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Ghost202

Noch ein Tecis Opfer?

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Ghost202
Posted · Edited by Ghost202

Hallo liebes Forum,

 

ich hoffe ihr könnt mir bei meinem folgenden Dilemma helfen.

 

Zu mir;

Ich bin 23 Jahre alt, nicht verheiratet und keine Kinder und arbeite in der chemischen Industrie. Durch einen ehemaligen Arbeitskollegen (aus meinem Lehrbetrieb) wurde ich, als ich ihn zufällig beim Sport getroffen habe, auf Altersvorsoge etc. angesprochen. Er ist wohl durch einen Bekannten in den Tecis geraten. Prompt wurden meine Freundin und Ich "beraten" und haben diverse Versicherungen etc. abgeschlossen.

Der damalige Arbeitskollege hat auch 2x an Terminen teilgenommen, hat wohl aber seitdem nichts mehr mit Tecis am Hut, was ich damals darauf geschoben habe, dass er ein Kind bekommen hat.

 

Vor kurzem wurde ich beim wegheften der, ich nenne sie mal Zwischenberichte der Versicherungen, stutzig. Was da am Ende raus kommen soll, steht doch in keinem Verhältnis zu meinen EInzahlungen über diesen langen Zeitraum. Und was sind das für hohe Kosten? Ich bespare 340€ im Jahr und zahle 160€ an Gebühren für die Versicherung? Außerdem wollte ich Geld von meinem Zusatzkonto der ING auf mein ebase Depot überweisen, da es dort ja durchaus besser aufgebhoben ist. Als ich mein ebase Depot genauer betrachtete, fiel mir auf, dass von jeder Einzahlung (monatlich) 5% Gebühr an die Tecis gehen. Ein Glück ist mir dies aufgefallen, bevor ich eine mittlere 4-stellige Summe überwies.

Über all diese Kosten wurde ich nicht informiert, dass das ganze über eine Provision finanziert wird war mir natürlich klar, dass ich diese jedoch durchgehend Zahle eben nicht. Zumal meine Vermutung war, dass die Provision oder zumindest der großteil dieser von den Versicherungen für die vermittelten Verträge gezahlt werden.

 

Danach habe ich intensiver gegoogelt und bin auf dieses Forum mit diversen Erfahrungsberichten sowie Meinungen zur Tecis gestoßen. Wow, scheiße... wie kann man so blauäugig sein?

Naja, Kopf voll gehabt und sich einfach nicht ausreichend darum gekümmert. Ich bin bei der Suche nach Erfahrungen auch über einen "Thread" in einer Deal-Plattform (ich nenne es mal nur so, ich weiß icht wie hier "Werbung" toleriert wird) gestolpert; Pures Gold... Erfahrungsberichte wie in diesem Forum, zwischendrin immer mal eine Person (neu registriert, erster Post) der Loblieder auf die Tecis singt. Entpuppten sich am Ende immer als Tecis "Mitarbeiter" bzw.  Trainees.

 

Nun zu meinen abgeschlossenen Fehlern sowie anderen Daten.

Genaues Jahresgehalt habe ich aktuell nicht zur Hand (sofern benötigt für Riester,Rürüp, etc.?), da ich letztes Jahr befördert wurde und die Unterlagen für die Lohnsteuer noch nicht da sind.

 

Grundgehalt liegt bei 4300€ Brutto, zusätzlich Schichtzulagen sodass ich idR. bei einem Brutto von ca. 5400€ liege. Überstunden, Zuschläge, Urlaubs sowie Weihnachtsgeld obendrauf.

 

(KFZ Versicherungen sowie die Privat Haftpflicht lasse ich raus. KFZ waren soweit ok, Privat Haftpflicht ist deutlich zu teuer und werde ich mich anderweitig umgucken)

 

Altersvorsorge

 

Zulagenrente (Riester)

Alte Leipziger

ALfonds-Riester (FR50)

Versicherungbeginn 01.12.2016 (wegen Konditionen sichern, habt ihr ja bisher 1000x gehört)

Dynamik jährlich 5%

aktueller monatlicher Beitrag 160,42€

 

Stutzig wurde ich hier, als ich die Bescheinigung über die eingebrachten Beträge erhalten habe.

ohne Zulagen: 1925,04€

Grundzulage 60,86€

 

Insgesamt geleistete Altersvorsorgebeiträge bis 31.12.2019             3210,17€

Stand des Altersvorsorgevermögens             am 31.12.2019             2462,29€

 

Also fehlen einfach mal 800€?!?

 

Persönliche Basisvorsorge (Rürüp)

Swiss Life

Swiss Life Maximo Basisrente - steuerlich begünstigte fondsgebundene Rentenversicherung (Tarif 720)

Versicherungsbeginn 01.12.2016

Dynamik jährlich 10%

aktueller monatlicher Beitrag 33,28€

 

Hier der Fall der absurd hohen Kosten

Zahlungseingänge 2018 = 332,75€

- einbehaltene Kosten 166,90€

 

... das lohnt sich ja.

 

Flexible Privatvorsorge

Die Stuttgarter

FlexRente performance-safe - nach Tarif 83oG

Zuführungsaufteilung in freie Fonds:

-Basketfonds Alte und Neue Welt zu 50%

-Aktiv Strategie III                          zu 25%

-Basketfonds - Global Trends        zu 25%

 

Zuführungsaufteilung Wertsicherungsfonds:

-DWS Garant 80 FPI                      zu 100%

 

Versicherungsbeginn 01.12.2016

Dynamik jährlich 10%

aktuell monatlicher Beitrag 330,00€ (letztes Jahr erhöht auf Anraten des "Beraters", angeblich eine Aktion wo es mal möglich wäre zu erhöhen? Kommt mir komisch vor.)

Vertragsguthaben Stand 30.11.2019 2683,37

 

Berufsunfähigkeit

in meinem Tätigkeitsfeld in der Chemie essentiell, es passieren zwar nicht übermäßig viele Unfälle, wenn sind diese aber häufig verheerend.

 

Zurich Deutscher Herold Lebensvers. AG

Versicherungsbeginn 01.12.2016

Versicherungsdauer bis Alter 65 (45 Jahre)

Beitragszahlungsdauer sowie maximale Leistungsdauer für die Rente identisch lang

 

Stand Ende 2019

ab 50% Berufsunfähigkeit monatlich garantierte Rente 1309,27€

Dynamik jährlich 3%

monatlicher Beitrag 108,46€

Überschussverwendung --> Beitragsverrechnung

reduziert durch Überschüsse 78,09€

 

ebase

gefällt mir an sich sehr gut, bis auf die 2,88€ (5%) Abzug bei jeder einzahlung, oder sind das die Order Gebühren?

 

Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R

monatlicher Beitrag 60,50€

jährliche Dynamik 10%

 

 

Bei meiner Freundin ist es eine BU bei der Gothaer geworden, sowie eine WWK Riesterversicherung (habe ich glaube ich hier eher negatives zu gelesen, wen überrascht es...), sowie ebase mit EInzahlungen in den Flossbach jeweils alles geringere Summen.

 

Nun meine Frage, ist davon irgendetwas zu gebrauchen? Könnt ihr mir eventuell eine schnelle erste Einschätzung geben?

Alles Kündigen? Zahlungsstop?

Habe hier bereits mehrfach gelesen, dass man anstatt die Altersvorsorge in den (kostenintensiven) Versicherungsmantel zu hüllen man ebenso gut in ETFs investieren kann.

 

Schon einmal vielen Dank für die hoffentlich zahlreichen und hilfreichen Antworten und auch bereits vielen Dank an alle, die sich den "Idioten" sie darauf hineinfallen annehmen und bereits in den anderen Threads soviel geholfen haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Studi24
Posted · Edited by Studi24
vor 21 Minuten von Ghost202:

Er ist wohl durch einen Bekannten in den Tecis geraten.

Dir ist bewusst, mit welcher Beraterzulassung Tecis arbeitet und welche Konsequenzen das für den Kunden hat?

 

vor 21 Minuten von Ghost202:

Privat Haftpflicht ist deutlich zu teuer und werde ich mich anderweitig umgucken

Dazu findest du hier im Forum sinnvolle Empfehlungen (bspw. die Haftpflichtkasse, InterRisk, VHV und wenige andere Anbieter und 

deren Tarife kommen da für einen umfangreichen Versicherungsschutz in Frage). Bekommt man alle bei einem Versicherungsmakler

(Tecis ist kein Versicherungsmakler), zum gleichen Preis wie per Direktabschluss (nur mit Beratungshaftung).

https://www.wertpapier-forum.de/topic/34829-private-haftpflichtversicherung-für-mich-gesucht-single-und-familientarife/

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Ghost202
Posted
vor 3 Minuten von Studi24:

Dir ist bewusst, mit welcher Beraterzulassung Tecis arbeitet und welche Konsequenzen das für den Kunden hat?

bin leider erst seit einigen Tagen hier unterwegs, klang bisher jedoch alles sehr zerschmetternd. War das nicht soviel wie "keine Haftung bei Falschberatung"?

 

vor 5 Minuten von Studi24:

Dazu findest du hier im Forum sinnvolle Empfehlungen (bspw. die Haftpflichtkasse, InterRisk, VHV und wenige andere Anbieter und 

deren Tarife kommen da für einen umfangreichen Versicherungsschutz in Frage). Bekommt man alle bei einem Versicherungsmakler

(Tecis ist kein Versicherungsmakler), zum gleichen Preis wie per Direktabschluss (nur mit Beratungshaftung).

https://www.wertpapier-forum.de/topic/34829-private-haftpflichtversicherung-für-mich-gesucht-single-und-familientarife/

Danke, werde ich gleich mal reinschauen. Bin aktuell sogar bei der VHV, jedoch wurde der Beitrag von Anfangs 43€, über 47€ auf mittlerweile 70€ erhöht was ich bei einer Deckungssumme von "nur" 10Mio. für Mich sowie meine Freundin bei einem sehr flüchtigen Online Vergleich als sehr teuer empfinde. Meines Wissens nach sind da keine sonder Spielereien wie Drohne, etc. drin. Wurden zumindest nicht gewünscht.

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Studi24
Posted
vor 24 Minuten von Ghost202:

Genaues Jahresgehalt reiche ich nach (sofern benötigt für Riester,Rürüp, etc.?)

Ist für Riester sehr wichtig, um die grundsätzliche Fördersituation beurteilen zu können.

Nicht mehr 100,00 % aktuell, trotzdem noch sehr hilfreich.

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Studi24
Posted · Edited by Studi24
vor 11 Minuten von Ghost202:

bin leider erst seit einigen Tagen hier unterwegs, klang bisher jedoch alles sehr zerschmetternd. War das nicht soviel wie "keine Haftung bei Falschberatung"?

Nur kurz vorab die Basics zur Versicherungsberatung, es gibt vier Zulassungen in der Versicherungsberatung:

 

1. Versicherungsvertreter (klassische Agentur vor Ort) - rechtlich gesehen auf Seiten eines Versicherers tätig
ausführliche Erklärung: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/versicherungsvertreter-48845

 

2. Mehrfachvertreter oder auch Mehrfachagent genannt (bspw. Tecis, Swiss Life Select, Horbach, etc.) - rechtlich gesehen auf Seiten

von mehreren Versicherern tätig

ausführliche Erklärung: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/mehrfirmenvertreter-52469

 

3. Versicherungsmakler - rechtlich gesehen als Treuhänder des Kunden tätig und damit auf der Seite des Kunden agierend, erheblich

größere Beratungshaftung, da dem Kundeninteresse verpflichtet. Außerdem heutzutage oftmals Courtage- und Honorarvermittlung
ausführliche Erklärung: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/versicherungsmakler-48993

 

4. Versicherungsberater - vorwiegend Juristen, die in der Leistungsfallabwicklung beratend tätig sind
ausführliche Erklärung: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/versicherungsberater-52142

 

Suchst du einen Berater, der auf deiner Seite agieren muss und deine Interessen vertritt (auch rechtlicher Natur), kommst du an einem

Versicherungsmakler oder Versicherungsberater nicht vorbei.

 

vor 11 Minuten von Ghost202:

Danke, werde ich gleich mal reinschauen. Bin aktuell sogar bei der VHV, jedoch wurde der Beitrag von Anfangs 43€, über 47€ auf mittlerweile 70€ erhöht was ich bei einer Deckungssumme von "nur" 10Mio. für Mich sowie meine Freundin bei einem sehr flüchtigen Online Vergleich als sehr teuer empfinde. Meines Wissens nach sind da keine sonder Spielereien wie Drohne, etc. drin. Wurden zumindest nicht gewünscht.

Der Preis sollte bei einer Privathaftpflichtversicherung zweitrangig sein, da es sowieso kein riesiger Kostenfaktor ist. In erster Linie muss

das Bedingungswerk überzeugen. Dafür muss es bei der VHV aber auch mind. der "EXKLUSIV-Baustein" (50 Mio. € - Paket) und idealerweise

auch die "BEST-LEISTUNGS-GARANTIE" sein. So ist es nur eine durchschnittliche Privathaftpflichtversicherung.

Per einfacher Tarifumstellung lässt sich das Problem mit dem mittlerweile erhöhten Preis übrigens wieder korrigieren. Diese schleichenden

Erhöhungen hat man übrigens bei nahezu allen Versicherern.

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Ghost202
Posted
vor 4 Minuten von Studi24:

Suchst du einen Berater, der auf deiner Seite agieren muss und deine Interessen vertritt (auch rechtlicher Natur), kommst du an einem

Versicherungsmakler oder Versicherungsberater nicht vorbei.

Bedeutet also Versicherungsmakler (unabhängig) suchen und mit diesem prüfen? Werde nach einem in der nähe Ausschau halten.

Wollte nur ungern solange warten und möglichen weiteren Schaden verhindern.

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Moneycruncher
Posted
vor 55 Minuten von Ghost202:

ebase

gefällt mir an sich sehr gut, bis auf die 2,88€ (5%) Abzug bei jeder einzahlung, oder sind das die Order Gebühren?

 

Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R

Die 5% sind der offizielle Ausgabeaufschlag. Den würde ich weder bei einer Einmalzahlung noch bei laufenden Zahlungen bezahlen. Den Fonds kannst Du auch an der Börse kaufen, dort fallen nur die Börsengebühren zu einem Bruchteil der 5% an. Bei den meisten (Direkt-)Banken gibt´s auch Rabatte auf den Ausgabeaufschlag. Die vollen 5% sind ein Renditekiller.

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Studi24
Posted
vor 38 Minuten von Ghost202:

Berufsunfähigkeit

in meinem Tätigkeitsfeld in der Chemie essentiell, es passieren zwar nicht übermäßig viele Unfälle, wenn sind diese aber häufig verheerend.

 

Zurich Deutscher Herold Lebensvers. AG

Versicherungsbeginn 01.12.2016

Versicherungsdauer bis Alter 65 (45 Jahre)

Beitragszahlungsdauer sowie maximale Leistungsdauer für die Rente identisch lang

 

Stand Ende 2019

ab 50% Berufsunfähigkeit monatlich garantierte Rente 1309,27€

Dynamik jährlich 3%

monatlicher Beitrag 108,46€

Überschussverwendung --> Beitragsverrechnung

reduziert durch Überschüsse 78,09€

Wie es zu der Tarifauswahl gekommen ist, kann ein Forum natürlich nicht beurteilen. Hier im Forum gibt es allerdings absolute 

BU-Spezialisten, die den vernünftigen BU-Abschluss skizzieren:

Was sofort auffällt, Endalter 65 ist nicht sinnvoll. Endalter 67 ist normalerweise der richtige Weg. Außerdem ist die Zürich nicht grade

als führender BU-Versicherer bekannt. Da gibt es meines Wissens deutlich umfangreichere Tarifwerke. Aber auf keinen Fall kündigen,

bis für vernünftigen Ersatz gesorgt ist (sofern auch nach Gesundheits- und Risikoprüfung sinnvoll möglich). Dafür brauchst du auf 

jeden Fall einen fähigen Versicherungsmakler. BU ist nicht für "do it yourself" geeignet.

 

vor 8 Minuten von Ghost202:

Bedeutet also Versicherungsmakler (unabhängig) suchen und mit diesem prüfen? Werde nach einem in der nähe Ausschau halten.

Wollte nur ungern solange warten und möglichen weiteren Schaden verhindern.

Ich würde folgendermaßen vorgehen. Tipps und Tricks aus dem Forum mitnehmen (bspw. aus den Stickys, siehe Verlinkungen), ggf. 

schon Anpassungen einleiten. Dann einen unabhängigen Versicherungsmakler suchen (auch gewisse Großvertriebe arbeiten mit einer

Zulassung als Versicherungsmakler, die würde ich vermeiden) und diesem ggf. die Betreuung der Verträge übertragen. 

 

vor 54 Minuten von Ghost202:

Dynamik jährlich 10%

Eine Beitragsdynamik ist im BU-Kontext sehr sinnvoll. Für "Sparverträge" allerdings nicht, da dadurch jedes Jahr neue Abschlusskosten

entstehen, die wieder in den Folgejahren mit deinen Beiträgen verrechnet werden. 10,00 % ist da schon eine ziemliche Frechheit, die

Beitragsdynamik sieht man bei Tecis aber eig. immer. Mit einem Zweizeiler an die jeweilige Versicherung, lässt sich die Dynamik aus den

Verträgen entfernen.

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Ghost202
Posted
vor 31 Minuten von Moneycruncher:

Die 5% sind der offizielle Ausgabeaufschlag. Den würde ich weder bei einer Einmalzahlung noch bei laufenden Zahlungen bezahlen. Den Fonds kannst Du auch an der Börse kaufen, dort fallen nur die Börsengebühren zu einem Bruchteil der 5% an. Bei den meisten (Direkt-)Banken gibt´s auch Rabatte auf den Ausgabeaufschlag. Die vollen 5% sind ein Renditekiller.

Also zu einem anderen Anbieter wechseln, welcher keine 5% Ausgabeaufschlag nimmt.

Bin da leider noch nicht gut informiert, könntest du mir eventuell direkt ein Paar Anbieter empfehlen? Macht es Sinn über die ING Diba?

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Moneycruncher
Posted
vor 2 Minuten von Ghost202:

Also zu einem anderen Anbieter wechseln, welcher keine 5% Ausgabeaufschlag nimmt.

Bin da leider noch nicht gut informiert, könntest du mir eventuell direkt ein Paar Anbieter empfehlen? Macht es Sinn über die ING Diba?

Ich habe keinen Überblick über alle Banken. Bin bei der comdirect, da gibt´s z.B. auf den Flossbach 50% Rabatt, also 2,5% Ausgabeaufschlag. ING Diba u.a. müsstest Du recherchieren.

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bondholder
Posted · Edited by bondholder
vor 20 Minuten von Ghost202:

Also zu einem anderen Anbieter wechseln, welcher keine 5% Ausgabeaufschlag nimmt.

Bin da leider noch nicht gut informiert, könntest du mir eventuell direkt ein Paar Anbieter empfehlen?

Du kannst bei ebase bleiben und einen Vermittlerwechsel zu einem Fondsdiscounter durchführen.

 

Beispiele:

https://www.avl-investmentfonds.de/vermittlerwechsel/Wertpapier-Depots/ebase+(European+Bank+for+Financial+Services+GmbH)/ebase+Depot

 

https://www.fondsdiscount.de/depot/online-vermittlerwechsel/vermittlerwechsel.php?task=form&form=ebase

 

https://www.fonds-super-markt.de/vermittlerwechsel/

 

https://fondsvermittlung.de/formulare/ebase-depot/vermittlerwechsel-ebase-depot/

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Studi24
Posted · Edited by Studi24
vor 1 Stunde von Ghost202:

 

Zulagenrente (Riester)

Alte Leipziger

ALfonds-Riester (FR50)

Versicherungbeginn 01.12.2016 (wegen Konditionen sichern, habt ihr ja bisher 1000x gehört)

Dynamik jährlich 5%

aktueller monatlicher Beitrag 160,42€

 

Stutzig wurde ich hier, als ich die Bescheinigung über die eingebrachten Beträge erhalten habe.

ohne Zulagen: 1925,04€

Grundzulage 60,86€

 

Insgesamt geleistete Altersvorsorgebeiträge bis 31.12.2019             3210,17€

Stand des Altersvorsorgevermögens             am 31.12.2019             2462,29€

 

Also fehlen einfach mal 800€?!?

 

Persönliche Basisvorsorge (Rürüp)

Swiss Life

Swiss Life Maximo Basisrente - steuerlich begünstigte fondsgebundene Rentenversicherung (Tarif 720)

Versicherungsbeginn 01.12.2016

Dynamik jährlich 10%

aktueller monatlicher Beitrag 33,28€

 

Hier der Fall der absurd hohen Kosten

Zahlungseingänge 2018 = 332,75€

- einbehaltene Kosten 166,90€

 

... das lohnt sich ja.

 

Flexible Privatvorsorge

Die Stuttgarter

FlexRente performance-safe - nach Tarif 83oG

Zuführungsaufteilung in freie Fonds:

-Basketfonds Alte und Neue Welt zu 50%

-Aktiv Strategie III                          zu 25%

-Basketfonds - Global Trends        zu 25%

 

Zuführungsaufteilung Wertsicherungsfonds:

-DWS Garant 80 FPI                      zu 100%

 

Versicherungsbeginn 01.12.2016

Dynamik jährlich 10%

aktuell monatlicher Beitrag 330,00€ (letztes Jahr erhöht auf Anraten des "Beraters", angeblich eine Aktion wo es mal möglich wäre zu erhöhen? Kommt mir komisch vor.)

Vertragsguthaben Stand 30.11.2019 2683,37

Zur Dynamik siehe oben.

Grundsätzlich muss man zu den Versicherungstarifen wissen. Es gibt die Tarife immer mit verschiedenen Vergütungsmodellen. Tecis nutzt

eig. immer die Tarife mit voller Abschlussprovision. Alternativ gibt es Tarife mit reduzierter Abschlusscourtage (so heißt es bei Versicherungs-

maklern), laufender Abschlusscourtage oder auch mit Mixmodellen. Auf der anderen Seite stehen die sogenannten Nettotarife (Courtage =

Bruttotarif), die als Maklereigengeschäft oder auch als Honorartarife bezeichnet werden. Da bezahlt man den Versicherungsmakler direkt

und es gibt keine Verrechnung von Abschlusscourtage mit den Beiträgen im Vertrag.

 

Zur Erhöhung bei der Stuttgarter und zum Tarif allgemein. Mit jeder Erhöhung wird wieder eine neue anteilige Abschlussprovision an Tecis fällig.

Bei 330,00 € Monatsbeitrag sprechen wir von einer erheblichen Summe (sofern kein Tarif mit reduzierter Provision, ca. 4.500,00 € - 6.000,00 €, siehe

deine Unterlagen, da muss es genau aufgelistet sein). Siehst du da einen passenden Gegenwert in der Beratung?

Den Tarif hatten wir hier im Forum die letzten Monate häufiger, scheint bei Tecis im Moment sehr beliebt zu sein. Der Tarif bewegt sich nach meiner

Meinung irgendwo im Mittelfeld des Marktes. Kostentechnisch nicht besonders günstig (siehe Kostenausweis in deinem damaligen Angebot, da müsste

auch eine Effektivkostenquote zu finden sein), dafür kann man an der ETF-/ Fondsauswahl gut gestalten und die sehr teuren Basketfonds und auch den

Wertsicherungsfonds problemlos wechseln. Wie hoch ist die vereinbarte Beitragsgarantie zum Ablauf?

 

Auch die Swiss Life Maximo Basisrente gehört zu den teureren Vertretern in dem Bereich. Die Abschlussprovision ist nur in den ersten Jahren ein Problem

(du hast ja sehr lange Vertragslaufzeiten), wichtiger sind eig. noch die Verwaltungskosten des Versicherers und die Fondsgebühren. Da gibt es riesige

Unterschiede im Markt und weder der Tarif der Stuttgarter, noch der Tarif der Swiss Life, ist da preiswert unterwegs. Wie Rürup in deiner Situation

sinnvoll sein soll, erschließt sich mir sowieso nicht. Eine Kündigung ist bei Rürup übrigens grundsätzlich nicht möglich. Hat Tecis das erwähnt?

Wie hoch ist da die Effektivkostenquote aus dem damaligen Angebot?

 

Riester ist ganz stark abhängig von deinem Einkommen. Hast du mal deine Förderquote berechnet?

 

Das sind natürlich alles nur Hilfestellungen, die keine Beratung sind und vor allem keine Beratung ersetzen können.

 

Gruß

Studi24

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blaky
Posted

Ich kann da nur bezüglich ebase was zu sagen. Du kannst einfach den Vermittler (Berater) zum Ebasedepot wechseln. Empfehlenswert wäre z. B. der Fondssupermarkt (www.fonds-super-markt.de). Dann zahlst du ab 1500 Euro Depotguthaben zum Jahresende (allerdings zählen ETF nicht) weder Depotgebühren noch Ausgabeaufschläge. Auf der Homepage gibt es entsprechende Formulare zum Vermittlerwechsel. Du musst jedoch in der Lage sein, selbst zu entscheiden, in welche Fods du investieren möchtest.

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Ghost202
Posted · Edited by Ghost202
vor 1 Stunde von Studi24:

 

Zur Erhöhung bei der Stuttgarter und zum Tarif allgemein. Mit jeder Erhöhung wird wieder eine neue anteilige Abschlussprovision an Tecis fällig.

Bei 330,00 € Monatsbeitrag sprechen wir von einer erheblichen Summe (sofern kein Tarif mit reduzierter Provision, ca. 4.500,00 € - 6.000,00 €, siehe

deine Unterlagen, da muss es genau aufgelistet sein). Siehst du da einen passenden Gegenwert in der Beratung?

 

Definitiv nicht, nein.

Zitat

Den Tarif hatten wir hier im Forum die letzten Monate häufiger, scheint bei Tecis im Moment sehr beliebt zu sein. Der Tarif bewegt sich nach meiner

Meinung irgendwo im Mittelfeld des Marktes. Kostentechnisch nicht besonders günstig (siehe Kostenausweis in deinem damaligen Angebot, da müsste

auch eine Effektivkostenquote zu finden sein), dafür kann man an der ETF-/ Fondsauswahl gut gestalten und die sehr teuren Basketfonds und auch den

Wertsicherungsfonds problemlos wechseln. Wie hoch ist die vereinbarte Beitragsgarantie zum Ablauf?

Der Garantieprozentsatz liegt bei 80,00% (auch nicht allzu prickelnd, wie ich finde)

Zitat

 

Auch die Swiss Life Maximo Basisrente gehört zu den teureren Vertretern in dem Bereich. Die Abschlussprovision ist nur in den ersten Jahren ein Problem

(du hast ja sehr lange Vertragslaufzeiten), wichtiger sind eig. noch die Verwaltungskosten des Versicherers und die Fondsgebühren. Da gibt es riesige

Unterschiede im Markt und weder der Tarif der Stuttgarter, noch der Tarif der Swiss Life, ist da preiswert unterwegs. Wie Rürup in deiner Situation

sinnvoll sein soll, erschließt sich mir sowieso nicht. Eine Kündigung ist bei Rürup übrigens grundsätzlich nicht möglich. Hat Tecis das erwähnt?

Ob Tecis das erwähnt hat? Möchtest du raten?

Zitat

Wie hoch ist da die Effektivkostenquote aus dem damaligen Angebot?

Bei der Swiss Life? Effektivkostenquote konnte ich in meinen Unterlagen leider nicht finden.

Zitat

 

Riester ist ganz stark abhängig von deinem Einkommen. Hast du mal deine Förderquote berechnet?

Mache ich jetzt.

Zitat

 

Das sind natürlich alles nur Hilfestellungen, die keine Beratung sind und vor allem keine Beratung ersetzen können.

Ich weiß, bisher aber hilfreicher und vor allem ehrlicher als Tecis....

 

vor 1 Stunde von blaky:

Ich kann da nur bezüglich ebase was zu sagen. Du kannst einfach den Vermittler (Berater) zum Ebasedepot wechseln. Empfehlenswert wäre z. B. der Fondssupermarkt (www.fonds-super-markt.de). Dann zahlst du ab 1500 Euro Depotguthaben zum Jahresende (allerdings zählen ETF nicht) weder Depotgebühren noch Ausgabeaufschläge. Auf der Homepage gibt es entsprechende Formulare zum Vermittlerwechsel. Du musst jedoch in der Lage sein, selbst zu entscheiden, in welche Fods du investieren möchtest.

Vielen Dank für den Tipp!

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Ghost202
Posted
vor 37 Minuten von Studi24:

Riester ist ganz stark abhängig von deinem Einkommen. Hast du mal deine Förderquote berechnet?

liegt für die kommenden Jahre bei 78%

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Ghost202
Posted

Bisher schonmal vielen Dank für die ganzen Tipps.

 

Soweit ich das einschätzen kann macht Riester durchaus Sinn für mich. Jedoch nicht, der aktuelle Tarif.

Sollte ich diesen also Kündigen und das Geld lieber z.B. in ETFs stecken oder ersteinmal die Beitragsfrei stellen und nach einem wirklich guten Vertrag umstellen?

 

Ebenso die Rürüp, macht jetzt an sich gar kein Sinn. Würde ich Beitragsfrei stellen und gut ist.

 

Die FlexRente bei der Stuttgarter ist soweit ich es jetzt sehen kann auch deutlich zu teuer. Auch hier wieder die Frage; Umstellen zu einem anderen Tarif oder Kündigen und die Abschläge in Kauf nehmen?

 

Verlust habe ich sowieso gemacht, jedoch geht es mir jetzt um Schadensbegrenzung.

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intInvest
Posted
vor 2 Stunden von Ghost202:

Soweit ich das einschätzen kann macht Riester durchaus Sinn für mich. Jedoch nicht, der aktuelle Tarif.

Wenn die Förderquote richtig ist, die du berechnet hast, dann kann Riester bei einem guten Produkt bei dir durchaus Sinn machen.

Aber Riester macht eben nur bis zum maximal geförderten Beitrag von 2100€ / Jahr Sinn. Das hättest du mit deinen 160,42€ / Monat erreicht (da kommt noch die 175€ Zulage drauf). 

Die bei dir eingebaute Dynamik würde hier keinen Sinn machen und alles über 2100€ wäre "ungefördert".

 

vor 2 Stunden von Ghost202:

Sollte ich diesen also Kündigen und das Geld lieber z.B. in ETFs stecken oder ersteinmal die Beitragsfrei stellen und nach einem wirklich guten Vertrag umstellen?

Du kannst Riester auch umziehen. Wie gesagt, dadurch das man bei Riester mit max. 2100€ / Jahr zu rechnen hat, würde ich alles andere über ein eigenes ETF Depot abdecken.

Es kommt etwas drauf an, wie hoch deine Sparquote ist. Wenn ich oben so sehe was du alles zahlst, dann könnte man hier meiner Meinung nach parallel fahren mit 160€ / Monat in Riester und dann 400-500€ / Monat in ein ETF Depot.

Lies dir hier im Forum mal den Thread zu "fairr" bzw. fairriester durch. Das ist EIN! möglicher Weg für Riester, den ich persönlich nutze, zu anderen Anbietern können dir andere Leute was sagen.

 

vor 2 Stunden von Ghost202:

Ebenso die Rürüp, macht jetzt an sich gar kein Sinn. Würde ich Beitragsfrei stellen und gut ist.

Rürüp für dich sinnlos. Beitragsfrei stellen.

 

 

vor 2 Stunden von Ghost202:

Die FlexRente bei der Stuttgarter ist soweit ich es jetzt sehen kann auch deutlich zu teuer. Auch hier wieder die Frage; Umstellen zu einem anderen Tarif oder Kündigen und die Abschläge in Kauf nehmen?

Eine fondsgebundene private Rentenversicherung macht eigentlich keinen Sinn, solange man nicht den jährlichen Freibetrag von 801€ ausnutzt, und selbst dann kommt es sehr auf deine Ziele an ob eine FRV Sinn macht.

ICH! würde kündigen und das Geld in ein ETF Depot stecken.

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Ghost202
Posted

Hallo,

 

entschuldigt bitte, dass ich mich jetzt erst zurückmelde. Noch einmal vielen lieben Dank für die ganzen schnellen sowie hilfreichen Ratschläge hier sowie per PN.

 

Wie angekündigt habe ich mir einen freien Versicherungsmakler gesucht und mit ihm meine Verträge durchgegangen. Ähnliche Verständnisslosigkeit seinerseits, nunja.

 

Die private fondsgebundene Rentenvorsorge der Stuttgarter habe ich Beitragsfrei gestellt und wird wegen nicht erreichen der mindest Summe gekündigt werden.

Rürup werde ich Beitragslos stellen, sowie mich nach einer anderen Riester umsehen. "Überschüssiges" Geld soll in ETFs gehen (auch vom Makler empfohlen), womit ich mich aktuell (gute Zeit, immerhin hat Corona auch was positives) mithilfe des Forums stark auseinandersetze.

 

Der Makler hat mir zu ähnlichem geraten und zusätzlich folgendes Angeboten sowie empfohlen.

 

Riester:

Allianz RiesterRente IndexSelect Plus (derzeit EURO STOXX 50 und S&P 500)

 

-Klang für mich soweit sehr interessant und auch nach einem guten Konzept, dass die Investitionen grob gesagt an Indexe gebunden werden. Bei einer Recherche nach dem Angebot habe ich leider hauptsächlich was zu der RiesterRente Index Select (ohne Plus) gefunden. Der Unterschied zu der Variante mit Plus sei wohl aber lediglich eine Erweiterung der Indexauswahl, daher gehe ich davon aus, dass der Rest (auch die Probleme) identisch bleiben.

Ich habe sehr oft gelesen, dass ein großes Problem bei dieser RiesterRente sei, dass die Allianz wohl die realen Erträge deckelt (da muss ich noch die Höhe der Deckelung herausfinden). Viel schlimmer war hierbei jedoch, dass whol auch der Verbraucherschutz bemängelt, dass nicht ersichtlich ist wieviel meiner Beiträge wirklich real wie beworben angelegt werden wodurch der Erträge wieder sehr undurchsichtig sind.

 

Kosten sind hingegen mit 1,17 - 1,21% bei 0,00 - 6,00% Wertentwichklung meiner Meinung nach noch Vertretbar, wobei es auch hier sicherlich bessere Verträge gibt.

 

Gibt es Erfahrungen hierzu? Meinungen bzw. EInschätzungen?

 

Dann gab es noch eine Empfehlung bezüglich meiner BU (da meine aktuelle wirklich deutlich zu knapp bemessen ist)

 

Hier wird es kritisch, ich habe mich bereits stundenlang durch das Forum gelesen und habe bisher nur vernichtende Meinungen gelesen.

 

Hier wurde mir eine Fonds-BasisRente mit Zusatzabsicherung bei Berufsunfähigkeit bei der AXA empfohlen.

 

masterway-Investmentpolice II

 

Hier machte die Argumentation wirklich Sinn. Ich habe die Rürup (als Extra) und eine durch den Steuervorteil günstigere BU. Klar, Rürup so ist nicht wirklich super aber über den Steuervorteil könnte man das ganze ja "günstig" mitnehmen.

 

Berechnet wurde auf 2000€ BU-Rente

moantlich zu zahlender Beitrag 287,96€

und durch den Steuervorteil käme ich auf einen durchschnittlichen Nettoaufwand von 1935€ p.a. was 161,28 netto Monatsaufwand ergibt.

 

Jedoch wurde diese Argumentation hier in jedem einzelnen Thread komplett auseinandergenommen. Ich konnte wirklich keinen positiven Beitrag zu dieser Art der Versicherung finden was mich natürlich wieder stark an der gesamten Beratung zweifeln lässt.

 

- Den jetzigen Steuervorteil zahle ich im Alter nach.

- Beim eintreten der BU ist die BU höher versteuert als eine normale Schicht 3 BU.

- Und halt eine Summe in der unflexiblen Rürup, welche sie schwer "lohnt"

 

Gibt es denn wirklich keinen Pluspunkt für diese Art der BU? Die Gegenargumentation die ich hier im Forum zu hauf gelesen habe ist für mich auch logisch. Über den Steuersatz im Alter kann man lediglich philosophieren, daher ist es auch eher eine Art "Glücksgriff".

 

 

Könntet ihr mir hierzu eine EInschätzung geben?

 

Schon einmal im Vorfeld vielen lieben Dank für die Ratschläge!

 

 

LG

 

 

 

 

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Aktie
Posted

Meine Meinung: Trenne Sparen und Risikoabsicherung. Also auch BU und Altersvorsorge. Lass dir einfach ein Angebot für eine ganz normale BU machen. Du zahlst dann für 2000 Euro BU-Zusage vielleicht 70-100 Euro pro Monat und kannst die restlichen 200 Euro in ein ETF-Depot fließen lassen, wo du selbst jederzeit über das Geld wachen kannst. Die Argumente dafür und dagegen hast du bestimmt in den letzten Tagen schon gelesen. Ich weiß aber, dass das nicht immer ganz einfach ist, mein Vertreter hat mir damals ein solches Angebot verweigert (nach mehrmaliger Rückfrage: lohnte sich wohl für ihn nicht - nicht wie zuerst behauptet weil es für mich nachteilig wäre) und ich bin mit allen Versicherungen zu einem anderen Vertreter der gleichen Gesellschaft gewechselt, bei dem das gar kein Problem war.

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leonjay
Posted
Am 30.3.2020 um 21:19 von Ghost202:

 

 

Riester:

Allianz RiesterRente IndexSelect Plus (derzeit EURO STOXX 50 und S&P 500)

 

-Klang für mich soweit sehr interessant und auch nach einem guten Konzept, dass die Investitionen grob gesagt an Indexe gebunden werden. Bei einer Recherche nach dem Angebot habe ich leider hauptsächlich was zu der RiesterRente Index Select (ohne Plus) gefunden. Der Unterschied zu der Variante mit Plus sei wohl aber lediglich eine Erweiterung der Indexauswahl, daher gehe ich davon aus, dass der Rest (auch die Probleme) identisch bleiben.

Ich habe sehr oft gelesen, dass ein großes Problem bei dieser RiesterRente sei, dass die Allianz wohl die realen Erträge deckelt (da muss ich noch die Höhe der Deckelung herausfinden). Viel schlimmer war hierbei jedoch, dass whol auch der Verbraucherschutz bemängelt, dass nicht ersichtlich ist wieviel meiner Beiträge wirklich real wie beworben angelegt werden wodurch der Erträge wieder sehr undurchsichtig sind.

 

Kosten sind hingegen mit 1,17 - 1,21% bei 0,00 - 6,00% Wertentwichklung meiner Meinung nach noch Vertretbar, wobei es auch hier sicherlich bessere Verträge gibt.

 

Gibt es Erfahrungen hierzu? Meinungen bzw. EInschätzungen?

 

Da

 

Hi, hab mich jetzt extra heute registriert um dir darauf eine Antwort zu geben.

Vorab ich bin Allianz KVB ( Kundenbetreuer in Vertretung)

Zu deiner ersten Frage 

Index Select  = Euro Stoxx 50 100% Beitragsgrantie

Index Select Plus = Euro Stoxx 50 + S&P 500 60,80 oder 100% Beitragsgarantie

 

Der Index Select hat einen monatlichen Cap von 4.4%. Das Heißt pro Monat kannst du maximal 4,4 % Rendite erwirtschaften. 

 

Der Nachteil daran ist, wenn du in einem Jahr in jeden Monat mehr als 4.4% Rendite machst, Verdienst du nicht mehr daran sondern lediglich 4.4%.

Das heißt wenn die Index Euro Stoxx 50 und S&P 500 super laufen, wird man lediglich bis 4.4% Rendite Pro Monat beteiligt.

 

Der Vorteil am Index Select auf das ganze Jahr gesehen ist, das es keine negative Jahresrendite gibt. Gehen wir mal davon aus das das Jahr 2020 mit -15% im Euro STOXX und S&P 500 rausläuft.

Dann hättest du ja im endefekt eine Negativrendite von 15%. Hier geht die Allianz hin und ersetzt die -15% durch eine 0. Man hat im endefekt eine Worst Case absicherung und eine gute Wertsteigerung in starken Jahren.

 

Ich hab dir mal die Beispielrechnung aus 2014-2016 angehängt.

 

Im Jahr 2014/2015 hättest du mit 8,68% Rendite erwirtschaftet. ( Cap zu sehen bei  Januar und Februar)

Im Jahr 2015/2016 hättest du eine Negativrendite von  24,68% zu spüren bekommen. Dies wird dann mit 0% gewichtet und du hast bis auf die Inflation kein Wertverlust.

 

Pro: In Schweren Zeiten kein Minus

Contra: Monatliche Rendite max 4.4 % ----> Polster für schwere Zeiten.

 

Hoffe ich konnte dir das in irgendeiner weise Logisch erklären, ansonsten schick mir  ne PM

Euro Stoxx 50 & S&P 500.pdf

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lacerator1984
Posted
vor 3 Minuten von leonjay:

Hi, hab mich jetzt extra heute registriert um dir darauf eine Antwort zu geben.

Vorab ich bin Allianz KVB ( Kundenbetreuer in Vertretung)

Zu deiner ersten Frage 

Index Select  = Euro Stoxx 50 100% Beitragsgrantie

Index Select Plus = Euro Stoxx 50 + S&P 500 60,80 oder 100% Beitragsgarantie

 

Der Index Select hat einen monatlichen Cap von 4.4%. Das Heißt pro Monat kannst du maximal 4,4 % Rendite erwirtschaften. 

 

Der Nachteil daran ist, wenn du in einem Jahr in jeden Monat mehr als 4.4% Rendite machst, Verdienst du nicht mehr daran sondern lediglich 4.4%.

Das heißt wenn die Index Euro Stoxx 50 und S&P 500 super laufen, wird man lediglich bis 4.4% Rendite Pro Monat beteiligt.

 

Der Vorteil am Index Select auf das ganze Jahr gesehen ist, das es keine negative Jahresrendite gibt. Gehen wir mal davon aus das das Jahr 2020 mit -15% im Euro STOXX und S&P 500 rausläuft.

Dann hättest du ja im endefekt eine Negativrendite von 15%. Hier geht die Allianz hin und ersetzt die -15% durch eine 0. Man hat im endefekt eine Worst Case absicherung und eine gute Wertsteigerung in starken Jahren.

 

Ich hab dir mal die Beispielrechnung aus 2014-2016 angehängt.

 

Im Jahr 2014/2015 hättest du mit 8,68% Rendite erwirtschaftet. ( Cap zu sehen bei  Januar und Februar)

Im Jahr 2015/2016 hättest du eine Negativrendite von  24,68% zu spüren bekommen. Dies wird dann mit 0% gewichtet und du hast bis auf die Inflation kein Wertverlust.

 

Pro: In Schweren Zeiten kein Minus

Contra: Monatliche Rendite max 4.4 % ----> Polster für schwere Zeiten.

 

Hoffe ich konnte dir das in irgendeiner weise Logisch erklären, ansonsten schick mir  ne PM

Euro Stoxx 50 & S&P 500.pdf 87 kB · 0 Downloads

Hast Du mal das Konzept verstanden, das die Investmentbank dahinter benutzt, um diese Wertentwicklungen abzubilden? Ich hatte das mal mit dem Produktmanagement der Allianz diskutiert, die hatten es auch nicht verstanden.

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leonjay
Posted
Am 30.3.2020 um 21:19 von Ghost202:

 

 

Hier wurde mir eine Fonds-BasisRente mit Zusatzabsicherung bei Berufsunfähigkeit bei der AXA empfohlen.

 

masterway-Investmentpolice II

 

Hier machte die Argumentation wirklich Sinn. Ich habe die Rürup (als Extra) und eine durch den Steuervorteil günstigere BU. Klar, Rürup so ist nicht wirklich super aber über den Steuervorteil könnte man das ganze ja "günstig" mitnehmen.

 

Berechnet wurde auf 2000€ BU-Rente

moantlich zu zahlender Beitrag 287,96€

und durch den Steuervorteil käme ich auf einen durchschnittlichen Nettoaufwand von 1935€ p.a. was 161,28 netto Monatsaufwand ergibt.

 

Jedoch wurde diese Argumentation hier in jedem einzelnen Thread komplett auseinandergenommen. Ich konnte wirklich keinen positiven Beitrag zu dieser Art der Versicherung finden was mich natürlich wieder stark an der gesamten Beratung zweifeln lässt.

 

- Den jetzigen Steuervorteil zahle ich im Alter nach.

- Beim eintreten der BU ist die BU höher versteuert als eine normale Schicht 3 BU.

- Und halt eine Summe in der unflexiblen Rürup, welche sie schwer "lohnt"

 

Gibt es denn wirklich keinen Pluspunkt für diese Art der BU? Die Gegenargumentation die ich hier im Forum zu hauf gelesen habe ist für mich auch logisch. Über den Steuersatz im Alter kann man lediglich philosophieren, daher ist es auch eher eine Art "Glücksgriff".

 

 

Könntet ihr mir hierzu eine EInschätzung geben?

 

Schon einmal im Vorfeld vielen lieben Dank für die Ratschläge!

 

 

LG

 

 

 

 

Hi, keine Ahnung wie man 2 Zitate in einem Kommentar beantwortet.

 

Von einer Rürup-Rente rate ich dir generell erstmal ab, das dann noch verbinden mit einer Bu rate ich dir doppelt ab.

 

Erstmal Thema Rürup:  Rürup ist dafür da um Hohe Summen ( 5stellig) in die Rente einzuzahlen um diese dann Steuerlich abzusetzen. Bevor man das Thema Rürup macht ,sollte man meiner Meinung erstmal Riester komplett ausschöpfen / 2100€ -175 Zulage = 1925 €/12 = 160,42 € im Monat. Oder direkt max Beitrag von 2100 /12 = 175€im Monat. Kannst dir hier mal die Steuerersparnisse ausrechnen https://www.allianz.de/vorsorge/riester-rente/rechner/

 

Dann würde ich wie hier erwähnt einfach erstmal in ETFs investieren. Ich selber habe mir über meine Agentur ein AktivDepot eröffnet. Habe jetzt im März als die Corona Krise war, die erste Zahlung auf ein Fond meiner Wahl eingezahlt. Jetzt immer wenn ich was übrig habe mach 500 € in ein Fond rein. Entweder über irgendeine Agentur deiner Wahl oder direkt Online. 

 

Dann würde ich bevor ich die Rüruprente machen, erstmal noch Privat weiter vorsorgen. Warum ? Das Geld in der Rürup kannst du nie wieder rausholen, es ist nicht vererbar, abtretbar oder irgend was anderes. 

Das heißt wenn du mit 50 Jahren 50.000 aus deiner Lebensversicherung rausnehmen musst, kannst  du das bei der Rürup vergessen. Anders bei den Privaten Versicherungen.

 

Dann Thema BU mit Rürup. Es klingt im ersten moment nicht schlecht, da Steuerersparnisse etc. Man muss beachten, wenn die BU zur Auszahlung kommen würde, wird diese versteuert.  Das heißt wenn du 2000€Absicherst, bekommst du nicht 2000 €raus. Anders bei einer Privaten BU. Da ist versicherte Summe = Auszahlbetrag.

 

Hoffe auch das ist einigermaßen Verständlich :p

vor 3 Minuten von lacerator1984:

Hast Du mal das Konzept verstanden, das die Investmentbank dahinter benutzt, um diese Wertentwicklungen abzubilden? Ich hatte das mal mit dem Produktmanagement der Allianz diskutiert, die hatten es auch nicht verstanden.

Kannst du deine Frage umformulieren ? ich stehe gerade aufm schlauch

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lacerator1984
Posted
vor 17 Minuten von leonjay:

Kannst du deine Frage umformulieren ? ich stehe gerade aufm schlauch

Die Allianz sucht sich i.d.R. jährlich einen Partner (Investmentbank), die dieses Konstrukt abbildet, d.h. das Vertragsvermögen mit der zugehörigen Wertentwicklung versieht gemäß Indexentwicklung inkl. Cap und 0% Garantie in der Wertentwicklung.

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leonjay
Posted
vor 5 Stunden von lacerator1984:

Die Allianz sucht sich i.d.R. jährlich einen Partner (Investmentbank), die dieses Konstrukt abbildet, d.h. das Vertragsvermögen mit der zugehörigen Wertentwicklung versieht gemäß Indexentwicklung inkl. Cap und 0% Garantie in der Wertentwicklung.

Kann ich dir zum heutigen  Zeitpunkt leider nichts zu sagen. Bin aktuell im Thema Finanzen noch nicht so fitt. Sorry !

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