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Wann steigen wir wieder ein?

Wann steigen wir ein?  

528 Stimmen

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berliner
Das hast du bei Aktien doch genauso! Wieso sollten Aktien dann weniger Rendite bringen als Anleihen?

Umgekehrt, sie sollten höhere Renditen bringen, aber eben auch nicht so viel mehr. Momentan komme ich auf Dividendenrenditen von ca 5% bis 10% bei ganz normalen Mainstream-Aktien wie BASF, RWE Vz, NA, Junheinrich usw. Da die Ausschüttungsquoten selten über 50% sind, werden die auch bei deutlichem Gewinneinbruch nicht großartig gekürzt werden. Das kommt dann vielleicht in einer mehrjährigen Rezession mit Gewinneinbrüchen von >50% oder gar Verlusten. Mir scheint, daß genau dieses Szenario eingepreist wird.

 

Bundesobligationen bringen so ca. 2.8%, wenn ich das richtig sehe:

http://anleihen.onvista.de/snapshot.html?ISIN=DE0001141539

 

Damit haben Aktien schon einen deutlichen Preisabschlag.

 

demnächst haben wir aber vielleicht einstiegskurse.

Das wird zum Running Gag.

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SumSum

Dividendentitel sammle ich auch gerade über ETF / aktive Fonds ein.

Wenn nicht in solchen Zeiten, wann dann ?

Wieder auch dem Hoch des nächsten Zyklus einkaufen ?

 

OK, das Depot sieht dann halt ein wenig länger nicht so toll aus (den Tiefstpunkt erwischt man ja bekanntlich nie), aber damit muss man dann halt klar kommen.

> Einem Spatplan setzt man ja auch nicht aus, da kauft man ja auch weiter. Also antizyklisch....

 

 

@Berliner

Seh ich auch so mit den Dividendenzahlungen.

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odenter
· bearbeitet von odenter
Damit hast du aber auch das Pleiterisiko. Ich würde eher mit Staatsanleihen vergleichen.

wegen des höheren Risikos.

Aber wir sehen doch gerade das es auch ein erhöhtes Risiko bei Anleihen gibt. Wenn der Emitent kaputt/zahlungsunfähig wird, dann ist es doch egal ob Aktie oder Anleihe.

Selbst wenn man bei einer Anleihe bevorzugt aus der Konkursmasse bedient wird, bringt das in Zeiten wie diesen ja wenig, in wirtschaftlich guten Zeiten kann man sicher auch noch richtig gut Maschinen und Fabriken verkaufen aber jetzt?

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Jacob F
So mache ich das, aber was bringt es, wenn nach 10 Jahren eine Nullrendite oder schlechter rauskommt?

 

Wenn du nach 10 Jahren immernoch eine Nullrendite hast, war deine DCF-Analyse womöglich falsch =)

also dein eigener Fehler.

 

Und was, wenn die Verluste selbst auf 10 oder 20 Jahre nicht durch Divididenen kompensiert werden können? Im Grunde geht das doch allen so, die nicht vor 1997 oder in dem kurzen Fenster 2002/3 gekauft oder bis jetzt gewartet haben.

 

Siehe oben.

 

Dass man mit einigen Aktien seitdem immernoch im Plus liegt, verschweigst du hier. Ergo, wer falsch Analysiert, verliert. So ist der Markt

 

Das trifft nur auf die noch nicht Investierten zu. Und die Investierten müssen jetzt zusehen, wie gute Unternehmen in kürzester Zeit auf einen Bruchteil ihres Wertes zusammengefaltet werden. Und es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, wo ein fairer Preis ist, weil die Kriterien dafür außer Kraft gesetzt sind.

 

Ein Investment in Aktien hat immer zwei Werte: einmal den Aktuellen Marktwert und einmal den Inneren Unternehmenswert.

 

Der eine ist für jeden einsehbar, den anderen erkennt man nur durch gescheite Analyse.

Wenn du weisst, dass dein Unternehmen das Zehnfache vom Aktuellen Wert wert ist, was kümmert dich dann der aktuelle Wert?

 

also.. locker bleiben.

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berliner
Wenn du nach 10 Jahren immernoch eine Nullrendite hast, war deine DCF-Analyse womöglich falsch =)

also dein eigener Fehler.

Der gesamte DAX hat auf 10 Jahre eine Nullrendite, und da ist immerhin noch der VW-Effekt drin. Du bist schlauer als der Rest? schön.

Dass man mit einigen Aktien seitdem immernoch im Plus liegt, verschweigst du hier. Ergo, wer falsch Analysiert, verliert. So ist der Markt

Natürlich gibt es Aktien, die seitdem deutlich im Plus liegen, sogar in meinem Depot, aber deine Sprüche kommen mir ein wenig grün vor.

Der eine ist für jeden einsehbar, den anderen erkennt man nur durch gescheite Analyse.

Wenn du weisst, dass dein Unternehmen das Zehnfache vom Aktuellen Wert wert ist, was kümmert dich dann der aktuelle Wert?

Das widerspricht deinem "wer falsch Analysiert"-Statement. Dann hat man "richtig analysiert", aber geholfen hat es trotzdem nicht. Der innere Wert ist eben völlig uninteressant, wenn er am Markt nicht erreicht wird. Davon kann man sich nichts kaufen.

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Jacob F
Der gesamte DAX hat auf 10 Jahre eine Nullrendite, und da ist immerhin noch der VW-Effekt drin. Du bist schlauer als der Rest? schön.

 

Hab ich was über meinen persönlichen Anlageerfolg gesagt? nope..

 

Was hat denn der DAX mit der Geschichte überhaupt zu tun? Du argumentierst hier die ganze Zeit so, als würde einem Anleger eine Rendite zustehen!

Das ist ziemlich naiv.

 

Natürlich gibt es Aktien, die seitdem deutlich im Plus liegen, sogar in meinem Depot, aber deine Sprüche kommen mir ein wenig grün vor.

 

Grün ist doch positiv :D (sorry aber der musste sein)

 

Das widerspricht deinem "wer falsch Analysiert"-Statement. Dann hat man "richtig analysiert", aber geholfen hat es trotzdem nicht. Der innere Wert ist eben völlig uninteressant, wenn er am Markt nicht erreicht wird. Davon kann man sich nichts kaufen.

 

Wie bewertet man denn z.b. nicht börsennotierte Unternehmen? nach deiner Lesart wären die de facto Wertlos.. dem ist aber nicht so.

Wenn man einen Langfristigen Anlagehorizont hat, ist der innere Wert eines Unternehmens die mit großem Abstand wichtigste Determinante des Erfolges.

 

Wenn dem nicht so wäre, und der Aktienmarkt perfekt wäre, würde ein Investment schon rein theoretisch überhaupt keinen Sinn machen.

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berliner
Was hat denn der DAX mit der Geschichte überhaupt zu tun? Du argumentierst hier die ganze Zeit so, als würde einem Anleger eine Rendite zustehen!

Das ist ziemlich naiv.

nein, ich frage nur, ob die Annahmen noch zutreffen, nämlich daß z.B. der Marktpreis sich langfristig dem inneren Wert annähert. Ich habe das selber immer geglaubt, aber angesichts der aktuellen Situation habe ich immer mehr den Eindruck, daß es ganz andere Dinge sind, die den Preis bestimmen, nämlich vor allem die Geldflüsse spekulativer Teilnehmer ohne langfristigen Horizont. Und da es die eben jederzeit gibt, sind es auch jederzeit diese, die den Preis bestimmten. Ich bleibe mal bei meinem Beispiel Jungheinrich. Die läuft also von 2003 bis heute von 8 auf 35 und wieder zurück. Mal angenommen, der faire Wert liegt bei 15 , dann war doch der Zeitrahmen, in dem sie wirklich da war, nur ein paar Tage im Herbst 2003 und 2008. Jedenfalls glaube ich nicht, daß der innere Wert so volatil ist.

Wie bewertet man denn z.b. nicht börsennotierte Unternehmen? nach deiner Lesart wären die de facto Wertlos.. dem ist aber nicht so.

Wenn man einen Langfristigen Anlagehorizont hat, ist der innere Wert eines Unternehmens die mit großem Abstand wichtigste Determinante des Erfolges.

 

Wenn dem nicht so wäre, und der Aktienmarkt perfekt wäre, würde ein Investment schon rein theoretisch überhaupt keinen Sinn machen.

Dazu müßte man herausfinden wieviel Prozent der Unternehmen überhaupt mit dem inneren Wert bewertet sind. Ich vermute, daß es nicht sehr viele sind. In der Hausse sind sie deutlich drüber und in der Baisse deutlich drunter. Und warum?

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Jacob F
· bearbeitet von Jacob F
nein, ich frage nur, ob die Annahmen noch zutreffen, nämlich daß z.B. der Marktpreis sich langfristig dem inneren Wert annähert. Ich habe das selber immer geglaubt, aber angesichts der aktuellen Situation habe ich immer mehr den Eindruck, daß es ganz andere Dinge sind, die den Preis bestimmen, nämlich vor allem die Geldflüsse spekulativer Teilnehmer ohne langfristigen Horizont. Und da es die eben jederzeit gibt, sind es auch jederzeit diese, die den Preis bestimmten. Ich bleibe mal bei meinem Beispiel Jungheinrich. Die läuft also von 2003 bis heute von 8 auf 35 und wieder zurück. Mal angenommen, der faire Wert liegt bei 15 , dann war doch der Zeitrahmen, in dem sie wirklich da war, nur ein paar Tage im Herbst 2003 und 2008. Jedenfalls glaube ich nicht, daß der innere Wert so volatil ist.

 

Der Marktpreis nährt sich dem inneren Wert nicht an im Sinne eines Mathematischen Grenzwertes. Viel mehr bewegt er sich in einem Gewissen Rahmen um diesen Inneren Wert herum.

 

 

Der innere Wert ist ja auch eine subjektive Erscheinung. Es gibt eine Menge Investoren, die jeweils bereit sind, unterschiedliche Preise für ein Unternehmen zu zahlen. Sei es aus persönlicher Präferenz, aus Insiderinformationen, persönlicher Anlagestrategie usw. Daraus ergibt sich eine Bandbreite von subjektiven inneren Werten. Ein Beispiel: ich würde derzeit sehr wenig für eine GM Aktie bezahlen, weil GM meiner Meinung nach kurz vor der Insolvenz steht. Ein anderer Investor, nennen wir ihn mal Chevy-Liebhaber, ist bereit, einen höheren Preis zu zahlen, weil er die Autos gut findet und in seinem Leben bisher viel gutes mit GM verbunden hat und immernoch verbindet. Dieser Investor glaubt an einen langfristigen Erfolg des Unternehmens.

So kommen absolut unterschiedliche Bewertungen zustande. In einer Boomphase werden euphorische Gefühle verstärkt, in einer Baisse halt eher die negativen.

Ergo sind mal pessimistische Anleger in der Mehrzahl und mal optimistische.

 

 

Dazu müßte man herausfinden wieviel Prozent der Unternehmen überhaupt mit dem inneren Wert bewertet sind. Ich vermute, daß es nicht sehr viele sind. In der Hausse sind sie deutlich drüber und in der Baisse deutlich drunter. Und warum?

 

Jedes unternehmen ist mit einem inneren Wert bewertet.

Hierzu solltest du dir mal die Discounted Cash Flow methode anschauen.

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Marktfrau
· bearbeitet von Marktfrau
...und die Gewinne der letzten 10 Jahre sind nun auch futsch. Also, warum noch Aktien?

 

20 Jahre ohne Rendite. Sind Aktien nur was für die, die das komplette Instrumentarium mit häfuigem rein/raus, Absicherung mit Optionen, Chart-Technik usw. beherrschen und einsetzen? Gewinnen am Ende nur ein ein paar Prozent der Anleger?

 

Ich finde ja. Warum sollen denn die, die nur faul auf ihrem Ar**** rumsitzen das Geld im Schlaf verdienen. Die sollen ihr Geld doch aufs Sparbuch bringen. Wer mit Aktien was verdienen will, soll auch aktiv was dafür tun.

 

Die Börse ist nun mal kein Streichelzoo.

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Bärenbulle
· bearbeitet von Bärenbulle

Entscheidend ist doch die Frage, ob man kurzfristig oder langfristig in Aktien investieren will.

 

Wer langfristig investieren will der hat jetzt definitiv vglw. günstige Kurse. Hier gilt je länger man investieren will je besser und je geringer das Risiko. Natürlich bleibt die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt zum Einstieg. Hier sollte man meiner Meinung nach gestaffelt einsteigen in gleichverteilten Schritten z.B. bis zum Jahresende (zumal dann der Abgeltungsteuervorteil auf lange Sicht deutliche Vorteile bringt) :thumbsup: . Das ist jedenfall was ich jetzt tue.

 

Wer dagegen kurzfristig anlegen will, der bewegt sich schon in normalen Zeiten immer hart an der Grenze zum Zocken. In Zeiten wie diesen geht es dann nun mal wirklich zu wie im Spielcasino. Sofern man nicht Profi ist und in der Lage ist meisterhaft auf der Klaviatur der modernen und komplexen Finanzanalysetools zu spielen, sollte man meiner Meinung nach die Finger davon lassen, denn unter dem Strich verliert man bei jeder Transaktion letztlich nur die Gebühren :'( .

 

Natürlich ist nichts gegen eine kleine Partie Pocker einzuwenden, solange man das Geld nicht wirklich benötigt :w00t: .

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Fischbohne
In einer Boomphase werden euphorische Gefühle verstärkt, in einer Baisse halt eher die negativen.

Ergo sind mal pessimistische Anleger in der Mehrzahl und mal optimistische.

Eben. Gefühle! Börse ist zu einem großen Teil Psychologie. Die Kurs-X-Verhältnisse oder die Kapitalrenditen der Unternehmen oder die Eigenkapitalqouten können andere Marktteilnehmer auch berechnen oder gar bei onvista.de nachlesen. Die Kunst dabei ist doch, über den Gefühlen zu stehen!

 

 

Warum sollen denn die, die nur faul auf ihrem Ar**** rumsitzen das Geld im Schlaf verdienen. Die sollen ihr Geld doch aufs Sparbuch bringen. Wer mit Aktien was verdienen will, soll auch aktiv was dafür tun.

Keine Ahnung, was du persönlich jetzt mit "aktiv" meinst, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Wer "passiv" erfolgreich ist, hat's genauso verdient, denn das Verlustrisiko, das eine Aktienanlage mit sich bringt, trägt er trotzdem und wahrscheinlich wird er sich bei jeder neuen Anlage auch genau überlegen, worin er investiert. Auch wenn er sich dann vielleicht für ein halbes Jahr von der Börse verabschiedet.

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DrFaustus
"Aber wir haben uns bereits mit Aktien eingedeckt, von denen wir in drei, vier Jahren sagen werden, dass wir gut verdient haben"

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/ko...schen;2092257;2

 

Kontraindikator? :-

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Bonny

Kontra? Eher Pro. Ackermann hat es doch besser gemacht als die meisten seiner Kollegen. Warum sollte sich das nicht widerholen?

 

Bonny

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DrFaustus
Kontra? Eher Pro. Ackermann hat es doch besser gemacht als die meisten seiner Kollegen. Warum sollte sich das nicht widerholen?

 

Bonny

 

Naja, Hohe Abschreibungen und Verluste hatte die Deutsche Bank auch.

Ausserdem hat er schon mehrmals das Ende der Krise verkündet, bevor es dann erst richtig los ging...

Aber ich denke schon, dass er nicht ganz so falsch liegt. :thumbsup:

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TerracottaPie
Ich finde ja. Warum sollen denn die, die nur faul auf ihrem Ar**** rumsitzen das Geld im Schlaf verdienen. Die sollen ihr Geld doch aufs Sparbuch bringen. Wer mit Aktien was verdienen will, soll auch aktiv was dafür tun.

 

Die Börse ist nun mal kein Streichelzoo.

 

?

 

Aktionäre stellen Kapital zur Verfügung, damit Unternehmen Geld verdienen können. Sie tragen ein Risiko und sollten dafür entschädigt werden. Was gibt's da zu "finden"?

 

Mal davon abgesehen dürften die meisten, die das Rein-Raus mit dem kompletten Instrumentarium probieren, erst Recht Geld verlieren. Aber als Bank-Aktionär freut man sich ja darüber.

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DrFaustus
Aktionäre stellen Kapital zur Verfügung, damit Unternehmen Geld verdienen können. Sie tragen ein Risiko und sollten dafür entschädigt werden. Was gibt's da zu "finden"?

 

Darüber lässt sich streiten:

 

Aktionäre stellen zwar Kapital zur Verfügung, aber es ist Eigenkapital. Und somit gehört den Aktionären die Firma. wenn diese Firma nunmal (grob gesagt) irgendwas produziert was keine alte Sau kaufen will, so haben die Aktionäre eben aufs falsche Pferd gesetzt.

 

Wenn cih ne Firma gründe und will Handschuhe im Sommer als den neuen Trend verkaufen. Ich stecke 100.000 EUR in die Firma, dann bekomme ich auch keine Entschädigung.

 

Vielleicht sollten sich manche erst einmal damit beschäftigen was eine Aktie ist, bevor sie sowas kaufen... :-

 

Wenn du Geld zur Verfügung stellen willst und dafür sicher etwas bekommen, solltest du Anleihen kaufen! :-

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TerracottaPie
· bearbeitet von TerracottaPie

Wieso nicht einen MSCI-World-ETF?

 

Edit: Habe ein "sicher" übersehen. Ich habe ja gerade nicht von "sicher" gesprochen, sondern von einer riskanten Anlage, die theoretisch die sichere Anleihenrendite und einen Risikoaufschlag bringen sollte. Aus welchem Grund habe ich also keinen Anspruch auf eine Renditeerwartung, wenn ich den gesamten Aktienmarkt über den Umweg eines Fonds kaufe?

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berliner
Ich finde ja. Warum sollen denn die, die nur faul auf ihrem Ar**** rumsitzen das Geld im Schlaf verdienen. Die sollen ihr Geld doch aufs Sparbuch bringen. Wer mit Aktien was verdienen will, soll auch aktiv was dafür tun.

Ich sehe das anders. Die Börse soll eigentlich dazu dienen, Kapital für Firmen einzusammeln, indem Beteiligungen verkauft werden. Das ist doch per se ein langfristiges Geschäft. Das heutige Geschehen ist doch von dieser einfachen Idee weit entfernt. Es wird immer kurzfristiger. Was haben die Instrumente, mit denen heute Kurse bewegt werden, noch damit zu tun? Vor allem die, bei denen gar nicht mehr sichtbar wird, in welches Unternehmen investiert wird? Und Shorts sind sowieso das Gegenteil davon.

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berliner
Aktionäre stellen zwar Kapital zur Verfügung, aber es ist Eigenkapital. Und somit gehört den Aktionären die Firma. wenn diese Firma nunmal (grob gesagt) irgendwas produziert was keine alte Sau kaufen will, so haben die Aktionäre eben aufs falsche Pferd gesetzt.

 

Wenn cih ne Firma gründe und will Handschuhe im Sommer als den neuen Trend verkaufen. Ich stecke 100.000 EUR in die Firma, dann bekomme ich auch keine Entschädigung.

Was ist aber, wenn du Handschuhe im Winter verkaufst, und damit gut Geld verdienst, aber dann werden plötzlich Derivate erfunden, die deinen Aktienkurs an den Wetterbericht koppeln und solange ein kälterer Winter vorhergesagt wird, steigt sie um bis zu 100% und wird ein warmer Winter vorhergesagt, wird sie auf 20% runtergeprügelt.

 

Dann werden die Kurse nicht mehr Leuten bewegt, die wirklich in die Handschuh-Produktion investieren, sondern von Leuten, die ein Instrrument gefunden haben, um auf Temperaturschwankungen zu wetten. Der darunterliegende Wert und dessen Geschäftsmodell ist sekundär.

 

Das ist doch das, was aus der Börse geworden ist.

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saibottina

Wenn man bedenkt, dass wir anscheinend vor bzw. in ner weltweiten Rezession stehen (ist angeblich schon recht lange her, dass sowohl USA, Japan, als auch Europa in ne Rezession gingen) ist ein DAX-Stand von 4500 doch gar net so schlecht, 2003 standen die Kurse noch viel niedriger, und da gings nur um ein paar läppische Internetfirmen (okay, etwas übertrieben ausgedrückt)

Der Marktpreis nährt sich dem inneren Wert nicht an im Sinne eines Mathematischen Grenzwertes. Viel mehr bewegt er sich in einem Gewissen Rahmen um diesen Inneren Wert herum.

Und selbst wenn. Warum sollte der Zeitpunkt "unendlich" denn ausgerechnet gerade jetzt erreicht sein? Ich denk, dieser Zeitpunkt ist noch verdammt weit weg...

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AzadKing
Was ist aber, wenn du Handschuhe im Winter verkaufst, und damit gut Geld verdienst, aber dann werden plötzlich Derivate erfunden, die deinen Aktienkurs an den Wetterbericht koppeln und solange ein kälterer Winter vorhergesagt wird, steigt sie um bis zu 100% und wird ein warmer Winter vorhergesagt, wird sie auf 20% runtergeprügelt.

 

Dann werden die Kurse nicht mehr Leuten bewegt, die wirklich in die Handschuh-Produktion investieren, sondern von Leuten, die ein Instrrument gefunden haben, um auf Temperaturschwankungen zu wetten. Der darunterliegende Wert und dessen Geschäftsmodell ist sekundär.

 

Das ist doch das, was aus der Börse geworden ist.

 

Standing Ovation :thumbsup::D That's it... exactly..

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berliner
Wenn man bedenkt, dass wir anscheinend vor bzw. in ner weltweiten Rezession stehen (ist angeblich schon recht lange her, dass sowohl USA, Japan, als auch Europa in ne Rezession gingen) ist ein DAX-Stand von 4500 doch gar net so schlecht, 2003 standen die Kurse noch viel niedriger, und da gings nur um ein paar läppische Internetfirmen (okay, etwas übertrieben ausgedrückt)

Rechne VW und die aufgelaufenen Dividenden raus, und die Sache sieht schon ganz anders aus.

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DrFaustus
Was ist aber, wenn du Handschuhe im Winter verkaufst, und damit gut Geld verdienst, aber dann werden plötzlich Derivate erfunden, die deinen Aktienkurs an den Wetterbericht koppeln und solange ein kälterer Winter vorhergesagt wird, steigt sie um bis zu 100% und wird ein warmer Winter vorhergesagt, wird sie auf 20% runtergeprügelt.

 

Dann werden die Kurse nicht mehr Leuten bewegt, die wirklich in die Handschuh-Produktion investieren, sondern von Leuten, die ein Instrrument gefunden haben, um auf Temperaturschwankungen zu wetten. Der darunterliegende Wert und dessen Geschäftsmodell ist sekundär.

 

Das ist doch das, was aus der Börse geworden ist.

 

Quatsch, das ändert doch nichts daran, dass du Gewinn mit deinem Unternehmen erzielst. Der Aktienkurs kann dir doch egal sein...

Wenn das Geld mit dem wir bezahlen nichts mehr wert ist und der Aktienkurs deiner Aktie bei 1.000.000.000 EUR steht, hast du ja auch nichts davon oder?

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Carlos
Was ist aber, wenn du Handschuhe im Winter verkaufst, und damit gut Geld verdienst, aber dann werden plötzlich Derivate erfunden, die deinen Aktienkurs an den Wetterbericht koppeln und solange ein kälterer Winter vorhergesagt wird, steigt sie um bis zu 100% und wird ein warmer Winter vorhergesagt, wird sie auf 20% runtergeprügelt.

 

Dann werden die Kurse nicht mehr (von) Leuten bewegt, die wirklich in die Handschuh-Produktion investieren, sondern von Leuten, die ein Instrrument gefunden haben, um auf Temperaturschwankungen zu wetten. Der darunterliegende Wert und dessen Geschäftsmodell ist sekundär.

 

Das ist doch das, was aus der Börse geworden ist.

 

Ja, das ist das was aus der Börse geworden ist. Weil das eben eine erlaubte Erweiterung des normalen Geschäftmodells geworden ist. Man antizipiert ein Ereignis (in Deinem Beispiel: stagnierender Handschuhverkauf wird bereits dann antizipiert, wenn ein "milder Winter" vorausgesagt wird), und dann tritt die psychologische Schwelle ein. Oder: man geht eine "Wette" ein, dass bestimmte Aktien in zukunft fallen (oder steigen) werden, und investiert in diese Derivate. Was da passieren kann sieht man am Beispiel Merckle.

 

Und wie seid Ihr der Meinung sollte das künftig funktionieren? Bleiben wir bei berliner's Beispiel: es gibt keine Derivate, also richtet sich der Wert meiner Aktien der Handschuhfirma einzig und allein nach den Ergebnissen des Unternehmens. Und die werden jährlich, haljährlich oder quartalsmässig bekanntgegeben, und erst dann - oder bei einer Gewinnwarnung - hat man Anhaltspunkte ob der Aktienwert angemessen, zu hoch oder zu nieder ist.

 

Wie soll es denn an der Börse wirklich funktionieren, damit die Mehrheit zufrieden ist? Ich bin mit der jetzigen Lage auch nicht zufrieden, schiebe aber die Schuld nicht auf die Börse(n) zu sondern auf andere Umstände, in erster Linie totales Versagen der Kreditpolitik seitens wichtiger Finanzunternehmen. Das war es, was das ganze Schlamassel verursacht hat. Selbst Ackermann hat sich in seiner Einschätzung geirrt, siehe Interview welches weiter oben eingelinkt ist. Da bin ich ja in nobler Gesellschaft... ich dachte auch Anfang September das Schlimmste sei vorüber, als F&F seitens der US-Regierung gerettet wurden. Dass dann die Lehman-Pleite kam, und dann erst richtig die Lawine ins rollen kam, damit haben wohl die Wenigsten gerechnet. Aber ist das Schuld der Börsen?

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Dagobert2
Ja, das ist das was aus der Börse geworden ist. Weil das eben eine erlaubte Erweiterung des normalen Geschäftmodells geworden ist. Man antizipiert ein Ereignis (in Deinem Beispiel: stagnierender Handschuhverkauf wird bereits dann antizipiert, wenn ein "milder Winter" vorausgesagt wird), und dann tritt die psychologische Schwelle ein. Oder: man geht eine "Wette" ein, dass bestimmte Aktien in zukunft fallen (oder steigen) werden, und investiert in diese Derivate. Was da passieren kann sieht man am Beispiel Merckle.

 

Und wie seid Ihr der Meinung sollte das künftig funktionieren? Bleiben wir bei berliner's Beispiel: es gibt keine Derivate, also richtet sich der Wert meiner Aktien der Handschuhfirma einzig und allein nach den Ergebnissen des Unternehmens. Und die werden jährlich, haljährlich oder quartalsmässig bekanntgegeben, und erst dann - oder bei einer Gewinnwarnung - hat man Anhaltspunkte ob der Aktienwert angemessen, zu hoch oder zu nieder ist.

 

Wie soll es denn an der Börse wirklich funktionieren, damit die Mehrheit zufrieden ist? Ich bin mit der jetzigen Lage auch nicht zufrieden, schiebe aber die Schuld nicht auf die Börse(n) zu sondern auf andere Umstände, in erster Linie totales Versagen der Kreditpolitik seitens wichtiger Finanzunternehmen. Das war es, was das ganze Schlamassel verursacht hat. Selbst Ackermann hat sich in seiner Einschätzung geirrt, siehe Interview welches weiter oben eingelinkt ist. Da bin ich ja in nobler Gesellschaft... ich dachte auch Anfang September das Schlimmste sei vorüber, als F&F seitens der US-Regierung gerettet wurden. Dass dann die Lehman-Pleite kam, und dann erst richtig die Lawine ins rollen kam, damit haben wohl die Wenigsten gerechnet. Aber ist das Schuld der Börsen?

 

Die Börse ist nix anderes als ein grosser computergestützter An- und Verkaufsmechanismus der genauso wie andere Systeme nach dem Prinzip "Garbage in, Garbage out" funktioniert. Welche Schuld sollte so ein binäres System haben - ein PC hat mit Religion nix am Hut und Schuld ist ein religiöser Begriff? Wenn man dann von Schuld sprechen will: Die hat derjenige der den Kauf- bzw. Verkaufsknopf drückt....und das sind wir!

 

Wird langsam ein Philosophieforum hier, very amusing wie so Börsenrückstösse auf die Themeninhalte Einfluss nehmen :-

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