Zum Inhalt springen
Escobart

Meine Investmentstrategie – Meinungen? Anfänger

Empfohlene Beiträge

Escobart

Hi zusammen,

ich wollte mir mal Feedback zu meiner aktuellen Investmentstrategie holen.

Ich bin 28 und investiere aktuell monatlich:
 

700 € in ETF
→ Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Accumulating)

200 € in aktiv gemanagte Fonds, aufgeteilt auf mehrere Themen:

Healthcare

Global Brands

Emerging Markets

Energy Transition

Water
 

Die aktiven Fonds bespare ich schon seit ca. 3–4 Jahren mit kleineren Beträgen, habe mich damit aber ehrlich gesagt nie wirklich tief beschäftigt.
Ich bin insgesamt noch relativ am Anfang und habe wenig Erfahrung, beschäftige mich aber seit kurzem intensiver damit.
 

Zusätzlich spare ich parallel Cash auf (Tagesgeld), aber hier geht’s mir primär um den Investment-Teil.
 

Ziel:
Ich möchte in den nächsten 5–7 Jahren Eigenkapital für ein Haus aufbauen, danach aber weiterhin langfristig Vermögen über ETFs aufbauen.
 

Meine Überlegung:
Sobald mein Notgroschen voll ist (10k), würde ich die ETF-Rate auf 1.000 € erhöhen und die Fonds evtl. so lassen oder reduzieren.
 

Fragen:

- Macht die Kombination aus ETF + mehreren aktiven Fonds Sinn?

- Oder würdet ihr langfristig eher komplett auf ETF gehen?

- Sind 200 € auf mehrere Fonds zu kleinteilig?
 

Speziell zum Haus-Ziel:

- Würdet ihr bei einem Horizont von 5–7 Jahren stärker auf Sicherheit (mehr Cash) gehen oder weiterhin ETF besparen?

- Wie würdet ihr das Verhältnis zwischen Investieren und Eigenkapital-Aufbau gewichten?

- Ab wann würdet ihr anfangen, Risiko rauszunehmen (z. B. Umschichten in Cash)?

- Würdet ihr Gewinne aus ETFs vor dem Hauskauf aktiv sichern oder einfach laufen lassen?
 

Freue mich über ehrliches Feedback

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Quailman

ISIN der aktiv gemanagten Fonds?

Ohne die ISIN zu kennen, glaube ich kaum, dass diese Fonds einen besonderen Mehrwert bieten. 

 

Wenn du ein Haus kaufen / bauen willst, ist der Kapitalmarkt zum sparen nicht unbedingt der beste Freund. Was ist, wenn im Zeitpunkt der Kaufentscheidung die Märkte am Boden liegen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Vogelhaus

Würde mich vollends auf den Hauskauf fokussieren.

Zum Sparen der Anzahlung eine Festgeldstaffel oder Anleihen. Oder supersicher und günstig mit einem Geldmarktfonds.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
PrivateBanker

Wenn der Wunsch der Immobilie an 1. Stelle steht, dann würde ich mich darauf konzentrieren. D.h. Ansparen von 20% Eigenkapital plus Nebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer, Grundbuchamt, evtl. Makler wenn eingebunden)  der vorgesehenen Investitionssumme !!

Und dafür kommt nur Tages-, Festgeld und Geldmarktfonds in Frage

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Escobart

Danke für die Rückmeldungen bisher @all
 

AB International Health Care → LU0058720904

Morgan Stanley Global Brands → LU0239683559

KBI Global Energy Transition → IE00BKLH2363

JPM Global Focus → LU0168341575 

Redwheel Next Generation Emerging Markets → LU2538737953

Robeco Sustainable Water → LU2146190835

Die Fonds bespare ich jetzt seit ca. 3–4 Jahren mit kleineren Beträgen. Das lief bisher komplett über meinen Berater, deshalb habe ich mich ehrlich gesagt nie wirklich intensiv damit beschäftigt.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Auswahl auch eher „beraterlastig“ ist und die Fonds für mich langfristig eventuell keinen echten Mehrwert bringen – genau deswegen bin ich aktuell dabei, mich mehr mit dem Thema zu beschäftigen und auch stärker Richtung ETF zu gehen.
 

Zum Thema Haus:
Guter Einwand mit dem Risiko. Mein Plan ist nicht, zu einem festen Zeitpunkt kaufen zu müssen, sondern eher flexibel in einem Zeitraum von 5–7 Jahren – je nach Marktlage.

Gerade bei den Fonds/ETF bin ich aber offen für ehrliches Feedback – auch kritisch, wenn ihr sagt, dass die keinen wirklichen Mehrwert bringen.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
hilflos
vor einer Stunde von Escobart:

Fragen:

- Macht die Kombination aus ETF + mehreren aktiven Fonds Sinn?

- Sind 200 € auf mehrere Fonds zu kleinteilig?
 

Speziell zum Haus-Ziel:

- Würdet ihr bei einem Horizont von 5–7 Jahren stärker auf Sicherheit (mehr Cash) gehen oder weiterhin ETF besparen?

 

ob die aktiven Fonds Sinn machen gemacht haben, weiß man erst in ein paar Jahren. Es ist halt eine Sektor Wette

40.--/Fonds/Monat wäre mir zu kleinteilig.

Immobilienfinanzierung hängt vor allem von deinem monatl. Einkommen ab. Wenn das passt gibt´s auch eine 100% Finanzierung und mit Verpfändung der Fonds auch zu normalen Zinsen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Escobart

Vielleicht noch als Ergänzung, weil das oben nicht ganz rüberkam:

Die 10.000 € sind bei mir aktuell nur als Notgroschen geplant,  die ich mit 300 € monatlich weiter aufbaue (bis 10k erreicht sind).

Parallel dazu sparen wir aber auch gemeinsam Eigenkapital:

Meine Freundin legt aktuell 500 € monatlich auf ein Tagesgeldkonto zurück

Zusätzlich investiert sie 200 € monatlich in aktiv gemanagte Fonds (läuft ebenfalls über Beratung)

Mir ist bewusst, dass die Fonds bei uns beiden vermutlich eher „beraterlastig“ sind und eventuell keinen großen Mehrwert bringen – genau deshalb beschäftige ich mich aktuell intensiver mit dem Thema und gehe stärker Richtung ETF.
 

Mein Ansatz ist aktuell:

Notgroschen separat aufbauen (10k Ziel)

parallel Eigenkapital über Cash + teilweise Investitionen aufbauen

dabei flexibel bleiben, da kein fixer Kaufzeitpunkt besteht (5–7 Jahre)

Ich versuche also bewusst einen Mittelweg zwischen:

Sicherheit (Cash für Haus)

und Wachstum (ETF / Fonds)

Bin aber genau bei dieser Balance noch unsicher und freue mich über eure Einschätzungen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
mock

Was für eine Beratung ist das denn? Der einzige Profiteur ist vermutlich der Berater... Die aktiven würde ich sofort alle rausnehmen und alles in den FTSE All-World stecken, vorausgesetzt du willst bei Aktien bleiben.

 

Ich denke aber wenn dein sicherer Teil nicht gerade schon sehr groß ist, solltest du es wie PrivateBanker machen, lieber in TG stecken, 5 - 7 Jahre wären mir zu kurz für Aktien bei Immobilienwunsch...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
satgar
vor 10 Minuten von Escobart:

dabei flexibel bleiben, da kein fixer Kaufzeitpunkt besteht (5–7 Jahre)

Kein Mensch hat einen genauen Kaufzeitpunkt. Es ist also immer genau wie bei dir: man plant bis zu einem gewissen Punkt und sucht dann. Das kann dann mehrere Monate oder gar Jahre dauern.

 

Mach dir einfach klar: das Renditedreieck des globalen Aktienmarktes sagt ja, dass wenn man mindesten 15 Jahre investiert war, man nie minus gemacht hatte (MSCI World jetzt). Unter 15 Jahren Haltedauer, und da ist es egal ob 5 Jahre...6...Jahre oder 7 Jahre, musst du mit Rücksetzern rechnen. Der normale breite Aktienmarkt hat ein Verlustrisiko von round about 50%. Einzelne Branchen noch weit mehr. Also das, was du mit aktiven Fonds machst.

 

Stelle dir die Frage: wenn in 5 Jahren und 6 Monaten wirklich ein tolles Objekt vor deine und eure Flinte kommt, und Ihr das gerne kaufen wolltet. Aber es hat sich soeben ein Aktienbörsen Szenario mit 50% Einbruch ereignet, das euer Eigenkapital dann dezimiert hat. 

 

Ist....

- das Vorhaben Immobilie dann immer noch möglich, oder gar gestorben?

- ist deine bessere Hälfte dann davon begeistert?

- muss man das Immoprojekt vielleicht nicht ganz absagen, aber für mehrere Monate und Jahre verschieben? (der Aktienmarkt kann auch Jaaaaahre brauchen, um sich zu erholen.)

- oder klappt es trotzdem, aber man muss jetzt deutlich mehr Darlehen aufnehmen und damit mehr Zinsen bezahlen

 

Kannst du das aushalten und willst es riskieren? Dann kann man an der Börse Eigenkapital vermehren. Kann man das aber nicht, ist es höchst gefährlich für das ganze Projekt "Immobilie".

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Fetz
· bearbeitet von Fetz

Viele Meinungen - zu wenige Fakten.

 

Es gibt hier im WPF eine Vorlage für solche Themeneröffnungen.

 

Bisher hast Du weder etwas über die ungefähre Höhe Deines liquiden Vermögens noch

Deine sonstige Absicherung oder andere wichtige Informationen gepostet.

 

Und wenn wir schon dabei sind:

Wie teuer (TER) sind die Fonds Deines "Beraters"?

Bank oder Strukturvertrieb?

 

Jeder Rat ist daher gut gemeint aber ohne Tiefe.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Escobart
· bearbeitet von Escobart

@Fetz sorry über fehlende Angaben.
Entschuldigt meine teilweise unwissende Art, ich beginne derzeit erst mich intensiv damit zu beschäfitgen und bin über jeden Hinweis sehr dankbar!
Wenn weitere Angaben fehlen und notwendig sind, kann ich probieren alles nachzureichen, um sauber aufarbeiten zu können. 

 

Hier nochmal etwas mehr Kontext:

Einkommen: 3700€ tendenz steigend 

Sparrate gesamt: ca. 1200 € monatlich

aktueller Cashbestand: ~7000€ (Ziel: 10k Notgroschen)

Aufteilung:

700 € ETF (FTSE All World) derzeiter Wert 1800€

200 € aktive Fonds derzeitiger Wert 3800€

300 € Tagesgeld 
 

Altersvorsorge:

2 Riester-Verträge (klassisch + Flex)

volle Zulagen + Steuererstattung (~300–400 € jährlich)
 

Weitere Einnahmen:

Ich erhalte quartalsweise Aktienpakete vom Arbeitgeber sowie Bonus-/Cash-Awards

Höhe schwankt, liegt aber grob bei 2.000 – 3.000 € pro Auszahlung

 

Zu den Fonds:
Die laufen seit ca. 3–4 Jahren über meinen Berater. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich damals kaum mit den Kosten beschäftigt habe.

Müsste ich noch nachschauen, aber nach meinem jetzigen Stand gehe ich davon aus, dass die eher im Bereich 1,5–2 % liegen könnten.

Zum Berater:
Das Ganze läuft nicht über eine klassische Bank, sondern über einen provisionsbasierten Finanzvertrieb. Mir ist inzwischen bewusst, dass die Produktauswahl dadurch auch entsprechend kritisch zu hinterfragen ist.
 

(Zusätzlich:

Freundin spart 500 € monatlich auf Tagesgeld

200 € in aktive Fonds)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Malvolio
· bearbeitet von Malvolio

Wie schon gesagt wurde sind konkrete Handlungsempfehlungen schwierig, ohne alle Details zu kennen.

 

Aber hier mal ein paar Gedanken:

 

  1. Die aktiven Fonds kosten auf jeden Fall mehr als ETF, bringen aber vermutlich keinen größeren Ertrag. Selbst wenn da ein oder zwei Treffer dabei wären, würde das kaum einen Unterschied machen. Das ist aber ungewiss. Die hohen Kosten sind dir aber sicher. Ich würde komplett auf verschiedene aktive Fonds verzichten.
  2. Kosten von 1%, 2% oder sogar noch mehr sind langfristig wirklich heftig. Da muss man unbedingt drauf achten und es vermeiden. Ich würde auf den "Berater" verzichten, auch wenn eine Trennung unangenehm ist. Er wird natürlich versuchen dich vom Gegenteil zu überzeugen, und viele Berater können sehr überzeugend klingen.
  3. Notgroschen auf dem TG-Konto ist auf jeden Fall nicht verkehrt. Ob es 10.000 sein müssen, muss Du selber wissen. Ich persönlich habe ein "dynamisches" Liquiditätspolster.
  4. Du musst eine Aktienquote finden, mit der du dich wohl fühlst und die deiner Situation entspricht. Das wird sich im Laufe des Lebens auch verändern. Die Kernfrage ist immer, ob Du ggf. Rückschläge am Aktienmarkt ohne Probleme überstehen / ertragen / aussitzen  kannst und wie sehr du auf deine Ersparnisse angewiesen bist.
  5. Spätestens wenn es dann wirklich konkret wird mit dem Hauskauf, würde ich das dafür vorgesehen Kapital in eine "sichere" Anlageform überführen. Ansonsten siehe Punkt 3.
  6. Im nächsten Jahr (ab 01.01.2027) wird es eine Reform der Riester-Rente geben. Dann könnt ihr hier auch auf günstigere Produkte (Altersvorsorgedepot) wechseln.
  7. Man sollte sich gut überlegen, ob man wirklich eine eigene Immobilie anschaffen will. Für viele ist das natürlich ein "Traum". Aber neben der großen finanziellen Belastung ist das durchaus auch mit erheblichen Nachteilen verbunden, die man als Mieter nicht hat. Das sollte man sich klar machen und nicht nur von einem Ideal eines idyllischen Häuschens mit Garten träumen. ;) 

 

Du musst grundsätzlich eine Allokation Deiner Ersparnisse finden, die Deiner Lebenssituation entspricht und mit der du gut schlafen kannst. Aber ein breit aufgestelltes ETF-Portfolio ist meistens eine gute Basis. Wie genau diese aussieht, muss man dann sehen. Das ist mitunter sehr individuell.

 

Und vielleicht noch ein Literaturtipp, um vom Berater loszukommen:  https://amzn.eu/d/05CfkpIq

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Fetz
· bearbeitet von Fetz

Keine BU?

Sicherer Beruf? Ortswechsel möglich?

 

Überschlägig:

Hauskosten 350T€ , Kaufnebenkosten vereinfacht 10% >> 35T€

Sonstige Kosten (Minimalrenovierung) >> 10T€, ev sonstige(energetische) Sanierung in den nächsten Jahren >> X T€

Also minimal 50T€ nur für "Kleinkram". Darunter würde ich mich garnicht mit dem Thema beschäftigen. Eher das Doppelte.

Und dann hast Du/Ihr auf Jahre ein deutliches Klumpenrisiko. 

 

Fazit: Hauskauf in den nächsten 10 Jahren? Da wäre ich sehr vorsichtig.

Also viel Zeit zum Lesen und informieren.

 

PS Die Kosten kannst Du selbst in 5 min auf jedem Portal zusammenstellen 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Escobart

Eine BU ist vorhanden.

Beruflich bin ich aktuell in einer stabilen Situation (Industrie, Führungsverantwortung) und perspektivisch auch mit steigenden Einnahmen. Einen Ortswechsel könnte ich mir grundsätzlich vorstellen, bin da also nicht komplett gebunden.

 

Danke dir, verstehe deinen Punkt.

Ich habe das Thema Eigenkapital tatsächlich schon etwas weiter gedacht – bei den aktuellen Preisen gehe ich eher von ca. 100k–150T EK aus, die man sinnvoll einbringen sollte.

Mir ging es hier eher darum, wie man den Weg dorthin am besten gestaltet (Verhältnis ETF vs. Cash etc.), weniger um die grundsätzliche Größenordnung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schlumich
vor 2 Stunden von Escobart:

Ziel:
Ich möchte in den nächsten 5–7 Jahren Eigenkapital für ein Haus aufbauen, danach aber weiterhin langfristig Vermögen über ETFs aufbauen.
 

 

VORAB: Keine ANLAGEBERATUNG, sondern nur meine Gedanken!!!

 

Fangen wir beim Ziel mal an.... SInd die 5-7 Jahre in Stein gemeißelt? Wieviel Kapital möchtest Du bis dahin angespart haben?

 

Wenn Du Stand heute in 5-7 Jahren wirklich ein Haus kaufen möchtest, könnte (!) das mit einer Investition in ETFs / Fonds problematisch werden.  Niemand weiß, wie sich die Kurse bis dahin entwickeln. Kann gut gehen, kann aber auch in die Hose gehen, so dass der Zeitpunkt des Hauskaufs verschoben werden muss. Dieser Gedanke ist für mich der Knackpunkt für Dich. Alles andere ist deutlich einfacher:

 

vor 2 Stunden von Escobart:

700 € in ETF
→ Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Accumulating)

200 € in aktiv gemanagte Fonds, aufgeteilt auf mehrere Themen:

Healthcare

Global Brands

Emerging Markets

Energy Transition

Water
 

 

Lassen wir den Kaufzeitpunkt (s.o.) des Hauses mal außen vor.... Dann würde ich die aktiven Fonds rauswerfen (zu teuer, Themenfonds funktionieren nicht immer oder der Trend ist schon rum, wenn der Fonds an den Start geht oder der Trend ist zu kurzlebig). Ansonsten ist der Vanguard ACWI eine gute Wahl. Wenn Dir der US-Anteil im Vanguard ACWI zu hoch sein sollte, kann (!) man einen anderen ETF mit einem anderen geographischen Schwerpunkt zumischen, muss man aber nicht.

 

vor 2 Stunden von Escobart:

Meine Überlegung:
Sobald mein Notgroschen voll ist (10k), würde ich die ETF-Rate auf 1.000 € erhöhen und die Fonds evtl. so lassen oder reduzieren.
 

 

Sinnvoll

 

vor 2 Stunden von Escobart:

Speziell zum Haus-Ziel:

- Würdet ihr bei einem Horizont von 5–7 Jahren stärker auf Sicherheit (mehr Cash) gehen oder weiterhin ETF besparen?

- Wie würdet ihr das Verhältnis zwischen Investieren und Eigenkapital-Aufbau gewichten?

- Ab wann würdet ihr anfangen, Risiko rauszunehmen (z. B. Umschichten in Cash)?

- Würdet ihr Gewinne aus ETFs vor dem Hauskauf aktiv sichern oder einfach laufen lassen?
 

 

Siehe oben - das ist der Knackpunkt. Wenn Du unbedingt in 5-7 kaufen willst, solltest Du Dich vermutlich anders aufstellen. Es gibt tatsächlich Zeiten an den Börsen, wo man über 5-7 Jahren mit Verlusten aus dem Markt geht, wenn man in Aktien investiert. Das kennen die Jüngeren hier im Forum nur vom Hören-Sagen. Ältere Semester haben das mehrfach erlebt.

 

Alternativen für diesen Knackpunkt wurden genannt (Festgeld, Geldmarkt....) Wenig sexy, aber kalkulierbarer. Die Frage ist halt (auch hier siehe oben) ob Du dann mit den Renditen auf Dein Wunschbudget fürs Haus kommst.

 

Rechne mal durch, was 1000€/Minat über 7 Jahre bei 1%, 2%, 5%, 7% Rendite nach Steuer bringen wird. Bedenke dabei die Inflation. Dann kannst Du sehen, ob Dein Ziel Hauskauf in 5-7 Jahren mit 12k€/Jahr überhaupt realisierbar ist. Meine persönliche Einschätzung: Das reicht vermutlich nur für den Keller....

 

Das stellt keine Anlageberatung dar, sondern ist nur meine Meinung!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Theobuy
· bearbeitet von Theobuy
vor 13 Minuten von Escobart:

Mir ging es hier eher darum, wie man den Weg dorthin am besten gestaltet (Verhältnis ETF vs. Cash etc.), weniger um die grundsätzliche Größenordnung.

1. Positiv - du nimmst die Dinge selbst in die Hand. Mit der Zeit wirst du sehen, dass es weder schwer noch zeitaufwändig ist und zu guten Ergebnissen führt. Ziele und Sparrate sind gut, daraus lässt sich etwas machen. Aber die Kosten müssen runter und die Produkte zum Ziel passen.

2. Berater loswerden und aktive Fonds liqudieren. Das Risiko, welches du mit den thematischen Fonds eingehst ist größer als bei breit diversifizierten Aktien und wird regelmäßig nicht belohnt und die realen Kosten - die du für den Berater nicht offengelegt hast, falls du sie überhaupt kennst - rechtfertigen diese Produkte ebenfalls nicht. Produkte sind typischer Mode-Hype-FOMO Style und höchstens für ein Fun-Depot sinnvoll.

3. Notgroschen sofort auffüllen und dafür alle anderen Investitionen aussetzen. Sinn eines Notgroschen ist, jetzt zur Verfügung zu stehen, und nicht in zwei Jahren.

4. Wenn du 150k Kapital in 5 Jahren liquide und sicher brauchst, rechnen. Du muss pro Jahr 30k in Festgeld/Tagesgeld/Geldmarktfond zurücklegen oder 15k falls du nur 50 % aufbringen musst. Aktuell passen weder die Zahlen noch eure Produkte zu Ziel Eigenheim.

5. In ein paar Jahren Haushaltsbuch führen, um herauszufinden, ob ihr die Kreditrate stemmen könnt und wollt. Seine Zahlen zu kennen könnte auch gegenüber Banken bei den Verhandlungen zur Finanzierung helfen. Immobilien sind ganz wesentlich eine Konsumentscheidung und sollten sehr gut vorbereitet sein - wenn ihr mehrere 100k in die Hand nehmt, solltet ihr selber Wissen aneignen oder frühzeitig einkaufen.

6. Wenn Ortswechsel nicht ausgeschlossen ist, ist Kaufen für ein paar Jahre sehr teuer. Immobilien sind häufig nicht liquide! Falls noch nicht verheiratet - Ehevertrag aushandeln und Frage der Immobilie darin regeln.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Ramstein
vor 2 Stunden von PrivateBanker:

Wenn der Wunsch der Immobilie an 1. Stelle steht, dann würde ich mich darauf konzentrieren. D.h. Ansparen von 20% Eigenkapital plus Nebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer, Grundbuchamt, evtl. Makler wenn eingebunden)  der vorgesehenen Investitionssumme !!

Und dafür kommt nur Tages-, Festgeld und Geldmarktfonds in Frage

Das halte ich für eine weit verbreitete, aber dennoch falsche Meinung. Wenn man den Zeitrahmen so genau festlegen kann, dann bringen solide Anleihen mehr Rendite als Tagesgeld etc. Allerdings muss man sich damit beschäftigen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Escobart

Danke euch allen, das hilft mir wirklich weiter – vor allem die unterschiedlichen Blickwinkel.
 

Ich glaube, der entscheidende Punkt für mich ist tatsächlich das Thema Zeitrahmen. Die 5–7 Jahre sind eher eine grobe Orientierung und nicht in Stein gemeißelt. Mir ist klar geworden, dass genau daraus der Zielkonflikt zwischen ETF und Cash entsteht.
 

Was ich für mich daraus mitnehme:

Die aktiven Fonds werde ich perspektivisch rausnehmen bzw. nicht weiter besparen (Kosten/Nutzen überzeugt mich nicht mehr).

Den Notgroschen ziehe ich jetzt zügig auf die 10k hoch.

Danach möchte ich den Fokus stärker auf den ETF legen und die Strategie insgesamt vereinfachen.
 

Beim Thema Haus sehe ich:
Ich baue Kapital auf und entscheide dann, wann und ob ein Kauf sinnvoll ist – statt mich heute schon auf einen festen Zeitpunkt festzulegen.

 

Eine Frage hätte ich noch:
Ich bespare aktuell den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (Accumulating).

Ist das eurer Meinung nach weiterhin eine sinnvolle Wahl als alleiniger ETF?

Oder würdet ihr eher einen anderen ETF wählen bzw. ergänzen?

Danke euch 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Kunibert65

Erst einmal möchte ich dich loben, du machst vieles richtig und bist schon 4 Stunden nach deinem ersten Post auf einem guten Weg, sieht man nicht oft hier. 
 

Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF wird hier nicht umsonst als „Forenliebling“ oder „Heiliger Gral“ bezeichnet, mit dem machst du sicher nichts falsch. 
 

Warum verkaufst du nicht sofort die aktiven Fonds, dann hättest du sofort deinen Notgroschen voll und könntest gleich deinen neu eingeschlagenen Weg gehen. 
Die Fonds haben ja vermutlich weiterhin die hohen internen Kosten auch wenn du sie nicht weiter besparst. 
Falls dein Depot durch den Berater eröffnet wurde und Kosten verursacht sollt man auch sehen ein günstiges oder kostenloses Depot zu bekommen. 
 

Es werden vermutlich in deinem Faden noch irgendwelche kleinteilige Diskussionen ausarten(Ausschütter oder nicht z.B.), weil das immer so ist, lass dich davon nicht ablenken, dass ist nicht kriegsentscheidend. 


Was du noch festlegen solltest ist dein Verhältnis risikoreich (ETF) zu risikoarm (Tagesgeld) um erst mal einen Plan zu haben. Das Verhältnis kann man ja nachkorrigieren wenn man mal eine Zeit lang dabei ist und man ein besseres Gefühl hat wieviel man aushält. 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Sapine

Grob überschlagen würde ich vermuten, dass 5-7 Jahre nicht reichen werden, das wünschenswerte Eigenkapital anzusparen. Das hängt natürlich vom Preisniveau bei Immos ab in Eurer Gegend und auch so Fragen, wie Grunderwerbsteuer und Maklerkosten. Daneben werden die Preise auch noch steigen. Einfach mal überschlagsweise kalkulieren für eine realistische Planung.

 

Die Anspardauer ist wesentlich für die Frage Aktien ja oder nein. Für nur fünf Jahre sind Aktien spekulativ und ich würde eher davon absehen. Wenn Du aber von zehn Jahren Anspardauer ausgehst, kann man bei entsprechender Risikobereitschaft schon anders entscheiden. Das gilt umso mehr, wenn Du bereit bist flexibel auf Marktsituationen zu reagieren. Spätestens wenn der Wunsch realer wird, solltest Du das Risiko reduzieren, um hohe Verluste vor dem Kauf zu vermeiden.

 

Mit Blick auf einen potentiellen Ortswechsel und möglicherweise einer Familiengründung ist das mit Planung nicht ganz einfach. Je nach Region ist mieten keine schlechte Alternative. Auf keinen Fall sollte man sich für eine Kaufimmobilie derart hoch verschulden, dass man sich für die nächsten 20+ Jahre nur noch das nötigste leisten kann. 

 

Zu den aktiven Fonds schließe ich mich den anderen an. Die laufenden Kosten sind hoch. Modefonds erwischt man fast immer zu spät, wenn das Thema bereits gelaufen ist. Zusätzlich zu den laufenden Kosten hast Du vermutlich auch noch einen Ausgabeaufschlag, den Du bei jedem Kauf bezahlst. Um unangenehmen Diskussionen mit dem Berater auszuweichen, würde ich argumentieren, dass ihr für Euren Immobilienwunsch ab jetzt ausschließlich in Tagesgeld anlegen wollt. Mehr würde ich nicht mit demjenigen diskutieren. Noch besser ist es das ganze schriftlich zu machen und einem Gespräch komplett aus dem Weg gehen. 

 

Das Buch von Kommer ist sicher eine gute Idee. Lies Dich in das Thema ein, das Geld ist gut investiert. Geldanlage ist kein Hexenwerk, aber ohne Basis Wissen wird man leicht zum Opfer von allerlei "Beratern", die in Wahrheit Verkäufer sind. Alternativ zum Kommer ist auch der Hartmut Walz "Ihre Finanzen fest im Griff" eine gute Einsteigerlektüre. 

https://www.hugendubel.de/de/buch_kartoniert/hartmut_walz-ihre_finanzen_fest_im_griff-50119056-produkt-details.html

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
wpapifo
vor 4 Stunden von Escobart:

Ziel:
Ich möchte in den nächsten 5–7 Jahren Eigenkapital für ein Haus aufbauen, danach aber weiterhin langfristig Vermögen über ETFs aufbauen.

Wenn das ein Nice-To-Have ist, dann kannst du das sicherlich mit Investitionen in Aktienfonds so machen. Wie auch schon anderweitig empfohlen würde ich aber alle aktiven Fonds liquidieren und das Geld stattdessen in den FTSE-All-World stecken.

 

Wenn das aber ein Muss ist, dann solltest du überhaupt nicht in Aktien investieren. Ich hatte mal ein ähnliches Vorhaben und wollte mit Sparplänen in breitgestreute Fonds soviel Kapital aufbauen, dass ich damit den Kredit für meine Eigentumswohnung ca. acht Jahre später komplett ablösen konnte. Dazu wäre eine durchschnittliche Rendite von 7% erforderlich gewesen. Das war nicht unrealistisch, aber mir war von vorneherein klar, dass es auch anders kommen könnte. Und es kam anders, da ich mein Vorhaben Anfang 1999 in die Tat umgesetzt hatte und das Platzen der Dot-Com-Blase voll mitgenommen hatte. Den Kredit konnte ich zwar trotzdem ablösen, aber nur weil ich einen nicht unerheblichen Teil meiner Sparrate nicht in den Aktienmarkt investiert hatte.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
west263
vor 25 Minuten von Escobart:

Die aktiven Fonds werde ich perspektivisch rausnehmen bzw. nicht weiter besparen

Zitat

AB International Health Care → LU0058720904

Morgan Stanley Global Brands → LU0239683559

KBI Global Energy Transition → IE00BKLH2363

JPM Global Focus → LU0168341575 

Redwheel Next Generation Emerging Markets → LU2538737953

Robeco Sustainable Water → LU2146190835

Der Energy wäre der einzige, den ich möglicherweise behalten würde. 

Man müsste sich da natürlich noch das steuerliche anschauen, ob es nicht eher Sinn macht zu verkaufen, um Verluste verrechnen zu können. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Fetz
· bearbeitet von Fetz

Auch ich würde die (alle) aktiven Fonds rauswerfen und mich von allen provisionsgetriebenen Beratern freundlich trennen. 

 

Nimm Finanzen ab jetzt selbst in die Hand.

 

Eine Möglichkeit:

FTSE All World, kombiniert mit GMF in einem kostenfreien Depot.

Fertig - und dann erstmal 1-2Jahre lesen und weiter sparen.

 

Edit:

Bei Deiner kurzen Anlagedauer und noch geringem Vermögen würde ich auf steuerliche Überlegungen bei der Neuordnung meines Depots keine Rücksicht nehmen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
PrivateBanker
vor einer Stunde von Ramstein:

Das halte ich für eine weit verbreitete, aber dennoch falsche Meinung. Wenn man den Zeitrahmen so genau festlegen kann, dann bringen solide Anleihen mehr Rendite als Tagesgeld etc. Allerdings muss man sich damit beschäftigen.

Da der TO nur den Notgroschen angespart hat, der sicher nicht in Anleihen investiert wird, und damit bei Null startet für den Eigenkapitalaufbau soll er dann ratierlich Anleihen kaufen?

Über welchen Zinsvorteil nach Steuern und Inflation, gerne auch Bonitätsaufschlag sprechen wir denn? 1 % p.a..

Schmilzt der evtl. ab bei steigender Inflation und Zinserhöhungen im Kurzfristbereich?

Flexibilität vor Rendite ??

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Escobart

Danke euch allen nochmal für die vielen hilfreichen Antworten.

Ich glaube, ich habe jetzt ein deutlich klareres Bild.

Der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF scheint für meinen Zweck als alleiniger ETF absolut ausreichend zu sein – da bleibe ich erstmal dabei.

Die aktiven Fonds werde ich zeitnah komplett rausnehmen und das Thema selbst in die Hand nehmen.

Den Notgroschen ziehe ich jetzt priorisiert auf die 10k hoch.
 

Beim Thema Haus habe ich für mich mitgenommen:
Solange der Zeitpunkt nicht fest ist, kann ich weiter investieren und Vermögen aufbauen. Wenn es konkreter wird, werde ich das Risiko entsprechend reduzieren.
 

Ich denke, der nächste Schritt für mich ist jetzt

Struktur vereinfachen (ETF + Cash)

weiter sparen

und mich parallel weiter ins Thema einarbeiten


Wenn hier weitere Themen aufkommen, lese ich weiterhin mit, aber meine Fragen wurden soweit beantwortet ich danke euch sehr!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...