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Sapine

Altersvorsorge, Rente (Nachrichten, Analysen und Kommentare)

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t.klebi
vor 4 Minuten von satgar:

EWenn nur 50% der Deutschen ein Eigenheim haben, und die andere Hälfte Mieter ist, konnte natürlich nur die erste, wohlhabendere Gruppe von steigenden Immobilienpreisen der letzten Jaaaahre profitieren, und die andere Gruppe nicht.

Eine wunderschön idiologisch gefärbte Aussage. 
Mieter sind arm und Grundstückseigentümer reich? Dann schau dir mal die Wohneigentumsquoten von Europa an. Die armen Länder wie Rumänien, Slowakei, Ungarn und Bulgarien führen die Wohneigentumsquoten an. Rumänien mit 97%!
Schlusslicht in Europa ist vor Deutschland übrigens die Schweiz. :-*
Immobilienpreise sind erheblichen Schwankungen unterworfen. Die waren schon mehrfach in der Geschichte über viele Jahrzehnte unter Wasser. Mit Immobilien wird man üblicherweise nicht reich. Du solltest dir mal Kommers "Kaufen oder Mieten" zu Gemüte führen. 

vor 12 Minuten von satgar:

Der größte ist meiner Meinung nach die starke Umverteilung der Wertschöpfung von unten nach oben.

Geht es dem ärmeren Teil denn schlechter, weil der reiche Teil noch reicher wird?

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 6 Minuten von t.klebi:

Eine wunderschön idiologisch gefärbte Aussage. 
Mieter sind arm und Grundstückseigentümer reich? Dann schau dir mal die Wohneigentumsquoten von Europa an. Die armen Länder wie Rumänien, Slowakei, Ungarn und Bulgarien führen die Wohneigentumsquoten an. Rumänien mit 97%!
Schlusslicht in Europa ist vor Deutschland übrigens die Schweiz. :-*
Immobilienpreise sind erheblichen Schwankungen unterworfen. Die waren schon mehrfach in der Geschichte über viele Jahrzehnte unter Wasser. Mit Immobilien wird man üblicherweise nicht reich. Du solltest dir mal Kommers "Kaufen oder Mieten" zu Gemüte führen. 

Warum Sachen so sind, wie Sie sind, sollte man nachlesen. Ja. Und meistens gibts dafür Besonderheiten. Es bringt ja wohl nichts, einfach mal zwei Extreme "Rumänien und Schweiz" herauszupicken und zu sagen: "tada, widerlegt".

 

Frag doch mal die KI danach, warum die Situationen in den einzelnen Ländern wie Rumänien, Deutschland und Schweiz so unterschiedlich ist. Dafür kann man sie heutzutage immerhin benutzen, um sich ein Bild zu machen.

 

Ich hab das mal für dich erledigt. Ergebnis:

 

Land         Eigentumsquote     Hauptursache für die Quote                                        Mietmarktcharakter

Rumänien  ~96 %                  Post-kommunistische Billigprivatisierung                      Unterentwickelt, informell, unsicher

Deutschland~47 %             Historische Förderung des sozialen Mietbaus                   Hochreguliert, starker Mieterschutz

Schweiz    ~42 %                       Extrem hohe Grundstücks- und Baupreise                  Institutionell geprägt, hohe Qualität

 

"Die extrem unterschiedlichen Eigentümerquoten spiegeln sich in einem paradoxen Phänomen wider: Länder mit geringerer Eigentümerquote (Schweiz, Deutschland) weisen ein massiv höheres Durchschnittsvermögen auf als Länder mit hoher Quote (Rumänien), verfügen jedoch gleichzeitig über eine deutlich ungleichere Vermögensverteilung."

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The Statistician
vor 35 Minuten von satgar:

Wir können uns natürlich auch die Entwicklung des Volkseinkommens angucken und auch die Abhängigkeit zu der Anzahl der Beschäftigten.

Das machst du am Ende mit der (bereinigten) Lohnquote (Summe Arbeitnehmerentgelte in Relation zum Volkseinkommen). 

vor 40 Minuten von satgar:

Es ist doch interessant, wie das bis 1975 so ca. im Gleichschritt wächst, um dann nur noch einen Anstieg der Vermögen zu zeigen, und dann ab Mitte der 90er Jahren nur noch der Großvermögen (die den Durchschnitts treiben), während alles andere stagniert.

Es macht für mich wenig Sinn die Entwicklung vom BIP oder dem BNE mit der Entwicklung des Medianeinkommens zu vergleichen. Das Volkseinkommen ist aus meiner Sicht die sinnvollste Bezugsgröße und da sieht man doch gut, dass die Lohnquote sich nicht negativ entwickelt hat. Im Volkseinkommen sind auch die Einkommen aus Kapital enthalten, da es dir scheinbar auch um höhere Vermögen geht vllt. nochmal explizit erwähnt.

 

Deine Kernthese besteht nach meinem Verständnis darin, dass die Arbeitnehmerentgelte anteilsmäßig geringer ausfallen als vor einigen Dekaden. Das müsste aber in einer abnehmenden Lohnquote münden. Oder geht es dir primär um die Einkommensverteilung? Dann verstehe ich die Relation zum BIP und BNE wiederum grundlegend nicht.

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 13 Minuten von The Statistician:

Deine Kernthese besteht nach meinem Verständnis darin, dass die Arbeitnehmerentgelte anteilsmäßig geringer ausfallen als vor einigen Dekaden. Das müsste aber in einer abnehmenden Lohnquote münden. Oder geht es dir primär um die Einkommensverteilung? Dann verstehe ich die Relation zum BIP und BNE wiederum grundlegend nicht.

Es geht nicht um eine sinkende Lohnquote. Das Nettovermögen im Durchschnitt wächst stärker als das BIP, weil Vermögenswerte (Bestände) durch Marktpreissteigerungen (hauptsächlich Immobilien und Aktien/Betriebsvermögen) viel schneller wachsen, als die Realwirtschaft (Flussgröße BIP) Dinge produzieren kann. Da diese Vermögenswerte extrem ungleich verteilt sind, schlägt sich dieser "Bewertungseffekt" statistisch in einem rasant steigenden Durchschnittsvermögen nieder, während das Medianvermögen der breiten Bevölkerung deutlich langsamer wächst.

 

Ich hab mal die KI zur Lohnquote befragt und gefragt, warum diese seit Jahrzehnten relativ stabil blieb und "man" trotzdem das Gefühl hat, dass Arbeitnehmer und Rentner amErfolg der Wertschöpfung nicht angemessen beteiligt werden. Also das, was ich auch als These vorbringe. Es gibt drei Gründe:

 

1) Die Entkopplung innerhalb der Löhne (Zunahme der Lohnungleichheit + Reallohnstagnation in der Breite: Das Ergebnis: Der mathematische Durchschnitt (die Gesamtlohnsumme) hält Schritt mit dem BIP, aber der Median (die Mitte der Bevölkerung) spürt nichts davon.)-> das ist sicherlich der Aspekt mit der Lohnquote. "sieht gut aus, bringt aber den meisten nichts im Geldbeutel"

2) Warum die Standardrente real stagnierte (politisch gewollte Dämpfung)

3) Mehr Beschäftigte verteilen den Kuchen auf mehr Köpfe (Das BIP stieg auch deshalb, weil die Erwerbstätigkeit in Deutschland massiv zugenommen hat (z. B. durch den Anstieg der Frauenerwerbstätigkeit und den Abbau der Arbeitslosigkeit seit 2005).
Wenn das BIP um 20 % wächst, aber gleichzeitig 15 % mehr Menschen arbeiten (oft in Teilzeit), steigt zwar die gesamte Lohnsumme im Land kräftig an (die Lohnquote bleibt stabil), der reale Stundenlohn des Einzelnen bewegt sich jedoch kaum vorwärts"

 

Die Lohnquote ist daher, meiner Meinung nach, nur bedingt geeignet, um das für die breite Masse der Bevölkerung erklärbar zu machen. In Ihrer Eigenschaft ist sie statistisch gut in der Erhebung, aber Ihre Aussagekraft begrenzt.

 

Noch vor einem Jahr hatte ich die Nutzung von KI so gar nicht auf dem Schirm. Aber mit ihr kann man sich so viel an Informationen beschaffen. Das ist schon der Hammer.

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chirlu
vor 5 Stunden von satgar:

Am Ende ist die Anzahl von Personen doch völlig egal (klassisch als "Demografie" beschrieben). Ein Modellbeispiel:

1 Person erbringt eine Wertschöpfung von 10 Million EUR je Jahr

3 Personen können (noch) keine Wertschöpfung erbringen (Kinder)

6 Personen haben mal Wertschöpfung erbracht, nun aber nicht mehr (Rentner)

Können diese insgesamt 10 Personen versorgt werden? Klar geht das, dafür ist genug Wertschöpfung erreicht worden.

 

Bekanntlich kann man Geld nicht essen. Geld pflegt auch niemanden, unterrichtet keine Schüler und bessert keine Häuser und Straßen aus. Den Gemüseanbau, das Kochen, das Unterrichten, die Instandhaltung  und die Pflege muss in deinem Modelldorf alles die eine arbeitende Person erledigen. Ob diese Tätigkeiten mit 10 Euro, 10 Millionen Euro oder 10 Fantastilliarden Euro bewertet werden, ist dabei egal.

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Schwachzocker
vor 1 Stunde von satgar:

Dem ist aber so, auch wenn es immer wieder mantraartig von allen Seiten so beschrieben wird. https://www.geldfuerdiewelt.de/p/zu-viele-rentner-zu-wenig-kinder

Wir können uns natürlich auch die Entwicklung des Volkseinkommens angucken und auch die Abhängigkeit zu der Anzahl der Beschäftigten. Ob das allerdings erklären kann, warum preisbereinigt die Medianlöhne oder auch Medianvermögen nahezu stagnieren, die Standardrente ebenso, aber nur das Durchschnittsvermögen (was durch die großen Ausreißer der oberen 1-10% nach oben gezogen wird; quasi die Verzerrung, die wir auch vom Durchschnittseinkommen zum Medianeinkommen kennen) durch die Decke geht, vage ich zu bezweifeln. Hier müsste man dann noch genauer in die Analyse einsteigen, falls das überhaupt möglich ist, diese Zusammenhänge exakt herauszuarbeiten.

 

Es ist doch interessant, wie das bis 1975 so ca. im Gleichschritt wächst, um dann nur noch einen Anstieg der Vermögen zu zeigen, und dann ab Mitte der 90er Jahren nur noch der Großvermögen (die den Durchschnitts treiben), während alles andere stagniert. Ich würde gerne wissen, was da passiert ist und wie das kam...

- Die Ölkrise Anfang der 70er Jahre hat fundamentale Veränderungen hervorgerufen und markiert das endgültige Ende der Wirtschaftswunderzeit. Es kam dadurch zu Inflation und Arbeitslosigkeit.

- Die Gewerkschaften mussten bei Verhandlungen vorsichtiger werden, um Arbeitsplätze zu erhalten.

- Dies wurde durch die fortschreitende Globalisierung ab den 80er Jahren verstärkt. Man konnte Produktion immer leichter ins Ausland verlagern und auf die dortigen Löhne verweisen.

- In den 90er wurden einfache Tätigkeiten immer mehr durch Maschinen und Software ersetzt. 

- in den 2000er kam es zu einem Bestreben, die Arbeitslosigkeit auch durch untypische Beschäftigungsverhältnisse zu senken. (Teilzeit, Minijobs, Zeitarbeit)

 

Im wesentlichen kann man sagen:

 

- Globalisierung

- technologischer Wandel

- schwächere Verhandlungsmacht auf Seiten der Arbeitnehmer

 

Das ist es, was passiert ist.

 

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t.klebi
· bearbeitet von t.klebi
vor 56 Minuten von satgar:

Es bringt ja wohl nichts, einfach mal zwei Extreme "Rumänien und Schweiz" herauszupicken und zu sagen: "tada, widerlegt".

Zählen ist nicht so dein Ding oder.
Ich habe dir bereits eine Aufzählung von vier Ländern geliefert und nicht nur einen einzelnen Extremwert.

Innerhalb von Europa steht das reiche Deutschland vor der noch reicheren Schweiz an zweitletzter Stelle. 

 

vor 56 Minuten von satgar:

Frag doch mal die KI danach...

Setze doch einfach mal deinen eigenen Kopf ein, statt in praktisch JEDER deiner Antworten irgendwelche KI-Zitate zu verbreiten. Wenn ich schon was vom "Post-Kommunismus" lese, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Hier die Liste:

Rumänien: ca. 94%

Slowakei: ca. 93%

Ungarn: ca. 90%

Kroatien: ca. 91%

Norwegen: ca. 77%

Italien: ca. 74 - 76%

Spanien: ca. 75%

Irland: ca. 69%

Frankreich: ca. 47 - 61%

Österreich: ca. 53%

Dänemark: ca. 49%

Deutschland: ca. 44 - 47%

Schweiz: ca. 42%

 

vor 43 Minuten von satgar:

Noch vor einem Jahr hatte ich die Nutzung von KI so gar nicht auf dem Schirm. Aber mit ihr kann man sich so viel an Informationen beschaffen. 

Leider hast du die KI nun zwar entdeckt, aber du hast offenbar nicht begriffen, wie derartige Sprachmodelle arbeiten.
Eine KI wird immer einen Antwort bevorzugen, die dem User voraussichtlich gefällt. Du wirst also bei der KI auf wenig bis keinen Widerspruch stoßen.

Andererseits ist es für die übrigen User hier im Forum nervig bis unerträglich, ständig irgendwelche KI-Sülze widerlegen zu müssen. 

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Bolanger

Kurz eine Bemerkung zur Wohneigentumsquote. In Deutschland fördert unser Steuersystem wegen der Abschreibungsmöglichkeiten die Vermietung, Es ist teils vorteilhafter, als Eigentümer der rechten DHH zur Miete in die linke zu ziehen und die eigene rechte DHH an den Eigentümer der linken zu vermieten. In der Statistik gäbe es dann zwei zusätzliche Mieterhaushalte, obwohl beide Immobilienbesitzer sind. Würde man die Förderung für Mietwohnungen reduzieren, dann würde wohl auch der Anteil der Mieter sinken, daMieten dann in relation zum Eigentumserwerb und Abzahlen der Kredits) weniger attraktiv würde.   

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Schwachzocker
vor 53 Minuten von satgar:

Ich hab mal die KI zur Lohnquote befragt und gefragt, warum diese seit Jahrzehnten relativ stabil blieb und "man" trotzdem das Gefühl hat...

Warum macht sich die Bundesregierung eigentlich noch die Mühe, eine Expertenkommission einzusetzen? Es wäre doch viel einfacher, die KI zu befragen.

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor einer Stunde von Bolanger:

Kurz eine Bemerkung zur Wohneigentumsquote. In Deutschland fördert unser Steuersystem wegen der Abschreibungsmöglichkeiten die Vermietung, Es ist teils vorteilhafter, als Eigentümer der rechten DHH zur Miete in die linke zu ziehen und die eigene rechte DHH an den Eigentümer der linken zu vermieten. In der Statistik gäbe es dann zwei zusätzliche Mieterhaushalte, obwohl beide Immobilienbesitzer sind. Würde man die Förderung für Mietwohnungen reduzieren, dann würde wohl auch der Anteil der Mieter sinken, daMieten dann in relation zum Eigentumserwerb und Abzahlen der Kredits) weniger attraktiv würde.   

Früher wurde auch die eigengenutzte Wohnung stärker gefördert, heute ist glaube ich nur noch Wohnriester übrig. 

 

Bei der gegenseitigen Vermietung habe ich das im Kopf "Wenn die Eigentümer von zwei vergleichbaren Immobilien jeweils nicht selbst darin wohnen, sondern sich gegenseitig vermieten, um Vermietungsverluste zu produzieren, wird diese "Überkreuzvermietung" in der Regel wegen Gestaltungsmissbrauch steuerlich nicht anerkannt." --> https://www.iww.de/ssp/archiv/familienvertraege-missbrauchsfreie-form-der-ueberkreuzvermietung-f2717

vor 1 Stunde von chirlu:

Bekanntlich kann man Geld nicht essen. Geld pflegt auch niemanden, unterrichtet keine Schüler und bessert keine Häuser und Straßen aus. Den Gemüseanbau, das Kochen, das Unterrichten, die Instandhaltung  und die Pflege muss in deinem Modelldorf alles die eine arbeitende Person erledigen. Ob diese Tätigkeiten mit 10 Euro, 10 Millionen Euro oder 10 Fantastilliarden Euro bewertet werden, ist dabei egal.

Das macht in Zukunft alles die KI oder Roboter :)

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t.klebi
· bearbeitet von t.klebi
vor 40 Minuten von Bolanger:

Kurz eine Bemerkung zur Wohneigentumsquote. In Deutschland fördert unser Steuersystem wegen der Abschreibungsmöglichkeiten die Vermietung, Es ist teils vorteilhafter, als Eigentümer der rechten DHH zur Miete in die linke zu ziehen und die eigene rechte DHH an den Eigentümer der linken zu vermieten.

Dir ist schon klar, dass Vermietungseinkünfte nur bei Totalüberschussprognose als Einkunftsart berücksichtigt werden, oder? Vor allem bei Vermietung an nahe Angehörige. 

Ein Steuersparmodell, dass zu einer Mehrsteuer führt ist nicht wirklich attraktiv. B-)

PS:
"In Deutschland fördert unser Steuersystem wegen der Abschreibungsmöglichkeiten die Vermietung."
Mit Ausnahme von UK und Irland sind in allen europäischen Ländern die Abschreibungen bei den Vermietungseinkünften abzugsfähig. 

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Bolanger

Man kann das Mietmodell auch völlig ohne nahe angehörige und ohne Überkreuzvermietung beschreiben:

Ich miete die linke Hälfte für 1K und kaufe die rechte Hälfte kredifinanziert zur Vermietung. Die Mieteinnahmen der rechten Hälfte sind ebenfalls 1 K. Egal ob sich selbst drin wohne ode rvermiete, in beiden Fällen brauche ich ein Darlehen von 1 Mio zu 5% Zinsen und 2% Tilgung.

Ich ziehe selbst ins eigene Haus:

Zinskosten von 50 KEUR/Jahr zzgl. 20 KEUR Tilgung. Gesamtbelastung sind 70 KEUR pa

 

Ich vermiete stattdessen und miete die andere Hälfte:

Zinskosten von 50 KEUR können abgeschrieben werden, Grenzsteuersatz von 42% -> es bleiben 29 K

Tilgung von 20 K

Mieteinnahmen von 12K

Afa von 3% = 30 KEUR

Mietausgaben: 12K

Unterm Strich stehen dann knapp 38 KEUR Gesamtkosten. Das vermietungsmodell spart also fast die Hälfte der Wohnkosten ein. Nun könnte ich noch die Sonderafa für die ersten 4 jahre eines Neubaus ins Spiel bringen, ggf. höhere Abschreibungen wegen sanierungs oder Restwertgutachten oder Denkmalschutz und mag noch etwas vergessen haben. Das Vermietungsmodell bleibt äußerst attraktiv. Und nach 10 Jahren trägt man seine Möbel von links nach rechts und freut sich, die ersten 10 jahre preiswert gewohnt zu haben.

 

An der Ersparnis von fast 50% bei der Vermietung merkt man auch, dass ein Vermieter, selbst wenn er Gewinn machen möchte, theoretisch immernoch preiswerter vermieten könnte als es für einen Eigennutzer möglich ist. das erklärt damit auch die geringe Eigennutzerquote in Deutschland. Würde es die ganzen Abschreibungsmöglichkeiten nicht geben, dann wäre die vermietung zwangsläufig teurer als die Eigennutzung und dann würde es automatisch eine höhere Eigennutzung geben. vater Staat steckt aber in einem Dilemma. Würde er den Mietwohnungsbetrieb nicht fördern, würden die Mieten steigen und für die finanzschwächeren Bevölkerungsgruppen zum Problem werden. Gleichwohl wirkt das einer größeren Eigenheimbeseitzerquote entgegen.  

 

 

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satgar
vor 2 Stunden von t.klebi:

Andererseits ist es für die übrigen User hier im Forum nervig bis unerträglich, ständig irgendwelche KI-Sülze widerlegen zu müssen. 

Ist ja nicht so, dass man KI dafür zwangsweise bräuchte, um das von mir beschriebene herauszuarbeiten. Das haben auch andere schon getan. Einen Artikel dazu hab ich schon gepostet. In einem Reaction Video zu einer Markus Lanz Ausstrahlung geht Maurice Höfgen darauf nochmal genauer ein: 

 

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Schwachzocker
vor 16 Minuten von satgar:

Ist ja nicht so, dass man KI dafür zwangsweise bräuchte, um das von mir beschriebene herauszuarbeiten. Das haben auch andere schon getan. Einen Artikel dazu hab ich schon gepostet. In einem Reaction Video zu einer Markus Lanz Ausstrahlung geht Maurice Höfgen darauf nochmal genauer ein: 

@satgar Was der SPD-Fritze da erzählt, ist wirklich reiner Dummenfang.

Wir haben nun einmal ein Umlagesystem, in dem bezahlt die arbeitende Generation die Rentnergeneration. Da kannst Du verdienen soviel Du möchtest und Beiträge entrichten soviel Du möchtest. Das geht eben an die Rentnergeneration.

Und was mit einem solchen System passiert, wenn die Einzahler immer weniger werden und die Empfänger immer mehr, kann sich jeder Grundschüler denken, nur die Sozis nicht.

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stagflation
· bearbeitet von stagflation

FAZ:

Zitat

Warum ein Platz im Pflegeheim 9000 Euro kostet

 

Die Zimmer in Pflegeheimen sind oft so teuer wie in Luxushotels. Warum das so ist, zeigt der Besuch einer Baustelle in Köln.

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Caveman8
vor 3 Stunden von Bolanger:

Man kann das Mietmodell auch völlig ohne nahe angehörige und ohne Überkreuzvermietung beschreiben:

Ich verstehe deinen Punkt. Du solltest aber realistische Zahlen nehmen. Ein 80er Mietpreisfaktor würde beim Finanzamt dann wohl auch irgendwann Fragen aufwerfen. 
 

Realistisch: 

 

Kaufpreis: 750k, Zinsen 4%, Tilgung 2%, 75% Gebäudeanteil, Kaltmiete: 2.000€. 
 

Kosten bei Miete und Vermietung p.a.: 18.000€ (24.000€ Mietkosten + 30.000€ Zinskosten - 24.000€ Miete - ~12.000€ Steuervorteil) 

 

Kosten bei Eigennutz,p.a.: 30.000€ (Zinskosten)

 

Das aber nur unter der Annahme von 42% Steuersatz und keinerlei Verwaltungsaufwand, sowie Rücklage / Instandhaltung beachtet. Auch ist nicht berücksichtigt, dass die Abschreibung und Zinskosten mit den Jahren sinken. Ein eventueller Leerstand ist ebenfalls nicht berücksichtigt. 

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Cando
vor 2 Stunden von Schwachzocker:

@satgar Was der SPD-Fritze da erzählt, ist wirklich reiner Dummenfang.

Wir haben nun einmal ein Umlagesystem, in dem bezahlt die arbeitende Generation die Rentnergeneration. Da kannst Du verdienen soviel Du möchtest und Beiträge entrichten soviel Du möchtest. Das geht eben an die Rentnergeneration.

Und was mit einem solchen System passiert, wenn die Einzahler immer weniger werden und die Empfänger immer mehr, kann sich jeder Grundschüler denken, nur die Sozis nicht.

Um die Aussagen einmal einzuordnen: der Autor arbeitete für diverse Abgeordnete der Linken und ist/war selbst Parteimitglied. https://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Höfgen

 

@satgar hat sich selbst auch entsprechend politisch positioniert. Eine politische Meinung zu haben, ist legitim. Unschön finde ich allerdings, dass Quellen wie Höfgen nicht gekennzeichnet werden. 

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satgar
· bearbeitet von satgar
vor 9 Minuten von Cando:

 

@satgar hat sich selbst auch entsprechend politisch positioniert. Eine politische Meinung zu haben, ist legitim. Unschön finde ich allerdings, dass Quellen wie Höfgen nicht gekennzeichnet werden

Danke für den Hinweis für die weiteren Leser. Allerdings ist er nicht mehr Mitglied bei „die Linke“. Und da auch andere Ökonomen der Politik nahestehen (Clemens Fuest als Beiratsmitglied des CDU Wirtschaftsrat zb) , aber auch andere wie Fratzscher, Grimm oder Prof. Sinn, sah ich jetzt keine Notwendigkeit, dezidiert zu dieser Person Stellung zu beziehen. Es kann ja auch jeder die Personen googeln, wen es dann wirklich interessiert. Von daher mea Culpa, wenn du da mehr von mir erwartet hättest. Ich sah da keine Notwendigkeit zu. 

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Cando
· bearbeitet von Cando

Man könnte sich bereits fragen, inwieweit diese politischen Diskussionen überhaupt den Forenregeln entsprechen. Aber wenn man sie schon führt und dann so jemanden wie Höfgen als Quelle nennt, sollte man das schon kennzeichnen. Clemens Fuest hat übrigens auch schon die SPD beraten und ist nach meiner Recherche kein Parteimitglied. 

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satgar
vor 3 Minuten von Cando:

Man könnte sich bereits fragen, inwieweit diese politischen Diskussionen überhaupt den Forenregeln entsprechen.

Da hast du natürlich, wie immer zu diesem Thema, absolut recht. Wie oft das halt so ist, kann man Altersvorsorge im Grundsatz, insbesondere die staatliche AV, nicht von Politik trennen. Leider ist das so :-/

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CorMaguire
· bearbeitet von CorMaguire
vor 8 Stunden von Cando:

Um die Aussagen einmal einzuordnen: ...

Einzuordnen wäre eventuell die wirtschaftswissenschaftliche "Schule" von Höfgen  :myop:

 

vor 7 Stunden von Cando:

...  so jemanden wie Höfgen als Quelle nennt, sollte man das schon kennzeichnen. ...

Erklärst Du mal was für Dich das besondere an "so jemand wie" Höfgen sein soll?

 

Zitat

 ... kann sich jeder Grundschüler denken, ...

Es gibt Schulen jenseits der Grundschule. Vielleicht ist der Besuch einer solchen ja Voraussetzung dafür, das man manches versteht, was Grundschüler schon glauben verstanden zu haben. :lol:

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Schwachzocker
vor 15 Minuten von CorMaguire:

Erklärst Du mal was für Dich das besondere an "so jemand wie" Höfgen sein soll, das eine (welche?) Kennzeichnung erforderlich machen würde?

Es ist die Person, der @satgar uneingeschränkt jedes Wort glaubt.

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Cando
vor einer Stunde von CorMaguire:

Einzuordnen wäre eventuell die wirtschaftswissenschaftliche "Schule" von Höfgen  :myop:

 

Erklärst Du mal was für Dich das besondere an "so jemand wie" Höfgen sein soll?


 

Das Besondere ist, dass hier Positionen deutlich jenseits des ökonomischen Mainstreams (es gibt kein Problem mit der Demografie, wir brauchen mehr Umverteilung) vertreten und zur Rechtfertigung ein Ökonom herangezogen wird, der politisch aktiv ist oder war (gibt es Belege, dass er es nicht mehr ist?). Dass Du ebenfalls für diese politischen Thesen eintrittst, hast Du hier und an anderer Stelle auch kundgetan.

 

Was Quellenkritik ist, muss ich Dir nach Deinen herablassenden Bemerkungen über die vermeintliche Schulbildung anderer Forennutzer nicht erklären.

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Bolanger
· bearbeitet von Bolanger
vor 11 Stunden von Caveman8:
vor 14 Stunden von Bolanger:

Man kann das Mietmodell auch völlig ohne nahe angehörige und ohne Überkreuzvermietung beschreiben:

(...) Du solltest aber realistische Zahlen nehmen. (...) 

Kosten bei Miete und Vermietung p.a.: 18.000€ (...) 

Kosten bei Eigennutz,p.a.: 30.000€ (Zinskosten)

Was realistisch ist hängt sehr von den Gegebenheiten ab. Deine angenommenen 4% Zinsen wären noch vor wenigen Jahren in Zeiten der Nullzinsen Wucher gewesen und könnten in wenigen Jahren bereits ein super Schnapper sein. 2K Miete für eine DHH mag es geben, könnte in der Pampa aber schon längst unter Wucher fallen.

 

Was hier allerdings schön klar wird: Deine und meine Annahmen beim Überschlag unterscheiden sich deutlich. Das Ergebnis ähnelt sich dennoch sehr: 18 zu 30 K bzw. 38 zu 70 K -> Die Mehrkosten für die Eigennutzung belaufen sich irgendwo im Bereich von > 50%. In unseren Fällen 60 und 54%.

 

vor 11 Stunden von Caveman8:

Das aber nur unter der Annahme von 42% Steuersatz und keinerlei Verwaltungsaufwand, sowie Rücklage / Instandhaltung beachtet. Auch ist nicht berücksichtigt, dass die Abschreibung und Zinskosten mit den Jahren sinken. Ein eventueller Leerstand ist ebenfalls nicht berücksichtigt.

Rücklagen und Instandhaltung müsste ich für das eigengenutze Haus auch bilden. Ein Vergleich, in dem nach 50 Jahren Miete die eigene vermietete Hälfte tip-top instandgehalten wäre, während sie bei Eigennutzung abgewirtschaftet wäre ist wenig sinnvoll. In diesem Extrembeispiel mit den zwei DHH gibt es auch keinen Mietausfall. Sobald ich die Kündigung meines Mieters erhalte kündige ich auch und trage meine Sachen rüber. Die andere Hälfte ist ja vom Zustand vergleichbar mit der gemieteten. Das sind aber alles Peanuts. Jeder kann sich hier das zusammenrechnen, was er will. Wenn es einen Konsens zu den großen Brocken wie Abschreibung von Gebäude, Investments und Geldbeschaffungskosten sowie Versteuerung der Einnahmen gibt wird sich zumindest in den ersten Jahren stets das obige Ergebnis einstellen. Wenn dann irgendwann die Abschreibung, je nach Abschreibungsmodell, nicht mehr greift und ein Erreichen der Gewinnzone erwartbar ist, zieht man eben selbst ein.

Ein neues oder frisch renoviertes und selbst genutztes Eigenheim macht ggü. einer Miete und Vermietung finanziell in den seltensten Fällen Sinn.         

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CorMaguire
vor 54 Minuten von Cando:

... jenseits des ökonomischen Mainstreams (es gibt kein Problem mit der Demografie, wir brauchen mehr Umverteilung) ...  für diese politischen Thesen eintrittst, ....

Ich denke "kein Problem mit Demografie" war ursprünglich begrenzt auf die Behauptung "die Einzahler immer weniger werden und die Empfänger immer mehr, kann sich jeder Grundschüler denken," und wird erst jetzt so ganz allgemein verwendet.

grafik.png.383eaa2189ae8a376e90add40b167ad8.png

Da gibt es offensichtlich mehr Stellgrößen und das halte ich nicht für eine politische These.

 

vor einer Stunde von Cando:

...Was Quellenkritik ist, muss ich Dir nach Deinen herablassenden Bemerkungen über die vermeintliche Schulbildung anderer Forennutzer nicht erklären.

Du hast das Zitat ohne weitere Einordnung weiterverbreitet. Und ich finde meine Bemerkung nicht herablassender als das Original. Insofern "Wie man in den Wald hineinruft ...."

 

vor einer Stunde von Cando:

...ein Ökonom herangezogen wird, der politisch aktiv ist oder war (gibt es Belege, dass er es nicht mehr ist?)....

Du hast doch den Wikipedia-Artikel verlinkt. Da steht das Höfgen aus "Der Linken" vor vier Jahren ausgetreten ist.

Oder was meinst Du mit politisch aktiv? Gehören Tätigkeiten für parteinahe Vereine, Lobbygruppen, Gewerkschaften, .... auch dazu?

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