Wertpapier Forum: E.ON

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E.ON Thema bewerten: ***-- 1 Stimmen

#2901 Mitglied ist offline   Dandy 

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Geschrieben 11. Januar 2017 - 12:18

E.ON will Atomrücklage wohl teils über Eigenkapital finanzieren.

Zitat

Im Dezember hatte sich die Bundesregierung mit den vier Atomkraftwerksbetreibern darauf verständigt, die Verantwortung für die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls zu übernehmen. Zur Finanzierung müssen E.on, RWE, EnBW und Vattenfall inklusive Risikoprämie rund 23,6 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds einzahlen, Ratenzahlung ist dabei möglich.

Mit welchem Instrument E.on die 2 Milliarden Euro einwerben will, ist offenbar noch nicht entschieden: Teyssen, der auf die teurere Ratenzahlung verzichten will, schloss im Interview mit der Rheinischen Post lediglich eine „große Kapitalerhöhung mit Börsenprospekt“ aus. In kleinerem Umfang ist eine Kapitalerhöhung aber denkbar: Es sei möglich, „dass wir neue E.on-Aktien im Rahmen des genehmigten Kapitals von 10 Prozent des Grundkapitals ausgeben“, sagte der CEO. Zum gegenwärtigen Kursniveau würde dies etwa 1 Milliarde Euro in die Kasse von CFO Michael Sen spülen, der im April in den Vorstand seines früheren Arbeitgebers Siemens wechselt. Sein Nachfolger wird das Eigengewächs Marc Spieker.

Auch die Platzierung von Hybridanleihen oder Wandelanleihen auf Uniper-Aktien nennt Teyssen als Option. Damit setzt E.on auf eigenkapitalnahe Instrumente. Angesichts der angespannten Bilanzkennzahlen ist dies auch wenig überraschend: Laut Berechnungen der Berenberg Bank liegt das Verhältnis von wirtschaftlicher Nettoverschuldung zum Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) bei 5x. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016 schrieb E.on wegen Abschreibungen auf die abgespaltene Tochter Uniper einen Rekordverlust von 9,3 Milliarden Euro.

Mir gefällt das überhaupt nicht. Eine Kapitalerhöhung ist auf dem aktuellen Niveau des Aktienkurses und in Anbetracht der hohen Kosten von Eigenkapital im Vergleich zu Fremdkapital schädlich für die Aktionäre. Meiner Information nach müssen die Raten mit nicht ganz 5% p.a. verzinst werden, was ganz sicher unter den Eigenkapitalkosten von E.ON liegt. Selbst eine Anleihe auszugeben dürfte für E.ON günstiger als die Verzinsung der Raten sein. Ich hoffe, da wird in der Hauptversammlung Gegenwind kommen, hoffentlich noch rechtzeitig.

Edit: Ersten Widerstand gibt es schon.

Dieser Beitrag wurde von Dandy bearbeitet: 11. Januar 2017 - 12:21

Der Besitz besitzt. – Nur bis zu einem gewissen Grade macht der Besitz den Menschen unabhängiger, freier. Eine Stufe weiter – und der Besitz wird zum Herrn, der Besitzer zum Sklaven. (Nietzsche)

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#2902 Mitglied ist offline   Schildkröte 

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Geschrieben 16. Januar 2017 - 13:32

In der aktuellen Printausgabe vom manager magazin ist ein sehr ausführlicher Artikel über e.on. Grundsätzlich wird die aktuelle Lage des Unternehmens zusammengefasst, was für Kenner des Unternehmens sicher so neu nicht ist. Doch folgendes finde ich bemerkenswert:

Gesamtgewinn 2016 (prognostiziert): 3,1 Mrd. €
Energienetze: 1,7 Mrd. €
Kundenlösungen: 0,8 Mrd. €
Erneuerbare Energien: 0,5 Mrd. €
Preussen Elektra: 0,6 Mrd.
Sonstiges: -0,3 Mrd. €

Unter Sonstiges fallen Konzernleitung und e.on Business Services. Preussen Elektra beinhaltet 6 AKWs. Folgende Textpassage gebe ich im Originalwortlaut wieder:

Zitat

Die Strom- und Gasnetze, für die Hälfte des Eon-Gewinns gut, will Teyssen nicht abgeben. Die Netze sind nach Analystenkalkül brutto 26 Milliarden Euro wert, rund das Doppelte der Marktkapitalisierung des Konzerns. Ein solches Missverhältnis lockt Zerspalter an. Investoren hatten darauf gedrängt, die Sparte abzutrennen.

Vorgeprescht war der US-Finanzinvestor Knight Vinke, der schon seit Längerem Eon-Anteile hält. Im August meldete sich Gründer Eric Knight (57) bei Eon, die Wall-Street-Legende Warren Buffett (86) im Schlepptau. Das Duo wollte 600 Millionen Euro investieren, um Eons Finanznöte zu lindern; weitere rund 1,4 Milliarden Euro waren für das Uniper-Paket vorgesehen. Die Eon-Führung lehnte ab: Der Preis sei zu niedrig, zudem könne man eben vor 2018 nicht verkaufen.

Dieser Beitrag wurde von Schildkröte bearbeitet: 16. Januar 2017 - 13:33


#2903 Mitglied ist offline   DarkBasti 

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Geschrieben 16. Januar 2017 - 14:46

Danke für die Zahlen.

Also pro AKW 100 Mio Gewinn? Sind da schon Rücklagen usw. drin? Bzw. ist das jetzt Reingewinn?



Den Gewinn durch Energienetze ist ja nicht schlecht. Kann man sagen, dass es jährlich gleichbleibend ist?




Jetzt ärger ich mich doch etwas, nicht massiv zugeschlagen zu haben als der Kurs sehr tief war.



Wieso weshalb warum wer nicht fragt bleibt dumm

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