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Onkel Baldrian

Wasserstoff

Empfohlene Beiträge

Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 39 Minuten von reko:

Die Quelle DNV ist angegeben (download des Reports nach Anmeldung). Falls Dir diese relativen Angaben nicht ausreichen kann man diese mit der Weltwasserstoffproduktion von über 100 Millionen Tonnen (Mt). In 2025 leicht umrechnen.

Sorry aber ich erwarte irgendwie verlässliche Quellenangaben?

Welche Einheit soll das bitte sein, Wo aus 33 bis 35 Irgendwas dann auf einmal 100 MT in 2025 werden?

Was bleibt ist ein Diagramm dessen Wert praktisch Null ist. 

Wie ich schon schrieb: Eine typische Wasserstoff-Nebelkerze.

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Holgerli

Auch so, nur um diese "riesigen Mengen Wasserstoff" (also 35 Irgendwas = 100 MT auf 95 Irgendwas = 271 MT) mal in Relation zu setzen:

 

Wasserstoff: 100MT = 12 EJ/3.330 TWh -> 1x

Strom: 32.000 TWh -> ca. 10x

Erdgas: 4.180 bcm  = ca. 150 EJ -> ca. 13x

Öl: 105 mb/d = ca. 200 EJ -> ca. 16x

Kohle:  ca. 170 EJ-> ca. 14x

Rest: ca. 7x

 

Man sieht also: schon heute heute sind die  "riesigen Mengen Wasserstoff"nur 2% der Haupt Energieträger. 

 

Für 2060 ist mit einem Anstieg des Stromverbrauchs von 32.000 TWh auf 70.000 TWh zu rechnen. Ein Gutteil dadurch, dass der Primärenergieverbrauch von fossilen Energieträgern auf EEs umgestellt. Und dann bleiben immer noch gut 1/3 des heutigen Gas- und Ölverbrauchs übrig die noch nicht umgestellt sind. Diese 271 MT Wasserstoff von denen ja quasi nur 171 MT neu hinzukommen entsprechen 9000 TWh Strom. Davon sind aber nur 5.600 TWh neu hinzugekommen. 

 

Ja, Wasserstoff wächst und von einem sehr niedrigen Niveau auch schneller als Strom von seinem sehr hohen Niveau. Aber Strom ist der Hauptträger der Transformation von fossilen Kraftstoffen zu EEs und Wasserstoff weiterhin ein Nischenprodukt und in Relation keine "riesigen Mengen".

 

Und von der bis vor kurzem postulieren "Wasserstoffwirtschaft" sind wir gaaaaaaaannnnz weit weg. ;) 

 

Realität tritt ein beim Wasserstoff. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 4 Stunden von Holgerli:

Ja, Wasserstoff wächst und von einem sehr niedrigen Niveau auch schneller als Strom von seinem sehr hohen Niveau.

Dieses schnellere Wachstum von Wasserstoff mit fehlender Produktionskapazität ermöglicht höhere Gewinne. Von einen sehr niedrigen Niveau dauert es länger bis der Markt Sättigung erreicht. Bei Akkus und Solar gibt es bereits Überkapazitäten und Preisdumping.

Die absolute Energievolumina von Solar und Akkus nützen nichts wenn man keine kostendeckende Preise erzielt. Der Wasserstoffmarkt ist für mein Investitionsvolumen gross genug.

Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt im Gartner Hype-Zyklus an.

 

Wie bei Solar und Akkus zeichnet sich auch bei Wasserstoff eine ähnliche Entwicklung ab. Der Westen forscht und  China überholt bei der Vermarktung. Weltmarktführer bei Electrolyzern ist inzwischen LONGi - der Solarhersteller.

LONGi 2022: "How does Longi view the relationship between hydrogen, solar and storage? Longi firmly believes that green power and green hydrogen is the best solution to achieving carbon neutrality."

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Holgerli
vor 3 Stunden von reko:

Von einen sehr niedrigen Niveau dauert es länger bis der Markt Sättigung erreicht.

Vor allem muss man sehr jung sein, wenn 2060 90% der Transformation auf Strom umgestellt ist. Auch muss man 2060 noch eine Menge Durchhaltevermögen und Idealismus haben, wenn man glaubt, dass sich an dieser Aufteilung noch etwas ändert. ;) 

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Holgerli

Raffinerie Heide: Wasserstoff-Großprojekt gescheitert

Zitat

Ursprünglich hatten Bund und Land fast 900 Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt, bei dem Elekrolyseur-Kapazitäten von bis zu 2,1 Gigawatt aufgebaut werden sollten.

 

Fazit:

Wasserstoffträume treffen auf die Realität. Die Realität.

Gut: 900 Mio. gespart. Das Geld ist in EEs und dem Netzausbau besser aufgehoben. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 5 Stunden von Holgerli:

Raffinerie Heide: Wasserstoff-Großprojekt gescheitert

Bedauerlich, dann wird in der Chemie eben weiter Erdöl und Erdgas verwenden. Chemie will in Deutschland sowieso kaum noch jemand. Mit dem hohen Strompreis und der schwankenden Stromversorgung in Deutschland ist es schwer wirtschaftlich grünes Methanol herzustellen. Das macht man in Dänemark, Schweden, Chile und China. Weltweit wird lt. KI im Jahr aktuell 3,6 Millionen Tonnen grünes Methanol/Jahr hergestellt. Der Methanol-Weltbedarf beträgt 120 Millionen Tonnen pro Jahr. Es wird erwartet, dass der Bedarf stark steigt. Entweder wird es mit grünen oder mit grauen Wasserstoff hergestellt.

"As of February 2026, Project Navigator Methanol tracks 277 renewable and low-carbon methanol projects totaling 59.2 Mt by 2031, including 23.5 Mt of e-methanol, 24.5 Mt of biomethanol, and 11.2 Mt of low-carbon methanol."

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Holgerli

Wird die Produktion von grünem Wasserstoff die neue Atomkraft in Europa?

Zumindest was die Verzögerungen beim Bau und der Inbetriebnahme von Anlagen angeht: Definitiv. 

Beispiel: Der "weltgrößte PEM-Elektrolyseur" bei Linde in Chemiepark Leuna.

2022 sollte es losgehen, heute, 3,5 bis 4 Jahre später, läuft die Anlage immer noch nicht.

 

Chemiepark Leuna : Sicherheitsvorfälle bremsen grünen Wasserstoff aus

Umbauten aus Sicherheitsgründen und ein Unfall haben die Produktion von grünem Wasserstoff von Linde in Sachsen-Anhalt um Jahre verzögert. Die Öffentlichkeit hat davon bislang nichts erfahren

 

Man kann also festhalten: Daneben, dass es sich scheinbar nicht lohnt, funktioniert es auch noch nicht. Außer man nimmt massive Sicherheitsrisiken in Kauf. 

 

Und die Aktie von "ITM-Power"? Weiterhin auf Penny-Stiock-Niveau außer bis auf einem kurzen Pump & Dump-Phase mit Höhepunkt in 2021:

ITM.thumb.png.c9d4311db11cae4e80354076be3a1701.png

 

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Holgerli

Wasserstoffnutzung in Gaskraftwerken?

Geht, führt aber zu einer bis zu 100x schnelleren Materialermüdung wie das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM ermittelt hat.

Angeblich hat Siemens Energy das im Griff.

Ob die deutschen Gaskraftwerke wirklich jemals mit 100% Wasserstoff (so es ihn überhaupt ausreichend geben wird) betrieben werden kann, steht in den Sternen. 

Statt ausgereifter Technik, wie in der Öffentlichkeit gerne erklärt, betreibt das Max-Planck-Institut hier noch Grundlagenforschung 

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reko
· bearbeitet von reko

Im Artikel steht:

Zitat

kann Risswachstum um das Hundertfache beschleunigen

Wasserstoff kann Metalle verspröden wenn man den falschen Werkstoff nimmt. Inzwischen können die 3 grossen Turbinenhersteller mit Wasserstoff umgehen. Die Lebensdauer beträgt wie bei Erdgasturbinen 20 bis 30 Jahre. Lediglich die Wartungsintervalle sind mit 10.000 bis 20.000 Stunden etwas kürzer als die 25.000 bis 33.000 Stunden von Erdgasturbinen. Ev auch wegen der noch geringeren Erfahrung.

Die höhere Verbrennungstemperatur von Wasserstoff würde auch einen höheren Wirkungsgrad ermöglichen, wenn man sie nicht z.B. durch Abgasrückführung reduziert.

 

Auch Biogas ist agressiv (wegen Schwefelwasserstoff, Ammoniak, Kohlendioxid Beimischung) und eine Herausforderung für Turbinenhersteller - man kann nicht jeden Werkstoff verwenden. 

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