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555.000 € neu investieren – Asset-Allocation, ETF-Wahl & Timing-Fragen (15+ Jahre Anlagehorizont)

Empfohlene Beiträge

satgar
· bearbeitet von satgar
vor 25 Minuten von Bolanger:

Ihr blendet Bank- und Versicherungsprodukte für den sicheren Teil völlig aus. Bei 30% Zielallokation eines 1 Mio Vermögens wären das 300 KEUR, die man als Paar auf gar nicht zu viele Institute aufteilen müsste. 

Guter Punkt. Die Allianz bietet derzeit im Allianz Perspektive Schatzbrief für Einmalanlagen für 4 Jahre eine Sonderverzinsung von 4,5% p.a. und danach die reguläre Gesamtverzinsung von 3,8% p.a.. Man darf sich allerdings bitte nicht den normalen Provisionstarif aufschwatzen lassen, sondern muss da irgendwas rabattiertes erhalten, z.B. mit dem Merkmal "Beratungserleichterung". Damit dem gegenüber nicht so hohe Kosten stehen. Aber die Verzinsung der Lebensversicherer ist derzeit ziemlich gut. Und wird sich wahrscheinlich durch die Duration von deren Anlagen und dem Zinsniveau weiter verbessern. Ebenso mit der Auflösung der ZinsZusatzReserve in deren Büchern.

 

Allianz Schatzbrief Perspektive, 100k Anlage, 12 Jahre Laufzeit, "Beratungserleichterung". Endkapital bei aktuellem Überschussniveau: 150.570,79 EUR. Reale Verzinsung 3,47% p.a.

Halbeinkünfte-Besteuerung bei 12/62er Einhaltung.

 

Alternativ Onlinetochter Allvest. Mit gleichem Zinsniveau wie die Mutter. Im Mantel einer Versicherung aus Verzinsungstopf und Fonds (z.B. ETFs). Da müsste man dann etwas bündeln, weil dort eine reine Zinsanlage, OHNE FONDS, nicht möglich ist. Es ist aber nochmal insgesamt günstiger als der mit Beratungserleichterung versehene Allianz Perspektive Schatzbrief.

 

Mit 90% endfälliger Garantie und frühestmöglichem Garantietermin nach 12 Jahren liegt 3/4 im Zinstopf und 1/4 in Fonds. Es ist aber dynamisch und kann sich während der Laufzeit auch leicht verschieben und verändern. Mittleres Szenario (Median) nach 12 Jahren: 150.192 € bei 100k Einmalanlage.

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1+1=10
vor einer Stunde von Bolanger:

Ihr blendet Bank- und Versicherungsprodukte für den sicheren Teil völlig aus. Bei 30% Zielallokation eines 1 Mio Vermögens wären das 300 KEUR, die man als Paar auf gar nicht zu viele Institute aufteilen müsste. 

Mit Bankprodukten sprichst du von Festgeld? Wenn ja, dann sehe ich da lediglich zusätzlich Risiken in Form von Emittentenrisiko, ggf. zusätzliche Kosten und eine schlechte Flexibilität. Da erscheint mir der Staatsanleihen-ETF vorteilhafter zu sein?

 

Bei Versicherungsprodukten gehe ich davon aus, dass du Risiko-/Kapital-Lebensversicherung(en) bzw. einer BU-Versicherung sprichst?

- BU-Versicherung ist vorhanden

- Kapitallebensversicherung halte ich überwiegend für großen Quatsch: teuer, unflexibel, ineffizient

- Risikolebensversicherung eventuell sinnvoll um Familie abzusichern, falls ein Elternteil stirbt. Jedoch haben wir keine Kredite mehr offen und wohnen mietfrei im Eigenheim. Unsere Kinder haben jeweils ein ETF-Kinderdepot mit Beträgen im mittleren 5-stelligen Bereich. Bei unserem Gesamtvermögen von über 1,6 Mio (davon 1Mio liquide) ist meiner Ansicht nach genug Vermögen vorhanden, um so einen Ausfall zu kompensieren. Zumindest so lange, bis die Kinder im erwerbsfähigen Alter sind. Meine Frau hat eine Teilzeitanstellung und könnte anschließend im Notfall aufstocken. 

Übersehe ich etwas?

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LongtermInvestor
· bearbeitet von LongtermInvestor
Am 15.6.2026 um 11:34 von 1+1=10:

Ich möchte den Fokus vom o.g. Portfolio langsam auf Kapitalerhalt anstatt Maximierung verschieben - grobe Zielallokation 70:30: risikoarm 30%, risikoreich 70%.

Damit ist doch alles klar, schiebe es in den risikoarmen Bereich, mit möglichst minimalem Durationsrisiko.


Zur besseren Beurteilung müsstest du noch ausführen wie viele Jahre Lebenshaltung deine 30% ca. abdecken. Du hast nichts zu weiteren Rentenzahlungen ausgeführt.

 

Kapitalerhalt und Absicherung des Vermögens ist der entscheidende Punkt wenn man seine Zahl erreicht hat.

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Bolanger
vor 2 Stunden von 1+1=10:

Mit Bankprodukten sprichst du von Festgeld?

Nein, nicht nur. Es könnte auch Tagesgeld sein, flexibles Festgeld, Kündigungsgeld, Versicherungsprodukte.

Je nachdem, was man da nimmt, kann man die Sicherheit nochmals diversifizieren. Geht die Sparkasse Pleite, dann springt die gesetzliche Einlagensicherung ein, bei solchen Instituten sogar zusätzlich eine Gemeinschaftsabsicherung. Man kann bei der Einlagensicherung z.B. über Raisin auch über Länder diversifizieren. Wenn man etwas im Versicherungsmantel anlegt, dann greift nicht die Einlagensicherung, sondern die Sicherungseinrichtung Protektor der Versicherer.

So ist es möglich, sein Erspartes ohne Schwankung des Nominalwertes anzulegen, mit Sicherheitsnetz für den Fall der Insolvenz, teilweise sogar doppeltem Sicherheitsnetz und/oder diversifizioertem Sicherheitsnetz. Ich sehe bei diesen Größenordnungen überhaupt keinen Grund, etwas anderes für den sicheren Teil zu wählen.

 

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mem
· bearbeitet von mem
10 hours ago, 1+1=10 said:

 

20 hours ago, mem said:

Warum möchtest du das 25 Jahre vor der Rente?

Würdest du das Portfolio als zu defensiv beurteilen für unsere Lebenssituation?

Das Gesamtportolio beläuft sich auf schätzungsweise 1,6 bis 2 Mio inkl. der Immobilien (Marktwert geschätzt via 20xJahresnettomiete).

Der risikoarme Anteil ist grob überschlagen 227.000€ (habe mal die Corp Bonds noch dazugezählt, da Umschichtung in Germany Gov Bonds 0-1 geplant), alles andere befindet sich im offensiven Bereich.

 

Würde noch mehr Geld unser Leben nennenswert verbessern? Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir bereits jetzt schon mehr haben, als wir tatsächlich brauchen.

Meine Frau und ich sind bereits seit einigen Jahren in einer Teilzeitanstellung. Die Teilzeitanstellungen machen aktuell noch Spaß + das tägliche "aufstehen müssen" gibt Rythmus und macht den Alltag effizienter. 

 

Seit das Vermögen >1 Mio ist, geht damit eine Gelassenheit einher und die Lebensqualität ist infolge des damit verbundenen Sicherheitsgefühl sehr gestiegen,

Beispiel: Wenn der Monatslohn kommt und alle Sparpläne ausgeführt sind (grob 30% vom Nettoeinkommen), verprasst man infolgedessen das übrig gebliebene Geld mit sehr großer Freude in der Freizeit, im Urlaub und natürlich für Hobbies.

 

Also kurzum: Mehr Risiko würde die erwartete Rendite meiner Ansicht nach nur leicht erhöhen, hätte v.a. kaum Einfluss auf unsere Lebensqualität, aber die max Drawdowns wären vergrößert. Und Verlust schmerzt sicherlich mehr (speziell die Auswirkungen auf Lebensqualität / Sicherheitsgefühl), als uns der zusätzliche Gewinn bringen würde. Daher das Bestreben, ein klein wenig mehr Stabilität ins Portfolio zu bringen. Wobei ich das Portfolio nach wie vor nicht als sehr defensiv einstufen würde.

 

Gerne höre ich hierzu deine oder eure Meinung,

Würdest du aufhören zu arbeiten, wenn du es dir leisten könntest?

 

Du kannst auch ausrechnen, wie viel Geld du noch erwartest über die Erwerbsarbeit zu verdienen und das mitind den risikoarmen Teil ein rechnen. 

 

Ich verstehe nicht, wie man mit 25 Jahren Zeithorizont eine so konservative AA wählen kann. Für wie wahrscheinlich hälst du es, dass die Kurse in 25 Jahren tiefer sind als heute?

Würdest du aufhören zu arbeiten, wenn du es dir leisten könntest?

 

Ich verstehe nicht, wie man mit 25 Jahren Zeithorizont eine so konservative AA wählen kann. Für wie wahrscheinlich hälst du es, dass die Kurse in 25 Jahren tiefer sind als heute?

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1+1=10
· bearbeitet von 1+1=10
vor 19 Stunden von LongtermInvestor:

Zur besseren Beurteilung müsstest du noch ausführen wie viele Jahre Lebenshaltung deine 30% ca. abdecken.

Der risikoarme Allokation deckt aktuell:

- ca. 5 Jahre im Worst Case (Ausfall aller Einnahmen)
- ca. 7,5 Jahre, wenn Mieteinnahmen weiterlaufen

Durch dokumentierte Ausgaben (Haushaltsbuch seit ~12 Jahren) gibt es zusätzlich Einsparpotenzial, wodurch sich das auf etwa 9 bis 9,5 Jahre verlängern ließe.

vor 19 Stunden von LongtermInvestor:

Du hast nichts zu weiteren Rentenzahlungen ausgeführt.

Neben den gesetzlichen Renten und BU-Versicherungen gibt es noch von mir eine Riesterrente, die voraussichtlich baldmöglichst aufgelöst und in das Altersvorsogedepot umgewandelt wird. 

Für meine Frau würde ich in dem Zug dann auch ein Altersvorsorgedepot anlegen. 

 

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1+1=10

Den Corp Bond-ETF habe ich gestern noch durch den Germany Gov Bond-ETF ersetzt:

 

Risikoarm (Summe: 227.346€)

- 119.649€ Geldmarktfonds DWS ESG Money Market (wird monatlich bespart)

- 107.697€ Xtrackers II Germany Government Bond 0-1

 

Mitteleres Risiko

- vermietete Immobilien, Marktwert geschätzt zwischen 600.000€ und 900.000€ 

 

Risikoreich (Summe: 851.533€)

- 322.122€ Invesco FTSE All-World Acc 

- 147.662€ iShares Core EM IMI Acc (wird monatlich bespart)

- 150.653€ Vanguard FTSE All-World Dist

- 161.096€ Vanguard FTSE All-World Acc (wird monatlich bespart)

- 70.000€ in etwa Bitcoin 

 

Aktuelle Aufteilung risikoarm:risikoreich (ohne Immobilien):  21:79

 

Durch die 120.000€ durch den anstehenden Immobilienverkauf könnte das Verhältnis durch Investition in den Xtrackers II Germany Gov Bond 0-1 auf 29:71 geschoben werden.

Über die ursprüngliche Idee mit Euwax Gold II muss ich noch ein paar Nächte schlafen und höre auch gerne eure Meinungen über Sinnhaftigkeit. 

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Legolino
vor 9 Minuten von 1+1=10:

Durch die 120.000€ durch den anstehenden Immobilienverkauf könnte das Verhältnis durch Investition in den Xtrackers II Germany Gov Bond 0-1 auf 29:71 geschoben werden.

Diesen Satz kann ich nicht nachvollziehen. Kannst du das bitte nochmal erläutern wie du auf das Verhältnis kommst.

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geeman

Ich hatte lange Gold und habe nahe der Höchststände verkauft. :thumbsup:

Es ist für mich mittlerweile ein Greater-Fool-Asset wie Bitcoin (die ich noch halte).

Beide produzieren keine Cashflows und haben keinen oder wenig industriellen Wert. Die Wertsteigerung bestimmt sich dadurch, dass irgendjemand bereit ist immer mehr zu bezahlen.

Wenn es knallt geht Gold auch immer runter. Es stellt keinen Inflationsschutz dar.

 

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1+1=10
vor 14 Stunden von mem:

Würdest du aufhören zu arbeiten, wenn du es dir leisten könntest?

Ganz mit Arbeit aufzuhören kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Ich arbeite, entwickle und erschaffe grundsätzlich einfach gern. Nebenbei bin ich beispielsweise auf Minijobbasis als Teamleiter im Umfeld meines Hobbys aktiv - definitiv nicht wegen des Geldes und habe zwei Ehrenämter, Eine Aufgabe / ein Job gibt Rhythmus und Struktur. Ich hatte vor einiger Zeit einen komplett freien Tag und festgestellt, dass ich trotz meiner sonst guten Disziplin immer mehr Zeit verdaddelt habe. Arbeitszeit pro Tag reduzieren, quasi früher Feierabend, funktioniert bei mir sehr viel besser. Mit meinem aktuellen Job aufzuhören könnte ich mir schon vorstellen, aber generell auf Arbeit komplett zu verzichten eher nicht. Auf Dauer stelle ich mir das auch ziemlich langweilig vor.

 

Solange mir meine Tätigkeit Freude macht, sehe ich auch keinen Grund, etwas zu ändern. Vielleicht übersehe ich auch etwas oder kann mir das "andere" Leben noch nicht richtig vorstellen. Aktuell bin ich einfach zufrieden und möchte um ehrlich zu sein auch nicht darüber nachdenken, was alles besser und schöner sein könnte. Aber höre gerne deine Perspektive darauf.

vor 14 Stunden von mem:

Du kannst auch ausrechnen, wie viel Geld du noch erwartest über die Erwerbsarbeit zu verdienen und das mitind den risikoarmen Teil ein rechnen. 

In unserer exelbasierten Finanzübersicht habe ich das tatsächlich mit als Humankapital aufgeführt - also Barwert aller zukünftigen Arbeitseinkommen.

Relevant für die Betrachtung ist doch aber eigentlich nur der Betrag der monatlichen Sparsumme (30%)? 

Unter der Annahme, dass diese Sparsumme bis zur Rente nur durch Inflationsausgleich von 2-3% steigt, komme ich auf circa 1 Mio.

Aber diese Zahl berücksichtigt vieles nicht, z.B. dass ich meine Arbeitszeit mit steigendem Alter sukzessiv reduzieren möchte, oder durch Auszug der Kinder wieder mehr Geld frei wird, oder oder oder.

vor 14 Stunden von mem:

Ich verstehe nicht, wie man mit 25 Jahren Zeithorizont eine so konservative AA wählen kann. Für wie wahrscheinlich hälst du es, dass die Kurse in 25 Jahren tiefer sind als heute?

Was wäre für dich die richtige AA? 80:20 oder 90:10 oder gar 100:0?

Unser bisheriges Vermögen kam nicht aus dem Nichts, sondern dadurch, dass speziell ich in jungen Jahren ein sehr hohes Risiko mit Immobilien gefahren bin.

Je größer das Portfolio wird, desto mehr rückt mein Fokus von Maximierung auf Stabilisierung/Erhalt.

Gefühlt habe ich das Ziel bereits erreicht (wie zuvor beschrieben das Gefühl der Sicherheit, infolgedessen wir vieles mehr genießen können, bspw. übriges Geld verprassen).

Wieso also noch weiter Maximieren? Was will ich damit? Lass gerne hören (ernsthaft), was ich womöglich übersehe und was mir im Leben womöglich entgeht. 

vor 24 Minuten von Legolino:
vor 35 Minuten von 1+1=10:

Durch die 120.000€ durch den anstehenden Immobilienverkauf könnte das Verhältnis durch Investition in den Xtrackers II Germany Gov Bond 0-1 auf 29:71 geschoben werden.

Diesen Satz kann ich nicht nachvollziehen. Kannst du das bitte nochmal erläutern wie du auf das Verhältnis kommst.

Status Quo:

Risikoarm 227.346€

Risikoreich 851.533€

--> 21:79

 

Risikoarm 227.346€ + 120.000€

Risikoreich 851.533€

--> 29:71

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GuyInborito
vor 26 Minuten von geeman:

Es ist für mich mittlerweile ein Greater-Fool-Asset wie Bitcoin (die ich noch halte).

Beide produzieren keine Cashflows und haben keinen oder wenig industriellen Wert. Die Wertsteigerung bestimmt sich dadurch, dass irgendjemand bereit ist immer mehr zu bezahlen.

Wenn es knallt geht Gold auch immer runter. Es stellt keinen Inflationsschutz dar.

Eigentlich alles falsch.

 

Selbst Kommer hat in seinem Buch investieren für Einsteiger ein Fallbeispiel gebracht wo ein 90:10 Portfolio aus Aktien und Gold fast immer besser war als reine Aktien. Sowohl aus Rendite- als auch aus Volatilitätssicht obwohl Gold allein betrachtet viel schlechter lief als Aktien. Für einen eiskalten Rebalancer ist ein bisschen Gold eine gute Sache, für einen Timer halt nicht.

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dimido
vor 29 Minuten von GuyInborito:

Selbst Kommer hat in seinem Buch investieren für Einsteiger ein Fallbeispiel gebracht wo ein 90:10 Portfolio aus Aktien und Gold fast immer besser war als reine Aktien.

 

Siehe:

 

https://gerd-kommer.de/blog/edelmetalle-als-beimischung/

Zitat

Eine Gold-Beimischung dürfte vorwärtsgerichtet auf lange Sicht zwar die Rendite relativ zu „100% Aktien“ nicht erhöhen und evtl. sogar etwas senken, sie kann aber das Risikoprofil des Gesamtportfolios moderat verbessern.

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geeman
vor 1 Stunde von GuyInborito:

Eigentlich alles falsch.

 

Selbst Kommer hat in seinem Buch investieren für Einsteiger ein Fallbeispiel gebracht wo ein 90:10 Portfolio aus Aktien und Gold fast immer besser war als reine Aktien. Sowohl aus Rendite- als auch aus Volatilitätssicht obwohl Gold allein betrachtet viel schlechter lief als Aktien. Für einen eiskalten Rebalancer ist ein bisschen Gold eine gute Sache, für einen Timer halt nicht.

Danke für deine Belehrungen.

Das Misch-Portfolios aus verschiedenen Assets ggfs. eine bessere risikoadjustierten Rendite bringen, weiß sonst kaum jemand im WPF. 

 

@dimido Wenn Du Kommer zitierst, zitiere auch:

https://gerd-kommer.de/blog/gold-als-investment/

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moonraker
vor 2 Stunden von 1+1=10:

In unserer exelbasierten Finanzübersicht habe ich das tatsächlich mit als Humankapital aufgeführt - also Barwert aller zukünftigen Arbeitseinkommen.

Relevant für die Betrachtung ist doch aber eigentlich nur der Betrag der monatlichen Sparsumme (30%)? 

Wieso sollte nur die Sparsumme relevant sein? Wenn Du nicht mehr arbeitest, musst Du doch das Geld andernweitig hernehmen. Also mind. das Geld, was Du monatlich verbrauchst, dazurechnen. Gerade die Sparsumme könntest Du weglassen...

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1+1=10
vor 21 Minuten von moonraker:

Wieso sollte nur die Sparsumme relevant sein? Wenn Du nicht mehr arbeitest, musst Du doch das Geld andernweitig hernehmen. Also mind. das Geld, was Du monatlich verbrauchst, dazurechnen. Gerade die Sparsumme könntest Du weglassen...

Ich habe @mem anders verstanden. Meiner Auffassung nach argumentiert er, dass sich mein zukünftiges Einkommen quasi wie ein Anleihe-ähnlicher Cashflow verhält, also risikoarm ist.

Die Schlussfolgerung daraus ist dann wohl, dass ich unser Finanzvermögen aggressiver anlegen könnte, da ja mein Humankapital den risikoarme Teil abbildet.

 

Und ich denke, dass wir da wahrscheinlich zwei unterschiedliche Ansichten bzw. Ziele vertreten: @mem würde das Endvermögen optimieren und ich eher Stabilität / Sicherheitsgefühl / Lebensqualität.

Wenn man also das Ziel hat maximal Vermögen aufzubauen, da Einkommen hoch / konstant / sicher ist, dann macht @mems Ansatz/Einwand schon Sinn.

Wobei ich nach wie vor denke, dass man das Humankapital aufgrund der Fixkosten nicht als vollständig verfügbar sehen darf (daher mein Kommentar mit 30% Sparquote == frei verfügbares Kapital)

 

Bei uns ist das Einkommen wahrscheinlich eher flexibel, Ausbau der Teilzeit realistisch und ein Ziel JETZT schon ein "gutes Leben" zu haben (siehe Kommentar zur gefühlten Sicherheit).

Ein großer Drawdown da ungünstig, selbst wenn er sich erwartungsgemäß in der langen Auszeit wieder erholen würde.

Ich sehe bei zusätzlichem Ertrag kaum Nutzen, bei zusätzlichem Verlust aber einem spürbaren Schmerz. Also kein linearer Nutzen, Stichwort Loss Aversion.

Würde aber dennoch gerne hören, wieso @mem das anders sieht und mit welchem Endziel er sein Fokus so auf die Maximierung legen würde. 

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mem
7 hours ago, 1+1=10 said:

Ein großer Drawdown da ungünstig, selbst wenn er sich erwartungsgemäß in der langen Auszeit wieder erholen würde.

 

Der große Drowndown schmerzt mehr, je später er passiert, daher ist es günstig, jetzt einen höheren Aktienanteil zu haben und diesen über die Zeit zu reduzieren. Dann stehst du besser da, falls der Crash z.B. kurz vor der Rente kommt. Du könntest z.B. in den nächsten 25 Jahren eine durchschnittliche AA von 70/30 wählen, aber jetzt mit einem höheren Aktienanteil starten, z.B. 100/0 und diesen Aktienanteil später weiter reduzieren, z.B. auf 60/40 zum Eintritt der Rente. 

 

Und weil du fragtest, wie ich es machen würde: Ich würde mir auch andere AAs wie 120/0, 90/60, etc. anschauen.

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1+1=10
· bearbeitet von 1+1=10
Am 17.6.2026 um 12:38 von geeman:

 

@dimido Wenn Du Kommer zitierst, zitiere auch:

https://gerd-kommer.de/blog/gold-als-investment/

tl;dr: Gold als Beimischung ist sinnvoll, wenn man

- Systemkrisen (Währungskrise, Staatspleiten, geopolitische Verwerfungen, ...) und/oder

- mehrjährige hohe Inflation (>5%)

erwartet und ggf. sinnvoll zur Diversifikation, da Gold nur schwach mit Aktien korreliert und Volatilität reduzieren kann.

 

Halte ich prinzipiell beides für relativ unwahrscheinlich (unterer einstelliger Prozentbereich), aber vielleicht liege ich mit meiner Einschätzung der Zukunft falsch, womit aus Sicht des Risikomanagements eine Allokation von 5% sinnvoll wäre.

Oberhalb von 5% wird Gold schon eher zur Renditebremse und ich habe bereits Bitcoin + Immobilien als Inflationsschutz. 

 

Nachtrag: die 120.000€ fließen komplett in den bestehenden Vanguard FTSE All-World Acc. Fertig.

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Cepha
· bearbeitet von Cepha
Am 17.6.2026 um 10:10 von geeman:

 

Wenn es knallt geht Gold auch immer runter. Es stellt keinen Inflationsschutz dar.

 

Wie war es denn die letzten 5 Male, also die Aktienmärkte um mehr als 25% eingebrochen sind? Ging Gold da mit runter oder nicht?
(-15% muss ich noch nicht wegdiversifizieren, das halte ich noch gut aus, aber unter -25% werd ich dann schon nervös und in einem reinen sicher + Aktien Depot wären das nur rund 50% Aktienquote. Mit Goldbeimischung hoffe ich, 60% Aktienquote ertragen zu können)

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Cepha
Am 29.7.2026 um 10:45 von 1+1=10:

 

Oberhalb von 5% wird Gold schon eher zur Renditebremse und ich habe bereits Bitcoin + Immobilien als Inflationsschutz. 

 

 

 

Was genau sollen 5% Gold großartig bringen?

Sagen wir mal, der Aktienmarkt kollabiert um 50% und Gold geht erfreulicherweise um 30% hoch. Da macht das bissl Gold dann +1,5% im Depot aus, während meinetwegen 80% Aktien das Depot um -40% runter prügeln.

 

Ich habe die KI nach 5 Studien zum optimalen Gold Anteil für maximale Sharpe ratio gefragt:
 

1. WisdomTree Europe (2023)

Ergebnis: Eine Goldallokation von genau 12 % maximiert die Sharpe Ratio in einem klassischen 60/40-Portfolio aus Aktien und Anleihen. Bei mehr als 12 % Gold sinkt das risikobereinigte Profil wieder, da Gold keine laufenden Erträge abwirft.

Direktlink zum Dokument: https://www.wisdomtree.com/no/insights/blog/diversifying-your-portfolio-with-gold/pdf [1]

 

2. SSRN Quantitative White Paper (2024)

Ergebnis: Bei der mathematischen Untersuchung eines balancierten Portfolios über den Zeitraum 1973 bis 2023 verbesserte eine Goldbeimischung von 17 % die Sharpe Ratio historisch am signifikantesten.

Direktlink zum Dokument: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=4876703 [1, 2]

 

3. World Gold Council (2025)

Ergebnis: In einem Marktumfeld mit steigenden Korrelationen zwischen Aktien und Anleihen liegt das strategische Optimum bei 5 % Gold. Der Rest wird auf 60 % Aktien und 35 % Anleihen aufgeteilt, um die Sharpe Ratio effizient zu stabilisieren.

Direktlink zum Dokument: https://www.gold.org/download/file/19734/Golds-optimal-weight-in-a-positive-bond-equity-correlation-environment.pdf

 

4. Fairvalue-Magazin (Datenanalyse)

Ergebnis: Historische Rückrechnungen zeigen, dass die klassische "5 % Faustregel" oft zu gering ist. Um Euro-Portfolios effektiv gegen Krisen abzufedern und das Chance-Risiko-Verhältnis zu optimieren, ist ein Korridor von 5 % bis 16 % mathematisch überlegen.

Direktlink zur Analyse: https://fairvalue-magazin.de/gold-im-portfolio/ [1, 2]

 

5. Reisebank Edelmetall-Analyse (2025)

Ergebnis: Die statistische Auswertung empfiehlt eine Quote von 5 % bis 16 % Gold im Gesamtvermögen. In diesem Bereich wird die Volatilität eines gemischten Depots nachweislich minimiert, ohne die langfristige Gesamtrendite zu stark zu bremsen.

Direktlink zur Analyse: https://edelmetalle.reisebank.de/wissen/magazin/gold-anteil-portfolio [1]

 

 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 46 Minuten von Cepha:

Ich habe die KI nach 5 Studien zum optimalen Gold Anteil für maximale Sharpe ratio gefragt:

....

Ich ergänze nur:

Auch hier landet die Berechnung bei um die 12%.

Das wäre auch mein Bereich, den ich für sinnvoll halten würde (10-15%).

Der ARERO landet auch nicht zufällig bei 15% für die dritte Assetklasse, auch wenn es dort Rohstoffe statt Gold sind. Mehr Anteil erhöht zu sehr die Wahrscheinlichkeit, die Rendite zu sehr zu bremsen.

Deutlich weniger als 10% haben dagegen zu wenig "Hebel".

Ergo:

vor 46 Minuten von Cepha:

Was genau sollen 5% Gold großartig bringen?

Sagen wir mal, der Aktienmarkt kollabiert um 50% und Gold geht erfreulicherweise um 30% hoch. Da macht das bissl Gold dann +1,5% im Depot aus, während meinetwegen 80% Aktien das Depot um -40% runter prügeln.

:thumbsup:

Diese Mikro-Beimischungen sind IN DER PRAXIS (!) im Verhältnis zum Aufwand einer zusätzlichen Zeile sant Rebalancing im Depot inklusive aller Kosten meist nicht spürbar.

Nur für das Gefühl, irgendwas drin zu haben im Depot von dem oder dem finde ich Quatsch. Wenn schon, dann gleich in einer Menge, welche spürbar einen Diversifikationsnutzen hat und zwar nicht nur in der puren Theorie, sondern auch in der Praxis inklusive aller zu berücksichtigen (negativen) Effekte.

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Bigwigster
vor 29 Minuten von Cepha:

Bei mehr als 12 % Gold sinkt das risikobereinigte Profil wieder, da Gold keine laufenden Erträge abwirft.

:rolleyes:

Alles klar, ein Asset was keine Erträge liefert sollte also nur 12% haben darauf kommt es an.

vor 33 Minuten von Cepha:

In einem Marktumfeld mit steigenden Korrelationen zwischen Aktien und Anleihen liegt das strategische Optimum bei 5 % Gold.

Ohne zu wissen was für eine Korrelation da als Basis angenommen wird ist die Aussage doch auch Unsinn.

Von der Höhe 5% geht man wohl scheinbar von einer positiven Korrelation zwischen Aktien und Anleihen aus.

vor 37 Minuten von Cepha:

Um Euro-Portfolios effektiv gegen Krisen abzufedern und das Chance-Risiko-Verhältnis zu optimieren, ist ein Korridor von 5 % bis 16 % mathematisch überlegen.

Zitat aus dem Link:

"Fairvalue-Empfehlungen

Fairvalue-Leser wissen: Das optimale Portfolio für das gewünschte Ziel lässt sich immer erst im Nachhinein bestimmen. Mischungen aus 65 Prozent global diversifizierten Aktien und 35 Prozent Gold oder 35 Prozent Aktien, 25 Prozent Gold und 40 Prozent Euro-Staatsanleihen waren im Durchschnitt aber eine gute Annäherung."

 

--> ausnahmsweise nach der Ankündigung das KI content folgt mal weitergelesen und bitter enttäuscht. KI kann super hilfreich sein aber so ein ungeprüfter Unsinn...

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Cepha
vor 2 Stunden von Bigwigster:

 

 

--> ausnahmsweise nach der Ankündigung das KI content folgt mal weitergelesen und bitter enttäuscht. KI kann super hilfreich sein aber so ein ungeprüfter Unsinn...

Die KI hat doch nur gesammalt. Ich hab die Studien (fast) alle irgendwann mal gelesen, so ging die Auflistung eben weitaus schneller als wenn ich das selber aus der Erinnerung hätte zusammen such müssen. 

Die Grundaussage deckt sich jedenfalls mit meiner Erinnerung, nämlich dass die im Schnitt eher etwas über 10% empfohlen werden statt maximal 5%.

 

Ich finde das auch plausibel, siehe oben. 5% Gold zu z.B. 80% Aktien ist Faktor 1 zu 16. Was will man damit diversifizieren?

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EtfAnleger2022

70% Aktien, 20% Gold & Silber, 10% echtes Cash kein Giralgeld.

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Wegerich
Am 17.6.2026 um 10:10 von geeman:

Ich hatte lange Gold und habe nahe der Höchststände verkauft. :thumbsup:

Es ist für mich mittlerweile ein Greater-Fool-Asset wie Bitcoin (die ich noch halte).

Beide produzieren keine Cashflows und haben keinen oder wenig industriellen Wert. Die Wertsteigerung bestimmt sich dadurch, dass irgendjemand bereit ist immer mehr zu bezahlen.

Wenn es knallt geht Gold auch immer runter. Es stellt keinen Inflationsschutz dar.

 

Gute Einstellung, raus aus dem Gold! Mir ist es viel zu teuer, möchte fürs Vrenerli max 275,00 € bezahlen :w00t:

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geeman
Am 2.8.2026 um 12:09 von Cepha:

Wie war es denn die letzten 5 Male, also die Aktienmärkte um mehr als 25% eingebrochen sind? Ging Gold da mit runter oder nicht?
(-15% muss ich noch nicht wegdiversifizieren, das halte ich noch gut aus, aber unter -25% werd ich dann schon nervös und in einem reinen sicher + Aktien Depot wären das nur rund 50% Aktienquote. Mit Goldbeimischung hoffe ich, 60% Aktienquote ertragen zu können)

Meine Beobachtung ist, dass in turbulenten Zeiten alle im Markt Liquidität wollen. Und dann wird eben auch Gold verkauft (Corona-Crash). Wenn es crasht, fällt Gold meist mit. Es mag sich nach dem Crash anders entwickeln, aber im Crash geht es auch nach Süden. Wenn man also im Crash das Depot minütlich aktualisiert, wird Gold nicht helfen, sondern eher so auf lange Sicht.

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