reko 17. Mai · bearbeitet 17. Mai von reko Interessant ist die beabsichtigte Reform der Netzentgelte. Statt für den reinen Stromverbrauch (kWh) zu zahlen, sollen Netzentgelte künftig danach berechnet werden, wie viel Netzkapazität (kW) ein Nutzer maximal beansprucht (den Anschlusswert d.h. den Nennwert der Hauptsicherungen). Der zukünftig dominante Kostenfaktor, das Netzentgelt, ist dann nicht mehr verbrauchsabhängig. Das ist zwar gerechter als bisher, es gibt dann aber kaum noch einen Anreiz Strom zu sparen. Das wird die Kosten weiter hoch treiben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 17. Mai vor 6 Minuten von reko: Statt für den reinen Stromverbrauch (kWh) zu zahlen, sollen Netzentgelte künftig danach berechnet werden, wie viel Netzkapazität (kW) ein Nutzer maximal beansprucht Das macht Sinn. Gilt das auch für Privatverbraucher? Ich habe erwartet die Grundgebühren müssen hoch. So wäre das Ergebnis gleich. Kann ich dann mit Akku meine max_Verbrauchsleistung aus dem Netz senken? Warum sollte ich denn mehr zahlen, wenn ich z.B. bei Überschuss das Auto maximal schnell lade und dadurch mehr Netzkapazität beanspruche. --> das sollte variabel sein. vor 7 Minuten von reko: Das ist zwar gerecht, es gibt dann aber kaum noch einen Anreiz Strom zu sparen. Das wird die Kostewn weiter hoch treiben. Kommt drauf an wie dynamisch die Preise sein werden. Man kann beim Netzentgelt variable und fixe Kosten-Blöcke schaffen. Selbstversorger sind derzeit Arbitrageure (=Kapitalisten ohne Rücksicht aufs Allgemeinwohl), die nicht ihre wahren Kosten decken. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 17. Mai · bearbeitet 17. Mai von reko vor 39 Minuten von oktavian: Kommt drauf an wie dynamisch die Preise sein werden. Man kann beim Netzentgelt variable und fixe Kosten-Blöcke schaffen. Ich habe letztes und dieses Jahr neue Stromzähler für Wärme und Haushalt bekommen. Es sind aber nur moderne Zähler geworden, da am Ort des Zählerschranks kein Mobilfunkempfang mit den 3 Vertragsmobilfunkanbietern besteht. Mein Stromverbrauch kann weder variabel abgerechnet noch meine Wärmepumpe vom Netzbetreiber bei Netzengpässen abgeschaltet werden. Der Monteur meinte das wäre bei jeden 5. Zähler den er verbaut so. Er einzige Gewinn ist eine höhere Zählermiete die mir berechnet wird. Die Umrüstung auf moderne Zähler und Smartmeter ist in Deutschland stark hinter den Zeitplänen. Andere Länder sind mit der Umrüstung fertig und brauchen kein Mobilfunknetz, das weitere Kosten verursacht: Von KI: Führende Länder mit PLC-Technologie (ohne Mobilfunk am Zähler): Frankreich, Italien, Spanien, Österreich, Schweden. Auch hier ist Deutschland der Geisterfahrer. Nebenbei, den Mobilfunkempfang kann man auch mit etwas Alufolie stören. Es fehlt bei der Energiewende und Netzplanung an etwas mehr technischen Sachverstand der Entscheider. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 17. Mai vor 42 Minuten von reko: Nebenbei, den Mobilfunkempfang kann man auch mit etwas Alufolie stören. Ja, ich frage mich auch wie bei Störungen abgerechnet wird... vor 43 Minuten von reko: einzige Gewinn ist eine höhere Zählermiete die mir berechnet wird. Der moderne Zähler kann auch Einspeisung l, wenn du ein Balkonkraftwek oder größere PV installierst. Außerdem blinkt das Ding bei uns - je höher der Verbrauch desto schneller blinkt es und es kann den aktuellen Verbrauch auf dem display ausgeben. Was das bringt, weiß ich nicht. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 17. Mai · bearbeitet 17. Mai von reko vor 20 Minuten von oktavian: Ja, ich frage mich auch wie bei Störungen abgerechnet wird... Die Zähler haben einen Speicher für wenige Wochen. Dauert es länger kommt jemand und liest wie früher ab. Nachträgliche Fernabschaltung geht natürlich nicht. vor 20 Minuten von oktavian: Der moderne Zähler kann auch Einspeisung In Zukunft geht nur noch Direktvermarktung. Ohne Datenverbindung geht das nicht und lohnt für kleine Balkonkraftwerke auch nicht. Das ist nur was für alte Solarpofiteure mit EEG-Vergütung. Die haben aber schon einen modernen Zähler. Ein Mobilfunkausfall ist bei Solaranlagen noch kritischer. Gerade hier müsste ein Abschalten durch den Netzbetreiber möglich sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 17. Mai vor 44 Minuten von reko: Das ist nur was für alte Solarpofiteure mit EEG-Vergütung. Deshalb sage ich doch mache jetzt ein BKW ran mit 2 kWp und melde es beim Netzbetreiber für Vergütung an. Das kompensiert die Zählerkosten gerade so. Noch gibt es doch Geld. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 17. Mai · bearbeitet 17. Mai von reko vor einer Stunde von oktavian: Noch gibt es doch Geld. Ich habe bereits eine kleine Inselanlage auf einen zeitweise beschatteten Südostdach. Ich müßte meinen Laderegler durch einen netzgeführten Wechselrichter ersetzen. Auch mein Akku und Inselwechselrichter wären Schrott und ich hätte mein separates Notstromsystem durch ein System ersetzt, das ich falsch halte. Es würde mir nur das Gefühl geben ich habe die blöde Politik ausgetrickst. Finanziell lohnt es nicht meine Arbeit und erst recht nicht einen Auftrag an einen Handwerker. Dafür habe ich weiter steigende Netzkosten verursacht. Die KI meint: "Eine direkte finanzielle Förderung für die reine Einspeisung von Balkonstrom (wie eine fortlaufende Vergütung) lohnt sich bei Balkonkraftwerken rechtlich und bürokratisch fast nie. Stattdessen sichern Sie sich die staatliche Unterstützung über regionale Investitionszuschüsse beim Kauf sowie die vereinfachte Gratis-Registrierung. .. Die eigentliche „Rendite“ liegt im Eigenverbrauch" Ich brauche keinen billigen Kredit. Lohnen würde sich wenn, dann nur eine Steuerung, die den überschüssigen Strom meines Notstromkreises ins Hausnetz einspeist und langfristig meinen Anschlusswert erniedrigt. Das müßte dann aber ein Elektriker machen und das gibt es vermutlich nicht von der Stange. Mein zweites Haus mit schattenfreien Südwestdach befindet sich in Österreich. Dort gibt es für Balkonkraftwerke keine staatlich garantierte feste Einspeisevergütung. Bei größeren Anlagen braucht man einen eigenen Einspeisezähler und wird zum viertelstündlichen Marktpreis vergütet. Das halte ich für die Gesellschaft für das bessere System. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 17. Mai vor 57 Minuten von reko: reine Einspeisung von Balkonstrom Das ist klar. Du musst Überschusseinspeisung machen, sonst brauchst du Elektriker. Bürokratie= 1* Anmelden beim Netzbetreiber +jährlich eine Zahl mitmelden (Einspeisung) statt nur Verbrauch. Wenn du Inselanlage hattest und nicht im Stammdatenregister warst, musst du das auch dort melden. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 17. Mai · bearbeitet 17. Mai von reko vor 30 Minuten von oktavian: Das ist klar. Du musst Überschusseinspeisung machen, sonst brauchst du Elektriker. Dann versuche ich aber nicht noch schnell vor Torschluss 7,78 Cent / kWh für einige kWh Überschuss zu bekommen. Der Aufwand rentiert sich einfach nicht. Gibt es inzwischen brauchbare kommerzielle Systeme für Nulleinspeisung? Es gibt Bastellösungen, die vermutlich auch ohne Elektriker nicht legal sind. Einen Akku mit Laderegler hätte ich bereits. Ich glaube netzgeführte Wechselrichter könnte ich auch aus meinen Akku speisen (ev. mit einen strombegrenzenden DC/DC-Wandler). Ich kann mich an einen Vorschläg mit eigenen WLAN fähigen Stromzähler und eigener Microcontrollersteuerung erinnern. Ich vermute das ist weder wirtschaftlich noch legal. Mit schnell getakteten Verbrauchern würde es sowieso nicht funktionieren. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 17. Mai · bearbeitet 17. Mai von reko Jetzt kommen weitere Netzkosten durch den Kapazitätsmarkt. Die aktuelle Planung wird aber nicht reichen. Das wird noch mehr. Genauso wie man früher behauptet hat, wir brauchen keinen Kapazitätsmarkt werden die Kosten immer noch klein geredet. Nachdem die Stromkunden den Bau von Solar- und Windparks durch Subventionen bezahlt haben, tun sie das nun auch für die Backupkraftwerke. 2026/05/13 Meilenstein für die Versorgungssicherheit Strom: Kapazitätsmarkt sichert zukünftig die Versorgung mit Strom ab 2025/10 bne Hochrechnung: Zentraler Kapazitätsmarkt verursacht Umlagekosten von bis zu 435 Milliarden Euro Geladen - Batteriepodcast zur Energiewende 2026/05/17: 435 Milliarden für Kraftwerke, die kaum laufen - Dr. Wolf-Peter Schill Der Energiewende Befürworter Dr. Schill vom DIW-Berlin gibt zu, dass ein Energy only Markt mit überwiegend volatilen Erzeugern nicht funktioniert. Schill möchte lieber eine Kraftwerksreserve, die nur bei echten Engpässen einspeisen darf, damit die Volatilität weiter hoch bleibt und Arbitrage-Batterien wirtschaftlich bleiben. Warum das billiger sein soll kann ich nicht nachvollziehen. Explizit behauptet er das auch nicht. Er sagt nur ein Kapazitätsmarkt wird teuer liefert aber keine billigere Lösung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 17. Mai vor 1 Stunde von reko: Gibt es inzwischen brauchbare kommerzielle Systeme für Nulleinspeisung? Es gibt Bastellösungen, die vermutlich auch ohne Elektriker nicht legal sind. Das geht generell nicht. Sobald Kabel zum öffentlichen Netz führen musst du melden. Ich hole mir meine 30-40€ p.a. wieder. Kann aber zukünftig einen 2 kWh Akku für 300€ kaufen, sobald es einen mit open source software gibt. Dennoch muss du eh melden. Bei echter Insellösung müsstest du Verbraucher umstöpseln. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 17. Mai · bearbeitet 17. Mai von reko vor 3 Minuten von oktavian: Bei echter Insellösung müsstest du Verbraucher umstöpseln. Das mache ich. Im Sommer funktioniert die Insel. Im Winter brauche ich das Netz. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 22. Mai · bearbeitet 22. Mai von reko Um die neuen KI-Rechenzentren zeitnah mit Strom zu versorgen müssen Gaskraftwerke gebaut werden - viele davon Off-Grid. 2026/05/18 More than 100 UK datacentres plan to burn gas to generate electricity 2026/05/21 Inside the plot to cover Europe with gas-powered AI data centres .. “Sooner or later there will be a wake-up call for the EU”, said Francesco Ciccola of American gas turbine manufacturer Mitsubishi Power Aero. 2026/05/10 Europas KI darf kein Erdgas atmen .. Der Trend hat längst auch Europa erreicht. Gasturbinen sind wegen der großen Nachfrage aus den USA mittlerweile ein äußerst knappes Gut , und die Branche wittert auch diesseits des Atlantiks ein gigantisches Geschäft. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 23. Mai Glaube der Stromausfall in Spanien wurde noch nicht endgültig besprochen. Hier ist der report https://www.entsoe.eu/publications/blackout/28-april-2025-iberian-blackout/ Photovoltaik wird nicht als Ursache erwähnt. Zitat 28 April was a typical spring day in Spain, with mild temperatures and sunshine. According to Figure 2-18, the system’s solar photovoltaic generation was similar to previous days, while wind generation was more variable but within the ranges observed in previous days. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
HHanseat 23. Mai Tja, und was war jetzt die Ursache, und wie vermeiden wir das zukünftig? Den Report finde ich nach Studium der Executive Summary und der Conclusion ziemlich schwach und schwer verständlich. Ursache: es ist kompliziert... Empfohlene Maßnahmen: etwas Detailoptimierung. Überzeugt mich nicht wirklich, und befeuert den Verdacht, dass unbequeme Erkenntnisse vernebelt werden sollen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 23. Mai · bearbeitet 23. Mai von reko vor einer Stunde von oktavian: Photovoltaik wird nicht als Ursache erwähnt. Aber es wird gesagt, dass durch zu wenig konventionelle Kraftwerke zu wenig Blindleistung bereit gestellt werden konnte. Blindleistung die die damals dominierende netzfolgende Photovoltaik nicht liefern konnte, Das ist dann vielleicht politisch korrekt aber faktisch ist das die gleiche Aussage, Man muß zuerst das dafür ausgelegte Netz haben, bevor man so viel netzfolgende Photovoltaik ins Netz läßt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 23. Mai vor 47 Minuten von reko: durch zu wenig konventionelle Kraftwerke zu wenig Blindleistun Die konventionellen Kraftwerke haben selbst zu wenig Blindleistung bereitgestellt. vor 51 Minuten von reko: Blindleistung die die damals dominierende netzfolgende Photovoltaik nicht liefern konnte Wechselrichter können theoretisch Blindleistung bringen - trotz Abschaltung. Das ist kein generelles PV Problem wie es in der Presse damals hieß. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 23. Mai · bearbeitet 24. Mai von reko vor 8 Stunden von oktavian: Die konventionellen Kraftwerke haben selbst zu wenig Blindleistung bereitgestellt. Ein konventionelles Kraftwerk kann eine bestimmte Menge Blindleistung liefern, die für die eigene Wirkleistung und etwas netzfolgende Leistung ausreicht. Aber es gibt physikalische Grenzen. Nimmt man keine Wirkleistung ab, liefert es auch keine Blindleistung. Beim Blackout in Spanien waren einfach zu wenig konventionelle Kraftwerke im Netz. Eine ausreichend Bindleistung muß auch lokal verfügbar sein. Der Blackout hatte einen regionalen Auslöser und hat sich dann national ausgebreitet. Blindleistung kann nicht über weite Strecken transportiert werden. vor 8 Stunden von oktavian: Wechselrichter können theoretisch Blindleistung bringen Dann muß man solche netzbildende (teurere) Wechselrichter auch vorschreiben. Aktuell gibt es sie praktisch nicht. Der österreichische Netzbetreiber übersetzt den politsch korrekten Bericht: "Zu Beginn des verhältnismäßig frühen Ausbaus der erneuerbaren Stromerzeugung (v.a. Wind und PV) in Spanien hat man diesen Erzeugungstechnologien vereinfachte Netzanschlussbedingungen eingeräumt. Das führte zu einer sehr begrenzten Möglichkeit dieser Anlagen die Spannung im Netz aktiv zu regeln.Zeitgleich hat man sich darauf verlassen, dass eine aktive dynamische Spannungsregelung in ausreichendem Umfang durch die konventionellen Kraftwerke bereitgestellt wird. .. Weitere Defizite bestanden in weit interpretierbaren Regularien, in einem erhöhten Grenzwert zum Betrieb des Übertragungsnetzes bzw. keine genauen Vorgaben im Einsatz von konventionellen „must-run“ Kraftwerken zur Spannungshaltung. " Blackoutursache war zu viel, nicht regelbarer Strom. Ich sage es nochmal: Erst das erforderliche Netz ausbauen, dann der Anschluss von PV- und Wind-Anlagen. Der Netzausbau ist teuer und zeitaufwendig aber eine Voraussetzung. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 24. Mai vor 14 Stunden von reko: Der österreichische Netzbetreiber übersetzt den politsch korrekten Bericht: Das trifft nicht auf aktuelle PV Technik zu. Ich habe schon immer die alten, hoch geförderten PV Anlagen kritisch gesehen. Wenn die PV Anlagen nicht netzdienlich sind, ist es eher Versagen des Regulierers. So liest sich auch der Bericht. Tage vorher gab es mehr PV Strom als an diesem Tag des blackouts. Die konventionellen Kraftwerke lieferten selbst zu wenig Blindleistung. Ja, viele Fehler. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 24. Mai · bearbeitet 24. Mai von reko vor einer Stunde von oktavian: Das trifft nicht auf aktuelle PV Technik zu. Doch, auch der Wechselrichter einer Balkonsolaranlage, die du heute installieren läßt ist netzfolgend und hat einen festen Phasenwinkel idR ohne nennenswerte Blindleistung. Insbesondere kann er Blindleistung nicht regeln. Er schert sich nicht um den aktuellen Blindleistungsbedarf des Netzes sondern erfüllt einfach stur seinen vorgeschriebenen Normwert. Genauso wie es im Netz einen wechselnden Wirkleistungsbedarf gibt, gibt es auch einen wechselnden Blindleistungsbedarf. Es muß jemand sagen wieviel Blindleistung diese Wechselrichter oder STATCOMs in jeder Sekunde und in jeder Region liefern sollen. Das kann nur der Netzbetreiber. Ein einmalig festgelegter Wert in der Anschlußnorm reicht nicht. Es gibt inzwischen netzbildende Wechselrichter. Sie simulieren das Verhaten eines Synchrongenerators und brauchen dazu auch einen Energiespeicher. Solche Anlagen werden wegen der hohen Kosten aber nur eingebaut wenn sie für ihre Blindleistung auch bezahlt werden. Ein Synchrongenerator und die Stromnetze haben als Steuergröße für den Leistungsbedarf die Netzfrequenz. Ein üblicher netzfolgender Weschselrichter verwendet dafür die Netzspannung. Netzstörungen werden nicht reduziert sondern verstärkt. Das führt u.U. zu einen falschen Regelergebnis und in Folge zum Blackout. Es ist ein Versagen der Gesetzgebung und des Strommarktdesigns. Die Netzbetreiber müssen Solar- und Windanlagen ins Netz lassen. Maximal können sie bei größeren Anlagen etwas verzögern. Netzbetreiber müssen sich ihre Investitionen in das Stromnetz von der Bundesnetzagentur genehmigen lassen und durfen selbst keine Stromerzeuger und keine Stromspeicher betreiben. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 24. Mai vor 6 Stunden von reko: Doch, auch der Wechselrichter einer Balkonsolaranlage ja, schon. In dem Report ging es nur um große PV Anlagen. Ich denke da würde das schon Sinn machen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 25. Mai Habe mal ein bisschen recherchiert. Selbst bei manchen Mikrowechselrichtern für Balkonkraftwerke lässt sich das Netzprofil für Blindleistung einstellen. Ich Frage mich echt wieso man es nicht mehr nutzt siehe Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 25. Mai · bearbeitet 25. Mai von reko vor einer Stunde von oktavian: Netzprofil für Blindleistung einstellen. Man braucht keine starre Einstellung des Blindleistungsphasenwinkels sondern eine Regelung. Abgesehen davon, dass vermutlich der größte Teil der wenigen Wechselrichter mit einstellbaren Phasenwinkel falsch eingestellt werden. Die Wechselrichter werden in China hergestellt und in der Werkseinstellung (reine Wirkleistung) betrieben. Es müsste ein Protokoll geben, mit dem der Netzbetreiber diese Einstellung verändern kann. Es gibt auch dynamische Anpassungen wie Q(U)- oder Q(P)-Regelungen mit denen versucht wird den Blindleistungsbedarf des Netzes besser abzuschätzen. Wie viel solche Regelungen helfen würden weiss ich nicht. Q(U) hätte ev in Spanien geholfen, könnte aber in anderen Situationen falsch sein. Das wird man erst hinterher im praktischen Betrieb sehen. Ich sehe zur Zeit eher den Versuch das Blindleistungsproblem mit der Investition in STATCOMs zu lösen. Die Netzbetreiber sind es gewohnt Blindleistung hochdynamisch nach Bedarf von den Grosskraftwerken anzufordern. Dafür suchen sie einen Ersatz. Das Netz stabil zu halten wird sicher sehr viel komplizierter als früher mit überwiegend Synchrongeneratoren. Die Google-KI meint: Zitat Der flächendeckende Ausbau des deutschen Stromnetzes mit STATCOM-Systemen wird schätzungsweise mehrere Milliarden Euro kosten und ein fortlaufendes Großprojekt bis mindestens 2037, teils bis 2045 sein. .. Kosten pro Großanlage: Ein einzelnes Großprojekt des Übertragungsnetzbetreibers Amprion zeigt die Dimensionen: Für den Bau von vier hochmodernen Groß-STATCOMs (drei davon mit weltweit rekordverdächtigen 600 MVAr Leistung) belief sich das Investitionsvolumen auf rund 180 Millionen Euro. Das entspricht etwa 45 Millionen Euro pro Großstation. Gesamtbedarf im Übertragungsnetz: Die Dimensionen im Zielnetz sind gewaltig. Allein der Netzbetreiber 50Hertz plant in seinem Gebiet bis zum Zieljahr die Installation von über 16.000 MVAr STATCOM-Leistung. Rechnet man dies grob auf alle vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber (50Hertz, Amprion, TenneT, TransnetBW) hoch, ergibt sich ein Bedarf von mehreren zehntausend MVAr. Gesamtsumme für Blindleistungskompatibilität: Der finanzielle Aufwand für STATCOMs und verwandte Technologien (wie rotierende Phasenschieber) wird sich im deutschen Höchstspannungsnetz auf einen mittleren einstelligen Milliardenbetrag summieren. Diese Summe ist eingebettet in die prognostizierten Gesamtkosten für das deutsche Übertragungsnetz, die sich bis 2045 laut Netzentwicklungsplan auf 365 bis 392 Milliarden Euro belaufen Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 26. Mai · bearbeitet 26. Mai von reko Solarpapst Prof. Krauer und Netzexperte Dr. Fette Video 2026/05/20 Netzregelung: Zentrale vs. dezentrale Intelligenz - Dr. Fette & Prof. Krauter. Zitat momentan ist ja bei vielen Netzbetreibern der Weg der, dass man sagt, ich habe meine Strukturen, ich baue erstmal was ein, ich habe neue Anforderungen da drin, wie die Steuerbarkeit der Geräte, das umzusetzen, ja, das binde ich dann ein in mein Leitsystem rein und so weiter und so fort. Also das ist so im Prinzip so ein Fortschreiben dessen, was man in der Vergangenheit gemacht hat und dann zu sehen, wie man das entsprechend realisiert, die Systeme etwas aufbohrt, hier noch was und da noch paar Änderungen dazu und dann meint man, es würde richtig funktionieren und ich meine das nicht. Meine Interpretation, man hat ein Problem aber noch keine generelle Lösung. Wechselrichter dominante Systeme erfordern um mindestens eine Größenordnung schnellere und lokalere Regelungen. Auch Interessant: Zitat @21:01 alle diese Störungen, über die wir reden, treten dann in der Regel bei Nullast auf oder bei Schwachlast auf, weil dann solche Resonanzprozesse besonders stark ausgeprägt sind. @22:57 insofern war das erstmal interessant zu erkennen, dass das Netz selber in diesem relativ kurzen in der relativ kurzen Distanz von 5 km 6 km Abstand schon ein anderes dynamisches Verhalten aufzeigt @25:25 Aber die grundsätzliche Frage ist, warum hat's denn in der Vergangenheit gut funktioniert? .. Das kannst du so machen, .. wenn dieses unterlagerte System, die niederfrequenten Größen stabil sind und schnell abklingen. .. wenn das System allerdings dann nicht mehr sozusagen schnell abklingt, dass diese Dynamiken eben trotzdem vorhanden sind, möglicherweise sogar aufklingen, dann ist das gesamte System an dieser Stelle (wird es) instabil. .. Dämpfen können wir nur machen, indem wir vernünftige Regelungstechnik aufbauen und dem System dann auch den Wechselrichter ein anderes geregeltes Verhalten geben .. Das ist natürlich im klassischen Wechselrichterkonzept heute nicht vorgesehen .. wenn wir jetzt auf dann systembildende Wechselrichter gehen, werden wir genau diese Problematik kennen und auch behandeln müssen, weil natürlich die Wechselrichter selber wie eine Spannungsquelle reagieren und damit natürlich anderes Verhalten haben. Wir müssen dafür sorgen, dass nicht nur die Einzelanlage gut gedämpft ist, so wie es jetzt in den technischen Anwendungsregeln stehen wird, die jetzt in den nächsten Wochen veröffentlicht werden, also die Revision der TRS .Wir müssen uns auch darum kümmern, dass die Anlagen untereinander richtig funktionieren. Das ist eine neue Aufgabe, ist eine andere Aufgabe. .. In der Vergangenheit haben wir hier angesetzt 50 Hz und aufwärts gedacht. Jetzt müssen wir uns alles anschauen und natürlich auch darauf achten, dass wir keine DC-Kponenten in das System reinkriegen, weil das ist dann noch mal eine andere Hausnummer mit Problemen, die damit verbunden sind. @46:34 früher war der Netzanschluss, ich sag mal bewusst Englisch, Connect and forget, also angeschlossen und nie wieder nachgeguckt. Jetzt heißt es connect und administrate. .. Je mehr jetzt auch neue Wechselrichtertypen wie die systembildenden Wechselrichter ins Spiel kommen, umso mehr wird genau das notwendig werden. @1:01:30 Probleme wachsen, das ist halt mal so Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
oktavian 27. Mai Am 26.5.2026 um 08:43 von reko: Meine Interpretation, man hat ein Problem aber noch keine generelle Lösung. es gibt sehr viele Lösungen. Ich hoffe sie nehmen etwas kostengünstiges. Am 25.5.2026 um 12:34 von reko: Die Wechselrichter werden in China hergestellt und in der Werkseinstellung (reine Wirkleistung) betrieben. Es müsste ein Protokoll geben, mit dem der Netzbetreiber diese Einstellung verändern kann. als Konsument verlasse ich mich auf die Regulierer und Politik, die sagt alles fein. Also habe ich wohl alles richtig gemacht mit dem China-Wechselrichter. Zumindest hat der eigenes Wlan bekommen und hat eine API für offline Steuerung der Wirkleistung. Blindleistung kann ich bei meinem nichts einstellen. Am 26.5.2026 um 08:43 von reko: Connect and forget, also angeschlossen und nie wieder nachgeguckt. Jetzt heißt es connect und administrate. .. Je mehr jetzt auch neue Wechselrichtertypen wie die systembildenden Wechselrichter ins Spiel kommen, umso mehr wird genau das notwendig werden. ich war immer für offene Standards mit opensource Regelungslogik mit Profilen. Dann könnte der Netzbetreiber bestimmen, welche man nehmen muss. Das ganze System kann der Netzbetreiber in seiner Software simulieren. Ich vermute nicht jeder Wechselrichter lokal sollte das gleiche Profil nutzen, damit die sich nicht hochschaukeln können. Rechenleistung gibt es genug, um das Netz zu simulieren. Ich habe mich Null damit befasst, aber klingt logisch, was du zitierst. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag