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Sapine

Neue Index Regeln - Auswirkungen auf Euer Anlegerverhalten

Ändert ihr Euer Anlegerverhalten oder nicht?   

107 Stimmen

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GuyInborito

"Natürlich" war zu unklar formuliert. Ich meinte einfach dass ein tilt zB ew die durchschnittliche Marktentwicklung im eigenen Depot verzerrt. Das ist alles. Es war der falsche Ausdruck aber immerhin konnte man drauf kommen was gemeint ist siehe @SZ 

 

 

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Barqu
5 hours ago, Sapine said:

Ansätze von 1/n funktionieren halt anders als Marktkap

Tun sie das? Was, wenn n die bestmögliche Schätzung abgezinster zukünftiger Gewinne ist?

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Sapine

Üblicherweise handelt es sich um unterschiedliche Assets. 

Selbst Markowitz fand das nicht abstrus und nutzte diese Strategie für sein eigenes Alter. 

vor einer Stunde von Schwachzocker:

Du hast also einen anderen Geschmack und verstehst unter "natürlich" etwas anderes. 

Macht doch nichts! Darf ich Dir noch etwas erklären? Vielleicht was "stecken lassen" in dem von dir genannten Zusammenhang bedeuten könnte? Eventuell versteht manch ein User darunter etwas anderes als Du.

Es ist keine Kunst andere absichtlich misszuverstehen. Es ist geschmacklos, Anzüglichkeiten von sich zu geben. 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Vor ein paar Monaten hatte ich etwas zu Verteilungen in Indexen geschrieben: klick

 

Betrachten wir den S&P 500 Index von 2016. Ordnen wir die enthaltenen Unternehmen nach ihrem Anteil am Index und stellen wir die ersten 100 Unternehmen in einem Diagramm dar (Quelle: Blackrock iShares Core S&P 500 ETF (IVV) Annual Financial Statement 2016):

 

grafik.png.745d9a427c621893a5fb218583ce528a.png

 

Das Unternehmen mit dem größten Anteil war damals Apple mit 3,4%, gefolgt von Microsoft mit 2,4%.

 

Betrachten wir nun den S&P 500 von heute (Quelle: Blackrock iShares Core S&P 500 ETF (IVV) Homepage):

 

grafik.png.cd23d70c168591b47e32434c21dc21e4.png

 

Das größte Unternehmen (Nvidia) hat jetzt einen Anteil von über 8%. Acht Unternehmen haben einen Anteil von über 2%. 10 Jahre davor waren es nur zwei.

 

Stellen wir jetzt beide Verteilungen (und zwar alle 500 Unternehmen) zusammen in einen Diagramm dar. Anstelle der Balken verwenden wir Linien. Die Y-Achse ist logarithmisch, damit alles in ein Diagramm passt:

 

grafik.png.57838aa27ec6610225df7530b01b7835.png

 

Die rote Kurve ist der S&P 500 heute, die grüne Kurve der S&P 500 vor 10 Jahren, und die blaue Linie zeigt die Anteile bei einer Equal Weight Verteilung.

 

Betrachten wir zuerst die grüne Linie (S&P 500 vor 10 Jahren). Im Bereich von Unternehmen 50 bis 470 ist die Linie im Wesentlichen eine Gerade. Das bedeutet, dass die Unternehmens-Anteile einer Exponentialverteilung folgen. Weiter links (also Unternehmen < 50) biegt die Kurve nach oben ab. Das ist ein bekannter Effekt, der auch in der Literatur beschrieben wird. Große Unternehmen sind größer, als sie nach einer Exponentialverteilung sein dürften. Auch ganz rechts (also Unternehmen > 470) biegt die Kurve von der Geraden ab. Hierfür habe ich keine Erklärung - aber es könnten Abstiegskandidaten aus dem S&P 500 sein, die deshalb schlechter bewertet werden.

 

Wenn man die rote und die grüne Linie vergleicht, sieht man, dass die Spreizung in den letzten 10 Jahren größer geworden ist. Interessant ist, dass der Kreuzungspunkt von roter und grüner Linie nicht in der Mitte des Diagramms liegt, sondern sehr weit links: bei Unternehmen 22 von 500.

 

Man kann annehmen, dass für die Änderung der Verteilung in den letzten 10 Jahren hauptsächlich die 20 Unternehmen mit dem größten Anteil am S&P 500 verantwortlich sind. Sie haben ihre Dominanz stark ausgebaut.

 

Wenn man nun der Meinung ist, dass die Entwicklung in den letzten 10 Jahren nachteilig ist - und man zwar im S&P 500 anlegen will, aber nicht mit der heutigen Verteilung und Spreizung (rote Linie), sondern mit der Verteilung von vor 10 Jahren (grüne Linie): welche Möglichkeiten hat man, um dies zu realisieren? Darum soll es im folgenden Post gehen.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Versuchen wir, vom S&P 500 MarketCap (MC) Index 2026 (rote Linie) ausgehend, durch Beimischen von S&P 500 Equal Weight (EW) Index (blaue Linie), auf die grüne Linie zu kommen. Links von B (Kreuzung rote und blaue Linie) sollte eine Beimischung von EW bewirken, dass die rote Kurve nach unten gezogen wird. Rechts von B sollte sie nach oben gezogen werden.

 

Starten wir mit einer Mischung von 80% MC und 20% EW. Hier geht es zunächst nur darum, zu testen, ob das überhaupt funktioniert. Das richtige Mischverhältnis können wir später bestimmen. Das Ergebnis ist die schwarze Linie:

 

grafik.png.05388c3bc16dc3783fd8c4f0bf85c403.png

 

Links von A liegt die schwarze Kurve unter der roten Kurve und näher an der grünen Kurve. Das ist das, was wir wollen. Aber im Bereich A-B liegt die schwarze Kurve ebenfalls unter der roten Kurve. Um näher an die grüne Kurve zu kommen, sollte sie aber oberhalb liegen. Das ist die verkehrte Richtung! Wir haben uns verschlechtert! Rechts von B liegt die schwarze Kurve zwar wieder näher an der grünen Kurve - aber die Übereinstimmung ist nicht übermäßig gut. 

 

Also, ich muss mir eingestehen: eine Beimischung von Equal Weight funktioniert leider nicht so gut wie erwartet! Grund ist, dass der Kreuzungspunkt von roter und grüner Kurve so weit links liegt. Wenn sich rote, grüne und blaue Kurve ungefähr am gleichen Punkt und in der Mitte treffen würden, würde es besser funktionieren.

 

Betrachten wir als nächstes, was eine Kappung bewirkt. So wie es der Gerd Kommer ETF macht. Der Gerd Kommer ETF enthält 4.400 Aktien und kappt bei 1%. Da im S&P 500 nur 500 Aktien enthalten sind, lege ich die Kappungsgrenze etwas höher: auf 1,6%. Die schwarze Kurve entsteht aus der roten Kurve unter Anwendung von 1,6% Kappung:

 

grafik.png.64cc910d0c2dc36a0676ed2f435b6bfc.png

 

Das sieht gut aus! Gegenüber der roten Kurve hat sich die schwarze Kurve fast überall in Richtung grüne Kurve verbessert. Über einen weiten Bereich läuft sie sogar fast deckungsgleich mit der grünen Kurve.

 

In einem Parallel-Thread hat heute jemand Gerd Kommer vorgeworfen, willkürlich eine Kappungsgrenze eingeführt zu haben. Und das nur deshalb, um Geld zu verdienen! :angry:

 

Wenn man sich das näher anschaut, sieht man, dass sowohl die Kappung an sich, als auch die gewählte Grenze bei 1%, schlau sind. Sie wirken genau an der Stelle, an der wenige sehr hoch bewertet Unternehmen die gesamte Verteilung beeinflussen. Durch die Kappung nimmt die Spreizung ab. Außerdem reagiert eine Kappung auf die Spreizung: wird die Spreizung im MarketCap Index kleiner, wirkt sich die Kappung weniger aus. Wird die Spreizung größer, wirkt sich die Kappung stärker aus.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 6 Stunden von stagflation:

Acht Unternehmen haben einen Anteil von über 2%. 10 Jahre davor waren es nur zwei.

Noch gravierender ist, dass alle 8 Unternehmen über ein Drittel des S&P500 ausmachen und aus sehr ähnlichen Branchen stammen. Von einer KI-Krise wären alle 8 Unternehmen betroffen.

Bei Kommers Strategie sind nur noch 8%+ Depot-Anteil betroffen. Nicht meine Strategie, aber besser als MarketCap.

Eine Beimischung von z.B. 20% Equal Weight würde dieses Risiko wenig reduzieren (28% Klumpen).

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Sapine

Interessante Überlegungen und danke für Deine Geduld mit meiner Frage von weiter oben (habe es jetzt verstanden). 

 

Zu Deiner neuen Überlegung: Warum denkst Du die Market Cap Linie von 2016 sei "ideal". Vielleicht korrigiert man damit zu viel oder zu wenig und im Zeitverlauf könnte sich das ganze auch noch verschieben. Die Momentaufnahme von vor 10 Jahren ist möglicherweise eine schlechte Orientierung und die Korrektur allenfalls für den Moment "passend". 

 

Eine komplette Umschichtung bedeuten nicht nur höhere laufende Kosten, es kommen auch noch die steuerlichen Abflüsse hinzu. Mit Blick auf die Kosten versuche ich immer nur in kleinem Umfang zu "korrigieren" und dabei nicht zu überkorrigieren, falls sich so eine Entwicklung auch von alleine wieder abschwächt. Das letzte Stückchen Korrektur verbindet höhere Kosten mit niedrigen Vorteilen. Aber das ist ein mehr pragmatischer Ansatz als Deiner.

 

Nachdem Du die Zahlen ohnehin verfügbar hast, was käme denn raus, wenn Du keine Komplettumstellung machst. sondern ähnlich wie beim EW eine Mischung von MC mit einem gekappten Index durchrechnest.

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GuyInborito
vor 42 Minuten von Sapine:

Vielleicht korrigiert man damit zu viel oder zu wenig und im Zeitverlauf könnte sich das ganze auch noch verschieben

Das ist es ja was die Selbstdenker nicht verstehen wollen. Man korrigiert immer nur das "jetzt" irgendwo hin. Man, oder zumindest ich, lege aber nicht für heute sondern für die Zukunft an. Jede Verzerrung die man heute vornimmt kann und wird sogar mit recht hoher Wahrscheinlichkeit schädlich sein wenn man noch längere Zeit bis zur Rente oder des Verkonsumierens des Depots hat. Mit jedem Jahr längerem Anlagehorizont wird es schwieriger "bessere" Entscheidungen als der Markt zu treffen.

 

Wieso soll zB wie du selber fragst der SP500 Zustand von vor 10 Jahren ideal gewesen sein? Das ist reine Willkür. Eine bedeutungslose Annahme. Wieso nicht der von vor 20 Jahren? Oder 30?

 

Alles was ihr macht sind picking und timing Versuche kombiniert mit hindsight bias. Dass es Leute gibt die sich schon so lange damit beschäftigen und im Grunde immer noch die blödesten Anfängerfehler machen kann und werde ich nie verstehen. Da helfen auch scheinbar kluge Ausführungen und Chartvergleiche nichts. Es sind und bleiben Wetten deren Ausgang ungewiss ist.

 

Es ist womöglich auch eine Altersfrage. Ich habe zB noch recht lange bis zur Rente und habe mich entschieden die wilde Fahrt einfach mitzumachen. Für mich wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit das bessere Ergebnis sein in einem guten viertel Jahrhundert. Ist man dagegen schon kurz vor dem Ziel kann ich die Absicherungsversuche rein menschlich nachvollziehen, wenngleich ich sie nicht logisch finde. Eine Reduzierung der Aktienquote hielte ich da für sinnvoller.

 

Zudem bieten schwere Einbrüche in einem Multiasset Portfolio ja auch Gelegenheiten zum günstigen nachkaufen. Ich habe noch nie gesehen dass jemand diesen Umstand in seine "strategischen Überlegungen" mit eingebaut hat. Angenommen jemand schafft es irgendwie einen schweren Einbruch in mcap zu vermeiden mit seinem künstlich verzerrten Aktienteil. Der mcap Anleger kann dann billig nachkaufen, der Stratege nicht. Wer ist dann der Gewinner auf lange Sicht nach einer Erholung? Der Stratege der noch gleich viele Aktien hat wie vorher oder der mcap Anleger der viel mehr hat als zuvor weil er im Tief oder zumindest in dessen Umgebung ge-rebalanced hat?

 

Über ein Anlegerleben entscheiden so viele unberechenbare Faktoren und Ereignisse dass allein der Versuch deren Voraussage oder Beeinflussung an geistiger Umnachtung grenzt mMn. 

 

 

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 19 Minuten von GuyInborito:

Der mcap Anleger kann dann billig nachkaufen

:thumbsup:

Bei Sparplänen/regelmäßigen Zusatz-Investitionen (und das ist eben praxisnäher als einmalige Einmalanlagen) brökeln diese aktiven "Verbesserungen" sowieso noch mehr. 

 

Aber lass sie ruhig ihre aktiven Versuche machen. Alle aktiven Fondsmanager machen genau ähnliche Analysen. Ist ja nicht so, dass wir hier die einzigen sind, die sehen, was im S&P500/ALL WORLD etc passiert.

Ich bin eher dankbar für all diese Menschen, die sich täglich den Kopf zerbrechen, analysieren und umschichten. Das sorgt dafür, dass der Markt effizient bleibt.

 

@stagflation

Meine Frage, ob du dann aktuell nicht mehr an die Effizienz des Marktes glaubst, hast du leider immer noch nicht beantwortet.

"The price is right!" kann ja dann laut deinen Analyse-Ergebnissen nicht mehr sein oder?

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Euronensammler
vor 6 Stunden von stagflation:

Wenn man sich das näher anschaut, sieht man, dass sowohl die Kappung an sich, als auch die gewählte Grenze bei 1%, schlau sind.

Danke für deinen Arbeit! :thumbsup:

Für den Einen ist es Grund etwas zu verändern, der Andere erkennt darin die Irrwege des Optimierens.

Aufgrund u.a. solcher Überlegungen geht bei mir (Entnahmephase) ein anstehender größerer Zufluss in den L&G Global Quality Dividends.

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GuyInborito
vor 34 Minuten von Puppi:

Ich bin eher dankbar für all diese Menschen, die sich täglich den Kopf zerbrechen, analysieren und umschichten. Das sorgt dafür, dass der Markt effizient bleibt.

Der Gedanke kam mir kürzlich auch. Wir "Gläubigen" müssen den "Strategen" eigentlich täglich dankbar sein dass sie mit ihrer Arbeit uns unseren Index zusammen bauen. Von dem her kann man wirklich froh an ihnen sein.

 

 

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Sapine
vor 35 Minuten von GuyInborito:

Alles was ihr macht sind picking und timing Versuche kombiniert mit hindsight bias. Dass es Leute gibt die sich schon so lange damit beschäftigen und im Grunde immer noch die blödesten Anfängerfehler machen kann und werde ich nie verstehen. Da helfen auch scheinbar kluge Ausführungen und Chartvergleiche nichts. Es sind und bleiben Wetten deren Ausgang ungewiss ist.

Nicht jede Abweichung ist ein Bias und dann gleich von Anfängerfehlern zu reden hat schon eine ordentliche Schippe Überheblichkeit. Bei der Geldanlage gilt ein ständiges Abwägen, was sinnvoller/aussichtsreicher ist und wenn man Risiken erkennt, weigere ich mich, sehenden Auges auf eine Wand zuzufahren.

vor 35 Minuten von GuyInborito:

Es ist womöglich auch eine Altersfrage. Ich habe zB noch recht lange bis zur Rente und habe mich entschieden die wilde Fahrt einfach mitzumachen. Für mich wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit das bessere Ergebnis sein in einem guten viertel Jahrhundert. Ist man dagegen schon kurz vor dem Ziel kann ich die Absicherungsversuche rein menschlich nachvollziehen, wenngleich ich sie nicht logisch finde. Eine Reduzierung der Aktienquote hielte ich da für sinnvoller.

Das Alter macht tatsächlich einen Unterschied. In jungen Jahren fehlt einem einerseits die Erfahrung für (solide) Abweichungen von der Norm und zugleich hat man genügend Zeit, um etwaige Börsentiefs auszusitzen. In einer späteren Anlagephase muss man die Dinge ein wenig anders angehen. Zugleich weiß man, was man sich zutrauen und zumuten kann. Was Du für sinnvoller hältst kannst Du für Dich realisieren. Ich halte es lieber mit Cederburg und bleibe bei einer hohen Aktienquote. 

vor 35 Minuten von GuyInborito:

Über ein Anlegerleben entscheiden so viele unberechenbare Faktoren und Ereignisse dass allein der Versuch deren Voraussage oder Beeinflussung an geistiger Umnachtung grenzt mMn. 

Manchen Problemen kann man durch vermeintliche Irrwege des Optimierens ausweichen, anderen ist man genauso wehrlos ausgeliefert wie alle anderen. 

vor 23 Minuten von Euronensammler:

Aufgrund u.a. solcher Überlegungen geht bei mir (Entnahmephase) ein anstehender größerer Zufluss in den L&G Global Quality Dividends.

Gerade in den letzten Wochen habe ich eine Position von dem aufgebaut. Neben dem L&G Global Dividend ist es bei mir der Invesco RAFI als Gegenspieler zu einer reinen MCAP Gewichtung und auch ein paar eher defensive Einzelaktien. Dabei nehme ich bewusst in Kauf, dass ich  möglicherweise 0,x % weniger an Rendite erzielen werde als ein reiner MCAP ETF. Ab einem gewissen Alter ist Rendite nicht mehr alles. 

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GuyInborito
vor 4 Minuten von Sapine:

Bei der Geldanlage gilt ein ständiges Abwägen, was sinnvoller/aussichtsreicher

 

vor 4 Minuten von Sapine:

Manchen Problemen kann man durch vermeintliche Irrwege des Optimierens ausweichen, anderen ist man genauso wehrlos ausgeliefert wie alle anderen. 

Ich stimme dir in vielen Dingen zu aber in deiner Schlussfolgerung nicht. Am Markt können fast unendlich viele Dinge passieren und du kannst, wenn man aktiv unterwegs ist, mit ebenso vielen Reaktionen darauf reagieren. Man macht also einen Weg auf mit (fast) unendlich mal (fast) unendlich Möglichkeiten. Da dann zu glauben man kann aktiv das richtige tun ist eben dies Hybris die ich nicht verstehe. 

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Sapine
· bearbeitet von Sapine

Vielleicht ist das der Unterschied. Ich denke, dass man manchen (!) Problemen ausweichen oder sie zumindest abschwächen kann und anderen nicht (z.B. Corona oder 9/11). Wie man ausweicht gibt es Alternativen aber nicht unendlich viele. Nimm das Beispiel das hier eigentlich Thema des Fadens ist. Ein MSCI USA hat viel mehr IPO Risiken drin als ein S&P 500. Kann ich das als Anleger nutzen ohne großes Downside? Wann werden die Nachteile zu groß, als dass ich sie in Kauf nehme? 

 

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker

 

vor 33 Minuten von GuyInborito:
vor einer Stunde von Puppi:

Ich bin eher dankbar für all diese Menschen, die sich täglich den Kopf zerbrechen, analysieren und umschichten. Das sorgt dafür, dass der Markt effizient bleibt.

Der Gedanke kam mir kürzlich auch. Wir "Gläubigen" müssen den "Strategen" eigentlich täglich dankbar sein dass sie mit ihrer Arbeit uns unseren Index zusammen bauen. Von dem her kann man wirklich froh an ihnen sein.

:thumbsup:

Hinzufügen möchte ich noch die Feststellung, dass sich diese "Strategen" nach ihren Analysen dafür entschieden haben, Tech-Aktien in ihrem Portfolios hoch zu gewichten. Entweder sehen sie die Gefahr nicht, die manch einer hier darin erblickt, oder sie machen es bewusst.

 

vor 4 Minuten von Sapine:

...Nimm das Beispiel das hier eigentlich Thema des Fadens ist. Ein MSCI USA hat viel mehr IPO Risiken drin als ein S&P 500. Kann ich das als Anleger nutzen ohne großes Downside?...

 

Nein!

Warum nimmst Du nicht gleich den MSCI Peru, dann hast Du auch nicht soviel "IPO-Risiko". ...so ein Quatsch!

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reko
· bearbeitet von reko
vor 18 Minuten von Sapine:

Vielleicht ist das der Unterschied. Ich denke, dass man manchen (!) Problemen ausweichen oder sie zumindest abschwächen kann und anderen nicht (z.B. Corona oder 9/11).

Eine Grundregel ist Diversifikation (nicht alle Eier iin einen Korb). Das ist etwas anderes als möglichst viele Firmen in einen Aktienindex.

 

vor 1 Stunde von GuyInborito:

Zudem bieten schwere Einbrüche in einem Multiasset Portfolio ja auch Gelegenheiten zum günstigen nachkaufen.

Multiasset kann man auch auf Branchen beziehen statt nur auf Aktien und Anleihen. Von Kriesen sind verschiedene Branchen oft unterschiedlich betroffen. Z.B.

  • Zyklische Tech-Branchen (z. B. IT, Halbleiter, KI)
  • Defensive Branchen (z. B. Basiskonsumgüter, Gesundheitswesen, Versorger)
  • Substanz- und Value-Branchen (z. B. Finanzen, Energie, Rohstoffe)
  • Unternehmensanleihen
  • Staatsanleihen
  • Geldmarkt

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Schwachzocker
vor 2 Stunden von reko:

Eine Grundregel ist Diversifikation (nicht alle Eier iin einen Korb). Das ist etwas anderes als möglichst viele Firmen in einen Aktienindex.

Und was ist es?

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reko
· bearbeitet von reko
vor 1 Stunde von Schwachzocker:

Und was ist es?

Markowitz meint: Diversifikation ist, wenn man ausreichend nahe am Minimum der Kovarianzen zwischen den Bausteinen im Depot ist. Man hat dann ein Minimum-Varianz-Portfolio.

Das Problem ist, dass man nur die Kovarianzen der Vergangenheit kennt. Man muß also abschätzen wie sich die Korelationen entwickeln.

Es ist unwahrscheinlich, dass ein Depot aus einen grossen marktkapitalisierten Welt Index ein  Minimum-Varianz-Portfolio ergibt.

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Schwachzocker

Ahhhh!

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reko
· bearbeitet von reko

es gibt Minimum Volatility Indizes.

z.B  ISIN: IE00B8FHGS14 iShares Edge MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF USD (Acc)

oder  DE000A1KB2E7 iShares S&P 500 Minimum Volatility UCITS ETF

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Puppi
· bearbeitet von Puppi

Frage an die KI:

 

"Kann man unter Diversifikation bei Aktien auch Folgendes verstehen: Man gibt jedem Unternehmen gleich viel Geld im Verhältnis zur Unternehmensgröße."

 

Antwort KI:

Zitat

Ja, genau das beschreibt eine sehr bekannte und etablierte Form der Diversifikation:

Die Marktkapitalisierungs-Gewichtung.

 

Wenn Sie jedem Unternehmen Geld im Verhältnis zu seiner Größe (Börsenwert) geben, investieren Sie genau wie ein klassischer Indexfonds (ETF), der den MSCI World oder S&P 500 abbildet.

 

Größere Unternehmen erhalten automatisch einen größeren Anteil Ihres Kapitals, während kleinere Unternehmen einen entsprechend kleineren Teil erhalten.

 

Was diese Strategie bedeutet

Diese Methode ist der absolute Standard an den Finanzmärkten.

Sie basiert auf der Idee, dass der Markt die Größe eines Unternehmens bereits fair bewertet hat.

 

• Automatische Gewichtung: Verdoppelt ein Unternehmen seinen Wert, verdoppelt sich automatisch auch sein Anteil in Ihrem Depot.

 

• Geringe Kosten: Es sind kaum Umschichtungen (Rebalancing) nötig, da das Depot mit dem Markt mitwächst.

 

• Abbild der Wirtschaft: Sie investieren proportional in die tatsächliche Struktur der globalen oder regionalen Wirtschaft.

Es gibt folglich mehrere "Arten" von Diversifikation und nicht nur eine richtige.

Wer welche "Art" für sinnvoll oder weniger sinnvoll hält, ist eine andere Sache.

 

Minimum-Vola-Indizes sind auch nicht automatisch gut diversifiziert. Außerdem:

vor 46 Minuten von reko:

Das Problem ist, dass man nur die Kovarianzen der Vergangenheit kennt.

 

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reko
· bearbeitet von reko

@Puppi Jeder kann ein Wort definieren wie er will. Aber nur eine Definition von Diversifikation ist mathematisch begründet und mit einen Nobelpreis ausgezeichnet.

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Puppi
vor 1 Minute von reko:

Aber nur eine Definition von Diversifikation ist mathematisch begründet und mit einen Nobelpreis ausgezeichnet.

Die Markteffizienzhypothese ist auch mit einem Nobelpreis ausgezeichnet. ;)

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reko
· bearbeitet von reko
vor 2 Minuten von Puppi:

Die Markteffizienzhypothese ist auch mit einem Nobelpreis ausgezeichnet.

Die Markteffizienzhypothese sagt nichts über gute Diversifikation. Es geht bei Marketcapgewichtung eher um Fondseffizienz

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 6 Minuten von reko:

Die Markteffizienzhypothese sagt nichts über gute Diversifikation. 

Sofern man die EMH wirklich versteht, dann:

https://share.google/aimode/acLjQhSlJh0Xk5D0K

 

 

Zitat

Diversifikation bedeutet im Kontext der MEH also, so viele verschiedene Aktien wie möglich zu halten, um das unsystematische Risiko auf null zu reduzieren. Sie erhalten dadurch das bestmögliche Rendite-Risiko-Verhältnis (die höchste Effizienz).

 

Die passendste Gewichtung: Die Marktkapitalisierung

 

Wenn die Märkte effizient sind, ist die marktkapitalisierte Gewichtung (auch Market-Cap-Weighting genannt) die logische und passendste Gewichtung.

 

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