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Puppi

Werden die Zinsen weiter steigen/sind Langläufer "Gift"?

Werden die Zinsen weiter steigen/sind Langläufer "Gift"? Beck vs. Kommer - wessen Prognose wird siegen?  

130 Stimmen

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Fetz
Am 20.9.2026 um 21:32 von LongtermInvestor:

Welches Zielergebnis ich erreiche, hängt nicht davon ab, ob die Zinsen steigen oder fallen, denn mein Portfolio ist genau auf den Zeitpunkt abgestimmt, an dem ich das Geld brauche.

Stimmt. nur das es leider kein ZeitPUNKT sondern ein ZeitRAUM ist.

Zitat

Da Zinsentwicklungen auf Sicht von mehr als einem Jahr reine Spekulation sind, verlasse ich mich lieber auf die richtige Struktur als auf Marktprognosen.

Stimmt, nur sind wir für die 

Zitat

richtige

Struktur ebenfalls auf die Vergangenheit angewiesen.

Wir können nur auf Basis der Daten und Erkenntnisse die bestmögliche Entscheidung treffen und müssen dann das Ergebnis akzeptieren.

Das nur als Ergänzung Deiner imho völlig richtigen Gedanken.

 

Im Bezug auf Zinsen ist die Zukunft (zumindest kurzfristig) wahrscheinlich deutlich prognostizierbarer als bei Aktien,

gleichzeitig  interessiert genau das langfristigen B+H Imvestor eigentlich nicht.

 

Meine Faustregeln

Über sehr lange Zeiträume bringen AAA Anleihen real "Null bis Minimal". Siehe DMS-Datenbank.

 

Sie können ins Depot wg:

SORR

Anlagezeiträüme unter 20 Jahre (zB in höherm Alter)

Bei "Stop if you won the game"

 

 

EDIT zum Thema (Beck und Kommer:)

Beide inzwischen trotz vieler Impulse und Verdienste inzwischen zu einem zu großen Teil Marketingabteilungen der eigene Produkte.

Zumindest Beck höre ich mir aber noch an, bei Kommer bestenfalls noch seinen Blog.

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radler2
Am 19.9.2026 um 16:10 von Puppi:

Kommer und Beck sind sich bzgl. der weiteren Zinsentwicklung nicht einig :D.

Dr. Kommer mag Anleihen gar nicht, hab ich den Eindruck, während Dr. Beck sie als wichtigen Teil des Portfolio ansieht. Vielleicht liegt das auch im beruflichen Werdegang der beiden Herren begründet.

 

Das Argument von Dr. Beck läßt sich m.E. so kurz zusammenfassen: die Schuldentragfähigkeit der Staaten ist erreicht bzw. überschritten, weder Frankreich noch die USA dürfen pleite gehen, die Folgekosten wären katastrophal. Das wird die Zentralbanken zwingen, Maßnahmen zu ergreifen.

 

Hat er damit recht?

 

Vielleicht sollte man die Gegenfrage stellen: was wird passieren, wenn die Zentralbanken die Zinsen unbegrenzt steigen lassen?

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FlintheartG.
· bearbeitet von FlintheartG.
vor 57 Minuten von Lazaros:

Ich bin gerade zu begriffsstutzig, um daraus die Antwort auf meine Frage zu sehen.

Vereinfacht nochmal: Woher kommen die Gewinne der Unternehmen, wenn die Zinslast so erdrückend hoch ist?

das sagt mir die KI dazu:  

 

Fazit zur zugespitzten Gegenfrage: Sie ist als Mikro-Intuition ("Zinsen sind eine Kostenposition, die Gewinne schmälert") nicht falsch, greift aber auf Makro-/Index-Ebene zu kurz – dort kommt ein relevanter Teil der Gewinne strukturell gerade aus der Defizitfinanzierung selbst. Das eigentlich stichhaltige Gegenargument gegen "dann eben mehr Aktien statt Anleihen" ist nicht die Gewinnfrage, sondern Bewertungskompression plus Verteilungsverschiebung zulasten stärker verschuldeter/realwirtschaftlicher Unternehmen – und das spricht, wie in der letzten Antwort ausgeführt, eher für Diversifikation als für eine höhere Aktienquote als Antwort auf genau dieses Risiko.

 

Hat sie recht, die KI?

 

PS: Danke für den Link zu Vanguard!

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 48 Minuten von Fetz:

Im Bezug auf Zinsen ist die Zukunft (zumindest kurzfristig) wahrscheinlich deutlich prognostizierbarer als bei Aktien,

'Wenn das so ist, warum haben wir dann nicht bereits jetzt die Zinssätze, die für die Zukunft prognostiziert werden? Oder haben wir die vielleicht? Wie soll es dann prognostizierbar sein?

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stolper
· bearbeitet von stolper
vor 13 Stunden von LongtermInvestor:

Ich investiere mein Geld nicht auf Basis von Zinsprognosen, sondern passend zu meinen persönlichen Finanzzielen. Welches Zielergebnis ich erreiche, hängt nicht davon ab, ob die Zinsen steigen oder fallen, denn mein Portfolio ist genau auf den Zeitpunkt abgestimmt, an dem ich das Geld brauche. Da Zinsentwicklungen auf Sicht von mehr als einem Jahr reine Spekulation sind, verlasse ich mich lieber auf die richtige Struktur als auf Marktprognosen.

...sehe ich auch so. Wie bereits geschrieben bin ich dieses Jahr am 30.06. mit Aufhebungsvertrag aus einem Konzern ausgeschieden. Kurz danach wurde ich 57. Die beiden Betriebsrenten kann ich mit 60 in Anspruch nehmen, die Rente für langjährig Versicherte mit 63 bzw. nach aktuellen Planungen ggf. erst mit 64. D.h., für den Zeitraum Mitte 2026 bis mindestens Ende 2033 (eher darüber hinaus) möchte ich Planungssicherheit. Daher war für mich nicht entscheidend, weiterhin zu versuchen mit dem vorhandenen Kapital eine möglichst hohe Rendite zu erwirtschaften, sondern mir (rechnerisch) monatlich ein "synthetisches" Gehalt durch planbare und sichere Zinserträge zu basteln. Dieses "synthetische Gehalt" sollte netto ungefähr dem entsprechen, was ich zuletzt netto im Monat bei meinem Arbeitgeber verdient habe. Und dafür kam mir der Zinsanstieg gerade recht und ich habe auch langlaufende Anleihen gekauft. Möglicherweise steigen die Zinsen weiter, aber das ist für mich sekundär, da die Zahlungsströme für das was ich benötige, eingeloggt sind.

 

Vielleicht zeigt dieses Beispiel, dass es nicht nur "schwarz" und "weiß" gibt bei dieser Fragestellung.

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GuyInborito

Ich denke man muß Langläufer aus Sicht eines Privatinvestors wie Gold betrachten. Als volatile mögliche Option die bei gewissen Schocks als Gegengewicht zum Aktienblock dienen kann um auf lange Sicht gesehen Ruhe ins Depot zu bringen. Kommer hat ja dargestellt wie sich eine 10% Gold Beimischung positiv auswirken kann. Langläufer rechne ich ähnliche Fertigkeiten zu und habe daher auch 10% davon genommen. Investiert in EU investment grade 7-10 via ETF. Es ist genug um merkbare Auswirkungen zu haben aber nicht zu viel um dauerhaft viel Rendite liegen zu lassen. Das ist dann recht ARERO ähnlich. Auf aktuelle Ereignisse sollte da wohl keine Rücksicht genommen werden. Entweder man nimmt welche rein und bleibt dabei oder halt nicht, daher spielt es wie immer keine Rolle was man so zu meinen meint.

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Puppi
vor einer Stunde von GuyInborito:

Ich denke man muß Langläufer aus Sicht eines Privatinvestors wie Gold betrachten. Als volatile mögliche Option die bei gewissen Schocks als Gegengewicht zum Aktienblock dienen kann um auf lange Sicht gesehen Ruhe ins Depot zu bringen.

Richtig. Das klappt natürlich nur, wenn man sein Portfolio/Depot als GANZES betrachtet und nicht immer dazu verleitet wird, die Entwicklung einzelner Bausteine und auch einzelner Renditen dieser Bausteine zu betrachten. Das ist gar nicht so leicht in einem selbst gebauten Portfolio mit mehreren Bausteinen, die auch noch regelmäßig einem Rebalancing unterzogen werden sollen.

 

Hier mal eine kleine Historie, wie gut dieses "Gegengewicht" bei langlaufenden IG-Staatsanleihen in der Vergangenheit geklappt hat (sehr langlaufende Bundesanleihen und sehr langlaufende Eurozonen-Staatsanleihen).

 

1.thumb.png.2776a7642ac18211bdbf9d80368ff9cb.png2.thumb.png.0c2cf1850e6e633b953b867c0208185a.png3.thumb.png.99ea09a226325d3110026455140637dd.png4.thumb.png.13649a4eede217e33f92d102a0c23442.png

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/DE000A0D8Q31,LU0290357846,IE00B0M62Q58

 

Man erkennt schon, dass AAA eben öfter negativ korreliert als AA-A. Das muss so sein, weil es sonst das Mehr an Rendite bei den Eurozonen-Anleihen quasi umsonst geben würde. Würde man nun noch lang laufende Unternehmensanleihen (die ja noch mehr Rendite bringen als die Eurozonen-Bonds) mit den Vergleich geben, würde man sehen, dass diese in so gut wie jeder Korrektur der Aktien mit nach unten gehen. 

Auch sieht man, dass selbst AAA nicht garantiert in jeder Krise nach oben geht, wenn die Aktien fallen.

 

Wie gesagt wissen wir nicht, welche Gesichter künftige Krisen haben werden und welche "Flucht-Assets" sich Anleger ex ante suchen, wenn es mal wieder richtig kracht in der Welt (AAA-Anleihen, Gold oder sogar Bitcoin oder...???). Daher soll man ja diversifizieren über möglichst alle Assetklassen. Wenn man das tut, geht man aber gleichzeitig wieder das Risiko ein, vielleicht zu viel für diese "Versicherung" zu bezahlen in Form einer geringeren Rendite. Zusätzlich kommt auf Praxisebene oftmals noch das Problem der höheren Produktkosten dazu (siehe z.B. Arero und Co) oder ein zusätzliches, mentales/behavioristisches Risiko (dass man eben nicht konsequent rebalanced oder den Plan ändert, weil man wie oben beschrieben eben nicht das Gesamtdepot betrachtet, sondern auf einzelne Zeilen schielt).

 

Man kann es also drehen und wenden wie man will - ein klares "Das ist besser als das!" gibt es nicht. Im Nachhinein kann jeder schlau daher reden und sagen: "Haha - ich hatte recht - es war doch klar, dass die Zinsen steigen/fallen - du Depp hast unnötig Kosten verbrannt/Rendite liegen lassen/zu wenig diversifziert!".

 

vor einer Stunde von stolper:

Möglicherweise steigen die Zinsen weiter, aber das ist für mich sekundär, da die Zahlungsströme für das was ich benötige, eingeloggt sind.

Kann ich nachvollziehen deine Entscheidung. Für diese Art der Planung kann das sinnvoll sein mit den länger laufenden Anleihen. Man hat dann halt noch das Risiko der Inflation (die plötzlich spürbar anziehen kann samt dann meist Verwirklichung des Zinsänderungsrisikos samt Opportunitätskosten, weil man in den Langläufern gefangen ist), aber alle Risiken kann man eben nicht ausschalten.

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satgar
· bearbeitet von satgar

Dann hat die KI aber, auch anhand deiner Grafiken, schon grundsätzlich recht:

 

Man muss AAA Anleihen nehmen und sollte auf eine Zeit bis maximal 10 Jahren achten. Zu wenig Laufzeit hat zu wenig Hebel, und zu viel Laufzeit wie 20 Jahre hat wiederum zu viel Zinsänderungsrisiko in sich. Will man da also breit streuen, wäre AAA mit 5-10 Jahren das Mittel der Wahl. Aber auch dort geht es nie „nur nach oben“, auch nicht nominell und erst recht nicht nach Steuern und Inflation. Langfristig schlägt halt Eigenkapital so gut wie immer das Fremdkapital. Das zeigt ja auch diese Anleger-Hühnerleiter von Finanztip, aber auch Beck sagt das ja immer. Langfristig sind Aktien den Anleihen vorzuziehen.

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Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker

 

vor 19 Minuten von Puppi:
vor 1 Stunde von stolper:

...Möglicherweise steigen die Zinsen weiter, aber das ist für mich sekundär, da die Zahlungsströme für das was ich benötige, eingeloggt sind.

Man hat dann halt noch das Risiko der Inflation...

Ich würde das nicht als Risiko bezeichnen, sondern man hat die Inflation. Die Frage ist nur, wie sehr.

"Eingeloggt" ist da jedenfalls gar nichts, jedenfalls nichts, was irgendwie von Bedeutung wäre. Ich könnte da manchmal etwas verzweifeln, wenn Leute das offenbar tatsächlich meinen.

 

vor 19 Minuten von Puppi:

Hier mal eine kleine Historie, wie gut dieses "Gegengewicht" bei langlaufenden IG-Staatsanleihen in der Vergangenheit geklappt hat (sehr langlaufende Bundesanleihen und sehr langlaufende Eurozonen-Staatsanleihen).

Hm...

Für meine Begriffe hat das gar nicht gut geklappt, außer 2008. Ansonsten hätte man mit Kurzläufern fast dasselbe erreichen können, oder?

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 19 Minuten von satgar:

Man muss AAA Anleihen nehmen und sollte auf eine Zeit bis maximal 10 Jahren achten.

...und jetzt verstehen wir vielleicht auch, warum im klassischen 60/40 Portfolio (Aktien/Anleihen) so gut wie immer die Rede davon ist, dass die Anleihen dort ca. 10-jährige sind und nicht Geldmarkt oder 20-jährige ;).

10 Jahre Laufzeit sind waren eben ein guter Kompromiss:

vor 19 Minuten von satgar:

Zu wenig Laufzeit hat zu wenig Hebel, und zu viel Laufzeit wie 20 Jahre hat wiederum zu viel Zinsänderungsrisiko in sich.

Man sah das auch in der Finanzkrise recht gut, wie sehr die verschiedenen "Hebel" von AAA je nach Laufzeit Sinn hatten oder nicht (man könnte es auch als Effizienz bezeichnen).

 

1.thumb.png.a5ad3b433d72844e9960dda197c212d5.png

 

Aber natürlich ist auch das keine Garantie für irgendwas.

Im Corona Crash war es ein wenig anders (aber da konnten selbst Sovereign-Government-Bonds kaum ihre Wirkung entfalten, weil damals in der Panik nicht klar war, wie sehr sogar stabile Staaten unter der ganzen Geschichte leiden):

 

2.thumb.png.f0c8f9dc9c794b4de1c22369a0b6fe1e.png

 

...und auch beim "Trump-Crash" war der größere Hebel nicht der bessere:

 

3.thumb.png.f2b0a51c8131c88017027868d64af7cd.png

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/DE000A0D8Q31,IE00B0M62Q58,DE0006289499,DE0006289481,DE000A0Q4RZ9

 

Einzig das ganze kurze Ende (richtig Geldmarkt) hält eben immer zumindest seine +/-0, wenn es am Aktienmarkt kracht (und eben auch bei Zinserhöhungen). Da würde ich dann sogar sagen, dass man sich darauf verlassen kann. Jeder größere "Hebel" ist nicht wirklich verlässlich und kann zu schmerzhaften Überraschungen führen, sofern man falsche Erwartungen hat.

Aber man muss bei Kurzläufern eben die Rendite-Schmälerung durch diese Beimischung in Kauf nehmen.

Kommer versucht glaube ich in seinem neuen Multi-Asset-ETF diese Rendite-Schmälerung bei den Kurzläufern zu pimpen, indem er High Yield- und EM-Bonds nutzt. Aber auch das geht nicht ohne Risiko bzw. hat seinen Preis.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 24 Minuten von Schwachzocker:

Ich würde das nicht als Risiko bezeichnen, sondern man hat die Inflation. Die Frage ist nur, wie sehr.

"Eingeloggt" ist da jedenfalls gar nichts, jedenfalls nichts, was irgendwie von Bedeutung wäre. Ich könnte da manchmal etwas verzweifeln, wenn Leute das offenbar tatsächlich meinen.

Ich glaube, dass es eine persönliche Sache von jedem ist, ob er es wirklich schafft oder auch will, real (also nach Inflation) zu denken oder eher nur nominal bzw. ob einem das etwas ausmacht.

 

Wie ich immer sage: Inflation kann man nicht pauschal auf alle von uns mit gleichen Zahlen verteilen. Sie trifft manche härter und manche leichter. Es muss jeder für sich herausfinden, welche Risiken die Inflation für einen haben kann bzw. wie hoch diese sind je nach Lebensstil, Vermögensbestand, Assets, Einkommen und und und...

Ergo kann ich beide Positionen verstehen - sowohl die, welche eben "Zinsen einloggen" und damit zufrieden sind, diese bis zum Ablauf nominal zu bekommen, als auch die, welche als vielleicht oberstes Ziel haben, um jeden Preis die Inflation zumindest auszugleichen.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor einer Stunde von Puppi:

Einzig das ganze kurze Ende (richtig Geldmarkt) hält eben immer zumindest seine +/-0, wenn es am Aktienmarkt kracht (und eben auch bei Zinserhöhungen). 

Nicht ohne Grund ist für das risikoarm/risikoreich Modell genau dieser Geldmarkt oder TG die erste Wahl letztlich, weil es in diesem Topf dann „keinerlei“ Risiko gibt. Wobei auch Finanztest auch andere Anleihenfonds empfiehlt und nutzt, die aber auch wieder mehr Risiko haben. Auch dort weicht man im risikoarmen Topf von der völligen risikolosigkeit auf mehr Rendite aus. „Grund­sätzlich empfehlen wir für den Sicher­heits­baustein Anleihen-ETF (auch Renten-ETF genannt), Tagesgeld oder eine Kombination aus beidem. Bei den Anleihen-ETF kommen Erste Wahl-ETF auf Euro-Staatsanleihen oder ETF mit einer Mischung aus Staats- und Unternehmensanleihen infrage.“ Zitat von Finanztest. Ein Beispiel, was die im Sicherheitsbaustein mit solch einer Mischung aus Staats- und Unternehmensanleihen sehen, ist der LU2182388236

 

Geht aber das Risiko ein, dass auch dieser risikoarme Topf eine Volatilität bekommt, aber auch eine Renditechance über TG hinaus. Aber da würden stramme Verfechter dieses Modells eigentlich sagen: „willst du für das Gesamtvermögen mehr Rendite, verändere die Aufteilung stärker hin zum aktientopf, bevor man anfängt, den risikoarmen Topf risikoreicher zu gestalten“. Und ich kann dieser Haltung auch viel abgewinnen. Sie ist auch einfach zu verstehen und viel transparenter, als wenn man nun im risikoarmen Topf die Rendite zu steigern versucht und dann enttäuscht ist, wenn auch so ein Anleihefonds wie Becks und andere, plötzlich ins minus drehen, weil sich zinsrisiken realisieren.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 38 Minuten von satgar:

Ein Beispiel, was die im Sicherheitsbaustein mit solch einer Mischung aus Staats- und Unternehmensanleihen sehen, ist der LU2182388236

Ohje :(.

Das ist fast die ESG Variante des ARERO-Anleiheteils bzw. der Vanguard Life-Produkte

 

https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/ansicht/isins/LU0290355717,LU2182388236,IE00BG47KH54

 

Das ist halt einfach nicht risikoarm, aber ich kenne Finanztest auch. Die empfehlen teils auch Mist.

War da nicht sogar ein Artikel, in dem sie "Nachkaufen" (mit Market Timing), empfohlen haben?

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor einer Stunde von Puppi:

War da nicht sogar ein Artikel, in dem sie "Nachkaufen" (mit Market Timing), empfohlen haben?

Hab es gefunden, aber da machen wir drüben weiter wegen OT hier:

 

 

 

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stolper
vor 3 Stunden von satgar:

Nicht ohne Grund ist für das risikoarm/risikoreich Modell genau dieser Geldmarkt oder TG die erste Wahl letztlich, weil es in diesem Topf dann „keinerlei“ Risiko gibt.

...allgemein gehen Anleger (und Herr Kommer natürlich) davon aus, das Anleihen mit kurzer Restlaufzeit "keinerlei" Risiko tragen. Es gibt aber auch Gegenbeispiele: die italienische Regierung hat in der Finanzkrise 1893 ihre kurzfristigen Anleihen mit 30 Tagen Laufzeit einfach in Annuitätenbonds mit unbegrenzter Laufzeit umgewandelt, nachdem sie ihre Schulden nicht mehr refinanzieren konnte (das dazugehörige Gesetz: Legge 11 Luglio 1894, n.386). 

 

In den USA haben Miran & Co. im Rahmen der "Big Beautiful Bill" vor einiger Zeit ähnliche Gedanken geäußert, die dann aber erstmal schnell wieder vom Tisch waren.

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Schwachzocker
vor 52 Minuten von stolper:

...allgemein gehen Anleger (und Herr Kommer natürlich) davon aus, das Anleihen mit kurzer Restlaufzeit "keinerlei" Risiko tragen....

Herr Kommer geht gewiss nicht davon aus. Der geht davon aus, dass Staatsanleihen höchster Bonität, mit kurzen Restlaufzeiten, in Heimatwährung praktisch kein Risiko haben.

 

vor 54 Minuten von stolper:

Es gibt aber auch Gegenbeispiele: die italienische Regierung hat in der Finanzkrise 1893....

:'(

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Megatron
vor 3 Stunden von stolper:

...allgemein gehen Anleger (und Herr Kommer natürlich) davon aus, das Anleihen mit kurzer Restlaufzeit "keinerlei" Risiko tragen. Es gibt aber auch Gegenbeispiele: die italienische Regierung hat in der Finanzkrise 1893 ihre kurzfristigen Anleihen mit 30 Tagen Laufzeit einfach in Annuitätenbonds mit unbegrenzter Laufzeit umgewandelt, nachdem sie ihre Schulden nicht mehr refinanzieren konnte (das dazugehörige Gesetz: Legge 11 Luglio 1894, n.386). 

 

In den USA haben Miran & Co. im Rahmen der "Big Beautiful Bill" vor einiger Zeit ähnliche Gedanken geäußert, die dann aber erstmal schnell wieder vom Tisch waren.

Im Zweifel wäre man dann mit globalen Unternehmensanleihen kurzer Laufzeit mit bester Bonität besser dran.

Die Wahrscheinlichkeit dass sämtliche AAA/AA Unternehmen in so einem ETF / Index gleichzeitig auf so eine Idee kommen ist wohl eher gering. 

 

 

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Schwachzocker
vor 8 Stunden von Megatron:

Im Zweifel wäre man dann mit globalen Unternehmensanleihen kurzer Laufzeit mit bester Bonität besser dran.

Da wird man wenig Auswahl haben. Soviel ich weiß hat nur Johnson&Johnson und Microsoft ein AAA.

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Gast261003
· bearbeitet von Charly2026
vor 49 Minuten von Schwachzocker:

Da wird man wenig Auswahl haben. Soviel ich weiß hat nur Johnson&Johnson und Microsoft ein AAA.

M.E. auch so wie du geschrieben hast. Nur haben Unternehmensanleihen ETFs mir zu viel Banken enthalten. Der Sektor den ich in einer Krise am wenigsten haben möchte.

 

Frag mich warum Gerd Kommer in seinem neuen Multi Asset ETFs nicht den L&G Corporate ex Banks 0-2 y ETFs genommen hat ?

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Puppi
vor 34 Minuten von Charly2026:

Frag mich warum Gerd Kommer in seinem neuen Multi Asset ETFs nicht den L&G Corporate ex Banks 0-2 y ETFs genommen hat ?

Den hätte auch ich erwartet.

Tja...wohl zu wenig Renditeerwartung.

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Puppi
· bearbeitet von Puppi
vor 10 Stunden von Megatron:

Im Zweifel wäre man dann mit globalen Unternehmensanleihen kurzer Laufzeit mit bester Bonität besser dran.

Die Wahrscheinlichkeit dass sämtliche AAA/AA Unternehmen in so einem ETF / Index gleichzeitig auf so eine Idee kommen ist wohl eher gering. 

Unternehmensanleihen halte ich nach wie vor für nicht geeignet, wenn es um maximale Sicherheit geht...auch nicht als Extrem-Kurzläufer. Zudem hat man das unternehmerische Risiko ja meist schon im Aktienteil (also sozusagen 2x Microsoft-Risiko dann).

 

Wer einzelnen Staaten (BRD-Kurzläufer etc) nicht ausreichend traut, muss zum ODDO greifen:

https://am.oddo-bhf.com/de-de/professioneller-anleger/fonds/oddo-bhf-money-market-cr-eur/

 

Der kostet mit ca. 0,3% p.a. zwar verhältnismäßig viel, streut seine Extrem-Kurzläufer aber über mehrere Länder mit hohem Rating. Das Problem anderer Geldmarktfonds (viele Banken etc) hat er nicht.

Ich finde aktuell nichts, was sicherer ist in Fondsform (bin da selbst sehr dick nvestiert seit Jahren). Vielleicht noch der Pictet Sovereign:

https://am.pictet.com/de/de/individuals/funds/pictet-sovereign-short-term-money-market-eur/LU0366536711

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Schwachzocker

So, wenn ich das richtig sehe, sind die Zinsen etwas gesunken. Herr Beck hat gewonnen, oder?

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FlintheartG.
vor 4 Stunden von Puppi:

Unternehmensanleihen halte ich nach wie vor für nicht geeignet, wenn es um maximale Sicherheit geht...auch nicht als Extrem-Kurzläufer. Zudem hat man das unternehmerische Risiko ja meist schon im Aktienteil (also sozusagen 2x Microsoft-Risiko dann).

 

Wer einzelnen Staaten (BRD-Kurzläufer etc) nicht ausreichend traut, muss zum ODDO greifen:

https://am.oddo-bhf.com/de-de/professioneller-anleger/fonds/oddo-bhf-money-market-cr-eur/

 

Der kostet mit ca. 0,3% p.a. zwar verhältnismäßig viel, streut seine Extrem-Kurzläufer aber über mehrere Länder mit hohem Rating. Das Problem anderer Geldmarktfonds (viele Banken etc) hat er nicht.

Ich finde aktuell nichts, was sicherer ist in Fondsform (bin da selbst sehr dick nvestiert seit Jahren). Vielleicht noch der Pictet Sovereign:

https://am.pictet.com/de/de/individuals/funds/pictet-sovereign-short-term-money-market-eur/LU0366536711

für mich ist der BDX0AN der Tagesgeldersatz (der ishares ist ein Ausschütter)

 

image.thumb.png.be3d18bf46f243e3d693e4f6fdcc52ac.png

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Puppi
vor 4 Stunden von Schwachzocker:

So, wenn ich das richtig sehe, sind die Zinsen etwas gesunken. Herr Beck hat gewonnen, oder?

Du meinst also, die "Show" geht zu Ende?:lol:

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Schwachzocker
vor 20 Minuten von Puppi:

Du meinst also, die "Show" geht zu Ende?:lol:

Wann ist denn der Zeitpunkt, an dem die Show zu Ende geht? Wir wissen schließlich, dass die Zinsen in Zukunft rauf und runter gehen. Es werden also beide recht behalten.

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