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Brambelino

Gerd Kommer: "70 % USA sind ein Klumpenrisiko"

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Brambelino
· bearbeitet von Brambelino

Hallo zusammen,

 

in meinen ersten Tagen hier hatte ich mich häufig über die vergleichsweise niedrige Gewichtung der USA in einigen Portfolios gewundert:

  • Beispiel 1 von Benutzer @Ramstein: 30 % Nordamerika, 30 % Europa, 30 % EM und 10 % Pazifik
  • Beispiel 2 von Benutzerin @Madame_Q: Ebenfalls 'nur' 30 % Nordamerika (ich finde leider das Posting mit den weiteren Zahlen nicht mehr)

Nun habe ich gestern im Finanzrocker-Podcast Nr. 231 die Aussage von Gerd Kommer gehört, dass er eine solche Gewichtung für seine Mandanten sogar ausdrücklich empfiehlt. Klar, das wäre eben eine Gewichtung nach BIP und nicht nach Marktkapital, aber dennoch kann ich seine Kritik nicht in Gänze nachvollziehen.

 

Ein klassisches, im Podcast kritisiertes Marktcap-Portfolio zeigt aktuell:

  • MSCI World: USA von 52 % in 2011 auf jetzt 70 % gestiegen
  • MSCI ACWI: USA von 44,8 % auf jetzt 63 % gestiegen

 

Natürlich bietet eine solche Dominanz ein gewisses Risiko (falls mal wieder ein gehörnter Irrer in das Capitol stürmt o. Ä.), aber spätestens mit dem nächsten Rebalancing wären ergänzende Marktanteile doch angleichbar. Noch dazu erwirtschaften die großen Tech-Konzerne ihren Umsatz über den gesamten Globus verteilt und nicht nur innerhalb der USA, womit nationale Einflüsse doch sicherlich im Rahmen bleiben.

 

Imaginäres Szenario: Sollten die in klassischen (Developed) World-ETFs bislang untergewichteten EM/Europa/Pazifik plötzlich ansteigen, dann würde doch auch deren Anteil in einem Marktcap-gewichteten Portfolio stetig angehoben werden. Spätestens ab dem nächsten Rebalancing durch den Fonds-Anbieter wäre das dann der Fall.

 

Warum also diese Kritik von Kommer?

  • Weil dem Anlegenden im Worst-Case ein Jahr EM/Europa/Pazifik-Wachstum entgehen würde, falls man zu spät erst aufspringt?
  • Oder, weil die US-Anteile einbrechen könnten und die Geldanlage dann bis zum nächsten Rebalancing bereits dezimiert wurde, ohne entsprechende Gegenanteile zu erwerben?

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Ramstein
vor 3 Minuten von Brambelino:

n meinen ersten Tagen hier hatte ich mich häufig über die vergleichsweise niedrige Gewichtung der USA in einigen Portfolios gewundert:

  • Beispiel 1 von Benutzer Ramstein: 30 % Nordamerika, 30 % Europa, 30 % EM und 10 % Pazifik

Das nenne ich als Beispiel und sage das auch. Weder ist das eine Empfehlung, noch ist mein Depot so gewichtet.

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson

@Brambelino

Deine Gedanken sind gut und richtig bzw. es ist super, dass Du Dir selbst ein Bild machst mit Deiner ´Logik´.

Das Thema Klumpenrisiko USA JA oder NEIN ist hier im Forum ein ständig Präsentes.

Es gibt da glaube ich kein richtig oder falsch. Beide Begründungen sind nachvollziehbar.

Ich finde, man sollte nur verstehen, dass es eben nicht so ist, dass eine Variante deutlich weniger Risiko hat als die andere.

BIP hat z.B. kein USA-Klumpenrisiko, aber dafür andere Risiken, die ich persönlich z.B. noch mehr vermeiden will als das angebliche USA Klumpenrisiko.

Eine ´Mittelweg´ zwischen den beiden Gewichtungen kann daher eine Möglichkeit sein, dem Thema entspannt entgegenzutreten. aber auch hier ist es nicht ohne ´Nebenwirkungen´. Risiken könnten hier lauern in Form einer geringeren Rendite. Zudem darf man nicht vergessen: Jede Gewichtung abseits von MCAP erzeugt im eigenen Depot höhere Kosten ab einer bestimmten Depotgröße. 

 

Letztendlich ist das Wichtigste, dass man seine getroffene Wahl durchhält und nicht ständig umschmeißt.

 

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satgar
· bearbeitet von satgar

Ich schwanke auch immer zwischen den Anlagegrundsätzen MCAP und BIP. Der Einfachheit halber mache ich es als MCAP mit Smallcap Beimischung.

 

Klar ist ja letztlich auch: wenn man BIP nähme und nimmt, dann fällt der USA Anteil und der von China steigt. Wo sieht man ein stärkeres Risiko? In einer langen Demokratie, die sicher auch ihre Fehler hat, oder in einem kommunistischen System mit kapitalistischem Anstrich, welches klar territoriale Ansprüche in deren Region durchsetzen will und die notfalls gewaltsame "Wiedervereinigung" mit Taiwan im Blick hat.

 

Was ist schlimmer? Im Moment tendiere ich daher dazu MCAP zu folgen.

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson

Was man möglichst nicht vergessen sollte: Eine Abbildung der Welt nach MCAP, also z.B. per ACWI (IMI) spiegelt die Meinung aller Anleger da draußen. Wer davon abweicht, muss also der Meinung sein, dass er die Entwicklung und Risiken besser einschätzen kann, als der ganze Rest und das aber auch inklusive der höheren Kosten, die ihm durch seine eigene Abweichung entstehen. Für mich persönlich ist das eigentlich dann eben aber kein passives/prognosefreies Investieren mehr, weil ich dann aktiv in den ´Fluss der Gesamtheit aller Aktienanleger" eingreife und das auch noch zu höheren Kosten.

Selbst, wenn Apple irgendwann z.B. allein 20% im ACWI ausmachen sollte, dann wird dies einen Grund haben, dass das Unternehmen so von allen Börsianern bewertet wird. Selbst dann würde ich mich nicht dazu verleiten lassen, mich dagegen zu stemmen. Ich kann aber verstehen, wenn das anderen ´zu heiß´ wäre.

 

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Jennerwein
vor 3 Minuten von satgar:

Ich schwanke auch immer zwischen den Anlagegrundsätzen MCAP und BIP. Der Einfachheit halber mache ich es als MCAP mit Smallcap Beimischung.

So sehe ich das auch. 

 

 

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor 7 Minuten von satgar:

Was ist schlimmer? Im Moment tendiere ich daher dazu MCAP zu folgen.

Der Witz ist ja, dass MCAP in sich ja auch sozusagen alle Depots vereinigt, die z.B. auch nach BIP gewichten., sprich:

Aus dem ganzen ´Gewurschtel´ aller Portfolien, Abweichungen und verschiedenen Gewichtungen er gibt sich MCAP. Entsprechend gibt es viele Portfolien oder Anleger, die noch viel stärker auf die USA setzen, als es ein ACWI tut. Das wäre dann in den Augen vieler ein Mega-Klumpenrisiko.

Klingt verrückt, ist aber so.

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Schwachzocker
vor 3 Minuten von satgar:

Klar ist ja letztlich auch: wenn man BIP nähme und nimmt, dann fällt der USA Anteil und der von China steigt. Wo sieht man ein stärkeres Risiko? In einer langen Demokratie, die sicher auch ihre Fehler hat, oder in einem kommunistischen System mit kapitalistischem Anstrich, welches klar territoriale Ansprüche in deren Region durchsetzen will und die notfalls gewaltsame "Wiedervereinigung" mit Taiwan im Blick hat.

Ich wüsste nicht, warum das eine riskanter als das andere sein sollte.

Die Frage, die sich stellt, ist doch lediglich: Schließe ich mich der durchschnittlichen Marktmeinung an (mit allen Risiken) oder weiß ich es besser (was dann womöglich das größte Risiko ist)?

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satgar
vor 2 Minuten von Schwachzocker:

Ich wüsste nicht, warum das eine riskanter als das andere sein sollte.

Meinung, kein Faktum. So wie meine auch. Ich habe aus meiner Meinung eine Handlung hergeleitet, so wie das jeder tun muss.

 

Wenn du das also anders siehst, kannst du es ja anders machen :-)

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor 14 Minuten von satgar:

Wenn du das also anders siehst, kannst du es ja anders machen :-)

Ich glaube, @Schwachzocker gewichtet auch immer noch nach altem ´WPF-Standard´ mit 30/30/30/10 oder?

Wenn das so ist, wundert es mich doch, dass er sich oft mehr in Richtung MCAP ausspricht.

Oder täusche ich mich?

 

@satgar

Ich sehe es übrigens ähnlich wie Du.

60% USA sehe ich weniger riskant wie 40% EM. Ich glaube nicht, dass die USA ihre kapitalistische (Börsen)Vormachtstellung einfach so aus der Hand geben. Die werden alles (!!) dafür tun, damit das so bleibt.

Aber das ist, wie Du selbst sagst, nur ein Bauchgefühl / eine persönliche Einschätzung anhand Notbook/Tablet + Internetanschluss im Wohnzimmer mit Kaffee in der Hand. Was soll man davon schon groß halten? Das ist nämlich auch Fakt, dass wir hier oft denken, wir könnten alles besser einschätzen als andere, aber das dürfte oft auch nur Illusion sein.

 

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Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster

Das man nicht klar sagen kann welche Lösung die richtige ist würde ich durchaus zustimmen. Bei der Entscheidung sollte man allerdings aufpassen, dass man nicht unterbewusst die Performance der letzten Jahre und der deutliche Vorteil den eine hohe Gewichtung der USA hatte in die Entscheidung mit einfließen lässt. Zumindest die Bewertung deutet auf eine gewisse Wahrscheinlichkeit zur mean reversion hin:

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Das Wichtigste wird wohl sein, wenn man sich für eine Gewichtung entschieden hat und danach 10 Jahre Underperformance hat (wie es das Glück so will wird das die Lösung sein die man selbst gewählt hat, welche auch immer das ist :thumbsup: ) trotzdem am Ball bleibt und nicht wieder alles umwirft. ( @Hicks&Hudson hat das ja quasi identisch schon gesagt)

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Schwachzocker

 

vor 17 Minuten von satgar:
vor 21 Minuten von Schwachzocker:

Ich wüsste nicht, warum das eine riskanter als das andere sein sollte.

Meinung, kein Faktum. So wie meine auch. Ich habe aus meiner Meinung eine Handlung hergeleitet, so wie das jeder tun muss.

So habe ich es auch verstanden. Nun weiß ich noch immer nicht, warum das eine riskanter als das andere sein soll.

Es handelt sich nicht um "Meinung", auch nicht um "Faktum", sondern um Gefühl. Richtig?

 

vor 15 Minuten von Hicks&Hudson:

Ich glaube, @Schwachzocker gewichtet auch immer noch nach altem ´WPF-Standard´ mit 30/30/30/10 oder?

Wenn das so ist, wundert es mich doch, dass er sich oft mehr in Richtung MCAP ausspricht.

Oder täusche ich mich?

...

Wieso wundert Dich das? Du schreibst doch selbst, dass das der alte WPF-Standard war.

Außerdem schreibst Du:

vor 42 Minuten von Hicks&Hudson:

Letztendlich ist das Wichtigste, dass man seine getroffene Wahl durchhält und nicht ständig umschmeißt.

So sehe ich es auch. Was wundert Dich also? Und warum wundert es Dich?

Ich empfehle jeden Marktkap., was ich selbst nicht mache, weil ich es damals nicht besser gewusst habe.

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days

Die entscheidende Frage ist, wie Anleger das idiosynkratische Risiko der USA einschätzen.

Ich persönlich glaube nicht an Mean Reversion aus Gründen, dass es Mean Reversion als Mechanismus geben muss (à la eine heutige hohe US-Konzentration muss zwangsläufig zu einer zukünftigen Reduktion führen). Ich glaube an relative Stärke, weil es immer wieder verschiedenartige Phasen sowohl auf dem Wirtschaftszyklus als auch zwischen Volkswirtschaften und an der Börse geben kann und geben wird. Ob sich diese dann in spezifischer Form im individuellen Betrachtungszeitraum einstellt, ist eine komplett andere Frage und - weitestgehend unabhängig von der Ausgangssituation(!) - nicht hinreichend sicher vorhersehbar (Unsicherheit der Zukunft).

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor 29 Minuten von Bigwigster:

Zumindest die Bewertung deutet auf eine gewisse Wahrscheinlichkeit zur mean reversion hin:

Da hast Du Recht. Aber alle Marktteilnehmer (sagen wir...die meisten) wissen das ja auch oder?

 

 

vor 29 Minuten von Bigwigster:

Bei der Entscheidung sollte man allerdings aufpassen, dass man nicht unterbewusst die Performance der letzten Jahre ... in die Entscheidung mit einfließen lässt.

Richtig.

Da wollte ich dann gleich nochmal fragen, woher (damals) das 30/30/30/10 kam? Kam es daher, weil Japan so lange so mies gelaufen ist? Falls ja, wäre das aber auch nicht rational. Wäre 25/25/25/25 nicht rationaler?

Was ist, wenn die EM die nächsten 15 Jahre nochmal mies laufen? Tauschen die 30/30/30/10 Anleger dann die 10% Pacific gegen EM aus? Das sind eben so Dinge, wo ich dann immer ein bisschen Bauchschmerzen bekomme, wenn mir jemand mit Rationalität kommt.

 

vor 28 Minuten von Schwachzocker:
vor 48 Minuten von Hicks&Hudson:

Ich glaube, @Schwachzocker gewichtet auch immer noch nach altem ´WPF-Standard´ mit 30/30/30/10 oder?

Wenn das so ist, wundert es mich doch, dass er sich oft mehr in Richtung MCAP ausspricht.

Oder täusche ich mich?

...

Wieso wundert Dich das? Du schreibst doch selbst, dass das der alte WPF-Standard war.

Außerdem schreibst Du:

vor einer Stunde von Hicks&Hudson:

Letztendlich ist das Wichtigste, dass man seine getroffene Wahl durchhält und nicht ständig umschmeißt.

So sehe ich es auch. Was wundert Dich also? Und warum wundert es Dich?

Ich empfehle jeden Marktkap., was ich selbst nicht mache, weil ich es damals nicht besser gewusst habe.

Sorry, aber das ist für mich eben trotzdem nicht logisch. Du schreibst ja selbst, dass Du es damals nur getan hast, weil der Forum diesem ´Trend´ gefolgt ist. Du hast es also nicht getan, weil es für Dich logisch war, sondern weil ANDERE es als logischer oder besser empfunden haben. 

Nun bist Du doch weiter in Deinem Denken und Deine EIGENE Logik ist nun da, sprich: Nun weißt Du es ja besser als damals. Daher empfiehlst Du auch jedem MCAP. Du hast nun also mit der Zeit eine eigene Meinung / Logik entwickelt (die gar nicht mal so dumm ist). Da verstehe ich tatsächlich nicht, wieso du stur bei Deiner eigentlich (nun) unlogischen Aufteilung bleibst, welche auf der Meinung von Forumsteilnehmern basiert, die vermutlich damals auch einfach mal so aus dem Bauch geschossen kam von den meisten. Wie gesagt - warum 30/30/30/10? Warum nicht 40/30/20/10 (sieht noch schöner aus) oder 25/25/25/25 (das wäre doch ausgeglichener)?

 

Mein Satz mit dem ´Durchhalten´ gilt nur, sofern man SICH SELBST dazu entschieden hat mit eigener Logik. Das ´Nachmachen´ eines Foren Standards ist in meinen Augen eben nicht die stabile Basis, um es konsequent durchzuhalten. Versteh mich nicht falsch. Gerade bei Dir bin ich mir recht sicher, dass Du Dein 30/30/30/10 eher durchhalten wirst, als einige MCAPler, die nicht wissen, warum sie MCAP machen, aber trotzdem: Logisch oder rational ist das nicht, wenn Du jetzt eine andere Überzeugung hast.

 

 

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chirlu
vor einer Stunde von Brambelino:

Sollten die in klassischen (Developed) World-ETFs bislang untergewichteten EM/Europa/Pazifik plötzlich ansteigen, dann würde doch auch deren Anteil in einem Marktcap-gewichteten Portfolio stetig angehoben werden. Spätestens ab dem nächsten Rebalancing durch den Fonds-Anbieter wäre das dann der Fall.

 

Die Aussage zeigt, dass du die Funktionsweise eines nach Marktkapitalisierung gewichteten Fonds nicht verstehst. Das solltest du ändern.

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Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster
vor 10 Minuten von Hicks&Hudson:

Da hast Du Recht. Aber alle Marktteilnehmer (sagen wir...die meisten) wissen das ja auch oder?

Das ist richtig. Theoretisch kann die Bewertung auch noch weiter zunehmen oder auf dem Niveau verharren, wer weiß. Aber ich kann Kommer schon nachvollziehen in der subjektiven Wahrnehmung, dass ich es nicht als gut diversifiziert empfinde in einem einzelnen Land über 50% gewichtet zu sein. Wenn dieses Land dann außerdem noch ein hohes Bewertungsniveau hat kommt das für mich als Negativpunkt dazu.

vor 10 Minuten von Hicks&Hudson:

Kam es daher, weil Japan so lange so mies gelaufen ist?

Bestimmt war es das und auch einfach die Performance im Backtest. Aktuell schaut es im Rückspiegel so aus als brauche man nichts anderes als eine marktkapitalisierte Gewichtung.

Charmant ist es schon einfach zu sagen ich ignoriere nicht Marktkapitalisierung aber auch nicht das BIP und mache 50%/50%. Das macht nicht nur der Kommer-ETF so sondern auch Weltinvest von Weltsparen.

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Hicks&Hudson
vor 1 Minute von Bigwigster:

Charmant ist es schon einfach zu sagen ich ignoriere nicht Marktkapitaliserung aber auch nicht das BIP und mache 50%/50%.

Ist halt der `Mittelweg´. Mittelwege halte ich eigentlich nie für schlecht, auch im täglichen Alltag bei Entscheidungen.

Finde ich zumindest ´besser´ als BIP.

 

 

vor 4 Minuten von Bigwigster:

Bestimmt war es das, aber auch die Performance im Backtest. Jetzt schaut es im Rückspiegel so aus als brauche man nichts anderes als marktkapitaliserte Gewichtung.

Bei Curvo gehen leider nicht mehr als 35 Jahre, aber stimmt schon: Pacific/Japan sieht (immer noch) ´übel´ aus. Von Mean Reversion ist da nix zu sehen. Aber genau diese Frage stellen sich viele schon seit längerer Zeit auch bei den EM.

https://curvo.eu/backtest/compare?config={"withTer"%3A"false"}&portfolios=NoIgqgygBBAuD2BjA1gZxAGmKAkgUQAYCAhANgIgA0BGAdgM2oF0Wg%2C NoIgogsgBAygLgewMYGsDOIA0xQBEwAMRAggIwBSAGgMICcALFqQLqtA%2C NoIgCgggwgkgYjKACAygFQPJQNIpAGmFABkBVABgGYBOAJgBZqBWc2yggRgF0eg%2C NoIgogqgSg8gCmABAZQCowMIGlkgDTCgAiYADOQIICMGATLQDICs%2BVAuh0A%2C NoIgUghgDhB2IBpigJIFEAMGBCAtDA4gBzYCcAbIgIwC6dQA

 

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days

Es hat eben nichts mit dem mathematischen Modell der Gewichtung (Market Cap/BIP/...) zu tun, sondern mit der Einschätzung der Zukunft durch den Anleger. Wenn der Anleger kein Konzentrationsrisiko in den USA sieht, muss er die US-Gewichtung auch nicht reduzieren.

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson
vor 6 Minuten von Glory_Days:

Wenn der Anleger kein Konzentrationsrisiko in den USA sieht, muss er die US-Gewichtung auch nicht reduzieren.

Richtig. Wer es aber sieht, wird natürlich die USA reduzieren. Der Anleger muss den entnommenen Teil der USA dann aber anderweitig verteilen und damit können weitere Risiken entstehen, denn nach welcher Logik soll dies geschehen? Viele konzentrieren sich in dem Fall nur auf das Reduzieren der USA, vergessen aber vielleicht, dass sie durch das Verteilen auf die anderen Regionen aber auch (neue) Risiken ´aufstapeln´. Es ist ja nicht so, dass Europa, die EM oder Pacific keinerlei Risiken beinhalten, oft sogar versteckte / nicht jedem ersichtliche. Man verschiebt die Risiken also meist nur von A nach B oder C, aber man kann sie nicht in Luft auflösen oder sehr leicht insgesamt herunterschrauben.

Damit wären wir dann wieder bei der Sache, wo man für sich selbst eine gute Diversifizierung sieht.

Ausgeglichene Regionenzahlen wie z.B. 30/30/30/10 oder 25/25/25/25 sind in meinen Augen nicht automatisch eine bessere Diversifizierung als 60/20/10/10. So einfach ist es nicht finde ich.

Ein Branchen-/ Sektor-Klumpenrisiko kann z.B. weitaus gefährlicher sein als ein Regionenklumpenrisiko.

 

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Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster
vor 20 Minuten von Hicks&Hudson:

Bei Curvo gehen leider nicht mehr als 35 Jahre

Ich fand interessant, dass Kommer in einem Interview über den MSCI World GDP weighted gesagt hatte, dass er eine Outperformance über die gesamte Datenreihe der letzten 50 Jahre+ hatte, diese aber hauptsächlich durch die Performance der ersten 25 Jahren entsteht.

Da wir uns oftmals bei Backtests oder Einschätzungen auf einen kürzeren Zeitraum beziehen, sollte man das zumindest im Hinterkopf behalten. 

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PKW
vor 1 Stunde von Brambelino:

Natürlich bietet eine solche Dominanz ein gewisses Risiko

... das für gewöhnlich Klumpenrisiko genannt wird.
Und ob 70% ein Klumpen ist, darüber werde ich nicht diskutieren. Da aber "Klumpen-" nur ein Teil des Gesamtrisiko ist, kann man durchaus diskutieren, unter welchen Umständen man nur das Gesamtrisiko bewertet und den darin enthaltenen Klumpen zähneknirschend in Kauf nimmt.
Es wäre aber töricht anzunehmen, wir haben kein Klumpenrisiko weil es noch andere Risikoarten gibt.

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Glory_Days
· bearbeitet von Glory_Days
vor 33 Minuten von Bigwigster:

Ich fand interessant, dass Kommer in einem Interview über den MSCI World GDP weighted gesagt hatte, dass er eine Outperformance über die gesamte Datenreihe der letzten 50 Jahre+ hatte, diese aber hauptsächlich durch die Performance der ersten 25 Jahren entsteht.

Ich bin mal so frei - die kostenneutralen kumulativen USD-Indexrenditen für rollierende 5, 10, 20 und 40-Jahreszeiträume:
 

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Was lernen wir daraus?

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson

Vielleicht sollte man zwischendrin mal erwähnen, dass Kommer die 70% in Bezug auf den MSCI World natürlich auch etwas marketingtechnisch in den Raum wirft.

Ich kann zwar einerseits verstehen, dass er seinen ETF hier mit dem am meisten bekannten MSCI World Index vergleicht, andererseits finde ich es aber nicht korrekt.

In einem 'vernünftigen' All Cap Index (wie ihn Kommer als Basis nutzt) oder auch ACWI (IMI) beträgt der US Anteil 'nur' ca. 60%.

Das nur so als kleine 'Korrektur'.

 

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Bigwigster
· bearbeitet von Bigwigster
vor 21 Minuten von Glory_Days:

Was lernen wir daraus?

Übergewichtung von Schwellenländern und Faktoren bringt mehr als GDP Gewichtung in Industrieländern o:)

(Und nominale Renditen täuschen über den realen Wertverlust in den 70ern hinweg)

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Hicks&Hudson
· bearbeitet von Hicks&Hudson

Ohje. Hab es auch erst jetzt erkannt.

Aber @Bigwigster

Meintest du tatsächlich World GDP in Bezug auf Kommer?

Nicht ACWI GDP?

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