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korbi

Ultrastabilität nach Andreas Beck

Empfohlene Beiträge

Geldhaber
vor 3 Minuten von Fondsanleger1966:

Wie lauten die Werte für den statischen 80/20-Mix mit jährlichem Rebalancing?

Würde mich auch interessieren. Außerdem @Autonomeswas in dem "Protokoll" ist A. Becks GPO? "Regime-Portfolio (80 / 90 /100)"?

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LongtermInvestor

Meines Erachtens kann man sich in der Optimierung leicht verlieren. Ob ich mein Vermögen nach 30 Jahren nun um den Faktor 11x oder 14x gesteigert habe, dürfte das reale Leben in der Praxis kaum verändern.

 

Der entscheidende Punkt ist, überhaupt mit dem Vermögensaufbau zu starten. Was den weiteren Verlauf verändert, ist m.E. eher die stetige absolute Entwicklung, die ab einem bestimmten Zeitpunkt sowohl den Jahresbedarf als auch die Möglichkeiten aus Erwerbsarbeit deutlich in den Schatten stellt. Der Drang, immer das beste, also günstigste und renditestärkste Portfolio haben zu wollen, ist dafür wenig entscheidend.

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FlintheartG.

Einordnung meiner KI:

Das Modell ist ein regelbasierter, antizyklischer Beta-Overlay auf ein Aktien-Kernportfolio. Die Aktienquote liegt nur zwischen 80 und 100 %. Die Reserve verändert die Aktienquote also um maximal 20 Prozentpunkte. Bei einem Aktien-Drawdown von etwa -55 % bleibt ein Portfolio-Drawdown von grob -35 bis -50 %, je nach Regime und Reservequalität. Das ist kein Drawdown-Schutz, sondern ein Rebalancing mit Hysterese.

 

Es hat drei Stärken:

  • Wenige Parameter und klare Trigger sind transparent und schwer wegzuinterpretieren.
  • Die Hysterese bei der Rückkehr (C→B bei +50 %, B→A bei +25 %) verhindert Flip-Flops.
  • Antizyklisch zu handeln ist verhaltensstabilisierend: Du kaufst, wenn es psychologisch am schwersten ist.

Schwächen

1. Statistische Aussagekraft: Die Bedingung "-20 % vom 3-Jahres-Hoch UND Vola > 1,5× Langfristschnitt" tritt in der Praxis kaum auf, nämlich 2000–03, 2008/09, 2020 und eventuell 2022. Das sind etwa 3–4 unabhängige Ereignisse, und Regime C feuert eventuell nur 1–2 Mal. Ein Mehrwert gegenüber einer konstanten 85/15-Mischung ist damit statistisch nicht nachweisbar. Die Schwellen (20 %, 25 %, 1,5×, 1 Jahr, 3 Jahre) sind sehr wahrscheinlich aus der Historie kalibriert, also anfällig für Overfitting.

2. "Prognosefrei" stimmt nur eingeschränkt. Die Schwellenwerte kodieren die implizite Annahme von Mean Reversion nach Drawdowns. Die KGV/KBV-Gewichtung ist ein Value-Tilt und damit ebenfalls eine (schwache) Renditeprognose. Das ist legitim, aber nicht neutral.

3. Gegenläufig zu Vola-Management und Trendfolge. Das Modell erhöht das Risiko in Hochvolatilitätsphasen. Die Literatur zu volatility-managed portfolios (Moreira/Muir) und Trendfolge (z. B. 200-Tage-Linie) macht das Gegenteil, mit besserer Sharpe-Ratio in der Stichprobe. Die Out-of-sample-Evidenz ist allerdings umstritten (Cederburg et al.). Gegen Trendfolge spricht die Whipsaw-Last. Das Modell trifft also eine bewusste Wette auf Mean Reversion, die in V-förmigen Crashs (2020) funktioniert, in schleichenden Bärenmärkten (2000–03, Japan ab 1990) aber nur teilweise.

4. Diskrete Schwellen erzeugen Cliff-Effekte. Ob Du bei -19,9 % oder -20,1 % bist, entscheidet über 10 % Portfolio-Umschichtung. Das macht das Ergebnis pfadabhängig und anfällig für Schwellenzufälligkeit.

5. Das rollierende 3-Jahres-Hoch erzeugt Artefakte. Wenn ein altes Hoch aus dem Fenster fällt, ändert sich die Drawdown-Messung ohne Kursbewegung. Regimewechsel können so rein mechanisch durch den Fensterrand entstehen.

6. Vola-Definition unterspezifiziert. Welcher Schätzer (realisiert 21/63 Tage, EWMA, implizit)? Welcher "Langfristschnitt" (Mittel statt Median, Fenster)? Das Mittel ist durch Crash-Phasen selbst nach oben verzerrt.

7. Reservequalität ist der eigentliche Hebel. Bei nur 10–20 % Reserve entscheidet deren Zusammensetzung. 2022 haben lange Anleihen und Aktien gleichzeitig verloren. Auch dass die Reserve verbraucht wird, ist ein Problem: Nach Regime C gibt es keine Munition mehr für eine zweite Welle (Japan-Pfad).

8. Look-ahead bei der Fundamentalgewichtung. Backtests mit KGV/KBV brauchen Point-in-time-Daten. Mit restated Daten ist das Ergebnis verzerrt.

9. Steuer (Deutschland). Im Fonds sind Umschichtungen steuerfrei, beim privaten Nachbau mit ETFs nicht. Jede Umschichtung realisiert Gewinne (26,375 % abzüglich Teilfreistellung bei Aktien-ETFs). Gold-ETCs und Anleihen-ETFs werden anders behandelt, und die Vorabpauschale kommt hinzu. Die Wirkung ist wegen der geringen Handelsfrequenz überschaubar, aber nicht null. Mit Sparplan-Zuflüssen statt Verkäufen lässt sich rebalancen.

 

Die KI hat einige Verbesserungsvorschläge für das Regiment:

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Schwachzocker

Kann eine KI eigentlich auch geistige Störungen haben?

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Fetz
· bearbeitet von Fetz

Tabelle: #4 ...Krisenalpha? 

:'(

 

Also Herr Dr. Beck, Democratic Alpha ins GPO!

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