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MonacoFranzl

L&G Gerd Kommer Multifactor Equity UCITS ETF USD

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Bigwigster
vor 2 Stunden von Martie:

- Der S&P 500 hat ein durchschnittliches KUV von 2.7

- Die Magnificent 7 haben ein durchschnittliches KUV von 7.2

- NVIDIA hat ein KUV von 25

Das KUV lässt diese Bewertungen schnell absurd erscheinen. Bezieht man jedoch die Netto-Marge und das Forward-KGV ein, bewegen sich die Bewertungen alle in einem erklärbaren wenn auch historisch eher teuren Rahmen.

SpaceX ist von dieser Aussage ausdrücklich ausgenommen ;)

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Schwachzocker
vor 4 Stunden von Martie:

...

- SpaceX wird aller Voraussicht nach mit einem KUV von 94 (!) an die Börse gehen, wo passive Investoren über Indizes gezwungen werden das Teil für diesen Preis zu kaufen, weil der Prozess der Preisfindung vor Aufnahme in den Index mehr oder weniger übersprungen wird.

Das klingt ein wenig so, als dass jeder Hans und Franz eine Aktie zu einem x-beliebigen Mondpreis emittieren könnte und die bedauernswerten Anleger wären zum Kaufen gezwungen. Schöne alte Welt, wo bist Du nur geblieben.:rolleyes:

 

Was haben diverse Anbieter bei ihren Regeln angepasst?

Inwiefern wird die Preisfindung übersprungen?

Warum muss man eine Preisfindung über einen längeren Zeitraum abwarten? Wie lange muss man abwarten bis es der richtige Preis ist?

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rentier

Macht sich der "Heilige Gral" auch schon Sorgen um seine Zusammensetzung? Ich frage für einen Freund, dem investieren nach MCAP ans Herz gelegt wurde ...

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Bigwigster

Wenn der Freund nach dem MCAP investieren wollte, kann er sich freuen, dass er das mit dem „Heiligen Gral” effizient tut. Dank der Fast-Entry-Regeln kann SpaceX bereits nach fünf Handelstagen in den Index aufgenommen werden. 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation
vor 30 Minuten von Bigwigster:

Wenn der Freund nach dem MCAP investieren wollte, kann er sich freuen, dass er das mit dem „Heiligen Gral” effizient tut. Dank der Fast-Entry-Regeln kann SpaceX bereits nach fünf Handelstagen in den Index aufgenommen werden. 

 

Ja, und genau das ist ein Problem. Die Fonds werden die Aktie kaufen müssen. Der Preis wird steigen. Die Macher des SpaceX-IPOs benutzen die Indexfonds wie einen Kamin, der Kurse und Absatzmenge nach oben zieht. Sehr clever - aber das Gegenteil von dem, was ich als Anleger will.

 

Das ist so ähnlich wie bei Goodharts Gesetz.

 

vor 1 Stunde von Schwachzocker:

Warum muss man eine Preisfindung über einen längeren Zeitraum abwarten? Wie lange muss man abwarten

 

So lange, bis die Manipulationen und Tricksereien rund um einen IPO vorbei sind und man davon ausgehen kann, dass es faire Kurse durch Angebot und Nachfrage am Markt gibt. Kommer gibt 12 bis 24 Monate an: Investieren in IPOs – eine Verliererwette

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finisher
· bearbeitet von finisher

MCAP ist Klumpenchance, laufen zur Zeit besser als Krümmelstreusel. Und wenn geht kaputt, Vorsprung hoffentlich weit genug. Krümelstreusel holt nicht mehr ein. Und wenn nicht auch egal, weil Sparplan laufen mit, machen kaputte Beine wieder ganz.
 

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Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster
vor 19 Minuten von stagflation:

Die Fonds werden die Aktie kaufen müssen.

Aber auch nicht alle und die meisten nur zum aktuellen Free Float, also erstmal ~7% des aktuellen Wertes.

Aktive Fonds haben keinen Kaufzwang. Gerd Kommer, Avantis und Dimensional Fund Advisors auch nicht. S&P500 & Dow Jones auch nicht. 

Einen POP kann es natürlich trotzdem geben, aber eben auch nicht. Ich bin jedenfalls sowohl kurzfristig als auch mittelfristig auf die Entwicklung sehr gespannt :D

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Sapine
vor 27 Minuten von Bigwigster:

Aber auch nicht alle und die meisten nur zum aktuellen Free Float, also erstmal ~7% des aktuellen Wertes.

Aktive Fonds haben keinen Kaufzwang. Gerd Kommer, Avantis und Dimensional Fund Advisors auch nicht. S&P500 & Dow Jones auch nicht. 

Bei den 7 % bleibt es doch nicht und auch nicht bei nur einer Aktie. Ich bin offen gestanden ähnlich angepisst wie einige andere auch. Da greift mir einer in den Geldbeutel und das mag ich definitiv nicht. Wenn die Börse zum Selbstbedienungsladen für Milliardäre wird, ist das entschieden gegen die Interessen der übrigen Anleger. 

 

Mich persönlich trifft es nur eingeschränkt, aber ein wenig vom Gral habe ich auch im Depot und einen MSCI Nordamerika, den das wohl auch betrifft. 

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Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster

Die ETFs müssen zunächst nur den anfänglichen Free Float von rund 7 % erwerben. Der Rest der Position wird von den Indizes erst über viele Monate (oder ein Jahr) hinweg schrittweise aufgebaut, wenn die Sperrfristen ablaufen. Bis dahin hat der Markt einen fairen Preis längst gefunden. Wer dem Markt bei solchen Bewertungen prinzipiell nicht traut, für den ist ein MCAP-ETF ohnehin das falsche Instrument. Tesla ist schließlich auch mit sportlichen Multiples im Index vertreten. Vielleicht passt der Preis in den ersten zehn Tagen wirklich nicht, aber in den nächsten Monaten bekommt man immer noch 90 % zum „fairen” Preis. Das Ganze hat vielleicht etwas Geschmäckle, aber so gravierend ist die Geschichte doch jetzt auch nicht, oder?

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

@Bigwigster: ich glaube, Du verstehst nicht, wie das läuft. Wenn SpaceX alle Aktien auf einmal in den Markt drücken würden, würden sie nicht genug Käufer finden und/oder nur schlechte Preise erzielen. Deshalb wird dieser Vorgang über einen langen Zeitraum gestreckt. Es werden alle Möglichkeiten genutzt, um Absatzmenge und Kurse zu maximieren.

 

Mit dem Börsengang haben sich zig Leute beschäftigt. Sie haben ein genaues Drehbuch ausgearbeitet, wann was passieren soll. Letztendlich spielen sie mit den Anlegern und versuchen, möglichst viel Geld herauszupressen. Auch die Indexfonds sind ganz genau eingeplant.

 

Einen fairen Preis wird es an der Börse erst geben, wenn der gesamte Prozess vorbei ist. Nicht nach "10 Tagen". Deshalb hat der Kommer ETF den IPO-Filter - und sie gehen von 12 bis 24 Monaten aus.

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Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster
vor 16 Minuten von stagflation:

Einen fairen Preis wird es erst geben, wenn der gesamte Prozess vorbei ist.

Dann könnte man ja zum entsprechenden Zeitpunkt ziemlich simpel short gehen. So einfach ist das Ganze meiner Meinung nach nicht. Wie so oft ist es aktuell nicht vorherzusehen, wie sich der Preis entwickeln wird. Wenn man der Meinung ist, dass alles offensichtlich und klar ist und der Preis hochgeht, ist es ja glücklicherweise so, dass man auch als 08/15-Anleger bei diesem IPO mitmachen und das Gratisgeld einsammeln kann. Es gibt aber auch Marktteilnehmer, die planen, auf die Aktie short zu gehen, und die genau die gegenteilige Meinung haben. Ich gehöre eher zur Fraktion, die Popcorn kauft und gespannt zuschaut. :thumbsup:

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Apfelkomplott
vor 16 Stunden von stagflation:

Wie kann man die Gewichtung der 9 größten Unternehmen begrenzen und trotzdem weltweit anlegen?

Mit irgendwelchen Beimischungen wird das eher nix werden. Dann ändert sich die Zusammensetzung und in ein paar Jahren hast du den nächsten Klumpen.

 

Einzige Alternative wäre ein All World Equal Weight, oder zumindest ein Fonds mit Höchstgrenzen für einzelne Werte, Regionen, Branchen,...

Das bringt dann natürlich wieder seine eigenen Probleme.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 2 Stunden von stagflation:

@Bigwigster: ich glaube, Du verstehst nicht, wie das läuft. Wenn SpaceX alle Aktien auf einmal in den Markt drücken würden, würden sie nicht genug Käufer finden und/oder nur schlechte Preise erzielen. Deshalb wird dieser Vorgang über einen langen Zeitraum gestreckt. Es werden alle Möglichkeiten genutzt, um Absatzmenge und Kurse zu maximieren....

Ich glaube, wir haben alle bereits begriffen, dass alle Möglichkeiten genutzt werden sollen, um Geld zu verdienen. Ich kann daran nichts schlechtes finden. Das führt ja gerade zur Markteffizienz und ist mitnichten irrational.

Du siehst doch selbst, wie auch hier im Forum Leute, diese Aktie zeichnen, um "dabei zu sein". Wenn das so viele Leute machen, dann soll die Aktie auch ihren Platz in den Indizes haben.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Wenn die Leute ihr Geld freiwillig investieren, habe ich nichts dagegen. :thumbsup:

 

Aber hier passiert doch etwas anderes. Die Aktien kommen nach und nach in Tranchen auf den Markt. Und SpaceX wird nach und nach in die Indexe aufgenommen: NASDAQ, S&P, MSCI World, usw. Die Fonds, die die Indexe tracken, müssen die Aktien dann kaufen. So besteht über einen längeren Zeitraum hohe Nachfrage. Elon Musk/SpaceX kann nicht nur viele Aktien verkaufen, sondern das auch noch zu hohen Preisen. Geld der Index-Fonds-Anleger wandert zu SpaceX und deren bisherigen Eigentümern - und zwar ohne dass die Anleger gefragt werden oder das wollen.

 

Ich habe mich immer gefragt, wann und wie es bei den ETFs und Index-Fonds mal knallen wird... Aber so sehr ich mich bemüht habe, ich habe die Schwachstelle nicht gefunden.

 

Jetzt liegt die Schwachstelle direkt vor uns. Es sind Geschäftsleute wie Elon Musk, die ETFs und Index-Fonds bei einem IPO (und nachfolgenden Transaktionen) benutzen, um Geld aus den Anlegern herauszupressen. Je größer der Marktanteil der ETF-Anleger, desto einfacher und verführerischer wird diese Methode.

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Nachdenklich
vor 21 Minuten von stagflation:

Geld der Anleger in den Index-Fonds wandert zu SpaceX und deren bisherigen Eigentümern - und zwar ohne dass die Anleger gefragt werden oder das wollen.

 

Ich bin aber bisher - wenn ich in Indexfonds angelegt habe - doch auch nicht gefragt worden, ob ich 70% USA haben will und einen Klumpen Tech-Aktien, Du etwa?

 

Ich habe daraus geschlossen, daß ich weder ein Depot mit möglichst wenig Positionen noch eins nach Marktkapitalisierung möchte.

vor 29 Minuten von stagflation:

ich habe die Schwachstelle nicht gefunden.

Die Schwachstelle ist, daß die Fonds nach Marktkapitalisierung kaufen müssen.

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Megatron
vor einer Stunde von Nachdenklich:

Die Schwachstelle ist, daß die Fonds nach Marktkapitalisierung kaufen müssen.

Das wäre ja noch nicht so ein großes Problem, die Free Float Marktkapitalisierung von Space X ist relativ klein.

Allerdings hat die Nasdaq ja extra für Space X die Regeln geändert und wichtet Aktien mit niedrigem Freefloat jetzt künstlich mit einem Faktor 3 versehen.

--> Alle Nasdaq 100 ETF müssen Space X mit der dreifachen (Freefloat) Marktkapitalisierung kaufen.

 

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stagflation
vor 7 Minuten von Megatron:

Das wäre ja noch nicht so ein großes Problem, die Free Float Marktkapitalisierung von Space X ist relativ klein.

 

Jetzt wird ein kleiner Teil der Aktien verkauft. Das dient dazu, um an die Börse zu kommen und einen hohen Ankerpreis festzulegen. Dann müssen die NASDAQ ETFs kaufen. Weitere Aktien können verkauft werden. Der Freefloat steigt. Vielleicht werden danach wieder ein paar Aktien an Aktionäre verkauft. Der Freefloat steigt. SpaceX wird in den nächsten Index aufgenommen. Wieder müssen einige Fonds kaufen. Weitere Aktien werden verkauft, der Freefloat steigt... Und so geht es weiter, wie bei einer Schiffsschaukel. Bis SpaceX auch in den großen Indexen ist und alle Aktien verkauft sind.

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Schwachzocker
vor 2 Stunden von stagflation:

Wenn die Leute ihr Geld freiwillig investieren, habe ich nichts dagegen. :thumbsup:

Ich tat das freiwillig.;)

 

vor 2 Stunden von stagflation:

...Elon Musk/SpaceX kann nicht nur viele Aktien verkaufen, sondern das auch noch zu hohen Preisen. Geld der Index-Fonds-Anleger wandert zu SpaceX und deren bisherigen Eigentümern - und zwar ohne dass die Anleger gefragt werden oder das wollen.

Das ist der Deal, wenn man einen ETF kauft. Man wird dann nicht mehr gefragt. Man darf aber seine Anteile verkaufen. Das ist erlaubt.

 

vor 2 Stunden von stagflation:

---

 

Ich habe mich immer gefragt, wann und wie es bei den ETFs und Index-Fonds mal knallen wird... Aber so sehr ich mich bemüht habe, ich habe die Schwachstelle nicht gefunden.

 

Jetzt liegt die Schwachstelle direkt vor uns....

Was Du gefunden hast, ist keine Schwachstelle, sondern die von Menschen gemachte Regelanwendung in einer nicht perfekten Welt.

Wenn Du weißt, welche Aktien in Zukunft am besten abschneiden, dann mache halt Dein Ding und freue Dich.

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salmei
vor 2 Stunden von stagflation:

 

Ich habe mich immer gefragt, wann und wie es bei den ETFs und Index-Fonds mal knallen wird... Aber so sehr ich mich bemüht habe, ich habe die Schwachstelle nicht gefunden.

 

Jetzt liegt die Schwachstelle direkt vor uns. Es sind Geschäftsleute wie Elon Musk, die ETFs und Index-Fonds bei einem IPO (und nachfolgenden Transaktionen) benutzen, um Geld aus den Anlegern herauszupressen. Je größer der Marktanteil der ETF-Anleger, desto einfacher und verführerischer wird diese Methode.

und was ist deine Schlussfolgerung aus dem Ganzen? Wie verändern sich deine Anlagen?

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MaKl82

Da salmei nach der Konsequenz gefragt hat, hab ich mal versucht das mit Zahlen zu sortieren statt mit Bauchgefühl. Und zwar bewusst für beide Richtungen, weil schlicht keiner weiß, wohin das läuft.

 

Vorab zu dem, was neu ist und was nicht: Early Inclusion bei MSCI gibt es seit 2007, Aufnahme nach 10 Handelstagen, gewichtet zum echten Free Float [1][2]. FTSE hatte für die globalen Indizes auch schon lange eine Fast-Entry-Regel, Aramco kam 2019 nach fünf Tagen rein. Neu ist die Fast-Entry für die Russell-US-Indizes (Ende Mai beschlossen, 5 Handelstage, die Konsultation lief ausdrücklich wegen SpaceX, OpenAI und Anthropic) [3] und vor allem die Nasdaq-Nummer: 15 Tage statt drei Monate, 10%-Float-Minimum gestrichen, und Low-Float-Aktien werden mit bis zum Dreifachen ihres Floats gewichtet [4]. Megatron hat also recht, aber das gilt nur für den Nasdaq-100. MSCI, FTSE und CRSP gewichten weiter nach echtem Streubesitz. Und der S&P hat am 4.6. seine eigene Konsultation abgelehnt, 12 Monate Seasoning und GAAP-Profitabilität bleiben [5]. SpaceX kommt da frühestens Mitte 2027 rein, und nur falls sie bis dahin profitabel sind (2025: rund 5 Mrd. Verlust [7]).

 

Die Milchmädchenrechnung für den Heiligen Gral:

SpaceX floatet anfangs 3-4%, bei 1,75 Billionen Bewertung sind das rund 75 Mrd. investierbar. Der FTSE All-World wiegt nach Free Float, gesamt grob 80 Billionen. Macht ein Anfangsgewicht von etwa 0,1%.

 

Szenario 1, die Aktie fällt:

Morningstar taxiert den fairen Wert auf 780 Mrd., weniger als die Hälfte des IPO-Preises, PitchBook sieht 1,1 bis 1,7 Billionen als vertretbar [7]. Gründe für einen Rückgang gäbe es genug: KUV von 93 bei laufenden Verlusten, dünner Float plus Zwangskäufe können eine Knappheitsprämie erzeugen, und die Lock-up-Struktur erlaubt Insiderverkäufe gestaffelt früher als üblich, während die Fonds kaufen müssen [6]. Facebook hat nach dem IPO 2012 zwischenzeitlich rund die Hälfte verloren, Deliveroo 30% am ersten Tag [7]. Fällt SpaceX also tatsächlich um 55% auf den Morningstar-Wert, kostet das den All-World-Anleger gut 0,05 Prozentpunkte. Einmalig, auf 100k Depot sind das 50-60 Euro. Selbst wenn der Einbruch erst käme, nachdem der Float über die Lock-up-Abläufe auf 20-30% gewachsen ist und die Fonds nachgekauft haben, reden wir über grob 0,2-0,3 Punkte. Weniger als ein durchschnittlicher Handelstag.

 

Szenario 2, die Aktie steigt:

Die Emission ist mehrfach überzeichnet, rund 250 Mrd. Nachfrage auf 75 Mrd. Angebot [8], und der NYSE-Trader Peter Tuchman rechnet mit einer Eröffnung nahe 1.000 Dollar bei 135 Ausgabepreis [9]. Tesla hat seine damals genauso umstrittene Bewertung nach der S&P-Aufnahme Ende 2020 (1,3% Sofortgewicht, mehr als das Zehnfache dessen, was SpaceX im All-World wiegt) erstmal über ein Jahr weiter gerechtfertigt, bevor 2022 der Einbruch kam. In dem Fall ist der All-World-Anleger automatisch mit seinen 0,1% dabei und verdient mit, ohne zeichnen zu müssen. Dass die Fonds beim wachsenden Float nachkaufen, ist dann kein Schaden, sondern normaler Aktienkauf zum Marktpreis.

Der Kommer-Anleger schaut derweil mit seinem IPO-Filter 12-24 Monate von der Seitenlinie zu. Der Filter schneidet nämlich in beide Richtungen.

 

Womit wir beim Kommer wären, der hier mitschwingt:

Ja, der Filter würde SpaceX sauber aussortieren. Er erspart einem im Fall-Szenario einmalig 0,05-0,1 Punkte, im Extremfall vielleicht 0,2-0,3. Kostet aber 0,26 Punkte TER-Differenz zum Vanguard, real über die Tracking Difference eher 0,3-0,5. Pro Jahr. Der müsste also praktisch jährlich ein SpaceX-Debakel verhindern, nur um seine eigenen Kosten reinzuholen.

Den Seasoning-Schutz, für den man dort 0,45% TER zahlt, hat der S&P gerade kostenlos verteidigt.

 

Meine Konsequenz: keine. Der Sparplan (FTSE ALL WORLD) kauft eh über die ganze Preisfindungsphase verteilt, egal in welche Richtung es läuft. Berechtigt finde ich die Empörung bei QQQ und Co., mit dem 3x-Multiplikator landet SpaceX dort bei grob 0,7% auf hauchdünnem Float. Das ist aber ein Nasdaq-100-Problem, kein Indexing-Problem. Was mich wirklich umstimmen würde: wenn FTSE oder CRSP anfangen, Floats zu multiplizieren wie die Nasdaq. Dann wandert die Verzerrung in die breiten Indizes und wir reden neu. Und falls jemand in der Rechnung oder den Annahmen einen Fehler findet: immer her damit, dafür stelle ich das hier ja rein. Für Gegenmeinungen bin ich absolut offen

 

Quellen:
[1] MSCI, FAQ zu Large IPOs und Index Inclusion (Mai 2026): https://www.msci.com/downloads/web/msci-com/indexes/markets-in-motion/megacap-ipos/large-ipos-and-index-inclusion-faq.pdf
[2] Charles Schwab, Überblick über die Regeländerungen aller Indexanbieter: https://www.schwab.com/learn/story/some-indexes-accelerate-entry-massive-ipos
[3] FTSE Russell, Marktkonsultation (nennt SpaceX, OpenAI, Anthropic wörtlich als Anlass) und Ergebnis: https://www.lseg.com/en/ftse-russell/governance/market-consultations sowie https://research.ftserussell.com/products/index-notices/home/getmethodology?id=2619701"
[4] ETF Stream zur Nasdaq-Regeländerung (15 Tage, 3x-Gewichtung): https://www.etfstream.com/articles/spacex-to-ipo-on-nasdaq-after-index-rules-adjusted-reports
[5] CNBC zur S&P-Entscheidung vom 4.6.: https://www.cnbc.com/2026/06/05/spacex-blocked-from-early-us-benchmark-index-entry-as-sp-reaffirms-existing-rules.html
[6] CNBC zur Lock-up-Struktur: https://www.cnbc.com/2026/05/21/spacex-insiders-will-get-to-sell-shares-earlier-than-usual-after-the-ipo.html
[7] Handelsblatt mit den Morningstar- und PitchBook-Bewertungen: https://www.handelsblatt.com/vergleich/spacex-aktie-kaufen/
[8] Investing.com zur Überzeichnung: https://de.investing.com/equities/spacex
[9] Yahoo Finance zur Tuchman-Prognose: https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/spacex-ipo-start-1-000-114746246.html

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blueprint
vor 4 Stunden von MaKl82:

 Konsequenz

Das hast Du besser rausgearbeitet, als alle Börsenzeitungen, die ich lese und das sind viele!

Vielen Dank dafür.

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Flapsch
vor 4 Stunden von MaKl82:

Womit wir beim Kommer wären, der hier mitschwingt:

Ja, der Filter würde SpaceX sauber aussortieren. Er erspart einem im Fall-Szenario einmalig 0,05-0,1 Punkte, im Extremfall vielleicht 0,2-0,3. Kostet aber 0,26 Punkte TER-Differenz zum Vanguard, real über die Tracking Difference eher 0,3-0,5. Pro Jahr. Der müsste also praktisch jährlich ein SpaceX-Debakel verhindern, nur um seine eigenen Kosten reinzuholen.

Danke erstmal für die ausführliche Zusammenfassung! Aber zu diesem Punkt habe ich eine Frage: woher hast Du die TD vom Kommer-ETF? Ich finde dazu leider weder auf seiner Seite, noch bei extraETF etwas. (Und letzteres ist ja leider eh häufig fehlerhaft, genau wie andere werbefinanzierte Vergleichsportale ohne Nennung von Quellen)

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GuyInborito
vor 14 Stunden von Nachdenklich:

Die Schwachstelle ist, daß die Fonds nach Marktkapitalisierung kaufen müssen.

Das ist die größte Stärke.

 

vor 17 Stunden von Apfelkomplott:

Einzige Alternative wäre ein All World Equal Weight,

Wäre es nicht. Das ist eine Wette auf small caps + ignoriert alle politischen Risiken auf der Welt. Wenn man das wirklich begrenzen will braucht man halt doch einen Kommer in dem Obergrenzen gelten je Aktie / Region / Branche etc. Dann wären wir aber wieder bei den Kosten die die "aktiveren" Sachen so verursachen. Ob sich das denn jemals rentiert ist die Frage... Jeder hier weiß wahrscheinlich wie fatal ,3 oder ,4% auf lange Zeit sind.

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rentier
vor 5 Stunden von MaKl82:

Da salmei nach der Konsequenz gefragt hat, hab ich mal versucht das mit Zahlen zu sortieren statt mit Bauchgefühl. Und zwar bewusst für beide Richtungen, weil schlicht keiner weiß, wohin das läuft.

Besten Dank soll ich von meinem Freund für deine fundierte Antwort ausrichten! Dann bleibt er jetzt doch ohne irgendwelche Änderungen beim "Heiligen Gral" :)

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salmei
vor 7 Stunden von MaKl82:

Da salmei nach der Konsequenz gefragt hat, hab ich mal versucht das mit Zahlen zu sortieren statt mit Bauchgefühl. Und zwar bewusst für beide Richtungen, weil schlicht keiner weiß, wohin das läuft.

 

Vorab zu dem, was neu ist und was nicht: Early Inclusion bei MSCI gibt es seit 2007, Aufnahme nach 10 Handelstagen, gewichtet zum echten Free Float [1][2]. FTSE hatte für die globalen Indizes auch schon lange eine Fast-Entry-Regel, Aramco kam 2019 nach fünf Tagen rein. Neu ist die Fast-Entry für die Russell-US-Indizes (Ende Mai beschlossen, 5 Handelstage, die Konsultation lief ausdrücklich wegen SpaceX, OpenAI und Anthropic) [3] und vor allem die Nasdaq-Nummer: 15 Tage statt drei Monate, 10%-Float-Minimum gestrichen, und Low-Float-Aktien werden mit bis zum Dreifachen ihres Floats gewichtet [4]. Megatron hat also recht, aber das gilt nur für den Nasdaq-100. MSCI, FTSE und CRSP gewichten weiter nach echtem Streubesitz. Und der S&P hat am 4.6. seine eigene Konsultation abgelehnt, 12 Monate Seasoning und GAAP-Profitabilität bleiben [5]. SpaceX kommt da frühestens Mitte 2027 rein, und nur falls sie bis dahin profitabel sind (2025: rund 5 Mrd. Verlust [7]).

 

Die Milchmädchenrechnung für den Heiligen Gral:

SpaceX floatet anfangs 3-4%, bei 1,75 Billionen Bewertung sind das rund 75 Mrd. investierbar. Der FTSE All-World wiegt nach Free Float, gesamt grob 80 Billionen. Macht ein Anfangsgewicht von etwa 0,1%.

 

Szenario 1, die Aktie fällt:

Morningstar taxiert den fairen Wert auf 780 Mrd., weniger als die Hälfte des IPO-Preises, PitchBook sieht 1,1 bis 1,7 Billionen als vertretbar [7]. Gründe für einen Rückgang gäbe es genug: KUV von 93 bei laufenden Verlusten, dünner Float plus Zwangskäufe können eine Knappheitsprämie erzeugen, und die Lock-up-Struktur erlaubt Insiderverkäufe gestaffelt früher als üblich, während die Fonds kaufen müssen [6]. Facebook hat nach dem IPO 2012 zwischenzeitlich rund die Hälfte verloren, Deliveroo 30% am ersten Tag [7]. Fällt SpaceX also tatsächlich um 55% auf den Morningstar-Wert, kostet das den All-World-Anleger gut 0,05 Prozentpunkte. Einmalig, auf 100k Depot sind das 50-60 Euro. Selbst wenn der Einbruch erst käme, nachdem der Float über die Lock-up-Abläufe auf 20-30% gewachsen ist und die Fonds nachgekauft haben, reden wir über grob 0,2-0,3 Punkte. Weniger als ein durchschnittlicher Handelstag.

 

Szenario 2, die Aktie steigt:

Die Emission ist mehrfach überzeichnet, rund 250 Mrd. Nachfrage auf 75 Mrd. Angebot [8], und der NYSE-Trader Peter Tuchman rechnet mit einer Eröffnung nahe 1.000 Dollar bei 135 Ausgabepreis [9]. Tesla hat seine damals genauso umstrittene Bewertung nach der S&P-Aufnahme Ende 2020 (1,3% Sofortgewicht, mehr als das Zehnfache dessen, was SpaceX im All-World wiegt) erstmal über ein Jahr weiter gerechtfertigt, bevor 2022 der Einbruch kam. In dem Fall ist der All-World-Anleger automatisch mit seinen 0,1% dabei und verdient mit, ohne zeichnen zu müssen. Dass die Fonds beim wachsenden Float nachkaufen, ist dann kein Schaden, sondern normaler Aktienkauf zum Marktpreis.

Der Kommer-Anleger schaut derweil mit seinem IPO-Filter 12-24 Monate von der Seitenlinie zu. Der Filter schneidet nämlich in beide Richtungen.

 

Womit wir beim Kommer wären, der hier mitschwingt:

Ja, der Filter würde SpaceX sauber aussortieren. Er erspart einem im Fall-Szenario einmalig 0,05-0,1 Punkte, im Extremfall vielleicht 0,2-0,3. Kostet aber 0,26 Punkte TER-Differenz zum Vanguard, real über die Tracking Difference eher 0,3-0,5. Pro Jahr. Der müsste also praktisch jährlich ein SpaceX-Debakel verhindern, nur um seine eigenen Kosten reinzuholen.

Den Seasoning-Schutz, für den man dort 0,45% TER zahlt, hat der S&P gerade kostenlos verteidigt.

 

Meine Konsequenz: keine. Der Sparplan (FTSE ALL WORLD) kauft eh über die ganze Preisfindungsphase verteilt, egal in welche Richtung es läuft. Berechtigt finde ich die Empörung bei QQQ und Co., mit dem 3x-Multiplikator landet SpaceX dort bei grob 0,7% auf hauchdünnem Float. Das ist aber ein Nasdaq-100-Problem, kein Indexing-Problem. Was mich wirklich umstimmen würde: wenn FTSE oder CRSP anfangen, Floats zu multiplizieren wie die Nasdaq. Dann wandert die Verzerrung in die breiten Indizes und wir reden neu. Und falls jemand in der Rechnung oder den Annahmen einen Fehler findet: immer her damit, dafür stelle ich das hier ja rein. Für Gegenmeinungen bin ich absolut offen

 

Quellen:
[1] MSCI, FAQ zu Large IPOs und Index Inclusion (Mai 2026): https://www.msci.com/downloads/web/msci-com/indexes/markets-in-motion/megacap-ipos/large-ipos-and-index-inclusion-faq.pdf
[2] Charles Schwab, Überblick über die Regeländerungen aller Indexanbieter: https://www.schwab.com/learn/story/some-indexes-accelerate-entry-massive-ipos
[3] FTSE Russell, Marktkonsultation (nennt SpaceX, OpenAI, Anthropic wörtlich als Anlass) und Ergebnis: https://www.lseg.com/en/ftse-russell/governance/market-consultations sowie https://research.ftserussell.com/products/index-notices/home/getmethodology?id=2619701"
[4] ETF Stream zur Nasdaq-Regeländerung (15 Tage, 3x-Gewichtung): https://www.etfstream.com/articles/spacex-to-ipo-on-nasdaq-after-index-rules-adjusted-reports
[5] CNBC zur S&P-Entscheidung vom 4.6.: https://www.cnbc.com/2026/06/05/spacex-blocked-from-early-us-benchmark-index-entry-as-sp-reaffirms-existing-rules.html
[6] CNBC zur Lock-up-Struktur: https://www.cnbc.com/2026/05/21/spacex-insiders-will-get-to-sell-shares-earlier-than-usual-after-the-ipo.html
[7] Handelsblatt mit den Morningstar- und PitchBook-Bewertungen: https://www.handelsblatt.com/vergleich/spacex-aktie-kaufen/
[8] Investing.com zur Überzeichnung: https://de.investing.com/equities/spacex
[9] Yahoo Finance zur Tuchman-Prognose: https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/spacex-ipo-start-1-000-114746246.html

herzlichen Dank !

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