kosten zu produzieren?

 

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Inhaltlich will ich das nicht bewerten, ob Einzelaktienspass besser oder schlechter ist.

Nur methodisch würde ich statt blindem Einzelinvest in einer willkürlichen Reihenfolge bei solch einem Vorgehen eher zum Aktiensparplan tendieren. Dann kannst Du Deine Sparrate von 2k gleich auf mehrere Unternehmen gemäß der Wunschgewichtung im Depot verteilen. Minimiert evtl. das Risiko, die Peaks einer Sparrate in einer Aktie abzugreifen, erhöht allerdings etwas die Beschaffungskosten.

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vor 53 Minuten schrieb Großwildjäger:

...

Was haltet ihr von der Idee? Kann ich damit meinen Spieltrieb befriedigen, ohne das Risiko einzugehen, mir ein total "kaputtes" Depot zu basteln und nur Kosten zu produzieren?

Wie man seine Triebe (auch den Spieltrieb) befriedigen kann, ist höchst individuell. Deshalb kann die Frage nicht beantwortet werden.

Ich persönlich wüsste nicht, was an einem Investieren nach Marktkapitalisierung spielerisch sein soll.

 

vor 36 Minuten schrieb Dork:

...Nur methodisch würde ich statt blindem Einzelinvest in einer willkürlichen Reihenfolge bei solch einem Vorgehen eher zum Aktiensparplan tendieren. 

Was ist an der beschriebenen Vorgehensweise blind oder willkürlich?

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vor einer Stunde schrieb Großwildjäger:

 

- effiziente Märkte, das heißt eine Analyse der Unternehmen vor dem Kauf bringt mich nicht weiter. Der aktuelle Preis ist fair.

 

Damit hast du dir die Frage selbst beantwortet. Warum willst du dann Einzelaktien auswählen und wie? Du gehst ja davon aus, dass alle Preise fair sind.

Wenn du wirklich der Annahme bist gehe auf https://www.zufallsgenerator.net/ und lass dir z. B. eine Zahl zwischen 1 und 30 ausspucken und kaufe im DAX die von oben abgezählte Aktie.

-------------------------------

Effiziente Märkte sind die schlimmste Annahme überhaupt.... Das einzige was effizient ist, ist die Ineffizienz...

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vor 2 Minuten schrieb JosefSpa:

Wenn du wirklich der Annahme bist gehe auf https://www.zufallsgenerator.net/ und lass dir z. B. eine Zahl zwischen 1 und 30 ausspucken und kaufe im DAX die von oben abgezählte Aktie.

Ich denke schon, dass sich mein Ansatz hier ein wenig unterscheidet. Ich kaufe ja nicht "irgendeine" Aktie, sondern die nach Marktkapitalisierung größte, die ich noch nicht habe. Und wenn ich einen "großen" Index wie den ACWI IMI oder nen FTSE All-World oder was auch immer von oben nach unten kaufe, dann weiche ich bei meinem Vorgehen auch nicht ganz so stark von der Regionen-Gewichtung ab. Nur DAX ist hier keine Alternative.

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vor 21 Minuten schrieb Schwachzocker:

Was ist an der beschriebenen Vorgehensweise blind oder willkürlich?

vor einer Stunde schrieb Großwildjäger:

 sondern streng passiv zum Beispiel der gewichteten Bestandteilliste eines MSCI ACWI IMI der Reihenfolge nach gekauft. Es wird jeweils eine Portion à 2k gekauft, also startend mit Apple, dann Microsoft etc. Ein Verkauf oder Rebalancing ist nicht geplant.

 

...der Kauf einer Einzelaktie, die in irgendeinem Index zufälligerweise ganz oben steht und zudem keiner Kaufpreisbewertung unterzogen wird.

Der Kollege will kein zusätzliches Risiko eingehen, quasi einen Index abbilden, betreibt aber Stockpicking - denn wann wird Aktientitel Nummer 1 wieder gekauft? Abhängig von der Anzahl im Index befindlicher Titel... kann ja ewig dauern.

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vor 7 Minuten schrieb Großwildjäger:

Ich denke schon, dass sich mein Ansatz hier ein wenig unterscheidet. Ich kaufe ja nicht "irgendeine" Aktie, sondern die nach Marktkapitalisierung größte, die ich noch nicht habe. Und wenn ich einen "großen" Index wie den ACWI IMI oder nen FTSE All-World oder was auch immer von oben nach unten kaufe, dann weiche ich bei meinem Vorgehen auch nicht ganz so stark von der Regionen-Gewichtung ab. Nur DAX ist hier keine Alternative.

Ich verstehe den Sinn davon nicht ganz. Du glaubst an effiziente Märkte und willst die größte Market Cap Aktie raussuchen, die du noch nicht im Depot hast? Also glaubst du, dass die Unternehmen mit der größten Market Cap in Zukunft am besten performen oder nicht? Also glaubst doch an eine gewisse Ineffizienz sonst wäre es schlicht sinnlos nicht einfach den komplett ETF zu kaufen ;)

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vor 15 Minuten schrieb JosefSpa:

Warum willst du dann Einzelaktien auswählen und wie? ...

Er schreibt doch, warum er es machen will; und wie er es machen will, schreibt er auch.

Er will seinen Spieltrieb befriedigen. Und er will nach Marktcap vorgehen.

 

vor 18 Minuten schrieb JosefSpa:

 

Effiziente Märkte sind die schlimmste Annahme überhaupt.... 

Soooo schlimm war es bisher nun nicht.

 

vor 18 Minuten schrieb JosefSpa:

...

Wenn du wirklich der Annahme bist gehe auf https://www.zufallsgenerator.net/ und lass dir z. B. eine Zahl zwischen 1 und 30 ausspucken und kaufe im DAX die von oben abgezählte Aktie.

Warum sollte man das lediglich mit dem Dax machen?

 

vor 7 Minuten schrieb Dork:

 

...der Kauf einer Einzelaktie, die in irgendeinem Index zufälligerweise ganz oben steht und zudem keiner Kaufpreisbewertung unterzogen wird.

Die steht nicht zufällig ganz oben, sondern weil die Investoren dieser Welt das so bestimmt haben.

 

vor 8 Minuten schrieb Dork:

...

Der Kollege will kein zusätzliches Risiko eingehen, quasi einen Index abbilden, betreibt aber Stockpicking - denn wann wird Aktientitel Nummer 1 wieder gekauft? Abhängig von der Anzahl im Index befindlicher Titel... kann ja ewig dauern.

Wieso sollte man eine Aktie mehrfach kaufen?

vor 3 Minuten schrieb JosefSpa:

 

Ich verstehe den Sinn davon nicht ganz.....

Es hat keinen rationalen Sinn. Das schreibt er doch selbst. Daher kannst Du den Sinn natürlich nicht erkennen, weil es keinen gibt.

Es geht um die Befriedigung von Trieben.

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vor 1 Minute schrieb Schwachzocker:

 

Warum sollte man das lediglich mit dem Dax machen?

 

Da war ein z. B. :thumbsup:

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vor 12 Minuten schrieb JosefSpa:

Ich verstehe den Sinn davon nicht ganz. Du glaubst an effiziente Märkte und willst die größte Market Cap Aktie raussuchen, die du noch nicht im Depot hast? Also glaubst du, dass die Unternehmen mit der größten Market Cap in Zukunft am besten performen oder nicht? Also glaubst doch an eine gewisse Ineffizienz sonst wäre es schlicht sinnlos nicht einfach den komplett ETF zu kaufen ;)

Ich will ja gerade KEIN Stockpicking betreiben, weil ich dies für nicht sinnvoll halte. Aber trotzdem Einzelaktien halten. Klingt vielleicht komisch, ist aber so meine Idee.

 

Daher glaube ich nicht, dass die Aktien, die ich kaufe, nun am Besten performen. Also ich hätte natürlich nichts dagegen. ;-) Reichen würde es mir aber, wenn meine gekauften Einzelaktien grob so performen wie der Index, aus dem ich sie ausgewählt habe.

 

Klar, "sinnvoll" wäre den ganzen ETF zu kaufen. Wie eingangs steht, habe ich das ja auch bisher getan und aktuell wäre es auch weiterhin der Hauptanteil des Depots.

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Kann zwar den Sinn nicht ganz nachvollziehen, aber gut. Wäre es für dich keine Möglichkeit nach einer qualitativen Methode Aktien auszuwählen statt anhand der Market Cap? Vorschläge gäbe es genug von Greenblatt, Leverman und Co. Market Cap halte ich für kein gutes Auswahlkriterium...

Warum willst du deine Einzelaktien denn an ihr auswählen? 

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vor 9 Minuten schrieb JosefSpa:

Kann zwar den Sinn nicht ganz nachvollziehen, aber gut.....

Nochmal:

Der TO schreibt selbst, dass es keinen rationalen Sinn hat. Es bringt daher nichts, irgendetwas nachvollziehen zu wollen.

 

vor 25 Minuten schrieb Großwildjäger:

...

Daher glaube ich nicht, dass die Aktien, die ich kaufe, nun am Besten performen. Also ich hätte natürlich nichts dagegen. ;-) Reichen würde es mir aber, wenn meine gekauften Einzelaktien grob so performen wie der Index, aus dem ich sie ausgewählt habe.

Tja, das wird am Anfang aber sicherlich nicht der Fall sein. Das ist doch wirklich leicht zu durchschauen, oder?

vor 13 Minuten schrieb JosefSpa:

...Wäre es für dich keine Möglichkeit nach einer qualitativen Methode Aktien auszuwählen statt anhand der Market Cap? Vorschläge gäbe es genug von Greenblatt, Leverman und Co. Market Cap halte ich für kein gutes Auswahlkriterium...

Welche der vielen tollen Vorschläge von Greenblatt, Levermann und Co ist denn der Beste, den man dann wählen sollte? Und warum ist das besser als Marktcap?

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vor 1 Minute schrieb Schwachzocker:

Nochmal:

Der TO schreibt selbst, dass es keinen rationalen Sinn hat. Es bringt daher nichts, irgendetwas nachvollziehen zu wollen.

Alles muss einen Sinn haben, wenn etwas keinen hat dann muss man ihn einen geben. Sinnlos in die Börse ist doch auch blöd? Im Casino ist zumindest der Sinn der Spaß...

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Geschrieben · bearbeitet von Schwachzocker

vor 3 Minuten schrieb JosefSpa:

Alles muss einen Sinn haben, wenn etwas keinen hat dann muss man ihn einen geben. Sinnlos in die Börse ist doch auch blöd? Im Casino ist zumindest der Sinn der Spaß...

Genau, und das soll hier wohl auch der Sinn sein!

Keine Ahnung, warum es Spaß bringen soll, den Marktcap von oben nach unten aufzukaufen....aber jeder Jeck ist anders. 

 

Es gibt schließlich auch Leute, die machen Sex im Stehen, dabei könnte es viel einfacher sein...aber wenn sie nun einmal Spaß daran haben...

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vor 11 Minuten schrieb Schwachzocker:
vor 37 Minuten schrieb Großwildjäger:

...

Daher glaube ich nicht, dass die Aktien, die ich kaufe, nun am Besten performen. Also ich hätte natürlich nichts dagegen. ;-) Reichen würde es mir aber, wenn meine gekauften Einzelaktien grob so performen wie der Index, aus dem ich sie ausgewählt habe.

Tja, das wird am Anfang aber sicherlich nicht der Fall sein. Das ist doch wirklich leicht zu durchschauen, oder?

Das ist mir schon klar. Aber wie gesagt, dass bisherige 4 ETF Depot würde ja bestehen bleiben. Wenn dann der "neue" Anteil aus Einzelaktien zu Beginn deutlich anders performen wird, dann geht das wahrscheinlich im Grundrauschen meines Gesamtportfolios unter. Und wenn der "neue" Anteil eine relevante Größe für die Gesamtperformance erreicht hat, dann besteht er ja auch schon zumindest aus einer zweistelligen Anzahl Einzelaktien. Da sollten sich dann einzelne Ausreißer noch oben und unten wieder einigermaßen rausmitteln.

 

Das ich mit den ersten 40 Aktien des Index eine andere Performance haben werde, als der Gesamtindex ist schon klar. Wobei ich ja auch noch Equal-Weight zusätzlich haben würde. Also selbst wenn ich theoretisch alle Aktien des Index einmal gekauft haben sollte, wird meine Perfomance ne andere sein. Das einige Leute hier bei Backtests für ein Equal-Weight sogar ein Beta ausgemacht haben wollen, ist mir aber an der Stelle gar nicht so wichtig.

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Abgesehen von Sinn oder Unsinn, für mich würde die Kaufstrategie (nach Kapitalisierung) und Equal Weight nicht zusammen passen. Wenn zweiteres das langfristige Ziel ist, dann würde ich auch aus dem Zielbestand zufällig auswählen. Sonst hat man recht lange halt nur US Titel (konkret die Top14) und da auch noch 7 mal IT und 3 mal Financials. Weiter hinten wird es dann wesentlich "bunter", dafür vermutlich gerade bei IMI auch nicht immer in der Durchführung trivial. Übrigens wärst Du 494 Jahre damit beschäftigt, d.h. der Bereich wo regelmäßig Aktien rausfallen wäre tatsächlich ein gutes Stück in der Zukunft.

 

Wenn es doch mehr nach Kapitalisierung gehen soll, dann würde ich auch gewichtet kaufen.

 

Vorteil Deiner Methode wäre aber gerade die Quellensteuer, das würde bei mehr Durchmischung zumindest mir zu aufwendig werden. Bei Top-Down hättest die ersten 29 Aktien nur in 3 Ländern, davon allein 26 mal US.

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vor 3 Stunden schrieb Großwildjäger:

Was haltet ihr von der Idee? Kann ich damit meinen Spieltrieb befriedigen, ohne das Risiko einzugehen, mir ein total "kaputtes" Depot zu basteln und nur Kosten zu produzieren?

 

Langweilig!

Gähn!

 

 

Für etwas Abwechslung und Spannung und zur Befriedigung des Spieltriebs würde ich ein paar Tausend in Crypto stecken.

- Lernkurve!

- Volatiliät (da geht die Post ab)

- satte, realistische, Gewinnchancen

- genug Kohle scheinst du ja zu haben

 

Einzel-Aktien sind die reinste Langeweile dagegen und würden die risikoadjustierte Performance deines Portfolios wohl kaum positiv beeinflussen.

 

 

 

 

 

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vor 19 Minuten schrieb CobbDouglas:

Abgesehen von Sinn oder Unsinn, für mich würde die Kaufstrategie (nach Kapitalisierung) und Equal Weight nicht zusammen passen.

Inwiefern meinst du das? Wobei ich vielleicht noch ergänzen muss, dass Equal-Weight jetzt auch keine bewusste Entscheidung in meinem Plan war. Einfach eine Folge aus der Tatsache, dass ich jeden Monat 2k investieren möchte. Gewichtet kann ich mit dieser Mini-Summe im Vergleich zum Index-Universum einfach nicht kaufen.

vor 22 Minuten schrieb CobbDouglas:

Sonst hat man recht lange halt nur US Titel (konkret die Top14) und da auch noch 7 mal IT und 3 mal Financials.

Das war mir auch aufgefallen. Hatte mir daraufhin dann schon überlegt, ob ich der Reihe nach zuerst jede Branche einmal kaufe und erst wenn ich damit durch bin dann den zweiten IT Titel von oben etc. Aber das ist dann doch schon wieder aktiv und das will ich ja eigentlich gar nicht...

 

vor 25 Minuten schrieb CobbDouglas:

Übrigens wärst Du 494 Jahre damit beschäftigt

Dann brauche ich meine Strategie zumindest die nächste Zeit nicht umstellen. :D

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Ein Vorgehen, das ich aus verschiedenen Gründen so nicht machen würde.

Aber wie schon diskutiert, es geht nicht um den Sinn, es geht um Spieltrieb.

 

Jeden Monat eine Aktie - alleine um den Dax vollzukriegen, brauchst Du zweieinhalb Jahre. Für den S&P 500 nochmal 40 Jahre...

 

Fang doch einfach mal an!

 

Entweder hast Du nach zwei Jahren 24 zusätzliche Positionen im Depot, Du verlierst langsam die Übersicht und fragst Dich ob dieses Vorgehen wirklich das bringt was Du Dir erhofft hast, verkaufst dann alles und rechnest durch, was das Spiel Dich alleine an Spesen gekostet hat...

 

...oder merkst Du schon nach drei Monaten, dass das Ganze gar nicht ausreicht, Deinen Spieltrieb zu befriedigen (einmal im Monat nach starr festgelegten Regeln eine Aktie zu kaufen, ist in 5 Minuten erledigt - dann wieder 29 Tage gar nichts...), und Du fängst an, die Strategie umzuschmeissen.

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Geschrieben · bearbeitet von Großwildjäger

vor 15 Minuten schrieb cantaloupe:

Ein Vorgehen, das ich aus verschiedenen Gründen so nicht machen würde.

Aber wie schon diskutiert, es geht nicht um den Sinn, es geht um Spieltrieb.

 

Jeden Monat eine Aktie - alleine um den Dax vollzukriegen, brauchst Du zweieinhalb Jahre. Für den S&P 500 nochmal 40 Jahre...

 

Fang doch einfach mal an!

 

Entweder hast Du nach zwei Jahren 24 zusätzliche Positionen im Depot, Du verlierst langsam die Übersicht und fragst Dich ob dieses Vorgehen wirklich das bringt was Du Dir erhofft hast, verkaufst dann alles und rechnest durch, was das Spiel Dich alleine an Spesen gekostet hat...

 

...oder merkst Du schon nach drei Monaten, dass das Ganze gar nicht ausreicht, Deinen Spieltrieb zu befriedigen (einmal im Monat nach starr festgelegten Regeln eine Aktie zu kaufen, ist in 5 Minuten erledigt - dann wieder 29 Tage gar nichts...), und Du fängst an, die Strategie umzuschmeissen.

Valide Argumente von dir.

 

Magst du mir trotz des Punktes "Spieltrieb" deine Gründe nennen, warum dies für dich nicht in Frage kommen würde?

 

Trotzdem zumindest zu deinen Zeitrechnungen: es geht mir auch gar nicht darum, einen Index "voll" zu bekommen. Ich will einfach nur passiv in Einzelaktien anlegen und habe mir dazu überlegt, nach einem Index vorzugehen, da ich grundsätzlich daran glaube, mit der Rendite des Index am Besten zu fahren. Deshalb möchte ich nah dran bleiben um mein Experiment nicht zu teuer werden zu lassen.

 

Den Punkt mit den Spesen kann ich nicht nachvollziehen. Aktuell kaufe ich für knapp 10€ im Monat den ETF, der am stärksten von der Ziel-Allokation abweicht. Ich würde dann zukünftig einfach nur für ebenfalls 10€ ne Einzelaktie kaufen. Wo es zum Tragen käme, wenn ich wie von dir geunkt dann nach 2 Jahren eben 24 Einzelpositionen verkaufen müsste und nicht nur Anteile von 4 ETF...

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Meine Hauptgrund, das so nicht zu machen:

Viel zu viele Aktien!

Wie gesagt, es wird sehr unübersichtlich.

Und wenn es ans Verkaufen geht, hast Du einen Haufen Mini-Positionen im Depot. Da kostet Dich jeder Verkauf die Mindestgebühr. Sagen wir, nach einem Jahr, die Kurse haben sich nicht verändert, müsstest Du 12 Positionen mit je 10 Euro Gebühr verkaufen, macht 0,5% Prozent des Auftragswertes. Wenn Du nur 2 Positionen mit üblichen z.B. 0,25% verkaufst, ist das günstiger, und geht ausserdem schneller :-)

 

Es gibt genug Untersuchungen, die besagen, dass man mit ca. 20 verschiedenen Aktien ausreichend diversifiziert ist. Die muss man natürlich mit etwas Verstand zusammenstellen (also nicht Daimler, BMW, VW, Fiat, PSA, GM, Ford, usw. als Diversifikation ansehen) und über Branchen und Regionen etwas streuen.  Dann erreicht man aber auch schneller eine Streuung als z.B. mit Deiner Methode zunächst amerikanische Tech-Aktien überzugewichten...

 

Ich verstehe Deine Überlegung, weg von ETF's zu wollen - ich sehe das ähnlich: es ist durchaus beruhigend, keine laufenden Kosten bezahlen zu müssen, keinen unübersichtlichen Swap-Konstruktion ausgesetzt zu sein, oder gar irgendwelchen Investmentsteuerreformgesetzen... aber dafür muss man nicht gleich einen kompletten grossen Index zusammenkaufen....

 

Weitere Aspekte: die Quellensteuerproblematik hast Du selber schon angesprochen. Für französische Aktien z.B. hast Du als Kleinanleger praktisch keine Chance, Quellensteuer zurückzubekommen, denn das geht nur über die Bank und das nur gegen Gebühr, die sich nicht lohnt (zumindest war es das eine Mal so, als ich eine französische Aktie besessen hatte...).

Psychologische Gründe mögen bei jedem anders sein - ich jedenfalls hätte bei Deinem Konstrukt das ungute Gefühl, zu wissen, dass ich praktisch nie am Ziel sein werde und stattdessen immer ein unvollständiges Portfolio habe.

 

 

 

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Mit dem ACWI-IMI macht das wenig Sinn. Wie lange willt du denn sparen bis du den letzten der 8.500 Werte kaufst? Und am Ende steigt auch MaxBlue aus, wenn sie fuer dich die QSt eines pakistanischen Small Caps wieder holen sollen.

Realistisch waere hingegen z.B. der DJ Global Titans 50. Hat nur 50 Werte, die zudem bei iShares gut dokumentiert sind, und performt als ETF praktisch wie der MSCI World. Wie immer wenn es nach MarketCap geht wird das Depot dann allerdings auch relativ US-lastig.

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vor 40 Minuten schrieb Holzmeier:

Mit dem ACWI-IMI macht das wenig Sinn. Wie lange willt du denn sparen bis du den letzten der 8.500 Werte kaufst? Und am Ende steigt auch MaxBlue aus, wenn sie fuer dich die QSt eines pakistanischen Small Caps wieder holen sollen.

Realistisch waere hingegen z.B. der DJ Global Titans 50. Hat nur 50 Werte, die zudem bei iShares gut dokumentiert sind, und performt als ETF praktisch wie der MSCI World. Wie immer wenn es nach MarketCap geht wird das Depot dann allerdings auch relativ US-lastig.

Die Frage nach dem geeigneten Index muss ich mir in der Tat noch stellen. Aber wie gesagt, es geht mir auch gar nicht darum, den Index voll zu bekommen!

Insofern wäre die identische Strategie mit dem Global Titans in der Tat noch eine Alternative für mich, wenn ich denn nach gut 4 Jahren "durch" sein möchte. Wobei diese 50 Bestandteile mit Sicherheit auch (ohne es jetzt geprüft zu haben) bei einem ACWI oder FTSE Allworld oder was auch immer ähnlich weit oben in der Liste stehen. Insofern wahrscheinlich nicht wirklich ein Unterschied.

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vor 6 Stunden schrieb Großwildjäger:

[..]

Ergebnis: ich würde mein ETF Portfolio quasi um einen Equal-Weight ACWI-IMI ergänzen.

[..]

Da Du die Aktien zu unterschiedlichen Zeitpunkten kaufst, wird es ziemlich sicher kein Equal-Weight werden.

Der Wert der ersten Titel hat sich im nächsten Monat ja schon geändert...

Wenn es an den Börsen relativ stetig (und gleichverteilt über die Branchen) aufwärts geht, haben die zuletzt gekauften Titel eine geringere Wichtung, bei sinkenden Märketen entsprechend eine erhöhte.

 

Für mich erschließt sich der "Sinn" dieser Idee nicht wirklich. Selbst Spaß kann ich nicht darin erkennen, einfach eine Liste von Unternehmen abzuarbeiten. Wenn schon Einzelaktien, dann auch damit beschäftigen und bewusst entscheiden von Standard-Indizes abzuweichen.

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vor 2 Stunden schrieb cantaloupe:

Es gibt genug Untersuchungen, die besagen, dass man mit ca. 20 verschiedenen Aktien ausreichend diversifiziert ist.

 

Hält sich hartnäckig, ist aber schon lange widerlegt.

Mit 20 Aktien bist du sicherlich nicht ausreichend diverzifiziert. Ganz sicher nicht.

 

 

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