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Bigwigster

Meine Asset Allocation - Theorie und Praxis

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Beginner81
Posted · Edited by Beginner81

Fraglich ist, ob die Quoten 80/90/100 % willkürlich gewählt sind oder schon auf den untersuchten Zeitraum hin optimiert wurden.

Natürlich geht es immer um das Verhältnis zwischen Renditeverlust durch geringeren Investitionsgrad in Normal- und Hausse-Phasen und der Renditeerhöhung durch günstige Kaufkurse in den Krisen.
Tendenziell erscheint es mir günstiger, in den Krisen voll zu investieren und das auch länger beizubehalten. Eine Reduktion könnte bei erkennbaren (?) Übertreibungen stattfinden. Diese dürften allerdings schwieriger auszumachen sein als die "Krisenregimes".

 

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Bigwigster
Posted · Edited by Bigwigster

So durch den Aktienanstieg und Sparraten war Gold nur noch bei 13,5%, es erfolgt ein Nachkauf um auf 16% aufzustocken (wieder ein bisschen mehr, auf Grund der hohen Sparquote):

 

Kauf Euwax II für 48,55€

Am 22.11.2020 um 17:06 von Beginner81:

Fraglich ist, ob die Quoten 80/90/100 % willkürlich gewählt sind oder schon auf den untersuchten Zeitraum hin optimiert wurden.

Da ich auch mit einer anderen Gewichtung getestet habe, scheint es unabhängig von der genauen Gewichtung zu funktionieren. Da der Benchmark immer die niedrigste Aktienquote ist, muss hier auch eine Outperformance erfolgen. Wenn die Priorität auf Performance liegt, ist es wahrscheinlich trotzdem besser einfach dauerhaft mit der höchsten Gewichtung zu fahren. Wenn man allerdings eigentlich mit seiner Gewichtung zufrieden ist, aber in Krisenphasen eine schnellere Erholung möchte und dabei die damit einhergehende höhere Volatilität bzw. höheren Drawdown aktzeptiert sollte die Strategie mit jeder Gewichtichtung ihren Zweck erfüllen

 

Am 22.11.2020 um 17:06 von Beginner81:

Eine Reduktion könnte bei erkennbaren (?) Übertreibungen stattfinden. Diese dürften allerdings schwieriger auszumachen sein als die "Krisenregimes".

Eine Übertreibung wird nicht versucht zu erkennen. Das finde ich sinnvoll, da dies nachgewiesenermaßen nur sehr schwer oder nicht möglich ist (wie du auch sagst). Da man im Rahmen der Strategie auch keine kurz oder mittelfristigen Prognosen trifft, ist es wohl auch kein Markettiming. Wobei das natürlich Definitionssache ist, aber ich fühle mich mit der Strategie noch auf der rational belegbaren Seite der Investmentstrategien :-* 

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west263
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vor 1 Stunde von Bigwigster:

Kauf Euwax II für 48,55€

Bis jetzt hatte ich Gold nur phys. gekauft, letztmalig Ende 2019 bevor die 2.000€ Grenze kam.

Aktuell bin ich am überlegen, auch dieses Zertifikat zu erwerben. Mal abgesehen von dem steuerlichen, irgendwelche weitere Haken die man wissen müsste?

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Bigwigster
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vor 24 Minuten von west263:

Bis jetzt hatte ich Gold nur phys. gekauft, letztmalig Ende 2019 bevor die 2.000€ Grenze kam.

Aktuell bin ich am überlegen, auch dieses Zertifikat zu erwerben. Mal abgesehen von dem steuerlichen, irgendwelche weitere Haken die man wissen müsste?

Euwax II hat keinen steuerlichen Haken, ist steuerbefreit.

Nachteil ist der höhere Spread, dafür hat man keine laufenden Kosten.

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west263
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vor 27 Minuten von Bigwigster:

Euwax II hat keinen steuerlichen Haken, ist steuerbefreit.

ja der Gewinn nach einem Jahr.

aber soweit ich es weiß, einen realisierten Verlust kannst Du nicht verrechnen.

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Bigwigster
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Ach so hast du das gemeint, mit den Verlusttöpfen bin ich leider überfragt.

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Bigwigster
Posted · Edited by Bigwigster

Im Depot gibt es nichts neues, aber bin noch über eine schöne Auswertung bezüglich der zu erwartenden Rendite bei 50% Aktien VS 100% Aktien VS 100% Bonds gestoßen:

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Quelle Guide to the Markets von J.P. Morgan

 

Natürlich für mich wieder interessant, da es mich in der eigenen Strategie bestärkt. Erst ab 20 Jahreszeiträumen hat man mit 100% Aktien einen etwas besseren worst case (6% VS 5%) und in 10 Jahreszeiträumen einen deutlich besseren worst case mit 50/50 (-1% VS 2%). Ich weiß zwar, dass ich rational in 20 Jahreszeiträumen denken sollte, dennoch wird es mir um einiges leichter fallen mit einem Aktienanteil von 50-65% Krisen zu meistern, besonders in dem Wissen, dass man subjektiv nicht "viel" an Rendite verschenkt. 

 

Edit: natürlich alles nur nominal

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Bigwigster
Posted · Edited by Bigwigster

Wirklich interessante Inhalte dabei, möchte hier noch eine Auflistung der historischen US-Bärenmärkte festhalten:

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Neue Erkenntnisse kann ich daraus zwar nicht wirklich ableiten, aber sehr viel interessante Infos drin verpackt. Z.b.:

Bei den großen Einbrüchen (ab 48%) ist immer eine Rezension als Ursache dabei. Und vielleicht interessanter nur 2 von 5 mal ist "Extreme Valuation" mitverantwortlich. Auch der besonders lange Bärenmarkt ab 1937 war nicht von einer hohen Bewertung mitverursacht. Daraus könnte man ableiten, dass eine hohe Bewertung zwar nachgewiesener Maßen die zukünftige Renditeerwartung schmälert, aber nicht hinreichend auf besonders schlimme Krisen am Aktienmarkt hindeutet. Natürlich nichts absolut neues, aber interessant :thumbsup:

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Bigwigster
Posted · Edited by Bigwigster

Zum Jahresanfang möchte ich einen kleinen Rückblick auf positives und negatives aus 2020 werfen (abgesehen vom offensichtlichen Corona Crash):

 

- die Sollallokation wurde durch den Verkauf von physischen Silber/Gold früher als Gedacht umgesetzt, auf jeden Fall bin ich zufrieden was das angeht

- negativ war in diesem Zusammenhang, dass jeder Verkauf auf dem Weg zur Sollallokation im Nachhinein zum denkbar schlechten Zeitpunkt erfolgt ist. Silber, Xiaomi und auch Bitcoin sind stark gestiegen, dass lässt sich natürlich nicht ändern und ist nur kurzfristig betrachtet ärgert mich aber schon... :ermm:

- meine Anlagestrategie wurde um eine antizyklische Komponente bei Einbrüchen des Aktienmarkts erweitert, damit soll unter anderem die Zeit beschleunigt werden bis die Verluste aufgeholt werden und damit psychisch beim durchstehen von Krisen ein Vorteil erreicht werden. Natürlich wird unterm Strich auch etwas mehr Rendite rausspringen.

 

So und jetzt noch ein Blick auf die Performance, hier muss ich allerdings sagen, dass ich dieses Thema nur grob betrachte, also einfach die Jahresperformance meiner einzelnen Anlagevehikel ohne zu kleinteilig zu werden. Da die Daten auch für 2019 ohne Mehraufwand verfügbar waren, habe ich diese auch noch mit eingetragen:

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Ergebnis ist, dass der Aktienanteil deutlich hinter dem FTSE All World für 2020 liegt (circa 5,5% weniger). Auf das Gesamtvermögen habe ich 0,5% schlechter als der ARERO abgeschnitten. Das durchaus schlechte Ergebnis macht mir erstmal nicht soviel aus, allerdings habe ich den Vorteil dass die besonders schlechte Performance von Value für mich nun erst dieses Jahr relevant ist. Deutlich zermürbender wäre das Ganze natürlich wenn ich schon länger dabei gewesen wäre. Jetzt drücke ich einfach mal die Daumen, dass in 2021 die Faktoren das bringen was sie sollen :D

So und zum Abschluss noch die aktuelle Asset Allokation, es waren weiterhin keine Käufe/Verkäufe nötig: 

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Bigwigster
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Bei der Performance hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen (17.09% statt 17,09% bei Momentum), hier die korrekte Fassung:

 

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Damit im Aktienanteil "nur" circa 1,5% weniger als der Benchmark und gesamt sogar circa 2% besser als der ARERO. 

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Beginner81
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@Bigwigster Frage OT: Welchen Spread muss man bei Verkauf von physischem Gold hinnehmen? Oder meintest Du damit Euwax/Xetra Gold?

Die Kombination Momentum/Value habe ich auch auf dem Radar, bei Value fehlt mir (noch?) die "intuitiv Überzeugung".

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Bigwigster
Posted
vor einer Stunde von Beginner81:

@Bigwigster Frage OT: Welchen Spread muss man bei Verkauf von physischem Gold hinnehmen? Oder meintest Du damit Euwax/Xetra Gold?

Beim physischen Verkauf ist der Spread stark von dem abhängig was du tatsächlich verkaufst, also Standardmünzen eher niedrig, Silberbarren sehr hoch. Dann muss man noch den passenden Käufer finden. Ich habe viel auf einmal an einen einzelnen Privatkäufer verkauft und für diesen Vorteil mit einem hohen Spread bezahlt. Die Frage welcher Spread lässt sich also nicht wirklich beantworten.

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Bigwigster
Posted · Edited by Bigwigster

Gerade mal wieder ein Blick in meinen Riestervertrag geworfen, inwieweit die Verluste durch die aktuelle Hausse ausgeglichen worden sind.

Leider hat sich herausgestellt, dass überhaupt nichts aufgeholt wurde :w00t:. Nach kurzer Nachforschung hat sich dann auch der Grund herauskristallisiert:

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Auf Jahressicht ist Minimum Volatility circa 15% hinter dem normalen MSCI World... 

Wenn man sowas sieht wächst natürlich die Unzufriedenheit, aber ich werde den Vertrag im Moment erstmal trotzdem weiter bestehen lassen und mal abwarten was bei einer Riesterreform geändert wird. 

Aktueller Stand bei Riester: "Rendite nach Kosten -13,71 % (-9,76 % p.a.)" (Diese Zahlen sind etwas beschönigt, da ja noch weiter bespart wird)

Und wenn man dem ganzen noch etwas positives abgewinnen will:

Durch den Riestervertrag und die Berücksichtigung dessen Aktienanteils bei meiner Asset Allocation wird quasi im Krisenfall von Minimum Volatility in riskantere Faktoren umgeschichtet ;)

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