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Finanzielle Unabhängigkeit

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor einer Stunde von Nachdenklich:

Wer nutzt seine Lebenszeit sinnvoller?  

Der Mensch, der auf dem Golfplatz herumläuft oder der Müllmann, der durch die Stadt fährt und Mülltonnen leert?

Die Lehrerin, die mühsam versucht der Bande an ungezogenen Kindern in ihrer Klasse wenigstens etwas Deutsch beizubringen oder die Lady, die sich auf der Yacht in der Sonne aalt?

Das meint die KI zu obiger Frage:

Zitat

Die Frage, wer seine Lebenszeit „sinnvoller“ nutzt, lässt sich nicht objektiv beantworten, da „Sinn“ eine höchst persönliche und subjektive Definition ist. Was als sinnvoll empfunden wird, hängt von individuellen Werten, Lebenszielen und Perspektiven ab.

Hier sind verschiedene Sichtweisen auf die von Ihnen genannten Beispiele:

1. Golfspieler vs. Müllmann

Der Müllmann: Seine Arbeit ist essenziell für das Funktionieren der Gesellschaft und die Hygiene. Er leistet einen direkten, messbaren Beitrag zum Gemeinwohl. Viele würden dies als «sozial sinnvoll» bezeichnen.

Der Golfspieler: Nutzt seine Zeit für Freizeit, Erholung und Gesundheit. Sinnstiftung liegt hier im persönlichen Wohlbefinden, dem Abbau von Stress oder dem Genuss des Lebens. Dies kann als «individuell sinnvoll» betrachtet werden.

Fazit: Der eine schafft gesellschaftlichen Nutzen, der andere persönliche Lebensqualität.

2. Lehrerin vs. Frau auf der Yacht

Die Lehrerin: Ihre Tätigkeit ist eine wertvolle Investition in die Zukunft, auch wenn sie mühsam ist. Bildung ist der Grundstein für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dies wird oft als «sinnstiftend durch Dienst an anderen» wahrgenommen.

Die Frau auf der Yacht: Genießt die Früchte ihrer (oder fremder) Arbeit. Sinn kann hier im Erleben von Freiheit, Schönheit und Entspannung liegen. Dies ist eine «hedonistische Sinnsuche».

Fazit: Die eine leistet einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft, die andere genießt den persönlichen Moment.

 

Zusammenfassung
Es gibt kein universelles Ranking für den Sinn des Lebens. Ein wertvolles Leben kann sowohl durch Arbeit für die Allgemeinheit (Lehrerin, Müllmann) als auch durch persönlichen Genuss (Yacht, Golfplatz) entstehen. Was als sinnvoller empfunden wird, bleibt eine Frage der persönlichen Philosophie.

 

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PS

vor einer Stunde von Nachdenklich:

Die Frage ist aber doch, was die sinnvolle Nutzung der Zeit tatsächlich ist.

Dazu noch eine letzte KI-Antwort:

Zitat

 

Die Frage, was eine „sinnvolle“ Nutzung der Zeit ist, lässt sich nicht objektiv oder allgemeingültig beantworten, da sie stark von individuellen Werten, Lebenszielen und der aktuellen Lebensphase abhängt. Dennoch zeigen Perspektiven aus Philosophie, Psychologie und Zeitmanagement, dass sinnvolle Zeitgestaltung oft über bloße Produktivität hinausgeht. 

 

Hier sind Kernaspekte, was Zeit als sinnvoll genutzt definieren kann:

Bewusste Lebensgestaltung & Fokus:

Zeit ist eine begrenzte Ressource (durchschnittlich nur ca. 30.000 Tage). Sinnvolle Nutzung bedeutet, sich diese Begrenztheit bewusst zu machen und Entscheidungen aktiv zu treffen, anstatt Zeit „vertrödeln“ zu lassen.

Investition in Zukunft und Wachstum:

Zeit in Weiterbildung, das Erlernen neuer Fähigkeiten, Gesundheit (Sport, Yoga) oder das Sortieren der eigenen Gedanken (Journaling) zu investieren, wird als wertvoll angesehen.

«Deep Work» & Produktivität:

Es geht nicht darum, mehr zu arbeiten, sondern die Zeit, in der man am produktivsten ist, für wichtige Aufgaben (wie Problemlösung, kreatives Schaffen) zu nutzen.

Werteorientierung statt nur "Hustle":

Ein sinnvolles Leben entsteht, wenn Handlungen im Einklang mit persönlichen Zielen („dem Warum“) stehen. Es geht darum, Dinge zu tun, die einen erfüllen, sei es Zeit mit Familie, Hobbys oder Arbeit, die als bedeutsam empfunden wird.

«Achtsamkeit» & Ruhe:

Sinnvolle Nutzung bedeutet auch, nicht produktiv zu sein, um sich zu erholen. Auszeiten sind entscheidend für eine gute Work-Life-Balance. Der Moment, das „Hier und Jetzt“, darf genossen werden, ohne ihn sofort nach zukünftigem Nutzen zu bewerten.

 

Zusammenfassend: Die Zeit ist dann sinnvoll genutzt, wenn sie zu Zufriedenheit, persönlichem Wachstum oder dem Erreichen eigener, tiefgreifender Ziele beiträgt. 

 

Gar nicht mal so dumm diese KI-Antworten,

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stagflation

Schlimm ist, dass wir uns den Sinn des Lebens jetzt von einer KI erklären lassen müssen. So tief sind wir gesunken!

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Lazaros
Gerade eben von stagflation:

Schlimm ist, dass wir uns den Sinn des Lebens jetzt von einer KI erklären lassen müssen. So tief sind wir gesunken!

Noch schlimmer ist, dass diese Antworten wesentlich besser sind, als die von natürlichen Wesen. ;)

Und damit beziehe ich mich nicht nur auf dieses von MINT-Berufen dominierte Forum, wo der ungetrübte Blick über den eigenen Tellerrand schon durch die Berufswahl sehr begrenzt ist.

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Holgerli
vor 9 Minuten von stagflation:

Schlimm ist, dass wir uns den Sinn des Lebens jetzt von einer KI erklären lassen müssen. So tief sind wir gesunken!

Warum? Was ist der Unterschied zu einer Antwort von einen Menschen namens "stagflation", den ich nicht kenne und von dem ich nur vermute, dass er ein Mann ist, ungefähr 50 Jahre alt, und etwas mehr Geld als der Durchschnitt auf der hohen Kante hat?

Was ist der Unterschied zur Antwort von einem Typen namens Nitzsche den mal irgendwann jemand zu einem großen Philosophen erklärt hat?

 

Wenn man KI als Tool benutzt und begreift, dann finde ich KI cool. Im Endeffekt ist KI doch nichts anderes als das komprimierte menschliche Wissen. Statt einem, zehn oder 100 Büchern bekommt man nun die Antwort von 5 Mrd. Menschen.

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dev

40h die Woche zu golfen wäre mir zu einseitig ;-)

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Der Heini
vor 2 Stunden von LongtermInvestor:

Irgendwann kommt bei Vermögen ein Punkt, an dem zusätzlicher Kapitalaufbau das Leben kaum noch verbessert,

Aber dreht sich nicht 90% dieses Threads darum, wann hat man genug Vermögen?

 

Ich weiß es nicht, du auch nicht und Bengen & Cederburg auch nicht. Da sehe ich ein Problem, zumindest auch bei mir, bin ich ehrlich.

Bengen sprach von 4%, wie wir wissen etwas hoch. Cederburg kam dann mal auf 3,25 und dann auf 2,6 und bei einer Untersuchung glaube ich auf unter 2%, zumindest gab es mal einen Podcast bei Rational Reminder dazu. Auch W.Pfau in seinem Buch Safety-First Retirement Planning hat die SWR da niedrig angesetzt. Das verunsichert die Leute und viele arbeiten daher vielleicht weiter bis eben die GRV (oder der Arbeitgeber) sie zwingt mit 67 in Rente zu gehen.

Eine Lösung hab ich nicht gefunden in den ganzen Jahren, daher gehe ich einfach von 3,25 bis 3,5% aus, damit es hinreichend sicher ist (was auch immer hinreichend dann ist).

 

Allein das Wissen, daß man aufhören kann nimmt schon Stress weg. :myop:

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Peter23
vor 13 Minuten von Der Heini:

Eine Lösung hab ich nicht gefunden in den ganzen Jahren, daher gehe ich einfach von 3,25 bis 3,5% aus, damit es hinreichend sicher ist (was auch immer hinreichend dann ist).

Hattest Du nicht zuletzt mal 3% promotet?

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Der Heini
vor 23 Minuten von Peter23:

Hattest Du nicht zuletzt mal 3% promotet?

Ja bei längeren Restzeiten, bei 30 Jahren würde ich jetzt etwas höher ansetzen, aber mit dem Hintergedanken, daß man reduzieren kann im Notfalle.

Promoten würde ich das aber nicht nennen, ist meine Meinung und Einstellung, schreib’ ich ja immer dazu. Andere können damit vielleicht nicht schlafen, sobald ein Bär in Sicht ist.

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LongtermInvestor
vor 40 Minuten von Der Heini:

Aber dreht sich nicht 90% dieses Threads darum, wann hat man genug Vermögen?

 

Ich weiß es nicht, du auch nicht

Für mich persönlich ab dann wenn die Grundbedürfnisse aus stabilen Cashflow-Quellen gedeckt sind. Deshalb bin ich emotional deutlich weniger abhängig davon, was die Märkte kurzfristig liefern. Aber das ist natürlich sehr individuell. 

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chirlu
vor 2 Stunden von Holgerli:

einen Menschen namens "stagflation", den ich nicht kenne

 

War beim Treffen in Darmstadt letztes Jahr, solltest du also kennen. ^_^

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Nostradamus
· bearbeitet von Nostradamus
vor 6 Stunden von Holgerli:

In mir festigt sich immer mehr die Erkenntnis, dass ich nicht älter als 75 Jahre werden möchte.

Ich prognostiziere, dass mit 74 diese Erkenntnis vielleicht anders aussieht. ;-)

vor 5 Stunden von Lazaros:

Bis 80 läuft's bei vielen ganz gut

Das kann sein. In meinem Bekannten- und Verwandtenkreis wird zwischen 70 und 80 auch schon viel gestorben. Aber Ausschläge nach oben gibt es. Ich bin mit Anfang 40  gerade dabei, Risiken zu minimieren, Mode-Stichwort "Longevity" (hier jedoch erstmal nur die Basics...). Vorsorgeuntersuchungen gehören da für mich auch mit dazu; ein Thema, was in meinem näheren Umfeld leider nicht so ernst genommen wurde und Krebs- und weitere Erkrankungen möglicherweise besser behandelbar gemacht hätte bei frühzeitiger Erkennung.

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Holgerli
vor 2 Stunden von chirlu:

War beim Treffen in Darmstadt letztes Jahr, solltest du also kennen. ^_^

Shit, jetzt hast Du mich erwischt. ;) 

 

vor 12 Minuten von Nostradamus:

Ich prognostiziere, dass mit 74 diese Erkenntnis vielleicht anders aussieht. ;-)

Mag sein oder mag auch nicht sein. Das ist meine jetzige Meinung, mit der plane ich also auch. 

Ich merke ja jetzt schon, wie es langsam aber stetig mit der körperlichen Verfassung bergab geht. 

Und ich weiss, dass ich eher der Typ bin den Schmerzen sehr, sehr deutlich runterziehen. 

 

vor 15 Minuten von Nostradamus:

Das kann sein. In meinem Bekannten- und Verwandtenkreis wird zwischen 70 und 80 auch schon viel gestorben.

Ich habe keine Angst vor dem Tod. Ich habe Angst vorm sterben. Was ich nicht will ist langsam vor mich hin sterben.

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Wishmueller
vor 1 Minute von Holgerli:

Was ich nicht will ist langsam vor mich hin sterben.

 

Glaube, das wollen die wenigsten.  Aber man kann es sich halt nicht wirklich aussuchen. Die, die schneller sterben, sterben zumeist auch früher..... :huh: .... "there is no free lunch", woher kommt mir das denn gerade bekannt vor...... :-*

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Holgerli
vor 1 Minute von Wishmueller:

Glaube, das wollen die wenigsten.  Aber man kann es sich halt nicht wirklich aussuchen.

Ich hoffe, dass ich es mir aussuchen kann wenn es bei mir soweit ist und nicht irgendwelche gesellschaftlichen "Interessensgruppen" was dagegen haben und es mir verbieten wolle und viel schlimmer verbieten können.

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Solara
vor 16 Stunden von Holgerli:

Ich hoffe, dass ich es mir aussuchen kann wenn es bei mir soweit ist und nicht irgendwelche gesellschaftlichen "Interessensgruppen" was dagegen haben und es mir verbieten wolle und viel schlimmer verbieten können.

Das gibt es doch heute schon, Stichwort Sterbehilfeverein, sogar Stiftung Warentest hat schon berichtet. Und da finanziell gut aufgestellt, ist die nötige Mitgliedschaft überhaupt kein Problem.

 

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Holgerli
vor 13 Minuten von Solara:

Das gibt es doch heute schon, Stichwort Sterbehilfeverein, sogar Stiftung Warentest hat schon berichtet. Und da finanziell gut aufgestellt, ist die nötige Mitgliedschaft überhaupt kein Problem.

Ja, hatte ich auch schon gelesen. Aber ehrlich gesagt ist mir mir das noch viel zu "Grauzone". Im Englischen würde man wohl "Shady" sagen.  Einerseits ist das selbstbestimmte Sterben zwar erlaubt, andererseits ist der Kauf der dafür benötigten Medikamente aber verboten.

Und außerdem muss ich halt Mitglied in einem ultra-teuren Verein sein.  2.000 bis 7.000 Euro sind schon eine Hausnummer.

Da ist noch viel Luft nach oben, dass das deutlich freier und selbstbestimmter wird.

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Der Heini
vor 6 Stunden von Holgerli:

Aber ehrlich gesagt ist mir mir das noch viel zu "Grauzone".

Das ist das Problem, Grauzone und seit Jens Spahn blockiert alles, was er kann, egal, was das Bundesverfassungsgericht sagt.

https://www.aerztezeitung.de/Politik/Bundesregierung-will-Entwurf-zur-Sterbehilfe-Reform-nicht-veroeffentlichen-418628.html

 

Aber vielleicht ist der Typ ja weg, bis wir in dem Alter sind, das selbst zu entscheiden.

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dimido

... entweder über einen von der Stiftung Warentest getesteten Verein, oder doch lieber so:

 

https://globalnews.ca/news/5759617/man-throws-wife-death-party/

Zitat

According to the 59-year-old, his wife had asked him to take her home from her nursing facility and let her die, the local outlet reports.
Johnson removed his wife from the care home against medical advice.
He then held what he called a “death party” at their home, he told police, where the couple used methamphetamine, had sex and listened to their favourite song, Metal Health (Bang Your Head) by Quiet Riot.

 

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mmusterm
On 5/10/2026 at 1:27 PM, Lazaros said:

Was gut für die Gesellschaft ist, steht auf einem anderen Blatt.

Das führt mich zu der Frage, ob es einen "Anspruch" der Gesellschaft an den einzelnen gibt, seine Fähigkeiten für die Gesellschaft einbringen zu müssen?

 

Beispiele: Wer 40 h/Woche arbeiten kann, muss dies auch tun. Teilzeit oder Privatier-Dasein ist gegen die Interessen der Gesellschaft gerichtet.

 

Das führt zur nächsten Frage: Was sind die "Interessen" der Gesellschaft?

40 h-Woche: Steigerung des BIP, Finanzierung des Sozialstaates

versus

Privatier: Genießen und Konsumieren

versus

Hausmann: Care-Arbeit, Kindererziehung, Altenpflege

 

Gibt es hierzu (verschiedene) ethische Positionen, die wie begründet werden?

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Holgerli
vor 20 Minuten von mmusterm:

Das führt mich zu der Frage, ob es einen "Anspruch" der Gesellschaft an den einzelnen gibt, seine Fähigkeiten für die Gesellschaft einbringen zu müssen?

Interessant finde ich, dass diese Frage von Leuten gestellt wird, die zwar etwas wohlhabender sind aber wohl zu 90% unter 2 Mio. Euro Vermögen liegen.

Glaubst Du / glaubt irgendjemand, dass sich ein DAX CEO mit 10+ Mio Jahresgehalt oder ein Multimillionär diese Frage stellt? Da wird es IMO maximal heissen: Das habe ich mir selber erarbeitet. Thema gegessen. 

Und das "selber erarbeitet" ab dem 1ct kann ich auch für mich in Anspruch nehmen. 

 

Weiter gefragt: Wenn es diese Verpflichtung geben sollte, sich selber in die Gesellschaft einbringen zu müssen, hat dann nicht auch die Gesellschaft die Verpflichtung diese Fähigkeiten adäquat aktiv abzurufen (also nicht nur irgendeine Arbeit, dass "die faule <piep> arbeitet")?

Und bezüglich "Care-Arbeit, Kindererziehung, Altenpflege": Müsste die Gesellschaft diese privat geleistete Arbeit nicht auch adäquat vergüten?

 

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Lazaros
· bearbeitet von Lazaros
vor 2 Stunden von mmusterm:

Gibt es hierzu (verschiedene) ethische Positionen, die wie begründet werden?

Gute Antworten dazu findet man hier: 

Ethical Principles Associated with Inclusive Leisure Services  https://scholarsphere.psu.edu/resources/d4fad440-4d8f-4654-8966-1ba0a022261b

 

Oder halt mal wieder mit KI

Zitat

Die Frage nach einem "Anspruch" der Gesellschaft an das Individuum, Fähigkeiten einzubringen, ist ein zentraler Konflikt zwischen individueller Freiheit und kollektiver Verantwortung.

Es gibt hierzu keine einzelne Antwort, sondern verschiedene ethische Strömungen, die je nach Menschenbild unterschiedliche Schwerpunkte setzen. 

Ethische Positionen zum Anspruch der Gesellschaft

 

Kommunitarismus (Gemeinwohlorientierung):

Position: Der Mensch ist ein soziales Wesen, dessen Identität durch die Gemeinschaft geprägt ist. Daher besteht eine moralische Pflicht, zum Gemeinwohl beizutragen.

Begründung: Wer von einer arbeitsteiligen Gesellschaft profitiert (Infrastruktur, Sicherheit), hat die Pflicht, diese durch eigene Arbeitsleistung (z.B. 40h) zu stützen. Ein Privatier-Dasein ohne soziale Gegenleistung wird oft als Trittbrettfahrertum kritisiert. 

 

Utilitarismus (Nutzenethik):

Position: Die Handlung ist moralisch richtig, die das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl fördert.

Begründung: Maximierung des BIP durch 40h-Woche fördert den Sozialstaat und damit das Kollektivwohl. Allerdings könnte auch ein Privatier, der viel konsumiert und damit Arbeitsplätze schafft, utilitaristisch begründet werden. Der Fokus liegt auf dem netto-gesellschaftlichen Nutzen. 

 

Liberale Ethik (Freiheit & Autonomie):

Position: Das Individuum ist frei, über seine Zeit und Fähigkeiten zu entscheiden. Es gibt keinen direkten, erzwingbaren Anspruch der Gesellschaft auf eine bestimmte Arbeitszeit.

Begründung: Selbstbestimmung ist ein hohes Gut. Teilzeit oder ein Rückzug aus dem Erwerbsleben ist ein Ausdruck von Freiheit, solange keine unmittelbaren Rechte anderer verletzt werden. 

 

Capability Approach (Befähigungsansatz - Nussbaum/Sen):

Position: Gesellschaft muss Bedingungen schaffen, dass Menschen ihre Fähigkeiten entfalten können ("Verwirklichungschancen"), aber nicht erzwingen, wie diese genutzt werden.

Begründung: Teilhabe durch Arbeit ist wichtig, aber Care-Arbeit oder freiwilliges Engagement sind genauso wertvoll wie bezahlte 40h-Arbeit. 

 

Was sind die "Interessen" der Gesellschaft?

Die Interessen der Gesellschaft sind pluralistisch und oft widersprüchlich: 

Ökonomisches Interesse: Steigerung des BIP, Finanzierung des Sozialstaates (Renten, Gesundheit) durch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Dies favorisiert die 40h-Woche. 

Reproduktives/Soziales Interesse: Pflege, Kindererziehung, Hausarbeit (Care-Arbeit). Ohne diese unbezahlte Arbeit würde die Erwerbswirtschaft zusammenbrechen. Care-Arbeit ist laut Studien wertvoller als das BIP, wird aber ökonomisch oft unsichtbar gemacht. 

Soziokulturelles Interesse: Kreativität, Ehrenamt, Freizeitgesellschaft. Privatier-Dasein wird oft negativ gesehen, kann aber durch Konsum oder Ehrenamt ebenfalls zum sozialen Zusammenhalt beitragen. 

 

Fazit zum Spannungsfeld

Die Pflicht, Fähigkeiten einzubringen, ist ethisch eher als reziproke Pflicht (Gegenseitigkeit) zu verstehen: Wer Hilfe in Anspruch nimmt, sollte bereit sein, Hilfe zu leisten. 

Es ist jedoch ethisch umstritten, Erwerbsarbeit (BIP) als einzige Form der Einbringung anzuerkennen. Moderne Ethik betont zunehmend die Gleichwertigkeit von Care-Arbeit und Erwerbsarbeit, da beide für das Bestehen der Gesellschaft essenziell sind. Ein "Anspruch" auf 40h/Woche kollidiert somit mit dem Recht auf Lebensgestaltung und dem gesellschaftlichen Bedarf an Fürsorgearbeit. 

 

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mmusterm

@Lazaros: Die KI-Antwort gibt eine gut verständliche Übersicht der ethischen Positionen.

 

In einer pluralistischen Gesellschaft mit ihren gewährten Freiheiten bleibt es eben ein "Dauerstreit-Thema". Einen Richter im Diesseits oder Jenseits gibt es dafür nicht, daher hat es ein jeder mit seinem Gewissen auszumachen.

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hattifnatt
vor 4 Stunden von mmusterm:

@Lazaros: Die KI-Antwort gibt eine gut verständliche Übersicht der ethischen Positionen.

 

In einer pluralistischen Gesellschaft mit ihren gewährten Freiheiten bleibt es eben ein "Dauerstreit-Thema". Einen Richter im Diesseits oder Jenseits gibt es dafür nicht, daher hat es ein jeder mit seinem Gewissen auszumachen.

Ich zitiere dazu auch mal GG Art. 2:

Zitat

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

 

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Peter23
· bearbeitet von Peter23

Meines Erachtens sollte es jeder Person selbst überlassen sein, ob sie entweder sich richtig reinhängt (und/oder sich für knappere und damit besser bezahltere Tätigkeiten entscheidet) und in kurzer Zeit viel Geld verdient oder eben weniger über einen dann aber auch längeren Zeitraum. Durch unser System werden letztere besser gestellt durch die Steuerprogression. 

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s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 12 Stunden von Peter23:

Meines Erachtens sollte es jeder Person selbst überlassen sein, ob sie entweder sich richtig reinhängt (und/oder sich für knappere und damit besser bezahltere Tätigkeiten entscheidet) und in kurzer Zeit viel Geld verdient oder eben weniger über einen dann aber auch längeren Zeitraum. Durch unser System werden letztere besser gestellt durch die Steuerprogression. 

Oh ... den gleichen Gedanken hatte ich tatsächlich auch schon mal, die Frage ist aber für mich: Ist das unfair?

 

Eine gewisse Art der Steuerprogression brauchen wir halt, damit die Bürger auch nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit besteuert werden können (was ein Grundprinzip der Steuergerechtigkeit ist, welches sich direkt aus Art. 3 des Grundgesetzes ableitet). Weiterhin kann der Staat nicht zulassen, dass die Versteuerung von Einkommen unbegrenzt in die Zukunft geschoben wird (in begrenztem Maß - und unter dem Zwang, dass dieses Geld tatsächlich für die Altersvorsorge genutzt wird - wird es immerhin bis 30.000€ pro Jahr über die Altersvorsorgeaufwendungen ermöglicht).

 

Ich komme da daher tatsächlich für mich zu dem Schluss, dass das halt einfach ein notwendiges Übel ist, damit das System im Großen und Ganzen halbwegs gerecht bleibt. Auf die 0,001% der Bevölkerung, die einen solchen Lebensentwurf haben, kann man da einfach keine Rücksicht nehmen.

 

In Bezug auf FIRE bedeutet es aber natürlich, dass alternative Modelle wie Barista-FIRE noch einmal maßgeblich an Attraktivität gewinnen.

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