Laser12

Fondsdepot bis 2007 (was: Reales Fondsdepot als Benchmark)

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Posted · Edited by Laser12

Fondsdepot als Benchmark

 

Die meisten von uns haben schon Erfahrungen gemacht, wie die Delegation der Vermögensverwaltung zu magerer Rendite (z. B. Kapitallebensversicherung), fetten Vermittlungsprovisionen (z. B. geschlossene Fonds für Schiffe usw.) oder gar zu Vermögensvernichtung (z. B. durch Bankberater mit Schrottaktienempfehlungen) führen kann.

 

Wer bereit ist, seine Hausaufgaben zu machen, nimmt die Vermögensverwaltung selbst in die Hand. Üblicherweise zahlt man am Anfang etwas Lehrgeld, kann aber mit der Anlage in Einzeltitel eine ansehnliche Rendite erwirtschaften.

 

Legt man selber Hand an, vergleicht man sich mit den besten verfügbaren Vermögensverwaltungsprofis, ob man deren Rendite auch überschreitet oder ob man seine Zeit doch besser darauf verwendet, unter den vielen durchschnittlich (schlechten) Verwaltern die besten herauszufiltern.

 

 

Bisher habe ich hauptsächlich den MSCI-Weltindex als Benchmark zur Beurteilung meiner Anlagen verwendet:

 

Eine solche Orientierung ist durchaus üblich, hat aber den Nachteil, dass man für eine eigene schlechte Performance die Ausrede hat, dass andere Aktien auch zeitweise 40 % gefallen sind. Über die letzten 10 Jahre hat der Index ca. 5,7 % p.a. gebracht. Langfristig (40 Jahre) bringen die meisten Aktienindize gut 11 % p.a., Rentenindize ca. 7 % p.a.

 

 

Für die Zukunft möchte ich ein Fondsdepot für 100.000 mit möglichst gleichmäßiger Wertsteigerung entwickeln, dass für den Aktienanteil der eigenen langfristigen Anlagen (30-50 Jahre Laufzeit) als Benchmark dient.

 

Die Ausrichtung ist chancenorientiert: Jedes vernünftige Risiko, dem eine ausreichende Renditechance gegenübersteht, wird eingegangen. Einerseits ist ein Risiko dann nicht mehr vernünftig, wenn nach Verlusten nur noch dann eine ausreichende Rendite erzielt werden kann, wenn das Anlagerisiko erhöht wird oder das Ausbügeln der Kursdelle länger dauert als bei vergleichbaren Investitionen. Andererseits soll man sich durch einzelne Wertschwankungen nicht unnötig nervös machen lassen.

 

 

Aktuell erwäge ich folgende Konstellation:

30 % Templeton Growth

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Der weltweit anlegende Templeton Growth ist seit 1954 der indexunabhängige Valuefonds schlechthin und bildet die Basis einer stabilen Wertenwicklung. In Boomzeiten läuft der Fonds den Indize regelmäßig hinterher, verliert in Schwächephasne aber auch deutlich weniger. Kursrückschläge bis 20% wurden in der Regel innerhalb 1 Jahres wieder aufgeholt. Das Fondsvolumen ist mit 25 Mrd. sehr groß und beinhaltet zeitweise eine nennenswerte Position in Anleihen.

 

 

20 % Lingohr Systematic

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Dieser Fonds legt ebenfalls weltweit an und entwickelt sich stärker wie der Gesamtmarkt. Rückschläge bis 40%, die teilweise erst nach 4 Jahren (2001-2005) wieder aufgeholt wurden, werden im Hinblick auf die stärkere Performance als beim Templeton Growth hingenommen. Mit 1,5 Mrd. ist der Fonds etwa mittelgroß.

 

 

10 % Fidelity European Growth

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Die Beschränkung der Anlageregion hat in der Vergangenheit einen Performancegewinn gebracht. Rückschläge bis 35% wurde innerhalb von 2 Jahren wettgemacht. Der Fonds ist mit über 20 Mrd. Volumen einer der ganz großen.

 

 

10 % Schroders ISF US Small Companies

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Die Aktien kleinerer Unternehmen entwickeln sich häufig überdurchschnittlich und regelmäßiger als Blue Chips. Dieser Fonds stärkt den US-Anteil im Depot, da der Templeton Growth sich zeitweise sehr stark aus einzelnen Regionen zurückzieht und mir der etwas größere Anteil im Lingohr Systematic nicht ausreicht. Trotz höherer Volaitlität von Nebenwerten waren die Rückschläge dieses Fonds der letzten 10 Jahre mit 20 % geringer als bei den Blue Chips und wurden innerhalb von 2 Jahren wieder aufgeholt. Der Fonds gehört mit ca. 0,5 Mrd. Volumen eher zu den kleineren Fonds.

 

 

10 % Griffin Eastern Europe

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Die Emerging Markets entwickeln sich häufig unabhängig von den etablierten Märkten. Während viele EM Fonds ihre Performance einmalig in kurzen Zeiträumen erwirtschaften, ist dieser Fonds relativ stetig in seiner Entwicklung. Da es keine wirklich etablierten globalen EM Fonds gibt, beschränke ich mich hier auf Osteuropa. Es soll nicht verschwiegen werden, dass der Fonds erst 8 Jahren am Markt ist. Mit gut 1 Mrd. Volumen ist dieser Fonds gerade eben noch mittelgroß.

 

 

10 % Man AHL Diversified

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Dieser Hedgefonds handelt mit Optionen und Futures. Er ist von der Entwicklung an Aktienmärkten grundsätzlich unabhängig, da er auch short gehen kann. Damit soll er Rückschläge an den Aktienmärkten abfedern. Rückschläge von nur ca. 15% wurden innerhalb 1 Jahres aufgeholt. Man Investments ist keine der vielen Eintagsfliegen in diesem Geschäft sondern schon länger mit Sitz auf den brititischen Kanalinseln aktiv. Hier muss ich mich noch um die Mindesteinlage kümmern. Womöglich kann das Gesamtdepot auch für 10.000 strukturiert werden, wenn es hier bei Man nicht hakt. Ich gehe auch davon aus, dass hier kein Sparplan möglich ist. Es kann sein, dass man für diesen Fonds Ausgabeaufschläge zahlen muss. Daneben ist eventuell nur eine monatliche Rückgabe von Anteilen möglich sofern es keinen Sekundärhandel gibt. Mir ist noch nicht klar, ob eine deutsche Vertriebszulassung besteht. Auf jeden Fall ist ein Handel über österreichische Banken möglich. Das wird ein wenig an der Performance knabbern.

 

 

10 % Superfund Q-AG

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Aus Risikoüberlegungen heraus habe ich die Managed Futures Position auf 2 Fonds aufgeteilt. Der Superfund ist deutlich volatiler dafür aber auch performanter: Rückschläge bis 20%, die innherhalb von 2 Jahren wieder aufgeholt wurden. Superfund ist ein typischer Trendfolger auf Aktien-, Devisen- und Rohstoffmärkten. Dieser Fonds ist aufgrund seines Volumen von ca. 2,5 Mrd geschlossen worden, es gibt aber mehrere Parallelfonds. Es gelten Infos wie für den Man, allerdings gibt es bei der dab Bank in Deutschland einen Sekundärhandel für Zertifikate auf die entsprechenden Fonds. Sparpläne sind möglich. Superfonds selbst sitzt in Österreich.

 

 

Das ist der aktuelle Stand meiner Überlegungen. Diese Fragen könnte noch auftauchen:

Asien wird nicht gesondert sondern über die weltweiten Fonds abgedeckt.

Immobilienfonds kommen nicht in das Depot. Irgendwelche Minibeimischungen unter 10% auch nicht.

Fehlende Vertriebszulassung für Hedgefonds sind kein Grund zur Besorgnis. Deutschland ist noch nicht so weit entwickelt wie andere Länder. An dem Gesetz wird allerdings bereits gebastelt. Vertriebszulassung heißt übrigens nicht, dass die Fonds nicht in D verkauft werden dürfen sondern dass sie nicht beworben werden dürfen. Deshalb gehen die meisten Anbieter Umweg über Zertifikate oder private placements.

Onvista hat für Fonds leider keine logarithmischen Charts. :(

 

 

Wenn Ihr alle Verbesserungsvorschläge losgeworden seid, werde ich gelegentlich mal simulieren, was an Performance in der Vergangenheit rausgekommen wäre.

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Wenn Ihr alle Verbesserungsvorschläge losgeworden seid, werde ich gelegentlich mal simulieren, was an Performance in der Vergangenheit rausgekommen wäre.

 

Osteueropa: hier würde sich ein Fonds anbieten der eine längere Historie hat: der Blackrock MLIIF Emerging Europe LU0171289498 oder einer der beiden globalen EM-Fonds, entweder der Global Advantage Emerging Markets High Value LU0047906267 oder der Comgest Magellan FR0000292278. Wenn du wählen müsstest, würde ich dir eher den globalen empfehlen, da du hiermit auch die Emergings Asiens abdeckst. Dürfte als Benchmark aussagekräftiger sein.

 

20% Hedgefonds finde ich etwas hoch. Die Frage die sich generell stellt ist: möchtest du bei deinen Aktienanlagen ein reines Aktienfondsportfolio als Benchmark? Ohne Hedgefonds würde es dann IMHO mehr Sinn machen (oder du betreibst entgegengesetzt dazu die komplette Asset Allocation inkl. Renten + Immos).

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Du solltest noch einen Blick auf die niedlichen Gebühren beim Hedgefonds "Superfund Q-AG" werfen. Wenn da mal nicht so läuft haste ne Spaßbremse im Depot:

Ausgabeaufschlag: 7,00% <- ginge ja noch

Verwaltungsgebühr: 4,80% <- der Wahnsinn...

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Der 1. Wurf ist gescheitert.

- Die Hedgefonds sind nur über Zertifikate vernünftig handelbar. Bei einer derartigen Anlage bin ich nicht bereit, auch noch ein zusätzliches Emittentenrisiko und über die ohnehin schon heftigen Gebühren hinaus noch Spreads und Gebühren bei den Zertifikaten hinzunehmen.

- Die Hedgefonds führen entgegen der Erwartung nicht zu einer wirklich guten Verbesserung der Gesamtrendite in schlechten Aktienzeiten aber zu erhöhten Risiken bei Instabilitäten im Weltfinanzsystem.

- Die Hedgefonds stehen nicht in den Analysetools Depotstar für die Chartdarstellung, Aktienüberschneidungen und die Performanceberechnung sowie Morningstar für Large/Mid/Small Caps, Länder- und Value/Growth-Analyse zur Verfügung.

 

Für den 2. Wurf

habe ich daher die beiden Hedgefonds rausgenommen und ersetzt durch

 

5 % Lingohr Systematic

siehe oben, und

 

15 % MLIIF World Gold

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Dieses Investment soll in schlechten Zeiten gegen den allgemeinen Börsentrend den Rückgang etwas bremsen. Dabei wird in Kauf genommen, dass in guten Zeiten die Performance entsprechend leidet. Vom aktuellen Niveau scheint mir ein 80 % Rückschlag wahrscheinlicher als ein 100 % Kursansteig.

 

Für die letzten 10 Jahre ergibt das folgendes Ergebnis:

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Dabei erfolgt die Darstellung des Tempelton Growth leider ohne Ausschüttungen.

 

Angesichts dieser zeitweise unangenehmen Entwicklung beim DAX

1999: DAX +31.52%

2000: DAX -5.2%

2001: DAX -16.7%

2002: DAX -44.2%

2003: DAX +36.6%

2004: DAX +6.8%

2005: DAX +26.8%

ist dieser Wurf schon einigermaßen passabel:

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Bei der Rendite über 10 Jahre kommen noch ca. 0,7 % p. a. aus den nicht berücksichtigen Templeton Growth Ausschüttungen dazu, was dann ca. 14% p. a. vom 01.10.1996 bis 30.09.2006 ergibt.

 

Mit 100 % Aktienanteil ohne größere Rüchschläge ist die Ausgangsposition für weitere Überlegungen gar nicht schlecht.

 

So ganz zufrieden bin ich damit noch nicht. Es ist offensichtlich, dass man über längere Zeit nicht einfach ein paar Fonds zu einer Benchmark zusammenfassen kann. In diesem Fall führt das zu 17 % Regionalanteil in Rußland. Man kann wohl kaum davon ausgehen, dass der Osteuropa-Anstieg sich wirklich nachhaltig so weiter entwickelt. Das ist also sicher nicht der Weisheit letzter Schluss.

 

Für den nächsten Wurf werde ich stärker diversifizieren nach Unternehmensgröße und Emergingmarkets sowie konkurrierende Fonds für einzelen Bereiche aufnehmen und Mindestregionalanteile setzen.

 

Juse hat hier noch einiges mit hohem Renten/Immo-Anteil überlegt. Das schaue ich mir auch noch an, ob das nachhaltig klappen könnte.

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Juse hat hier noch einiges mit hohem Renten/Immo-Anteil überlegt. Das schaue ich mir auch noch an, ob das nachhaltig klappen könnte.

Juses Rentenperformance ist so stark, weil der Zinstrend hohe Kursgewinne erzeugt hat und sich die Risikoeinschätzung der Märkte nach Asien-, Russland- und Lateinamerikakrise geändert hat. Die Erfolge sind daher leider nicht in die Zukunft fortzuschreiben. Details siehe hier.

 

Aktuell komme ich bei meiner Depotoptimierung nicht weiter, weil das verwendete Depotstar Tool keine vollständigen historischen Kurse für die besseren Fonds hat und ich bisher keine brauchbare Alternative gefunden habe. :(

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Juses Rentenperformance ist so stark, weil der Zinstrend hohe Kursgewinne erzeugt hat und sich die Risikoeinschätzung der Märkte nach Asien-, Russland- und Lateinamerikakrise geändert hat. Die Erfolge sind daher leider nicht in die Zukunft fortzuschreiben. Details siehe hier.

Das gleiche lässt sich aber auch über die Performance des Russlandfonds sagen. ;) Dieser hat mit Sicherheit auch von der Stabilisierung in Russland und vorallem vom Rohstoffhunger der Weltwirtschaft profitiert.

Ich hätte nicht mit solch einer guten Performance eines reinen Aktienfonds-Depots 2001 und 2002 gerechnet. Der Grund dafür dürfte der Russland- und der Gold-Fonds sein.

Jedoch würde ich ein Fondsmusterdepot eher an der Wirtschaftskraft der einzelnen Regionen orientieren. Also z.B. 35% Amerika | 30% Europa | 20% Asien | 5% Japan | 5% Südamerika | 5% Osteuropa. Leider hätte der hohe USD-Anteil seit 2002 die Performance enorm belastet.

 

Auch scheint mir ein Benchmark-Depot aktiv verwalteter Fonds nicht wirklich sinnvoll. Wie wäre es mit ETF auf die Standard-Indices?

35% S&P 500 - 264388 oder MSCI USA - A0JMFG

30% Stoxx 600 - 263530 oder MSCI Europe - A0JDGC

20% MSCI Asia Pacific ex Japan LYX0AB

5% Japan Topix - A0ESMK oder MSCI Japan - A0DPMW

5% MSCI Eastern Europe - A0HGZV

5% ??

 

Oder man vereinfacht die EM-Länder und fasst alle in einem Fonds zusammen, z.B. dem MSCI Emerging Markets - A0HGZT .

 

MfG,

juse

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2001 ist nicht das Problem:

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Wenn man jetzt im Nachhinein 2002 unbedingt in's Plus hieven möchte, geht das:

Fidelity European Growth gegen den First Private Europa Aktien ULM austauschen

 

Falls das nicht ganz reicht, MLIIF World Gold noch in PEH Q-Goldmines wechseln.

 

In 2002 ist der Russland-Anteil im Griffin Eastern European noch kein Problem. Wenn einen das stört, kann man aber die Hälfte der EM-Postion in den HSBC Indian geben.

 

Die Verlustlosigkeit basiert im wesentlichen auf Gold. Das mache ich bei meinen Einzelaktien auch so (manchmal verstärkt um Öl). Dass sich die regionalen Aktienmärkte gegenseitig ausgleichen, kann man ausschließen.

 

Bei Indexinvestition bin ich daher ein wenig kritisch. Für die regionalen EM düfte das aber zumindest für Lateinamerika und Pacific klappen. Allerdings besteht auch hier ein Problem, das mit echten Produkten nachzuweisen.

 

Wenn ich direkt mit Deinem Zeitraum 1999-2006 vergleiche, bekommt man (im nachhinein) eine verlustlose Performance von ca. 18 % p.a. hin.

 

Aber so kurzfristig möchte ich das nicht optimieren, insbesondere da ich einfach kein vernünftiges Tools habe, um die Ergebnisse nachzuweisen. Es besteht zu sehr die Gefahr, dass man sich in die eigene Tasche lügt, wenn das nicht 100 % korrekt im Portfolio nachgebaut wird.

 

Von dem Benchmark-Gedanken habe ich mich weiter oben schon veranschiedet. Man muss sich doch die Mühe machen, eine echtes Depot aufzubauen. Durch unterschiedliche Performance verschieben sich die Indexgewichte so stark zu den Emerging-Markets, dass das Chance-Risiko-Verhältnis nicht mehr akzeptabel ist.

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Aber so kurzfristig möchte ich das nicht optimieren, insbesondere da ich einfach kein vernünftiges Tools habe, um die Ergebnisse nachzuweisen. Es besteht zu sehr die Gefahr, dass man sich in die eigene Tasche lügt, wenn das nicht 100 % korrekt im Portfolio nachgebaut wird.

Der Aufbau meines Depots folgt, auch wenn es in dem Posting nicht ersichtlich war, gewissen Regeln und wurde eigentlich nicht auf Performance der Vergangenheit optimiert.

 

Ausgangspunkt ist das sogenannte "SuperSimplex"-Depot, welches aus nur 3 Bestandteilen besteht:

60% Aktien, 30% Renten, 10% Rohstoffe

Dieses habe ich etwas abgewandelt zu:

35% Renten, 20% DJ Stoxx 600, 45% SelDiv-Strategie

 

Diese Aufteilung macht ca. 65% meines Depots aus. Dazu kommen noch 15% EM, jeweils zur Hälfte in Bonds und Aktien aufgeteilt. Der Lilux II Convert (den ich schon lange besitze) zu 10% und das SelDiv-Alpha auch zu 10%.

Ich habe versucht, möglichst wenig aktiv verwaltete Produkte rein zu nehmen, um die Kosten niedrig und das Managementrisiko gering zu halten. Mit möglichst wenigen Produkten wollte ich ein vernünftig diversifiziertes Depot erstellen.

 

MfG,

juse

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Posted · Edited by Laser12

Moin,

 

ich denke mein Fondsdepot ist jetzt fertig.

 

Ziel ist eine ertragreiche langfristige Anlage, so ca. 20-50 Jahre. Volatilität wird dabei bewusst in Kauf genommen.

 

Jedes vernünftige Risiko wird eingegangen, wenn ihm eine Chance auf Zusatzrendite gegenübersteht.

 

Die Zusammensetzung des Depots hat ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Value und Growth sowie Large und Mid/Small Caps ergeben.

 

Regional weicht die Verteilung gut 20 %-Punkte vom MSCI World ab (weniger USA, mehr Europa und EM).

40 % Aktien Welt

25 % Aktien Europa

15 % Goldaktien

10 % USA

5 % Osteuropa

5 % Indien

----

100%

 

Das Depot wird regelmäßig bespart werden. Alle Fonds sind bei ebase erhältlich. Am Anfang werden größere Beträge investiert. Wenn es mal einen Rücksetzer an der Börse gibt, soll nachgekauft werden. Weicht ein Fonds zu sehr von der Gewichtung ab, sollen die Sparraten angepasst werden. Das Depot ist bei Mindestanlage von 10.000,- (5 % = 500 Mindestanlage) und als Sparplan ab 500 (5 % = 25 Mindestrate) realisierbar.

 

Simulieren lässt sich diese Zusammensetzung von Depotstar nicht. Auf der Grundlage der Performance seit Auflegung bzw. hochgerechnet auf 10 Jahre ergibt sich eine Vergangenheitsrendite von 14,37 bzw. 15,08 %.

 

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mit Links wie XRAY , Quellenangaben, oben ausgeblendete Bemerkungen usw.

Fondsdepot_20061114.html

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Welche Software verwendet Du?

 

Gruß

Monetenfuchs

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Welche Software verwendet Du?

Hi Monetenfuchs,

 

die Tabellenkalkulation ist Calc 2.02 von OpenOffice.

 

Über die Zwischenablage ist das in WinXP Paint eingefügt und als PNG geschrieben. Das ginge aber auch ohne Paint und kostenlos z.B. mit xnview.

 

Die andere (HTML-Datei) kann Calc selbst schreiben.

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noch mal ein XRAY ohne Goldanteil

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Posted · Edited by Laser12

XRAY aktuell Gesamtdepot

XRAY aktuell ohne Goldanteil (ist besser vergleichbar mit den Depots anderer Leute)

XRAY bei Investitionsentscheidung Gesamtdepot

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XRAY bei Investitionsentscheidung ohne Goldanteil

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Hier stehen die Kurse der 1. Käufe:

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Durch regelmäßige Einzahlungen ergeben sich abweichende Einstandskurse, aber als Indikator ist dieses Portfolio von onvista ganz ok.

 

Im Zeitraum 15.-30.11.06 ergab sich aufgrund des Cost-Average-Effektes eine Performance von ca. +0,1 %. Den genauen Wert liefere ich nach, sobald ebase die Daten zum AVL-Tool übertragen hat.

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Die Performancedaten per 30.11.06 sind jetzt da:

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Ich habe doch noch die Zeitmaschine Depotstar bemüht.

Für die Vergangenheit ergab sich für mein zusammengestelltes Depot folgende Rendite:

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Die Performance der einzelnen Fonds (ohne Ausschüttungen):

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Hier noch die Auflistung, ab wann die jeweiligen Fonds mit Kursen in Depotstar verfügbar und damit in die Berechnung eingegangen sind:

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Seit Ende November hat das Depot ca. 1,5 % zugelegt.

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Genaue Daten liefere ich nach, sobald ebase so weit ist.

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Die Performancedaten per 15.12.06 sind endlich da:

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Posted · Edited by Laser12

Schon einmal vorab der Jahresendstand bei onvista:

ca. 2,9 % seit Ende November

ca. 0,6 % seit Mitte Dezember

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Die Daten im realen Depot werden wieder davon abweichen. Ich liefere nach, sobald die Infos vorliegen.

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Hallo,

 

ich find diesen Thread echt interessant und bin mal gespannt, wie's bei dir läuft.

Ich habe gerad mal in das Depot meines Vaters (läuft seit den späten 90ern oder frühen 00ern) geworfen.

Und siehe da: Endlich wieder einer grüne Zahl (1,4%).

Hinterher ist man immer klüger ;-) Was zählt ist ja die Rendite, wenn man irgendwann verkauft. Vorher ist alles ja ohnehin 'virtuell'.

 

Viele Grüße,

Hendrik

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Moin,

 

ganz kurz:

 

Was zählt ist ja die Rendite, wenn man irgendwann verkauft.

Das sehe ich auch so.

 

Vorher ist alles ja ohnehin 'virtuell'.

Das sehe ich anders. Ein Buchverlust ist auch dann ein Verlust, wenn man ihn nicht realisiert. Deine Aussage ist eine böse psychologische Falle.

 

 

Im Fondsdepot gibt es derzeit 2 Unannehmlichkeiten:

Zu diesem Fonds meinten zu viele Anleger, dass er gut sei. Deshalb wurde er wegen Überfüllung geschlossen. Verkäufe sind weiter problemlos möglich:

AXA Rosenberg Pan-European Small Cap Alpha Fund B

 

Zu diesem Fonds meinten zu viele Anleger, dass er gut sei. Deshalb wird er in diesem Monat wegen Überfüllung geschlossen. Verkäufe sind weiter problemlos möglich:

AXA Rosenberg Global Small Cap Alpha Fund B EURO

 

 

Das Depot hat seit der Spitze mehr als 5 % verloren und liegt damit auf dem Niveau der Einstandspreise.

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Insbesondere die europäischen und globalen Small Cap Fonds haben innerhalb weniger Tage knapp 10% verloren. Seit Depoteröffnung liegen sie insgesamt aber noch besser als die Large Caps.

 

Regional trifft es derzeit Asien am stärksten. China dürfte so ca. 15-20% seit der Spitze verloren haben. Auffällig ist, dass Osteuropa wenig und Lateinamerika fast gar nicht von den Kursrückschlägen betroffen sind.

 

 

Heute Morgen geht es in Shanghai 9% abwärts, der Nikkei gibt derzeit 3,5 % ab. NASDAQ und S&P Futures liegen 1 % im Minus.

 

 

AXA Rosenberg Global Small Cap Alpha Fund B EURO:

Für diesen Fonds habe ich heute ein Kaufauftrag erteilt. Je nach Börsenentwicklung werde ich (nur diesen Fonds) diese und nächste Woche weiter kaufen.

 

 

Ob ich die zum Jahresanfang halbierte Sparrate wieder auf volle Höhe fahre, will ich erst einmal abwarten.

 

Schnelle Käufe sehe ich im Moment nicht als erforderlich an.

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In der aktuell etwas unruhigen Situation sind Performancedaten natürlich besonders interessant:

 

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Nachdem mir in meinem Fondsdepot durch Zukaufsperren der Fondsgesellschaft 2 Sparpläne abhanden gekommen sind, nehme ich eine Änderung der Struktur vor.

 

Der Sparplan AXA Rosenberg Global Small Cap Alpha Fund B EURO wurde/wird durch eine Einmalzahlung ersetzt. Eine wirkliche Alternative mit ordentlicher Performance und bottom up value Strategie habe ich bei Small Caps nicht gefunden.

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Hier kommen de Performancedaten per 31.03.07. In nur 2 Wochen hat sich das Bild völlig gedreht. Kurzfristig haben meine Nachkäufe die Performance gesteigert.

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Sehr interessant, ich hätte als quasi totaler Laie gerne selber ein wenig von den hier (und woanders in diesem forum) gemachten Analysen etwas mehr verstanden...

 

Ich weiss nicht wieviele Laien hier (im Forum uns speziell in diesem Thread) reinschauen, aber ich werde selber einen Thread aufmachen um zu zeigen, wie ich das Familiendepot "umgedreht" habe und mit welchem Resultat.

 

Ich möchte hier nicht "Thread hijack" führen... (also einen Thread für andere Zwecke missbrauchen, als der wofür er erstellt wurde).

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Mal wieder ein Performance Update:

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Bei Onvista sieht die Wertentwicklung der Einzelfonds seit 1. Kauf so aus:

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Den Stand per 30.04. hänge ich zum Vergleich auch noch an:

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Die Small Cap Fonds haben den größten Teil zur 6 Monatsperformance beigetragen. Im letzten Monat legten sie dagegen relativ weniger zu als klassische internationale Large Cap Fonds.

 

Russland hat gegenüber dem Vormonat verloren während der bisherige Nachzügler Indien schnell aufgeholt hat. Während die US-Fonds im I. Quartal +- 0% abschnitten, haben sie im II. Quartal bisher zugelegt. Ob sich daraus ein neuer Trend ergibt, bleibt abzuwarten.

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