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Asio_otus

TECIS - Worauf achten?

Empfohlene Beiträge

slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
vor einer Stunde von Asio_otus:

frustriert

Du hast doch nicht viel zu tun, um optimal vorzusorgen:

  • Haftpflicht abschließen, das hast du online schneller erledigt als du die Beiträge hier geschrieben hast und es ist egal, weil jederzeit kündbar und außerdem billig.
  • BU musst du abschließen. Das wird aufwendig, ist aber eine einmalige Sache und eilt jetzt nicht sofort. Du kannst schon zu einem Versicherungsvertreter gehen, aber du solltest dir vorher klar machen, wie lange und wie hoch du die BU abschließen sollst. Eine BU mit zB 500€ im Leistungsfall ist zB wertlos, weil du dann trotzdem auf Sozialhilfe angewiesen sein wirst. Und stelle sicher, dass alle Gesundheitsfragen richtig beantwortet sind und deine eigenen Gesundheits-Angaben im Zweifelsfall im Beratungsprotokoll auftauchen, wenn der Vertreter meint, dass das nicht relevant ist. Lieber zu viel angeben als zu wenig.
  • Bzgl. Altersvorsorge:
    • Mache dir klar, dass ETFs langfristig (und wir reden ja über Altersvorsorge!) die beste Anlage sind. Allerdings kommt das zu dem Preis dass ab und an der Wert eines ETFs sich mal im Worst-Case halbiert (2008, Corona-Krise).
    • Lege fest, wie viel du maximal bereit bist zu verlieren. Hast du zB 10.000 Euro und willst maximal -3000€ Verlust akzeptieren dann heißt dass, dass du maximal 6000€ in ETFs investieren darfst und den Rest in sichere Anlagen steckst, also Girokonto, Tagesgeld oder Festgeld.
    • Das ist jetzt deine Asset-Allokation: 60% riskant oder 40% sicher. Du kannst auch was anderes nehmen, die Faustregel ist "100-Alter" in riskant.
    • Jetzt gehst du zu irgendeiner Bank, machst da ein Depot auf.
    • Deine monatliche Sparrate wird ebenso 60% : 40% aufgeteilt, zB ein Sparplan der in den ETF einzahlt und Überweisung aufs Tagesgeld.
    • Wenn du keine Meinung hast, dann nimm den A1JX52 ETF. Das ist einfach die ganze Welt und du machst langfristig nichts falsch.
    • Aufwand wenn du mal das Depot eingerichtet hast: Einmal pro Jahr schauen, ob du noch bei deiner gewünschten Verteilung bist. Das mache ich immer zwischen Weihnachten und Silvester an den freien Tagen.

Mehr Versicherungen brauchst du als Single auch nicht, eine kompliziertere Altersvorsorge auch nicht.

 

 

Am 27.11.2022 um 16:03 von Asio_otus:

Basis (Rürup), Berufliche AV, Riester und Flex

Und all das würde ich für dich nicht empfehlen, denn diese Produkte sind alles andere als "flexibel" und auch deutlich schwerer zu verstehen als ein schnöder ETF.

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Asio_otus

Vielen Dank. Solche Beiträge bringen mich tatsächlich in meiner Prioriätensetzung wesentlich weiter. Das ist ja leider mein Hauptproblem, ich weiß nicht wonach ich recherchieren muss und wem ich wieviel vertrauen kann. Dass ich entsprechende Finanzprodukte prüfen muss, habe ich leider schon befürchtet.

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odensee
vor 46 Minuten von Asio_otus:

Was habe ich falsch verstanden?

Einiges...

Zitat

- In der Finanzbranche sind alles Halsabschneider. Strukturvertriebe, Makler, Versicherungen, Vermittler, etc. schielen nur auf maximale Provisionen, beim Honorarberater kann es sein, dass ich viele tausende Euros dafür lasse am Ende keine BU und einen ETF vermittelt zu bekommen. Ich muss mich also um alles selber kümmern (stellt euch mal vor so wär das auch in der Medizin oder bei Lebensmitteln. Einfach mal niemandem Vertrauen dürfen. Immer befürchten, dass alles vergiftet wurde, um am besten gleich noch ne Lebensversicherung abzustauben...)

Solche Rundumschläge sind unsinnig. Ein Audi-Händler wird immer versuchen, dir einen Audi zu verkaufen. Er wird dir nie raten "Ach Herr Asio_otus, in Ihrer Situation wäre ein eBike plus Bahncard 50 deutlich sinnvoller, als ein Auto zu kaufen." Auch dann nicht, wenn es tatsächlich so wäre.

Und im medizinischen Bereich gibt es auch schwarze Schafe und eine Berufsgruppe, die mir äusserst suspekt ist (nein, keine Ärzte und Apotheker und Pflegepersonal). Und so manches, was in der Apotheke teuer und rezeptfrei verkauft wird, ist auch sein Geld nicht wert. => auch im medizinischen Bereich ist ein gewisses Grundverständnis sehr hilfreich.

 

Zitat

- Ich lese hier aufmerksam ein paar Monate im Forum mit

Ein verregnetes Wochenende reicht völlig aus, "Investieren für Einsteiger zu lesen" (hast du noch nicht, sonst würdest du andere fragen stellen) und dich in die ETF-Thematik einzulesen.

 

Zitat

(wär ja auch zu schön, wenn ich meine Freizeit mit spaßigen Dingen verbringen dürfte).

Es ist deine Entscheidung, dich in wichtigen Fragen des Lebens selber dumm zu halten. Wahrscheinlich hast du in der Schule gelernt, Gedichte zu interpretieren (oder ähnliches). Du hast in der Schule aber wenig bis nichts über deine Finanzen/Steuern/Versicherungen/Rente gelernt. Siehe Sparerpauschbetrag. Das kannst du jetzt alles nachholen oder du lässt es bleiben. Eine ganze Industrie lebt von Leuten wir dir 

 

Zitat

- Ich besorge mir einen ETF-Depot beim Discountbroker und erstelle einen Sparplan.

:thumbsup:

 

Zitat

Um meinen Vermögensaufbau (und daraus folgend) meine Rente muss ich mich danach nicht mehr sorgen.

Naja, solltest du z.B. berufsunfähig werden, hilft dir der schöne ETF-Sparplan nichts. Auch hier: DU ganz alleine musst dir klar darüber werden, ob du dich gegen dieses Risiko absichern möchtest oder ob du das nicht möchtest. Diese Entscheidung und die Auseinandersetzung mit dem Thema kannst nur du alleine in deiner wertvollen Freizeit erledigen.

 

Ich hatte nie eine BU-Versicherung und bin auch nicht berufsunfähig geworden. Dennoch habe ich meinen Söhnen geraten, sich darüber Gedanken zu machen. Und der eine der beiden (ca. dein Alter...) bekommt keine mehr, weil er leider JETZT eine Vorerkrankung hat. Als ich ihm geraten habe, sich damit zu beschäftigen, hatte er die noch nicht,.

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Asio_otus

@odensee Ich glaube es besteht ein generelles Grundmissverständnis zwischen uns beiden. Anders als du vermutlich glaubst, möchte ich nicht dumm und unmündig bleiben. Aber ich möchte wissen, wem ich vertrauen kann, um eben solche Dinge zu lernen. Die Infos, die ich von TECIS bisher bekommen habe waren ja offensichtlich nicht grob falsch, sondern einfach grob unvollständig. Ein Onlineforum hat sicherlich schon viele Fragen bis ins kleinste Detail ausdiskutiert. Ein Buch stellt die aktuelle Situation im Optimalfall sogar für den Laien verständlich dar. Aber für mich geht eigentlich nichts über persönliche Gespräche mit jemandem, dem ich Vertrauen schenken darf und dessen Beratung der aktuellen Situation entspricht, weil er sich dauerhaft mit dem Thema beschäftigt.

Bei einem Arzt kann ich hier (vorerst) meinem Bauchgefühl vertrauen, womöglich gehen meine Beschwerden sogar nur wegen irgendeines Placeboeffekts weg. Soll mir recht sein, am Ende bin ich gesund. Schwarze Schafe gibt's immer, aber wer sind die "weißen Schafe" in der Finanzbranche?

 

Es wurde jetzt bereits mehrfach @Polydeikes positiv erwähnt. Würde es zum Beispiel Sinn machen, dass ich seine Onlineberatung für eine BU in Anspruch nehme?

Kleine Randnotiz: Gibt es hier tatsächlich keine Editierfunktion oder übersehe ich die bloß?

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 10 Minuten von Asio_otus:

Es wurde jetzt bereits mehrfach @Polydeikes positiv erwähnt.

Polydeikes ist ein Versicherungsverkäufer.

 

Wenn Du bei ihm eine Versicherung kaufst, bekommt er mehrere Tausend Euro Provision von der Versicherung.

 

Diese Provision holt sich die Versicherung von Dir über Deine Beiträge wieder zurück.

 

Wenn es nicht zum Abschluss kommt, bekommt er kein Geld.

 

Also was erwartest Du?

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odensee
vor 8 Minuten von Asio_otus:

@odensee Ich glaube es besteht ein generelles Grundmissverständnis zwischen uns beiden. Anders als du vermutlich glaubst, möchte ich nicht dumm und unmündig bleiben.

War eine Anspielung auf:

Zitat

(wär ja auch zu schön, wenn ich meine Freizeit mit spaßigen Dingen verbringen dürfte).

vor 8 Minuten von Asio_otus:

Schwarze Schafe gibt's immer, aber wer sind die "weißen Schafe" in der Finanzbranche?

Ohne jemals mit TECIS zu tun gehabt zu haben, würde ich die nicht mal als schwarze Schafe sehen. Die haben einfach ein Geschäftsmodell, was für manche Menschen (Kunden) gar nicht so schlecht ist. Im Sinne von "ich will mich um nichts kümmern, und ein schlechter Vertrag ist besser als gar keiner".

 

 

vor 8 Minuten von Asio_otus:

Kleine Randnotiz: Gibt es hier tatsächlich keine Editierfunktion oder übersehe ich die bloß?

Du bist noch nicht lange im Forum. Die erste Zeit bleibt diese Funktion gesperrt, du kannst aber um Freischalttung bitten oder einfach abwarten.

 

PS: hast noch eine persönliche Nachricht von mir...

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PeterS
· bearbeitet von PeterS
vor 26 Minuten von Asio_otus:

Es wurde jetzt bereits mehrfach @Polydeikes positiv erwähnt. Würde es zum Beispiel Sinn machen, dass ich seine Onlineberatung für eine BU in Anspruch nehme?

Kleine Randnotiz: Gibt es hier tatsächlich keine Editierfunktion oder übersehe ich die bloß?

Das kannst du u.a. auf jeden Fall machen. Torsten Breitag ist ein Spezialist auf dem Gebiet BU. Ich selber würde ihn weiterempfehlen. Vergleichen und auf dein Bauchgefühl hören, darfst du trotzdem. ;- )

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Asio_otus
vor 22 Minuten von stagflation:

Polydeikes ist ein Versicherungsverkäufer.

 

Wenn Du bei ihm eine Versicherung kaufst, bekommt er mehrere Tausend Euro Provision von der Versicherung.

 

Diese Provision holt sich die Versicherung von Dir über Deine Beiträge wieder zurück.

 

Wenn es nicht zum Abschluss kommt, bekommt er kein Geld.

 

Also was erwartest Du?

Ich gehe davon aus, dass Polydeikes nicht von Luft und Liebe leben kann. Entsprechend wäre ich gewillt das bei ihm zu machen. Bei "meinem" TECIS-Berater haben sich die einzelnen Vertriebler jedoch ebenfalls auf Fachgebiete spezialisiert. Uns wurde für die Themengebiete BU, Immobilien und Anlagen je ein einzelner Berater vorgeschlagen, die sich auf das Themengebiet spezialisiert haben (sollen).

Klingt für mich jetzt erstmal so, als ob beide ein vergleichbares Geschäftsmodell haben. Ich schätze mal, der Hauptunterschied ist das ein Versicherungsmakler persönlich haftet und der TECIS-Mitarbeiter nicht?!

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hilflos
vor 22 Stunden von Asio_otus:

Ich hatte noch ein kleines Fünkchen Resthoffnung, unter anderem da TECIS auf manchen Portalen als vergleichsweise "ethische" Alternative angepriesen wurde (auch wenn die Vertriebsstruktur negativ hervorgehoben wird)

 Ich hatte gehofft, immerhin als Kunde (eben nicht als Mitarbeiter) nicht gänzlich ausgenutzt zu werden. Een  TECIS angepriesene Fonds von einem zweiten, nicht-TECIS-Finanzberater als vernünftig abgesegnet wurden.

auch wenn jetzt viele widersprechen werden, es gibt noch vereinzelt Mitarbeiter bei der kleinen Bankfiliale um die Ecke, vorallem in ländlichen Gebieten. die wohnen jahrzehntelang neben dir, sind im gleichen Verein und die Kinder gehen zusammen zu Schule. Mache haben noch ein relativ gutes Festgehalt und nur wenig Provision. Schwer zu finden, ich weiß. 

Die meisten Fonds sind irgendwie vernünftig, sonst würde es sie nicht länger geben, aber ob sie zu dir passen und zur Situation passen ist die andere Frage, billig sind sie aber selten

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady

Was ist "gänzlich" ausgenutzt? Sind 1%, 2% oder 5% noch ok? Der Übergang ist doch fließend. Wenn der Handwerker 100€/h verlangt, ist das dann auch Abzocke oder einfach Angebot und Nachfrage? Entweder du zahlst indirekt Provision oder ein Honorar, anders wird dich niemand beraten.

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Asio_otus
vor 4 Minuten von slowandsteady:

Was ist "gänzlich" ausgenutzt? Sind 1%, 2% oder 5% noch ok? Der Übergang ist doch fließend. Wenn der Handwerker 100€/h verlangt, ist das dann auch Abzocke oder einfach Angebot und Nachfrage? Entweder du zahlst indirekt Provision oder ein Honorar, anders wird dich niemand beraten.

Siehe Post #49

Dass auch TECIS-Mitarbeiter Geld zum Überleben brauchen ist klar. Dass man mich dort ausnutzen möchte war ziemlich eindeutig die Aussage der Forumsgemeinschaft und nicht meine eigene... (Posts #2-6, #14, #18, etc.)

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Feranda
vor 3 Stunden von Asio_otus:

@odensee Ich glaube es besteht ein generelles Grundmissverständnis zwischen uns beiden. Anders als du vermutlich glaubst, möchte ich nicht dumm und unmündig bleiben. Aber ich möchte wissen, wem ich vertrauen kann, um eben solche Dinge zu lernen. Die Infos, die ich von TECIS bisher bekommen habe waren ja offensichtlich nicht grob falsch, sondern einfach grob unvollständig.

Ohne jemanden in Schutz nehmen zu wollen - aber wenn ich meinen Kunden alles erzählen würde, was ich weiß und was wichtig sein könnte, würden 99% nach einer Stunde mit rauchendem Kopf das (digitale) Zimmer verlassen. Deswegen sind mir mündige Kunden, die ein Grundverständnis von der Materie haben & die richtigen Fragen stellen, die liebsten.

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odensee
vor 11 Minuten von Feranda:

Deswegen sind mir mündige Kunden, die ein Grundverständnis von der Materie haben & die richtigen Fragen stellen, die liebsten.

:thumbsup:

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 7 Stunden von Asio_otus:

Dass man mich dort ausnutzen möchte war ziemlich eindeutig die Aussage der Forumsgemeinschaft und nicht meine eigene... (Posts #2-6, #14, #18, etc.)

 

"Ausquetschen" wäre das bessere Wort. Wenn Tecis Dir alle im ersten Post genannten Versicherungen verkauft, dürften sie um die 10.000 € Provision bekommen.

 

Vermutlich hast Du gar nicht geahnt, dass Du so viel wert bist, oder?

 

Übrigens bist Du derjenige, der diese Provision bezahlen wird - mit Deinen Beiträgen. Denn sie sind höher, als sie für die Versicherungen eigentlich sein müssten. So holen sich die Versicherungen die Provisionen wieder von Dir zurück. Das ist übrigens auch der Unterschied zwischen Brutto- und Netto-Policen. In Brutto-Policen sind Abschlusskosten enthalten.

 

Es spricht nichts dagegen, dass ein Verkäufer auch bezahlt wird. Jeder von uns möchte am Ende des Monats sein Gehalt gezahlt bekommen.

 

Aber:

 

Dir sollte klar sein, dass ein Verkäufer nur bezahlt wird, wenn es zu einem Abschluss kommt. Deshalb kannst und solltest Du mit einem Verkäufer nicht darüber diskutieren, ob eine Versicherung sinnvoll ist. Das musst Du vorher entscheiden. Du solltest auch wissen, in welcher Höhe Du die Versicherung haben möchtest. Da die Provision des Verkäufers mit der Versicherungssumme steigt, wird er Dir möglicherweise eher zu einer höheren Versicherungssumme raten.

 

Weiterhin kann man unterscheiden:

  • Es gibt sehr gute und faire Versicherungsverkäufer, die viel für ihre Kunden tun und sie gut beraten.
     
  • Es gibt aber auch Versicherungsverkäufer, die schnell reich werden wollen. Die Methode ist: möglichst viele Kunden gewinnen, und denen möglichst viele Produkte verkaufen. Strukturvertriebe und geschäftstüchtige Verkäufer arbeiten gerne so: sie unterwandern Unis, Sportvereine, Foren - und reden den jungen Menschen ein, dass sie jetzt und sofort alle möglichen Versicherungen brauchen. Dann wird noch etwas Druck aufgebaut (das "D" aus der AIDA-Formel) - und schon beginnen die Provisionen zu fließen. Manche dieser Verkäufer verdienen mehr als ein Chefarzt oder der Bundeskanzler! Das ist die üble Seite des Provisionssystems: bei manchen Verkäufern führt es dazu, dass alle Hemmungen fallen - und sie den Kunden Produkte verkaufen, obwohl diese nicht passen.

Für Dich bedeutet das: Du musst wissen, was Du willst. Ansonsten gehörst Du zu den Opfern, die ausgequetscht werden.

 

Speziell für die BU-Versicherung: überlege Dir, ob Du eine möchtest. Wenn ja, dann versuche, ein paar Grundkenntnisse aufzubauen.

 

Eine Herausforderung bei der BU-Versicherung sind die Gesundheitsfragen. Diese müssen tip-top beantwortet werden. Selbst dann wird es nicht einfach, die Versicherung bei einer länger dauernden Berufsunfähigkeit dazu zu bringen, auch zu bezahlen. Wenn es stattdessen Fehler bei den Gesundheitsfragen gibt, wird es schwer bis unmöglich. Deshalb ist es besser, eine BU-Versicherung nicht selbst beantragen, sondern mit einem Experten zusammenarbeiten. Und dann ist es auch okay, wenn der Experte Geld dafür bekommt. Es ist wirklich Arbeit.

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miniRABE
vor 7 Stunden von Asio_otus:

Aber für mich geht eigentlich nichts über persönliche Gespräche mit jemandem, dem ich Vertrauen schenken darf und dessen Beratung der aktuellen Situation entspricht, weil er sich dauerhaft mit dem Thema beschäftigt.

Gibt es niemanden in deinem Bekanntenkreis der vor ähnlichen "Herausforderungen" steht, oder diese bereits bewältigt hat? Wäre zwar keine zertifizierte Beratung und keine schnelle, sorgenfreie Lösung, aber ein persönliches Gespräch. Vor allem, ohne dass derjenige von etwaigen Verkäufen profitiert. Das Ergebnis aus den Gesprächen kann jederzeit im Forum validiert werden. 

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Badurad
· bearbeitet von Badurad
vor 12 Stunden von Asio_otus:

Aus den Antworten hier ziehe ich bislang folgende Schlüsse (eventuell etwas überspitzt, weil frustriert):

- In der Finanzbranche sind alles Halsabschneider. Strukturvertriebe, Makler, Versicherungen, Vermittler, etc. schielen nur auf maximale Provisionen, beim Honorarberater kann es sein, dass ich viele tausende Euros dafür lasse am Ende keine BU und einen ETF vermittelt zu bekommen. Ich muss mich also um alles selber kümmern (stellt euch mal vor so wär das auch in der Medizin oder bei Lebensmitteln. Einfach mal niemandem Vertrauen dürfen. Immer befürchten, dass alles vergiftet wurde, um am besten gleich noch ne Lebensversicherung abzustauben...)

 

 

Nö, das hat niemand so gesagt. Du sollst Dir lediglich klar machen, daß ein sogenannter Bank-/Versicherungs-/Vermögensberater kein Berater, sondern ein Finanzprodukteverkäufer ist. Diese Personen verdienen nur dann, wenn sie Dir etwas verkaufen und an manchen Produkten (z.B. Renten- und BU-Versicherungen, bankeigene aktive Fonds) mehr als an anderen Produkten (Haftpflichtversicherung, ETF). Das könnte u.U. die Beratung in eine gewisse Richtung lenken. Allerdings fragt Dich der Metzger auch "Darf's ein wenig mehr sein" und der BMW-Händler verkauft Dir lieber einen M3 als einen 116d. Also selber halbwegs aufschlauen und mitdenken. Es gibt da draußen auch massig Finanzprodukteverkäufer, die einen guten Job machen und nicht den ganzen Tag darauf lauern ihre Kunden über den Tisch zu ziehen. Auch wenn reißerische TV-Reportagen und Herr Tenhagen das womöglich anders sehen. Letzterer sollte sich mal seine Riester-Empfehlungen der letzten Jahre anschauen und ganz still sein.

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Asio_otus

Ich merke, ich steige langsam in das Thema ein (Betonung auf langsam). Erster Schritt war es meinen Notgroschen vom Giro- auf's Extrakonto zu verschieben. Den Aufwand hab ich bei vorher 0,001% p.a. variablem Zinssatz der ING nicht eingesehen. Bei demnächst 0,3% erscheint es mir gerechtfertigt, zumal an das Geld herankommen ja weiter nicht schwierig ist. 0,3 % sind aber immer noch weit entfernt von 10,0 % Inflation. Gibt es mittelfristig schlauere Wege für den Notgroschen? Nach welchen Stichworten sollte ich Ausschau halten, welchen Sticky sollte ich mir durchlesen?

 

Zweiter Schritt: Meine Frau und ich legen die Private Haftpflicht zusammen. Aktuell habe ich einen HUK-Coburg Classic Tarif, der mir mit ca. 36 € äußerst günstig scheint.

 

Dritter Schritt folgt dann bald: Anpassung KfZ-Haftpflicht. Ich glaube hier müssten mal Daten meinerseits angepasst werden. Im 'Beratungs'gespräch wurde ich darauf hingewiesen, dass ich aktuell das Doppelte dessen zahlen würde, was nötig ist.

 

Ich werde mich in die Themen die Tage jeweils nochmal einlesen, würde mich aber freuen wenn ihr einmal laut aufschreit, wenn ihr der Meinung seid hier bereits grobe Fehler meinerseits zu erkennen.

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odensee
vor 19 Minuten von Asio_otus:

Gibt es mittelfristig schlauere Wege für den Notgroschen? Nach welchen Stichworten sollte ich Ausschau halten, welchen Sticky sollte ich mir durchlesen?

Du könntest kurzlaufende Bundesanleihen nehmen. Dann bist du aber immer wieder auf der Suche. Ob das dein neues Freizeitvergnügen werden wird, zweifle ich an.

Oder du betreibst Tagesgeldhopping. Ob das dein neues Freizeitvergnügen werden wird, zweifle ich an.

Du könntest den "Notgroschen" verringern. Was willst du mit 10.000 Euro "Notgroschen"? In einem echten (finanziellen) Notfall verkaufst du einfach Aktienfonds-Anteile.

 

vor 34 Minuten von Asio_otus:

Aktuell habe ich einen HUK-Coburg Classic Tarif, der mir mit ca. 36 € äußerst günstig scheint.

Ich würde bei einer Haftpflichtversicherung nicht auf die Kosten, sondern auf die Bedingungen schauen. Lesetipp:

 

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monstermania
vor 39 Minuten von Asio_otus:

Bei demnächst 0,3% erscheint es mir gerechtfertigt, zumal an das Geld herankommen ja weiter nicht schwierig ist. 0,3 % sind aber immer noch weit entfernt von 10,0 % Inflation. Gibt es mittelfristig schlauere Wege für den Notgroschen? 

 

Zweiter Schritt: Meine Frau und ich legen die Private Haftpflicht zusammen. Aktuell habe ich einen HUK-Coburg Classic Tarif, der mir mit ca. 36 € äußerst günstig scheint.

Dritter Schritt folgt dann bald: Anpassung KfZ-Haftpflicht. Ich glaube hier müssten mal Daten meinerseits angepasst werden. Im 'Beratungs'gespräch wurde ich darauf hingewiesen, dass ich aktuell das Doppelte dessen zahlen würde, was nötig ist.

Ich werde mich in die Themen die Tage jeweils nochmal einlesen, würde mich aber freuen wenn ihr einmal laut aufschreit, wenn ihr der Meinung seid hier bereits grobe Fehler meinerseits zu erkennen.

Bist Du sicher, dass Du das Prinzip hinter dem Notgroschen verstanden hast?

Der Notgroschen soll Dich davor schützen, im ungünstigen Fall kein Geld zu haben und auf einen Kredit angewiesen zu sein oder gar einen Teil Deiner Altersvorsorge auflösen zu müssen, weil gerade Geld benötigt wird (z.B. Auto hat einen kapitalen Motorschaden).

Der Notgroschen ist nicht dafür da um eine Rendite zu machen.

 

Und ansonsten: Geht doch! Und zwar ganz ohne 'Beratung' von Tecis. :-*

Da sind ja dann schon die ersten paar hundert Euro für das eigene ETF-Depot frei geworden!

 

PS Zum Thema BU würde ich mir einen Spezialisten zu diesem Thema suchen. Und keinesfalls ein Kombiprodukt aus Altersvorsorge mit integrierter BU andrehen lassen.

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Asio_otus
vor 1 Stunde von monstermania:

Bist Du sicher, dass Du das Prinzip hinter dem Notgroschen verstanden hast?

Der Notgroschen soll Dich davor schützen, im ungünstigen Fall kein Geld zu haben und auf einen Kredit angewiesen zu sein oder gar einen Teil Deiner Altersvorsorge auflösen zu müssen, weil gerade Geld benötigt wird (z.B. Auto hat einen kapitalen Motorschaden).

Der Notgroschen ist nicht dafür da um eine Rendite zu machen.

Deshalb ja die genannten Zinssätze. Ich kann nicht abschätzen wie sich die Inflation entwickeln wird, aber bis wir bei den gewünschten 2 % sind wird es vermutlich noch ne Weile dauern, oder?

Ich will damit keine Rendite machen, aber würde zumindest gerne (annähernd) die heutige Kaufkraft davon beibehalten. Aktuell mache ich 9,7% Verlust pro Jahr.

Andere Frage, zu der ich dann hoffentlich demnächst kommen werde. Macht es Sinn sich ETFs so schnell wie mölich zu holen oder könnte es sich lohnen mit dem Kaufen zu warten bis gerade mal ne Delle auf den Aktienmärkten erkennbar ist und der (allererste) Einkaufspreis gerade recht niedrig ist.

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monstermania
vor 9 Minuten von Asio_otus:

Aktuell mache ich 9,7% Verlust pro Jahr.

Kommt darauf an. Jemand der kaum auf fossile Brennstoffe angewiesen ist, könnte auch deutlich weniger Verlust machen. Es ist ja nur die durchschnittliche Inflation eines Warenkorbs der angegeben wird. Du hast auch in einem Jahr noch 10.000€ als Notgroschen auf dem Konto. Und ja, das ist der Preis der 'Versicherungssleitung'. Oder ärgerst Du Dich auch jedes Jahr darüber, dass Du wieder nur für die Versicherung bezahlt hast ohne einen Schaden gehabt zu haben? ;)

vor 14 Minuten von Asio_otus:

Macht es Sinn sich ETFs so schnell wie mölich zu holen oder könnte es sich lohnen mit dem Kaufen zu warten bis gerade mal ne Delle auf den Aktienmärkten erkennbar ist und der (allererste) Einkaufspreis gerade recht niedrig ist.

Markttiming funktioniert fast nie.

Kaufen, wenn man das Geld hat! Und in 30 Jahren sind Dir evtl. Einstiegskurse eh egal.

Ich investiere jedes Quartal in meine ETF. Egal wie die Kurse gerade stehen. Mit der Zeit spielt der einzelne Kauf auch immer weniger eine Rolle, da er das Depot eh kaum noch bewegt.

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satgar
· bearbeitet von satgar

Ich finde man kann es auch einfach nochmal deutlich sagen: Den Notgroschen kann man durch Rendite/Wertentwicklung nicht gegen Inflation sichern. Punkt.

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bondholder
· bearbeitet von bondholder
vor einer Stunde von Asio_otus:

Ich will damit keine Rendite machen, aber würde zumindest gerne (annähernd) die heutige Kaufkraft davon beibehalten.

Dann musst du ganz einfach Geld zu deiner Liquiditätsrücklage (Notgroschen) hinzufügen:

Am 28.11.2022 um 14:57 von Ramstein:

Als Notgroschen sehe ich den Betrag an, den man für Notfälle auf die sichere hohe Kante gelegt hat. Und um ihn "vor der Inflation zu sichern" muss man ihn um die Inflationsrate (und die gestiegenen eigenen Ansprüche und Risikoerwartungen) durch weitere Einzahlungen erhöhen.

 

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slowandsteady
vor 3 Minuten von bondholder:

Dann musst du regelmäßig Geld zu deiner Liquiditätsrücklage (Notgroschen) hinzufügen:

 

Das ist ein gutes Stichwort: Liquiditätsrücklage.

 

Ich habe streng genommen keinen Notgroschen, sondern sehe einfach zu, dass mein RK1-Anteil nie komplett in illiquiden Anlagen wie zB einer Festgeldleiter angelegt ist, sondern immer ca. 10k täglich verfügbar sind (früher Giro zu 0%, heute in der 110486 zu 2%). Zudem habe ich einen Wertpapierkredit, mit dem ich zusätzlich 30k extra von heute auf morgen haben könnte. Gebraucht habe ich den noch nie, aber die 5.9% für den comdirect-Wertpapierkredit wären immer noch billiger als ein Dispo.

 

Wenn ich den RK1-Anteil als Notgroschen antasten müsste, dann würde ich natürlich auch rebalancieren und entsprechend ETF-Anteile verkaufen müssen.

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Badurad
vor 2 Stunden von Asio_otus:

Ich will damit keine Rendite machen, aber würde zumindest gerne (annähernd) die heutige Kaufkraft davon beibehalten. Aktuell mache ich 9,7% Verlust pro Jahr.

Das ist das Wesen einer Liquiditätsreserve (= Notgroschen). Wenn das Geld sicher und liquide angelegt ist, gibt's keine Rendite. Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Magisches_Dreieck_der_Vermögensanlage

vor 2 Stunden von Asio_otus:

Macht es Sinn sich ETFs so schnell wie mölich zu holen oder könnte es sich lohnen mit dem Kaufen zu warten bis gerade mal ne Delle auf den Aktienmärkten erkennbar ist und der (allererste) Einkaufspreis gerade recht niedrig ist.

Markettiming funktioniert schon bei Profis eher nicht, bei Dir garantiert nicht.

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