Bigwigster Montag um 11:53 · bearbeitet Montag um 11:55 von Bigwigster vor 16 Minuten von Puppi: Und wo siehst du dann einen Lifestrategy 80? Bei 99% Aktien + 1% TG? 90% Aktien + 10% Tagesgeld vor 16 Minuten von Puppi: Der Sinn eines Multi-Asset Portfolios mit z.B. 60% Aktien sollte doch eigentlich sein, dass das Gesamtrisiko geringer ist im Vergleich zu einer Mischung aus ebenfalls 60% Aktien und 40% TG oder? Geringeren Max Drawdown und Volatilität als mit 40% Tagesgeld sehe ich nicht als realistisches Ziel. Dafür hat halt Tagesgeld an anderer Stelle wieder höhere Risiken wie z.b. bezüglich Inflation und erwartete Rendite. Der Sinn ist für mich eher eine möglichst hohe reale Rendite pro Risikoeinheit. vor 16 Minuten von Puppi: Was bringt mir denn sonst so ein Mischfonds, wenn die Bausteine sich im Crash nicht gegenseitig abdämpfen (negative Korrelation) und damit einen geringeren Maximum Drawdown erreichen als eine simple Mischung aus Aktien und Tagesgeld? Das passiert auch, aber man darf im absoluten Worst Case keine Wunderdinge erwarten. Rechnet man die maximalen Drawdowns aller Bausteine im schlimmsten Szenario stumpf zusammen, landet man theoretisch bei fast 50 % Verlust. Dank der unvollkommenen Korrelation der Anlageklassen federt sich das in der Praxis auf eher 40 % ab. Fakt bleibt aber: Das ist eine ganz andere Hausnummer als die 25 bis 30 % Drawdown, die man hätte, wenn der 40-prozentige Anteil schlichtweg aus sicherem Tagesgeld bestünde. (Alle Angaben Pi mal Daumen ) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Montag um 13:06 · bearbeitet Montag um 13:12 von Puppi vor einer Stunde von Bigwigster: Das passiert auch, aber man darf im absoluten Worst Case keine Wunderdinge erwarten. Rechnet man die maximalen Drawdowns aller Bausteine im schlimmsten Szenario stumpf zusammen, landet man theoretisch bei fast 50 % Verlust. Dank der unvollkommenen Korrelation der Anlageklassen federt sich das in der Praxis auf eher 40 % ab. Fakt bleibt aber: Das ist eine ganz andere Hausnummer als die 25 bis 30 % Drawdown, die man hätte, wenn der 40-prozentige Anteil schlichtweg aus sicherem Tagesgeld bestünde. (Alle Angaben Pi mal Daumen ) Stimmt natürlich . Eine Garantie, dass Multi-Asset "perfekt funktioniert" gibt es eben nicht. Wie du richtig sagst, kann es sein, dass alle Assetklassen gleichzeitig fallen. Das ist übrigens der Hauptgrund, warum ich persönlich bei der simplen Mischung aus Tagesgeld/Geldmarkt und Aktien bleibe (obwohl ich ARERO und Life60 nach wie vor als gute Produkte betrachte). Beim Kommer-MA-ETF (sofern er denn überhaupt gebührentechnisch im Rahmen des ARERO bleibt), fällt mir das jetzt schon schwer. Da ist mir zu viel Wirrwarr drin samt dem Beigeschmack, damit das Marketing schön würzen zu können. Wie immer hat alles seine Vor- und Nachteile oder sagen wir lieber: Jede Variante hat ihre eigenen Risiken und Chancen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
market anomaly Montag um 14:37 Uff… auf dem ersten Blick etwas vergleichbar mit dem Xtrackers Portfolio etf, dieser enthielt auch häufig high yield Anleihen und es ging um das Abgreifen von Prämien und nicht unbedingt um günstige Korrelationen. Trotzdem denke ich bei Multiasset immer gerne an die unterschiedlichen Marktphasen a la „Permanent Portfolio“: - Inflation - Deflation - Prosperität - Rezession Gerade in den letzten Jahren, steigender Zinsen und Inflation sowie explodierenden Staatsschulden sieht man doch eindrucksvoll, wie gut die „Rohstoff Future“-Long Klasse sein kann! ( Dabei wurde sie in den Jahren der 0-Zinspolitik zerissen und gemieden). Jetzt ausgerechnet ein long-short Konstrukt reinzunehmen, welches explizit nicht auf Änderungen des Spotpreises reagiert erscheint mir kontraproduktiv (hier wird lediglich die positive Roll-difference aus ungünstigen kurzfristigen Futures mit optimierten Rollmethoden, gehebelt, geerntet. In Zeiten eines Spotpreisbooms wie in den letzten Monaten scheint diese Strategie sogar zu negativen Renditen zu führen….). Zum abfedern plötzlicher Inflation wohl ungeeignet. Zusätzlich erinnere ich mich an einen Artikel oder Video von ihm, indem er eine Hypothese erläutert, dass die steigenden Staatsschulden auch der AAA Länder irgendwann bei Rating Agenturen die Alarmglocken leuten lassen, das wird nicht ewig so weitergehen und die Kreditwürdigkeit wird sinken was zu langfristig steigenden Zinsen und Refinanzierungskosten führt. In einer Welt höherer Zinsen und Inflation sollten die normalen Rohstofffutures-Long Körbe auch aufgrund ihrer Zinsrenditekomponente doch eigentlich das Mittel der Wahl sein. Ich setze weiterhin auf den Arero, das Konzept (keine Unternehmensrisiken im Anleihenteil) erscheint mir stimmig Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bigwigster Dienstag um 06:50 · bearbeitet Dienstag um 11:14 von Bigwigster Persönlich kann ich das meiste der Beimischungen des Kommer Index als zumindest wahrscheinlich größtenteils unabhängige Renditequelle/Assetklasse akzeptieren. Wo ich mir intuitiv schwer getan habe ist der High Yield bereich da bekanntermaßen und auch gut nachvollziehbar hier eine hohe Korrelation zum Aktienanteil besteht. Beim nachforschen bin ich aber zumindest auf einen Artikel gestoßen der auch einige Pro-Argumente bringt. The case for short duration, high yield bonds: Interessanterweise wird auch genau der von Kommer gewählte Duration Bereich hier im Risiko/Rendite bereich hervorgehoben: Schöner kurzer Artikel, weitere Grafiken sind dabei um den Punkt zu verdeutlichen. Für mich war erstmal das learning, dass es doch noch was zu lernen gibt . An den grundlegenden, allgemein bekannten Eckpfeilern, dass solche kleinen Optimierungen/Beimischungen für den Do-it-yourself-Anleger keinen Sinn machen, ändert sich natürlich nichts. In einem automatisierten Produkt bin ich jetzt allerdings auch von short term high yield Beimischung nicht mehr komplett abgeneigt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fetz Dienstag um 09:32 2 Probleme für den Privatanleger nennt der Artikel nicht: Im Falle einer längeren schweren Rezession /Crash - korrelieren HJB mit Aktien plötzlich viel ausgeprägter >> nicht gut - sind HJB extrem ausfallgefährdet. Ergo: Aktienanteil höher wenn mehr Rendite gewünscht ist statt Rendite-Chasing in einem weniger geeigneten Asset. Weil langfristig kalkulierbarer. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bigwigster Dienstag um 11:11 Hab noch das hier gefunden, da allg. gefühlt das Problem besteht daten zu den echt worst cases zu bekommen, hier immerhin 2008 mit dabei: Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Moneycruncher Dienstag um 14:38 Am 14.9.2026 um 16:37 von market anomaly: Ich setze weiterhin auf den Arero, das Konzept (keine Unternehmensrisiken im Anleihenteil) erscheint mir stimmig Me too. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
kr@utg Dienstag um 15:05 · bearbeitet Dienstag um 15:11 von kr@utg Warum nicht statt High Yield Anleihen Katastrophenanleihen a la HANetf KRC Cat Bond UCITS ETF (Acc) einbauen ? Die sind wenigstens nicht korreliert mit Aktien, Inflation und High Yield Anleihen und typischerweise mit variablem Zins ausgestattet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Bigwigster Dienstag um 15:22 @kr@utg Das wäre eine stimmige Beimischung gewesen. Auch allg. Im managed futures bereich mehr streuung über Strategien eine Möglichkeit. Oder halt ultra Langläufer Staatsanleihen. Hätte man weiterdenken können das Konzept, aber ist jetzt ja schon fraglich ob man das verkaufen kann Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fetz Dienstag um 15:41 · bearbeitet Dienstag um 15:42 von Fetz @Bigwigster Interessante Grafik. Aber mMn: Äpfel-Birnen wg Duration, und die Zeiträume sind nicht definiert. Außerdem besteht hier die Gefahr des Line-Item-Thinkings. Einzelne Depotanteile werden renditeoptimiert, statt die Bedeutung für das GESAMTDEPOT als Basis zu nehmen. Meint: Ja, Rendite vielleicht höher. Aber in einer langen Depression/Crash/Rezession ("Lost decade" mit allem was dazugehört) stabilisieren die HY-Unternehmens-Anleihen im Depot auf einmal nicht und korrelieren plötzlich höher. Dann geht alles runter. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Dienstag um 16:07 · bearbeitet Dienstag um 16:11 von Puppi vor 30 Minuten von Fetz: Einzelne Depotanteile werden renditeoptimiert, statt die Bedeutung für das GESAMTDEPOT als Basis zu nehmen. Meint: Ja, Rendite vielleicht höher. Aber in einer langen Depression/Crash/Rezession ("Lost decade" mit allem was dazugehört) stabilisieren die HY-Unternehmens-Anleihen im Depot auf einmal nicht und korrelieren plötzlich höher. Dann geht alles runter. vor 5 Stunden von Bigwigster: Ich bleibe dabei: In ein Multi-Asset-Portfolio-Produkt den Anleiheteil mit Anleihen zu bestücken, welche in so gut wie jeder Aktienkrise mit Aktien korrelieren (also mit nach unten gehen, anstatt nach oben oder zumindest stabil bei um die Null), halte ich fast schon für Themaverfehlung. Da überzeugt mich auch nicht das Argument der "Risikoprämien-Streuung". Unternehmen sind Unternehmen...egal, ob in Aktien- oder Unternehmensanleihen-Form und bei High Yield nähert man sich dem "Aktien-Verhalten" so sehr wie mit keiner anderen Assetklasse. Die kurze Duration verkürzt zwar etwas den Hebel, aber nach unten rauscht das Zeug trotzdem deutlich, wenn es kracht in der Wirtschaft. Ergo: Am 14.9.2026 um 16:37 von market anomaly: das Konzept (keine Unternehmensrisiken im Anleihenteil) erscheint mir stimmig Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
LongtermInvestor Dienstag um 16:58 Auch Gerd Kommer verfolgt mit seinen Produkten ein kommerzielles Geschäftsmodell. Das sollte man bei der Bewertung im Hinterkopf behalten. Seine Konzepte können fachlich durchaus fundiert sein, trotzdem lohnt sich ein Blick auf Kosten, Konstruktion und die zugrunde liegenden Anreize und sehr kritische Frage was man damit erreichen möchte. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Megatron Dienstag um 18:07 vor 2 Stunden von kr@utg: Warum nicht statt High Yield Anleihen Katastrophenanleihen a la HANetf KRC Cat Bond UCITS ETF (Acc) einbauen ? Die sind wenigstens nicht korreliert mit Aktien, Inflation und High Yield Anleihen und typischerweise mit variablem Zins ausgestattet. Tendenziell würde ich hier aber (ausnahmsweise) keinen Index ETF sondern ein aktives Management bevorzugen. Ein Großteil der emittierten ILS konzentriert sich auf die Regionen in Kalifornien (Erdbeben) und Florida (Hurrikan). Ähnlich wie ein Anleihen ETF die größten Schuldner und ein Aktien ETF in der Regel die größten Unternehmen am höchsten Wichten, sind dann auch die ILS in wenigen Regionen und wenigen Triggerevents konzentriert. Während man bei bei Aktien damit argumentieren kann dass der Markt das eben so einpreist und die Unternehmen zurecht so groß sind, langfristige Erträge erwirtschaften, einen Burggraben haben usw., funktioniert diese Argumentation meiner Meinung nach bei ILS nicht mehr. Erdbeben kommt oder kommt nicht, so Gott will. Auch bei normalen Anleihen hat man schon das Problem dass der Schuldner mit der höchsten Schulden am höchsten gewichtet wird, Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Fetz Dienstag um 19:20 vor 3 Stunden von Puppi: In ein Multi-Asset-Portfolio-Produkt den Anleiheteil mit Anleihen zu bestücken, welche in so gut wie jeder Aktienkrise mit Aktien korrelieren (also mit nach unten gehen, anstatt nach oben oder zumindest stabil bei um die Null), halte ich fast schon für Themaverfehlung. Streich das Wort „-Produkt“ und der Satz wird noch besser. (… und Themaverfehlung zu „hochriskant“) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi Donnerstag um 13:21 · bearbeitet Donnerstag um 13:21 von Puppi Neues, leider sehr langes Video mit Kommer, in dem er bei ca. Min 50 auf das Thema Anleihen eingeht und erklärt, warum er nur am kurzen Ende bleiben wird aktuell (passt zum neuen ETF von ihm). Mit der Prognose "Langläufer meiden" stellt er sich damit sozusagen auf die Gegenseite von A. Beck, der sich ja Stück für Stück immer längere Anleihen (20-jährige IBM) ins Depot legt und diese für attraktiv hält. Mal sehen, wessen Prognose in ein paar Jahren treffsicherer war . Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
cutter111th gestern um 15:23 Uhr Am 17.9.2026 um 15:21 von Puppi: Neues, leider sehr langes Video mit Kommer, in dem er bei ca. Min 50 auf das Thema Anleihen eingeht und erklärt, warum er nur am kurzen Ende bleiben wird aktuell (passt zum neuen ETF von ihm). Mit der Prognose "Langläufer meiden" stellt er sich damit sozusagen auf die Gegenseite von A. Beck, der sich ja Stück für Stück immer längere Anleihen (20-jährige IBM) ins Depot legt und diese für attraktiv hält. Mal sehen, wessen Prognose in ein paar Jahren treffsicherer war . Beck sagt das seit Jahren und lag bisher eklatant falsch. Ich hatte hier schon im letzten Jahr auf die Entwicklungen am langen Ende und die Situation in Japan hingewiesen. Die Zinsen müssen und werden meiner Meinung nach weiter steigen, folglich bleibt es eine dumme Idee, sich Langläufer ins Portfolio zu legen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
DonLuigi gestern um 15:39 Uhr · bearbeitet gestern um 15:40 Uhr von DonLuigi vor 17 Minuten von cutter111th: Beck sagt das seit Jahren und lag bisher eklatant falsch. Ich hatte hier schon im letzten Jahr auf die Entwicklungen am langen Ende und die Situation in Japan hingewiesen. Die Zinsen müssen und werden meiner Meinung nach weiter steigen, folglich bleibt es eine dumme Idee, sich Langläufer ins Portfolio zu legen. Die Ölpreis-Entwicklung durch den Iran Krieg konnte auch er nicht erahnen, so fair muss man schon sein. Auch ich hätten ansonsten dieses Jahr eher mit einer weiteren Senkung oder einem Verbleib bei max 2% p.a. bei der EZB gerechnet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi gestern um 15:46 Uhr · bearbeitet gestern um 15:47 Uhr von Puppi vor 7 Minuten von DonLuigi: Die Ölpreis-Entwicklung durch den Iran Krieg konnte auch er nicht erahnen, so fair muss man schon sein. ...und Corona konnte auch keiner erahnen. ...und Putins Einmarsch ...und die Zinswende ab 2022 ...und... Jetzt verstehe ich. Ich verzeihe hiermit einem Großteil aller aktiven Fondsmanagern für ihre Geldvernichtung . So fair muss man sein . Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller gestern um 15:49 Uhr Öl-Preis und Iran-Krieg sind aber auch nur ein Teil der Antwort. Die weltweit ausufernde Staatverschuldung eine andere. Und die KI-Player wollen ihre Investionen auch noch noch finanziert sehen. Da kommt dann eines zum anderen...... Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Puppi gestern um 15:49 Uhr · bearbeitet gestern um 15:51 Uhr von Puppi vor 10 Minuten von DonLuigi: Auch ich hätten ansonsten dieses Jahr eher mit einer weiteren Senkung oder einem Verbleib bei max 2% p.a. bei der EZB gerechnet. Das hast nicht nur du, sondern die erwartete Zinskurve sah auch so aus. Das Problem ist, dass man sich da nicht darauf verlassen kann. Zinsentwicklungen sind eben ebenso wenig vorhersehbar wie Aktienkurse. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar gestern um 15:58 Uhr · bearbeitet gestern um 16:38 Uhr von satgar vor 47 Minuten von Puppi: Das hast nicht nur du, sondern die erwartete Zinskurve sah auch so aus. Das Problem ist, dass man sich da nicht darauf verlassen kann. Zinsentwicklungen sind eben ebenso wenig vorhersehbar wie Aktienkurse. Wie bespielt man denn dann die Asset Klasse „Anleihe“ und Zinsstrukturkurve am besten, wenn die Zins Entwicklung so unvorhersehbar ist wie Aktienkurse? Und ist dem auch wirklich so? Die meisten Leute investieren in breit gestreute Aktien ETFs, weil sie an das Mantra glauben, das man nur 15 Jahre im Markt gewesen sein müsse, und es dann im Durchschnitt keine negativen Renditen geben würde. Wie würde man sich demgegenüber bei Anleihen positionieren? Oder ist diese Anlageklasse letztlich, außer absolute kurzläufer zum parken von Liquidität, für Privatanleger nicht geeignet? Weil man dort so gar keine Prognose abgeben kann und die Anleger das Risiko auch schlecht überblicken können? Zinsänderungsrisiken, Ausfall Risiken, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, HY, etc. Etc. Etc Es hatte sich doch mal das 60/40 Portfolio als der Klassiker heraus kristallisiert. Ist dem nicht so? 2022 wurde das ja schon totgesagt, weil da ein Novum am Markt mit fallenden Kursen über beide Assets eingetreten war. Und trotzdem scheint das historisch eine „sichere Bank“ gewesen zu sein. Die Finanzwissenschaft sagt wohl, dass nur Staatsanleihen mit hochwertigem Rating und mittlerer Laufzeit zwischen 5-10 Jahren Restlaufzeit ins 60/40 Portfolio passen. Ich versteh auch nicht, warum aktuell Anleger in Anleihen oder auch Personen wie Beck so durch den Kakao gezogen werden. Man kann das auch mit den Konkurrenz Anleihen ETFs so spiegelbildlich sehen. Aktuell gibt es halt Bewegungen am anleihenmarkt, die anlegern Verluste bescheren. Bei Aktien würde man jetzt sagen: „man lässt das ja jetzt auch liegen und verkauft bitte nicht…kommt halt immer mal vor“ Aber bei Anleihe Anlegern scheint das kein Argument zu sein. Hier wird sofort der Buchverlust als das abgrundtief böse begriffen und es stelle gar keine Option dar, das jetzt genauso auszusitzen. Weil das bei „Assets“ halt mal nötig ist. Wieso wird das zwischen Aktien und Anleihen so unterschiedlich gesehen und bewertet? Am Beispiel von Beck oder anderer Corp EUR Bond ETFs muss man doch einfach sagen, dass es zwischenzeitliche Verluste immer geben kann und nie jemand gesagt hat, dass es da keine Vola gäbe. Und keine Verlustphasen. Mir kommt das sehr komisch vor und stößt das sauer auf. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Wishmueller gestern um 16:34 Uhr vor 18 Minuten von satgar: Wie bespielt man denn dann die Asset Klasse „Anleihe“ und Zinsstrukturkurve am besten, wenn die Zins Entwicklung so unvorhersehbar ist wie Aktienkurse? Und ist dem auch wirklich so? Meiner Meinung nach bestes Video zum Thema Anleihen und die Beantwortung der Frage, warum Anleihen (abseits der benötigten Liquiditätsreserve) für Privatinvestoren entbehrlich sind. vor 27 Minuten von satgar: Es hatte sich doch mal das 60/40 Portfolio als der Klassiker heraus kristallisiert. Ist dem nicht so? "teurer Schlafkomfort" (Zitat aus dem Video) Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
cutter111th gestern um 17:00 Uhr · bearbeitet gestern um 17:06 Uhr von cutter111th vor einer Stunde von DonLuigi: Die Ölpreis-Entwicklung durch den Iran Krieg konnte auch er nicht erahnen, so fair muss man schon sein. Auch ich hätten ansonsten dieses Jahr eher mit einer weiteren Senkung oder einem Verbleib bei max 2% p.a. bei der EZB gerechnet. Ich sage aber schon seit letztem Jahr das die Zinsen anziehen werden und ich sagte das auf Grundlage der Entwicklungen am langen Ende sowie der in Japan. Es ist heute ähnlich wie 2022. Als Anfang 2022 die Inflation heftig angezogen ist, hieß es, dass den Krieg keiner hätte voraussagen können. Das war insofern absoluter Bullshit, als das die Inflation Anfang 2022 auf Grund der Ereignisse 2021 absolut vorhersehbar war und mit dem Krieg absolut nichts zu tun hatte, dieser wirkte später nur als Brandbeschleuniger. Ganz ähnlich verhält es sich nun auch in Bezug auf die Zinsen. Das die Zinsen in diesem Jahr anziehen werden, war im Grunde auch klar absehbar und ich hatte das hier schon vor dem Iran-Krieg ausführlich begründet und auch hier ist der Iran-Krieg schlussendlich nur ein weiterer Brandbeschleuniger. Entscheidend für die Zinsen ist die Entwicklung am langen Ende und hier ist spätestens seit dem letzten Jahr klar zu sehen, dass der Markt wieder die Richtung bestimmt. Ich schreibe hier seit MOnaten, dass die Krise auf die alle warten, längst da ist, nämlich am Anleihenmarkt. Der Markt ist extrem inliquide geworden, schon Auktionen im letzten Dezember sind nicht gut gelaufen und schon im letzten Dezember hat das US Finanzministerium Anleihen aufgekauft. Als das kürzlich passierte, sorgte das plötzlich für ganz viel Aufsehen und Unruhe. Ich bleibe dabei, Hauptproblem ist der gewaltige Refinanzierungsbedarf in diesem und nächsten Jahr aller G7 sowie die Entwicklungen in Japan. vor einer Stunde von Puppi: Das hast nicht nur du, sondern die erwartete Zinskurve sah auch so aus. Das Problem ist, dass man sich da nicht darauf verlassen kann. Zinsentwicklungen sind eben ebenso wenig vorhersehbar wie Aktienkurse. Das die Zinsen hoch müssen, war auf Grund der Entwicklungen schlicht absehbar. Die FED hat letztes Jahr im zweiten Halbjahr 3x den Leitzins gesenkt, am langen Ende hat man genau davon aber nicht viel gesehen, 2026 und 2027 müssen aber mehrere Billionen auslaufender 0-Zins-Anleihen refinanziert werden. Das Problem haben alle G7. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar gestern um 17:06 Uhr vor 5 Minuten von cutter111th: Ich sage aber schon seit letztem Jahr das die Zinsen anziehen werden und ich sagte das auf Grundlage der Entwicklungen am langen Ende sowie der in Japan. Aber auch du kannst es nicht sicher wissen. Es ist doch am Ende nur genauso eine Vermutung wie die von anderen auch. Im Nachgang zu sagen „ich hab das doch schon lange gesagt und lag jetzt auch richtig“, ist doch super einfach. Und Glückwunsch wenn das so war. Aber für den nächsten Fall kann das auch wieder anders aussehen. Oder du hast 3x recht und dann wieder nicht. Es kann immer alles passieren. Du solltest dein „Ich hab das gesagt„ hier nicht überhöhen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Schwachzocker gestern um 17:27 Uhr vor 24 Minuten von cutter111th: Ich sage aber schon seit letztem Jahr das die Zinsen anziehen werden... Gesagt hast Du schon viel: Am 26.1.2020 um 10:37 von Schwachzocker: Am 26.1.2020 um 10:33 von cutter111th: Die meisten Ökonomen sind sich bezüglich der Zinsen in der EU eigentlich dahingehend einig, dass diese nie wieder steigen werden. Das war ein One-Way-Ticket. Uneinigkeit herrscht nur darin, wann uns der Mist um die Ohren fliegt. Ehrlich gesagt habe ich noch von keinen einzigen Ökonomen gehört oder gelesen, der das meint. Am 26.1.2020 um 10:49 von cutter111th: Im Grunde fast alle sind sich einig, dass wir in der EU schwerwiegende Probleme durch die Geldpolitik der EZB aufgebaut haben. Aber während die sogenannten Crash-Propheten wegen dem Thema das Ende der Welt ausrufen, sind andere halt der Meinung, dass das ähnlich wie in Japan noch Jahrzehnte so weiter gehen kann. Die eklatanten und schwerwiegenden Probleme aber, die zweifelt niemand an! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag