Ein ganz einfaches Depot mit 1 oder 2 ETFs (Glaskugel Problem)

94 Beiträge in diesem Thema

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Hallo

 

Ich denke gerade drüber nach, mein Geld in einem Depot anzulegen mit einem oder 2 ETFs. Und da dann sozusagen die Klassiker:

Variante A) MSCI World + MSCI Emerging Markets

Variante B) MSCI ACWI

 

Ich habe nun schon sehr viel zu dem Thema gelesen. Die einen sagen, der MSCI ACWI reicht aus. Die anderen raten einem, das Verhältnis lieber selbst zu wählen und sich für Variante A zu entscheiden. Aber mal ganz blöd gefragt, woher soll ich denn wissen, welche Variante die bessere ist. Oder könnte man im Grunde fast sagen, es ist egal, weil ja eh niemand wirklich zu Zukunft prognostizieren kann?

 

Und die nächste Frage betrifft dann noch die Entscheidung, welche ETFs es denn ganz konkret werden sollen. Da spielen ja die Kosten, die Replikationsmethode und die Ausschüttung eine Rolle. Aber auch da frage ich mich, wie ich mich denn da letztendlich wirklich entscheiden soll.

 

Auch die Entscheidung, welches Maß an Risikobereitschaft ich habe, lässt sich nur sehr schwer beantworten. Vor Allem, wenn die Risiken ja eben gerade nicht wirklich vorhersehbar sind. Diesbezüglich hätte ich eine Kennzahl, an der ich das für mich persönlich evtl. festmachen könnte. Mir würde es z.B. fast "reichen", wenn ich mit meiner Geldanlage "nur" bzw. mindestens die Inflationsrate abfange. Also mal ganz einfach ausgedrückt … wenn ich heute für 100,- € 100 Kugeln Eis bekomme, möchte ich auch in 20 Jahren für meine 100,- € noch 100 Kugeln Eis bekommen. Bzw. sollen meine 100,- € ebnen auf einen Betrag anwachsen, damit ich auch in 20 Jahren noch 100 Kugeln Eis dafür bekomme.

 

Wie sehr Ihr das denn?

 

Ich meine, es kann doch im Grunde sein, dass man sich ein ganz ausgefuchstes komplexes ETF Depot zusammenbaut, welches sehr schön auf einen selber zugeschnitten ist (bzw. man glaubt, dass es so ist). Dann kann es aber doch in der Zukunft auch genauso gut sein, dass man letztendlich mit so einem einzigen MSCI ACWI ETF doch besser gefahren wäre.

 

Wie soll ich denn damit umgehen? Woher soll ich denn wissen, welche ETFS bzw. welche Zusammenstellung für mich persönlich die passende ist? Ich stehe da echt auf dem Schlauch. Könnt Ihr mir da vielleicht weiterhelfen mit Ratschlägen und so? Das würde mich wirklich sehr freuen :-)

 

Gruß

Ingo

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von odensee

vor 12 Minuten schrieb 9000Taler:

Oder könnte man im Grunde fast sagen, es ist egal, weil ja eh niemand wirklich zu Zukunft prognostizieren kann?

so sehe ich es .

 

Zitat

Und die nächste Frage betrifft dann noch die Entscheidung, welche ETFs es denn ganz konkret werden sollen. Da spielen ja die Kosten, die Replikationsmethode und die Ausschüttung eine Rolle. Aber auch da frage ich mich, wie ich mich denn da letztendlich wirklich entscheiden soll.

1) einen günstigen. Aber auch das ist nicht so ganz besonders wichtig. Hängt von der Trackingdifferenz des ETFs und den Kaufkosten bei deiner Bank ab.

2) thesaurierend, falls du ausreichend andere Kapitaleinkünfte hast (> 801/1602 Euro)

3) Replizierend bzw. optimiert, wenn du Angst vor Swappern hast.

 

Zitat

Auch die Entscheidung, welches Maß an Risikobereitschaft ich habe, lässt sich nur sehr schwer beantworten. Vor Allem, wenn die Risiken ja eben gerade nicht wirklich vorhersehbar sind. Diesbezüglich hätte ich eine Kennzahl, an der ich das für mich persönlich evtl. festmachen könnte.

Lies dazu mal die Überlegungen von Leonhard in "Investieren für Einsteiger". Ja, es gibt Gegenmeinungen, die auf hohe Aktienanteile setzen.

 

Zitat

Mir würde es z.B. fast "reichen", wenn ich mit meiner Geldanlage "nur" bzw. mindestens die Inflationsrate abfange.

Wenn die Inflationsrate bei 2% liegt und Aktien-Fonds nach Steuern bei 4% liegen (du kannst natürlich auch andere Annahmen treffen) und dein "sicher" angelegtes Geld keine Zinsen bringt, brauchst du einen Aktienanteil von 50%. Ich weiß, dass andere das anders sehen: aber auch der "sichere Teil" darf durchaus mehr als 0% bringen und dann kannst du zur Erreichung des Ziels auch eine niedrigere Aktienquote nehmen.

 

Zitat

Dann kann es aber doch in der Zukunft auch genauso gut sein, dass man letztendlich mit so einem einzigen MSCI ACWI ETF doch besser gefahren wäre.

Das ist gar nicht so unwahrscheinlich.

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Geschrieben

Warum nimmst du FTSE All World nicht mit auf in die Betrachtung?

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vor 1 Minute schrieb Relich:

Warum nimmst du FTSE All World nicht mit auf in die Betrachtung?

Das kann ich Dir ehrlich gesagt garnicht sagen :-) Bisher hatte ich immer die MSCIs auf dem Schirm. Gibt es denn Deiner Ansicht nach einen Grund den FTSE All World zu bevorzugen?

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Geschrieben

vor 12 Minuten schrieb odensee:

1) einen günstigen. Aber auch das ist nicht so ganz besonders wichtig. Hängt von der Trackingdifferenz des ETFs und den Kaufkosten bei deiner Bank ab.

2) thesaurierend, falls du ausreichend andere Kapitaleinkünfte hast (> 801/1602 Euro)

3) Replizierend bzw. optimiert, wenn du Angst vor Swappern hast.

Zu 1) Das verstehe ich noch nicht. Damit muss ich mich noch befassen.

 

Zu 2 und 3) Ja ich denke/fühle auch, dass mir thesaurierend besser gefällt. Und auch replizierend finde ich irgendwie besser. 

 

Wenn ich demzufolge bei justetf.com nach "MSCI ACWI" suche und die Filter "Auschüttung: thesaurierend" und "Replikationsmethode: vollständig" aktiviere, wird mir ein einziger ETF angezeigt: 

UBS ETF (IE) MSCI ACWI Socially Responsible UCITS ETF (hedged to EUR) A-acc

ISIN IE00BDR55927

WKN A2H5CB

 

Ist das denn dann eine gute Wahl?

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Geschrieben · bearbeitet von odensee

vor 12 Minuten schrieb 9000Taler:

Das kann ich Dir ehrlich gesagt garnicht sagen :-) Bisher hatte ich immer die MSCIs auf dem Schirm. Gibt es denn Deiner Ansicht nach einen Grund den FTSE All World zu bevorzugen?

Weil es einen günstigen Vanguard ETFs gibt auf diesen Index.

 

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B3RBWM25,IE00B6R52259

 

vor 6 Minuten schrieb 9000Taler:

Zu 1) Das verstehe ich noch nicht. Damit muss ich mich noch befassen.

Es kommt im wesentlichen auf die "Trackingdifferenz" an bei einer langen Anlagedauer. Weniger bedeutsam, aber nicht unbedingt zu vernachlässigen sind die Kaufkosten. Den genannten Vanguard bekommst du aktuell bei der ING-Diba "kostenlos".

 

vor 6 Minuten schrieb 9000Taler:

Wenn ich demzufolge bei justetf.com nach "MSCI ACWI" suche und die Filter "Auschüttung: thesaurierend" und "Replikationsmethode: vollständig" aktiviere, wird mir ein einziger ETF angezeigt: 

UBS ETF (IE) MSCI ACWI Socially Responsible UCITS ETF (hedged to EUR) A-acc

ISIN IE00BDR55927

WKN A2H5CB

 

Ist das denn dann eine gute Wahl?

Nein. Und ich sehe eine Reihe anderer:

 

https://www.justetf.com/de/find-etf.html?assetClass=class-equity&groupField=index&region=World&sector=none&equityStrategy=none

hier wird sowohl der Vanguard (erster) als auch die ACWI-Dinger aufgelistet.

 

 

Die wichtigste Frage ist aber: wie hoch wird dein Aktienanteil werden. Und das kannst nur du entscheiden. Lies mal den Thread von Leonhard_E. Die Gegenmeinugn vom Ramstein ist dort verlinkt.

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Geschrieben · bearbeitet von 9000Taler

vor 13 Minuten schrieb odensee:

Und ich sehe eine Reihe anderer:

https://www.justetf.com/de/find-etf.html?assetClass=class-equity&groupField=index&region=World&sector=none&equityStrategy=none

hier wird sowohl der Vanguard (erster) als auch die ACWI-Dinger aufgelistet.

Du hast da die beiden Filter "Auschüttung: thesaurierend" und "Replikationsmethode: vollständig" nicht gesetzt, richtig. Wenn ich das bei Deinem Suchergebnis mache, kommt wieder nur ein einziger ETF heraus:

Strategie und aktueller Kurs des Vanguard Global Liquidity Factor UCITS ETF

https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?groupField=index&replicationType=replicationType-full&equityStrategy=none&distributionPolicy=distributionPolicy-accumulating&assetClass=class-equity&region=World&sector=none&from=search&isin=IE00BYYR0D71

 

 

vor 13 Minuten schrieb odensee:

Die wichtigste Frage ist aber: wie hoch wird dein Aktienanteil werden. Und das kannst nur du entscheiden. Lies mal den Thread von Leonhard_E. Die Gegenmeinugn vom Ramstein ist dort verlinkt.

Dazu hatte ich mir folgendes überlegt. Ich habe ca. 150.000,- €. Mindestens die Hälfte davon möchte ich mit einer Zahlung in ETF(s) anlegen (kein automatischer Sparplan). Später würde ich dann in unregelmäßigen oder vielleicht auch in regelmäßigen Abstanden von Hand nachkaufen. Die andere Hälfte wollte ich einfach auf meinem Girokonto liegen lassen. Auf meinem Girokonto bringt das Geld natürlich 0% Rendite. Oder gibt es eine Möglichkeit, diese Hälfte auch mit einer ganz kleinen Rendite vollkommen risikofrei zu lagern? Vielleicht ein Tagesgeld-Konto?

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Geschrieben

Macht die Unterscheidung zwischen ausschüttend und thesaurierend überhaupt noch Sinn? Da gab es doch diese Anpassung im Steuerrecht dieses Jahr, oder? Also ich meine jetzt nur die rein monetären Unterschiede? Mir geht es nicht um die psychologische bzw. Disziplin-Frage.

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Geschrieben

vor 1 Minute schrieb 9000Taler:

Du hast da die beiden Filter "Auschüttung: thesaurierend" und "Replikationsmethode: vollständig" nicht gesetzt, richtig.

"vollständig" ist bei Fonds, die auf mehrere tausend Werte setzen, gar nicht so einfach umzusetzen. Nimm noch "sampling" dazu.

 

vor 1 Minute schrieb 9000Taler:

Wenn ich das bei Deinem Suchergebnis mache, kommt wieder nur ein einziger ETF heraus:

Strategie und aktueller Kurs des Vanguard Global Liquidity Factor UCITS ETF

Ich würde den nicht nehmen. Der ist aktiv gemanagt.

 

Du wirst an irgendeiner Stelle Abstriche machen müssen. Sei es bei ausschüttend/thesauriend, sei es bei der Replikationsmethode, oder bei der TD. Ich finde für mich(!) Ausschütter zwar nicht besonders sinnvoll, habe aber aktuell nur solche. ETF110, weil er umgestellt wurde auf Ausschüttung und jetzt den Vanguard All World. Für beide habe ich mich entschieden, weil sie eine niedrige TD haben (und der ETF110 zum Kaufzeitpunkt steuereinfach thesaurierte).

 

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vor 6 Minuten schrieb 9000Taler:

Macht die Unterscheidung zwischen ausschüttend und thesaurierend überhaupt noch Sinn?

Sofern du deinen Freibetrag noch nicht komplett nutzt, sind Ausschütter immer noch sinnvoller. Ansonsten ist es fast egal.

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Geschrieben · bearbeitet von OceanCloud

vor 19 Minuten schrieb 9000Taler:

. Auf meinem Girokonto bringt das Geld natürlich 0% Rendite. Oder gibt es eine Möglichkeit, diese Hälfte auch mit einer ganz kleinen Rendite vollkommen risikofrei zu lagern? Vielleicht ein Tagesgeld-Konto?

 

Auf dem Girokonto sollte man nur so viel Geld haben, wie man zum Leben braucht. Alles andere Geld sollte man zinsbringend anlegen.

Ich habe TG Konten bei 3 Banken,  das meiste   ist bei Moneyou mit 0,3 % (dann DKB 0,2% und ING-DIBA mit 0,1%)

 

Wobei ich die Konten genau in umgekehrter Reihenfolge eröffnet habe und dann Geld umgeschichtet habe, wenn der Zins sank.

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Geschrieben · bearbeitet von odensee

vor 19 Minuten schrieb 9000Taler:

Auf meinem Girokonto bringt das Geld natürlich 0% Rendite. Oder gibt es eine Möglichkeit, diese Hälfte auch mit einer ganz kleinen Rendite vollkommen risikofrei zu lagern? Vielleicht ein Tagesgeld-Konto?

Klar kannst du über 0% erreichen mit Tagesgelder und Festgeldern. Dazu brauchst du auch nicht irgendwelche osteuropäischen Banken.

 

In deinem ganz speziellen Fall würde es sich auch anbieten, die ersten 75.000 über einen Broker anzulegen, bei dem das sehr günstig oder gar kostenlos ist und anschließened das Depot zu wechseln und dazu eine der Wechselaktionen zu nutzen. Targo mit hohen TG-Zinsen (2% für ein Jahr... dann hast du die Inflationsrate schon fast erschlagen...) oder Consorsbank mit hohen Prämien würden mir da einfallen.

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Geschrieben

Ich habe mein Konto und mein Depot bei der Postbank. Der Übersichtlichkeit halber würde ich dort auch gerne meinen ETF kaufen. Die Postbank hebt unter Anderem diesen hier hervor:

ISHARES MSCI WORLD UCITS ETF - USD DIS

https://www.postbank.de/dienste/fondsundboerse/fonds_detail.html?ID_NOTATION=14453945

Was ist denn davon zu halten?

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Geschrieben · bearbeitet von odensee

vor 8 Minuten schrieb 9000Taler:

Ich habe mein Konto und mein Depot bei der Postbank. Der Übersichtlichkeit halber würde ich dort auch gerne meinen ETF kaufen.

Das freut die Postbank. 2% Zinsen auf 40.000 bei Tagesgeld einer soliden deutschen Bank würden mich davon abhalten, der Postbank eine Freude zu machen ;) ebenso möglicherweise die Gebührenstruktur der Postbank.

 

edit: aber über die Jahre gesehen reißen dich die 800 Euro TG-Zinsen (ist ja einmalig) natürlich nicht raus.

 

Zitat

Die Postbank hebt unter Anderem diesen hier hervor:

ISHARES MSCI WORLD UCITS ETF - USD DIS

https://www.postbank.de/dienste/fondsundboerse/fonds_detail.html?ID_NOTATION=14453945

Was ist denn davon zu halten?

Dann hast du keine Emerging Markets dabei. Muss man auch nicht. Ich habe auch erst seit kurzem EM mit dabei.

 

Bei den MSCI WORLD ETFs ist es fast egal, welchen du nimmst. Der ishares ist recht günstig (Trackingdifferenz): https://www.wertpapier-forum.de/topic/45254-trackingdifferenzen-von-aktien-etfs-auf-standardindizes/ und dort Tabelle 6 heranziehen.

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Geschrieben

vor 12 Minuten schrieb odensee:

Das freut die Postbank. 2% Zinsen auf 40.000 bei Tagesgeld einer soliden deutschen Bank würden mich davon abhalten, der Postbank eine Freude zu machen ;) ebenso möglicherweise die Gebührenstruktur der Postbank.

Wo gibt es denn heutzutage 2% Zinsen auf 40.000 bei Tagesgeld?

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Geschrieben

vor 1 Minute schrieb 9000Taler:

Wo gibt es denn heutzutage 2% Zinsen auf 40.000 bei Tagesgeld?

Bei der Targobank. Für ein Jahr. Du musst aber auch für 40.000 Euro Wertpapiere übertragen. Die du bei der ING-Diba ggf. kostenlos kaufen kannst. Ist aber nicht entscheidend für deine Altersvorsorge. Ich sag mir immer: es gibt weniger lukrative Hobbies als Depothopping (z.B. ein Auto für 28.000 auf Pump kaufen... :w00t:)

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Geschrieben

vor 1 Minute schrieb odensee:

Bei der Targobank. Für ein Jahr. Du musst aber auch für 40.000 Euro Wertpapiere übertragen. Die du bei der ING-Diba ggf. kostenlos kaufen kannst. Ist aber nicht entscheidend für deine Altersvorsorge. Ich sag mir immer: es gibt weniger lukrative Hobbies als Depothopping (z.B. ein Auto für 28.000 auf Pump kaufen... :w00t:)

Ah OK alles klar. Ich möchte gerne mein Geld sehr passiv anlegen. Kein Hopping usw. Wenn ich einigermaßen sicher die Inflationsrate abfangen kann, würde mir das schon ausreichen. Ich bin jetzt 52 Jahre alt. Also wäre der Anlagezeitraum ca. 8-15 Jahre. Ab dann würde ich mein Vermögen sozusagen bis zum Lebensende ausgeben wollen.

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Geschrieben · bearbeitet von Michalski

Wenn Du breit in einem ETF investieren willst, ist der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (ausschüttend) oder der SPDR MSCI ACWI IMI UCITS ETF (thesaurierend) nicht schlecht. Oft auch als sparplanfähig angeboten wird der Lyxor MSCI All Country World UCITS ETF, allerdings ist der ein Swapper und deckt etwas weniger ab als die anderen beiden.

 

Vergleich der Indizes auf den weltweiten Aktienmarkt

 

Zitat

MSCI World

Der MSCI World wird in der Regel als Preisindex publiziert. Berechnet wird er jedoch auch als Performanceindex. Er enthält über 1600 Aktien von grossen und mittleren Unternehmen aus 23 entwickelten Ländern. Der Index ist nach Marktkapitalisierung gewichtet. Neun der zehn am stärksten gewichteten Unternehmen stammen aus den USA. Mit Nestlé ist auch ein Schweizer Titel unter den Top 10 vertreten. Rund 53 Prozent des MSCI World sind in den USA investiert. Die Sektoren mit dem höchsten Gewicht sind Finanzen, Technologie und Konsumgüter.

 

MSCI All Country World

Der MSCI All Country World wird in der Regel als Preisindex publiziert. Berechnet wird er jedoch auch als Performanceindex. Der MSCI All Country World investiert in rund 2500 grosse und mittlere Unternehmen aus 23 entwickelten Märkten und 23 Schwellenländern. Der Index ist nach Marktkapitalisierung gewichtet. Acht der zehn am stärksten gewichteten Unternehmen stammen aus den USA. Mit Nestlé und Novartis sind auch zwei Schweizer Titel unter den Top 10 vertreten. Rund 52 Prozent des MSCI World All Country sind in den USA investiert. Die Sektoren mit dem höchsten Gewicht sind Finanzen, Technologie und Gesundheitswesen.

 

FTSE All-World

Der FTSE All-World wird in der Regel als Preisindex publiziert. Berechnet wird er jedoch auch als Performanceindex. Der FTSE All-World investiert in rund 3000 grosse und mittlere Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern. Neun der zehn am stärksten gewichteten Unternehmen stammen aus den USA. Mit Nestlé ist auch ein Schweizer Titel unter den Top 10 vertreten. Rund 53 Prozent des FTSE sind in den USA investiert. Die Sektoren mit dem höchsten Gewicht sind Finanzen, Technologie und Gesundheitswesen.

 

MSCI World Small Cap

Der MSCI World Small Cap wird in der Regel als Preisindex publiziert. Berechnet wird er jedoch auch als Performanceindex. Der Index umfasst über 4000 Titel von kleinen Unternehmen aus 23 Industrieländern. Die drei grössten Positionen kommen zusammen auf ein Gewicht von weniger als 0.5 Prozent. Der Index ist nach Marktkapitalisierung gewichtet und deckt rund 14 Prozent der Marktkapitalisierung in den betreffenden Ländern ab. Rund 57 Prozent des MSCI World Small Cap sind in den USA investiert. Die Sektoren mit dem höchsten Gewicht sind Finanzen, Technologie und Konsumgüter.

 

aufteilung-globale-regionen-msci.png

 

Siehe dazu vielleicht auch:

 

Für die 2 ETF-Lösung würde ich den Xtrackers MSCI World und Xtrackers MSCI Emerging Markets nehmen. Beide sind recht günstig, thesaurierend und physisch replizierend. Alternativ für Emerging Markets den iShares Core MSCI EM IMI ETF nehmen. Der deckt den investierbaren Markt ab, ist recht günstig und es gibt ihn thesaurierend und ausschüttend.

 

In Summe würde ich mir ansehen, mit welchem Brokerfrontend Du gut klar kommst und wo Du initial am günstigsten einkaufen kannst und falls Du langfristig per Sparplan kaufen willst, wo es den ETF Deiner Wahl kostengünstig oder kostenlos zu besparen gibt.

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Geschrieben

Einfach ist Trumpf, weil den Kopf den Du dir jetzt beim Sparen machst wirst du dir nachher wieder beim Entsparen machen: was verkaufe ich als erstes etc. Der Trend geht zu weniger, aber den Weltaktienmarkt beit abdeckende ETFs. Die genannten ETFs sind alle gut, für alles andere benötigt man die Glaskugel.

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vor 19 Stunden schrieb nikolov:

Einfach ist Trumpf, weil den Kopf den Du dir jetzt beim Sparen machst wirst du dir nachher wieder beim Entsparen machen: was verkaufe ich als erstes etc. Der Trend geht zu weniger, aber den Weltaktienmarkt beit abdeckende ETFs. Die genannten ETFs sind alle gut, für alles andere benötigt man die Glaskugel.

OK. das ist ein Gedanke, der mir sehr gut gefällt. Mir geht es nicht darum, das letzte bisschen Rendite herauszuquetschen, wenn ich das mal so sagen darf. Mir geht es als erstes drum, möglichst mit nicht all zu hohem Risiko den Wertverlust meines Geldes durch die Inflation abzufangen. Ich habe aber auch nichts dagegen, wenn die Rendite etwas höher ist und sich das Geld darüber hinaus noch etwas vermehrt. Gerade auch der Zinseszins-Effekt gefällt mir sehr gut.

 

Ich würde auch nur Geld investieren, was ich für mindestens 10 Jahre nicht brauche. Und da kommen wir auch schon zu einem sicher nicht ganz unwichtigen Punkt. Ich bin mit meinen 52 Jahren ja nun doch erst sehr spät in die ganze Sache eingestiegen. Darum mache ich mir ja auch so den Kopf, ob das ganze für mich überhaupt noch Sinn macht.

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vor 34 Minuten schrieb 9000Taler:

Und da kommen wir auch schon zu einem sicher nicht ganz unwichtigen Punkt. Ich bin mit meinen 52 Jahren ja nun doch erst sehr spät in die ganze Sache eingestiegen. Darum mache ich mir ja auch so den Kopf, ob das ganze für mich überhaupt noch Sinn macht.

Das ganze macht auch mit 52 noch Sinn. Die Frage die Du dir stellen musst, wie viel Risiko bist Du bereit einzugehen.

Es gibt eine einfache Faustformel, die man nehmen kann oder auch nicht.

100 - Alter, würde bei dir heißen, 48% risikoreiche Aktienanteil - 52% risikoarme Anlage.

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vor 3 Minuten schrieb west263:

Das ganze macht auch mit 52 noch Sinn. Die Frage die Du dir stellen musst, wie viel Risiko bist Du bereit einzugehen.

Es gibt eine einfache Faustformel, die man nehmen kann oder auch nicht.

100 - Alter, würde bei dir heißen, 48% risikoreiche Aktienanteil - 52% risikoarme Anlage.

Das mit der Einschätzung der eigenen Risikobereitschaft finde ich gar nicht so einfach. Aber mal angenommen, ich entscheide mich für 50/50. Dann gib es doch im Grunde 2 Möglichkeiten, das praktisch umzusetzen, wenn ich nicht irre.

Variante A) Ich investiere die Hälfte meines Geldes in ein Depot mit Aktien-ETF(s). Und die andere Hälfte lass ich da wo sie ist, (zB. Girokonto).
Variante B) Ich investiere in ein Depot mit 50% Aktien-ETF(s) und 50% Risiko-Armeen ETF(s)

 

Ist das soweit erstmal richtig? Und wenn ja, ist da unbedingt eine der beiden Varianten zu bevorzugen?

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7 minutes ago, 9000Taler said:

Ist das soweit erstmal richtig? 

 

Du kannst den risikoreichen und risikoarmen Anteil des Depots auch anders gestalten. 

 

Z.B. 25% risikoreiche Anleihen und 25% risikoreiche Aktien für die risikoreichen Teil. 

 

Ich denke aber, dass die Ausgestaltung sekundär ist, nachdem du Laufzeit und Risikobereitschaft geklärt hast. 

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Geschrieben · bearbeitet von odensee

vor 28 Minuten schrieb 9000Taler:

Das mit der Einschätzung der eigenen Risikobereitschaft finde ich gar nicht so einfach.

So ist es. Und dummerweise ist diese Frage deutlich wichtiger für die Anlageentscheidung als die Frage, ob man Südkorea im Depot haben will oder nicht. Hast du "Investieren für Einsteiger" mittlerweile gelesen? Leonhard_E fasst das ganz gut zusammen und verweist auch auf die abweichende Meinung von Ramstein.

 

Mit 48 zu 52 liegst du übrigens ganz dicht bei der 50/50-Verteilung, die ich weiter oben mal ins Spiel gebracht habe, um ein Anlageergebnis oberhalb der Inflationsrate zu erzielen.

 

Zitat

Variante A) Ich investiere die Hälfte meines Geldes in ein Depot mit Aktien-ETF(s). Und die andere Hälfte lass ich da wo sie ist, (zB. Girokonto).
Variante B) Ich investiere in ein Depot mit 50% Aktien-ETF(s) und 50% Risiko-Armeen ETF(s)

 

Ist das soweit erstmal richtig?

Wenn du mit "risikoarmen" ETFs solche meinst, die auf Staatsanleihen solider Staaten setzen: Ja.

 

Zitat

Und wenn ja, ist da unbedingt eine der beiden Varianten zu bevorzugen?

Nein. Es gibt Verfechter beider Varianten. Sparfux (ich finde den Thread gerade nicht) vergleicht vierteljährlich(?) die Renditen guter Festgelder mit Staatsanleihen und kommt regelmäßig zu dem Ergebnis, dass Festgelder eine bessere Rendite bieten. Andere (smartinvestor z.B.) beharren darauf, dass Festgelder nicht "sicher" sind. Da sind Glaubenskriege vorprogrammiert. ;) Wieder andere (otto03 als Beispiel...) erzielen auch mit Staatsanleihen noch positive Renditen. Aber otto03 spielt da auch in einer anderen Liga (mMn). (Positiv gemeint)

 

Ich persönlich setze auf Festgelder bei unterschiedlichen Banken (durchaus auch in NL und F, nicht aber in Ost- und Südeuropa). Auf dem Girokonto ist das Geld im übrigen auch nicht "sicher" in dem Sinne, wie einige (wenige) hier Sicherheit definieren. Sicher ist beim Girokonto nur, dass du 0% Zinsen bekommst und damit zusammen mit der Inflation in der Verlustzone bist. Das trifft auch für TG und FG zu (Ausnahmen wie 2% bei der Targobank mal aussen vor...;)). Allerdings sehe ich es so (abweichend wiederum von einigen anderen hier), dass auch das TG bzw. FG durchaus möglichst hohe positve Zinsen bringen soll um damit den Verlust durch Inflation abzumildern.

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Geschrieben

@odenseehat wie immer alles zusammengefasst, was man wissen muss. Genauso verfahre ich auch, risikoarm ist als Festgeld angelegt, 

Fr. und NL.

Ich selber bin noch knapp U50 und aktuell liegt die Verteilung bei 63% -  37%, tendenziell abnehmend.

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