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Anonymous_

Immobilie = Luxusgut?

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Madame_Q
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vor 4 Minuten von Bassinus:

Die psychische Belastung für eine Familie bei 3 Jahre Bauzeit darf man auch nicht unterschätzen. Gerade wenn man irgendwann auf der Halbfertigen Baustelle auch noch wohnen muss.

:thumbsup:

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WOVA1
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vor 1 Stunde von Madame_Q:

Ein Hausbau ist aktuell ein Risiko, weil unglaublich viel Mist passieren kann.

Daher würde ich nur kaufen und nicht selbst bauen. Perfekt wird ein Haus eh nie sein.

Mal ganz abgesehen davon, daß man sich nun mal kein Grundstück selbst bauen kann..

 

Wenn man denn 1000 qm Grundstück zum Glücklichsein braucht, legt man hier im Mainzer Umland so 400 bis 500 K EUR hin. Da, wo der Mainzer Stadtbus hinkommt, noch so 100 bis 200 K EUR   mehr. Weswegen auch in den entstehenden Neubaugebieten die größten Grundstücke in der Regel so um 500/600 qm sind - und die gehen meist schon an Selbständige.

 

Alternative wäre halt das Nahe-Land ( so Kirn / Idar-Oberstein ), wo es durchaus noch Preise von  100 EUR oder darunter pro qm gibt. Da braucht man halt nur einen Job, den man dort auch ausüben kann - sonst lebt man halt als Eigentümer eines tollen Hauses schwerpunktmässig auf der Strasse.

 

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Madame_Q
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vor 41 Minuten von WOVA1:

Wenn man denn 1000 qm Grundstück zum Glücklichsein braucht, legt man hier im Mainzer Umland so 400 bis 500 K EUR hin.

Ist halt immer alles eine Frage, was man braucht.

Wir haben nur knapp 400 qm und vermissen nix.

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Hansolol
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vor 3 Stunden von moonwalker:

Das ist dann oft mit langen Klageberverfahren verbunden. 

 

Wir haben gerade eine Haus saniert wo alle Gewerke betroffen waren. Ging über 1,5 Jahre. Die wenigen Mängel die nachträglich auftraten, wurden immer unverzüglich behoben. Man sollte da nicht immer so misstrauisch sein und die Leute auch mal ihre Arbeit machen lassen. 

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moonwalker
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Es gibt die Stories wo alles glatt lief oder eben wo die Leute nach dem Projekt Hausbau pirvatinsolvez anmelden durften und alles mögliche dazwischen. 

 

Das Risko ist aber da, dass der Bauträger pfuscht und die Mängelbeseitigung verweigert oder weitestmöglich hinauszögert.

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s1lv3r
Posted · Edited by s1lv3r
vor 4 Minuten von moonwalker:

nach dem Projekt Hausbau Privatinsolvez anmelden durften

 

Dann ist die Finanzierung aber von Anfang an auf Kante genäht worden, oder? Ich kenne mich mit der Thematik zugegebenermaßen nicht aus (bin gläubiger Mieter), aber was muss denn realistischerweise alles passieren, dass man durch ein Eigenheim komplett ohne eigenes Verschulden in die Privatinsolvenz rutscht?

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jogo08
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vor 3 Minuten von moonwalker:

Das Risko ist aber da, dass der Bauträger pfuscht und die Mängelbeseitigung verweigert oder weitestmöglich hinauszögert.

Und das Risiko, dass du es selbst "versaust", weil dir die entsprechenden Kenntnisse fehlen oder am falschen Ende gespart wird, z.B. beim Material, besteht nicht? Ein Bauträger ist zumindest in der Verpflichtung der Mängelbeseitigung, wenn du es selbst gemacht hast, hast du niemanden der dir den Fusch beseitigt, ausser dich selbst.

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jogo08
Posted
vor 3 Minuten von s1lv3r:

 

Dann ist die Finanzierung aber von Anfang an auf Kante genäht worden, oder? Ich kenne mich mit der Thematik zugegebenermaßen nicht aus (bin gläubiger Mieter), aber was muss denn realistischerweise alles passieren, dass man durch ein Eigenheim komplett ohne eigenes Verschulden in die Privatinsolvenz rutscht?

Zu groß geplant, zu viel Kredit aufgenommen, an die "falschen Leute" geraten, da gibt es sicherlich noch viele andere Möglichkeiten.

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Columbus83
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vor 17 Minuten von s1lv3r:

 

Dann ist die Finanzierung aber von Anfang an auf Kante genäht worden, oder? Ich kenne mich mit der Thematik zugegebenermaßen nicht aus (bin gläubiger Mieter), aber was muss denn realistischerweise alles passieren, dass man durch ein Eigenheim komplett ohne eigenes Verschulden in die Privatinsolvenz rutscht?

Nicht unbedingt, es kann auch zu unangenehmen Dingen beim Hausbau kommen, z.B. der Bauträger meldet Insolvenz an, obwohl das Haus nicht fertig gebaut ist.

 

Oder während der Bauphase geht das Geld aus, soll heißen, es wird mehr Geld benötigt, ist dann eben die Frage, ob man noch Reserven von der Bank bekommt, oder während dem Bau tritt ein Wasserschaden auf und da das Gebäude noch nicht durch eine Wohngebäudeversicherung versichert ist, muss man die Kosten für die Sanierung selbst tragen.

 

Oder eben der klassische Pfusch, der soweit gehen kann, dass quasi das Haus komplett abgerissen werden und neu gebaut werden muss. Klar kann man den Bauträger verklagen, doch der Rechtsstreit kann sich hinziehen und währenddessen hat man immer noch den Kredit der Bank plus die Mietkosten zu tragen. Wer hält sowas lange durch?

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moonwalker
Posted
vor 32 Minuten von jogo08:

Und das Risiko, dass du es selbst "versaust", weil dir die entsprechenden Kenntnisse fehlen oder am falschen Ende gespart wird, z.B. beim Material, besteht nicht? Ein Bauträger ist zumindest in der Verpflichtung der Mängelbeseitigung, wenn du es selbst gemacht hast, hast du niemanden der dir den Fusch beseitigt, ausser dich selbst.

Doch, natürlich. Volle Zustimmung. 

 

Ich möchte garnicht Contra Handwerker und Pro Eigenleistung argumentieren. 

 

Man darf halt nur nicht die Risiken ausblenden, wenn man bauen lässt.

Die sind definitiv auch vorhanden. 

 

vor 37 Minuten von s1lv3r:

realistischerweise alles passieren, dass man durch ein Eigenheim komplett ohne eigenes Verschulden in die Privatinsolvenz rutscht?

Nicht viel. Recht haben ist das eine.

Zu seinem Recht kommen kann aber teuer (in der Regel hast du kein Geld, da voll verschuldet)  und zeitintensiv (in der Regel hast du keine Zeit, da du schnell einziehen willst)  werden.

 

... wenn man Pech hat.

Vermutlich läuft es in den meisten Fällen nicht so dramatisch ab.

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monopolyspieler
Posted · Edited by monopolyspieler
vor 6 Stunden von moonwalker:

Wenn man denn an einen gelernten Handwerker kommt. Die Storys über angerlente Aushilfsarbeiter sind schon beängstigend.

 

Da ist der Pfusch dann auch vorprogrammiert. Und ob man das dann rechtzeitige erkennt und seine Rechte so ohne weiteres durchsetzen kann ist auch nicht garantiert. Das ist dann oft mit langen Klageberverfahren verbunden.

Ich würde mir eine externe Baubegleitung dazu nehmen, wenn sowas noch nicht abgeschreckt hat:

https://kern-haus-pfalz.blogspot.com/?m=1

 

In den 70er Jahren gedreht- immer noch sehenswert.

 

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pillendreher
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vor einer Stunde von s1lv3r:

 

..., aber was muss denn realistischerweise alles passieren, dass man durch ein Eigenheim komplett ohne eigenes Verschulden in die Privatinsolvenz rutscht?

Frag mal den Werner Rothaus ;)

Zitat

 

https://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/teure-trennung-wie-das-eigenheim-scheidungspaare-arm-macht/9955658.html

Werner Rothaus* hat es kalt erwischt. An einem Mittwoch gestand ihm seine Frau Wiltrud, dass sie am nächsten Sonntag mit der gemeinsamen Tochter ausziehen werde und die Scheidung wolle. Bereits am folgenden Montag fand sich Rothaus allein in dem Einfamilienhaus wieder, das sie kurz vor der Geburt der vierjährigen Tochter als Familiennest erstanden hatten.

Neben der Sorge um die kleine Tochter plagten Rothaus fortan die Gedanken um die langfristige Tragbarkeit der eigenen Immobilie, wenn gleichzeitig Unterhaltszahlungen und ein zweiter Haushalt die finanziellen Spielräume des getrennt lebenden Paares einschränken.

Wie sollten Kreditraten, Steuern und Nebenkosten bezahlt werden? Und war es überhaupt sinnvoll, das Haus zu halten und womöglich allein zu bewohnen?

 

 

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Sovereign
Posted · Edited by Sovereign
vor 20 Stunden von HansK:

Weil?

für mich erhöht sich die Lebensqualität durch eine eigene Immobilie weil Du gestalten kannst.

 

Ob Du Dir eine Werkstatt einrichtest, den Fokus auf einen großen Garten legst, Dir eine Garage mit Platz für drei Autos zulegst, Deine Traumküche realisierst, Dir etwas in Küstennähe suchst, eine Sauna einbaust - da können Träume wahr werden.


Und eine Immobilie ist vor allem eins: Immobil. Bei mir hat die Immobilie, verglichen mit vorher, viel Ruhe ins Leben gebracht weil Du langfristiger denken musst.
 

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Sovereign
Posted · Edited by Sovereign
vor 17 Stunden von s1lv3r:

 

Dann ist die Finanzierung aber von Anfang an auf Kante genäht worden, oder? Ich kenne mich mit der Thematik zugegebenermaßen nicht aus (bin gläubiger Mieter), aber was muss denn realistischerweise alles passieren, dass man durch ein Eigenheim komplett ohne eigenes Verschulden in die Privatinsolvenz rutscht?

Meiner Erinnerung nach stehen eine Scheidung und der Verlust des Arbeitsplatzes ganz oben auf der Liste von Ursachen die dazu führen das Du bei der Rückzahlung von Baukrediten in Schwierigkeiten geraten kannst.

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smarttrader
Posted · Edited by smarttrader
vor 18 Stunden von Columbus83:

Nicht unbedingt, es kann auch zu unangenehmen Dingen beim Hausbau kommen, z.B. der Bauträger meldet Insolvenz an, obwohl das Haus nicht fertig gebaut ist.

 

Oder während der Bauphase geht das Geld aus, soll heißen, es wird mehr Geld benötigt, ist dann eben die Frage, ob man noch Reserven von der Bank bekommt, oder während dem Bau tritt ein Wasserschaden auf und da das Gebäude noch nicht durch eine Wohngebäudeversicherung versichert ist, muss man die Kosten für die Sanierung selbst tragen.

 

Oder eben der klassische Pfusch, der soweit gehen kann, dass quasi das Haus komplett abgerissen werden und neu gebaut werden muss. Klar kann man den Bauträger verklagen, doch der Rechtsstreit kann sich hinziehen und währenddessen hat man immer noch den Kredit der Bank plus die Mietkosten zu tragen. Wer hält sowas lange durch?

Deswegen nimmt man sich ein Gutachter der auch 5 stellig kostet, dich aber vor Pfusch und Überzahlung schützt. Das habe ich noch nie verstanden, warum Laien meinen sie brauchen sowas nicht.

 

vor 6 Stunden von Sovereign:

Meiner Erinnerung nach stehen eine Scheidung und der Verlust des Arbeitsplatzes ganz oben auf der Liste von Ursachen die dazu führen das Du bei der Rückzahlung von Baukrediten in Schwierigkeiten geraten kannst.

Das ist das Relutat von schlecht geplanten Finanzierungen. 1/3 des monatlichen Einkommens, sollte für die Immobilie maximal warm bezahlt werden. Nicht vergessen 2% jährliche Instandsetzungsrücklage.

 

Aktuell bauen bzw. sanieren 2 befreudendete Ehepaare. Bei ein Paar bin ich ganz sicher, das es nicht gut gehen wird. Beide aktuell ca. 1600 Netto, planen Kinder und sind deshalb am Eigenheim dran. Monatliche Rate liegt bei 1300 Euro, und abgezahlt in 39,2 Jahren. Häuser liegen allerdings auch bei 1200-1800 Kaltmiete.

 

Das andere Paar macht alles "selbst". Aus Gefälligkeit wurde ich gebeten die Zähleranträge zustellen, konnte aber bei erster Durchsicht und Meisterschule 5 Jahre her klar sagen von mir gibt es nix. Das Sparen und die laienhafte Ausführung zieht sich überall durch. Dafür kostete der Bau aber nur 50% weniger, als Schlüsselfertig vom GU mit 5 Jahren Gewährleistung.

 

Wir selbst sind auch in der Planungsphase für ein Neubau. Das wäre Immobilie Nr. 3 bei uns. Baukosten je Quadratmeter 4200 Euro. Ein Haus mit 120qm Wohnfläche, 1000qm Grundstrück ist im oberen 6 Stelligen Bereich anzusiedeln. Über 2000 Euro monatliche Belastung nur für das Darlehen.

 

Bis zur Rente in 28 Jahren nichtmal getilgt.

 

Das ist ein kranker Markt, der dringend bereinigt gehört. Zinsen von 4% dürfte einige Immobilienbesitzer das Genick brechen.

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Columbus83
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vor 6 Minuten von smarttrader:

Deswegen nimmt man sich ein Gutachter der auch 5 stellig kostet, dich aber vor Pfusch und Überzahlung schützt. Das habe ich noch nie verstanden, warum Laien meinen sie brauchen sowas nicht.

1. Mir brauchst du das nicht sagen (siehe Thread erste Seite).

2. Auch ein Gutachter schützt dich nicht vor einem Wasserrohrbruch oder der Insolvenz des Bauträgers.

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Pfennigfuchser
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Am 1.8.2020 um 17:11 von Hansolol:

Die Käufer bekommen entweder Unterstützung von der Familie, oder haben etwas geerbt. Anders geht es nicht mehr. Selbst ein sehr gutes Angestellten Gehalt reicht nicht mehr aus. Da muss man dann Abstriche machen bei der Lage und der Wohnfläche. Und das heisst auch Reihenhaus statt Einfamilienhaus. Stellplatz statt Garage und eher 70er Jahre Bau statt Nebau. 

Hmmm, diese These wird ja sehr oft vertreten. Aber der TE spart doch recht viel. Das geht eindeutig auch ohne Erbe. Außerdem stehen die beiden ja noch am Anfang des Berufslebens, das wird vielleicht auch noch mehr. @TE: zahlt Ihr den jetzt Miete, die dann auch noch frei wäre für den Kredit?

 

Der Punkt liegt bei "ein" Angestelltengehalt. Von einem Gehalt ein Haus für 700.000, eine Frau und die Kinder zu finanzieren ist schon sehr sportlich, üblicherweise arbeiten heute aber auch zwei. Oder zumindest 1,5. 

 

 

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smarttrader
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vor 3 Stunden von Columbus83:

1. Mir brauchst du das nicht sagen (siehe Thread erste Seite).

2. Auch ein Gutachter schützt dich nicht vor einem Wasserrohrbruch oder der Insolvenz des Bauträgers.

Ein Gutachter legt doch fest ob eine Fertigstellung zu xx% erfolgt ist und somit xx% des Baupreises fällig sind. Zudem wird idR. ein Sicherheitseinbehalt möglich, der mit der VOB Abnahme erst bezahlt werden muss.

 

Und ja VOB und Privatperson ist nicht so einfach, aber auch bei einem BGB Vertrag besteht die Möglichkeit.

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smarttrader
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vor 1 Stunde von Pfennigfuchser:

Hmmm, diese These wird ja sehr oft vertreten. Aber der TE spart doch recht viel. Das geht eindeutig auch ohne Erbe. Außerdem stehen die beiden ja noch am Anfang des Berufslebens, das wird vielleicht auch noch mehr. @TE: zahlt Ihr den jetzt Miete, die dann auch noch frei wäre für den Kredit?

 

Der Punkt liegt bei "ein" Angestelltengehalt. Von einem Gehalt ein Haus für 700.000, eine Frau und die Kinder zu finanzieren ist schon sehr sportlich, üblicherweise arbeiten heute aber auch zwei. Oder zumindest 1,5. 

 

 

Nehmen wir einfach mal 2000 Euro Netto und die Frau mit 450 Euro. 2 Kinder müsste 408 Euro Kindergeld ergeben. Ganz einfach gerechnet, sind das 3000 Euro Einnahmen. Somit dürfte das Haus inkl. aller Versorgungs- und Instandhaltungskosten 1000 Euro kosten.

 

Bei 6000 Euro Einnahmen ist es ungefähr passend Haus und Einnahmen. Wenn ich jetzt mal ein Blick auf Gehalt.de werfe sind es recht wenig Jobs die ich mit 9000 Brutto im Angestelltenverhältnis finde.

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Columbus83
Posted
vor 15 Stunden von smarttrader:

Ein Gutachter legt doch fest ob eine Fertigstellung zu xx% erfolgt ist und somit xx% des Baupreises fällig sind. Zudem wird idR. ein Sicherheitseinbehalt möglich, der mit der VOB Abnahme erst bezahlt werden muss.

 

Und ja VOB und Privatperson ist nicht so einfach, aber auch bei einem BGB Vertrag besteht die Möglichkeit.

Also ich kenne einen Fall, wo jemand einen baubegleitenden Gutachter hatte, der Sanitärbereich allerdings nicht fertig gestellt wurde. Die Installationsfirma meinte, das Geld würde nicht reichen. Nun war der Bauherr im Zugzwang, denn wenn er den rechtlichen Weg beschreitet, dann kann sich das über Monate/Jahre hinziehen. Ein fertiges Bad hat er trotzdem nicht und somit ist auch der Einzugstermin gefährdet, davon abgesehen ist das auch mit jeder Menge Stress und Ärger verbunden. Oder aber er greift nochmal in seine Schatuelle und gibt mehr Geld, wobei in so einer Phase da die Frage ist, ob die Bank mitmacht. Bei ihm hat die Bank mitgemacht, weil er ein Gutverdiener ist.

 

Hier noch ein prominentes Beispiel für eine Insolvenz einer Baufirma.

 

Kein Haus, nur Kosten: Baufirma stürzt Häuslebauer in den Ruin

 

Das ist natürlich kein Regelfall, soll aber aufzeigen, dass nicht immer nur das finanzielle Unvermögen der Hausbauer ein Grund für die private Insolvenz bei einem Hausbau sein kann.

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Pfennigfuchser
Posted · Edited by Pfennigfuchser
Ergänzung
vor 15 Stunden von smarttrader:

Nehmen wir einfach mal 2000 Euro Netto und die Frau mit 450 Euro. 2 Kinder müsste 408 Euro Kindergeld ergeben. Ganz einfach gerechnet, sind das 3000 Euro Einnahmen. Somit dürfte das Haus inkl. aller Versorgungs- und Instandhaltungskosten 1000 Euro kosten.

Der TE schreibt, dass er aktuell 2000, seine Frau 1000 spart. D.h. die Gehälter werden deutlich höher liegen als die von Dir genannten. Und warum eine Frau mit zwei Kindern immer mit 450 € veranschlagt wird, ist mir, als Frau mit zwei Kindern, ein Rätsel. Wer ein Haus für 500-700K will, muss natürlich arbeiten, anders geht es nicht. Mit 3000 Einnahmen ist man nicht in der Preisregion unterwegs, klar.

 

Ergänzt: der TE hat lt Ausgangspost 90K brutto, die Frau 35K. Arbeitet sei weniger wegen der Kinder sind das vielleicht noch 25K. bleiben bei StKl V rd 1200 für sie und bei Stkl. III 4800 bei ihm. Macht inkl. Kindergeld 6400. Passt.

 

 

OT: Mich hat immer genervt, wenn bei den Finanzierungsgesprächen mein Gehalt weggelassen wurde, weil schwanger. Wenn wir dann auch noch hohe Tilgungsrate und Sondertilgungsmöglichkeiten haben wollten, kamen so Sprüche wie "dann leben sie erst mal und gönnen sich was, irgendwas kommt immer, Urlaub, Auto..." - als ob wir selbst zu blöd wären, das einzuschätzen. Ende vom Lied: Wir haben online abgeschlossen, ohne blöde Sprüche, die eh schon günstigen Konditionen sogar unbeabsichtigt noch runtergehandelt. Ich bin jetzt Anfang 40 und die Immo, die inkl. Renovierung und Nebenkosten rd. 700K gekostet hat ist quasi abbezahlt. Leider läuft der Kredit noch - zu wenig Sondertilgungsmöglichkeiten ;-), jetzt liegt die ausstehende Summe im vtb Konto und wartet auf Tilgung. Bis auf 9 bzw. 6 Monate Elternzeit habe ich immer zwischen 75 und 100% gearbeitet. Meine Schwester, meine Schwägerin, die Frauen meiner Cousins, haben das alle ähnlich gemacht. So planen, dass man notfalls (ob ein Kind wg. Behinderung, Krankheit mehr Betreuung benötigt, weiß man halt erst nach der Geburt) mit einem Gehalt klarkommt, aber mit zwei Gehältern schnell aus dem Kredit raus ist. ENDE OT

 

 

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Krause76
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Wenn bei Finanzierungsgesprächn schon die Schwangerschaft berücksichtigt wird, wird da auch über die Volatilität des heutigen Jobmarkts gesprochen? 

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Pfennigfuchser
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Nein, natürlich nicht.

 

Wobei es nicht um eine potentielle Schwangerschaft ging, sondern ich mit dickem Bauch dort saß. Dafür allerdings unbefristet mit Wiedereinstiegsgarantie. Mein Job war sicherer und besser bezahlt als der meines Mannes, aber nur seiner zählte. Die letzten Gespräche hatten wir deutlich nach der Geburt. Kind gesund, Kitavertrag unterschrieben, Wiedereinstiegsdatum gesetzt. Mein Gehalt zählte nicht, Elterngeld auch nicht. Dass mein Mann plante, seine Arbeitszeit zu reduzieren, haben wir dann geflissentlich verschwiegen. 

 

In unserem Falle war es irrelevant, da wir viel Eigenkapital hatten und sich die Finanzierung problemlos mit einem Gehalt darstellen lies. Ist das nicht der Fall, kann einen diese Konstellation die Finanzierung kosten, echt ätzend.

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Flughafen
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Am 1.8.2020 um 16:48 von Anonymous_:

Vermögen heute:

200k All-In (Inkl. Riester)

 

Sparrate pro Jahr 24k

10 Jahre = 240k, 20 Jahre = 480k, 30 Jahre = 720k

D.h. wenn wir jetzt schön weiter 30 Jahre und mehr Arbeiten können wir uns in unserer Region ein Haus leisten, vielleicht gerade noch ein gebrauchtes Auto (Momentan fahren wir einen 2003er BMW) - Weitere Anschaffungen im Haus Kontext wie Möbel, Küche und Co., Nebenerwerbskosten noch gar nicht mit eingerechnet?

Selbst angenommen ich schaffe es vom Gehalt auf 120k pro Jahr in 3-5 Jahren, wenn die Freundin aufgrund Kind nicht mehr arbeitet bleibt da doch dann auch nicht viel mehr hängen.

 

Wie machen das andere?

Ist es heutzutage wirklich utopisch anzunehmen, dass man ohne Erbe ein Haus + Grundstück vollständig im Erwerbsleben stemmen kann?

Seht ihr das als Luxus? 

Bei Eurer Sparrate könnt Ihr Euch so ein Haus leisten. Dass ein eigenes Haus fast immer ein gutes Stück Überkonsum bedeutet, dürfte klar sein. Und ob ihr das wollt, soviel Geld fürs Wohnen auszugeben, müsst Ihr entscheiden.

Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, eine Immobilie in meiner Gegend ist bei meinem Gehalt nicht drin. Und selbst wenn ich dank Corona jetzt eine realistische Möglichkeit habe, um hunderte Kilometer weiter aufs Land zu ziehen und z.B. für 2 Tage mit kostenloser Übenachtung bei meinem Vater nach München rinzukommen, würde ich mir wahrscheinlich auch in der Pampa kein Haus kaufen/bauen wollen. Ich denke zu sehr als Investor. Es gibt bestimmte Zeitfenster und Orte, wo sich Immobilien lohnen und man gleichzeitig gerne wohnt, aktuell treffen diese Bedingungen aber nicht zusammen. Ob in 20 Jahren, wenn ich in Rente bin und die Bevölkerung schneller schrumpft, die Bedingungen besser sein werden, weiß ich nicht. Auch werde ich dann evtl. lieber meine Kinder bei Immobilien unterstützen wollen, als selbst was bauen, das ist auch noch unbekannt.

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Anonymous_
Posted
On 8/3/2020 at 1:47 PM, smarttrader said:

Das ist ein kranker Markt, der dringend bereinigt gehört. Zinsen von 4% dürfte einige Immobilienbesitzer das Genick brechen.

Sehe ich auch so. Bin mir nur nicht sicher ob wir jemals wieder andere Zustände sehen (Zumindest nicht in absehbarer Zeit).

 

12 hours ago, Pfennigfuchser said:

Ergänzt: der TE hat lt Ausgangspost 90K brutto, die Frau 35K. Arbeitet sei weniger wegen der Kinder sind das vielleicht noch 25K. bleiben bei StKl V rd 1200 für sie und bei Stkl. III 4800 bei ihm. Macht inkl. Kindergeld 6400. Passt.

Die positiven Kommentare stimmen mich da prinzipiell ganz optimistisch.

Wir wohnen derzeit wie erwähnt noch in Miete und ich plane das auch erstmal noch 2-3 Jahre beizubehalten bis wir wissen wo wir uns dauerhaft niederlassen möchten.

Die Hoffnung stirbt ja zuletzt, dass bis dahin nochmal ein stärkerer wirtschaftlicher Einbruch kommt und sich die Preise zumindest wieder zum Teil bereinigen.

 

Ansonsten wird so lange weiterhin in Aktien bespart und versucht das hier oftmals für junge Jahre beworbene Humankapital weiter zu erhöhen :-*

 

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