Wie so oft, dass "erste Gespräch"

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Guten Morgen zusammen,

 

hatte pünktlich zum Jahreswechsel mein erstes Gespräch mit dem Berater von der Bank, um über meine Finanzen zu reden.

Wie möchte man seine Finanzielle Zukunft gestalten etc. pp.

Hab mir schon ein paar ältere Threads dazu durchgelesen, diese sind aber teilweise mehrere Jahre alt und deswegen mach ich nochmal für mich was neues auf.

 

Auf dem Konto liegt Summe X, schon seit vielen vielen Jahren rum und da das Thema "finanzielle Freiheit" oder wie man es auch immer nennen mag, immer mehr in aller Munde ist, muss auch ich mich mal mit dem Thema auseinander setzen. Also Termin gemacht und Gespräch durchgeführt.

 

Risikoanalyse durchgeführt - Risikobereitschaft 4 von 5

 

Neigung zu Aktien/Immobilien erklärt und bei Aktien/Fonds hängen geblieben.

 

Vorschlag vom Berater:

 

Renten/Spareinlagen - 30%

Aktien - 50%

Offene Immobilienfonds - 15%

Liquidität - 5%

 

Renten/Sparanlage - wurde vorgeschlagen - Deka-BasisAnlage A60*

Aktien - wurde vorgeschlagen - Deka-BasisAnlage A60* + Deka-DividenenStrategie

Offene Immobilienfonds - wurde vorgeschlagen - Deka-Immobilien Europa

 

Renten/Sparanlage - Durchschnittsrendite/Wertzuwachs der letzten Jahre ~ 3,26%

 

Aktien - Durchschnittsrendite/Wertzuwachs der letzten Jahre - 11,4%

 

Offene Immobilienfonds - Durchschnittsrendite/Wertzuwachs der letzten Jahre - 2,71%

 

Auf diesen Stand wurde ich gebracht und an sich hört sich das natürlich erst mal alles SUPER an.

Unterlagen weiter durchgeschaut und auf folgendes gestoßen:

 

 

Deka-BasisAnlage A60* - Ausgabeauf- und Rücknahmeabschläge 4%,  laufende Kosten 1,3%, An die Wertentwicklung des Fonds gebundene Gebühren 20% bei 3% EZB Leitzinsübersteigung

 

Deka-DividenenStrategie - Ausgabeauf- und Rücknahmeabschläge 3,75%, laufende Kosten 1,43%

 

Deka-ImmobilienEuropa - Ausgabeauf- und Rücknahmeabschläge 6% (zur Zeit 5,26%), laufende Kosten 0,85%, Gebühren bei An- und Verkauf, sowie Baumaßnahmen von Immobilien, 1% der Baukosten, bei Projektentwicklungen 2% der Baukosten, Im Jahr 2017 waren dies 0,07%

 

Habe mich super mit meinem Berater unterhalten und ich muss gestehen, habe mich auch in erste Linie super verstanden und beraten gefühlt.

Jetzt habe ich die Fonds alle mal gegoogelt mit Erfahrungsberichten etc. und bin halt auf dieses Forum gestoßen und wollte euch nach eurer Meinung dazu fragen.

Viele Meinungen gehen bei, wie so oft, vielen Dingen auseinander, was ich bisher aber hier gelesen habe ist, das die Mehrheit dies als nicht so gute Anlage ansieht.

Ich möchte keine Meinung von irgendwelchen Fanatikern haben die meinen SIE haben das unendliche Wissen und nur was SIE machen ist der richtige Weg, sondern eine allgemeine ehrliche Meinung von ganz normalen Menschen zu einem ganz normalen bisher unwissenden Mensch :D

 

Mit freundlichen Grüßen und ein frohes neues Jahr 2019

 

Nubi

 

 

ps. Bei Unklarheiten oder Fragen....einfach Fragen

 

 

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Hallo und herzlich willkommen!

 

Mit diesem Vorschlag verdient hauptsächlich einer erstmal Geld - die Bank.

Wie du richtig gesehen hast, sind die Fonds teuer in der Anschaffung,dem Unterhalt und dann wird noch eine Erfolgsprämie gebucht.

 

Grundsätzlich ist die Aufteilung nicht schlecht, du bekommst aber das gleiche günstiger in Form von ETF‘s.

 

Auch hier gibt es Renten/Anleihen/Aktien.

 

Diese Informationen halten die Banken einem gerne vor oder bieten es gar nicht an, weil sie damit an Gebühren nichts verdienen.

 

Ich würde vorschlagen du liest dich erstmal in das Thema ein und entscheidest dann, was für dich in Frage kommt.

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Folgendes lesen:

 

 

 

 

Zu den vorgeschlagenen Anlagen wären WKN/ISIN hilfreich, damit man das nicht selber suchen muss.
Du warst bei der Sparkasse oder wie erklären sich sonst die Deka-Only Produkte?

 

 

Eigene Meinung:

Du kannst die vorgeschlagenen Verteilung der Anlageklassen besser und günstiger selbst umsetzen.

Ob Immobilienfonds überhaupt gebraucht werden, musst du entscheiden, als Einstieg für mich aber zu komplex.

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Posted · Edited by intInvest

vor 28 Minuten schrieb Nubi:

Renten/Sparanlage - Durchschnittsrendite/Wertzuwachs der letzten Jahre ~ 3,26%

 

Aktien - Durchschnittsrendite/Wertzuwachs der letzten Jahre - 11,4%

Wo sind denn diese Daten her?

Siehe:

 

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B0M62Q58,DE000DK2CDS0,DE000DK2CFR7

 

Basisanlage A60 die letzten 5 Jahre mit 1,1% p.a. (letztes Jahr - 6,54%)

Dividendenstrategie die letzten 5 Jahre mit 5,57% p.a.

 

Zum Vergleich habe ich noch einen simplen ETF auf den MSCI World eingefügt. Vergleich von World vs. World Dividend ist hier erlaubt, da es keinen expliziten Wunsch nach "Dividenden Fonds" gibt, sondern einfach nur nach Aktien.

 

Weit entfernt von den angegebenen Daten? Oder sollen diese Angaben der kumulierte Wertzuwachs sein?

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vor 18 Minuten schrieb Portfolio2055:

Grundsätzlich ist die Aufteilung nicht schlecht, du bekommst aber das gleiche günstiger in Form von ETF‘s.

 

@Portfolio2055Dringend lesen, insbesondere Ende.

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vor 6 Minuten schrieb intInvest:

Wo sind denn diese Daten her?

Siehe:

 

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/IE00B0M62Q58,DE000DK2CDS0,DE000DK2CFR7

 

Basisanlage A60 die letzten 5 Jahre mit 1,1% p.a. (letztes Jahr - 6,54%)

Dividendenstrategie die letzten 5 Jahre mit 5,57% p.a.

 

Weit entfernt von den angegebenen Daten? Oder sollen diese Angaben der kumulierte Wertzuwachs sein?

 

Gab paar Blättchen dabei, wo die letzten Jahre aufgeführt worden sind unter "frühere Wertentwicklung". Habe einfach die Werte zusammengezählt und den Schnitt genommen

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vor 10 Minuten schrieb Nubi:

Gab paar Blättchen dabei, wo die letzten Jahre aufgeführt worden sind unter "frühere Wertentwicklung". Habe einfach die Werte zusammengezählt und den Schnitt genommen

 

Arithmetisches Mittel also. Das ist völlig falsch.

 

Beispiel: 100 Euro + 50% = 150 Euro. 150 Euro -50% = 75 Euro.

 

Du musst das geometrische Mittel nehmen.

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vor 42 Minuten schrieb Nubi:

Deka-BasisAnlage A60* - Ausgabeauf- und Rücknahmeabschläge 4%,  laufende Kosten 1,3%, An die Wertentwicklung des Fonds gebundene Gebühren 20% bei 3% EZB Leitzinsübersteigung

zu teuer. Kosten sind Renditekiller.

 

vor 42 Minuten schrieb Nubi:

Deka-DividenenStrategie - Ausgabeauf- und Rücknahmeabschläge 3,75%, laufende Kosten 1,43%

 

zu teuer. Kosten sind Renditekiller.

 

vor 42 Minuten schrieb Nubi:

Deka-ImmobilienEuropa - Ausgabeauf- und Rücknahmeabschläge 6% (zur Zeit 5,26%), laufende Kosten 0,85%, Gebühren bei An- und Verkauf, sowie Baumaßnahmen von Immobilien, 1% der Baukosten, bei Projektentwicklungen 2% der Baukosten, Im Jahr 2017 waren dies 0,07%

viel zu teuer. Kosten sind Renditekiller! (die übrigen Kosten des Immofonds sind nicht zu vermeiden und "passen")

 

vor 42 Minuten schrieb Nubi:

Habe mich super mit meinem Berater unterhalten und ich muss gestehen, habe mich auch in erste Linie super verstanden und beraten gefühlt.

Dann hat er, aus Sicht seines Arbeitgebers, einen guten Job gemacht.

 

vor 42 Minuten schrieb Nubi:

Ich möchte keine Meinung von irgendwelchen Fanatikern haben die meinen SIE haben das unendliche Wissen und nur was SIE machen ist der richtige Weg, sondern eine allgemeine ehrliche Meinung von ganz normalen Menschen zu einem ganz normalen bisher unwissenden Mensch :D

In der vagen Hoffnung, von meiner Umwelt als halbwegs normal angesehen zu werden: ich empfehle dir, die Themen zu lesen, die in meiner Signatur verlinkt sind.

 

Zu offenen Immofonds (OI) wirst du dort nichts finden. Daher: die kannst du auch günstiger über die Börse kaufen. Du solltest dich vor einem Kauf aber mit den Risiken von OIs beschäftigen. Ich habe auch einige davon im Depot, andere lehnen die komplett ab.

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Hey Nubi!

 

Es ist schön, dass du dich entschieden hast, dich aktiv und bewusst um deine Finanzen zu kümmern.

Es ist schön, dass du dich natürlicherweise erstmal bei deiner Hausbank informiert hast.

Es ist schön, dass du dich nicht allein auf dein Bauchgefühl verlassen hast und dich erstmal noch intensiver mit der Materie beschäftigen möchtest.

 

Über die einzelnen Produkte die es am Finanzmarkt gibt, kann man sich mit Sicherheit mehrere Nächte um die Ohren schlagen und immer noch zu keinem, für dich sinnvollen, Ergebnis kommen.

 

Das wichtigste, und das berücksichtigen leider die Wenigsten, ist die Aufteilung deiner Finanzen in Anlageklassen (Assetklassen). Ich bin kein Freund davon ohne gesammelte Erfahrungen gleich von 0 auf 100 zu starten, denn es fehlt die Einschätzung ob du mit den getroffenen Entscheidungen ruhig schlafen kannst und das, empfinde ich als das Wichtigste.

 

Die Entscheidung zur Aufteilung auf die verschiedenen Anlageklassen wird dir niemand in diesem Forum abnehmen können; sie ist zu subjektiv und individuell.

 

Informiere dich über die verschiedenen Anlageklassen (von risikoarm bis risikoreich).

 

Lege eine vorerst für dich sinnvolle Aufteilung deiner Finanzen in Anlageklassen fest.

 

Verschaffe dir einen ersten Überblick über die am Finanzmarkt vorhandenen Produkte in den verschiedenen Anlageklassen.

 

Reduziere zu Beginn das Verhältnis in risikoreicheren Anlageklassen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Die täglichen Bewegungen am Aktienmarkt – das normale Rauschen – können dich vielleicht schon von einem ruhigen Schlaf abhalten; geschweige denn, wenn es zu einem Crash kommt.

 

Erst dann kommt die tatsächliche Entscheidung für oder gegen ein spezifisches Produkt und spiegelt letztlich nur noch das individuelle Ergebnis deiner zuvor getroffenen Entscheidungen.

 

Bei jedem dieser Schritte kann dich dieses Forum unterstützen; dir aber keinesfalls die Entscheidung abnehmen. Überspringe nicht einzelne Schritte. Es bringt weder dir noch dem Forum etwas über spezifische Produkte zu diskutieren, wenn du noch keine für dich sinnvolle Aufteilung auf die verschiedenen Anlageklassen definiert hast. Davon hängt maßgeblich das Investitionsvolumen und damit der Grad an Diversifikation ab.

 

Ich hoffe, dass ich dir hiermit vorerst weiterhelfen konnte.

 

happy learning, Mikas

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Als Miteinsteiger kann ich dir folgendes sagen: Für mich ist dieses Forum lehrreicher gewesen als alle Google-Links, Blogs, Bankberater und so weiter.

 

Ob du einen oder zwei Monate früher oder später investierst wird vermutlich nur wenig am Ergebnis ändern, daher würde ich erstmal etwas Zeit nehmen um zu lernen, lernen und lernen.

 

Meine Vermutung: Der Bankberater verdient umso besser, je teureren Kram er dir verkauft, kurz, er ist eigentlich nur ein Verkäufer. Kein Berater der nur dir eine Dienstleistung erbringt, wie z.B. ein reiner Honorarberater. Das ist das eigentliche Problem, "Provisionsberater" bei Banken nutzen den Vertrauensbonus den sie haben brutalstmöglich aus.

 

Es hilft auch zu sagen um wieviel Geld es geht. 5% Bargeldreserve bei 7000€ sind nur 350€,. ;)

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Posted · Edited by Walter White

vor 1 Stunde schrieb Einstiegskurs:

Als Miteinsteiger kann ich dir folgendes sagen: Für mich ist dieses Forum lehrreicher gewesen als alle Google-Links, Blogs, Bankberater und so weiter.

Und wichtiger, wenn du nicht mehr mit Schottersteinen beschmissen wirst, dann weißt das du das du es halbwegs gut machst. (Oder anders herum , unbelehrbar)  :thumbsup:

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