ETF-Depot richtig umstrukturieren - Hilfe gesucht

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36 posts in this topic

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Hallo zusammen,

 

bezugnehmend auf folgende Diskussion https://www.wertpapier-forum.de/topic/57158-etfs-wirklich-besser-als-aktive-fonds/ überlege ich nun, meine aktiven Fonds abzustoßen und komplett auf ETF zu setzen.

 

Aktuell habe ich ca. 50.000 Euro in folgenden Postionen angelegt (jeweils 1/5):

 

Acatis Gané Value Event Fonds A0X754
ComStage MSCI World UCITS ETF  ETF110
Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen  A0M8HD
Siemens Global Growth 977265
SPDR S&P US DIVID.ARISTOCR.ETF A1JKS0

 

Die ETFs würde ich behalten, den Rest rasch verkaufen und den Erlös investieren. Welche ETfs könnte ich nun beimischen, um ein sinnvolles Portfolio zu haben? Welche Gewichtung würde sich anbieten? Sollten Emergin Markets dazu? Oder eine Zukunftsbranche (Robotics)? Ergänzen sich MSCI World und SPDR sinnvoll?

 

Lese gerade im Kommer, habe zudem die Publikationen von Warentest gelesen. "Pantoffel-Portfolio" find ich nicht so spannend bzw. obsolet, zumal das ja ohne Tagesgeld-Zinsen eh nicht mehr funktioniert.

 

Zweck der Sache wäre eine Rentenaufbesserung (bin 50 Jahre), Anlagehorziont also mind. 15 Jahre (ev. 20), fester Job und Rücklagen für mind. 1 Jahr vorhanden, brauche das Geld nicht zum leben und bin dementsprechend risikofreudig.

 

Über Tipps würde ich mich freuen,

Patrick

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Auszug aus ETF-Depot aufbauen :

 

"Als dieser Faden erstellt wurde, gab es noch keine günstigen "All World" ETFs am deutschen Markt. Daher die ganze Aufteileritis. Heutzutage fängt man am besten mit einem einzigen ETF an und oftmals kann man da auch bei bleiben, zumindest bis das Depot 6-stellig wird und man eigene Ideen umsetzen will."

 

Einfach erst mal lesen, dann wird dir schon vieles klarer. Den World ETF hast du ja bereits, EM könntest du noch dazu mischen (10% - 30%). Dann hast du eine gute Basis.

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Den Thread habe ich mir auch schon angeschaut.

 

Die "Aufteilung" dient ja der Risikostreuung. Wäre es da nicht zu gefährlich nur auf einen ETF zu setzen? 

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vor 16 Minuten von pdfstick:

Den Thread habe ich mir auch schon angeschaut.

 

Die "Aufteilung" dient ja der Risikostreuung. Wäre es da nicht zu gefährlich nur auf einen ETF zu setzen? 

Der Streuung welches Risikos?

Wertschwankungen durch Diversifikation zu minimieren schafft ein marktbreiter ETF (ACWI / All-World) ohne Probleme. Themen-ETFs, z.B. Robotics, wirken da sogar der Streuung entgegen und erhöhen Risiko & Chance durch eine Konzentration.

Oder macht dir das Vehikel sorgen, sprich: Der ETF muss aus irgendwelchen Gründen abgewickelt werden?

Wenn du diesem Risiko entgegenwirken willst, dann wäre es sinnvoller und weniger aufwändig, schlicht mehrere verschiedene All World/ACWI zu besparen - da ist dann das Rebalancing auch egal.

 

 

 

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Posted · Edited by Walter White

Nein, die Aufteilung dient nicht der Risikostreuung sondern dem gewichten diverser Regionen und/oder Branchen im Bezug auf Indexfonds. Risikostreuung machst du  mit mit verschiedenen Asset Klassen und deren Aufteilung wie z.B.  Tagesgeld, Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe. 

 

In einem All World ETF sind sind gut 3.300 Titel enthalten, teilst du die wichtigsten Regionen (lt. ETF Depot aufbauen) in 6 ETFs, sind es auch nicht mehr Unternehmen, dazu einen ordentlichen Schuss Tagesgeld und schon steht das Depot.

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Die wichtigste Frage die ich mir halt stelle ist ob ich die aktiven Fonds verkaufen soll oder nicht.

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Wenn du der Meinung bist, dass die aktiven Fonds ihre Mehrkosten nicht wert sind, ist eine Umschichtung hin zu günstigeren Vehikeln absolut sinnvoll. Ich persönlich würde es so machen.

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Lies die Stickies. Das beantwortet viele deiner Fragen.

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vor 6 Stunden von pdfstick:

Die wichtigste Frage die ich mir halt stelle ist ob ich die aktiven Fonds verkaufen soll oder nicht.

 

Zuerst mal ist es wichtig das du dir einen Plan machst wie das zukünftige Depot aussehen soll. Ich bin in deinem Alter und ich denke mal das du es ein wenig "einfacher" gestalten möchtest, so höre ich das zumindest raus.

Wenn du das erarbeitet hast kannst du entweder nach und nach verkaufen, die Fonds sollten ohne mir das genau angesehen zu haben, ja alle halbwegs gut gelaufen sein um mit (eventuellem) Gewinn zu verkaufen. Das liegt nun bei dir wie du das handhaben möchtest und diese Entscheidung nimmt dir keiner ab.

Das wichtigste ist ein Ziel zu verfolgen und dies immer im Blick zu haben. Und wenn du es einfach haben möchtest reicht auch da dein ETF110 und alles ist schick. Mach dir keinen Stress, denn du musst ja nicht gleich morgen alles verkaufen. Eile ist ein schlechter Ratgeber. Wenn du meinst die Zeit ist reif, dann ist es richtig. Du wirst schon sehen, es ist ein verdammt gutes Gefühl eigene Entscheidungen zu treffen und dazu zu stehen. Infos hast du hier genug bekommen, jetzt liegt es bei dir.

 

Was mich dann aber doch interessiert, du musst natürlich keine Auskunft darüber geben wenn du nicht möchtest, wie hoch ist denn neben den 50k der sichere Anteil deiner Geldanlage?  Eine nicht zu verachtende Größe im Portfolio.

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Also es geht weniger um Vereinfachung als darum, dass die aktiven Fonds ja als zu teuer gelten und ETFs einfach besser sind (so liest man ja überall).

 

Zeit ist immer relativ, wenn die aktiven Fonds jetzt nach unten wegbrechen verkauf ich mit Sicherheit nicht - meine Kosten will ich schon wiederhaben. Deshalb würd ich lieber aussteigen solange die Zahlen noch grün sind.

 

An sicheren Anteil habe ich nochmal 25k, aber die bleiben erst mal auf dem Tagesgeldkonto zu satten 0,01% Zinsen (wo auch sonst?) Traurig aber wahr.

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vor einer Stunde von pdfstick:

Zeit ist immer relativ, wenn die aktiven Fonds jetzt nach unten wegbrechen verkauf ich mit Sicherheit nicht - meine Kosten will ich schon wiederhaben. Deshalb würd ich lieber aussteigen solange die Zahlen noch grün sind.

Und was ist der Unterschied für Dein Vermögen, wenn nach Deinem Tausch die Kurse einbrechen?

Typischer Fall des Dispositionseffekts...

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Der Unterschied ist doch dass ich weniger teure Fonds habe. Darum geht es doch eigentlich. Da ich die Anteile 20 Jahre halte ist mir ein Crash egal, aber schöner wäre es dann weniger teure Fonds zu halten. Ist doch verständlich oder?

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vor 1 Stunde von pdfstick:

wenn die aktiven Fonds jetzt nach unten wegbrechen verkauf ich mit Sicherheit nicht - meine Kosten will ich schon wiederhaben.

und jetzt verkaufst Du sie und was passiert dann mit dem Geld?

 

Acatis - Mischfonds 70% Aktienanteil 10.000€

Frankfurter - Strategiefonds ??? Aktienanteil 23%? 10.000€

Siemens - Small / MidCap 10.000€

 

Bevor Du jetzt anfängst alles rauszuhauen, solltest Du dir erstmal eine Strategie überlegen, wie dein Depot überhaupt aussehen soll. Da sind zwei relativ defensive Fonds enthalten.

Wie soll die Gewichtung Risiko - Risikoarm sein? In einem Alter von 50, sollte man schon etwas darüber nachdenken.

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Das Geld würde ich dann wohl in einige wenige ETFs mit niedriger TER stecken.

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Ich habe mir mal die Mühe gemacht dein Portfolio ins Morningstar xRay Tool zu tippen.

 

Nehmen ich den besten Fall, den 5 Jahres Vergleich stelle ich folgendes fest: Dein Depot hätte im Vergleich zum Benchmark 1,92% besser abgeschnitten als der Benchmark; hier Aktien weltweit, Standardwerte. Aber, es ist auch ein vier bis fünffaches teurer als ein einziger ETF110. Ergo, ETF110 hätte auch gereicht um deinen "Fonds Zoo" zu ersetzen. 

 

Ich frage dich warum in wenige ETFs, was versprichst du dir davon, wenn einer ausreicht um Dein Soll zu erfüllen? Das ist mir ein Rätsel.

 

vor 8 Stunden von pdfstick:

Das Geld würde ich dann wohl in einige wenige ETFs mit niedriger TER stecken.

 

In allen anderen Vergleichen schnitt der eine ETF dann besser ab. Und stelle jetzt bitte keine Glaskugel Fragen, werte die Daten aus und handle danach. Nach langem Zögern meinerseits war das jetzt nicht nur der Wink mit dem Zaunpfahl, ich habe jetzt schon mit einer ganzen Burg inklusive 50.000 ha gewunken.

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Also nochmal zur Klarstellung: Das Depot habe ich anhand diesen Buches zusammengestellt: https://www.m-vg.de/finanzbuchverlag/shop/article/14762-wie-lege-ich-50000-euro-optimal-an/

 

Ich bin ja kein Profi, aber so wie ich das verstanden habe dient die vorgeschlagene Aufteilung dazu, das Risiko bei Schwankungen zu minimieren. Ob das stimmt kann ich halt nicht beurteilen. 

 

Zitat aus dem Buch:

 

Zitat

Wir haben für Sie als Lösung ein Portfolio aus aktiven Fonds und aus Indexfonds erstellt. Um es sportlich auszudrücken: Zwei Fonds mit Value-Strategie für die Verteidigung (es wird auch stürmische Börsenzeiten geben), zwei Fonds mit einem ausgewogenen Risikoprofil und ein wachstumsorientierter Fonds als Sturmspitze für den Rendite-Kick.

 

Klingt ja gut...ob's Unsinn ist kann ich nicht beurteilen.

 

Die meisten ETF-Vorschläge die ich kenne basieren ja auf mind. 2 ETFs (Word, Emerging 70/30). 

 

 

 

 

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Posted · Edited by odensee

vor 9 Minuten von pdfstick:

Also nochmal zur Klarstellung: Das Depot habe ich anhand diesen Buches zusammengestellt:

Bücher werden primär nicht geschrieben, um dem Leser zu helfen, sondern um Geld zu verdienen. (edit: was legitim ist!) Auch wenn der Autor Kommer oder "Finanzwesir" heißt. Und da es gefühlt tausend Anlageberatungsbücher gibt, muss man halt was schreiben, was andere noch nicht geschrieben haben.

 

Und ein Buch mit dem folgenden Inhalt:

Zitat

Teile dein Geld in Abhängigkeit von deiner Risikofreude / -tragfähigkeit auf in einen sicheren Teil und einen renditebringenden Teil. Lege den "sicheren" Teil in Tagesgeld und den renditebringenden Teil in einen weltweit investierenen Fonds (zwecks günstiger Kosten gerne ETF). Mehr braucht man nicht. Zumindest nicht im 5stelligen Eurobereich.

verkauft sich so schlecht.

 

Zitat

Die meisten ETF-Vorschläge die ich kenne basieren ja auf mind. 2 ETFs (Word, Emerging 70/30).

Hier im Forum wird für kleine Depots meist die 1-ETF-Lösung empfohlen. Siehe "ETF Depot aufbauen".

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vor 15 Stunden von pdfstick:

Zeit ist immer relativ, wenn die aktiven Fonds jetzt nach unten wegbrechen verkauf ich mit Sicherheit nicht - meine Kosten will ich schon wiederhaben. Deshalb würd ich lieber aussteigen solange die Zahlen noch grün sind.

 

vor 13 Stunden von moonraker:

Und was ist der Unterschied für Dein Vermögen, wenn nach Deinem Tausch die Kurse einbrechen?

Typischer Fall des Dispositionseffekts...

 

vor 13 Stunden von pdfstick:

Der Unterschied ist doch dass ich weniger teure Fonds habe. Darum geht es doch eigentlich. Da ich die Anteile 20 Jahre halte ist mir ein Crash egal, aber schöner wäre es dann weniger teure Fonds zu halten. Ist doch verständlich oder?

 

Die Frage zielte darauf ab: Warum willst Du tauschen, solange die bisherigen Fonds noch im Plus liegen?

Es macht keinen Unterschied, wann Du tauschst, solange Du quasi sofort (ohne eine Zeit ohne Investment) von "Alt" auf "Neu" wechselst.

Die Reihenfolge a) oder b) ist für Dein Gesamtvermögen egal

a) "Alt" --> Einbruch -30% --> "ETF neu"

b) "Alt" --> "ETF neu" --> Einbruch -30%

 

Ich will Dich also nicht von Wechsel auf kostengünstigere ETF abhalten, nur der Aspekt, ob die alten Fonds gerade im Plus sind oder nicht, ist nicht relevant.

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vor 4 Minuten von moonraker:

Ich will Dich also nicht von Wechsel auf kostengünstigere ETF abhalten, nur der Aspekt, ob die alten Fonds gerade im Plus sind oder nicht, ist nicht relevant.

Höchstens steuerlich (Sparerpauschbetrag mitnehmen)

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vor einer Stunde von odensee:

Bücher werden primär nicht geschrieben, um dem Leser zu helfen, sondern um Geld zu verdienen. (edit: was legitim ist!) Auch wenn der Autor Kommer oder "Finanzwesir" heißt. Und da es gefühlt tausend Anlageberatungsbücher gibt, muss man halt was schreiben, was andere noch nicht geschrieben haben.

 

Und ein Buch mit dem folgenden Inhalt:

verkauft sich so schlecht.

 

Hier im Forum wird für kleine Depots meist die 1-ETF-Lösung empfohlen. Siehe "ETF Depot aufbauen".

Schon klar, aber auch mit Gewinnerzeugungsabsicht kann es ja trotzdem sein, dass ein Buch gute Inhalte hat.

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vor 8 Minuten von pdfstick:

Schon klar, aber auch mit Gewinnerzeugungsabsicht kann es ja trotzdem sein, dass ein Buch gute Inhalte hat.

Das beste Buch befreit nicht von der Notwendigkeit des eigenen Nachdenkens und Nachprüfens. Aber da bist du ja jetzt dabei. :thumbsup:

 

Am 25.11.2019 um 11:12 von pdfstick:

"Pantoffel-Portfolio" find ich nicht so spannend bzw. obsolet, zumal das ja ohne Tagesgeld-Zinsen eh nicht mehr funktioniert.

Doch natürlich, warum soll das nicht mehr funktionieren?

 

vor 1 Stunde von pdfstick:

Die meisten ETF-Vorschläge die ich kenne basieren ja auf mind. 2 ETFs (Word, Emerging 70/30). 

Siehe Hinweis von @Walter White schon im ersten Beitrag.

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vor 1 Minute von odensee:

Das beste Buch befreit nicht von der Notwendigkeit des eigenen Nachdenkens und Nachprüfens. Aber da bist du ja jetzt dabei. :thumbsup:

 

Doch natürlich, warum soll das nicht mehr funktionieren?

 

Siehe Hinweis von @Walter White schon im ersten Beitrag.

Ich meinte damit, dass der Tagesgeldanteil ja nichts mehr abwirft bei 0,01% Zinsen. Da kann ich das Geld ja fast schon unters Kopfkissen legen. Wenn dann erst mal Negativzinsen kommen...

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vor 1 Minute von pdfstick:

Ich meinte damit, dass der Tagesgeldanteil ja nichts mehr abwirft bei 0,01% Zinsen. Da kann ich das Geld ja fast schon unters Kopfkissen legen. Wenn dann erst mal Negativzinsen kommen...

Dann nimm Festgeld. Oder gehe eben 100% in Aktien. Du bist ja erst 50.

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Posted · Edited by pdfstick

Ja deshalb hab ich ja gesagt dass das nicht funktioniert...;) Du hast ja gefragt warum...

 

Festgeld bei 0,6-1,5% find ich auch Mumpitz.

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vor 5 Minuten von pdfstick:

Ja deshalb hab ich ja gesagt dass das nicht funktioniert...;) Du hast ja gefragt warum...

 

Festgeld bei 0,6-1,5% find ich auch Mumpitz.

Dann mach es doch einfach so, wie du es für richtig hältst. Oder kauf dir ein anderes Buch.

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