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InvestNiffler

Finanzielles Tagebuch

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Mol_LE
Posted

Ich bin seit einigen Jahren Mitglied dieses Forums. Ich lese oft und viel, schreibe aber nur sehr selten. Das war der erste Thread, den ich abonniert habe. Hier ist nämlich endlich mal jemand, der quer denkt und andere Wege geht.

Noch dazu (in meinen Augen) mutig.

 

Wenn man aufmerksam liest, bemerkt man mehrere Anleger, die Kredite nutzen oder bewusst (und oft auch mit einem durchdachten Plan) gewisse Risiken eingehen. Selten legt das jemand aber so offensiv in einem Tagebuch dar.

Natürlich passiert genau das, was zu erwarten war. Das Thema wird tot gequatscht.

 

Eigentlich wollte ich diesen Faden als Ansporn nutzen und meine Gedanken auch mal veröffentlichen (Depot mit mehreren ETF, B&H Aktien, aber auch einigen riskanten Zocks, durch Corona ebenfalls endlich mal die Idee, mit Kredit zu hebeln, verwirklicht.)

Aber ehrlich gesagt ist mir meine Zeit zu schade, um mich dann täglich belehren oder beleidigen zu lassen.

 

Diese Zeilen wurden nicht in Erwartung einer Antwort geschrieben und ich werde auch in keiner Weise auf irgendwelche Provokationen eingehen. Sie dienen einzig dazu, InvestNiffler für seine Anregungen zu danken.

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west263
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vor 10 Minuten von Mol_LE:

Natürlich passiert genau das, was zu erwarten war. Das Thema wird tot gequatscht.

es gehören leider immer zwei dazu, der der ein Thema tot quatscht und der, dem das Thema gehört.

Leider passiert es immer wieder, das etwas groß aufgezogen wird und wenn dann etwas Gegenwind kommt, sind diejenigen wieder verschwunden.

 

Die Mods sind hier relativ schnell dabei, wenn gewünscht, mal nass durch zuwischen und Beiträge raus zukehren.

Aber dazu muss man sich dann auch um den eigenen Thread kümmern.

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Schildkröte
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vor einer Stunde von Mol_LE:

Wenn man aufmerksam liest, bemerkt man mehrere Anleger, die Kredite nutzen oder bewusst (und oft auch mit einem durchdachten Plan) gewisse Risiken eingehen.

Wenn es Dir speziell um kreditgehebelte Aktienkäufe geht, das wurde gerade erst hier diskutiert.

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feymo
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vor 1 Stunde von west263:

es gehören leider immer zwei dazu, der der ein Thema tot quatscht und der, dem das Thema gehört.

Leider passiert es immer wieder, das etwas groß aufgezogen wird und wenn dann etwas Gegenwind kommt, sind diejenigen wieder verschwunden.

 

Die Mods sind hier relativ schnell dabei, wenn gewünscht, mal nass durch zuwischen und Beiträge raus zukehren.

Aber dazu muss man sich dann auch um den eigenen Thread kümmern.

Da habe ich aber ganz andere Erfahrungen gemacht. Es tauchen halt immer die selben Miesmuscheln mit dem immer gleichen Gesabbel auf und ersticken so manchen interessanten Thread im Keim.

Die Mods reagieren träge, manchmal auch gar nicht, obwohl man diese per PN darauf hinweist.

Meine Erfahrungen.

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jogo08
Posted
vor einer Stunde von feymo:

Die Mods reagieren träge, manchmal auch gar nicht, obwohl man diese per PN darauf hinweist.

Meine Erfahrungen.

Es gibt Regeln, nach denen wir verfahren, nur weil dem einen oder andern die Meinung, oder wie du es formulierst das "Gesabbel" nicht passt, schreiten wir nicht sofort ein. Wenn jemand beleidigend wird, schreiten wir recht schnell ein, aber die Beurteilung, was man schreiben darf und was nicht, ist oft nicht so einfach und liegt sehr häufig im Auge des Betrachters. Und btw. im Musterdepot hat der Betreiber Modrechte soweit ich weiss.

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Mol_LE
Posted
vor 5 Stunden von Schildkröte:

Wenn es Dir speziell um kreditgehebelte Aktienkäufe geht, das wurde gerade erst hier diskutiert.

Danke für den Hinweis, Schildkröte. Den verlinkten Thread habe ich auch im Auge.

 

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InvestNiffler
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Hallo,

 

an die, die hier mehr Aktivität erwartet hätten und nicht im Troll/Bash Modus sind, oder mir private Nachrichten geschrieben haben - Sorry! Ich bin derzeit zeitlich ziemlich eingespannt aus folgenden Gründen:

  1. Ich bin derzeit dabei nebenher eine Unternehmensgründung zu planen
  2. Eine private Investition/Plan verlangt etwas mehr Aufmerksamkeit - Maßlos unterschätzt
  3. Angestellten Job ist nach wie vor im moderaten Bereich 45-50h, trotz Corona - also hier auch keine "freie Zeit"
  4. Die wirklichen wichtigen Dinge im Leben wie Partnerschaft, Freundschaften und 4-5 Sporteinheiten+Ernährung stehen bei mir IMMER über Internet/Foren etc.

Meine Tage sind derzeit also meistens von morgens bis Abends randvoll. Anyway genug gelabert. Nun zu den Themen die euch interessieren. 

 

Nochmal das Thema Abfindung:

Ich habe hier reale Werte von Ex-Kollegen/Freunden in der SELBEN Firma angesetzt, die nahezu identische Parameter haben! Fairerweise muss ich dazusagen, dass ich bereits während des Bachelorstudiums bei der Firma angestellt war. Das wird im Eingangspost nicht klar. 

 

Was hat sich auf der Arbeit getan:

Bezüglich Aufstiegschance hat sich nichts getan. Dafür hat sich eine Wechselmöglichkeit ergeben (innerhalb der Firma) was mich fachlich sehr anspricht, ein guten Gehaltssprung mit sich bringen würde, aber auch hier erstmal keine Chance auf offizielle Führungsaufgaben hätte. Ich stelle die Entscheidung derzeit zurück - bis Ende des Jahres habe ich Zeit mich zu entscheiden. Ich will mir jetzt nicht einfach zu viele Baustellen aufmachen. Positiv ist zu berichten, dass ab August mein Gehalt um knapp 4% da meine Leistungszulage nach oben hin angepasst wurde.

 

Investieren/Geldanlage:

Im Moment ists hier recht ruhig geworden. Am Depot sollte sich so schnell nichts ändern, da ich wie gesagt mehr Mittel in private Projekte stecke und auch etwas freien Cash rausgezogen habe. Ich kanns derzeit schlecht abschätzen, wie viel ich die nächste Zeit zusätzlich zur Kreditrate+normale fixe Sparrate noch zusätzlich seite legen kann. Positionen unter 4-5k€ will ich eigentlich nicht mehr aufmachen. Welche Wirtschaftsbereiche/Branchen ich gerne noch abdecken will und mir zumindest 1 Unternehmen pro Woche anschaue:

  • 1xRobotik
  • 1x Gaming/Graphics
  • 1xPflanzlisches Protein
  • 2xSaaS
  • 1xLuxus

Viel mehr traue ich mir einfach vom Aufwand her nicht zu zu monitoren und zu tracken. Von anderen Branchen bin ich einfach zu weit weg. Ja ich habe z.B. kein Pharma, ich hab auch einfach zu wenig Ahnung von der Branche.

 

Mein Depot deckt im Moment folgendes ab:

  • China ETF => Für mich Unterbewertet hier hätte ich gern mehr allokiert
  • 2x Advanced Materials: (Nanoco, First Graphene)
  • 1x Cyber Security: Widepoint
  • 1x Advertisment, Streaming (Youtube, Games), AI, Autonomes Fahren, Betriebssystem: Alphabet
  • 1x Suchtmittel des 21. Jahrhunderts, Advertisements, Datankrake, AI, marketplace, Payment: Facebook
  • 1x Baubranche, solide gemanged, global diversifiziert: HeidelbergCement
  • 1x Onlinehandel, Cloud, China/Asia overweight: Alibaba
  • 1x Datenverarbeitung/Aufbereitung, AI-Training: Appen

Das Depot setzt sich folgendermaßen zusammen:

 

Depot.jpg.45dc8a2f68e712aa13f6dca49deb3f4a.jpg

 

Die Gesamtperformance bezogen auf den 01.01.2020 ist jedoch niedriger! Und liegt bei ca. 15%.

Wenn ich jetzt gegen meine Wahl für ein passives Portfolio benchmarke (MSCI World + EM) ergeben sich folgende Probleme bzw. würde mich mal interessieren wie ihr das löst, wenn ihr euch Benchmarkt:

  • Einfach MSCIW+EM Performance seit 01.01.20 annehmen funktioniert nicht
  • Wann genau hätte ich meine 20k€ Kredit investiert. Jenachdem wo ich diesen Einmalbetrag setze macht das eben ein erheblichen Unterschied auf ETF Depot Performance. Wenn ich mir die Investments in Einzelaktien Rückblickend anschaue, hätte ich wohl vor dem großen Crash den Betrag investiert und eben keine Verkäufe getätigt.
  • Rebalancing muss berücksichtigt werden
  • Kosten durch Trading, Tradingverluste und Tradinggewinne, Steuern wiegen das schlechte ETF Timing wieder auf
  • Kreditkosten gelten für beide Strategien

Hab ich hier ein riesen Denkfehler/ stelle ich mich blöd an? Oder machen es sich hier einige Forumsteilnehmer sehr einfach wenn sie ihre Performance berechnen?

Das EM+MSIW ETF Portfolio dürfte seit 1.1.2020 noch leicht im Minus sein, es wäre aber auch falsch zu sagen, dass ich es um 15% outperformed habe - ich würde also deutlich konservativer rechnen!

Wie trackt ihr die Portfolioperformance und Benchmarkt diese korrekt? Theoretisch muss ich ja auch Kaufzeitpunkte usw. darin abbilden. Spontan käme mir hier in den Sinn ein 2. Musterdepot anzulegen.

Gibt es Portfoliosimulationstools die ihr empfehlen könnt? 

 

Gruß

 

 

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west263
Posted
vor 13 Minuten von InvestNiffler:

Meine Tage sind derzeit also meistens von morgens bis Abends randvoll.

ok, das erklärt einiges. :)

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InvestNiffler
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Ich wollte gestern eigentlich auch noch ein paar Worte zur Wirecard Sache schreiben...

Irgendwie kann ich ja in einigen Belangen die Leute hier mittlerweile schon etwas nachvollziehen, wenn Leute mit Krediten rumspielen, Zocken whatever. Der eine ist Profi, der andere weiß genug, um ordentliche Rendite zu machen, der nächste weiß überhaupt nicht was er tut. Ich habe mittlerweile aufgehört zu verfolgen. Aber was mir direkt auffiel waren die viele Leute die sich dort gewaltig verzockt haben und jetzt nach Politik, Hilfe, BAFIN und Mitleid schreien. JEDER HAT SOWAS SELBST ZU VERANTWORTEN!

Es lag klar auf der Hand: Operatives Geschäft/Kunde und CEO Top (zum damaligen Zeitpunkt), aber eben auch viel Downside nach unten. Wo viel Rendite winkt, ist in der Regel auch viel Risiko vorhanden. Wem das nicht klar, der tut mir Leid und sollte seine Probleme die dadurch entstehen nicht auf die Allgemeinheit abwälzen - ich habe im Bekanntenkreis auch so jemanden. Ich hatte glücklicherweise nach dem KPMG Bericht die richtige Entscheidung getroffen (mit kleinen Verlusten raus) und bin auch nicht wieder eingestiegen. Viele konnten es nicht lassen und Klagen jetzt. 

Die ganzen Hintergrunde mal außen vor - ich denke das konnten nur sehr wenige wirklich einschätzen vorhersehen. Kann ich doch so manchen hier bisschen mehr Nachvollziehen wenn ein junger Kerl um die Ecke kommt und mehr riskiert und man selbst Angst hat, der sackt mal in die Sozialhilfe ab und ich muss ich später mitbezahlen. Abstrus, aber irgendwie nachvollziehbar.

 

Insgesamt eine Haupterkenntnis von der Wirecard Sache: Wenn derartige Probleme/Skandale im Raum stehen und Leerverkäufer wirklich heavy darauf wetten, dann ist wsh. auch meistens ordentlich was an der Sache dran. Die ganze Sache sollte jedem Jungen Kerl hier eine Lehre sein. Ich bin gespannt ob in den nächsten Monaten/Jahren eine schöne Doku darüber aufbereitet wird.

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Bast
Posted
vor 19 Stunden von InvestNiffler:

Wie trackt ihr die Portfolioperformance und Benchmarkt diese korrekt?

Die Portfolio Performance tracke ich mit Portfolio Performance.

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Calling
Posted
Am 4.7.2020 um 11:40 von InvestNiffler:

Kann ich doch so manchen hier bisschen mehr Nachvollziehen wenn ein junger Kerl um die Ecke kommt und mehr riskiert und man selbst Angst hat, der sackt mal in die Sozialhilfe ab und ich muss ich später mitbezahlen.


So ist das aber nunmal in Deutschland, für gescheiterte Gründer, Menschen mit Schicksalsschlägen o.ä. muss man ja im Zweifel auch mitzahlen - trotzdem würde ich zumindest darum keine Angst haben oder denken „hoffentlich verzocken die Leute nicht ihre Kohle und ich muss dafür blechen“. 
 

Wie viel jemand investiert, bleibt ja jedem selbst überlassen; das Sozialstaatsprinzip gebietet es weder den gescheiterten Gründer, dessen Idee vielleicht gut war, aber deren Umsetzung katastrophal war noch den Wirecardanleger, der alles verzockt hat, in die Gosse fallen zu lassen.  
 

Unabhängig des Grundes würde man sicher selbst im Zweifel auch gerne das soziale Auffangsystem nutzen können, ohne dass andere denke man müsse den jetzt ja mitschleppen. 

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InvestNiffler
Posted
Am 4.7.2020 um 13:58 von Bast:

Die Portfolio Performance tracke ich mit Portfolio Performance.

Ok, das hätte auch mal selbst finden können. :D Ich schau mir das Tool mal an. Zudem versuche ich dort mal nebenher/2. File für ein einfache Depot zu machen, was ich mir bauen würde, wenn ich nicht Stockpicken würde. Wenn ich in 5-6 Jahren merkt der Aufwand bringt nix mit picken will ich auf ein 0815-Depot mit ETFs wechseln - hatte ich ja auch in den Eingangsposts gesagt.

 

Am 5.7.2020 um 21:04 von Calling:


So ist das aber nunmal in Deutschland, für gescheiterte Gründer, Menschen mit Schicksalsschlägen o.ä. muss man ja im Zweifel auch mitzahlen - trotzdem würde ich zumindest darum keine Angst haben oder denken „hoffentlich verzocken die Leute nicht ihre Kohle und ich muss dafür blechen“. 
 

Wie viel jemand investiert, bleibt ja jedem selbst überlassen; das Sozialstaatsprinzip gebietet es weder den gescheiterten Gründer, dessen Idee vielleicht gut war, aber deren Umsetzung katastrophal war noch den Wirecardanleger, der alles verzockt hat, in die Gosse fallen zu lassen.  
 

Unabhängig des Grundes würde man sicher selbst im Zweifel auch gerne das soziale Auffangsystem nutzen können, ohne dass andere denke man müsse den jetzt ja mitschleppen. 

War nur mein Versuch den ein oder anderen hier zu verstehen, warum diese sich so "getriggert" fühlen.

 

@Aktienmarkt Allgemein und "Cloud-Stocks"

 

Man kann sich sicherlich schon über die Bewertung im Großen und Ganzen derzeit schreiben. Da gibts viele Gründe die für die hohe Bewertung sprechen und auch genug dagegen. Meine grundlegende Auffassung ist, dass das niedrige Zinsumfeld und der Fakt, dass es wohl noch lange so bleiben wird die Bewertungsmetriken (etwas nach oben schiebt z.B. KGV). Hinzu kommen die Geldfluten von Zentralbanken, wo auch keiner so recht weiß, was wirklich die Auswirkung ist und wie viel es eine Rolle spielt.

 

Die letzen zwei Wochen habe ich mich mal in Cloud/SaaS Stock speziell vertieft und war schon geschockt, wie diese Unternehmen teilweise bewertet werden. Wenn man aus der Branche selbst kommt finde ich die Bewertung der Geschäftsmodelle und deren Tücken grundsätzlich nicht schwer. Man kann sicherlich einige Dienste nicht 100% einschätzen bzgl. Marktnachfrage, aaaber dieser Bereich als ganzes gesehen, ist so dermaßen ab von der Realität was Bewertungen und Zukunftserwartungen angeht.

Ich hab den "Internetcrash/Neuer Markt" Crash Anfang der 2000er nicht mitbekommen (war zu jung), aber dieser Sektor riecht zumindest schwer danach, dass es hier irgendwann ähnlich kommen wird. Hier und da findet man auch Aktien, die nicht direkt dem Sektor zuordnen würde, wo ich mich auch Frage, wie die jemals in die Erwartungen reinwachsen sollen. 

Wem derzeit Aktien wie Google, Amazon, FB, Apple oder Microsoft schon überbewertet scheinen, sollte sich diesen Sektor erst gar nicht anschauen. Für mich ist da derzeit absolut nichts investierbares zu finden - leider. 

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Thomas_384
Posted · Edited by Thomas_384

Der Cloud Sektor ist im Vergleich zum Dow, S&P und Nadaq auf jeden Fall das letzte halbe Jahrzehnt extrem gut gelaufen und jetzt mit Corona nochmal einen richtigen Kick.

 

Dieses Chart hier spricht Bände:

https://www.bvp.com/bvp-nasdaq-emerging-cloud-index

 

Paypal, Zoom, Slack, Atlassian, Shopify, ....

 

Bin als Einzelinvest in Splunk drin (nicht im Cloud index enthalten) - das ging auch gut ab. Nvidia hatte ich im März verkauft weil ich da auch das Mojo nicht mehr spürte... wenn manns heute anschaut war das auch eine schlechte Entscheidung.

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InvestNiffler
Posted

Mir fehlt bei vielen Services einfach die Phantasie, zu sehen, wie die jemals profitabel werden sollen/in die Bewertung hineinwachsen. "Cloud-Stocks" ist natürlich erstmal ein weit gefasster Begriff in das auch einiges reinfällt was ich nicht dort direkt zuordnen würde.

 

Was mich vor allem etwas skeptisch werden lässt, ist das Fakt, dass verschiedene Modelle wo Daten aus den Service-nutzenden Unternehmen zum Softwareanbieter transferiert werden. Das Wachstum ist hier bei manchen eben meiner Meinung nach nicht "unendlich". AWS hatte zum Beispiel den Fall, dass eigene Mitarbeiter Daten aus der Cloud von nutzenden Unternehmen geladen haben und diese für ihre eigene Unternehmung genutzt haben. Wenn ich mich recht erinnere, ging es um ein Startup, was dann von AWS Leuten kopiert wurde.

Die Story stand im Economist von vor 2 Wochen. Wenn ich ihn noch finde schau ich nochmal nach. Natürlich ist das erstmal ein Einzelfall. Aber das Thema insgesamt (Datenschutz)/Transfer von Unternehmensdaten ist vielleicht problematischer als viele denken.

 

Ich bin generell sehr technologiefasziniert, aber für diesen High-Flyer SaaS/Cloud Bereich irgendwie sehr skeptisch. Es wird da definitiv Gewinner geben - die gabs 2000 auch. Aber irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass hier auch grade viele Börsenneulinge reininvestieren und sich sehr von Geschichten treiben lassen. Wahrscheinlich können das diejenigen, die  die Dotcom-Bubble miterlebt haben besser einschätzen.

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dev
Posted · Edited by dev
Zitat

t3n.de 27.01.2020, 19:28 Uhr

Fünf Stunden lang waren sensible Daten von Amazons Clouddienst AWS via Github für jeden zugänglich. Darunter befanden sich diverse Passwörter und Schlüsselpaare.

Albtraum für Amazons Clouddienst AWS (Amazon Web Services): Ein technischer Mitarbeiter der Plattform hat sensible Daten in großem Umfang auf Github veröffentlicht. In dem Paket enthalten waren unter anderem diverse Passwörter und AWS-Schlüsselpaare und private Schlüssel, über die sich Dritte Zugriff auf AWS-Dienste verschaffen könnten. Die IT-Sicherheitsfirma Upguard hat das Datenleck eigenen Angaben zufolge nach einer halben Stunde entdeckt und AWS Security alarmiert. Nach fünf Stunden waren die Daten aus dem Github-Repository gelöscht worden.

Die scheinen mehrere unseriöse Mitarbeiter zu haben!

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PapaPecunia
Posted

Kurz zur Sozialhilfe-Diskussion:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass gesamtgesellschaftlich weder gescheiterte Start-Ups noch gescheiterte Spekulanten ein wirkliches Problem für die Sozialhilfe sind.

Auf die große Mehrheit der Sozialhilfeempfänger dürften beide Punkte nicht zutreffen, das sind ganz andere Persönlichkeitsprofile und Biographien. 

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Schildkröte
Posted · Edited by Schildkröte

Jupp, im Techbereich und auch bei anderen (vermeintlichen) Corona-Profiteuren deutet sich allmählich eine Blase wie zu Zeiten des Neuen Marktes an.

 

Cloud ist sicher ein Wachstumsthema. Allerdings ist Wachstum endlich und je mehr Anbieter sich hier herumtummeln, desto niedriger ist die Marge. Früher oder später wird es zu Konsolidierungen kommen. Neben Preisen (und Margen) wird auch der Aspekt Datensicherheit verstärkt in den Fokus rücken. Wer hier ganz besonders hohe Sicherheitsstandards bieten kann (und von Skandalen rund um Sicherheitslücken im eigenen Haus verschont bleibt), kann sich von Wettbewerbern abgrenzen. Ich frage mich allerdings, warum Unternehmen (als Kunden) überhaupt ihre Daten auslagern sollten? 100%ige Datensicherheit gibt es nie. Ich als Unternehmer würde meine Daten jedenfalls nur ungern anderen zur Verfügung stellen. Wäre es nicht sicherer, die Daten auf einem eigenem Datenträger bzw. in einem eigenen Rechenzentrum zu speichern, auf welches Externe keinen Zugriff haben? Oder ist eine völlige Abschottung bzw. Sicherung der Daten auch dann nicht unbedingt gewährleistet?

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Funkadelic
Posted

Wir hatten zufällig das Thema hier um Umkreis. Einer unserer Kunden, auch für den Standort hier eine relativ große Firma mit 400 Mitarbeitern wurde von einem cyberangriff lahmgelegt. Es ging garnicht mehr, jeder Reicher musste komplett neu aufgesetzt werden, alle Daten musste wieder neu ins erp System eingegeben werden und das trotz Sicherung auf 2 Servern (wie bei uns). Unser Chef überlegt jetzt auch zusätzlich zu den 2 Servern, alle Daten noch in einer cloud zu sichern. Unser IT mann hat zwar gesagt das zusätzlich noch in einem der sichersten Rechenzentren Deutschlands gesichert wird, aber selbst das ist unserem Chef nicht geheuer.  Ich denke schon das der cloudmarkt monströs groß ist, aber der Sicherheitsaspekt wird hier die Spreu vom Weizen trennen.

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hattifnatt
Posted
vor 6 Stunden von Schildkröte:

Wäre es nicht sicherer, die Daten auf einem eigenem Datenträger bzw. in einem eigenen Rechenzentrum zu speichern, auf welches Externe keinen Zugriff haben? Oder ist eine völlige Abschottung bzw. Sicherung der Daten auch dann nicht unbedingt gewährleistet?

100% Sicherheit gibt es nie, solange irgendein Mitarbeiter auf die Daten zugreifen muss und dessen Rechner dann wieder Trojanern/Phishing ausgesetzt ist. Also zählt mehr die IT-Kompetenz bezüglich Sicherheit, und die ist bei den großen Cloudanbietern eigentlich tendenziell höher als bei kleinen oder mittelgroßen Firmen.

 

Bezüglich der Margen bin ich aber auch sehr skeptisch, wenn IT immer mehr zur "Commodity" wird und der Wettbewerb hauptsächlich über den Preis entschieden wird; zumal die Hardware vor allem für High-End-Anwendungen wie KI/Maschinelles Lernen, wofür man dann mehr Geld verlangen kann, auch sehr schnellebig ist und regelmäßige Investitionen erfordert (siehe z.B. CPU -> GPU -> TPU).

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