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reko

Akkus, Brennstoffzellen und Redox Flow Zellen - elektrochemische Energiespeicher

Empfohlene Beiträge

reko
· bearbeitet von reko
vor einer Stunde von Holgerli:

notwendigen Umbau der Sektoren hin zur Klimaneutralität

Ich habe nichts dagegen. Ich hätte nur gerne gewußt was der Ersatz für die aktuellen deutschen Gasspeicher ist.

Da ich auf diese Frage keine befriedigende Antwort erhalte, rechne ich damit dass die Termine für den Kohleausstieg verschoben werden.

Wir haben zwar viele Solar- und Windanlagen subventioniert aber unsere aktuelle CO2-Intensität der Stromerzeugung ist grottenschlecht.

In den letzten 30 Tagen 406 g CO₂eq/kWh, Frankreich hat 37 g CO₂eq/kWh

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Cepha
· bearbeitet von Cepha

und das gilt für die ganze EU

 

Schon 2025 produzierte die EU mehr Solar- und Windstrom als Kohle- und Gasstrom. *)

 

Sollte Lithium, Nickel oder Kobalt wieder deutlich teurer werden verbaut man stationär eben Natrium-Ionen-Batterien. Die Technologie ist ja mittlerweile serienreif, hat aktuell halt keinen Kostenvorteil zu Lithium-Ionen.

 

*) https://ember-energy.org/latest-updates/wind-and-solar-generated-more-power-than-fossil-fuels-in-the-eu-for-the-first-time-in-2025/

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Cepha
· bearbeitet von Cepha
vor 16 Minuten von reko:

Ich habe nichts dagegen. Ich hätte nur gerne gewußt was der Ersatz für die aktuellen deutschen Gasspeicher ist.

Da ich auf diese Frage keine befriedigende Antwort erhalte...

Nichts.

 

Die Gasspeicher behalten wir natürlich. Warum sollten wir die abschaffen? Daher müssen wir sie auch nicht ersetzen. Die Dunkelflaute decken wir dann überwiegend mit thermischen Kraftwerken ab, perspektivisch sind das Gaskraftwerke, in der aktuellen Übergangsphase halt auch noch Kohle.

 

Ein Umbau auf Wasserstoff ist zumindest teilweise recht einfach möglich:

 

https://www.dvgw.de/medien/dvgw/forschung/berichte/g201926-kurzfassung-transformation-ugs.pdf

 

Hab ich Dir aber schon mehrmals erzählt.

Passt halt nicht zu Deinen Visionen von Wasserstoff-PKW statt BEV, chinesischen Verbrenner PKW mit Treibstoff aus Kohle und allen voran der gigantischen globalen Atomstromindustrie, die praktisch überall wie verrückt baut.

(derzeit ist auf dem ganzen amerikanischen Kontinent nicht ein einziges AKW in aktivem Bau, in Europa sind es meines Wissens zwei, das englische Katastrophenprojekt Hinkley Point C und das Ding in Slowenien, dessen Baubeginn statt fand als es den eisernen Vorhang und die UdSSR noch gab)*)

 

*) https://www.worldnuclearreport.org/Anzahl-der-Atomreaktoren-weltweit-rucklaufig

 

Aber klar. Übermorgen geht es wirklich los mit der Kernenergie. Billionen USD werden plötzlich investiert werden und schon in 3 Jahren überflutet uns Polen mit billigstem Atomstrom aus den gen 4 Reaktoren oder SMR oder sonstiger Wundertechnik, während gleichzeitig unsere Gasspeicher explodieren oder sonstwie verschwinden, Solarstrom sich um Faktor 10 verteuert und der Welt plötzlich das Lithium ausgeht. So wird es sicher kommen. Bisher waren Deine Prognosen ja auch immer zutreffend.

 

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Holgerli
vor 2 Minuten von reko:

Ich hätte nur gerne gewußt was der Ersatz für die aktuellen deutschen Gasspeicher ist.

Warum müssen die ersetzt werden? Und warum müssen die Ausgerechnet mit Kohle ersetzt werden?

Das ist absolut unlogisch.

Nochmal: Von 2000 bis 2025 hat man man den Atomstrom auf 0% reduziert und gleichzeitig die fossile Stromerzeugung von 60 auf 40% gedrückt. 

Und das wird auch weiterhin geschehen: In 5 Jahren sind es nur noch 30% Fossile und in 10 Jahren 20% fossile. Und dabei sind wir dann komplett aus der Kohle ausgestiegen, so wie wir bis 2025 aus der Atomkraft ausgestiegen sind.

Ja, dann hat man noch 20% fossile Kraftwerke aber Gas ist halt sauberer als Braunkohle. 

Also werden bis dahin keine Gasspeicher ersetzt, sondern die bleiben erst noch bestehen (zumal man sie ja auch nicht für den nicht existenten Wasserstoff benötigt).

Dazu werden Akku-Speicher ausgebaut, der weiterhin kontinuierlich günstiger wird. Wir haben ja schon gesehen, dass EnBW 2025 in der Lage war Großspeicher für unter 250 Euro je kWh schlüsselfertig hinzustellen, statt der von Dir kolportierenden 400 Euro  je kWh.

Dazu kommen andere Akkuspeicher-Arten wie es @Cepha schreibt. Kohle ist tot. Und Gas wird um 2040 auch größtenteils tot sein. Und Atomkraft kommt eh nie wieder.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 15 Minuten von Cepha:

perspektvisch sind das Gaskraftwerke

Mit Frackinggas und Methanschlupf? Ich dachte es soll fossilfrei sein.

Wasserstoff und Elektrolyse ist laut @Holgerli tot.

 

Ich sprach nicht von Wasserstoff-PKW. Ich halte Wasserstoff-Derivate für aussichtsreicher. Bei Schiffen setzt sich Methanol durch. Es geht auch nicht um den Prozentanteil sondern ob und wie Firmen damit Gewinne erwirtschaften. Es gibt verschiedene Wege für verschiedene Länder.

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Holgerli
vor 2 Minuten von reko:

Mit Frackinggas? Ich dachte es soll fossilfrei sein.

Wasserstoff ist laut @Holgerli tot.

Bevor Wasserstoff überhaupt relevant werden wird/würde, ist Gas auch schon längst tot.

 

Aber Deine Frage "Mit Frackinggas?" zeigt, dass Du wieder am polemisieren bist.

Dann sag' uns doch einfach mal: Wieviel Prozent Anteil hatte denn "Fracking-Gas" also vermutlich US-Gas an den deutschen Importe?

Ich sage es Dir: Es waren 10,6%.

 

Also nochmal: "Perspektivisch" bedeutet: Mittelfristig. Bis 2035 raus aus Kohle. Danach raus aus Gas. Solange wir noch qualitativ schlechte 16% Braunkohle im Strommix haben, die massenhaft Co2 produziert, ist auch eine Subsituation mit US-Gas noch besser.

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unb. benutzer

Das Wir für die Nacht speichern werden steht ausser Frage. Auch wären längere speicherzeiten gefragt sein, weil es im Winter viele Wolken geben kann...

 

Hat sich jemand mit ESS Tech inc. Beschäftigt? Bisher sind sid unwirtschaftlich und werden irgendwann Insolvenz anmelden wenn sie letzte "Chance " - "das extreme hochskalieren der Kapazität " ESS nicht Wirtschaftlich wird. Die kleinen Anlagen bisher hatten ca 5mwh Speicher und waren in einem schiffscontainer verbaut.

Ess tech forscht 2011 an Eisen luft Akkus, was einzigartig ist. Jedoch wird von einer Speicherdauer von 8-22 h gesprochen. Für kurzfristige nächtliche netzauslastungen ausreichend, aber kein Puffer ....

 

Kennt ihr auswertungen von größeren Projekten (wie zb leag)?

Ess techs Pressemitteilung (welche ich nicht mehr finde.. ) sagte aus, dass bei Projekten über 50mwh die Kosten zwischen 170- 2xx dollar/kw betragen soll. Das sind natürlich nur Schätzungen, da ein Pilotprojekt in der Größenordnung erst 2027 in Betrieb gehen soll

 

https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2025/11/leag-batteriespeicher-standort-boxberg-cottbus.html

 

Die 50mw/500mwh von Ess macht den kleineren Anteil aus. Ich glaube ca 75% sind lithium...

 

Das verrückte ist, es werden gerade viele Produkte getestet. Lithium ist aber derzeit am häufigsten verbaut, und das wohl aus gutem Grund.. (wirtschaftlichkeit/dichte/effektiv)

 

Jedoch gibt's in kritischen Bereichen evtl eine nische,  immerhin wird die eisenluft Batterie in Amsterdam und von der US airforce getestet. Am Flughafen wäre die Brandgefahr zu hoch, obs stimmig ist oder Zufall? Den lithium akku welche stationär sind, dürften doch mit entsprechender löschtechnik und zellenüberwachung safe sein?

 

Gibt es aktuell Probleme mit Bränden bei energieversorger?

 

 

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unb. benutzer

Technologischer Hinweis am Rande: CATL der größte Batteriehersteller der Welt, der auch Weltmarktführer für stationäre Speicher ist, fährt aktuell die industrielle Fertigung von Natrium-Zellen hoch. Die sind auch tiefenentladbar und können im Container transportiert werden. Und Natrium kostete fast nichts. Außerdem kann man die Fertigungslinien der Lithium-Batterien für Natrium-Zellen umrüsten.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 33 Minuten von unb. benutzer:

Natrium kostete fast nichts.

Trotzdem sind Natriumakkus nicht wesentlich billiger als LFP Akkus, teilweise sind sie sogar teurer.

Auch Akkus haben das Problem ungenutzter Produktionskapazitäten. Das führt zu einen Preiskampf und Verdrängungswettbewerb, bei dem niemand etwas verdient. Ausserhalb Chinas ist man sowieso nur in Nischen vertreten. Das ist langfristig auch für die Konsumenten nachteilig.

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