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reko

Kernenergie

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oktavian
vor 22 Stunden von reko:

Bayern erzeugt mit großem Abstand den meisten Solarstrom und hat am meisten Wasserkraft und Stromspeicher in Deutschland.

Es wurde nicht aviel Wasserkraft in den letzten 20 Jahren zugebaut in Deutschland. Bayern führt tatsächlich auf geringem Niveau. Bei Photovoltaik liegen überrraschend östliche Bundesländer pro Kopf vor Bayern wegen Freiflächenanlagen. Ist schon die Frage warum man dort PV baut, wenn in Bayern mehr Sonneneinstrahlung vorhanden ist und in Bayern auch mehr Strom benötigt wird pro Kopf.

Bayern hat primär für die Allgemeinheit teure Dach PV. Damit machen die reichen Bayern Gewinne auf Kosten der anderen Bundesländer, die dadurch mehr Netzkosten finanzieren, die man letztendlich braucht um den Strom nach Bayern zu bringen. Also geschickt gemacht.

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PKW
vor 49 Minuten von oktavian:

Bei Photovoltaik liegen überrraschend östliche Bundesländer pro Kopf vor Bayern wegen Freiflächenanlagen. Ist schon die Frage warum man dort PV baut, wenn in Bayern mehr Sonneneinstrahlung vorhanden ist und in Bayern auch mehr Strom benötigt wird pro Kopf.

Du beantwortest deine Frage doch selbst: freie Flächen :P 

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HHanseat

Hübsche Darstellung der CO2-Intensität der 48 größten Stromerzeuger in den letzten 25 Jahren: 

co2_intensity.thumb.png.6d40cae5910cb5460cac320f854b41d6.png

Quelle

 

4 der 5 saubersten Länder haben hohen Kernenergieanteil (S, F, CH, FIN), sonst sorgt viel Wasserkraft für CO2-arme Erzeugung.  Deutschland liegt im Mittelfeld. Bei Japan sieht man einen Anstieg der Treibhausgase nach dem zeitweiligen Abschalten der KKW 2011. China durch hohen Kohleanteil deutlich CO2-intensiver als D. 

 

Hier der zeitliche Verlauf der unterschiedlichen Erzeugungsarten, leider nur Daten für 24 Länder:

25grids.thumb.png.143e97c9a7308351573987c319cb5fea.png

 

Leider ist der Anteil der fossilen Strom-Erzeugung in den 25 Jahren nur von 64% auf 53% gesunken, und abseits der Stromerzeugung sind Heizung, Verkehr und Industrie noch viel stärker fossil abhängig. Die Verbräuche von Kohle, Öl und Gas sind in absoluten Zahlen weltweit nicht gesunken, sondern nahe am Rekordstand:

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Holgerli
vor 54 Minuten von HHanseat:

Hier der zeitliche Verlauf der unterschiedlichen Erzeugungsarten, leider nur Daten für 24 Länder:

25grids.thumb.png.143e97c9a7308351573987c319cb5fea.png

Ich war mal so frei habe zwei Linien beim Diagramm für Frankreich eingezeichnet, weil es ja immer diese steile These gibt, dass die AKWs allein wegen PV ihre Leistung drosseln müssen.

France.jpg.806677bb86206115edde5087ad1039d2.jpg

Es stimmt halt nicht:

 

Und krass ist halt das Bild in Deutschland:

deutschland.jpg.b38767ee62fbcede24f00dd1ddb9477c.jpg

Krass ist das Bild in DEutschland: nach Fukushima hat man mit EEs sowohl die gefährliche Atomkraft komplett rausgedrängt und wird Kohle bis 2030 auch weitestgehend rausgedrängt haben. 

 

@HHanseat In dem Sinne: 1. Danke dass Du zeigst, dass in keinem Land außer Frankreich Atomkraft aktuell eine signifikante Rolle spielt. 2. Dass Erneuerbare Energien die Stromerzeugung komplett transformieren können.

 

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oktavian

@Holgerliich glaube ich hier zweifelt niemand daran, dass es mit Erneuerbaren geht. Mir geht es zumindest nur um die Kosten.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 5 Stunden von oktavian:

Damit machen die reichen Bayern Gewinne auf Kosten der anderen Bundesländer,

Es ist nicht die Schuld der Bürger wenn sie staatliche Förderungen annehmen. Norddeutschland macht mit Windrädern Gewinne auf Kosten der anderen Bundesländer. Es ist eine krasse Fehllenkung, dass mehr Stromerzeugungskapazität gefördert wurde und mit Festpreis vergütet wird als lokal verbraucht und durch die Leitungen in den Süden abtransportiert werden kann. 

Genauso war es ein Fehler gut funktionierende Kernkraftwerke abzuschalten und Braunkohlekraftwerke weiter zu betreiben. Das Resultat sind deutlich höhere Stromkosten und eine 10 fache CO2-Intensität wie Frankreich. Ich fühle mich dafür nicht verantwortlich. Auch die Bevölkerungsmehrheit wollte das nicht. Es wundert nicht, dass Klimaschutz nebensächlich wurde.

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No.Skill
vor 2 Stunden von oktavian:

Mir geht es zumindest nur um die Kosten.

Richtig, dem schließe ich mich an. 

:thumbsup:

 

Grüße No.Skill 

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vanity
Am 11.8.2025 um 23:48 von vanity:

Pünktlich zum Weltquallentag am 11. August: They did it again!

 

Wieder ist Gravelines betroffen. Ein Reaktor läuft noch und hält den französischen Stromexportüberschuss im dreistelligen GWh-Bereich täglich aufrecht.

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oktavian
vor 2 Stunden von reko:

Es ist nicht die Schuld der Bürger wenn sie staatliche Förderungen annehmen. Norddeutschland macht mit Windrädern Gewinne auf Kosten der anderen Bundesländer

Bei WEAs profitieren die Grundbesitzer und Investoren. Bin selbst in WEAs, aber nicht bei mir vor Ort investiert. Wir lagen bei uns die 7Cent als PV 40 Cent bekam.

Bei der bayerischen Dach-PV sind es primär Bayern, die in Bayern leben.

 

Ansonsten stimme ich zu.

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Nachdenklich
vor 1 Minute von oktavian:

Bei der bayerischen Dach-PV sind es primär Bayern, die in Bayern leben.

Würde es einen Unterschied machen, wenn es sich um Hessen handelte, die in Württemberg lebten?

 

Was habt Ihr nur für Probleme?

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 12 Stunden von vanity:

Pünktlich zum Weltquallentag am 11. August: They did it again!

Einfach Kühltürme bauen. Das hilft. :narr:

Was war gerade nochmal die Definition von "Flatterstrom"? Spontan nicht mehr Verfüägbar? So wie bei automatischen Notabschaltungen?

 

vor 12 Stunden von vanity:

Ein Reaktor läuft noch und hält den französischen Stromexportüberschuss im dreistelligen GWh-Bereich täglich aufrecht.

Gleich mal ein Grund mit der nächsten, falschen Behauptung aufzuräumen: Deutschland sei abhängig von Deutschem Atomstrom:

Strom.thumb.png.62a13c848a65b0e1f207ad84858743f1.png

Nee, 4GW kann man auch locker mit etwas mehr EEs selber produzieren. 

Vor allem: Schaut man sich die letzten 12 Jahre davor an, wo der atomare Traum in Deutschland noch "Strahlkraft hatte": Ein gewisser Unterschied ist da aber so groß war der Unterschied deutscher AKWs auf dem Strom-Import aus Frankreich nun auch nicht:

https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=FR&source=cbpf_saldo&stacking=stacked_absolute&legendItems=7y2&interval=year&year=2015

 

Andersrum wird hingegen ein Schuh draus: Belgien und die Schweiz, beide deutlich kleiner, müssen von Frankreich deutlich mehr Strom importieren:

https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=FR&source=cbpf_saldo&stacking=stacked_absolute&legendItems=7y0&interval=year&year=2026

https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=FR&source=cbpf_saldo&stacking=stacked_absolute&legendItems=7y1&interval=year&year=2026

 

Was ist da denn falsch gelaufen: Beide Länder haben doch Uralt-AKWs für angeblich sicheren Strom. :-*

 

Fazit: Wieder hat sich gezeigt: Deutschland mit EEs aber ohne Atomkraft funktioniert wunderbar. :pro:

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Ramstein
vor 1 Minute von Holgerli:

Was war gerade nochmal die Definition von "Flatterstrom"?

Sonnenfinsternis lässt deutsche Strompreise explodieren

Zitat

Die Auswirkungen sind an der Strombörse bereits sichtbar. Für die Stunde zwischen 19 und 20 Uhr liegt der Day-Ahead-Preis demnach bei rund 300 Euro je Megawattstunde – etwa 122 Euro mehr als am Vortag. Für die folgende Stunde werden ebenfalls rund 300 Euro je Megawattstunde erwartet.

Noch stärker fallen die Ausschläge bei der Betrachtung einzelner 15-Minuten-Intervalle aus. Für die Viertelstunde von 19.45 bis 20 Uhr wurden 461,17 Euro je Megawattstunde angesetzt. Von 20 bis 20.15 Uhr sind es 402,50 Euro. Gegenüber den entsprechenden Zeiträumen des Vortags entspricht das Aufschlägen von rund 205 beziehungsweise 195 Euro je Megawattstunde.

 

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Holgerli
vor 1 Minute von Ramstein:
vor 3 Minuten von Holgerli:

Was war gerade nochmal die Definition von "Flatterstrom"?

Sonnenfinsternis lässt deutsche Strompreise explodieren

 

Du musst mal Deinem Schamanen in den Hintern treten: Die anderen Wettergelehrten wussten schon Jahre im Voraus, dass diese Sonnenfinsternis kommt. 

 

Also: Was war gerade nochmal die Definition von "Flatterstrom"?

Antwort: Spontan nicht mehr Verfügbar? => Wohl eher nicht. 

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HHanseat
· bearbeitet von HHanseat
vor einer Stunde von Holgerli:

Deutschland mit EEs aber ohne Atomkraft funktioniert wunderbar.

Nun ja, mit überwiegend fossilen Energieträgern und zunehmendem Knirschen der Wirtschaft. So sieht der Energieverbrauch in Deutschland laut Umweltbundesamt für die letzten Jahre aus:

image.thumb.png.87cd8cf11d46db4f632d195ccbb5efd3.png

Die CO2-freie Energieerzeugung (EE und Kernenergie addiert) hat sich seit 2000 sogar reduziert

 

Zur CO2-Reduktion (über Rückgang des Energieverbrauchs um ca. ein Viertel) haben in den letzten 15 Jahren Effizienzgewinne und Verlagerung energieintensiver Produktion ins Ausland mehr beigetragen als der EE-Ausbau. Immerhin hat sich der Kohleanteil halbiert. Aber der Weg zur Dekarbonisierung ist noch weit.

 

Oder meinte @Holgerli die Empfänger der EE-Subventionen? Ja, für die funktioniert unsere Energiewende wunderbar... 

 

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor einer Stunde von HHanseat:

Nun ja, mit überwiegend fossilen Energieträgern und zunehmendem Knirschen der Wirtschaft. So sieht es laut Umweltbundesamt für die letzten Jahre in Deutschland aus:

Wie das Diagramm zeigt handelt es sich um den "Primärenergieverbrauch" nicht um den Energieverbrauch (nur) für die Stromerzeugung.

 

Was ist Primärenergie? Hier die Definition aus dem verlinkten Artikel, aus dem auch das Diagramm kommt:

Zitat

Der Begriff umfasst sogenannte Primärenergieträger, wie zum Beispiel Braun- und Steinkohle, Mineralöl oder Erdgas, die entweder direkt genutzt oder in sogenannte Sekundärenergieträger, wie zum Beispiel Kohlebriketts, Benzin und Diesel, Strom oder Fernwärme, umgewandelt werden. Berechnet wird er als Summe aller im Inland gewonnenen Energieträger zuzüglich des Saldos der importierten und exportierten Mengen sowie der Lagerbestandsveränderungen abzüglich der auf Hochsee gebunkerten Vorräte.

Daher: wie wir dem Diagramm entnehmen können ist der Rückgang des Primärenergieverkauchs von 4.350 Pj von 1990 bis 2024 schon allein für 1400 Pj über den Minderverbrauch von Mineralölprodukten zu erklären.

Daher meine erste Frage: Was hat a. die Abschaltung von Ölkraftwerken und b. der Wenigerbrauch im Straßenverkehr mit Atomkraft zu tun?

 

Bleiben: 2950 Bj. 

 

Kommen wir also zur Atomkraft vs. EEs: 1990 waren das noch 1668 Pj vs. 136 PJ EEs. 2024 dann 0 Pj zu 2094 Pj. Heisst also: es wurden 300 Bj mehr EEs aufgebaut als Atomkraft abgebaut wurde!

Daher meine erste Aussage: EEs haben den Wegfall der Atomkraft mehr als ausgeglichen!

 

Dann ein Blick auf Stein- und Braunkohle: Von 3200 + 2300 = 5510 Pj. in 1990 auf 1600 Pj. in 2024. Das sind ja -71%!!!!!!. Wie soll da die deutsche Wirtschaft überleben???

Daher kommt meine zweite Aussage: Die im Westen sehr gut. Die im Osten ganz schlecht, zumindest zu Anfang!

 

Aber lass mich das mit Fakten erklären. Hier hilft wieder da Diagramm. 1990 5510 Pj. Stromproduktion aus Braun- (3201 Pj) und Steinkohle (2306 Pj). Aber 2000:  Nur noch 1550 Pj aus Braunkohle + 2021 aus Steinkohle. Macht 3.171 Pj. Minus 42,5%!!!!!

Daher meine zweite Frage: Waren das die bösen, bösen EEs?????

 

Ich würde sagen: Nein! Weil die EEs die in den 10 Jahren über das damals neue EEG gebaut wurden, waren eher marginal! 

Also stellt sich meine dritte Frage: Wo sind die 2350 Pj an Kohleenergie in den 10 Jahren hin?

 

Wenn ich mir Frage selber beantworten sollte (dritte Aussage) würde ich sagen: Der abfällige Begriff "Dunkeldeutschland" für die Gebiete der Ex-DDR wurde genau in den 10 Jahren geprägt und vermutlich sind diese 2350 Pj an Kohleenergie primär im Osten vom Netz gegangen und haben Null, wirklich Null mit den EEs zu tun. 

 

"Funfact am Rande": Die Energieproduktion durch Atomkraft ist in den 10 Jahren zwar um ca. 200Pj gestiegen, aber niemand wollte oder konnte mehr als 2100 Pj der restlichen, wegfallenden Kohlekraft durch Atomkraft ersetzen. Warum nur?

 

Was bleibt dann also: Eine unerklärte Differenz von 3350 Pj Kohleenergie in 1990 zu 1600 Pj Kohleenergie in 2024 = 1700 Pj Differenz.  Von diesen 1700 Pj müssen aber nochmal die 300 Pj positives Saldo der EEs nach der Atomkraftabschaltung abgezogen. sind wir bei 1400 Pj.

 

Heisst also: In den letzten 25 Jahren wurden 46-56 Pj Kohleenergie pro Jahr vom Netz genommen, die erstmal "unerklärlich" sind! Das sind 0,6% jährliche Abnahme gerechnet auf die 10550 Pj aus 2024 (je nachdem ob man 1668 Pj in 1990 oder 1851 Pj in 2020 für Atomkraft ausgeht)!

 

Wir fassen bis hierhin nochmal zusammen:

1. Zwischen 1990 und 2024 hat Deutschland eine Differenz von 4360 Bj an jährlicher Primärstromproduktion erlebt (siehe Diagramm)

2. 1400 Pj. lässt sich durch Mineralölprodukte erklären, die nichts mit EEs zu tun haben!

3. 1600 Pj. lassen sich durch Kohlekraftwerksabschaltungen in den 10 Wendejahren in den Ostdeutschen Bundesländern erklären. Die nichts mit EEs zu tun haben!

4. Zwar sind 1660 bzw. 1850 Pj Atomkraft weggefallen, diese wurden aber durch 1900 Pj an EEs überkompensiert

=> Bleibe also, je nach Rechenweg oder zwischen 1400  (Referenzjahr: 2000) und 1150 Pj Primärenerie (Referenzjahr 1190 die in den letzten 35 bzw. 25 Jahren "unerklärlich weggefallen sind (oder ja nach Rechenart) 46 bis 56 Pj im Jahr (je nachdem ob man 1668 Pj in 1990 oder 1851 Pj in 2020 für Atomkraft ausgeht).  

 

Daher meine vierte und letzte Frage: Glaubt hier wirklich wer, dass 0,6% weniger Kohlestrom pro Jahr die deutsche Wirtschaft kaputt gemacht haben? Oder war es nicht vielleicht doch die Abhängigkeit vom russischen Öl und Gas, weswegen man über demokratische Missstände in Russland hinweg geschaut hat, was aber seit 2022 nur noch schwerlich möglich ist?

 

Und meine vierte und letzte Aussage: Ich fände es traurig hätte es die deutsche Wirtschaft in 25 Jahren durch Effizenzsteigerungen nicht geschafft zwischen 46 und 56 Pj Primärenergieverbrauch (trotz Wirtschaftswachstum) einzusparen!

 

Von daher: Danke, @HHanseat, zeigt dieses Diagramm doch ganz deutlich wie es Deutschland, durch den Kollaps der Ostwirtschaft in der Nachwendezeit, "geschafft hat so brachial viel Kohleenergie einzusparen und dann durch die Energiewende eine unnötige Atomkraft überzukompensieren und durch Effizenzsteigerungen gleichzeitig aus der dreckigen Kohle auszusteigen!

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HHanseat
· bearbeitet von HHanseat
vor 1 Stunde von Holgerli:

Wie das Diagramm zeigt handelt es sich um den "Primärenergieverbrauch" nicht um den Energieverbrauch (nur) für die Stromerzeugung.

Richtig, das ist hilfreich für die Gesamtschau, wenn z.B. der Verkehrssektor zunehmend vom Verbrenner auf E-Mobilität oder die Heizung von fossil auf Wärmepumpe umschwenkt. Damit wechseln einige Verbraucher den Sektor und erhöhen den Strombedarf, was sonst gff. unter den Tisch fällt, wenn nur der historische Strombedarf betrachtet wird. Beim Ziel Dekarbonisierung durch Ablösung fossiler Energieträger durch Elektrifizierung (und Stromerzeugung dann natürlcih möglichst CO-arm) sind wir uns noch einig, oder? Ich habe auch gar nichts gegen EE in einem funktionierenden System, habe auch selber PV und Wärmepumpe und kann daher schön beobachten, wie Bedarf und Erzeugung auseinanderlaufen, auch wenn es im Jahresmittel passen sollte.

 

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde das Diagramm ziemlich ernüchternd, und hätte gehofft, dass wir nach all den Anstrengungen schon deutlich weiter auf dem Weg zum Ziel Dekarbonisierung sind. Der Weg wird schwer genug als dass man leichtfertig auf eine starke CO2-arme Quelle verzichten sollte, und beim Einsatz der EE ist es so ähnlich wie beim selbstfahrenden Tesla: vollmundige Versprechungen sind leicht, Einsatz unter günstigen Bedingungen auch machbar, aber die letzten Prozent der Einsatzfälle werden immer schwieriger und aufwendiger. Tja, und manchmal crasht es leider auch...

 

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Holgerli
vor 2 Minuten von HHanseat:

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde das Diagramm ziemlich ernüchternd, und hätte gehofft, dass wir nach all den Anstrengungen schon deutlich weiter auf dem Weg zum Ziel Dekarbonisierung sind.

Schön, dass Dir die Detail-Analyse geholfen hat, Deine unbegründete Angst, dass es die EEs sind, die angeblich der Wirtschaft schaden, zu vertreiben. 

Ich stimme Dir zu, dass wir weiter sein könnten bei der Dekarbonisierung. 

 

Wir sind aber auf einem sehr guten Weg:

 

- die sehr Co2-haltige Braunkohle wurde zusammen mit der sehr gefährlichen Atomkraft parallel (und das ist eine herausragende Leistung!) aus dem Energiemix geworfen 

- Steinkohle wurde auch parallel reduziert. 

- dazu ist Gas deutlich unter das "Spitzenjahr" 2008 gefallen 

- Dazu wurden die EEs (trotz so mancher konservativer Politikwiderstände) massiv ausgebaut. 

- warum es im Mobilitätssektor nicht schneller vorangeht können wir gerne in den Mobilitäts-Threads tun. Das hat aber Null mit Atomkraft zu tun. 

 

Ach ja: Letztes Jahr legten die EEs um 3,6% zu. Braunkohle ging um 6,3% zurück. Steinkohle um 2,3%. Mineralöl um 2,2%. Gas stieg um 3,6% (primär wegen der kalten Witterung).

Wenn es bei den Werten bleibt nehmen EEs bis 2030 um 18% zu. Dagegen nehmen Braunkohle um 32% (eher mehr, wegen des RWE-Kohleaaustiegs), Steinkohle um über 10% und Mineralöle um gut 10% ab. 

Einzig Erdgas könnte weiter steigen. 

 

Bleibt als Fazit:

1. Atomkraft wird in Deutschland nie wieder eine Rolle spielen 

2. weil wir sie schlicht nicht brauchen

 

vor 23 Minuten von HHanseat:

aber die letzten Prozent der Einsatzfälle werden immer schwieriger und aufwendiger. Tja, und manchmal crasht es leider auch...

Hier meine ganz ehrliche Antwort:

- wenn wir bei 85+% im Heizungssektor sind

- wenn wir bei 85+% im Mobilitätssektor sind

dann haben wir den Hauptweg geschafft. Vor allem: ohne Atomkraft.

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reko
· bearbeitet von reko

Weil wir gerade alte Aussagen überprüfen

Am 5.9.2023 um 14:39 von Holgerli:

Also: Keine Atomkraft-Renaissance in Schweden.

Schweden hat 2023 sein Ziel von „100 % erneuerbar“ auf „100 % fossilfrei“ bis 2040 geändert. Bis 2035 sind zwei neue Großreaktoren und bis 2045 das Äquivalent von 10 neuen Großreaktoren (insbesondere SMRs) geplant und es wurden bereits rechtlich bindende Zahlungsverpflichtungen und finanzielle Rahmenverträge eingegangen.

WDR 2026/06/15: Schweden setzt voll auf Atomkraft

2026/06/15 Sweden's Vattenfall picks Rolls-Royce SMR for nuclear power project

2026/06/25 Swedish state taking majority stake in Videberg Kraft

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Holgerli
vor 3 Stunden von reko:

Bis 2035 sind zwei neue Großreaktoren und bis 2045 das Äquivalent von 10 neuen Großreaktoren (insbesondere SMRs) geplant und es wurden bereits rechtlich bindende Zahlungsverpflichtungen und finanzielle Rahmenverträge eingegangen.

Wenn ich nicht wüsste, dass Du das ernst meinst, würde ich ja sagen, dass das ein klasse Witz ist.

Realitätscheck: Die letzten beiden AKWs die in Europa gebaut wurden:

- Flamanville 3 in Finnland: 17 Jahre, Baukosten: 4-facht

- Olkiluoto 3 in Finnland: 17 Jahre, Baukosten: 4-facht

 

Zwei Länder, zwei Reaktoren. Die gleichen Probleme. 

 

- Hinkley Point C in UK: Baufortschritt ist bei ca. 40%. Man hat 2018 angefangen. Hat dieses Jahr schon gesagt, dass es mindestens 2031 wird. Also geplant. Also bei 40% Baufortschritt ist man schon bei geplanten(!) 13 Jahren.

 

Und die Schweden wollen jetzt 2 Reaktoren in 9 Jahren aus dem Boden stampfen? Was sagte Einstein: Was ist Dummheit? Wenn man immer wieder das gleiche macht, in der Hoffnung, dass es trotzdem funktioniert. :narr:

 

Aber obwohl, ich nehme Dich beim Wort:

vor 3 Stunden von reko:

geplant

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Planungen bis 2035 bzw. 2045 abgeschlossen sind! :dumb:

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reko
· bearbeitet von reko
vor einer Stunde von Holgerli:

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Planungen bis 2035 bzw. 2045 abgeschlossen sind! 

In Schweden kann man sich die Inbetriebnahme der Reaktoren bis 2035 bzw. 2045 vorstellen. Schweden ist für den Bau der geplanten Kernreaktoren Milliarden Euro verbindliche Zahlungsverpflichtungen eingegangen und hat dafür staatliche Darlehen von bis zu 20 Milliarden  Euro vorgesehen.

Das ist alles eine Frage des Willens. Deutschland plant Backupkraftwerke, Stromspeicher und Stromnetze. Um das realisieren zu können hat man Beschleunigungsgesetze beschlossen.

Ich gehe davon aus, dass Schweden „100 % fossilfrei“ vor Deutschland erreicht und dabei billigeren Strom hat. In Schweden entsteht aktuell eine der weltweit größten Wellen an neu gebauter, energieintensiver Industrie. In Deutschland wandert sie ab.

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Holgerli
vor 2 Minuten von reko:

In Schweden kann man sich die Inbetriebnahme der Reaktoren bis 2035 bzw. 2045 vorstellen.

Ja, das konnte man sich bei der Planung von Olkiluoto 3 und Flamanville 3 in Finnland und Frankreich auch. Vorstellen kann sich jeder mit Fantasie viel. ;) 

 

vor 4 Minuten von reko:

Das ist alles eine Frage des Willens.

Also sind Finnen und Franzosen nur willensschwach gewesen? :shit:

 

vor 5 Minuten von reko:

Schweden „100 % fossilfrei“ vor Deutschland erreicht und dabei billigeren Strom hat. 

Ich auch. Die haben viel Wasserkraft und können Windkraft mit Speicher massiv ausbauen. 

Die können sogar 150%ig fossilfrei werden und den überschüssigen Strom nach Deutschland liefern. #EuropäischesVerbundnetz.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 13 Minuten von Holgerli:

Die haben viel Wasserkraft und können Windkraft mit Speicher massiv ausbauen. 

Schweden hat ein ähnliches Problem wie Deutschland. Die Wasserkraft ist im Norden und die Verbraucher im Süden. Die Windkraft ist nicht verläßlich. Der Stromtransport und die Speicherung ist zu teuer. Schweden setzt auf Kernkraft im Süden.

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Holgerli
vor 3 Minuten von reko:

Die Wasserkraft ist im Norden und die Verbraucher im Süden.

Warum hast Du das den Schweden nicht erklärt als die - dumm wie sie scheinbar waren - ihre Wasserkraftwerke gebaut und den Strom einfach nach Süden transportiert haben. :narr:

 

vor 5 Minuten von reko:

Die Windkraft ist nicht verläßlich.

Und Ungarn zeigt: Die Atomkraft schon lange nicht.

 

vor 5 Minuten von reko:

Der Stromtransport und die Speicherung ist zu teuer.

Wir schauen in den Wasserstoff-Thread wo ein gewisser User reko lang und breit erklärte (mittlerweile schweigt er wohl lieber darüber, dass Wasserstoff aus Chile, Australien, Namibia, Marokko nach Deutschland transportiert werden soll(te).

Aber Strom aus Schweden ist zu teuer. :narr:

 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 21 Minuten von Holgerli:

dass Wasserstoff aus Chile, Australien, Namibia, Marokko nach Deutschland transportiert werden soll(te).

Im Gegensatz zu Strom ist der globale Transport von Wasserstoffträgern wie Ammoniak oder Methanol mit Schiffen relativ billig und etabliert. Der Transport von Wasserstoff ist über einige 1000 km über Pipelines immer noch viel billiger als der Stromtransport. Dafür kommt aber nur Nordafrika und Spanien in Frage. 

Da Deutschland weiterhin sehr viel Energie importieren muss, muss es sich zwischen fossiler Energie, nuklearen Brennstoff und Wasserstoffträgern entscheiden. Ich hoffe immer noch, dass Deutschland fossilfrei werden will. Die offizielle Strategie der deutschen Regierungen waren und sind Wasserstoffträger.

Auch hier ist es kein entweder oder sondern ein sowohl alsauch. Ev mit sich zeitlich verändernder Gewichtung. Ich bin auch in einen US Gasfracker investiert.

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Holgerli
Gerade eben von reko:

Im Gegensatz zu Strom ist der Transport von Wasserstoffträgern wie Ammoniak oder Methanol mit Schiffen relativ billig und etabliert.

Okay, ich habe Fotos aus Deutschland gesehen da hatte man schon vor 100 Jahre sogenannte Strommasten mit denen man Strom quer durchs Land transportierte.

Auch in den sogenannten Braunkohle-Revieren im Rheinland und in der Lausitz hat man lieber die Kraftwerke nahe an der Kohle gebaut und den so produzierten Strom dann quer durch das Land transportiert. 

Aber vielleicht ist das in dem Land wo Du lebst anders. 

 

vor 3 Minuten von reko:

Der Transport von Wasserstoff ist über einige 1000 km über Pipelines immer noch viel billiger als der Stromtransport.

Eine neue Behauptung ohne Beweise. 

Was war nochmal der Grund warum Desert Tech gescheitert ist? Richtig, weil der Transport durch Krisengebiete so preiswert war. NICHT

 

Darf sich jeder selber überlegen was preiswerter ist: 2.250km Stromtrasse vom Norden Schwedens bis in den Süden Deutschlands

Oder 2.250km Pipeline aus Marokko, durchs Mittelmeer, durch Spanien, über die Pyrenäen, durch Frankreich in den Süden von Deutschland.

Wenn man in den letzten Tagen die Nachrichten verfolgt hat, weiss man auch, wie Wahrscheinlich so ein Projekt ist, weil Spanien und Marokko sind ja ziemlich beste Freunde.

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