Monachus 5. Mai vor 10 Minuten von OceanCloud: Aber ich bin halt auch ein Zweifler. Was genau bezweifelst Du? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OceanCloud 5. Mai · bearbeitet 5. Mai von OceanCloud vor 24 Minuten von Monachus: Was genau bezweifelst Du? Dass ich bei meiner Rechnerei irgendwas übersehe. Inflation betrachte ich gar nicht. Ob sich an den Gesetzen etwas ändert (Abschläge), bis ich in Rente gehen kann. Ich kenne meine Ausgaben, meine zu erwartende Rente (nach Abzug) und meine Kapitalerträge. Ich habe jetzt gerade "erst" die 50 Rentenpunkte erreicht. Wahrscheinlich denke ich zu viel nach. Ein Freund sagte zu meiner Situation: "er würde sofort das Arbeiten aufhören, wenn die Arbeit auch nur 1% nicht Spaß machen würde" Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller 5. Mai vor 14 Minuten von OceanCloud: Wahrscheinlich denke ich zu viel nach. Oder der "Leidensdruck" ist noch nicht hoch genug, wäre auch eine Möglichkeit. Oder einfach die "Angst vor der eigenen Courage". Gibt da sicherlich viele Möglichkeiten, warum man es nicht macht, obwohl Mathematik und Wahrscheinlichkeitsrechnungen selbst im Worst Case keine gegenteilige Entscheidung sinnvoll erscheinen lassen. vor 14 Minuten von OceanCloud: Ein Freund sagte zu meiner Situation: "er würde sofort das Arbeiten aufhören, wenn die Arbeit auch nur 1% nicht Spaß machen würde" Mit gut gemeinten Ratschlägen wäre ich generell vorsichtig, bei anderen sieht man das bekanntlich immer etwas "objektiver" als bei sich selbst. Und "1% nicht Spaß" sind sicherlich kein Exit-Grund.... 99% Spaß + Bezahlung, wer träumt da nicht von? Würde ich sofort nehmen, Noch besser wird es in der FU sehr wahrscheinlich nicht, von daher macht dieser überzeichnete Ratschlag des Freundes vermutlich wenig Sinn, ist eher ein Hinweis auf Deine überaus komfortable Situation. Die Entscheidung oder mögliche Rest-Zweifel kann Dir keiner abnehmen. Mein Vater wurde gerade mal 60, bevor er verstarb. Mein letzter Chef (mit dem ich gut konnte) ist im Jahr meine Kündigung 2024 schwer erkrankt und noch im gleichen Jahr mit nur 59 verstorben. Das waren letztlich meine "Trigger" bei der Entscheidungsfindung..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OceanCloud 5. Mai · bearbeitet 5. Mai von OceanCloud Ich bin der jüngste in meiner Familie. Habe keine Kinder , aber Frau. Meine beiden Cousins haben den Renteneintritt nicht erlebt, deren Eltern leben noch. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 5. Mai vor 8 Stunden von Physics: Ich bin jetzt 51 und plane ebenfalls irgendwann zwischen 56 und 58 Jahren den Schritt zu gehen. Ist noch eine gedankliche Hürde bis zur Umsetzung, aber es sind ja auch noch einige Jahre bis dahin. Bei mir ist es gerade andersrum: eigentlich wollte ich mit 55 raus. Mittlerweile ertappe ich mich dabei zu überlegen ob ich nicht schon jetzt mit 51 aussteige. Der Job macht keinen Spass, ich bin unmotiviert und das Ganze wird zu einer Spirale. Dazu kommt, dass ich auch Lust auf was neues habe. Das Problem: die wirtschaftliche Gesamtsituation ist schlecht und ich traue mich in dem Umfeld gerade noch nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 5. Mai vor einer Stunde von OceanCloud: Andererseits weiß ich, dass ich heute schon mindestens 5 Mal mehr Kapitalerträge netto im Monat habe als was ich meine Rente noch durch Arbeit steigern kann bis zum frühestmöglichen Renteneintritt mit 62. Und was sagt das zu Deinem jetzigen oder späteren Erreichen der FU aus? Den Zusammenhang von "heute schon mindestens 5 Mal mehr Kapitalerträge netto im Monat" und "als was ich meine Rente noch durch Arbeit steigern kann" verstehe ich nicht im Zusammenhang mit FU Für die Zweifler mag es hilfreich sein, den Lebensunterhalt rein durch Rentenzahlung (GRV, Privatrente) zu betrachten. Mal ehrlich... wenn meine Rentenansprüche in einem Bereich von 3K pro Monat wären und ich noch etwas auf der hohen Kante hätte, dann würde mir die finanzielle Betrachtung recht einfach fallen: Einen Inflationsausgleich setze ich bei der GRV voraus. 3K bedarf etwa 70 RP, was für Gutverdiener nach 35 Jahren über der BBG erreicht wäre. Für die Rentenphase bräuchte man dann nicht mehr wirklich nachdenken, ob das geld reicht. Langlebigkeit wäre damit auch abgedeckt. Davor geht es nur noch darum, den klar definierten und begrenzten zeitraum bis Rentenbeginn abzudecken. Da dieser Zeitraum klar nach hinten begrenzt ist, kann man doch auch einfach abschätzen, wie viel geld man braucht. Das Erreichen oder die Ferne der FU ist einfach zu bewerten. Die mentale Unabhängikeit scheint mir oft die viel größere Herausforderung zu sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OceanCloud 5. Mai vor 12 Minuten von Holgerli: Das Problem: die wirtschaftliche Gesamtsituation ist schlecht Tja Gehaltserhöhung gibt es bei mir dieses Jahr nicht, kann sich die Firma nicht leisten. Wir haben einen Hauptkunden, wo die Aufträge zurück gehen (nur nicht in meinem Bereich , da wird es mehr; haben aber nicht genug qualifizierte Leute, so dass ich seit Jahren am anlernen bin). Vielleicht wird's ja so wild, dass man mich loshaben will. Aber ob noch Geld für Abfindung da ist? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller 5. Mai vor 2 Minuten von OceanCloud: Vielleicht wird's ja so wild, dass man mich loshaben will. Aber ob noch Geld für Abfindung da ist? Auf letzteres dürfte es bei Dir ja nun nicht mehr ankommen, zumindest nicht finanziell. Ersteres ist halt der Wunsch nach "vielleicht nimmt man mir die Entscheidung ja ab". Ein mir mehr als vertrautes Gefühl, bis zum Zeitpunkt meiner Selbstkündigung habe ich mich selber als "entscheidungsunfähig" betrachtet, die meisten Dinge des Lebens haben sich im Laufe der Zeit so ergeben - oder dann eben auch nicht (gehört auch zur Wahrheit)...... .... aber so einen Kündigungsschritt durchzuziehen war dann auch für mich nochmal eine neue Erfahrung...... wie gesagt: mein "Leidensdruck" war hoch genug, der Zeitpunkt der Richtige, dann kommt man auch zu solch weitreichenden Entscheidungen..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini 5. Mai · bearbeitet 5. Mai von Der Heini vor 44 Minuten von Bolanger: Mal ehrlich... wenn meine Rentenansprüche in einem Bereich von 3K pro Monat wären und ich noch etwas auf der hohen Kante hätte, dann würde mir die finanzielle Betrachtung recht einfach fallen: Einen Inflationsausgleich setze ich bei der GRV voraus. 3K bedarf etwa 70 RP, was für Gutverdiener nach 35 Jahren über der BBG erreicht wäre. Mal ehrlich, hätte, hätte Fahrradkette. Ich kenne kaum jemanden, der 70RP zusammenbekommt. Laut Statistik sind nur sehr weniger mit 3000€ Rente Zitat Eine Bruttorente von 3000 Euro ist in Deutschland sehr selten und erfordert ein Leben lang Spitzengehälter. Nur ca. 18.000 Personen (unter 0,1% der Rentner) erhalten diese Summe. google-KI vor 1 Stunde von OceanCloud: Ein Freund sagte zu meiner Situation: "er würde sofort das Arbeiten aufhören, Ja sowas gibt zu denken, höre ich auch öfter, das sollte man aber nicht betrachten. Du musst mit der Entscheidung leben und gut schlafen können. Wenn keine Kinder und deine Frau eigene Rentenansprüche hat, sieht das doch gut aus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bolanger 5. Mai · bearbeitet 5. Mai von Bolanger vor einer Stunde von Der Heini: Ich kenne kaum jemanden, der 70RP zusammenbekommt. Laut Statistik sind nur sehr weniger mit 3000€ Rente Ich wollte sagen, dass ich mir die Ungewissheit, ob die Finanzen reichen, durch den Erwerb einer ausreichenden Rente nehmen würde. Ob das nun ein Pimpen der GRV ist oder der Abschluss einer privaten Rente sei erstmal dahingestellt. Rentenversicherungen sind naturgemäß in einem Wertpapierforum verpönt. Wenn ich allerdings die Ahnung hätte, dass meine Finanzen zur FU reichen, mir allerdings das letzte bisschen Überzeugung fehlt, dann kann ein Umschichten von Vermögen in Rentenversicherungen die Unsicherheit outsourcen und nehmen. Eine ausreichende Absicherung über Versicherungen macht den Rest bis zur Überbrückung bis zum Rentenbeginn deutlich kalkulierbarer. noch kurz zum Einkommen im Ruhestand: 3000 EUR ist für Beamte das Durchschnittseinkommen. Etwa die Hälfte der angestellten Arbeitnehmer hat noch eine Betriebsrente on top zur GRV, wenn ich diesem Bericht glaube. Ja, diese Personen sind finanziell privilegiert. Andere würden aber vermutlich nicht auf die Idee kommen, überhaupt über FU nachzudenken. Es sei denn sie bekommen schon ALG2 und verlassen sich darauf, ähnliche leistungen buis zum lebensende zu erhalten. das ist auch eine Art finanzielle Freiheit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Norica 5. Mai · bearbeitet 5. Mai von Norica vor 34 Minuten von Bolanger: Ich wollte sagen, dass ich mir die Ungewissheit, ob die Finanzen reichen, durch den Erwerb einer ausreichenden Rente nehmen würde. Ob das nun ein Pimpen der GRV ist oder der Abschluss einer privaten Rente sei erstmal dahingestellt. Rentenversicherungen sind naturgemäß in einem Wertpapierforum verpönt. Wenn ich allerdings die Ahnung hätte, dass meine Finanzen zur FU reichen, mir allerdings das letzte bisschen Überzeugung fehlt, dann kann ein Umschichten von Vermögen in Rentenversicherungen die Unsicherheit outsourcen und nehmen. Eine ausreichende Absicherung über Versicherungen macht den Rest bis zur Überbrückung bis zum Rentenbeginn deutlich kalkulierbarer. Würde ich (mit heutigem Wissen) nicht machen. Lieber kauf ich mir ein paar Bücher oder besuche notfalls Kurse, um meine mentalen Blockaden loszuwerden. Ich kann mich nur soweit absichern, wie meine Vorstellung von möglichen Problemen geht. Es ist nicht hilfreich, sich dann noch zusätzlich fremde Probleme auszumalen und in die eigenen zu integrieren. Warum die Wand von sich künstlich erhöhen? Überlegung: Für die 3K Bruttorente braucht man die 70 RP. Die 70 RP haben aber laut @Der Heini lediglich 18000 Personen. Wie hoch ist meine Chance, zu diesen zu gehören? Was gibt es für Alternativen? Da das hier ein Wertpapier-Forum ist lautet die Alternative Wertpapiere. Und jetzt ist jeder selbst dran... Meine Lösung wäre ein 400-600k-Depot, das würde mir die 3k "Rente" bringen und ist möglicherweise für wesentlich mehr Personen zu erreichen, als die 70 RP. Aber auch dann wird man nicht los, was einen umgibt und das könnte viele Leute bremsen, ohne das sie es sich eingestehen wollen oder können. Weiterarbeiten verhindert verständnislose Blicke, wenn man auf die Frage nach dem Job antwortet. Man wird zum komischen Typen, weil man sich nicht mehr an den allgemeinen Jammerthemen beteiligt. Es dauert eventuell längere Zeit, bis man Gleichgesinnte findet, die wissen wie es einem geht. Wenn Du (finanziell) unabhängig sein willst, brauchst du nicht nur etwas Geld, sondern oft auch ein dickes Fell. Kann manchmal unangenehm sein, ist aber besser als weiter mit der Masse zu schwimmen nur weil es einfacher ist. SG Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 5. Mai · bearbeitet 5. Mai von Sapine Mit Ende 50 sticht man als Privatier nicht groß aus der Masse. Es gibt genügend Leute mit Erwerbsminderungsrenten oder Umorientierungsphasen mit Abfindung, Arbeitslosigkeit oder Frührente. Zudem ist es schwer zu erkennen, ob jemand Ende 50 ist oder 63. Schwieriger wird es wenn man jünger ist und der Altersunterschied deutlicher erkennbar. Dann kann man Neid begegnen und komischen Fragen nach dem Lebensunterhalt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
market anomaly 6. Mai vor 6 Stunden von Sapine: Mit Ende 50 sticht man als Privatier nicht groß aus der Masse. Es gibt genügend Leute mit Erwerbsminderungsrenten oder Umorientierungsphasen mit Abfindung, Arbeitslosigkeit oder Frührente. Zudem ist es schwer zu erkennen, ob jemand Ende 50 ist oder 63. Schwieriger wird es wenn man jünger ist und der Altersunterschied deutlicher erkennbar. Dann kann man Neid begegnen und komischen Fragen nach dem Lebensunterhalt. Sehe da auch weniger Probleme, natürlich muss man sich zT neue soziale Kontakte suchen. Es gibt viele Vereine die Tagsüber sportliche Angebote für „Früh-/Ruheständler oder Teilzeitler“ haben, dort findet man eher Leute in ähnlicher Situation. Überhaupt ist es interessant tagsüber zur normalen Arbeitszeit durch die Stadt zu gehen oder seinen Hobbies nachzugehen. Man sollte sich ein paar Wochen des „Ankommens“ geben und etwas aktiver und abenteuerlustiger sein, mal etwas neues ausprobieren und nicht völlig sozial inkompetent sein. Es hilft auch den Frühruhestand im Frühlin/Sommer zu starten und nicht im verregneten dunklen Winter wo man in Gefahr läuft in eine Depession/Sinnfrage zu laufen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Solara 6. Mai Wenn ich hier so mitlese, frage ich mich warum ich eigentlich noch arbeite, auch wenn es nur noch eine bequeme 3-Tage-Woche ist. Ich könnte schon längst dem dolce far niente aus eigenem Vermögen frönen, aber wenn der Gatter Workaholic mit eigener Firma ist trotz FU und erst in 2-3 Jahren mit 64-65 Jahren aussteigen will, ist das so eine Sache. Ja, er tut das auch aus Verantwortung gegenüber seinen Freelanzern, die ihn ein Arbeitsleben lang begleiten, aber auch die sind finanziell gesettelt. Was mit der ganzen Freizeit tun, wenn der Partner sieben Tage die Woche arbeitet? Single-Reisen weltweit, Kultur und Städtereise ohne Partner? Habe ich tatsächlich noch nicht probiert. Hobbys wie Sport kann ich mit einer 3-Tage-Woche jetzt schon problemlos pflegen. Andererseits wird die Gesundheit irgendwann zum Thema. Bei meinem Mann sehe ich heute schon die Folgen von jahrzehntelanger Bürotätigkeit ohne sportlichen Ausgleich. Es war leichter auf dem Weg nach oben mit einem Ziel vor Augen. Einfach Vollgas, Familie, Firma, Arbeit. Jetzt mit FU fällt auf, dass es unterschiedliche Ansichten zum Lebensabend gibt. So gesehen würde ich sagen, Geld ist nicht das hauptsächlich bestimmende Thema, sondern die Grundeinstellung zum Ausstieg für den neuen Lebensabschnitt muss passen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller 6. Mai · bearbeitet 6. Mai von Wishmueller Tippfehler korrigiert vor 13 Stunden von Sapine: Mit Ende 50 sticht man als Privatier nicht groß aus der Masse. Es gibt genügend Leute mit Erwerbsminderungsrenten oder Umorientierungsphasen mit Abfindung, Arbeitslosigkeit oder Frührente. Zudem ist es schwer zu erkennen, ob jemand Ende 50 ist oder 63. Ja, sehe ich genauso. Und gefühlt bin ich mit 58 auch eher "(selbstfinanzierter) Frührentner" als "Privatier", unter dem Begriff würde ich mir eigentlich auch etwas anderes vorstellen..... vor 13 Stunden von Sapine: Schwieriger wird es wenn man jünger ist und der Altersunterschied deutlicher erkennbar. Dann kann man Neid begegnen und komischen Fragen nach dem Lebensunterhalt. Auch das ist vielleicht so, kommt dann sicherlich darauf an, wie das "soziale Umfeld" so tickt und ob man da möglicherweise in Erklärungsnot kommt. Ob einen das von dem Schritt abhalten sollte, vermag ich aber nicht zu beurteilen. Ich wäre den Schritt rein theoretisch auch 10 Jahre früher gegangen ungeachtet "komischer Fragen". Hätte finanziell aber nicht so gepasst (fehlendes Kapital, fehlende Rentenpunkte) und zu der Zeit habe ich den Job auch noch gerne gemacht. 2013 sogar noch im 5-Monats-Crash-Kurs den "Bilanzbuchhalter" geschafft (obwohl ich Buchhaltung schon immer shice fand ) und 2014 dann noch mal mit neuem Job neu gestartet, alles vabene, da hat's noch einigermaßen Spaß gemacht. 10 Jahre später sah das anders aus, mir sind die "Körner" erst in den letzten BerufsjJahren ausgegangen, als sich das "Hamsterrad" gefühlt jeden Tag immer schneller drehte. Wenn man das für sich merkt und es aufgrund des Alters und der geänderten finanziellen Situation andere Optionen gibt, sollte man das dann wohl machen. Kommt kein Tag wieder..... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Vios 6. Mai vor 10 Stunden von Sapine: Dann kann man Neid begegnen und komischen Fragen nach dem Lebensunterhalt. Neid habe ich nie offen erlebt im Bekanntenkreis. Eher Zweifel, ob ich das Richtige getan habe. Und ganz oft wollte man mir einreden, ohne Arbeit nicht leben zu können, also aus mentalen Gründen. Komische Fragen nach dem Lebensunterhalt kamen eher von Institutionen und Behörden, bei denen oft kein Ankreuzkästchen für mich vorgesehen war. So musste ich auch eine GKV wechseln, weil sie keinen Tarif für mich hatten. Blöd war auch der Antrag auf ein Visum, wo nach Einkünften, oder Steuerbescheiden gefragt wurde. Damals gab es noch steuerfreie Kapitaleinkünfte, so dass ich manche Jahre gar kein Einkommen nachweisen konnte. Da half mir ein Schreiben der Bank, keine sog. Bankauskunft, denn die war nicht kostenlos, mit einer ungefähren Zahl und Stempel drauf. Wie schön war die Zeit, als man noch auf einen Kaffee und gute Gespräche in die Wertpapierabteilung ging. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
OttoKleinanleger 6. Mai vor 18 Stunden von Holgerli: Bei mir ist es gerade andersrum: eigentlich wollte ich mit 55 raus. Mittlerweile ertappe ich mich dabei zu überlegen ob ich nicht schon jetzt mit 51 aussteige. Der Job macht keinen Spass, ich bin unmotiviert und das Ganze wird zu einer Spirale. Dazu kommt, dass ich auch Lust auf was neues habe. Das Problem: die wirtschaftliche Gesamtsituation ist schlecht und ich traue mich in dem Umfeld gerade noch nicht. Das verstehe ich nicht. Wenn du überlegst jetzt schon mit 51 auszusteigen, dann wird ja wohl genug Kapital da sein, sonst gäbe es die Option doch gar nicht. Dann kann dir die wirtschaftlich Gesamtsituation doch egal sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Sapine 6. Mai · bearbeitet 6. Mai von Sapine @ViosDas mit dem Zweifel ist mir auch begegnet. Meine Mutter bekam große Angst, als ich mich entschied, mit der Arbeit aufzuhören und hat mächtig an mich hingeredet. Sie hatte aber auch ein kräftiges Mistrauen gegenüber den Finanzmärkten. @SolaraDas mit den unterschiedlichen Interessen im Alter ist ein erhebliches Problem. Da lassen sich auch nicht für alles Kompromisse finden. Für mich als Witwe war das kein Thema aber ich sehe im Freundeskreis einen Fall, wo sie gerne den Ruhestand genießen würde, während er ständig neue berufliche Herausforderungen sucht. Mittlerweile dürfte er um die 70 sein und hat gerade einen neuen Job (Facharzt) angetreten. Sie engagiert sich stark in gemeinnützigen Themen und die Betreuung ihrer hochbetagten Mutter. Es bleibt dennoch eine Traurigkeit über enttäuschte Erwartungen. Was Deine Situation angeht, frage ich mich, ob er bereit wäre zu einem freien Tag auch mit Blick auf seine Gesundheit. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Der Heini 6. Mai vor 4 Stunden von Solara: aber wenn der Gatter Workaholic mit eigener Firma ist trotz FU und erst in 2-3 Jahren mit 64-65 Jahren aussteigen will, Dann ist doch 64 schon früh. Die meisten mit eigener Firma arbeiten bis mind. 70 Jahre weiter, ob finanziell nötig oder nicht. In jungen Jahren hat man alles finanzielle reingesteckt und freut sich eben so lange noch etwas übrig bleibt, auch wenn es mal zeitweise weniger ist. Das ist klassisches Problem der Firmeninhaber. Workaholic hört sich aber schlecht an, da würde ich reduzieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 6. Mai vor 1 Stunde von OttoKleinanleger: Das verstehe ich nicht. Wenn du überlegst jetzt schon mit 51 auszusteigen, dann wird ja wohl genug Kapital da sein, sonst gäbe es die Option doch gar nicht. Dann kann dir die wirtschaftlich Gesamtsituation doch egal sein. 500k wenn ich mich recht erinnere Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Solara 6. Mai vor einer Stunde von Sapine: Was Deine Situation angeht, frage ich mich, ob er bereit wäre zu einem freien Tag auch mit Blick auf seine Gesundheit. Den hat er schon, groß angekündigt, am Freitag. Also theoretisch, bis auf die kleine Telko jeden Freitagvormitag, die aber gaaar nicht lange dauert. Und die kleinen Probleme, die darin angesprochen werden und gar nicht dringend sind, aber komischerweise dann übers Wochenende alle gelöst werden, weil ihm das keine Ruhe lässt. Aber ja, wahrscheinlich muss ich zufrieden sein, wenn das nicht bis 70 so weitergeht. Wir haben einen Steuerberater, der ungefähr dieses Alter haben dürfte. Wenn wir am Abend über ein Finanzthema sprechen, dann schreibt mein Mann um 22:00 Uhr die Mail an den Steuerberater und bis am nächsten Morgen ist die Frage beantwortet. Sagt der Mann dann am Frühstückstisch "bevor wir lange mailen, haben wir noch schnell um Mitternacht telefoniert". Ja dann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Nachdenklich Mittwoch um 21:22 vor 8 Stunden von Solara: Aber ja, wahrscheinlich muss ich zufrieden sein, wenn das nicht bis 70 so weitergeht. Wir haben einen Steuerberater, der ungefähr dieses Alter haben dürfte. Wenn wir am Abend über ein Finanzthema sprechen, dann schreibt mein Mann um 22:00 Uhr die Mail an den Steuerberater und bis am nächsten Morgen ist die Frage beantwortet. Sagt der Mann dann am Frühstückstisch "bevor wir lange mailen, haben wir noch schnell um Mitternacht telefoniert". Diese Männer tun das doch offenbar nicht aus Not, weil sie ansonsten Hunger leiden würden? Ich habe den Eindruck, daß das Leben dieser Männer für sie noch einen Inhalt hat. Daher müssen sie die Zeit nicht sinnlos auf Kreuzfahrtschiffen oder dem Golfplatz totschlagen (oder nächtens Kommentare im WPF schreiben ). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller Donnerstag um 07:49 vor 10 Stunden von Nachdenklich: Diese Männer tun das doch offenbar nicht aus Not, weil sie ansonsten Hunger leiden würden? Ich habe den Eindruck, daß das Leben dieser Männer für sie noch einen Inhalt hat. Daher müssen sie die Zeit nicht sinnlos auf Kreuzfahrtschiffen oder dem Golfplatz totschlagen (oder nächtens Kommentare im WPF schreiben ). Dem ist vermutlich so. Ich wage mal zu behaupten, dass man als Selbstständiger (erst recht, wenn es gut läuft) eine etwas andere Einstellung zum Job und zur Arbeit insgesamt hat, als wenn man primär "Befehlsempfänger am Front End" ist (so habe ich das zuletzt empfunden) und das einzig noch verbliebene Highlight die Gehaltsabrechnung am Monatsende ist. Oder anders formuliert: wenn einem der Job etwas "gibt" (egal welcher, egal was), muss man sich über FU auch keine großen Gedanken machen. Habe ich die meisten Jahre meines Berufslebens auch nicht getan...... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
TWFS Donnerstag um 10:40 vor 2 Stunden von Wishmueller: Ich wage mal zu behaupten, dass man als Selbstständiger (erst recht, wenn es gut läuft) eine etwas andere Einstellung zum Job und zur Arbeit insgesamt hat Das kann ich bestätigen. Wir sind beide selbständig und haben Anfang 2020 beim "Corona-Kriese-Kassensturz" festgestellt, dass wir finanziell unabhängig sind. Trotzdem arbeiten wir beide noch, allerdings 2-3 Tage pro Woche. Wir machen nur noch Sachen, die uns beiden wirklich Spaß machen. Wir können uns auch derzeit nicht vorstellen, diese Tätigkeit aufzugeben. Beruf ist halt manchmal auch Berufung. Unabhängig fühlen wir uns trotzdem, und wir haben deutlich mehr Zeit für Freunde. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Peter23 Donnerstag um 11:17 vor 2 Stunden von Wishmueller: Ich wage mal zu behaupten, dass man als Selbstständiger (erst recht, wenn es gut läuft) eine etwas andere Einstellung zum Job und zur Arbeit insgesamt hat, als wenn man primär "Befehlsempfänger am Front End" ist (so habe ich das zuletzt empfunden) und das einzig noch verbliebene Highlight die Gehaltsabrechnung am Monatsende ist. Hier stimme ich zu und leite daraus ab - wie Du ja auch - dass es entsprechend erheblich Auswirkungen auf die Entscheidung hat, ob und wann man Privatier wird / in Rente geht. vor 2 Stunden von Wishmueller: Oder anders formuliert: wenn einem der Job etwas "gibt" (egal welcher, egal was), muss man sich über FU auch keine großen Gedanken machen. Habe ich die meisten Jahre meines Berufslebens auch nicht getan...... Hier stimme ich dagegen gar nicht zu bzw ist es bei mir ja gerade anders. Weil: 1. Wenn ein Job einem viel gibt, heißt das noch lange nicht, dass es nicht trotzdem immer mal wieder Tätigkeiten und Phasen gibt, die nicht so angenehm sind 2. Dass einem der Job aktuell viel gibt und/oder er leicht von der Hand geht, muss nicht auf Ewigkeiten so bleiben und gerade als Selbstständiger/Unternehmer (ggf auch Unternehmer im Unternehmen) ist das doch recht volatil. ZB kann es total cool sein, solange super viel Bedarf bei den Kunden für Deine Tätigkeit vorherrscht und es richtig blöd werden, wenn man dann plötzlich um jeden Auftrag hart kämpfen muss + ständig über den Preis verhandelt, der sowieso schon kaum auskömmlich ist 3. Das Einkommen eines Selbstständigen deutlich volatiler ist als das eines Arbeitnehmer 4. Man bei privater FU (unabhängig vom Unternehmenswert) und Unternehmen mit beschränkter Haftung (zB GmbH) deutlich mehr Risiken eingehen kann, was für einen Unternehmer große Vorteile bietet Bei mir persönlich ist es entsprechend so, dass der Alltag im Job deutlich angenehmer ist, weil ich weiß, dass ich eigentlich gar kein Arbeitseinkommen mehr benötige. Das führt zu weniger Stress, schnelleren und konsequenteren Entscheidungen, weniger Risikoaversion und insgesamt mehr Gelassenheit und Freude am Job. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag