sleeve 6. Oktober · bearbeitet 6. Oktober von sleeve Hallo Zusammen, ich stehe kurz vor dem Kauf meiner ersten Immobilie und spiele gerade verschiedene Finanzierungsangebote durch. Und egal wie ich es drehe - letztendlich sind die Endwerte meines "erwartbaren" Vermögens nahezu identisch? .. was übersehe ich hier? Würde mich freuen, wenn ich ein paar Expertenmeinungen zu dem Vorhaben bzw. der FInanzierung hören könnte. Vielen Dank! :-) Prämissen: - hohe Risikotoleranz. Seit 10 Jahren an der Börse. Alle "Crashs" seitdem erlebt, nie verkauft. - Das verbleibende Eigenkapital bleibt wie aktuell in Aktien investiert zu den historischen 8,43% p.a. Benchmark MSCI World vor Inflation vor Steuern. - Immobiienerwertzuwachs 3% (relevant für Spalte VERMÖGEN ganz rechts) - mtl. Sparrate berechnet sich durch die Differenz "3100€ sind zur Verfügung für Sparen + Wohnen" - die Commerzbankvarianten "mit und ohne Kredit" haben den Hintergrund, dass ich noch einen Privatkredit von 17000€ @ 1,76% offen habe, der aktuell 100% im Depot steckt.. Dieser drückt aber meine Haushaltsbilanz so extrem, dass ich diesen entweder auslösen muss ODER höheres Eigenkapital einbringen muss, damit die Commerzbank mir den Kredit bewilligt. - die einzige Option mit Sondertilgung 5%p.a. ist die letzte. Ich sehe aber eigentlich keine Notwendgkieit für Sondertilgungen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
stagflation 6. Oktober · bearbeitet 6. Oktober von stagflation Okay, das ist die Schönwetter-Variante. Wie sieht die Normalwetter-Variante aus? Wir empfehlen hier häufig mit einer Rendite von 6% vor Steuern für ein Aktiendepot zu rechnen. Ziehe Steuern und Kosten davon ab, dann bist Du bei 4%. Wie sieht es dann aus? Was ist mit der Schlechtwetter-Variante? An der Börse kann es auch mal 10 Jahre bergab gehen. Rechne 12 Jahre mit -2% p.a, danach mit +4% p.a. Was die Crashs angeht: in den letzten 10 Jahren gab es eigentlich keine. Jedenfalls keine wie 1929 oder 1987. Insofern ist es zwar löblich, dass Du standhaft geblieben bist und nicht verkauft hast... Aber so so richtig üble Crashs haben die meisten hier noch nicht mitbekommen (ich auch nicht). Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Donaurenner 7. Oktober Ich finde 1,2% Tilgung als max. viel zu wenig. Egal wie gerechnet wird. Auch wenn es am Anfang etwas teurer wirkt , ich würde auf jedenfall ein BSV mit ins Boot nehmen. Damit kannst du wenn du geschickt bist , die Laufzeit verkürzen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von CorMaguire Lohnt sich die Zinsbelastung im Vergleich zur Steuerbelastung bei höherem EK-Einsatz? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Caveman8 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Caveman8 vor 1 Stunde von Donaurenner: Ich finde 1,2% Tilgung als max. viel zu wenig. Egal wie gerechnet wird. Auch wenn es am Anfang etwas teurer wirkt , ich würde auf jedenfall ein BSV mit ins Boot nehmen. Damit kannst du wenn du geschickt bist , die Laufzeit verkürzen. Zustimmung zum ersten Satz. Einen Bausparer würde ich allerdings keinesfalls einbauen. Lohnenswert ist der aufgrund der Kosten und kaum vorhandenen Sparzinsen nahezu nie und bringt zusätzliche Unsicherheit / Komplexität ins Geschäft. Insbesondere bei einen „Tilgungsersatzmodell“ wie hier niemals. Ansonsten finde ich das Depot ebenfalls zu offensiv berechnet. Ebenfalls der Wert der Immobilie. Wo steht diese Immobilie? 3% p.a. halte ich selbst in den besten Regionen Deutschlands für ambitioniert. Wenn die Steuer mit ins Spiel kommt und die Wertsteigerung des Depots realistischer berechnet wird, kommt automatisch eine höhere Tilgung raus. Dann noch großzügig für Rücklagen / Reparaturen und Wohnnebenkosten (u.B. alleine für die Wohngebäudeversicherung etwa 100€ mtl.) Abzüge erstellen, dann sieht es meiner Meinung nach i.O. aus. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von satgar Seit 10 Jahren an der Börse, jeden Crash mitgemacht. Da musste ich herzhaft loslachen ^^ Dein ganzer Post ist übrigens hier als Foto rein kopiert und deswegen kann man nichts zitieren und darauf eingehen. Boring. Vergeht mir leider schon die Lust bei so nem Detail. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
slowandsteady 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von slowandsteady vor 9 Stunden von sleeve: Und egal wie ich es drehe - letztendlich sind die Endwerte meines "erwartbaren" Vermögens nahezu identisch? .. was übersehe ich hier? Du rechnest mit einem Immobilienwertzuwachs von 3%, der fast gleich hoch zum kreditzins von 4.X ist. Somit ist es in deiner Rechnung irrelevant, wie viel Schulden du aufnimmst. 8.43% Wertzuwachs beim MSCI World ueberlagert halt alles - den wirst du aber nicht real nach Steuern erzielen. vor 1 Stunde von Caveman8: 3% p.a. halte ich selbst in den besten Regionen Deutschlands für ambitioniert. In den ganz teuren Lagen (zB Muenchen Stadt) sind die Immobilienpreise erst vor kurzem durch den Zinsanstieg signifikant gefallen. Da war es aber auch vorher bis zum Anschlag ausgereizt. Wenn ueberhaupt macht nur der Bodenrichtwert +3% und der Beton eher so -2% pro Jahr (nach 50 Jahren ohne 1 Euro Instandhaltung ist das Haus abrissreif oder min. kernsanierungswuerdig). Nichts fuer ungut: Du hast noch uebrigens kein Crash erlebt, Corona und Ukraine waren keine Baerenmaerkte, sondern eine kurzfristige Schwankung. Rechne mal aus, was passiert, wenn der MSCI World 5 Jahre 0% Rendite (und danach von mir aus wieder 8%) macht oder sogar einen Einbruch um -50%. Zur Finanzierung: Fuer die Lifestyle-Ausgabe namens selbstbewohntes Haus kann man 10 Jahre Zinsbindung bei 500k Restschuld machen, wenn man sein Haus nicht laenger als 10 Jahre behalten will. 40 Jahre geplante Finanzierung auch, wenn man mit 20 kauft. Ich habe mit aehnlichem EK nur die Haelfte ausgegeben, wohne jetzt zwar in einer WEG aber habe dafuer in 10 Jahren vollgetilgt und Bestzins bekommen. Tilgung hoeher oder noch besser - Sondertilgungsmoeglichkeit und die auch fix einplanen (ausser im Notfall wie Arbeitslosigkeit etc), Zinsbindung min. 15-20 Jahre. So wuerde ich es machen. Muessen auch keine 5% Sondertilgung sein, das waeren ja >2000/Monat extra. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Physics 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Physics vor 9 Stunden von sleeve: Prämissen: - hohe Risikotoleranz. Seit 10 Jahren an der Börse. Alle "Crashs" seitdem erlebt, nie verkauft. - Das verbleibende Eigenkapital bleibt wie aktuell in Aktien investiert zu den historischen 8,43% p.a. Benchmark MSCI World vor Inflation vor Steuern. - Immobiienerwertzuwachs 3% (relevant für Spalte VERMÖGEN ganz rechts) - mtl. Sparrate berechnet sich durch die Differenz "3100€ sind zur Verfügung für Sparen + Wohnen" - Risikotoleranz: Wenn nochmal ein Einbruch wie 2000 kommt oder eine Finanzkrise 2.0, werden die Karten neu gemischt. Es geht nicht nur um den absoluten Einbruch, sondern um die katastrophale Stimmungslage auf dem Weg nach ganz unten. Die große Mehrheit, inklusive der Medien, geht vom totalen Zusammenbruch aus. D. h. du bist mit dem Risiko konfrontiert, alles zu verlieren, auch wenn es später nicht so gekommen ist. Das musst du aushalten. - Annahme 8,43% Rendite finde ich persönlich zu optimistisch. Hier mal die erwartbare Schwankungsbreite der Rendite nach CAPE. https://www.dimensional.com/no-en/insights/incapeable oder hier die Einschätzung von Vanguard 4,5 - 6,0% https://corporate.vanguard.com/content/corporatesite/us/en/corp/vemo/vemo-return-forecasts.html - Steuern: Die Gewinne auf Deine ETF solltest Du steuerlich berücksichtigen. Die ersparte Miete und das Eigenheim nach 10 Jahren, sind steuerfrei. - Sparrate: Hast Du auch die Instandhaltungsrücklage für die Immobilie von der freien Sparrate abgezogen (ca. 1 bis 2 EUR je m2 Wohnfläche im Monat)? - Wertzuwachs der Immobilie: 3% halte ich persönlich für zu optimistisch. Wenn du die Wertsteigerung von Grund und Boden gegenüber dem Wertverlust des Hauses ansetzt, denn trotz Instandhaltung fällt der Wert des Gebäudes langfristig, würde ich hier eher 1,5% Wertentwicklung in normaler Lage und 2,5 % in Top-Lage berücksichtigen. Damit gleicht die Wertentwicklung langfristig im Grunde nur die Inflation aus. Mehr als ein realer Substanzerhalt ist bei einer alternden Immobilie (selbst bei guter Pflege), langfristig gesehen oft einfach nicht realistisch. Edit: Dazu hinkt der Vergleich. Bei einem eigengenutzten Wohnhaus, das du langfristig bewohnen willst, handelt es sich eher um eine Anlage mit dem Charakter eines Bonds mit AAA-Rating (du bist dein eigener Schuldner der gesparten Miete). Aktien haben ein deutlich anderes Risikoprofil. Das gilt ausdrücklich nur für die langfristige Selbstnutzung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Cepha 1% Tilgung bei über 4% Zins ist eine Wette darauf, dass keine Risiken eintreten. Kann man schon machen, im Grunde ist es nach 10 Jahren ein endfälliges Darlehen. Darf dann das Depot halt nicht tief im Minus sein, sonst bleibt nur als Nachfinanzierung schlucken müssen, was auch immer dann die Bedingungen sind. Aktien gegen einen Kredit von 1,7% zu halten erscheint mir noch okay, Aktien gegen einen Kredit von 4,5% zu halten ist eine Strategie um Liquidität zu halten, aber bzgl Vermögensaufbau stehen 6%/a Erwartungswert mit hoher Volatilität abzgl Steuern und Abgaben gegen 4,x% sichere Kosten. Ich würd die Varianten zumindest mal mit 6%/a Aktienrendiete, mit 3%/a Aktienrendite und auch mit 0%/a Aktienredniete rechnen, das ist über 10 Jahre alles möglich. Am Ende ist es so: Dieses teure Haus zum selber drin wohnen ist primär Konsum und wird Deinen Vermögensaufbau wahrscheinlich beschädigen. Ich würde nicht versuchen, mir das schön rechnen zu wollen, das führt nur zu Enttäuschungen. Es ist wie es ist. Auf der positiven Seite wäre normalerweise die stärkere Diversifizierung des Vermögens, aber für jemanden, der vor dem Hauskauf zu über 100% in Aktien investiert ist, ist das wohl keine Option. Sind die Aktien eigentlich schon verkauft oder gilt das Prinzip Hoffnung, dass bis zum Hauskauf schon nix passieren wird? PS: Wertzuwachs der Bestands-Immobilie Stand 2026 meiner Meinung nach: Inflationsrate. Außer natürlich man investiert Geld ins Haus hinein. Wertzuwachs für einen Neubau in den nächsten 10 Jahren mMn: negativ. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
hilflos 7. Oktober vor 9 Stunden von sleeve: - hohe Risikotoleranz. Seit 10 Jahren an der Börse. Alle "Crashs" seitdem erlebt, nie verkauft. seit 2016 gab es nur die Corona Delle, das war kein Crash und langfristig seitwärts war da nichts, schon gar nicht abwärts Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Cepha vor 31 Minuten von slowandsteady: In den ganz teuren Lagen (zB Muenchen Stadt) sind die Immobilienpreise erst vor kurzem durch den Zinsanstieg signifikant gefallen. Da war es aber auch vorher bis zum Anschlag ausgereizt. Wenn ueberhaupt macht nur der Bodenrichtwert +3% und der Beton eher so -2% pro Jahr (nach 50 Jahren ohne 1 Euro Instandhaltung ist das Haus abrissreif oder min. kernsanierungswuerdig). Für ganz Deutschland präsentiert Gerd Kommer folgende Grafik in realen(!) Immobilienpreisen. Nicht berücksichtigt dabei ist Qualitätssteigerung. Die Nullzinsphase war zuerst ein Aufholen und dann ein Überschießen. Man kann annehmen, dass sich das im neuen Zinsniveau und bei der aktuellen Wirtschaftslage dann tendenziell eher weiter nach unten bewegt und normalisiert. Außer dort wo nach wie vor sehr hohe Nachfrage auf hohe Kaufkraft und sehr hohe Mieten trifft... Quelle: https://gerd-kommer.de/blog/hauspreisindizes-immobilienrisiko-renditen/ Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rubberduck 7. Oktober vor 9 Stunden von sleeve: ich stehe kurz vor dem Kauf meiner ersten Immobilie und spiele gerade verschiedene Finanzierungsangebote durch. Wie kommt dieses Sammelsurium zustande? Würde einen Vermittler wie Interhyp oder Dr.Klein versuchen. Die vergleichen hunderte Angebote. Immobilie heißt was genau? Wohnung oder Haus? Bei energetischer Sanierung kann ich den Baufi Energy der ING empfehlen. Komplexes Produkt (tilgungsfreie Zeiten, energetische Verbesserung muss nachgewiesen werden) aber niedrige Zinsen. vor 1 Minute von Cepha: Für ganz Deutschland präsentiert Gerd Kommer folgende Grafik in realen(!) Immobilienpreisen. Nicht berücksichtigt dabei ist Qualitätssteigerung. Und genau da liegt der Denkfehler. Es wird kein ETF oder Fonds gekauft. Es wird EINE Immobilie mit maximalem Risiko und Möglichkeiten erworben. Das ist wie eine durchschnittliche Scheidungsrate oder Fertilitätsdaten. Es geht weder ein bisschen verheiratet, noch ein bisschen schwanger. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Cepha vor 15 Minuten von hilflos: seit 2016 gab es nur die Corona Delle, das war kein Crash und langfristig seitwärts war da nichts, schon gar nicht abwärts Ein Crash war das schon, soagr ein historischer, weils extrem schnell runter ging, wie in 150 Jahren noch nie zuvor. Trotzdem war es ein sehr seltsamer Crash, weil es eine unglaublich "buy the dip" Euphorie gab und der Spuk nach wenigen Wochen vorbei war. Absolut nicht vergleichbar zu den apokalyptischen Szenarien während der Finanzkrise, wo Du 2009 im 10 Jahres Zeitraum im Minus warst und viele Marktteilnehmer davon ausgingen, dass alles noch viel schlimmer wird. Beiträge aus der Zeit man hier im Forum nachlesen. Ist halt die Frage, wieviel hatte OP im Februar 2020 im Depot und wie hoch war die Sparrate und hate er auch diese krasse buythedip Euphorie. Falls ja, wars mental kein Crash für ihn. Sonst gabe es seit 2009 keinen. Ukraine, Trump, 2018 waren alles nur Korrekturen eines heißgelaufenen Marktes im ungebremsten Dauerwachstum. vor 8 Minuten von Rubberduck: Und genau da liegt der Denkfehler. Es wird kein ETF oder Fonds gekauft. Es wird EINE Immobilie mit maximalem Risiko und Möglichkeiten erworben. Das ist wie eine durchschnittliche Scheidungsrate oder Fertilitätsdaten. Es geht weder ein bisschen verheiratet, noch ein bisschen schwanger. Es geht mir um die Erwartungshaltung zur Rendite. Die Risikobetrachtung gehört natürlich zusätzlich mit dazu. Eine einzige Wohneinheit ist immer ein krasser Klumpen. Das Wissen kann man hier voraussetzen, nehme ich an. Bei selbst bewohnt scheiden aber einige Risiken aus wie Leerstand, Mietnomade, (Steueränderung), Mietpreisbremse, Mietnachfrage und Mietpreisentwicklung, ("Vergesellschaftung"), etc. pp... und solange man nicht verkaufen will oder muss ist der Marktwert auch nur eine (Schätz-)Zahl, deren Entwicklung die meisten Besitzer überhaupt nicht belastetet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
W.Heisenberg 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von W.Heisenberg vor 52 Minuten von Cepha: Für ganz Deutschland präsentiert Gerd Kommer folgende Grafik in realen(!) Immobilienpreisen. Ich finde es logisch, dass die Preise real kaum langfristig steigen. Ist ja bei anderen Gütern ähnlich. Nominal Gesamtrendite ist aber trotzdem in Ordnung, meine Rechnung: Wertsteigerung Nominal: 2,0% - 3,0 % Miete bzw. gesparte Miete bei Selbstnutzung: 3,0% - 6,0% Minus 0,5% - 1,5% Rücklagen und Instanzhaltung Ergibt langfristige Rendite von 3,5 % - 7,5% Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
PEOPLES 7. Oktober vor 10 Stunden von stagflation: Okay, das ist die Schönwetter-Variante. Und kein Wunder, dass da fast gleiche Werte bei jeder Variante rauskommen, wenn man annimmt: 4.5% Zins + 1%Tilgung + 3% Wertsteigerung = 8,5% Und das gegen die erwartete Rendite von 8.5% (vor Steuer) laufen lässt. Ich sehe hier auch keinen "Free Money Glitch", das ist Zinsarbitrage und das geht rechnerisch nur auf, weil zum einen keine Steuerereignisse mit drin sind und ein mittelmaessig hohes ROI fuer den Kapitalmarkt gewählt wurde. Mir persoenlich ware das auch "zu warm". Die Zinsen/Tilgung sind gesetzt und netto fällig, die 9%-9,5%/a (zum Steuerausgleich) am Kapitalmarkt waeren schoen, aber recht Risikoreich. 1. Frage ob man bei 3100€/Monat fuer Wohnen/Sparen eine 866k-Hütte "braucht" resp. sich leisten will. Das Haus müsste ja so schon rund 2800€ Miete (kalt) kosten, wenn man es mietet. Ganzen Nebenkosten kommen on top. Kann man machen, wenn man gut verdient und das Haus eben auch Lifestyle/Hobby/Lebenstraum etc. ist. Gäbs Optionen auf eine kleinere Hütte fr den "Anfang" und sollten sich die Kapitalmärkte doch so gut entwickeln, dann kann man in 20 Jahren "switchen" oder man bleibt eben, wo man ist und freut sich, dass man Eigentum hat, weil der Markt abgeschmiert ist. 2. Wenn es das Haus sein muss, dann würde ich bei den Zinsen eher mal durchrechnen, wo ich mit 600-650k EK landen würde und dann von dort mit dem Kapitalaufbau neu anfangen. Ich sehe ein Haus nie mit einem AAA-Rating, zuviel Klumpenrisiko, zuviele Variablen die man nicht selbst im Griff hat. Aber prinzipiell als Anlage (vor allem Selbstbewohnt) ganz ok. Man natuerlich versuchen Haus und Depot zu bedienen, aber bei den Rahmenbedingungen (Hauswert, Kreditrate,...) sehe ich da wenig Spielraum. Denke auch, die Tilgung mit 1% ist zu niedrig. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Malvolio Ich finde es fragwürdig sich die Sache mit irgendwelchen angenommenen Wertzuwächsen schön zu rechnen. Wo steht geschrieben, dass Immobilienpreise immer steigen? Das hängt doch von vielen Faktoren ab, auf die man keinen Einfluss hat und die sich ändern können. Entwicklung von Angebot und Nachfrage, Lage, Zustand der Immobilie, Zinsniveau, Modernisierungserfordernisse, usw. Außerdem ist der fiktive Wertzuwachs überhaupt nur entscheidungsrelevant, wenn ich das Objekt wieder verkaufe. Und ob ich dann auch einen Käufer finde, der mir diesen Betrag auch bezahlt .... das weiß heute auch noch niemand. Man muss aiuch bedenken, dass eine eigene Immobilie auch im Betrieb viel Geld kosten kann, besonders Altbauten. Versicherungen, Grundbesitzabgaben, Heizkosten, Reparaturen und Instandhaltung fallen sowieso an. Wenn man eine eigene Immobilie zur Selbstnutzung in Erwägung zieht, ist das sicherlich auch eine wichtige finanzielle Entscheidung .... aber eben nicht nur. Und man sollte immer auch Stress-Szenarien einkalkulieren, wenn es mal nicht so läuft wie erwartet. Arbeitsplatzverlust, Trennung, Krankheit, zunehmendes Alter. Ich will nicht sagen, dass eine eigene Immobilie schlecht ist, aber es gibt hier viele Aspekte, die man bedenken sollte, finanzielle wie nicht finanzielle. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rubberduck 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Rubberduck Schon mal die Betriebskostenabrechnung eines Mieters angeschaut? Der zahlt natürlich weder Versicherungen noch Grundsteuer… und Modernisierungen auch nicht. Und Reparaturen werden nie eingepreist…. als Mieter kann man auch die mietzajlung zwischendurch einstellen. Das kann der Vermieter ab. das Problem ist eher dass die Versuchung besteht Latifundien bewohnen zu wollen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
W.Heisenberg 7. Oktober vor 1 Minute von Rubberduck: Der zahlt natürlich weder Versicherungen noch Grundsteuer Gebäudeversicherung und Grundsteuer kann man auf Mieter umlegen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rubberduck 7. Oktober vor 1 Minute von W.Heisenberg: Gebäudeversicherung und Grundsteuer kann man auf Mieter umlegen. Du hast den zwinker Smile ignoriert Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
CorMaguire 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von CorMaguire vor 33 Minuten von Rubberduck: Schon mal die Betriebskostenabrechnung eines Mieters angeschaut? Der zahlt natürlich weder Versicherungen noch Grundsteuer… und Modernisierungen auch nicht. Und Reparaturen werden nie eingepreist…. als Mieter kann man auch die mietzajlung zwischendurch einstellen. Das kann der Vermieter ab.... Was ein Blödsinn ... Ich denke Du hast den zwinker Smiley vergessen markier mal Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rubberduck 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Rubberduck vor 43 Minuten von CorMaguire: Was ein Blödsinn ... Die Kategorien der Betriebskosten unterscheiden sich kaum. Als Mieter profitiert man von den vielen privaten Vermietern, die nie die Miete erhöhen, weil sie ihre Ruhe haben wollen. Der andere Aspekt ist, dass bei Eigentum oft viele zu große Dimensionen gewählt werden. wer will schon eine pupsige ETW? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Malvolio 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Malvolio Natürlich wird ein Teil der Betriebskosten auf Mieter umgelegt. Ich fürchte nur, dass viele Leute vergessen, dass sie diese Kosten als Eigentümer auch zahlen müssen und noch einiges mehr, was der Mieter nicht zahlen muss (oder zumindest nicht auf einen Schlag). Das läuft dann nicht automatisch als monatliche Nebenkostenzahlung sondern da flattern dann regelmäßig viele kleine und große Rechnungen ins Haus. Ein paar tausend Euro hier ein paar hundert Euro da. Und gerade bei einem alten Objekt kann es auch mal schnell fünfstellig werden, wenn größere Arbeiten fällig werden. Das muss man auf dem Schirm haben und kann es nicht so gut kalkulieren wie die monatlichen Nebenkosten. Und man muss sich selbst mit jeder Kleinigkeit rumärgern mit Handwerkern, Versicherungen usw. Natürlich muss auch ein Mieter Nebenkosten bezahlen .... nur darf man nicht vergessen, dass man als Eigentümer das auch alles zahlen muss .... und noch einiges mehr. Gerade ein älteres Objekt kann im Unterhalt viel Geld kosten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Rubberduck 7. Oktober · bearbeitet 7. Oktober von Rubberduck vor 5 Stunden von Malvolio: Natürlich muss auch ein Mieter Nebenkosten bezahlen .... nur darf man nicht vergessen, dass man als Eigentümer das auch alles zahlen muss .... und noch einiges mehr. Gerade ein älteres Objekt kann im Unterhalt viel Geld kosten. Wenn man eine ETW kauft, die so groß und so alt ist wie die gemietete Wohnung, dann ändert sich praktisch nix. Das macht aber keiner. Weil ist ja langweilig. Man kauft ja, weil man mehr haben will... Wenn man ein Reihenhaus oder eine Ranch kauft dann ändert sich schon was. Was zahlt man denn "mehr"? Die ETW-Verwaltung zahlt man direkt und nicht über Einpreisung in die Miete. Ebenso die Rücklagen. Das heißt nur anders. Es ist eben kein Vergleich Miete vs. Eigentum, sondern über die Verhältnisse leben oder nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Cepha 7. Oktober vor 3 Stunden von Rubberduck: Das macht aber keiner. Hab davor auf 3-Zimmer 77m² zur Miete gewohnt und hab mir 3 Zimmer 73m² gekauft. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
satgar 8. Oktober · bearbeitet 8. Oktober von satgar vor 6 Stunden von Cepha: Hab davor auf 3-Zimmer 77m² zur Miete gewohnt und hab mir 3 Zimmer 73m² gekauft. Ist aber eher selten, wirklich. Die meisten Leute kaufen (und erst recht BAUEN) größer. Insbesondere, weil Sie auch im Sinne der Familienplanung mehr Platz brauchen oder haben wollen. Da soll es dann eben einen großen Wohn-Essbereich geben, jedes Kind ein eigenes Zimmer erhalten, und und und. Die aller wenigsten wechseln von einer Mietwohnung in eine Eigentumswohnung mit ähnlichen Verhältnissen. Viele würden dann sagen: "wieso sollte ich dann überhaupt kaufen"..... das ist halt so. Ich bin da übrigens auch ganz ehrlich und pragmatisch. Wenn ich was kaufen würde, mit dem ich nachher weniger flexibel beim Wechsel bin als vorher, will ich mehr Platz haben als jetzt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag