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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

Empfohlene Beiträge

radler2
· bearbeitet von radler2

Ja. Sparda ProfiRente 4p. Abgeschlossen 2003.

 

Ich hab mal die alten Depotauszüge durchgeblättert. Soweit ich sehen kann, wurde da nie was vom UniGlobal umgeschichtet, nur in den Krisenjahren wurde in deren Rentenfond investiert.

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satgar
vor 7 Minuten von radler2:

nie

 

vor 8 Minuten von radler2:

nur in den Krisenjahren wurde in deren Rentenfond

? Wie passt das zusammen?

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CorMaguire
vor 57 Minuten von Nachdenklich:

@radler2

 

Könntest Du uns noch mitteilen, seit wann der Vertrag läuft und vielleicht auch, wer der Anbieter ist?

 

Wenn zum Zeitpunkt eines Kurseinbruchs schon erhebliche Gewinne über das Garantiekapital hinaus vorhanden sind und als Puffer dienen können, dann muß der Anbieter vielleicht gar nicht umschichten, andernfalls hat er bei der gesetzlichen Vorgabe aber wohl keine andere Möglichkeit gehabt.

Ich würde denken er war nur einfach ziemlich jung "Anfang beruflicher Laufbahn" schreibt er ja. Die Union konnte da wieder in Aktienfonds einsteigen.

Habe dasselbe Produkt bin aber Dekaden älter. Bei mir hat die Union nur noch im Rentenfonds weitergemacht. Weswegen ich zu Fairiester/Sutor wechselte. Die dann im Coronacrash versagten. :)

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radler2
vor 36 Minuten von satgar:

 

? Wie passt das zusammen?

Ganz einfach: in den Krisenjahren, z.B. 2008 wurden die laufenden Beiträge in deren Rentenfond investiert, aber keine Bestandsanteile umgeschichtet. Nach der Krise wurden die Rentenfonds wieder verkauft und in den Aktienfond umgeschichtet. Aktuell ist 100% im Aktienfond.

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satgar
vor 17 Minuten von radler2:

Ganz einfach: in den Krisenjahren, z.B. 2008 wurden die laufenden Beiträge in deren Rentenfond investiert, aber keine Bestandsanteile umgeschichtet. Nach der Krise wurden die Rentenfonds wieder verkauft und in den Aktienfond umgeschichtet. Aktuell ist 100% im Aktienfond.

Ahhhh..verstehe!

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Turmalin
vor 9 Stunden von satgar:

Riester ist aus genau zwei Punkten gescheitert:

- zu teure Verträge

- die endfällige 100% Beitragsgarantie, die vielfach keine hohen Renditen erlaubt hat

 

Beides zusammen war der Killer schlechthin für eine Vielzahl von Verträgen.

Dazu kam noch die Niedrigzinsphase, die in Verbindung mit der Beitragsgarantie dafür sorgte, dass das „sichere“ Kapital nicht eingebracht hat.

 

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mausone46
· bearbeitet von mausone46

Wenn ich heute noch daran denke was die Uniprofis mit meine Frau Riestervertrag gemacht haben, könnte ich kotzen.

Damals 2009 war Sie 43 Jahre alt, hatte also noch 22-24 Jahre Zeit die Verluste aufzuholen.

Ja, die Profis kriegten damals Schwammerl in die Knie...................

Kein Wunder das Riester kläglich gescheitert ist.

Ich als Selbständiger, mittelbar begünstigt, könnte die Zulage fast kostenfrei kassieren. Das war zumindestens ein Trost.

 

 

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Nachdenklich
vor 5 Stunden von mausone46:

Ja, die Profis kriegten damals Schwammerl in die Knie..........

Ich weiß es nicht wirklich, aber könnte es sein, daß die Profis keine andere Wahl hatten?

Könnte es sein, daß die Aufsicht auf der Umschichtung bestand? 

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Schwachzocker
vor 9 Stunden von mausone46:

Ja, die Profis kriegten damals Schwammerl in die Knie...................

Weshalb sollten die Schwammerl in die Knie kriegen? Das ist doch nicht deren Geld.

Die haben Regeln und müssen rechnen.

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CorMaguire
vor 7 Stunden von Nachdenklich:

Ich weiß es nicht wirklich, aber könnte es sein, daß die Profis keine andere Wahl hatten?

Könnte es sein, daß die Aufsicht auf der Umschichtung bestand? 

Letzteres glaube ich eher nicht, ich denke das hätte man gehört. Schon allein weil die Union sich so hätte exkulpieren können. ;)

Das waren wohl die eigenen Risiko-/Absicherungsmodelle.

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radler2

exkulpieren

vor 13 Stunden von mausone46:

Damals 2009 war Sie 43 Jahre alt, hatte also noch 22-24 Jahre Zeit die Verluste aufzuholen.

Das ist nicht garantiert aber der Anbieter muß die Beiträge garantieren. Warum soll ER da ins Risiko gehen?

Wann hat denn deine Frau den Vertrag abgeschlossen?

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mausone46
· bearbeitet von mausone46
vor 15 Stunden von radler2:

Wann hat denn deine Frau den Vertrag abgeschlossen?

Eröffnet In Dez. 2005, damals investiert die UniPROFIs alles in Uniglobal, danach am 30.12.2008 verkauften sie Uniglobal mit 23% Verlust und schichten sie den ganze Depot in UniEuroRenta.

Bis 31-12-2025 hat das Depot sage und schreibe € 289,95 Gewinn erziehlt.

Nur durch die Zulagen wurde das ganze nicht zu ein Desaster.

Inkl. Zulage  3,49% p.a.

Wir haben seit 2009 die Sparrate auf minimum gesetzt.

vor 15 Stunden von radler2:

 

Das ist nicht garantiert aber der Anbieter muß die Beiträge garantieren. Warum soll ER da ins Risiko gehen?

 

Wenn sie kein Risiko eingehen wollten, dann hätten sie nichts an die Börse investieren sollen.

Un dich hätte kein Riester Vertrag abgeschlossen, in Rentenwerte hätte ich null Bock gehabt.

 

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radler2
vor 9 Stunden von mausone46:

Wenn sie kein Risiko eingehen wollten, dann hätten sie nichts an die Börse investieren sollen.

Deine Sichtweise ist falsch: deine Frau hat einen Riestervertrag abgeschlossen, bei der der Anbieter ihr(!) Geld unter Beitragsgarantie nach den Riesterregeln investiert. Und die zwangen den Anbieter bei einer bestimmten Verlusthöhe die Reißleine zu ziehen.

 

Mein Glück war offensichtlich, daß in den drei Jahren früherer Abschluß genug Rendite aufgelaufen ist, so daß der Anbieter das Kapital an der Börse investiert lassen konnte und die Todesspirale nicht in Gang gesetzt werden mußte. Das macht den Unterschied zwischen einer Nullrendite und einer Verdreifachung des Kapitals.

 

Ich bin kein Freund von Versicherungen & Co, aber der Fehler liegt da im System von Riester. Ich hatte einfach Glück.

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Schwachzocker
vor 9 Stunden von mausone46:

...

Wenn sie kein Risiko eingehen wollten, dann hätten sie nichts an die Börse investieren sollen.

Un dich hätte kein Riester Vertrag abgeschlossen, in Rentenwerte hätte ich null Bock gehabt.

 

Die wollten aber, dass Du einen Riestervertrag abschließt. Deshalb haben die solche Produkte angeboten, in der Hoffnung, dass die Kunden nicht raffen, was eine Beitragsgarantie bei einer Aktienanlage bedeutet.

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CorMaguire
vor 7 Minuten von radler2:

... Mein Glück war offensichtlich, daß in den drei Jahren früherer Abschluß genug Rendite aufgelaufen ist, ...

Warst Du auch 40+ bei Abschluss? Falls nicht tippe ich auf die längere Restlaufzeit. 

Kennst Du die aktuellen Absicherungsregeln (regulär im fortschreitenden Alter und außerordentlich bei großen Korrekturen) der Union? 

Könnte interessant sein.

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radler2

Ich war 35, aktuell bin ich 59. Mein Berufseinstieg in der Industrie fand erst mit 30 statt.

vor 3 Minuten von CorMaguire:

Kennst Du die aktuellen Absicherungsregeln (regulär im fortschreitenden Alter und außerordentlich bei großen Korrekturen) der Union? 

Könnte interessant sein.

Da ich ab 1.1.27 ins AVD wechsle,  dürfte mich das nicht betreffen, da die Anteile sowieso bald verkauft werden. 

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mausone46

Ich bleibe dabei

Wenn die Uni PROFI Riester, Risiko bei eine 39 Jährige mindern wollten, dann hätten sie nicht ALL IN im Aktien Markt gehen sollen.

Für mich waren Sie alles anderes als PROFI am Werk.

Aber hin und her switchen brach denen sowieso auch gute Provisionen.

Also, doch PROFI, in Gebühren kassieren.

Die Riester Rente hat nur den meisten Anbieter Geld gebracht, die mehhreit der Anleger aber kaum Rendite.

Gut, das ich mein Geld selbst verwalte und bestimmt nicht in eine Filialbank anlege.

 

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radler2
vor einer Stunde von mausone46:

Wenn die Uni PROFI Riester, Risiko bei eine 39 Jährige mindern wollten, dann hätten sie nicht ALL IN im Aktien Markt gehen sollen.

Für mich waren Sie alles anderes als PROFI am Werk

Da hast du sicher recht. Ich finde es auch verwunderlich, daß in meinem Riester-Depot aktuell 100% Aktien sind. Da ich nicht mehr so weit zur Auszahlungsphase habe (theoretisch könnte ich das schon nächstes Jahr mit 60 beantragen) , würde ich schon einen Teil in Anleihen umschichten. Ich wechsle aber ohnehin ins AVD und da werde ich erst mit 70 mit der Auszahlung beginnen um den Steuerstundungseffekt zu maximieren. Ich werde jedenfalls rechtzeitig sukzessive in Anleihen umschichten.

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odensee
vor 23 Stunden von mausone46:

Wenn die Uni PROFI Riester, Risiko bei eine 39 Jährige mindern wollten, dann hätten sie nicht ALL IN im Aktien Markt gehen sollen.

Bist du sicher, dass deine Frau damals die Bedingungen des Vertrags gelesen und verstanden hat?

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Pfennigfuchser
Am 14.7.2026 um 16:05 von mausone46:

Wenn die Uni PROFI Riester, Risiko bei eine 39 Jährige mindern wollten, dann hätten sie nicht ALL IN im Aktien Markt gehen sollen.

Für mich waren Sie alles anderes als PROFI am Werk.

Die Vorstellung, dass da jemand sitzt, der sich genau diese Gedanken macht, ist falsch. Da wird ein Algorithmus mit Annahmen gefüttert. Und wenn der aktuelle Wert deutlich unter die Garantie sinkt, so dass es knapp wird, den Verlust über die verbleibenden 20 Jahre mit Renten wiederaufholen zu können, wird umgeschichtet, vorher all in Aktien, da die höhere Erträge versprechen. Das ist einfach Pech, den Dipp zur falschen Zeit zu erwischen. Problem von Garantieprodukten.

 

So in etwa wird es allerdings auch in den Verkaufsunterlagen gestanden haben. 

 

Man hätte als sich das Ganze festgefressen hatte, auch einfach aussteigen und einen anderen Vertrag besparen können, die Garantie hätte man ja allemal bekommen, mit dem neuen Vertrag jedoch noch Erträge erwirtschaften können. 

 

 

Am 14.7.2026 um 16:05 von mausone46:

Aber hin und her switchen brach denen sowieso auch gute Provisionen.

ist das bei UniProfi so? Ich dachte immer, dass die meisten Anbieter ohne Aufschläge umschichten?

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radler2
vor 20 Stunden von odensee:

Bist du sicher, dass deine Frau damals die Bedingungen des Vertrags gelesen und verstanden hat?

Vermutlich genauso wenig wie Millionen andere Riester-Sparer - mich eingeschlossen. Wie man sieht, liegen ordentliche Rendite (mein Fall) und Nullrendite bei ein und demselben Produkt nah beieinander. 

  

 

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Schwachzocker
vor 29 Minuten von Fondsanleger1966:

Namentlich war es Walter Riester, der selbst heute - als die schlimmen Folgen der Garantien überdeutlich sichtbar geworden sind - immer noch daran festhält.

Warum auch nicht? 

Es steht ja jedem frei, anderer Meinung zu sein, und eine Altersvorsorge mit riskanteren Anlagen zu machen.

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Fondsanleger1966
vor 9 Minuten von Schwachzocker:

Warum auch nicht?

Wer in öffentlicher Verantwortung handelt, sollte die damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten nicht dazu missbrauchen, seine subjektiven, persönlichen Vorlieben gegen die Empfehlungen der Fachwelt durchsetzen, sondern auf Basis fundierter Informationen Lösungen suchen, die zum Wohle möglichst vieler Bürger sind.

 

Es ist sicherlich anerkennenswert, dass Walter Riester überhaupt eine kapitalgedeckte Altersvorsorge gegen starken Widerstand der SPD-Linken und der Gewerkschaften durchgebracht hat. Aber sowohl der Garantiezwang als auch das von ihm erschaffene Riester-Bürokratiemonster waren sehr schlechte Entscheidungen - und haben letztendlich praktisch allen Beteiligten geschadet.

 

vor 26 Minuten von Schwachzocker:

Es steht ja jedem frei, anderer Meinung zu sein, und eine Altersvorsorge mit riskanteren Anlagen zu machen.

Genau das hat Riester verhindert: Eine geförderte Altersvorsorge mit Aktien ohne Garantien, wie sie z.B. in UK und den USA seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert wurde und wird und in der damaligen Diskussion oft als Vorbild genannt wurde, ist in Deutschland bei der Riester-Rente nicht möglich.

 

Aktienanlagen mit Garantiepflicht ändern aber ihre Charakteristik völlig, wenn sie aufgrund niedriger Zinsen nicht als klassische Hybride gestaltet werden können. Solche Produkte ähneln derivativen Strukturen, die private Anleger i.d.R. nicht mehr komplett durchschauen und verstehen können. Damit wird die Altersvorsorge dann zu einer Lotterie.

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Schwachzocker
vor 8 Minuten von Fondsanleger1966:

Wer in öffentlicher Verantwortung handelt, sollte die damit verbundenen Gestaltungsmöglichkeiten nicht dazu missbrauchen, seine subjektiven, persönlichen Vorlieben gegen die Empfehlungen der Fachwelt durchsetzen, sondern auf Basis fundierter Informationen Lösungen suchen, die zum Wohle möglichst vieler Bürger sind....

Das wäre toll. Aber so jemand kommt gar nicht erst in öffentliche Verantwortung. Was zum Wohle der Bürger ist, bestimmt nämlich noch immer die Mehrheit der Bürger.

 

vor 11 Minuten von Fondsanleger1966:

...waren sehr schlechte Entscheidungen - und haben letztendlich praktisch allen Beteiligten geschadet.

Der Finanzindustrie, der Herr Riester später angehörte, sicherlich nicht.

 

vor 12 Minuten von Fondsanleger1966:

Genau das hat Riester verhindert: Eine geförderte Altersvorsorge mit Aktien ohne Garantien, wie sie z.B. in UK und den USA seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert wurde und wird und in der damaligen Diskussion oft als Vorbild genannt wurde, ist in Deutschland bei der Riester-Rente nicht möglich.

Es reicht auch, wenn es ohne Staat möglich ist. Und dann ist es womöglich noch besser.

 

vor 13 Minuten von Fondsanleger1966:

...Solche Produkte ähneln derivativen Strukturen, die private Anleger i.d.R. nicht mehr komplett durchschauen und verstehen können...

Und was macht man, wenn man etwas nicht mehr durchschaut und versteht? Unterschreiben?

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Fondsanleger1966
vor 31 Minuten von Schwachzocker:

Das wäre toll. Aber so jemand kommt gar nicht erst in öffentliche Verantwortung. Was zum Wohle der Bürger ist, bestimmt nämlich noch immer die Mehrheit der Bürger.

In diesem Fall offensichtlich nicht.

 

vor 33 Minuten von Schwachzocker:

Der Finanzindustrie, der Herr Riester später angehörte, sicherlich nicht.

Ach schon wieder das Märchen von der Finanzindustrie, die angeblich von der Riester-Rente profitiert haben soll?

 

Schon vor Einführung der Riester-Rente war von vielen Vertretern der Versicherungswirtschaft hinter vorgehaltener Hand zu hören, dass sich die Riester-Rente für die Unternehmen nur schwerlich rechnen werde. Viel zu viel Aufwand bei eher geringen Beiträgen und einer gigantischen Bürokratie. Man mache das nur mit, damit die Wettbewerber Riester nicht für einen Türöffner-Effekt nutzen und dann die eigenen Kunden abspenstig machen.

 

Der Start der Riester-Rente ist dann auch gefloppt. Nur mit einem Aufweichen der Kostenbegrenzungen hat das Produkt überhaupt eine nennenswerte Marktverbreitung gefunden, die aber immer noch weit unter den ursprünglichen Erwartungen der Politik geblieben ist.

 

Einige wenige Anbieter haben es im großen Stil aufgezogen. Bei manchen hat das geklappt und dürfte inzwischen auch wirtschaftlich sein. Andere sind mit ihrem Versuch gescheitert und mittlerweile vom Markt verschwunden.

 

Dass es zuletzt immer weniger Anbieter gab, die überhaupt noch Riester für Neuabschlüsse angeboten haben, dürfte auch gegen die These sprechen, dass Riester für die meisten Anbieter ein gutes Geschäft war/ist.

 

vor 47 Minuten von Schwachzocker:

Es reicht auch, wenn es ohne Staat möglich ist.

Nein, natürlich nicht. Riester ist die Kapitaldeckungskomponente im gesetzlichen Rentensystem, die die notwendigen Kürzungen bei der umlagefinanzierten Rente ausgleichen soll. Eine freie Vorsorge kann diese Funktion nicht adäquat ersetzen. Z.B. gab es lange Zeit den Schutz des Altersvorsorgevermögens vor einem Zugriff des Staates (Hartz IV) oder von Gläubigern vor Rentenbeginn nur über die anerkannten Riesterprodukte (und später auch die Rürup-Produkte unter speziellen Bedingungen).

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