Zum Inhalt springen
dev

Finanzielle Unabhängigkeit

Empfohlene Beiträge

Der Heini
vor 3 Minuten von Peter23:

Warum so viel? Und warum sollten denn 300k weniger so viel ändern?

1500€/Monat, Miete in der Studentenstadt ist teuer, Lebenshaltung, GKV usw. da kommt schnell einiges zusammen.

Wenn bei dir 300k Peanuts sind, dann ist das natürlich was anderes, dann kann es klappen. Nur 30.000 pro Jahr sind wirklich knapp und wenn dein Vermögen hoch ist, hast du Steuern einkalkuliert? Oder schon alles Steuerfrei?

Sind nur so Gedanken, die bei mir dann auftauchen würden. Ist alles fair kalkuliert, oder sind Immobilien dabei, die grob geschätzt sind? Das kannst aber nur du wissen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor
vor 12 Stunden von Peter23:

Das wundert mich nicht, wenn ich so sehe für was Leute alles so Geld zum Fenster rauswerfen.

Das muss man ja nicht ebenso exzessiv betreiben -aus meiner Sicht ist eine gesunde Balance entscheidend. Wenn ich die Zahlen hier richtig verstanden habe sind die Ausgaben bei 30k p.a. für eine 4-köpfige Familie und einem Vermögen von 3m Euro schon ein extremer "Spagat der Knausrigkeit". Ich sage nicht, dass ich das schlecht finde, würde dennoch mal in mich gehen ob dies auch wirklich für den Rest der Familie passt und was das Ziel der Vermögensakkumulation ist? Sparen nur des Sparen willens? Sich und der Familie etwas schönes gönnen was in einem gesunden Verhältnis zum Vermögen und Einkommen steht finde ich persönlich sehr wichtig. Es gibt auch "Kosten" des Sparens - wenn die Familie trotz Millionenvermögens auf Urlaub, Hobbys oder hochwertige Ernährung verzichtet, entsteht ein psychologisches Defizit. Geld ist für mich ein Werkzeug für Lebensqualität.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 37 Minuten von Der Heini:

Mit den 1 % sollte es auf alle Fälle reichen, lass dich nicht verrückt machen, man kann immer irgendeine Studie, ein mögliches Szenario finden, dass es nicht reicht.

 

Das sehe ich ebenso. Das Problem ist halt auch, dass die Änderung von 1% zu z.B. 0,5% die prozentuale Erfolgswahrscheinlichkeit kaum noch erhöht. Und 100% Sicherheit gibt es halt selbst mit 0% nicht (Hyperinflation o.ä.). Weiterhin sprechen wir bei den Szenarien, wo 1% nicht ausreicht, schon von so großen gesellschaftlichen Verwerfungen (Weltkriege, kompletter Niedergang des Kapitalismus, etc.), dass es wahrscheinlich dann einfach kein sehr existentielles Problem mehr ist, genug Geld zu haben um nie mehr eine Stunde im Leben arbeiten zu müssen ....

 

Wer mit 1% nicht aufhört zu arbeiten, hat also wahrscheinlich eine so pessimistische Weltsicht (was ja auch okay und jedem unbenommen ist), dass er auch mit 0,5% nicht aufhören würde.

 

Oftmals stecken dann halt denke ich aber auch andere (psychologische) Gründe dahinter;

  • Es ist einfacher den Status-Quo beizubehalten, als etwas zu ändern, daher wird einfach weiter gearbeitet. (Es ist halt immer einfacher passiv weiter zu machen, als aktiv eine große und weitreichende Entscheidung im Leben zu treffen.)
  • Es schwingen gesamtgesellschaftliche oder aus dem persönlichen Umfeld Erwartungen mit, die ein Privatiersdasein mit Attributen wie "Faulheit" belegen. (Es reicht ja, wenn sowas doch ein bisschen im Hinterkopf irgendwo rumschwirrt.)
  • Man ist sich unsicher, was man sinnvoll mit der ganzen zusätzlichen Zeit anfangen soll. (Das ist dann halt die ganz große Frage, nach dem Sinn des Lebens ... - der Kapitalismus erklärt den Sinn des Lebens ja quasi mit 'Arbeiten um Geld zu verdienen und das ganze dann verkonsumieren, damit man selbst und die eigene Familie "es mal besser hat".', aber was wenn diese Gleichung nicht mehr von Belang ist?)

 

 

vor 7 Minuten von LongtermInvestor:

Es gibt auch "Kosten" des Sparens - wenn die Familie trotz Millionenvermögens auf Urlaub, Hobbys oder hochwertige Ernährung verzichtet, entsteht ein psychologisches Defizit. Geld ist für mich ein Werkzeug für Lebensqualität.

... aber Peter hat ja schon geschrieben, dass er zusätzlichen Konsum bereits ausprobiert hat und es ihm nichts gebracht hat.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
vor 4 Minuten von LongtermInvestor:

Wenn ich die Zahlen hier richtig verstanden habe sind die Ausgaben bei 30k p.a. für eine 4-köpfige Familie und einem Vermögen von 3m Euro schon ein extremer "Spagat der Knausrigkeit".

Nein, das sind meine Ausgaben für die vierköpfige Familie. Meine Freundin hat ja ihr eigenes Vermögen.

vor 4 Minuten von s1lv3r:

Wer mit 1% nicht aufhört zu arbeiten, hat also so wahrscheinlich eine so pessimistische Weltsicht (was ja auch okay und jedem unbenommen ist), dass er auch mit 0,5% nicht aufhören würde.

 

Oftmals stecken dann halt denke ich aber auch andere (psychologische) Gründe dahinter;

  • Es ist einfacher den Status-Quo beizubehalten, als etwas zu ändern, daher wird einfach weiter gearbeitet. (Es ist halt immer einfacher passiv weiter zu machen, als aktiv eine große aktive Entscheidung im Leben zu treffen.)
  • Es schwingen gesamtgesellschaftliche oder aus dem persönlichen Umfeld Erwartungen mit, die ein Privatiersdasein mit Attributen wie "Faulheit" belegen. (Es reicht ja, wenn sowas doch ein bisschen im Hinterkopf irgendwo rumschwirrt.)
  • Man ist sich unsicher, was man sinnvoll mit der ganzen zusätzlichen Zeit anfangen soll. (Das ist dann halt die ganz große Frage, nach dem Sinn des Lebens ... - der Kapitalismus erklärt den Sinn des Lebens ja quasi mit 'Arbeiten um Geld zu verdienen und das ganze dann verkonsumieren, damit man selbst und die eigene Familie "es mal besser hat".', aber was wenn diese Gleichung nicht mehr von Belang ist?)

 

Dem stimme ich allem zu, aber es ist mE zu eindimensional. Es wurde mE auch zurecht diskutiert, dass es auch damit zu tun hat, wie das Verhältnis von Einkommen zu Vermögen ist.

vor 16 Minuten von Der Heini:

1500€/Monat, Miete in der Studentenstadt ist teuer, Lebenshaltung, GKV usw. da kommt schnell einiges zusammen.

Wenn ich Miete in einer Studentenstadt bezahle, dann brauche aber das Haus an der Frankfurter Stadtgrenze nicht mehr, oder? Vermutlich spare ich dann an Mietkosten knapp die Hälfte ein. (oder noch besser sie studieren in Frankfurt und wohnen im Haus zb Einliegerwohnung)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor
vor 4 Minuten von Peter23:

Nein, das sind meine Ausgaben für die vierköpfige Familie. Meine Freundin hat ja ihr eigenes Vermögen.

Ist das Ziel ein Erbe für die Kinder, oder Angst vor einem Szenario, das mathematisch bei 3 Mio. € kaum eintreten kann? Es ändert nichts an den Opportunitätskosten der Zeit - Geld kann man später vermehren, aber die Zeit nicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Der Heini
vor 7 Minuten von Peter23:

Wenn ich Miete in einer Studentenstadt bezahle, dann brauche aber das Haus an der Frankfurter Stadtgrenze nicht mehr, oder? Vermutlich spare ich dann an Mietkosten knapp die Hälfte ein. (oder noch besser sie studieren in Frankfurt und wohnen im Haus zb Einliegerwohnung)

Nein, so einfach nicht. Studienplatz kann nicht immer frei gewählt werden, je nach Richtung. Und bei so kleinen Kindern weißt du die Richtung noch nicht

 

vor 8 Minuten von Peter23:

Es wurde mE auch zurecht diskutiert, dass es auch damit zu tun hat, wie das Verhältnis von Einkommen zu Vermögen ist.

Aber nicht bei so großem Vermögen bzw. 1% Entnahmerate. Da ist das IMHO egal.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 16 Minuten von Peter23:

Es wurde mE auch zurecht diskutiert, dass es auch damit zu tun hat, wie das Verhältnis von Einkommen zu Vermögen ist.

Ich würde fast behaupten wollen, dass das Verhältnis Einkommen zu Vermögen nur ein Symptom der Situation ist; dadurch wird einem auf einmal aufgezeigt, dass zusätzliche Sparanstrengungen eigentlich "sinnlos" sind.

 

Eigentlich ist es ja aber in dieser Situation belanglos, wie viel Einkommen man hat, oder wie hoch die Sparquote ist. Im Endeffekt zählt nur, a) wie viel Geld habe ich und b) wie viel Geld brauche ich jeden Monat. Und aus diesen beiden Variablen ergibt sich dann halt die Höhe der nötigen Entnahmerate und damit einhergehend die ganzen Überlegungen, ob es überhaupt Sinn macht noch weiter zu sparen ...

 

Das Einkommen als Variable würde für mich nur Sinn ergeben, wenn dein einziges Argument wäre "Aber ich verdiene ja 200k€ im Jahr, das kann ich jetzt ja nicht aufgeben!" (so liest sich ja so ein bisschen deine Ausgangsfrage). Das würde ich aber für ein schwaches Argument halten, wenn du das Geld absolut nicht brauchst. Da würde ich mich sogar - natürlich mehr im Scherz - fragen, ob das nicht die exakte Definition von Gier ist, mehr zu wollen, als man überhaupt jemals brauchen kann? :P

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor

Ich kann später gerne mal sinngemäß aufzeigen, wie solche Entscheidungen im FO-Bereich objektiviert werden...das "Problem" eine Entscheidung diesbezüglich zu Treffen hast nicht nur Du :-)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 11 Minuten von Der Heini:

Nein, so einfach nicht. Studienplatz kann nicht immer frei gewählt werden, je nach Richtung. Und bei so kleinen Kindern weißt du die Richtung noch nicht

Verstehe nicht, was Du meinst. Wenn ein Kind auszieht, brauche wir das 220 qm Haus, was wir aktuell haben, nicht mehr.

vor 11 Minuten von s1lv3r:

Das Einkommen als Variable würde für mich nur Sinn ergeben, wenn dein einziges Argument wäre "Aber ich verdiene ja 200k€ im Jahr, das kann ich jetzt ja nicht aufgeben!". Das würde ich aber für ein schwaches Argument halten, wenn du das Geld absolut nicht brauchst.

Meine Argument sind, dass ich 420k verdiene, die Tendenz stark steigend ist und dass das dann für mich schon irgendwie eine Rolle spielt, weil sich pro Jahr dann doch die Ausfallwahrscheinlichkeit der Strategie noch etwas senken lässt (außer sie wäre 0, was sie nicht ist) + stiftet der Gedanke dann etwas mehr zu vererben auch nicht 0 Nutzen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Der Heini
vor 3 Minuten von Peter23:

Verstehe nicht, was Du meinst. Wenn ein Kind auszieht, brauche wir das 220 qm Haus, was wir aktuell haben, nicht mehr.

Wo wohnst du und deine Freundin denn dann? Scheinbar fehlen mir da einige Informationen, so reden wir aneinander vorbei.

Ist aber egal, es reicht bei deinem Vermögen und dem deiner Freundin scheinbar so oder so, ist also mehr eine emotionale Entscheidung und weniger finanziell.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
Gerade eben von Der Heini:

Wo wohnst du und deine Freundin denn dann? Scheinbar fehlen mir da einige Informationen, so reden wir aneinander vorbei.

Na ja in einem kleineren Haus/Wohnung oder noch einfacher wir vermieten die Einliegerwohnung bei Airbnb und holen die 1500 im Monat fast wieder rein.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 10 Minuten von Peter23:

Meine Argument sind, dass ich 420k verdiene, die Tendenz stark steigend ist und dass dann für mich schon irgendwie eine Rolle spielt, weil sich pro Jahr dann doch die Ausfallwahrscheinlichkeit der Strategie noch etwas senken lässt (außer sie wäre 0, was sie nicht ist) + stiftet der Gedanke dann etwas mehr zu vererben auch nicht 0 Nutzen.

 

Dann hättest du ja aber tatsächlich ein rein quantitatives Problem. Da müsstest also nur ausrechnen, wie hoch deine Ausfallwahrscheinlichkeit jetzt ist und wie sehr du sie mit zusätzlichen Sparanstrengungen noch senken kannst und dann überlegen, ob dir das die zusätzliche investierte Lebenszeit noch wert ist ...

 

Beim mehr vererben Thema würde ich mich allerdings fragen, ob es für deine Kinder - wenn sie denn in Gelddingen auch nur ein kleines bisschen nach dir kommen - wirklich einen Unterschied machen würde, ob sie 10€ oder 20€ Millionen erben? - ... aber das ist natürlich deine persönliche Angelegenheit.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
edan
vor 11 Minuten von s1lv3r:

Ich würde fast behaupten wollen, dass das Verhältnis Einkommen zu Vermögen nur ein Symptom der Situation ist; dadurch wird einem auf einmal aufgezeigt, dass zusätzliche Sparanstrengungen eigentlich "sinnlos" sind.

Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, vielleicht habe ich mich zuvor schlecht ausgedrückt. Selbst wenn es nicht mehr um FU sondern nur noch um Vermögensanhäufung aus welchem Grund auch immer geht, wird es ab einem bestimmten Punkt sinnlos.

Für mich beginnt das, wenn das jährliche Erwerbseinkommen weniger als 1% des Gesamtvermögens bewegt, spätestens jedoch ab weniger als 0,5%.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Der Heini
vor 11 Minuten von Peter23:

Meine Argument sind, dass ich 420k verdiene, die Tendenz stark steigend ist

Und dann brauchst du nur 30k pro Jahr? Glückwunsch oder Scrooge? Ich weiß es nicht. :thumbsup:

Habe so eine Diskrepanz noch nie gesehen. :o

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
vor 2 Minuten von Der Heini:

Ist aber egal, es reicht bei deinem Vermögen und dem deiner Freundin scheinbar so oder so, ist also mehr eine emotionale Entscheidung und weniger finanziell.

Ich glaube sie ist schon finanziell, aber sie ist wie wahrscheinlich bei allen mehrdimensional:

  1. Hauptziel wäre wohl ganz klar, dass ich nicht bis 65 arbeiten muss sondern genug Vermögen aufbaue, um vom Kapital zu leben (höchstens 5% Ausfallwahrscheinlichkeit)
  2. Wenn 1. erreicht ist, dann stellt sich noch die Frage, ob das Einkommen so hoch ist (und die Arbeit vl noch halbwegs Spaß macht), dass sich mit einem Jahr die Ausfallwahrscheinlichkeit noch senken lässt
  3. Selbst wenn 1. und 2. erreicht ist, stellt sich die Frage wie hoch man es gewichtet, dass man mit einem zusätzlichen Jahr potentiell mehr vererben/verschenken kann (und auch wieder wieviel das zusätzliche Jahr einbringt)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Lazaros

Auch wenn man durch Einzelfalldiskussionen so einiges mitnehmen kann (z.B. wie der Schreiber so tickt), fände ich es gut,  Einzelfälle in einem eigenen Spezialthread zu besprechen.

No offence :prost: wie @leoluchs gerne schreibt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
· bearbeitet von Peter23
vor 10 Minuten von Der Heini:

Und dann brauchst du nur 30k pro Jahr?

Das eine ist Brutto und das andere netto, aber ja trotzdem große Diskrepanz.

vor 8 Minuten von Lazaros:

No offence :prost: wie @leoluchs gerne schreibt.

Gerne - ich wollte die Fragestellung auch eher theoretisch besprechen: Wie geht man mit der Situation, wenn das primäre Vermögensziel zur finanziellen Freiheit erfüllt ist, aber Einkommen sehr hoch? Welche Rolle sollte das Verhältnis zwischen Einkommen und Vermögen spielen?

vor 10 Minuten von edan:

Für mich beginnt das, wenn das jährliche Erwerbseinkommen weniger als 1% des Gesamtvermögens bewegt, spätestens jedoch ab weniger als 0,5%.

Ich verstehe, warum sich der eine oder andere nach dem Motto „ist für finanzielle Freiheit egal“ gegen diese Aussagen wehrt, aber ich finde die gar nicht mal schlecht. Sie wäre auch eine einfache Lösung für meine Situation. Ich frage mich nur, ob 1% eine sinnvolle Größe ist bzw. wie man sie festlegt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
s1lv3r
· bearbeitet von s1lv3r
vor 13 Minuten von Peter23:

Ich glaube sie ist schon finanziell, aber sie ist wie wahrscheinlich bei allen mehrdimensional:

 

Naja, 1. hast du wohl höchstwahrscheinlich schon erreicht. 2. kann man immer diskutieren (ist eine Senkung um 0,01% es wert?) und mit 3. hast du natürlich einen Ausweg, mit dem du abseits von jedem Argument oder jeder Mathematik immer beliebig lange weiter arbeiten könntest so lange du möchtest ... :)

 

Es ist natürlich sinnlos hier jetzt in irgendeine Tiefenpsychologie einsteigen zu wollen, da man die Charaktere ja gar nicht persönlich kennt und es dadurch maximal anmaßend ist und auch komplett am Ziel vorbeischießen kann, aber läuft es nicht darauf hinaus, dass du einfach sehr erfolgreich in deinem Job bist und das auch mit einem gewissen Status und einer großen Wertschätzung einhergeht (in unserer Gesellschaft ist ja oft beides auch synonym zu Geld) und es dir deshalb schwer fällt das einfach aufzugeben?

 

Ich kann da gerade nur von mir auf andere schließen. Denn wenn ich mich in deine Situation hineinversetze, wäre es glaube ich bei mir so.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
vor 2 Minuten von s1lv3r:

aber läuft es nicht darauf hinaus, dass du einfach sehr erfolgreich in deinem Job bist und das auch mit einem gewissen Status und einer großen Wertschätzung einhergeht (im unserer Gesellschaft ist ja oft beides auch synonym zu Geld) und es dir deshalb schwer fällt das einfach aufzugeben?

Ja, ja, ja, und nein - eher nicht. Status ist mir nicht besonders wichtig. Daraus resultieren vermutlich auch die niedrigen Ausgaben. Aber um mal wieder von mir wegzugehen: Das könnte allgemein eine 4. Dimension sein, die auch bei mir - wenn auch keine Große - eine gewisse Rolle spielt.

vor 9 Minuten von s1lv3r:

3. hast du natürlich einen Ausweg, mit dem du abseits von jedem Argument oder jeder Mathematik immer beliebig lange weiter arbeiten könntest so lange du möchtest ... 

Jetzt suggerierst Du, dass ich nach einem solchen Ausweg suche,. Aber mir geht es ja um was anderes: Wenn ich nur 1% Nettoeinkommen zu Vermögen hätte, würde ich sofort aufhören außer der Job macht mir super viel Spaß.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
LongtermInvestor
vor 56 Minuten von Peter23:

Gerne - ich wollte die Fragestellung auch eher theoretisch besprechen: Wie geht man mit der Situation, wenn das primäre Vermögensziel zur finanziellen Freiheit erfüllt ist, aber Einkommen sehr hoch? Welche Rolle sollte das Verhältnis zwischen Einkommen und Vermögen spielen?

Es wirkt, als hättest du das Gewinnen des Spiels (Finanzen) so perfektioniert, dass du vergessen hast, warum du überhaupt angefangen hast zu spielen. Geld ist ein Tauschmittel für Lebenszeit und Erlebnisse. Wenn du den Tausch verweigerst, behältst du am Ende zwar das Vermögen, verlierst aber die Zeit. Wäre es ein Risiko, das Budget für ein Jahr testweise auf 60.000 € zu verdoppeln – was dich immer noch zum extremen Sparer macht, aber deiner Familie und Dir vielleicht neue Perspektiven eröffnet? 

 

Um auf die theoretische und praktische Ebene zu schauen folgendes - im FO-Kontext oder Top-Executive-Beratung werden sinngemäß u.a. folgende Fragen strukturiert diskutiert und in einer Gesamtsumme bewertet.

 

1. Finanzielle Notwendigkeit/Deckungsgrad Kapitalbedarf:

Deckungsgrad = Vermögen/Kapitalbedarf

Kapitalbedarf = Jahresbedarf / 0,03

-> bei einer Überschreitung von 150% ergibt sich objektiv kein ökonomischer Zwang Vermögen weiter auszubauen.

 

2. Einkommens-Grenznutzen

Vermögenszuwachs = Nettoersparnis p.a. / Vermögen

->bei >10% sehr hoher Nutzen. 1-2% noch geringer Nutzen. Unter 1% kein Nutzen mehr.

 

3. Notwendigkeit Risikoabsicherung

sehr individuell, beispielsweise hohe potentielle Verpflichtungen aus Unterhalt von Immobilien, Familienmitgliedern etc.

 

4. Arbeitsnutzen

sehr individuell, prinzipiell geh es um Sinnstiftung und Energie vs. Belastung

 

5. Zeit & Gesundheit

kaum Einschränkungen vs. hohe Belastung und verpasste Lebenszeit

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Beginner81

@Peter23 Ich würde in der Situation meine Gedanken hauptsächlich dem Thema Zeit (Lebenszeit, Arbeitszeit, Familienzeit, Freizeit) und deren "Wert" widmen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
vor 1 Minute von LongtermInvestor:

Wäre es ein Risiko, das Budget für ein Jahr testweise auf 60.000 € zu verdoppeln – was dich immer noch zum extremen Sparer macht, aber deiner Familie und Dir vielleicht neue Perspektiven eröffnet?

Das Budget ist deutlich höher als 60k, aber es wird nicht abgerufen. Ich mache und kaufe mir (und meinen liebsten) alles, was ich möchte, aber ich suche immer super Preise raus oder kaufe gebraucht, weil mir das Spaß macht.

vor 4 Minuten von LongtermInvestor:

1. Finanzielle Notwendigkeit/Deckungsgrad Kapitalbedarf:

Deckungsgrad = Vermögen/Kapitalbedarf

Kapitalbedarf = Jahresbedarf / 0,03

-> bei einer Überschreitung von 150% ergibt sich objektiv kein ökonomischer Zwang Vermögen weiter auszubauen.

 

 Check

vor 5 Minuten von LongtermInvestor:

2. Einkommens-Grenznutzen

Vermögenszuwachs = Nettoersparnis p.a. / Vermögen

->bei >10% sehr hoher Nutzen. 1-2% noch geringer Nutzen. Unter 1% kein Nutzen mehr.

Nahe an 10%

vor 5 Minuten von LongtermInvestor:

3. Notwendigkeit Risikoabsicherung

sehr individuell, beispielsweise hohe potentielle Verpflichtungen aus Unterhalt von Immobilien, Familienmitgliedern etc.

nicht relevant

vor 6 Minuten von LongtermInvestor:

4. Arbeitsnutzen

sehr individuell, prinzipiell geh es um Sinnstiftung und Energie vs. Belastung

Kein großer Nutzen aber auch keine Belastung

 

vor 6 Minuten von LongtermInvestor:

5. Zeit & Gesundheit

kaum Einschränkungen vs. hohe Belastung und verpasste Lebenszeit

Etwas Einschränkung

 

=> Weiterarbeiten wegen 2.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
dev

Das ist doch die Frage vom Sinn des Lebens!

 

Für mache scheint dieser Sinn im Geld ausgeben zu liegen. ^^

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Peter23
Gerade eben von dev:

Für mache scheint dieser Sinn im Geld ausgeben zu liegen. ^^

Oder wie bei mir im Sparen (wenn ich mich mal selbst kritisieren darf :D)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bolanger

Bin ich eigentlich der einzige, für den der Cashflow bedeutend wichtiger ist als die Vermögenshöhe? Als ich anfing, mich ernsthaft mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen, kannte ich so Dinge die SORR, SWR etc. nicht. Stark vereinfacht dachte ich mir, dass nichts passieren kann, wenn meine Kapitalerträge zur Finanzierung des gewünschten Lebensstils ausreichen. Mein derzeitiges Einkommen ist dabei irrelevant. Also hatte ich immer einen Blick auf die Einkünfte und bedeutend weniger auf die Vermögenshöhe. Gleichwohl habe ich nicht versucht, die Einkünfte auf Kosten der Vermögensentwicklung zu optimieren. Sowas wie Dividendenoptimierung hat mich nicht interessiert.

Mit dieser Debnkweise fühle ich mich extrem sicher. Im Falle eine Crashes kann man immernoch den Vermögensverzehr angehen, der bei normalen wirtschaftlichen Entwicklungen inkl. Schwankungen allerdings nicht nötig ist.

 

Interessant fand ich auch die Immobilienfinanzierung eines Anlageobjektes eines Bekannten. Der wollte bewusst mit Fremdkapital arbeiten und nicht seinen Sparstrumpf plündern. Die Bank hat ihm dann ein Formular zur den Einkpnften zugeschickt, das er ausfüllen möge. Danach war er überrascht, dass sich die Bank auch eher weniger über die Höhe des Vermögens informieren wollte, sondern viel mehr Interesse an den laufenden Einkünften hatte. Fürn ihn war das ein Augenöffner, denn er war der finanziellen Unabhängikeit näher als er jemals davor (nicht) gedacht hatte.   

     

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...