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Kezboard

Der Insolvenzenthread - hier darf alles rein, was pleite ist

Empfohlene Beiträge

chirlu
vor 47 Minuten von Kezboard:

Wie krank ist das denn?

 

Wenn das so stimmen sollte, ist es ein Fall von Managementversagen bzw. -überforderung. Allerdings dürfte sich das Unternehmen leicht retten lassen.

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chirlu
vor 1 Stunde von satgar:

Also das ist jetzt wirklich mal was GANZ NEUES

 

Ja … ein echtes Trauerspiel. :unsure:

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Lazaros

Noch nicht ganz, aber so gut wie tot:  https://www.br.de/nachrichten/bayern/depot-betreiber-kuendigt-alle-vertraege-marke-soll-bleiben,VTTzAqp

Zitat

Die Deko-Kette Depot steckt tief in der Krise. Das dahinterstehende Unternehmen, die insolvente GDC Deutschland GmbH, stellt Ende September seinen Geschäftsbetrieb ein. Die Marke soll aber weiter bestehen, sagt Inhaber Christian Gries.  ...

Für Depot muss dies laut Gries jedoch nicht das Aus bedeuten. Trotz der gekündigten Verträge sollen nach seinen Vorstellungen nicht alle der rund 50 noch verbliebenen Filialen bis Ende September schließen. Er will die in seinem Eigentum stehende Marke in eine andere Gesellschaft überführen und mit einer kleineren Mannschaft weitermachen. "Wir werden mit den Vermietern in Dialog gehen, um neue Mietverträge abzuschließen. Depot wird nicht verschwinden", sagte Gries. Wie viele Filialen erhalten bleiben könnten und bis wann endgültig darüber entschieden wird, ließ er offen. Gries verhandelt außerdem über die Fortführung weiterer kleinerer Depot-Shops, die unter anderem in Märkte von Einzelhändlern wie Rewe oder Edeka integriert sind. Beide Unternehmen äußerten sich auf Nachfrage zunächst nicht.

Zweite Insolvenz in kurzer Zeit 

Depot betrieb vor einigen Jahren noch rund 400 Geschäfte. Während und nach der Corona-Pandemie kämpfte die Kette mit Schwierigkeiten. Schon 2024 meldete das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung an. Daraufhin schrumpfte das Filialnetz drastisch, viele Beschäftigte verloren ihren Arbeitsplatz

Ist mir heute beim Einkaufen aufgefallen. Für mich kein Verlust.

Wer schon einmal das Produktsegment angeschaut hat und die für den "Krimskrams" verlangten Preise mit Action, Tedi und Woolworth vergleicht, weiß warum das Geschäftsmodell "DEPOT" nicht funktionieren kann.

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Holgerli
vor 2 Stunden von satgar:

"Für Galeria ist es nach 2020, 2022 und 2024 der vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren. "

Und ganz ehrlich: Ich hoffe, dass jetzt nicht zum 4x Steuergelder in dieses Relikt aus einer längst vergangenen Zeit gepumpt wird.

Wer den Laden erhalten will soll den Namen und die Rechtsform in "VEB Unnötige Warenhauskette" umwandeln.

 

vor 28 Minuten von Lazaros:

Ist mir heute beim Einkaufen aufgefallen. Für mich kein Verlust.

Wer schon einmal das Produktsegment angeschaut hat und die für den "Krimskrams" verlangten Preise mit Action, Tedi und Woolworth vergleicht, weiß warum das Geschäftsmodell "DEPOT" nicht funktionieren kann.

Funktioniert hat es wohl 80 Jahre lang. Gegründet wurde(n die Ursprünge von) Depot 1948. 2013 hat man sich noch ein niegel-nagel-neues Logistikzentrum in die Pampa gesetzt. Der Markt ändert sich halt.

 

In einem Depot war ich glaube ich 1x drin, weil mich eine Frau reingeschleppt hatte und "Galaria" hat mich aktiv vertrieben, als ich einen hochwertigen Anzug kaufen, mir der Verkäufer diesen aber nicht verkaufen wollte und stattdessen lieber Witzchen mit einer Kollegin über meinen Kaufwunsch gerissen hat. Arroganz kommt halt vor dem Fall. 

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
Am 2.10.2026 um 10:11 von satgar:

Also das ist jetzt wirklich mal was GANZ NEUES: https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101462840/galeria-insolvenz-warenhauskette-ist-erneut-insolvent.html

 

"Für Galeria ist es nach 2020, 2022 und 2024 der vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren. "

Ja. Es ist zu befürchten, dass die Bürger zum vierten Mal die Zeche zahlen und "Unternehmern" das Leben versüßen.

 

--> 

 

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Holgerli

Mich wundert, dass noch nicht das insolvente Autohaus bei uns in der Region bei n-tv aufgetaucht ist. 

Ich sehe gerade: Chip.de hatte. ;) 

 

Ist vielleicht auch der miesen Stimmung (warum eigentlich?) in diesem Land geschuldet. Ich habe den Eindruck, dass sich immer mehr Menschen lieber an schlechten Nachrichten echauffieren wollen, statt das Positive zu sehen.

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west263
vor 38 Minuten von Holgerli:

Ich habe den Eindruck, dass sich immer mehr Menschen lieber an schlechten Nachrichten echauffieren wollen, statt das Positive zu sehen.

Wenn der Finanzminister bei 52% Staatsquote 2 neue Steuern einführt, inkl. dem Aufbau von weiteren 1k Beamten Stellen, dann wird es für mich aktuell wirklich schwierig etwas positives zu sehen.

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Holgerli
vor einer Stunde von west263:

Wenn der Finanzminister bei 52% Staatsquote 2 neue Steuern einführt, inkl. dem Aufbau von weiteren 1k Beamten Stellen, dann wird es für mich aktuell wirklich schwierig etwas positives zu sehen.

Siehst Du, genau das verstehe ich nicht:

- Du hast ein super Depot, was Renditen abwirft und wenn ich mich recht erinnere Dich super in die Rente trägt

- Du scheinst gesund zu sein

- Du bist quasi (wenn 70 das neue 50 ist) quasi in Deinen 30ern oder 40ern und hast Zeit und Geld. 

 

Warum lässt Du Dich von Sachen, die Dich kaum betreffen so runterziehen?

 

Ich nehme für mich mit, dass es nicht nur objektiv negative Nachrichten sind, sondern auch Nachrichten die als negativ empfunden werden, die die Leute gerade übermäßig runterziehen.

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Flapsch
vor 3 Stunden von Holgerli:

Ist vielleicht auch der miesen Stimmung (warum eigentlich?) in diesem Land geschuldet. Ich habe den Eindruck, dass sich immer mehr Menschen lieber an schlechten Nachrichten echauffieren wollen, statt das Positive zu sehen.

Ist doch normal. "Firma baut 1000 Arbeitsplätze ab" kickt halt anders als 1000 neue Arbeitsplätze. Ist nur eine kleine Anekdote, aber bei meinem Arbeitgeber lief es die letzten Jahre ziemlich gut (gab natürlich auch andere Zeiten) und wir haben einen strauchelnden Mittelständler aus der Region aufgekauft. Bei der Konsolidierung sollen in der Verwaltung einige Stellen abgebaut werden (brauchen nicht zweimal Marketing, HR, Recht usw.), aber nach derzeitigem Plan durch die Fluktuation (Stellen von Ruheständlern nicht neu besetzen oder rein intern verschieben), also keine betriebsbedingten Kündigungen mit Sozialplan oder so. In der Produktion soll alles erhalten bleiben und perspektivisch ausgebaut werden. Und was haut die lokale Klatschpresse ohne Recherche gleich anfangs raus? "X Beschäftige sollen Arbeitsplatz verlieren!" und plötzlich kommen die ersten Kommentare der Sofa-Analysten, dass die Bundesregierung schuld sein muss, gerne auch die Opposition (die Grünen!!!) oder gleich die EU persönlich. :dumb:

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west263
vor 29 Minuten von Holgerli:

Warum lässt Du Dich von Sachen, die Dich kaum betreffen so runterziehen?

Alles richtig und ja, ich genieße es für mich, dass mich selber vieles nur am Rande kratzen wird. 

Ich bin aber auch Bürger dieses Landes, ich habe vom Fall der Mauer dahingehend profitiert, mir ein freies und sorgenloses Leben aufbauen zu können. Dazu habe ich auch meinen Teil beigetragen. 

 

Es schmerzt mich zu sehen, dass das bisherig langjährige Versprechen des Staates vom Aufstieg von jedem der es sich erarbeitet, völlig mit Füssen getreten wird, man nur noch von oben nach unten verteilen möchte und der Staat meint, der beste Unternehmer zu sein.

 

Ps. Es geht sehr in die politische Ecke, dass hier nicht gewollt ist, was ich auch verstehen kann. 

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Castrock
· bearbeitet von Castrock
vor 10 Stunden von hattifnatt:

Ist aber auch kein Wunder: die Untertassen waren ja schief ... :-*

 

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Muss ich noch schnell ein paar Restposten Five Senses aufkaufen. Schief, aber wirklich schön. Der Schrank ist zwar voll, aber etwas Schwund ist ja immer. 
 

Schade, wäre super wenn sich doch noch ein Investor findet. Die produzieren auch moderne Sachen, die ich unter zeitlos schön einsortieren würde. Man konnte den Besuch im Werksverkauf immer gut mit der Leuchtenburg oder einer Tour durchs Thüringer Holzland verbinden. 

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satgar
vor 4 Minuten von Castrock:

Muss ich noch schnell ein paar Restposten Five Senses aufkaufen. Schief, aber wirklich schön. Der Schrank ist zwar voll, aber etwas Schwund ist ja immer. 
 

Schade, wäre super wenn sich doch noch ein Investor findet. Die produzieren oder moderne Sachen, die ich unter zeitlos schön einsortieren würde. Man konnte den Besuch im Werksverkauf immer gut mit der Leuchtenburg oder einer Tour durchs Thüringer Holzland verbinden. 

Seh ich auch so. Wir haben deren Update Linie, auch in der Sonderserie in schwarz mit den Blumen einige Produkte. Die hatten immer wieder auch gute Angebote und B-Ware zum Kauf, haben in Deutschland produziert und auch ne moderne Halle mit PV und allem drauf. Ich fand, was sie probiert haben hier „zu erhalten“, ähnlich unterstützenswert wie trigema zb. Es hat leider nicht geklappt :(

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lowcut

Wird nicht einfach mit der politischen Entwicklung in den neuen Bundesländern einen neuen Investor zu finden.

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Der Heini
vor 12 Stunden von west263:

Es schmerzt mich zu sehen, dass das bisherig langjährige Versprechen des Staates vom Aufstieg von jedem der es sich erarbeitet, völlig mit Füssen getreten wird, man nur noch von oben nach unten verteilen möchte und der Staat meint, der beste Unternehmer zu sein.

So ist es. Und ich kann als kleiner Unternehmer bestätigen, daß die Steuerlast jedes Jahr höher wird, sei es der Gewerbesteuersatz oder andere Abgaben. 

Klar den Angestellten interessiert es erstmal weniger, in großen Firmen kann das gemanaged werden, aber die kleinen Firmen und die kleinen Handwerker werden nach und nach aufgeben. Die Rentner und Pensionäre interessiert es dann nur, wenn sie keinen Handwerker finden oder hohe Preise zahlen müssen. Dann ist das Geschrei aber um so lauter. In den nächsten Jahren werden noch die restlichen kleinen Läden und Gastrobetriebe schließen. Hier eröffnet regelmäßig ein neuer Gastrobetrieb (Pizzaladen, Asiate usw.) und schließt nach 2 Jahren wieder.

Kann man ignorieren, aber irgendwann betrifft es uns alle, wenn es nur noch Konzerne gibt. Dann können auch die Löhne wieder eingefroren werden. Wir haben einige Jahre mit Rezession hinter uns in DE und die Auswirkungen kommen immer verzögert. Ich merke selber wie viele Lieferanten nur noch Großaufträge verarbeiten und alles andere zu machen oder ins Ausland verkaufen. Bin froh, daß ich schon finanziell durch bin. Aber was ist mit meinen Kindern? Ich empfehle denen schon lange sich sichere Jobs außerhalb der Industrie zu suchen, auch wenn man dort erstmal weniger verdient.

Zitat

Deutschland befindet sich seit etwa 2022/2023 in einer historischen wirtschaftlichen Schwäche- und Stagnationsphase mit rezessiven Phasen....

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75215/umfrage/unternehmensinsolvenzen-in-deutschland-seit-2000/

 

Insolvenzen steigen seit einigen Jahren und die Erholung momentan kommt nur durch die Staatsaufträge bei Rüstung und Strukturpaket, nicht durch Industrieaufträge aus dem In- und Ausland.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 1 Stunde von Der Heini:

Insolvenzen steigen seit einigen Jahren und die Erholung momentan kommt nur durch die Staatsaufträge bei Rüstung und Strukturpaket, nicht durch Industrieaufträge aus dem In- und Ausland.

Interessant ist das aber besonders im längeren Betrachtungszeitraum 

IMG_0245.png

 

Man darf eben auch nicht die Niedrig- und Negativzinsphase und die dadurch immer wieder beschriebenen Zombie-Unternehmen vergessen, die zu Zeiten von "Geld kostet nichts" selbst bei fragwürdigsten Geschäftsmodellen noch Finanzierungen bekamen. Und auch die gelockerten Insolvenzregeln bei Corona und dem Beginn des Ukrainekriegs, und dem dann wieder festzurren dieser Regeln.

 

Das alles wirkt sich derzeit natürlich aus. Man kann vielfach eigentlich auch sagen, dass derzeit weiterhin natürliche Bereinigungen stattfinden, die es über 10-20 Jahre nicht gegeben hatte. Nachholeffekte.

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slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
vor 17 Stunden von satgar:

Alle Porzellanhersteller krebsen doch schon lange rum. Wer kauft handgefertigtes Geschirr, was man dann nicht guten Gewissens in die Spuelmaschine tun kann? Ich kenne keinen in meiner Altersgruppe (Millenial), der Wert auf "Sonntagsgeschirr" legt. Polterabend ist auch ausser Mode, zumindest abseits der laendlichen Regionen. Sowas kaufen doch eigentlich nur noch Rentner mit zu viel Geld und ggf asiatische Touristen in Meissen.
Ich als Millenial habe mit meiner Frau noch das zusammengewuerfelte Porzellan, was schon aus unseren Studentenbuden hatten und die Kuechenschraenke sind trotzdem viel zu voll obwohl ich mich nicht erinnern kann, im meinem Leben jemals aktiv Geschirr gekauft zu haben. Abgesehen davon wuerde ich mich mit Kleinkindern zuhause nur aergern, wenn die meinen 50 Euro Teller auf den Boden werfen. Und falls die Kinder mal gross sind und ich dann den Wunsch nach "einheitlichem" Geschirr haette, dann wuerde ich einfach auf Kleinanzeigen schauen, da kriege ich fuer <100 Euro komplette Sets von hochpreisigen Herstellern, die jahrelang irgendwo im Schrank standen.

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satgar
Gerade eben von slowandsteady:

Alle Porzellanhersteller krebsen doch schon lange rum. Wer kauft handgefertigtes Geschirr, was man dann nicht guten Gewissens in die Spuelmaschine tun kann? Ich kenne keinen in meiner Altersgruppe (Millenial), der Wert auf "Sonntagsgeschirr" legt. Polterabend ist auch ausser Mode, zumindest abseits der laendlichen Regionen. Sowas kaufen doch eigentlich nur noch Rentner mit zu viel Geld und ggf asiatische Touristen in Meissen.
Ich als Millenial habe mit meiner Frau noch das zusammengewuerfelte Porzellan, was schon aus unseren Studentenbuden hatten und die Kuechenschraenke sind trotzdem viel zu voll obwohl ich mich nicht erinnern kann, im meinem Leben jemals aktiv Geschirr gekauft zu haben. Abgesehen davon wuerde ich mich mit Kleinkindern zuhause nur aergern, wenn die meinen 50 Euro Teller auf den Boden werfen. Und falls die Kinder mal gross sind und ich dann den Wunsch nach "einheitlichem" Geschirr haette, dann wuerde ich einfach auf Kleinanzeigen schauen, da kriege ich fuer <100 Euro komplette Sets von hochpreisigen Herstellern.

Ja absolut. Man kriegt sowas eben auch einfach normal auch bei POCO, Action, Supermarkt, Amazon, Ikea oder Temu. 

 

Das man von einem deutschen Hersteller sowas kauft, ist halt einfach total außer Mode. Es kostet halt auch mehr. Die meisten Leute interessiert das einfach nicht.

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Bolanger

Es trauert ja auch keiner den Herstellern von Telefonkarten nach. Geschäftsmodelle entstehen und gehen mit der Mode. 

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satgar
vor 6 Minuten von Bolanger:

Es trauert ja auch keiner den Herstellern von Telefonkarten nach. Geschäftsmodelle entstehen und gehen mit der Mode. 

Es sei dir belassen, aber diesen konkreten Vergleich finde ich bei meiner "Trauer" um Kahla nicht wirklich passend. Das Beispiel passt einfach nicht.

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Castrock

Am Ende sind die an den Energiepreisen und den Verschiebungen in der Gastronomie gescheitert.

 

Handarbeit ist da aber nur noch QS und die Bemalung bei bestimmten Dekoren. Alles ist spülmaschinentauglich. Aber eben etwas teurer als der Berg an Porzellan, der bei Poco steht. Omas Service steht auch bei uns im Keller. Ob man dann wie wir einheitlich und nach eigenem Geschmack schön (schlicht) will, oder zusammengewürfelt, das kann man sicher unterschiedlich sehen. Jedem darf etwas anderes wichtig sein. Ich finde Autos zum Beispiel nicht so wichtig, aber Gutes Geschirr macht was mit den Sinnen.

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Der Heini
vor 1 Stunde von satgar:

Man darf eben auch nicht die Niedrig- und Negativzinsphase und die dadurch immer wieder beschriebenen Zombie-Unternehmen vergessen, die zu Zeiten von "Geld kostet nichts" selbst bei fragwürdigsten Geschäftsmodellen noch Finanzierungen bekamen. Und auch die gelockerten Insolvenzregeln bei Corona und dem Beginn des Ukrainekriegs, und dem dann wieder festzurren dieser Regeln.

 

Das alles wirkt sich derzeit natürlich aus. Man kann vielfach eigentlich auch sagen, dass derzeit weiterhin natürliche Bereinigungen stattfinden, die es über 10-20 Jahre nicht gegeben hatte. Nachholeffekte.

Das sehe ich anders, die Zombieunternehmen sind schon länger weg, jetzt kommen diejenigen die noch "einigermaßen" gesund waren. Klar man kann auch bis 1990 zurückgehen, Kommer macht das auch immer, aber heute und 1990 ist wirtschaftlich kaum vergleichbar. China im Welthandel gab es damals kaum und Internet auch nicht. Ich will eher ausdrücken, daß unsere Regierung/EU was Steuern und Bürokratie angeht nicht wirklich wirtschaftsfördernd agiert. Google mal alleine Verpackungsordnung, kleine Unternehmen sind da chancenlos gegenüber den Big Playern (Amazon und Co.). Bessere Zeiten in den nächsten Jahren sehe ich in DE nicht und die Arbeitslosenzahlen werden steigen. Vieles wird einfach sozialverträglich in Zwischenrentenzeiten gepackt (nennt sich dann eben Auffanggesellschaft).

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 43 Minuten von Der Heini:

Das sehe ich anders, die Zombieunternehmen sind schon länger weg,

Wieso sollen die schon weg sein? Die Zinsen haben Mitte 2022 gedreht.

 

Die Finanzierung von Firmen läuft, wenn man hier Andreas Beck glauben darf, oft über 5 Jahre. Die sind also noch weit nicht alle in die nachfinanzierungsphase mit höheren Refinanzierungskosten rein gerutscht.

 

Und es gibt ja zwei Aspekte:

 

- Unternehmen die so schlecht dastehen, das sie gar keine Nachfinanzierung mehr erhalten 

- oder Unternehmen, bei denen es mit ach und Krach so reicht, und das dann trotzdem Hops geht


Kahla zB war ja leider 2020 schon mal pleite. Von Galeria brauchen wir ja gar nicht erst sprechen. Deren Probleme sind noch weit älter.

 

Meine Meinung ist da klar, dass da überwiegend noch Unternehmen verschwinden, die das unter „normalen Umständen“ schon vor in paar Jahren nicht geschafft hätten.

 

Aber da können wir lange drüber diskutieren. Man kann es eh nicht beweisen.

 

Ich nutze am liebsten übrigens die Zahlen ab 1990, weil seit dem Deutschland eben einfach ein wiedervereinigtes Land ist.

 

Wenn man sich die Grafik der KI plakativ ansieht, könnte man von links nach rechts eigentlich eine waagerechte Linie ziehen und würde feststellen, dass wenn es die negativzinsen nie gegeben hätte, wir wahrscheinlich eine stabile Insolvenzen-Zahl je Jahr sehen würden. Im Schnitt würde ich 25.000 pro Jahr sagen. 
 

Fragt man die KI, so spricht diese bei normalen Bankfinanzierungen von 1 Jahr Laufzeit bis 5 Jahre, selten bis zu 10 Jahre.

 

unternehmensanleihen als alternative 5-10 Jahre, oft auch länger bis zu 30 Jahre.

 

Mittelstandsanleihen haben meist wohl 5 Jahre Standardlaufzeit und aktuell einen Kupon im Durchschnitt von 7,5% p.a. …

 

Durchschnitt 2021: 5,5%

 

Muss ein solches Unternehmen nun nachfinanzieren, sind es 2% mehr als vor 5 Jahren.

 

 

IMG_0463.png

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