Zum Inhalt springen
Wishmueller

Spritpreise (und keine Ölpreise!)

Empfohlene Beiträge

Aktiencrash
vor 3 Stunden von PEOPLES:

Ich habe mit solchen "Vergleichen" immer Bauchweh, weil das recht isolierte Betrachtungen sind. Zudem war das ja nicht die Frage, suggeriert aber erstmal, dass Sprit in D "guenstig" ist. Es bringt wenig von einem absoluten Preis zu einem relativen (Preis pro Zeiteinheit) zu gehen. Vor allem, wenn man zwei quasi unabhängige Länder vergleicht. 
Ich kann ja noch die Brasilianischen Preise einbringen und dann die eingesparten Kosten (brauchen keine Waermepumpe) gegenrechnen. Bringt leider auch nichts fuer die Situation in D. 

 

Es ging ursprünglich gar nicht um eine Frage, sondern um die Behauptung, Deutschland werde bei den Spritpreisen besonders abgezockt und Portugal stehe deutlich besser da. Genau auf diese These habe ich geantwortet.


Zudem schrieb ich auf einen anderen Einwand bereits ausdrücklich: „Der Arbeitszeitvergleich pro Liter ist deshalb kein Endpunkt, sondern bereits ein Fortschritt gegenüber reinen Preisvergleichen.“


Mein Punkt war nie, dass Arbeitszeit pro Liter der einzig relevante Maßstab sei. Der Punkt war, dass der bloße Nominalpreis allein zu kurz greift. Genau damit habe ich die ursprüngliche Behauptung adressiert.


Auch dein Hinweis, man könne noch andere Kostenblöcke gegenrechnen, geht am Thema vorbei. Hier ging es um das Gut Diesel und dessen reale Belastung. Ich habe bewusst Diesel mit Einkommen ins Verhältnis gesetzt, nicht die gesamten Lebenshaltungskosten eines Landes bilanziert.


Wenn ein Portugiese beim portugiesischen Dieselpreis das durchschnittliche deutsche Einkommen hätte, wäre Diesel dort ausgesprochen günstig. Genau daran sieht man, dass nicht nur der Preis zählt, sondern vor allem das Verhältnis zum Einkommen.


Ich weiß also nicht, auf welche Frage du dich beziehst oder welchen Bezug deine Argumentation überhaupt zum ursprünglichen Thema hat.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
sedativ

Im Kongo kostet einmal Volltanken einen Monatslohn, also ist Benzin in D fast gratis. qed

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Aktiencrash
vor 24 Minuten von sedativ:

Im Kongo kostet einmal Volltanken einen Monatslohn, also ist Benzin in D fast gratis. qed

 

Dann bestätigt dein Einwand letztlich meinen Grundsatz: Preise ohne Einkommensbezug sind unvollständig. Er zeigt höchstens Grenzen der Methode, widerlegt sie aber nicht. Kraftstoff ist in Deutschland deshalb nicht gratis, sondern absolut teuer. Er kann relativ zum Einkommen lediglich weniger belastend sein als in deutlich ärmeren Ländern. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Ich argumentiere ökonomisch brauchbar über reale Belastung. Du argumentierst vor allem rhetorisch zugespitzt. ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
oktavian

Wir werden ja sehen, was die Kartellbehörde machen kann. Meine Erfahrung ist, dass der Staat die Preise eher hochtreiben als irgendwas sinnvolles zum Entlasten der Verbraucher macht. Mit der BAFIN haben wir als Wertpapierfreunde ja leider Erfahrung mit diesen Behörden. 

Preistransparenz haben wir. Also sage ich lässt den Markt machen. Die hohen Preise sind primär durch den Staat verursacht durch Steuern, Abgaben, Bürokratie und z.B. via ESG versuchen fossile Investitionen abzuwürgen. übergewinnsteuerspekulatinen treiben erforderliche Risikoprämien= Kapitalkosten und müssen damit eingepreist werden.

Im Forum investiert meines Wissens auch niemand freiwillig in deutscher Tankstellen. Mir ist das Risiko von Regulation, neuen Steuern oder Obzoleszenz durch E-Antrieb zu hoch. Meines Wissens laufen Tankstellen nur dank des non-fuel Geschäfts profitabel.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
PEOPLES
vor 58 Minuten von Aktiencrash:

Dann bestätigt dein Einwand letztlich meinen Grundsatz: Preise ohne Einkommensbezug sind unvollständig.

Nee, das bestaetigt in dem Fall nur deine Theses, deswegen hast du das rausgepickt.

 

In Brasilien kostet der Sprit fast immer so die Haelfte von Deutschland. Wenn ich das auf den Lohn umrechne, dann steht D auch besser da. Wenn ich allerdings eine TCO fuers Autofahren mache, dann ist D garnicht mehr so teuer, weil hier unten Steuern/Versicherung/Ersatzteile knackig sind. Aber auch die Betrachtung bringt dem Deutschen Autofahrer nichts.

 

Ich sehe allerdings doch mehr Aussagekraft in einem vorher/nachher Vergleich, also Steigerung des Spritpreises vs Steigerung des Ölpreises. Und da steht D eben schlechter da. Ich wage eine These: in Ländern, deren Kaufkraft hoeher ist, sind die Spritpreise ueberproportional gestiegen. Warum? Weil man das an den Tankstellen absetzten kann. 
Klassische Marktwirtschaft, Preise richten sich nicht nach Herstellungskosten sondern daran, zu welchen Preisen die man am Markt absetzten kann. D ist innerhalb Europas eher kaufkraftstark und zudem autoaffin, da lassen sich hohe Preise absetzten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...