BU-Versicherung: Angebot Nachversicherungsgarantie nutzen

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Guten Abend zusammen,

 

ich habe zwei BU-Versicherungen: Eine bei Nürnberger und eine weitere bei LV 1871. Für die letztere habe ich nun das Angebot bekommen eine "ereignisunabhängige Nachversicherungsgarantie" in Anspruch zu nehmen. Die Eckdaten sind:

 

Versicherungsnehmer: 38 Jahre alt, verheiratet, 3 Kinder, Einfamilienhaus (finanziert; ca. 40% abbezahlt); Angestellter

ALT:

monatlicher Bruttobeitrag: 56,78 EUR

abzüglich Sofortüberschuss monatlicher Zahlbetrag: 30,66 EUR

Versicherungssumme p.a.: 13.379,80 EUR

 

NEU:

monatlicher Bruttobeitrag: 71,30 EUR

abzüglich Sofortüberschuss monatlicher Zahlbetrag: 39,52 EUR

Versicherungssumme p.a.: 16.379,80 EUR

 

==> Die Werte erhöhen sich damit um:

monatlicher Bruttobeitrag: 25,6 %

abzüglich Sofortüberschuss monatlicher Zahlbetrag: 28,9 %

Versicherungssumme p.a.: 22,4 %

 

Ist die Differenz Erhöhung Versicherungssumme und Zahlbeitrag so üblich und in Ordnung?

 

Ich danke euch schon mal für Eure Hilfe!

 

Schöne Grüße aus BW.

 

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Geschrieben

Jede Erhöhung, auch Dynamiken, werden mit dem aktuellen Eintrittsalter (ähnlich eines technischen Neuvertrags) berechnet. Während das mit Anfang 20 noch recht egal ist, wird es Ende 30 jedes Jahr spürbar teurer. Daher die Abweichung ggü. dem Abschlusszeitpunkt.

 

Das eigentliche Problem sind die 3 Jahre Wartezeit bei der ereignisunabhängigen Nachversicherung der LV1871.

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Geschrieben

Ok - Danke für die Antwort. Aber warum sind die 3 Jahre Wartezeit das Problem?

 

Was würdet ihr mir raten? Erhöhung annehmen?

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Geschrieben · bearbeitet von tyr

vor 3 Stunden schrieb RaidSupport:

Ok - Danke für die Antwort. Aber warum sind die 3 Jahre Wartezeit das Problem?

 

Was würdet ihr mir raten? Erhöhung annehmen?

 

Dröseln wir das doch mal auf.

 

Wie ist denn dein persönlicher Bedarf an BU-Rente? Welche BU-Rente würdest du im BU-Leistungsfall unbedingt mindestens benötigen, um dich und die drei Kinder weiterhin versorgen zu können? Inklusive Krankenversicherung, Haftpflicht, laufende Kosten wie Mobilität, Essen usw. Das könnte das Minimum sein. Dann kann man noch die Finanzierungsrate und die Instandhaltungsrücklage (Hausgeld) + Nebenkosten für die Immobilie dazu rechnen. Das wäre die Rate, in der du eventuell das Haus behalten könntest im BU-Fall.

 

Wenn du auch noch Altersvorsorgebeiträge aus der BU-Rente leisten können willst, weil es z. B. sein könnte, dass du bis Altersrenteneintritt BU bist: das wäre dann der erhöhte Bedarf.

 

Wie hoch schätzt du deinen BU-Rentenhöhenbedarf pro Monat und pro Jahr ein? Was wäre das Minimum, was wäre komfortabel, wie viel willst du absichern? Die Entscheidung kann dir niemand abnehmen. Ein Versicherer möchte gerne möglichst umfangreich absichern, damit verdient dieser sein Geld. Dein Vermittler möchte dir ebenfalls gerne eine umfangreiche Absicherung verkaufen, damit verdient der sein Geld und mit der Empfehlung von viel Absicherung ist er auf der sicheren Seite.

 

Umgekehrt fällt es mir persönlich schwer, mir vorzustellen, wie man mit 16.379,80 = 1365 Euro pro Monat für einen verheirateten Vater von drei Kindern und laufender Immobilienfinanzierung einen BU-Leistungsfall abdecken soll. Wie das funktioniert wirst du hoffentlich am besten wissen.

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Geschrieben

vor 9 Stunden schrieb tyr:

Umgekehrt fällt es mir persönlich schwer, mir vorzustellen, wie man mit 16.379,80 = 1365 Euro pro Monat für einen verheirateten Vater von drei Kindern und laufender Immobilienfinanzierung einen BU-Leistungsfall abdecken soll. Wie das funktioniert wirst du hoffentlich am besten wissen.

 

Deswegen hat er ja zwei Versicherungen.

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Geschrieben

vor 14 Stunden schrieb RaidSupport:

Ok - Danke für die Antwort. Aber warum sind die 3 Jahre Wartezeit das Problem?

Weil das unüblich ist. Tritt Berufsunfähigkeit innerhalb der 3-jährigen Wartezeit ein, erfolgt aus diesem Vertrag keine Leistung (Ausnahme→BU durch bedingungsgemäß versicherten Unfall). Der Ursprungsvertrag bleibt von dieser Regelung allerdings unberührt.

Ob es sinnvoll ist, dieses Angebot anzunehmen? Bedarf prüfen! Eventuell besteht ja auch die Möglichkeit, in naher Zukunft die ereignisabhängige Nachversicherung zu nutzen. In diesem Fall gäbe es keine Wartezeit. 

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Schließe mich MP an. Mehrere Dynamiken annehmen oder ereignisabhängige Nachversicherung prüfen, das dürfte meist sinnvoller sein, als die 3 Jahre Wartezeit. Alles eine Frage des individuellen Falles.

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Geschrieben · bearbeitet von RaidSupport

Sorry - das mit den 3 Jahren Wartezeit habe ich nicht kapiert. 
Ich habe es so verstanden, dass "diese" 3 Jahre nun abgelaufen sind und ich jetzt die Möglichkeit der Nachversicherung habe. Wobei das seltsam ist, da ich den Vertrag 2013 abgeschlossen habe.

 

Ist es also so:

- ich nehme das Angebot an und zahle ab jetzt mehr Beiträge

- ab jetzt läuft dann eine 3-jährige Wartefrist

- wird innerhalb dieser Wartefrist eine BU anerkannt, bekomme ich die erhöhte Versicherungssumme nicht

- die erhöhte Versicherungssumme bekomme ich erst bei einer BU NACH der Wartefrist.

 

Zitat

Umgekehrt fällt es mir persönlich schwer, mir vorzustellen, wie man mit 16.379,80 = 1365 Euro pro Monat für einen verheirateten Vater von drei Kindern und laufender Immobilienfinanzierung einen BU-Leistungsfall abdecken soll. Wie das funktioniert wirst du hoffentlich am besten wissen.

JS_01 hat es bereits erwähnt - aus diesem Grund habe ich zwei BUs. 

Der Abschluss einer zweiten BU war günstiger als die Erhöhung der ersten bzw. war dies im gewünschten Rahmen gar nicht möglich.

 

NACHTRAG:

Ok... wer lesen kann ist im Vorteil: https://www.wertpapier-forum.de/topic/47001-berufsunfähigkeitsversicherung-tipps-und-tricks/#comment-971387

 

Dynamische Erhöhung nehme in jedes Jahr bereits an. D.h. ich sollte eigentlich eine ereignisabhängige Nachversicherung versuchen (z.B. Gehaltserhöhung).

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Geschrieben

vor 12 Stunden schrieb RaidSupport:

Ist es also so:

- ich nehme das Angebot an und zahle ab jetzt mehr Beiträge

- ab jetzt läuft dann eine 3-jährige Wartefrist

- wird innerhalb dieser Wartefrist eine BU anerkannt, bekomme ich die erhöhte Versicherungssumme nicht

- die erhöhte Versicherungssumme bekomme ich erst bei einer BU NACH der Wartefrist.

Soweit richtig. Höheres "Eintritts"alter, höherer Beitrag. Allerdings, zu den Punkten 3 und 4 noch einmal: Auch richtig, es sei denn, die Berufsunfähigkeit wird durch einen Unfall verursacht. Wann ein Unfall ein Unfall ist, wird wiederum in den Versicherungsbedingungen definiert. 

 

vor 12 Stunden schrieb RaidSupport:

Dynamische Erhöhung nehme in jedes Jahr bereits an. D.h. ich sollte eigentlich eine ereignisabhängige Nachversicherung versuchen (z.B. Gehaltserhöhung).

Tendenziell ja, Fristen beachten. Es könnten 3 Monate sein, mittlerweile gelten auch bei der LV freundlichere 6 Monate. Im Bedingungswerk nachzulesen. Sollte tatsächlich Wahlmöglichkeit bestehen, wäre NV ohne Anlass die bessere Alternative, da, wie bereits ausgeführt, die Wartezeit entfällt.

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Geschrieben

Vielen, vielen Dank für eure Antworten.

 

Ich habe mir die Bedingungen zur ereignisabhängige Nachversicherung durchgesehen. Ich befürchte das fällt alles flach, da > 6 Monate her. :wacko:

Aber gut - dann halt doch die ereignisunabhängige Nachversicherung wählen und mit den 3 Jahren Wartezeit (hoffentlich gut) leben müssen.

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Geschrieben

Seit wann besteht denn der Vertrag bei der Nürnberger?

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Geschrieben · bearbeitet von polydeikes

Sagen wir mal so. Bzgl. der Fristen sind die AVBs nicht in Stein gemeißelt. Einfach mal anfragen, inwieweit das gewünschte Risiko auch außerhalb der Fristen gezeichnet würde, ggf. via deinem Vermittler. Die Fristen sind übrigens tatsächlich der Hauptgrund, warum Nachversicherungen für die Versicherer idR keine all zu relevante Rolle spielen.

 

So lange überschaubares Risiko eingekauft wird (und das ist ob der 50 % Restriktion hier automatisch gegeben), lässt sich da durchaus handeln.

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Geschrieben

vor 20 Stunden schrieb Matthew Pryor:

Seit wann besteht denn der Vertrag bei der Nürnberger?

Seit 01.07.2006 (Tarif N2201*M)

Erhöhung und damit Änderung zum Tarif N2401*M am 01.11.2011 (Erhöhungsoption wahrgenommen, Verzicht auf Beantwortung der Gesundheitsfragen)

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