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Der Insolvenzenthread - hier darf alles rein, was pleite ist

Empfohlene Beiträge

stagflation
· bearbeitet von stagflation

Wenn aus Gutscheinen Schlechtscheine werden (Quelle: Die Welt)...

Zitat

Galeria nimmt Gutscheine vielerorts nicht mehr an – Kunden drohen Verluste

 

Nach der erneuten Insolvenz lassen sich Galeria-Gutscheine in vielen Filialen und online nicht mehr einlösen. Verbraucherschützer raten dennoch, sie aufzubewahren.

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Holgerli

Was die Galaria-Insolvenz angeht:

 

Man mag von ihm halten was man will, aber er hat Recht.

4 Pleiten (2020, 2022, 2024 und jetzt 2026) in 6 Jahren.

Dazu Karstadt als wichtigstes Vorgänger-Haus: 2009 war man das 1. Mal pleite. 2019 wäre man das 2. Mal fast pleite gewesen. Bis 2019-21 wurde Karstadt mit Hudon Bay fusioniert und zu Galaria umgemodelt, inkl. der ersten Galaria-Insolvenz.

Also eigentlich 5,5 Pleiten in 17 Jahren. 

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

Jetzt fließt Insolvenzgeld (Quelle). Ist doch gar nicht so dumm, regelmäßig Insolvenz anzumelden. Damit kann man einen Teil der Lohnkosten auf die Sozialkassen abwälzen.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor einer Stunde von stagflation:

Jetzt fließt Insolvenzgeld (Quelle). Ist doch gar nicht so dumm, regelmäßig Insolvenz anzumelden. Damit kann man einen Teil der Lohnkosten auf die Sozialkassen abwälzen.

Auch wenn ich mit Wolfgang Grupp manchmal so meine liebe Mühe hab, ist es auch genau das, was er immer sagt. Man schiebt ein bisschen was auf die Sozialkassen mit dem Insolvenzgeld, bürdet Gläubigern Schuldenschnitte auf, und danach gehts ähnlich wieder weiter wie vorher. Hier (Galeria) war es zumindest so. Vielleicht nutzt man über die Sozialkassen noch ein bisschen das Instrument des Kurzarbeitergeldes.

 

Das hat mit guter Unternehmensführung wirklich nicht mehr viel zu tun. Dass das so alles aber erlaubt und legal ist, da muss sich die Politik an die Nase fassen.

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Bodycount02
Am 8.10.2026 um 10:33 von satgar:

Interessant ist das aber besonders im längeren Betrachtungszeitraum 

IMG_0245.png

 

Man darf eben auch nicht die Niedrig- und Negativzinsphase und die dadurch immer wieder beschriebenen Zombie-Unternehmen vergessen, die zu Zeiten von "Geld kostet nichts" selbst bei fragwürdigsten Geschäftsmodellen noch Finanzierungen bekamen. Und auch die gelockerten Insolvenzregeln bei Corona und dem Beginn des Ukrainekriegs, und dem dann wieder festzurren dieser Regeln.

 

Das alles wirkt sich derzeit natürlich aus. Man kann vielfach eigentlich auch sagen, dass derzeit weiterhin natürliche Bereinigungen stattfinden, die es über 10-20 Jahre nicht gegeben hatte. Nachholeffekte.

 

Viel spannender ist doch was die KI bezüglich Corona sagt. Damals wurde die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt. Wir sehen also unter anderem immernoch Nachholeffekte. Wenn der Staat jetzt, wie ursprünglich geplant, zu Unrecht gezahlte Corona-Hilfen einfordern würde, dann würde die Kurve noch steiler nach oben gehen... Da knabbern wir noch ein paar Jahre dran.

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Holgerli
vor 17 Stunden von satgar:

...und danach gehts ähnlich wieder weiter wie vorher. Hier (Galeria) war es zumindest so.

Und genau das ist das Problem: Was hat sich denn in den letzten 6 Jahren bei Galaria bzw. den letzten 17 Jahren inkl. Karstadt verändert? Nichts! 5 Insolvenzen in der Zeit zeigen eigentlich, dass das Konzept nicht tragfähig ist. Dennoch wird Galaria aufgrund von "Too Big to Fail" und wegen "Was soll aus unseren Innenstädten ohne Kaufhaus werden?" gerettet. "Der Held" hat Recht: Weg damit, denn es ist nur eine Wettbewerbsverzerrung. Als "Held der Steine" berichtet(e) er öfters von Sonderangeboten bei Lego die kein normaler Einzelhändler mitgehen kann. Und Galaria wohl auch nur, weil die mit der nächsten Insolvenz gegenfinanziert sind. Nicht nur, dass Galaria nicht mehr tragfähig ist, die reißen mit solchen Aktionen auch eigentlich lebensfähige und gesunde Einzel- und Fachhändler mit in den Tod.

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Der Heini
· bearbeitet von Der Heini

Ist zwar noch keine komplette Insolvenz, aber groß genug sind die ja.

Zitat

Bei den Deutschen Edelstahlwerken sind landesweit 1.100 Stellen in Gefahr.

https://www1.wdr.de/nrw/deutsche-edelstahlwerke-stahlwerk-siegen-100.html

 

Die Meldungen über die kleineren Unternehmen mit 40 bis 50 Mitarbeitern hier in der Gegend lasse ich mal weg, wird zuviel. Täglich kommen neue Meldungen über Insolvenzen oder Entlassungen von 100-200 Mitarbeitern.

Ein größerer Automobilzulieferer hat alle Leiharbeiter gekündigt, das meldet man dann halt nicht. Sind ja keine Entlassungen.

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