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cp03525

Multi-Asset-Portfolio mit Krisenstrategie

Empfohlene Beiträge

cp03525
Am 22.8.2026 um 19:18 von Wishmueller:

 

Ist das nur eine theoretische Diskussion oder Dein tatsächliches Depot?
...
Ich persönlich halte Anleihen im Privatportfolio nach bisherigem Stand meiner Erkenntnis für entbehrlich, das Chance-Risiko-Verhältnis bei Laufzeiten > 5 Jahre finde ich doch eher unattraktiv, wenn man unterstellt, dass Anleihen ja der "Sicherheitsbaustein" im Depot sein sollen. Von daher steuere in den Teil meines Depots ausschleßlich über Cash/TG/GMF. Wenn ich mehr Rendite möchte, würde ich eher den Aktien-Anteil entsprechend erhöhen. Aber wie gesagt, ist nur meine persönliche Meinung..... :)

Ja, dass ist jetzt mein tatsächliches Portfolio.
Die 30J  Bundesanleihe habe ich kürzlich gekauft, weil die Zinsen gerade hoch sind aber mehr für den Crash, Spekulation. 70% lange Anleihen steigen wenn Aktien einbrechen, dann würde ich damit kaufen, wenn nicht laufen sie weiter... Es ist also eine kleine Seitenwette... und keiner der Dauerhaften Portfoliobausteine.
Was die Global Aggregate Bonds betrifft. Da bin ich mir auch nicht sicher. Ich kann sie aber eh nicht verkaufen, denn der Aktienteil meines Portfolios besteht aus ACWI und LifeStrategy 80 (was von den Aktien her ziemlich gleich ist) somit sind die Global Aggregte Bonds Teil der LiefeStrategy und ich kann sie nicht verkaufen. Vielleicht würde ich heute auch mehr Geldmarkt mit Aktien kombinieren. Andererseits mag ich diversifikation, es schadet warhscheinlich nicht. 


 

Am 23.8.2026 um 15:33 von Sapine:

Im ersten Schritt 80 % in Aktien zu investieren ist doch schon mal was. Was das Market Timing angeht gelingt das selbst mit viel Übung nur mittelprächtig. Nichts was ich zum Einstieg empfehlen würde. Die Gefahr ist groß, dass Du in der Krisensituation genau das falsche machst. Mach Dir Gedanken darüber, welche Aktienquote Du langfristig für die richtige betrachtest und versuche Dich nach dem initialen Start dem Punkt anzunähern. 

Danke für die Warnung, ja da ist was dran. Ich bin ein gebranntes Kind.... aber sicher, dass ich jetzt in der Krise nachkaufen werde. Zurzeit sind mir die Aktien zu hoch aber ich habe widerstanden auf 60 oder 65% zu reduzieren, sondern nur auf 70 aus genau dem Grund, dass das alles Schwer zu timen ist.... Deshalb werde ich auch nicht auf 80% gehe vor -20% vom Allzeithoch. 70% sind für mich ein Kompromiss mit dem ich im Crash und im langen Bullenmarkt noch leben kann. 

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cp03525
Am 23.8.2026 um 17:41 von Theobuy:

Bist du noch in der Ansparphase oder investierst du nicht weiter, sondern willst nur noch Rebalancing betreiben?

 

Portfolio kann man so machen – ich sehe da kein grundsätzliches Problem. Wenn du eine Rente zu erwarten hast, würde ich die immer mitdenken. In 15 Jahren kommt es ja darauf an, dass du hinreichenden Cashflow hast, um davon deine Ausgaben bestreiten zu können.

 

Für mich selbst wäre das Depot zu kleinteilig und viel zu kompliziert in seiner Umsetzung. Bevor du es umsetzt, könntest du dir ein paar Szenarien mit konkreten Zahlen durchrechnen: Was bringen 4 % zusätzlich in den Aktienmarkt investiert, der 20 % runtergegangen ist, wenn sich dieser wieder erholen sollte?

 

Wie verhält sich der Market-Timing-Ansatz mit deinem Rebalancing alle 6 Monate? Die Wahrscheinlichkeit, dass du nicht oder falsch umschichtest und deinen Plan nicht durchziehst, s. Kommentar von @Sapine, ist viel höher, als dass du dadurch einen echten Mehrwert herauskitzelst.

Noch Ansparphase wobei nicht mehr viel hinzukommen wird, noch ein paar Jahre ein bisschen, danach lebe ich von meinem Gehalt und lasse das Portfolio alleine Wachsen bis zur Rente.
Die Kleinteiligkeit war nicht geplant. Ich wollte mehr Cash, konnte kürzlich aber nicht widerstehen die Bundesanleihe zu kaufen. Bitcoin ist auch eine Seitenwette weil er gerade günstiger war als die anderen Assets und ein wenig diversifiziert. Werd eich aber nicht rebalancen und erst recht nicht aufstocken. 
Der Kerns sind für mich Aktien, Gold und Anleihen / Cash
Ich wollte auch nicht Global Aggregate Bond und Geldmarkt, sondern nur eins von beidem + Gold. Hatte aber erst die LifeStrategy80 gekauft und später hat mir die Kombination ACWI + Geldmarkt besser gefallen, aber aus steuerlichen Gründen verkaufe ich nicht, daher habe ich jetzt beides. 

Ich hoffe dass sich Market-Timing und Rebalancing nicht in die Quere kommen. Einerseits gibt es nicht so viel zu rebalancen, die Global Aggregate Bonds als Bestandteil von LifeStrategy rebalancen sich selber. Bitcoin und Bundesanleihe sind Seitenwetten die ich nicht rebalance. Ich rebalance quasi nur Geldmarkt, ACWI und Gold.  Das Market-Timing sollte nicht so oft vorkommen, weil ich wirklich nur ab -20% Allzeithoch kaufen will.  

Am 25.8.2026 um 22:00 von mausone46:

70% Aktien für 15 Jahre wäre mir zuviel.

Es gab auch 15 Jahre Periode mit kaum Rendite an die Börse

Da wäre ich und die meisten zwischen 2001-2015 mit Anleihen um Welten bessere dran gewesen.

Hinterher ist man klüger

Dieses Worst Case Szenario ist es was mir ein wenig Bauchschmerzen bereitet. Aber ich halte es für unwahrscheinlich und wenn freue ich mich, dass eines der anderen Assets wahrschienlich steigt und ich günstig nachkaufen kann. Wenn natürlich die Aktienverluste so übel sind, dass man 15 Jahre im Minus bleibt wäre das schon hart.... Nur das ist ein kleines Restrisiko und dann würde ich es versuchen so zu sehen: In 15 Jahren beginnt meine Rente, aber ein Großteil des Portfolios ist ja für den Fall da, dass noch deutlich älter werde.... 

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cp03525
Am 24.8.2026 um 17:07 von Bigwigster:

N = 3 * (G - S) + A + W - L/2

Legende:

N: Notgroschen

G: Gehalt

S: Sparrate

A: Auto-Risiko

W: Waschmaschinen-Risiko

L: Lombardkreditrahmen

Ich denke, dass ist sehr individuell. 
Bei mir z.B.: Gehalt ziemlich zuverlässig, ein Teil meiner Aktien Ausschüttend (leider), Geldmarkt geht immer als Notgroschen, entweder Aktien oder Gold oder Bundesanleihe wird sich hoffentlich im Plus verkaufen lassen wenn ich wirklich mehr brauche.... deshalb lasse ich nur ein bis zwei Monatsgehälter auf dem Girokonto stehen und dass soll reichen. Wenn ich aber z.B. keine Dividenden hätte und nur zwei Assetklassen, würde ich auch mehr Notgroschen halten, aber zu viel Notgroschen ist eben ein sicherer Verlust...

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mausone46
· bearbeitet von mausone46
Am 1.9.2026 um 20:38 von cp03525:

70% Aktien für 15 Jahre wäre mir zuviel.

Es gab auch 15 Jahre Periode mit kaum Rendite an die Börse

Da wäre ich und die meisten Anleger zwischen 2001-2015 mit Anleihen um Welten bessere dran gewesen.

 

Dieses Worst Case Szenario ist es was mir ein wenig Bauchschmerzen bereitet. Aber ich halte es für unwahrscheinlich und wenn freue ich mich, dass eines der anderen Assets wahrschienlich steigt und ich günstig nachkaufen kann. Wenn natürlich die Aktienverluste so übel sind, dass man 15 Jahre im Minus bleibt wäre das schon hart.... Nur das ist ein kleines Restrisiko und dann würde ich es versuchen so zu sehen: In 15 Jahren beginnt meine Rente, aber ein Großteil des Portfolios ist ja für den Fall da, dass noch deutlich älter werde.... 

Bedenke das Anleihen in mittlere Laufzeit nah an die 4% p.a. Rendite sind, das macht Aktien mittelfristig anfällig für Korrekturen.

Ich wurde eher mit max 50% Aktien anfangen, bei eine große Korrektur aufstocken.

 

 

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