Zum Inhalt springen
Puppi

Werden die Zinsen weiter steigen/sind Langläufer "Gift"?

Werden die Zinsen weiter steigen/sind Langläufer "Gift"? Beck vs. Kommer - wessen Prognose wird siegen?  

143 Stimmen

Du hast keine Berechtigung, an dieser Umfrage teilzunehmen oder die Umfrageergebnisse zu sehen. Bitte melde dich an oder registriere dich, um an dieser Umfrage teilzunehmen.

Empfohlene Beiträge

HHanseat

Hier mal etwas Daten zur Fragestellung, bemerkenswert sind die starken Veränderungen in recht kurzer Zeit:

bonds.png.b81127ff61cd9f118495586e0547b6a6.pngQuelle

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Cepha
· bearbeitet von Cepha
Am 22.9.2026 um 14:29 von Schwachzocker:

Ja, ich glaube, dass es gerade für hochgebildete Menschen sehr schwierig ist, sich Nichtwissen anzueignen.

Sind diese hochgebildeten Menschen mit uns im Raum?

vor 18 Stunden von HHanseat:

Hier mal etwas Daten zur Fragestellung, bemerkenswert sind die starken Veränderungen in recht kurzer Zeit:Quelle

 

 

Ja, schon erstaunlich, wie schnell die Zinsen derzeit hoch gehen.

 

Dass die Anleger Deutschland bei den 10-jährigen immer noch grob 1,5% "Bonus" gegenüber andern G7 einräumen finde ich erstaunlich.

 

5,4% auf 10jährige UK Anleihen ist aus Steuerzahlerperspektive (dort) schon richtig übel.

Hat jmd hier einen Überblick über den UK Immobilienmarkt? Was machen solche Zinsen dort mit den Immobilienpreisen?

Aus unserer Perspektive leider halt auch noch mit Wechselkursrisiko oben drauf.

 

Gäbe es die 5% auf 10jährige deutsche Staatsanleihen würde ich sie aktuell wohl kaufen. Auf alle Fälle behalte ich das mal weiter im Blick. Der rückblickend beste Einstieg ist ja meist dann, wenn keiner kaufen will. 

 

Ich bin momentan nicht traurig darüber, vor ca. einem Jahr komplett aus dem global aggregate bond (A2N9W4) rausgegangen zu sein

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Puppi

Der Herr Flossbach äußert sich auch zum Thema Zins/Anleihen (speziell Frankreich): KLICK

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Rotenstein
vor 21 Stunden von Cepha:

Gäbe es die 5% auf 10jährige deutsche Staatsanleihen würde ich sie aktuell wohl kaufen. Auf alle Fälle behalte ich das mal weiter im Blick. Der rückblickend beste Einstieg ist ja meist dann, wenn keiner kaufen will. 

Das ist halt das grundlegende Problem. Bei aktuell 3.5% auf zehnjährige deutsche Staatsanleihen mag es unter den gegenwärtigen Bedingungen attraktiv wirken, wenn man 5% dafür bekäme.

 

Wenn es aber zu den 5% käme, ginge dies mit anderen Bedingungen und entsprechender Begleitmusik einher, und der Einstieg erschiene dann auch gar nicht als so attraktiv (z.B. Verlust des AAA, hemmungslose Verschuldung, wirtschaftlicher Niedergang, Unruhen, drohender Zusammenbruch der Eurozone, russische Bedrohung Deutschlands). 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Cepha
Am 4.10.2026 um 13:04 von Rotenstein:

Das ist halt das grundlegende Problem. Bei aktuell 3.5% auf zehnjährige deutsche Staatsanleihen mag es unter den gegenwärtigen Bedingungen attraktiv wirken, wenn man 5% dafür bekäme.

 

Wenn es aber zu den 5% käme, ginge dies mit anderen Bedingungen und entsprechender Begleitmusik einher, und der Einstieg erschiene dann auch gar nicht als so attraktiv (z.B. Verlust des AAA, hemmungslose Verschuldung, wirtschaftlicher Niedergang, Unruhen, drohender Zusammenbruch der Eurozone, russische Bedrohung Deutschlands). 

Naja, UK oder USA sind ja schon über 5%. Was sind denn da so die Narrative?

 

Bei eingeloggten 5%/Jahr wäre meine Erwartung mittelfristig auch nach Steuern die Inflation schlagen zu können. Bei 3,5%/a ist es mMn eher grob eine reale Nullrendite, das hat man nicht das Gefühl, man würde was verpassen, wenn man die nicht hat.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker

 

vor 9 Stunden von Cepha:
Am 4.10.2026 um 13:04 von Rotenstein:

Das ist halt das grundlegende Problem. Bei aktuell 3.5% auf zehnjährige deutsche Staatsanleihen mag es unter den gegenwärtigen Bedingungen attraktiv wirken, wenn man 5% dafür bekäme.

 

Wenn es aber zu den 5% käme, ginge dies mit anderen Bedingungen und entsprechender Begleitmusik einher, und der Einstieg erschiene dann auch gar nicht als so attraktiv (z.B. Verlust des AAA, hemmungslose Verschuldung, wirtschaftlicher Niedergang, Unruhen, drohender Zusammenbruch der Eurozone, russische Bedrohung Deutschlands). 

Naja, UK oder USA sind ja schon über 5%. Was sind denn da so die Narrative?...

Verlust des AAA und hemmungslose Verschuldung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
Am 3.10.2026 um 15:21 von Cepha:

Dass die Anleger Deutschland bei den 10-jährigen immer noch grob 1,5% "Bonus" gegenüber andern G7 einräumen finde ich erstaunlich.

Wieso ist das erstaunlich? Deutschland ist (noch) prozentual zum Staatshaushalt bedeutend geringer verschuldet als die USA oder Frankreich. Erinnerst du dich noch an die "schwarze Null"? Daher sind niedrigere Zinsen logisch, eine "60% Finanzierung" ist halt billiger als eine "120% Finanzierung". Wir sind aber kraeftig dabei, das zu aendern, immerhin muessen ja die Renten weiter erhoeht werden.

image.thumb.png.2329d74f4eeb14ead8de285c3d74e121.png

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
odensee
vor 6 Minuten von slowandsteady:

Wir sind aber kraeftig dabei, das zu aendern, immerhin muessen ja die Renten weiter erhoeht werden.

Hauptsächlich geht es um Verteidigungshaushalt und Infrastruktur, wofür erheblich Schulden gemacht werden. Mit den Renten hat das wenig zu tun.  

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
slowandsteady
· bearbeitet von slowandsteady
vor 11 Minuten von odensee:

Hauptsächlich geht es um Verteidigungshaushalt und Infrastruktur, wofür erheblich Schulden gemacht werden. Mit den Renten hat das wenig zu tun.  

Bundesrechnungshof: Rentenreform wird zum Milliardenrisiko für den Bundeshaushalt - Markt - Versicherungsbote.de

25% fliessen jetzt schon. Verteidigung ist viel weniger.

Bundesrechnungshof: Rentenzahlungen verbrauchen immer mehr Steuereinnahmen | DIE ZEIT
Laut Bundesrechnungshof fließen im Jahr 2040 36,7 Prozent der Steuern in die Rentenkasse. Durch das Rentenreformpaket könnten es demnach sogar fast 46 Prozent werden.

 

Nachhaltigkeitsfaktor wurde und wird schon seit Jahren ausgesetzt, Renten werden demnaechst wieder 4.4 Prozent erhoeht, gleichzeitig duerfte das Netto dank steigender Abgaben fuer einen Arbeitnehmer mit 4.4 Prozent Brutto-Erhoehung eher gleich bleiben. Aber Hauptsache, die Rentner muessen nichts abgeben, die Arbeitnehmer haben ja noch fast die Haelfte an Netto uebrig...

Fair waere: Fixe Abgabenlast (auf Durchschnitt seit BRD eingefuehrt wurde) und dann verteilen was da ist.

 

(Ist Off-Topic, muss nicht weiter diskutiert werden, falscher Thread)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Bolanger

Müsste man bei der Ursprungsfrage dieses Threads sich nicht eigentlich Gedanken machen, wie stark man der EZB zutraut, das Ziel von 2% Inflation einzuhalten? Dabei auch den Willen dazu bewerten und die Möglichkeiten, die sie EZB hat. Wenn ich beides positiv bewerte, dann noch kurz überlegen, wie wahrscheinlich ich den Beibehalt der Abgeltungsteuer (grob 1/4 Steuerbelastung) oder Einführung der individuellen Besteuerung (grob 1/2 Belastung) einschätze und ob ein Kaufkrafterhalt ausreicht oder nicht. Schon kann jeder für sich ausrechnen, ob 2,7% bzw. 4% Zinsen ausreichen oder nicht.

 

Wobei ich auch in der aktuellen Situation den Wunsch nach Anleihen nicht nachvollziehen kann. Ja, ich kann bei Halten bis zur Fälligkeit einen Zinssatz für einige Jahrzehnte festzurren. Das geht mit Festgeldern eher schlecht, denn da werden Angebote ab 10 Jahren selten. Ja, ich habe auch die Möglichkeit, trotz über Jahrzehnten festgezurrtem Zinssatz vorzeitig ans Geld zu kommen. Das geht bei Festgeld ebenfalls nicht (so einfach). dafür gibt es für diese Flexibilität das Kursrisiko. Ich komme daher auch aktuell immer wieder zum "flexiblem Festgeld" zurück, auch wenn die Angebote dazu ebenfalls sehr mau geworden sind.       

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
odensee
vor 5 Minuten von slowandsteady:

(Ist Off-Topic, muss nicht weiter diskutiert werden, falscher Thread)

Antwort kommt als PN...

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Cepha
· bearbeitet von Cepha
vor 2 Stunden von slowandsteady:

Wieso ist das erstaunlich? Deutschland ist (noch) prozentual zum Staatshaushalt bedeutend geringer verschuldet als die USA oder Frankreich. Erinnerst du dich noch an die "schwarze Null"? Daher sind niedrigere Zinsen logisch, eine "60% Finanzierung" ist halt billiger als eine "120% Finanzierung". Wir sind aber kraeftig dabei, das zu aendern, immerhin muessen ja die Renten weiter erhoeht werden.

Die schwarze Null stammt aus den Zeiten, als Deutschland Geld dafür bekam, Geld zu verleihen.

 

Die 1,5% sind die Risikoprämie für das erhöhte Risiko, dass der Schuldner seine Schulden nicht mehr zurück zahlen kann. Liegt das ernsthaft im Bereich um die 1,5% pro Jahr für Länder wie Frankreich? Wie wahrscheinlich ist, dass Deutschland 10-jährige Anleihen nicht zurück zahlen kann und wie wahrscheinlich ist das bei Frankreich?
Bei UK und USA mögen andere Inflationswerte mit reinspielen, das sind ja andere Währungen.

 

Meine Vermutung(!) wäre, dass das gerade ein selbst verstärkender Prozess ist. Die Zinsen in Frankreich sind deutlich stärker gestiegen als in Deutschland, also erwarten Marktteilnehmer, dass das Risiko für weitere Zinsansteige ebenfalls höher ist und fürs Zinsänderungsrisiko gibt es die Zinsprämie. 

 

Ich glaube, ich sollte die 10jährigen französische Staatsanleihen mal im Auge behalten. Die 5% sind da ja nicht mehr weit. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 14 Minuten von Cepha:

Ich glaube, ich sollte die 10jährigen französische Staatsanleihen mal im Auge behalten. Die 5% sind da ja nicht mehr weit. 

Benötigst Du unbedingt die 5%? 4,9% gehen nicht?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Cepha
vor 11 Stunden von Schwachzocker:

Benötigst Du unbedingt die 5%? 4,9% gehen nicht?

was sind Schwellenwerte wert, wenn man sich nicht dran hält?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
vor 11 Stunden von Cepha:

was sind Schwellenwerte wert, wenn man sich nicht dran hält?

Was sind die überhaupt wert ohne Berücksichtigung der Inflation?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
W.Heisenberg

Bei hohen Zinsen - auch unter Berücksichtigung der Inflation - macht es mehr Sinn, als bei (sehr) niedrigen Zinsen, da man Zinsniveau bei sinkenden Inflation sichert und man dazu Chancen auf Kursgewinne hat.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Cepha
Am 7.10.2026 um 10:15 von Schwachzocker:

Was sind die überhaupt wert ohne Berücksichtigung der Inflation?

wer behauptet denn, dass die Inflation nicht berücksichtigt ist?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Schwachzocker
· bearbeitet von Schwachzocker
vor 5 Minuten von Cepha:

wer behauptet denn, dass die Inflation nicht berücksichtigt ist?

Ich war das!

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Flapsch

Möglichkeiten gibt's heutzutage viele. Zum Beispiel FR0010869578

Screenshot_20261023_222708_Chrome.png

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
xyz01
vor einer Stunde von Cepha:

So, die 10-jährigen französischen Staatsanleihen sind nun über 5%.
image.thumb.png.1a92f54dfa8f5b177673a0b2d9bcaeb0.png
Quelle: https://de.tradingview.com/symbols/TVC-FR10Y/?timeframe=120M

werfe mal einen Blick auf den hier:
Amundi Euro Government Bond 7-10Y UCITS ETF (Acc) | LU1287023185 | LYX0VH
https://extraetf.com/de/etf-profile/LU1287023185?tab=components

Und jetzt attraktiv oder doch nicht so?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Puppi
vor 9 Stunden von xyz01:

Und jetzt attraktiv oder doch nicht so?

Ab hier haben wir das Thema beleuchtet:

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...