Großausgabe über Kredit finanzieren und parallel investieren oder Ausgabe komplett abzahlen

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Hallo,

ich muss leider aufgrund meines Gesundheitszustandes eine teure OP (45.000 €) finanzieren, da die Krankenkasse diese nicht übernimmt.

 

Folgender Möglichkeiten hätte ich:

 

A) Direkt bezahlen von den Ersparnissen (dann wäre ein Großteil meiner Ersparnisse weg, aber immer noch genug, um eine komfortable Reserve zu haben). Lfd. Einkommen für die Zukunft ist vorhanden.

B) Einen Ratenkredit aufnehmen und über x Jahre abbezahlen, parallel mehr Geld als bei A) in den Aktienmarkt zu investieren (Quote Cash/Aktien soll konstant bleiben, also 60 % Cash, 40 % Aktien) 

Erfagrungsgemäß würde ich 4 % Kreditzinsen p.a. zahlen, am Aktienmarkt real 7 % p.a. machen, auch wenn das Risiko höher ist. Dementsprechend würde ich bei höherem Risiko 3 % mehr am Aktienmarkt machen. Die Wunschkreditlaufzeit ist ca. 5 - 6 Jahre, eine Monatsrate bis 750 € wäre tragbar aus lfd. Einkommen.

 

Was ist klüger, für den langfristigen Vermögensaufbau, wenn man eine gewisse Risikotragefähigkeit erlaubt? 

Bei B) würde ich die Ausgabe/Investition für die OP in die Zukunft strecken, da ich den Kredit über 5-6 Jahre abbezahle und könnte parallel mehr investieren, da ich eine höheren Cashbestand hätte, weil die Einmalausgabe (45.000 €) ja wegfällt und ich "nur" eine Monatsbelastung habe. Ein gesichertes Einkommen zur Abzahlung des Kredits hätte ich. Wenn es hart auf hart kommen würde, könnte ich den Kredit auch einmal tilgen, hätte dann aber weniger Ersparnisse und könnte wesentlich weniger in den Aktienmarkt investieren, da ich den Anteil Cash / Aktien konstant halten möchte.

 

Oder ist eine Teilfinanzierung über Kredit sinnvoller (nur 20-30 T€ über Kredit aufnehmen und über einen kürzeren Zeitraum abzahlen mit geringerer Monatslast (Tilgung+Zins)? 

Auf welche Parameter / Umstände kommt es noch an (z.B. Lebensumstände, Einkommen, steuerliche Aspekte)?

 

Vielen Dank für eine Antwort!

 

 

 

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Geschrieben · bearbeitet von DrFaustus

vor 7 Minuten schrieb Snowbear:

Hallo,

ich muss leider aufgrund meines Gesundheitszustandes eine teure OP (45.000 €) finanzieren, da die Krankenkasse diese nicht übernimmt.

 

Folgender Möglichkeiten hätte ich:

 

A) Direkt bezahlen von den Ersparnissen (dann wäre ein Großteil meiner Ersparnisse weg, aber immer noch genug, um eine komfortable Reserve zu haben). Lfd. Einkommen für die Zukunft ist vorhanden.

B) Einen Ratenkredit aufnehmen und über x Jahre abbezahlen, parallel mehr Geld als bei A) in den Aktienmarkt zu investieren (Quote Cash/Aktien soll konstant bleiben, also 60 % Cash, 40 % Aktien) 

Erfagrungsgemäß würde ich 4 % Kreditzinsen p.a. zahlen, am Aktienmarkt real 7 % p.a. machen, auch wenn das Risiko höher ist. Dementsprechend würde ich bei höherem Risiko 3 % mehr am Aktienmarkt machen. Die Wunschkreditlaufzeit ist ca. 5 - 6 Jahre, eine Monatsrate bis 750 € wäre tragbar aus lfd. Einkommen.

REAL 7%p.a.? Bist du dir da sicher?

Das würde bedeuten:

9%p.a. nach Steuern

12%p.a. vor Steuern

 

Also ich würde als Erwartungswert aktuell für den breiten Aktienmarkt nicht mehr als 6%p.a. ansetzen vor Steuern und Inflation.

Zitat

 

Was ist klüger, für den langfristigen Vermögensaufbau, wenn man eine gewisse Risikotragefähigkeit erlaubt? 

Bei B) würde ich die Ausgabe/Investition für die OP in die Zukunft strecken, da ich den Kredit über 5-6 Jahre abbezahle und könnte parallel mehr investieren, da ich eine höheren Cashbestand hätte, weil die Einmalausgabe (45.000 €) ja wegfällt und ich "nur" eine Monatsbelastung habe. Ein gesichertes Einkommen zur Abzahlung des Kredits hätte ich. Wenn es hart auf hart kommen würde, könnte ich den Kredit auch einmal tilgen, hätte dann aber weniger Ersparnisse und könnte wesentlich weniger in den Aktienmarkt investieren, da ich den Anteil Cash / Aktien konstant halten möchte.

 

Oder ist eine Teilfinanzierung über Kredit sinnvoller (nur 20-30 T€ über Kredit aufnehmen und über einen kürzeren Zeitraum abzahlen mit geringerer Monatslast (Tilgung+Zins)? 

Auf welche Parameter / Umstände kommt es noch an (z.B. Lebensumstände, Einkommen, steuerliche Aspekte)?

 

Vielen Dank für eine Antwort!

 

 

 

Ich würde aus den Ersparnissen bezahlen. Wenn du einen kredit auf BauFi-Zinsniveau bekommen könntest, also rund 1,5%p.a. wäre das eine Überlegung wert. Aber 4%p.a. wären mir zu viel.

 

Viel Glück auf jeden Fall für deine OP, dass alles gut verläuft!

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Geschrieben · bearbeitet von Schwachzocker

vor 43 Minuten schrieb DrFaustus:

REAL 7%p.a.? Bist du dir da sicher?

Natürlich ist er sich sicher. Das kann man ganz genau berechnen.:rolleyes:

Wenn das so ist, dann sofort machen!

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Geschrieben

Mal wieder eine hilfreiche Info vom Schwachzocker. Komm geh spielen....

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vor 1 Stunde schrieb Snowbear:

Was ist klüger, für den langfristigen Vermögensaufbau, wenn man eine gewisse Risikotragefähigkeit erlaubt? 

Was hat die OP mit der Möglichkeit zur Investition/Spekulation auf Kredit zu tun?

Würdest Du ohne OP einen derartigen Kredit aufnehmen, um damit in den Aktienmarkt zu investieren?

Wenn Du das nicht tun würdest, dann solltest Du nicht wegen der OP auf Kredit investieren.

Meine unmaßgebliche Meinung.

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Geschrieben

vor 2 Minuten schrieb Nachdenklich:

Was hat die OP mit der Möglichkeit zur Investition/Spekulation auf Kredit zu tun?

...

:thumbsup:

Die OP ist natürlich nur eine beliebige Ausrede vor sich selbst, um auf Kredit spekulieren zu können. Die OP ist ersetzbar durch beliebige andere Notfälle (von denen Faustus nicht glaubt, dass es sie gibt).

Es könnte ein Totalschaden am Auto sein, und dann fragt man sich, ob man für einen Neukauf seine Ersparnisse auflösen oder lieber einen Kredit aufnehmen soll.

Oder die Eltern werden hilfsbedürftig. Soll man es auf Kredit bezahlen oder seine Ersparnisse verwenden?

 

Warum spart man überhaupt, wenn man das Geld nicht verwenden will?  

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Geschrieben

Ganz schön dreißt was du dir herausnimmst. Dem TO zu unterstellen, er möchte einfach nur zocken.

Vielleicht hast du es nicht gelesen: Der TO HAT 60% Cash "in dä Täsch"

Und nun? Hilft ihm dein Paplaver bei seiner Entscheidung? Vielleicht solltest du einfach mal nichts schreiben, wenn du nichts zu sagen hast.

Bist du mit spielen schon fertig? Kannst auch gerne noch dein Zimmer aufräumen.

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Geschrieben · bearbeitet von JosefSpa

vor 2 Stunden schrieb Snowbear:

Erfagrungsgemäß würde ich 4 % Kreditzinsen p.a. zahlen

Das kommt mir selbst für den Verwendungszweck aktuell arg hoch vor. Selbst wenn ich bei Check24 45.000 € Kredite zur freien Verwendung überprüfe, kommt meist ein Zinssatz von um die 2 % heraus. Und dass deine Bonität derart schlecht ist, halte ich für unwahrscheinlich wenn du derartige Cashbestände wie angegeben hast.

Bei einem Zinssatz von 4 % wäre es meiner Meinung zu riskant (hinsichtlich einer schlechteren Ausgangslage) nebenbei Geld anzulegen.

Bei niedrigeren Zinssätzen ergibt sich für mich ein anderes Bild. Habe letztes Jahr selbst einen Immokredit für 1,2 % aufgenommen und wollte bewusst parallel Geld an der Börse anlegen. Wäre der Zinssatz deutlich höher gewesen, hätte ich die Zuversicht für eine langfristig bessere Ausgangslage nicht.

Dann würde ich einen Teilbetrag sofort bezahlen und entsprechend bessere Zinssätze fordern.

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Schließe mich der Mehrzahl an, die davon eher abraten. Vielleicht hast du ja sogar Glück und nach der OP korrigiert der Aktienmarkt mal deutlicher und du kannst bei der nächsten großen Ansparphase günstigere Kurse haben. 

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Magst du uns sagen, wie es sein kann, dass du für eine OP 45k zahlen musst und die KK zahlt nicht?

Sorry, falls zu privat.

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Geschrieben

Mal am Rande gefragt, in Anbetracht der ja nicht gerade unerheblichen Kosten: Der negativen Entscheidung zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse ließ sich auch mit den Rechtsmitteln Widerspruch bzw. Klage nicht beikommen?

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vor 3 Stunden schrieb Snowbear:

Einen Ratenkredit aufnehmen und über x Jahre abbezahlen, parallel mehr Geld als bei A) in den Aktienmarkt zu investieren (Quote Cash/Aktien soll konstant bleiben, also 60 % Cash, 40 % Aktien) 

 

Nochmal, weil der Faden in andere Gebiete abzudriften droht:

Habe ich Dich richtig verstanden?

Du möchtest einen Kredit über 45.000,- Euro (oder einen Teilbetrag davon) aufnehmen, damit Du weiterhin mit 60% in Cash und 40% in Aktien investiert bleiben kannst (und hoffst dabei auf eine reale Rendite mit den Aktien von 7%).

Ich verstehe den Wunsch, weiterhin in Aktien investiert bleiben zu wollen (auch wenn ich die reale Rendite von 7% für die Aktien für eine optimistische Annahme halte), aber warum fährst Du denn dann nicht die Cash-Quote zurück? Wenn Du die Liquidität irgendwann für etwas anderes brauchen solltest, kannst Du immer noch einen Kredit aufnehmen.

Ich würde doch kein Cash halten und dabei 4% für den Kredit zahlen.

Das erschließt sich mir beim besten Willen nicht.

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vor 3 Stunden schrieb Snowbear:

Auf welche Parameter / Umstände kommt es noch an (z.B. Lebensumstände, Einkommen, steuerliche Aspekte)?

 

Die Kosten für die OP wirst du sicherlich als Sonderausgaben steuerlich absetzen können. Es wäre also gut, und bei der Überlegung mit zu berücksichtigen, wenn du entsprechende Einkünfte hast/generierst.

Anlagen, auf die Abgeltungssteuer fällig wird, gehören meines Wissens nach nicht (mehr) dazu.

 

 

Eine Anregung aus einem ähnlichen Bereich: Ich habe im Hinterkopf, daß man für "altersgerechte" Umbauten am Haus (Treppenlift, notwendiger Badumbau etc.) zinsgünstige Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau bekommen kann. Es sollte mich sehr wundern, wenn man ähnliche zinsgünstige Kredite nicht auch für so eine OP bekommen kann, ggf. von einer anderen Stelle.

 

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vor 2 Stunden schrieb DrFaustus:

Ganz schön dreißt was du dir herausnimmst. Dem TO zu unterstellen, er möchte einfach nur zocken.

Wer? Ich?:lol:

Wäre "zocken" denn ehrenrührig und beleidigend?

 

vor 2 Stunden schrieb DrFaustus:

Und nun? Hilft ihm dein Paplaver bei seiner Entscheidung?...

Eventuell hilft es bei der Entscheidung, welcher Körperteil operiert werden muss.:lol:

 

 

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vor 4 Stunden schrieb Snowbear:

B) Einen Ratenkredit aufnehmen und über x Jahre abbezahlen, parallel mehr Geld als bei A) in den Aktienmarkt zu investieren (Quote Cash/Aktien soll konstant bleiben, also 60 % Cash, 40 % Aktien)

Du überlegst im Ernst, einen teuren Kredit aufzunehmen, um deine 60% Cashquote nicht senken zu müssen?!? Das Vorhaben kann man wahlweise als Selbstbetrug, mentale Buchführung oder blanken Nonsens bezeichen.

(Wenn der Kredit zinslos wäre, könnte man darüber nachdenken.)

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Geschrieben

100 % Möglichkeit A - in meinen Augen gibt es da keine zwei Meinungen.

 

Für 5-6 Jahre ist ein Zock am Aktienmarkt, noch dazu gehebelt, einfach ein viel zu hohes Risiko.

7% Nettorendite muss man erstmal erreichen und entspricht sicherlich nicht dem langjährigen Mittel.

 

 

 

 

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Geschrieben

Zitat

REAL 7%p.a.? Bist du dir da sicher?

Das würde bedeuten:

9%p.a. nach Steuern

12%p.a. vor Steuern

 

Also ich würde als Erwartungswert aktuell für den breiten Aktienmarkt nicht mehr als 6%p.a. ansetzen vor Steuern und Inflation.

Müsste man nicht die Inflation außen vor lassen? Die Schulden werden ja im gleichen Maß entwertet.

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Geschrieben

Ich wollte damit zeigen, wie weit 6% real weg sind von aktuell erzielbaren Renditen. Aber ja, Inflation braucht man hier nicht berücksichtigen.

Allerdings müsste der TO die 6% Real mit seiner 60/40 Allokation erreichen und nicht nur mit dem Aktienanteil. Auf Cash gibt es Jahr 0%... 

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Geschrieben · bearbeitet von padavona

Schätze dich glücklich, dass du zu den Menschen gehörst, die so eine Summe aus Ersparnissen aufbringen können (Glück im Unglück). Ich würde dafür auch keinen Kredit aufnehmen. 5-6 Jahre sind kein Zeitraum in dem man am Aktienmarkt mit 5% und mehr Rendite rechnen sollte.

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Geschrieben · bearbeitet von B Gates

Mich würde es auch interessieren. Wieso 45K Eigenleistung ???

 

Ist das eine Herz oder Hüft-OP oder wie?

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Geschrieben

Der entscheidende Punkt Cash zu halten und parallel einen Kredit aufzunehmen, wäre, dass ich die Belastungen in die  Zukunft verschieben  würde und meine aktuelle Finanzlage sich nicht ändern würde. Ich müsste mein Anlegerverhalten nicht ändern und nicht Cash erneut aufbauen und meine Investitionsquote in den Aktienmarkt runterfahren. Oder wo ist mein Denkfehler!? Es macht natürlich nur Sinn, wenn die Kreditkosten gering sind, 4 Prozent sind i.d. Tat sehr hoch. Ich wüßte nicht, wo man 2 Prozent oder weniger bekommen kann, auch nicht bei Ckeck24 etc.? Eigentum in Form einer Immobilie für einen günstigeren Wohnkredit ist nicht vorhanden.

Nur am Rande: Es geht um eine OP in einer Privatklinik, die führend in der Behandlung auf dem betroffenen Gebiet ist.

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Geschrieben

Wie gut laufen denn deine Aktien ? Bist du im plus?

Ist es nicht überlegenswert, eventuelle Gewinne zu realisieren und davon (evtl. zum Teil) die OP zu bezahlen ?

 

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