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Sapine

Neue Index Regeln - Auswirkungen auf Euer Anlegerverhalten

Ändert ihr Euer Anlegerverhalten oder nicht?   

107 Stimmen

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reko
· bearbeitet von reko

@Puppi 

Zitat

In einem vollkommen effizienten Markt ist es daher unmöglich, durch Analyse oder Timing dauerhaft eine Überrendite (Alpha) gegenüber dem Gesamtmarkt zu erzielen, ohne höhere Risiken einzugehen.

Dass der Markt nicht vollkommen effizient ist ist bewiesen.

Minimum Volatility sucht nicht mehr Rendite sondern weniger Risiko.

Minimum Volatility ist keine Fundamentalanalyse und kein Timing.

Markowitz wurde durch Fama nicht widerlegt.

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Puppi
vor 3 Minuten von reko:

Dass der Markt nicht vollkommen effizient ist ist bewiesen.

https://share.google/aimode/gIVeqGRToOcnIsS7k

 

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reko
· bearbeitet von reko

Es gibt bei der Marketcapgewichtung nur eine Gewissheit - man schneidet nicht schlechtet und nicht besser als der so definierte kapitalgewichtete Durchschnitt ab. Man läßt sich mit der Herde treiben. Man nimmte an Blasen und Crashs teil.

Ein Minimum Volatility Index versucht die Auswirkungen von Blasen und Crashs zu minimieren.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 15 Minuten von reko:

Es gibt bei der Marketcapgewichtung nur eine Gewissheit - man schneidet nicht schlechtet und nicht besser als der so definierte kapitalgewichtete Durchschnitt ab. Man läßt sich mit der Herde treiben. Man nimmte an Blasen und Crashs teil....

Und welche Gewissheit gibt es bei Deiner Art der Geldanlage?

 

vor 15 Minuten von reko:

...Ein Minimum Volatility Index versucht die Auswirkungen von Blasen und Crashs zu minimieren.

Das versuchen viele!

Weißt Du, was bei diesen Versuchen in der Summe herauskommt?

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finisher
vor 13 Stunden von stagflation:

Sie wirken genau an der Stelle, an der wenige sehr hoch bewertet Unternehmen die gesamte Verteilung beeinflussen.

Die größten Unternehmen sind nicht automatisch hoch bewertet. Und ob es zu wenig sind liegt auch im Auge des Betrachters. 

 

Richtig muss es heißen: 

"Sie wirken genau an der Stelle, an der die wertvollsten Unternehmen der Welt die gesamte Verteilung beeinflussen."

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Sapine

Wie wäre es mit der Wiedereinführung der

vor 1 Stunde von finisher:

Richtig muss es heißen: 

"Sie wirken genau an der Stelle, an der die wertvollsten Unternehmen der Welt die gesamte Verteilung beeinflussen."

Das Wort "wertvoll" beinhaltet eine Wertung. Gewollt? 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 2 Stunden von Schwachzocker:

Weißt Du, was bei diesen Versuchen in der Summe herauskommt?

Es gibt gute und schlechte Strategien und Strategien die den Fondsgesellschaften nutzen, im Mittel kommt immer der Durchschnitt heraus. Wenn ich minimales Risiko will darf ich mich nicht beklagen, dass es weniger Rendite ist. Umgekehrt ist es genauso. Ich nutze asymetrische Investments auch mit Totalverlust und Tenbaggern und bin mit meinen Risiko und meiner Rendite zufrieden.

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stagflation
vor 14 Stunden von Sapine:

Zu Deiner neuen Überlegung: Warum denkst Du die Market Cap Linie von 2016 sei "ideal". Vielleicht korrigiert man damit zu viel oder zu wenig und im Zeitverlauf könnte sich das ganze auch noch verschieben. Die Momentaufnahme von vor 10 Jahren ist möglicherweise eine schlechte Orientierung und die Korrektur allenfalls für den Moment "passend". 

 

Ich denke nicht, dass ausgerechnet 2016 ideal ist. Ich weiß noch nicht einmal, ob es eine "ideale" Verteilung gibt. Wahrscheinlich ändert sich die Verteilung ständig, ähnlich wie die Zinskurve. 2016 habe ich gewählt, weil es 10 Jahre zurück liegt und in der Mitte zwischen Finanzkrise und Corona/Ukraine-Krieg liegt. Im direkten Vergleich 2016 / 2026 glaube ich, das die Verteilung von 2016 erstrebenswerter für mein Depot ist als 2026. Deshalb überlege ich, wie ich mein Depot in diese Richtung entwickeln kann. Es geht nicht darum, 2016 exakt zu erreichen oder zu kopieren.

 

vor 14 Stunden von Sapine:

Eine komplette Umschichtung bedeuten nicht nur höhere laufende Kosten, es kommen auch noch die steuerlichen Abflüsse hinzu. Mit Blick auf die Kosten versuche ich immer nur in kleinem Umfang zu "korrigieren" und dabei nicht zu überkorrigieren, falls sich so eine Entwicklung auch von alleine wieder abschwächt. Das letzte Stückchen Korrektur verbindet höhere Kosten mit niedrigen Vorteilen.

 

Mir geht es auch nicht um eine komplette Umschichtung. Sondern um die Richtung, in die ich mich bewegen will und welche Möglichkeiten ich dafür habe. Und welche anderen Nachteile dadurch evtl. entstehen.

 

vor 14 Stunden von Sapine:

Nachdem Du die Zahlen ohnehin verfügbar hast, was käme denn raus, wenn Du keine Komplettumstellung machst. sondern ähnlich wie beim EW eine Mischung von MC mit einem gekappten Index durchrechnest.

 

Bei einer Mischung von MC und capped MC liegt man zwischen roter und schwarzer Kurve. Je nach Mischverhältnis entweder näher bei der roten oder bei der schwarzen Kurve.

 

Zurzeit beschäftige ich mich mit Minimum Volatility und überlege, wie sich eine Beimischung davon auf ein S&P 500 Depot auswirkt.

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stagflation
vor 14 Stunden von reko:

Noch gravierender ist, dass alle 8 Unternehmen über ein Drittel des S&P500 ausmachen und aus sehr ähnlichen Branchen stammen. Von einer KI-Krise wären alle 8 Unternehmen betroffen.

 

Das sehe ich zwar auch so - aber es hat relativ wenig mit meinen Posts zu tun. In meinen Posts geht es zunächst nur um die Verteilung, wie sich diese geändert hat und wie man die Verteilung beeinflussen kann.

 

Dass die Top10 fast alle aus der gleichen Branche kommen, kommt noch zusätzlich obendrauf. Mich beunruhigt es zusätzlich - aber es ist ein etwas anderer bzw. zusätzlicher Aspekt.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Betrachten wir als nächstes den S&P 500 Minimum Volatility Index. Im Folgenden beziehe ich mich auf den iShares Edge S&P 500 Minimum Volatility UCITS ETF, WKN: A1J784, ISIN: IE00B6SPMN59.

 

Der ETF enthält nur 127 Aktien - also ein Viertel der 500 Aktien des S&P 500. Wir können sie nach ihrem Anteil ordnen und in einem Diagramm darstellen:

 

image.png.87b5f896440c332d16f759e8ea7043c8.png

 

Der Verlauf ist viel flacher als beim MarketCap S&P 500 (link). Im MarketCap S&P 500 hat Apple zurzeit einen Anteil von 7,4. Beim iShares Minimum Volatility ETF hat Apple nur einen Anteil von 2,1%. Wenn ich es richtig sehe, wird aber nicht gekappt wie beim Gerd Kommer ETF. Stattdessen wird nach Auswahl der Aktien, die in den Minimum Volatility ETF aufgenommen werden sollen, für jede Aktie eine eigene Wichtung berechnet. 

 

Schauen wir uns den Minimum Volatility S&P 500 im Vergleich zu den MarketCap S&P 500 Indexen an:

 

image.png.42141c85d6151accb994957caabdea75.png

 

Der Minimum Volatilty ETF hat eine viel kleinere Spreizung. Die Unternehmen im mittleren Bereich haben einen zehnfach (!) so großen Anteil am Index und damit ein viel größeren Einfluss. Schauen wir uns das an einem Beispiel an:

  • Beim S&P 500 MarketCap 2026 hat das größte Unternehmen (Nvidia) einen Anteil von 8,1%. Ein Unternehmen in der Mitte (Position 250: Ferguson Enterprises) hat einen Anteil von nur 0,065%. Also etwas weniger als ein Hunderstel von Nvidia.
  • Beim S&P 500 Minimum Volatility 2026 hat das größte Unternehmen (Apple) einen Anteil von 2,1%. Ein Unternehmen in der Mitte (Position 62: McDonalds) hat einen Anteil von 0,61%. Das ist etwas mehr als ein Viertel.

Die weniger stark abfallende Verteilung beim Minimum Volatility Index gefällt mir sehr gut!

 

Jetzt muss ich herausfinden, wie die Anteile der Aktien im iShares S&P 500 Minimum Volatility Index berechnet werden. Ob hier Pferdefüße versteckt sind und ob die Diversifikation durch die Beschränkung auf nur 127 Aktien zu sehr leidet.

 

Falls jemand einen S&P500-, World- oder All-World ETF kennt, der alle Aktien enthält und der eine eher flache Verteilung hat (die Verteilung entspricht eher der schwarzen als der roten oder grünen Kurve), würde mich das sehr interessieren (außer Equal Weight, den kenne ich schon)!

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FlintheartG.

@stagflation schau Dir mal den S&P 500 LOW Volatility (mit 100 Aktien) an:

 

image.thumb.png.1db9cc99adbd658c55c949bd6c27d12c.png

 

 

image.png.f5306de7ad273aa6ce4c630392229a40.png

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
Am 2.10.2026 um 00:57 von stagflation:

Betrachten wir den S&P 500 Index

Macht es Sinn, den S&P500 bei solchen Analysen zu nutzen?

Verzerrt dieser nicht die Basis für die Analyse?

 

Ein FTSE Global All Cap oder MSCI ACWI IMI sind doch die beste Annäherung an den Aktienmarkt, da eben weltweit und eben eher korrekt diversifiziert und "selbstreinigend".

Ein S&P500 ist es nicht und auch kein MSCI WORLD. 

 

Wie ist das "Klumpenverhältnis" beim tatsächlichen, weltweiten Markt, welcher deutlich mehr "Auffangbecken" hat (Rest der Welt...ca. 40% ex USA bzw. auch in Bezug auf die Mag7 usw)?

 

Nur "die ganze Welt" bietet ja ein ausreichend großes "Auffangbecken", sofern Anleger ihr Geld in einem KI-Crash von den großen Unternehmen abziehen. Genau das ist doch Diversifikation, nämlich nicht nur eine kleinere Konzentration der großen Firmen zu haben in einem FTSE All Cap, sondern eben gleichzeitig auch ein größeres "Auffangbecken" (ex USA) als bei einem S&P500 (die Steigerung wären natürlich zusätzliche Assetklassen wie Anleihen, Gold etc, in welches das abgezogene Geld auch fließen kann). Da das Geld also ja irgendwo hin muss und ich mich nur im S&P500 Universum bewege, kann das abgezogene Geld kaum bis nicht in alternative Aktien laufen, was zu einer grundsätzlichen Verzerrung der ganzen Risikobasis führt, auf welcher die obige Analyse beruht.

 

Dass es nicht genug Daten gibt für weltweite Indizes mag sein, aber die Lösung kann doch nicht sein, einfach einen S&P500 zu nehmen oder? Das wäre so, wie wenn man für eine Analyse der Japan-Blase nur einen MSCI Japan nutzen würde. Beim großen Crash 1929 wurde das Bild ja auch sehr verzerrt aufgrund reiner US-Daten. Man hatte damals ja nur Daten vom Drawdown von US-Aktien. Wir wissen aber heute, dass diese reine US-Betrachtung praxisfremd ist, da ein weltweiter Index damals nie so tief eingebrochen wäre, da eben die Diversifikation samt Auffangbecken anderer Aktien außerhalb der USA einiges aufgefangen hätte.

 

Ich denke daher nicht, dass das Ergebnis der S&P500 -Analyse so einfach zu übertragen ist auf einen breiten Welt-MCAP-Index bzw. sogar zu Fehlern führen könnte bei der dann genutzten Auswahl von Beimischungen.

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Sapine
· bearbeitet von Sapine
vor 27 Minuten von Puppi:

Macht es Sinn, den S&P500 bei solchen Analysen zu nutzen?

Verzerrt dieser nicht die Basis für die Analyse?

 

Ein FTSE Global All Cap oder MSCI ACWI IMI sind doch die beste Annäherung an den Aktienmarkt, da eben weltweit und eben eher korrekt diversifiziert und "selbstreinigend".

Ein S&P500 ist es nicht und auch kein MSCI WORLD. 

Der S&P 500 bietet eine große Auswahl an Faktor ETFs und anderer Besonderheiten wie EW . Er lässt sich sehr einfach mit einem FTSE All World ex USA zu einer breit aufgestellten Mischung ergänzen. 

Zitat

Ich denke nicht, dass das Ergebnis der S&P500 -Analyse so einfach zu übertragen ist auf einen breiten Welt-MCAP-Index.

Hier sehe ich eher ein Problem und natürlich bei der Größe der ETFs und der damit ungewissen Überlebenswahrscheinlichkeit. 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

@FlintheartG.: danke für Deinen Post:

 

vor 4 Stunden von FlintheartG.:

schau Dir mal den S&P 500 LOW Volatility (mit 100 Aktien) an:

Das wäre eine Variante zum Minimum Volatility Ansatz. Es gibt auch zwei UCITS Low Volatility ETFs: von Invesco und von State Street. Die sind aber recht klein. Das Hauptproblem ist, dass in diesen ETFs die 100 Unternehmen mit der geringsten Volatilität aus dem S&P 500 herausgesucht werden. Branchen wie Versorger oder Basiskonsumgüter sind dann überrepräsentiert und Tech ist deutlich reduziert. Das ist wahrscheinlich nicht das, was ich will - muss ich mir aber näher anschauen.

 

vor 4 Stunden von FlintheartG.:

Tilt-ETFs

Das ist eine interessante Idee und das hilft mir weiter. Eine Wurzel-Gewichtung der Marktkapitalisierung klingt seht interessant. Das holt die HighFlyer runter und reduziert die Spreizung! Ein passender Index wäre der MSCI USA Size Tilt Index. Ich habe allerdings keine ETFs gefunden, die den tracken?

 

Wo hast Du das Diagramm mit dem Vergleich der Verteilungen her? KI-generiert? Oder aus einer Publikation? Könntest Du bitte noch den Link posten?

 

vor 3 Stunden von Puppi:

Macht es Sinn, den S&P500 bei solchen Analysen zu nutzen?

Es gibt mehrere Gründe, warum ich für den Anfang den S&P 500 gewählt habe. Für Amerikaner ist der S&P 500 der Referenz-Index. Es wird viel Geld in den S&P 500 investiert, es gibt viele Anlage-Produkte und Daten, er ist sehr gut untersucht. Außerdem entsteht das Problem mit den extrem hoch bewerteten Tech- und KI-Unternehmen im S&P 500 Universum. Es ist also sinnvoll, es auch dort zu bekämpfen.

 

Du hast aber recht, dass ich meine Erkenntnisse anschließend auf World-/All World übertragen muss. Denn das ist das Universum, in dem ich anlegen möchte. Wie @Sapine richtig bemerkt habe, kann man die Erweiterung zu einem World-/All-World ETF recht einfach mit einem "MSCI World ex USA" ETF bewerkstelligen. Hier hat man sogar noch den Vorteil, dass man den USA-Anteil so einstellen kann, wie man möchte. Also beispielsweise auf 50% statt 72%.

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FlintheartG.

@stagflation sehr gerne, das Diagramm hat mir die KI mittels python code gebaut, leider keine Publikation. 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 7 Stunden von stagflation:

(LOW Volatility) wäre eine Variante zum Minimum Volatility Ansatz.

Bei low Volatility werden Aktien mit geringer Volatilkität ausgewählt ohne Korrelationen zu berücksichtigen. Die Wichtung ist invers zu Volatilität der Einzelaktie.  Minimum Volatility optimiert die Aktiengewichtung gemäß Markowitz so, dass der gesamte Index die geringste Volatilität hat.

Die 127 Minimum Volatility S&P500 Aktien sollten nach Markowitz besser diversifiziert sein (d.h. eine niedrigere Volatilität = geringeres Risiko haben) als alle 500 S&P500 Aktien.

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