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reko
· bearbeitet von reko
vor 1 Stunde von oktavian:

als Konsument verlasse ich mich auf die Regulierer und Politik

Der Regulierer und die Politik haben für die veränderten Anforderungen des Stromnetzes noch keine Lösung. Das Motto ist Augen zu und durch. Alle bisher installieren Wechselrichter sind für die Netzstabilität nicht hilfreich. Deshalb müssen die Netzbetreiber teure STATCOMs installieren. STATCOMs liefern nur die nun fehlende Blindleistung aber keine dezentrale Regelung (siehe Vortrag Dr. Fette).

 

vor 1 Stunde von oktavian:

Zumindest hat der eigenes Wlan bekommen und hat eine API für offline Steuerung der Wirkleistung.

Nützt nur leider nichts wenn dieser Standard nicht verbindlich ist und von den Netzbetreibern nicht benutzt wird. Die vom Netzbetreiber vorgeschriebene, für alle Wechselrichter gleiche und fest eingestellte Blindleistung (bzw Phasenwinkel) müßte dein Elektriker über diese API einstellen. Ich gehe davon aus, dass dein Wechselrichter noch auf der Werkseinstellung ist.

Die Wirkleistung interessiert ev. deine hausinterne Regelung für eine Nulleinspeisung. Die eingespeiste Wirkleistung möchte der Netzbetreiber zukünftig über einen Smartmeter reduzieren, der auch sein Eigentum ist. Es ist unsinnig dafür eine zweite kundeneigene Einstellmöglichkeit zu benutzen.

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fancY
Am 23.5.2026 um 22:35 von reko:
Am 23.5.2026 um 22:22 von oktavian:

Die konventionellen Kraftwerke haben selbst zu wenig Blindleistung bereitgestellt.

Ein konventionelles Kraftwerk kann eine bestimmte Menge Blindleistung liefern, die für die eigene Wirkleistung und etwas netzfolgende Leistung ausreicht. Aber es gibt physikalische Grenzen. Nimmt man keine Wirkleistung ab, liefert es auch keine Blindleistung. Beim Blackout in Spanien waren einfach zu wenig konventionelle Kraftwerke im Netz. Eine ausreichend Bindleistung muß auch lokal verfügbar sein. Der Blackout hatte einen regionalen Auslöser und hat sich dann national ausgebreitet. Blindleistung kann nicht über weite Strecken transportiert werden

Die konventionellen Kraftwerke haben weniger Blindleistung geliefert als bestellt und bestätigt.

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reko
· bearbeitet von reko
vor 2 Stunden von fancY:

Die konventionellen Kraftwerke haben weniger Blindleistung geliefert als bestellt und bestätigt.

Hast du dafür auch Belege? Wollten die konventionellen Kraftwerke konspirativ die spanische Energiewende torpredieren? Wenn ja, dann wären sie schadenersatzpflichtig. Ich habe von keinen Forderungen gehört und vermute eher, da kam ein Anruf vom Netzbetreiber wir brauchen dringend Blindleistung und die Kraftwerke antworteten wir geben was wir können. Die Kraftwerke haben aber auch andere Vorschriften einzuhalten und wenn dort steht die Kraftwerke haben sich aus Sicherheitsgründen ab einer bestimmten Netzspannung abzuschalten, dann tun das die konventionellen Kraftwerke genauso wie die Wechselrichter - automatisch. Das ist in Deutschland nicht anders.

Nicht die konventionellen Kraftwerke haben versagt sondern die Vorschriften und Routinen zum Betrieb des Netzes.

Der Netzbetreiber und der Regulierer haben sich darauf verlassen, dass die wenigen verbliebenen konventionellen Kraftwerke das schon schaffen und haben sich auf Erfahrungen aus einer Zeit mit sehr viel weniger Solar- und Windstrom verlassen - genauso wie in Deurtschland. Mit weniger Solar- und Windstrom im Netz wäre der Blackout nicht passiert. Mit zusätzlichen STATCOMs und einer dezentraleren Regelung auch nicht. Das hielt bisher aber niemand für nötig. Es gibt noch nirgends Vorschriften, Steuerungsvorrichtungen und Regler für solch ein Netz. Ein Netz mit überwiegend schnell agierenden Batterien und Wechselrichtern kann man nicht mehr wie früher per Telefon, noch nicht mal zentral per Internet steuern.

 

KI:

Zitat

Der Streit um die Schuldfrage

  • Die Sichtweise des Netzbetreibers (REE): In den ersten Berichten im Juni 2025 argumentierte der spanische Netzbetreiber Red Eléctrica, dass konventionelle Kraftwerke die vertraglich bestellte Blindleistung nicht geliefert hätten und sich unkoordiniert abgeschaltet hätten. [1, 2]
  • Der Gegenbeweis der Kraftwerksbetreiber (Aelec): Die großen spanischen Energieversorger (wie Iberdrola und Endesa) konterten im Juni 2025 mit einem unabhängigen Gutachten. Dieses bewies, dass die Kraftwerke vollständig im Rahmen ihrer gesetzlichen und technischen Vorschriften agiert haben. Sie haben sich nicht „fehlverhalten“, sondern ihre automatischen Eigenschutzsysteme haben genau so reagiert, wie es der veraltete regulatorische Rahmen vorgab, um physische Schäden an den Turbinen zu verhindern.

reuters.com/business/energy/spanish-utilities-lobby-says-power-plants-complied-with-grid-operator-during-2025-06-23/

utahcleanenergy.org/fact-vs-fiction-did-renewable-energy-cause-the-spain-power-outage/

Bliebe die Frage, wäre es besser wenn sich die konventionellen Kraftwerke opfern würden und ihre Tubinen, Transformatoren und andere Netzeinrichtungen bis zu Stromkundenanlagen beschädigen lassen? Spätestens dann liefern sie  auch keine Blindleistung mehr - für längere Zeit.

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fancY

Was die KI da zusammenreimt hat nichts mit dem Abschlussbericht der ENTSO-E zu tun.

 

Im Abschlussbericht gibt es einen Root Cause Tree, der sich etwa so zusammenfassen lässt: Die Blindleistung konventioneller Kraftwerke entsprach nicht den Vorgaben des Netzbetreibers Red Eléctrica. Erneuerbare-Energien-Anlagen arbeiteten mit einem festen Leistungsfaktor und reagierten deshalb nicht auf Spannungsschwankungen. Sie könnten, die aktuellen Vorgaben erlauben es allerdings nicht. Drosselspulen, die Spannung hätten senken können, wurden manuell geschaltet, was wertvolle Reaktionszeit kostete. Einige waren zuvor wegen niedriger Spannungen während der Oszillationsepisoden abgeschaltet worden und standen nicht zur Verfügung.

 

Deine Behauptung,, dass die konventionellen Kraftwerke am Limit der Blindleistung waren steht nirgends.

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reko
· bearbeitet von reko

@fancY Es ist Unsinn eine Verschwörung zu konstruieren. Die spanische Regierung ist pro EE. Hätte es ein Fehlverhalten konventioneller Kraftwerksbetreiber gegeben, dann würde das strafrechtliche und finanzielle Folgen haben. Man kann diesen Kraftwerken nicht vorwerfen, dass sie das getan haben was man ihnen vorgeschrieben hat und technisch unausweichlich war.

Ich habe die Quellen der KI überprüft. Das war nur die erste, haltlose Schutzbehauptung der Netzbetreiber. Der Root Cause Tree zeigt eine Verkettung von Folgereaktionen. Zentral ist aber, der zu hohe Anteil von EE auf den das Netz und die Regularien nicht vorbereitet waren. Das sagen z.B. auch Solarpapst Prof. Krauter und Dr. Fette. Beiden kann man nicht unterstellen, dass sie Solar oder Wind abwürgen wollen. 

 

Video 2026/03/29 Blackout Spanien: Was meint Dr. Fette zum Abschlussbericht von ENTSO-E? (die beste Analyse, die ich gefunden habe)

Zitat

@5:07  meine Erwartung war jetzt, als ich den NCE Report jetzt in die Finger kriegte und habe gesagt, jetzt guck mal rein, was ist denn eigentlich systemisch aus der Systemsicht und alles dort analysiert und dargestellt und wie passt das denn jetzt eigentlich mit dem zutun, was im Vorablauf eigentlich da so passiert ist und siehe da, dazu findet man halt nichts.

 

13:02 man hat das in einen ganz klassischen chronologischen Ablauf versucht herauszufinden, ja, was ist wo, wie passiert und möglicherweise daraus abgeleitet auch eine, ja so eine, fast eine Flickentepichkarte gebracht, wo sind Defizite gewesen, wie dargestellt. Ich kann aber auch glauben, dass ENSO-E ein Problem hatte .. an 18 Stellen im Dokument habe ich unknown gefunden .

So genau konnte man die Vorgänge nicht nachvollziehen und explizit wollte man zu viel netzfolgenden EE-Strom nicht als Ursache nennen. Man kann die Ursache ja auch als ein nicht adequates Netz sehen. Das geht eindeutig aus dem Report hervor.

Interessant, dass auch die nachträgliche und zukünfige vorgesehene dynamische Stabilitätsanalyse das Problem nicht erkannt hat. Die Netzbetreiber sind auch zukünftig blind.

Zitat

 

@8:07  Und das für mich erstaunliche noch mal dabei ist, dass in der Verifikation, im Nachgang des Nachstellens auch aus den Daten heraus das Tool auch nichts angezeigt hätte. .. da können wir mal über den Wert dieses Tools reden und fragen, was hat es denn für ein Wert? Wozu hilft es denn, wenn es diesen Störfall nicht erkannt hat?

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@10:58 dass eigentlich die Daten, die diese Messgeräte liefern an dieser Stelle in die klassische Welt linear betrachtetes Systems wunderbar hineinpassen. Dass man einen nichtlinearen Analysealgorithmus dazu benutzt, so what. Aber das die Charakteristik des nichtlinearen Systems mit der Fähigkeit zu kollabieren, da hätte ich jetzt vermutet, dass man da nach den Kriterien sucht, die dahinter stecken, um das darzustellen.

 

@14:05 wenn zwischendurch Informationen fehlen, dann ist es natürlich auch schwierig und dann bleibt vielleicht auch nur die chronologische Abarbeitung übrig von dem, was ich habe. Aber der große Wurf letztendlich den kann ich hier nicht erkennen. 

 

@16:02 Was ich finde, sind ganz viele kleine Pflaster, wo sicherlich irgendwelche Dinge schief gelaufen sind und die ich verbessern muss, aber da steckt nicht das systemische Ansatz drin.

@ 17:46 eine technische Analyse um jetzt zu sagen, was ist der Grund und wie setzen wir systemisch an der Stelle, was ist die Quintessen die wir rausziehen? Finde ich nicht.

@18:31 Aber jetzt hätte ich doch genau das vermutet, dass man sagt, wie machen wir das jetzt? Was ist die Konsequenz?

@19:00 Es gibt ja offensichtlich eine Konsequenz, aber halt nicht in diesem Report. .. es gibt nach diesem Report mehr Fragen als Antworten.

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reko
· bearbeitet von reko

Zwei bemerkenswerte Sätze von Klaus Müller (Präsident der Bundesnetzagentur mit grünen Parteibuch)

"da laufen Fristen aus, weil wir eben merken, dass die halbe Welt zurzeit steuerbare Kapazitäten braucht und bauen möchte und darum werden wir gut beraten, wenn wir diese Versorgungssicherheit für Deutschland haben wollen, dass wir wirklich jetzt die Ausschreibungsfristen halten, so wie sie die Bundesregierung vorgesehen hat."  (@14:00)

"das kann man den Versorgungssicherheitsbericht der Bundesnetzangentur auch, glaube ich, gut entnehmen. Auch nicht nur dem letzten, sondern auch dem davor, dass wir hier teilweise ein Vielfaches an Kapazitäten brauchen, wenn wir in die 30er Jahre hineingucken." (@26:19)

2026/05/28 Die Turbinenfalle: Wie die Kraftwerksstrategie unter Druck gerät. Mit Klaus Müller. (@14:00)

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fancY
· bearbeitet von fancY
vor 7 Stunden von reko:

@fancY Es ist Unsinn eine Verschwörung zu konstruieren. Die spanische Regierung ist pro EE. Hätte es ein Fehlverhalten konventioneller Kraftwerksbetreiber gegeben, dann würde das strafrechtliche und finanzielle Folgen haben. Man kann diesen Kraftwerken nicht vorwerfen, dass sie das getan haben was man ihnen vorgeschrieben hat und technisch unausweichlich war.

Ich habe keine Verschwörung konstruiert sondern die Ursachen aus dem Bericht zusammengefasst. Zu den finanziellen Folgen steht da auch was:

... es gab keine wirtschaftlichen Konsequenzen, wenn die Anforderungen an die Spannungsregelung nicht erfüllt wurden.

 

https://www.entsoe.eu/publications/blackout/28-april-2025-iberian-blackout/#Publications_&_Documents

 

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reko
· bearbeitet von reko
vor 2 Stunden von fancY:

die Ursachen aus dem Bericht zusammengefasst

Was waren dann die grundlegenden Ursachen und vor allem wie will man das zukünftig vermeiden?

Fette:

@16:02 "Was ich finde, sind ganz viele kleine Pflaster, wo sicherlich irgendwelche Dinge schief gelaufen sind und die ich verbessern muss, aber da steckt nicht das systemische Ansatz drin."

@18:31 "Aber jetzt hätte ich doch genau das vermutet, dass man sagt, wie machen wir das jetzt? Was ist die Konsequenz?"

 

 Root Cause Tree: (RES = Renewable Energy Source)

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reko
· bearbeitet von reko
vor 3 Stunden von fancY:

... es gab keine wirtschaftlichen Konsequenzen, wenn die Anforderungen an die Spannungsregelung nicht erfüllt wurden.

Das bezieht sich vermutlich auf

Zitat

the framework for conventional generators’ reactive power output did not include specifications for dynamic behaviour and there were no economic consequences if the reactive power output was not aligned with the 75 % rule;

Wechselrichter können die Anforderungen zur Netzstabilität sehr schnell ändern. Synchrongeneratoren haben physikalische Grenzen. Man kann nichts fordern was physikalisch nicht möglich ist. Man kann nicht erwarten, dass die Synchrongeneratoren die extrem schnellen Änderungen der Wechselrichter korrigieren und man kann sie auch nicht dafür haftbar machen. Aktive Regelanpassungen sind in dieser kurzen Zeit sowieso nicht möglich. Die Synchrongeneratoren reagieren darauf nur mit ihrer Trägheit. Deshalb gibt es auch keine dynamischen Anforderungen und dann gibt es auch kein Fehlverhalten. Hätte es mehr Synchrongeneratoren (oder STATCOMs) gegeben, dann hätte die Blindleistung ausgereicht.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 13 Stunden von reko:

Synchrongeneratoren haben physikalische Grenzen. Man kann nichts fordern was physikalisch nicht möglich ist. Man kann nicht erwarten, dass die Synchrongeneratoren die extrem schnellen Änderungen der Wechselrichter korrigieren und man kann sie auch nicht dafür haftbar machen. Aktive Regelanpassungen sind in dieser kurzen Zeit sowieso nicht möglich.

Doch selbstverständlich ist das physikalisch möglich. Das möchtest Du nur nicht hören. Tesla und diverse andere Anbieter von Großakkuspeichern zeigen das in Australien seit ein paar Jahren. 

Das "Problem" ist nur: Die Akkus sind so schnell, dass diese Akkus nun fast alle nötigen Regelanpassungen abgreifen und somit die alten Kraftwerke, die bisher Regelleistung lieferten absolut unrentabel machen. 

In Australien hat man sich damit arrangiert, weil das Netz deutlich stabiler wurde. In Europa mag es vielleicht noch ein paar Blackouts länger dauern.

 

https://tessi-supply.com/blogs/news/tesla-kundigt-4-5-gw-netz-stabilisierende-batteriespeicher-in-australien-bis-2026-an

https://www.windkraft-journal.de/2026/05/27/rwe-baut-50-megawatt400-megawattstunden-batteriespeicher-in-australien/224552

https://www.gtai.de/de/trade/australien/branchen/gruene-energie-und-stromspeicher-australien-macht-tempo-1920150

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reko
· bearbeitet von reko
vor 26 Minuten von Holgerli:

Doch selbstverständlich ist das physikalisch möglich.

Es ging um Sychrongeneratoren, die das nicht können.

Batterien und Elektronik können schnell genug geregelt werden. Dann muß man sie aber auch netzbildend nutzen und in STATCOMs investieren. Allerdings existieren dafür auch noch keine Regelkonzepte. Das komplette Netz müßte dazu umgestellt werden. Deshalb beschränkt man sich idR darauf dass Synchrongeneratoren emuliert werden und damit natürlich auch nicht schneller als rotierende Maschinen sind. Damit das funktioniert muß man dann die netzfolgenden Anlagen langsamer machen und z.B. für Batteriespeicher maximale Änderungsraten definieren.

 

Eine schnelle Regelung erfordert auch eine schnelle Signalübertragung und erzwingt damit viele dezentrale Regelkreise. 

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 13 Minuten von reko:

Es ging um Sychrongeneratoren. Batterien und Elektronik können schnell genug geregelt werden.

Genau, das ist der Punkt. Synchrongeneratoren müssen durch Akkus ersetzt werden. Mehr schrieb ich nicht. Synchrongeneratoren sind ein Relikt aus einer Zeit wo sich niemand um den Klimawandel geschert hat. 

In Australien hat man es verstanden. Über den Umweg von Netzausfällen aufgrund von Hitzewellen. In Europa dauert es noch ein paar Blackouts. 

Das wirklich "witzige" dabei: In Australien beteiligen sich ja auch europäische/deutsche Unternehmen an dem Ausbau.

Also dort wo man keine Großkraftwerke hat, die man laufen lassen will, ist man mit dem Erkenntnisgewinn deutlich weiter als in Europa. Ein Schelm wer dabei böses denkt...

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reko
· bearbeitet von reko
vor 18 Minuten von Holgerli:

Synchrongeneratoren sind ein Relikt aus einer Zeit wo sich niemand um den Klimawandel geschert hat. 

In Australien hat man es verstanden.

Auch in Australien wird mit den Batteriespeichern das Verhalten von Synchrongeneratoren emuliert. Auch dort kann Blindleistung nicht beliebig schnell bereitgestellt werden.

Selbst wenn man bessere Regelkonzepte hätte, würde die maximale Strombelastbarkeit der Akkus und der Elektronik Grenzen setzen.

Die elektronischen Überstromschutzeinrichtung reagieren extrem schnell und verursachen neue Probleme.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 17 Minuten von reko:

Auch in Australien wird mit den Batteriespeichern das Verhalten von Synchrongeneratoren emuliert.

Wieder so eine Behauptung von Dir, ohne Fakten. Akkuspeicher emulieren halt nicht das Verhalten von Synchrongeneratoren. Deswegen werden so massiv Akkus gebaut und alte Großkraftwerke vom Netz genommen.

Warum? Weil alte Synchrongeneratoren viel länger brauchen, wie Du selber sagtest, während die Akkus binnen 140ms reinkicken. Endresultat: Das Netz ist deutlich stabiler, da deutlich schneller stabilisiert wird.

Nebeneffekt: Die alten Synchrongeneratoren kommen nicht mehr zum Zug, weil die Akkus viel schneller sind und den Gewinn abziehen:

 

Zitat

Schon einen Monat nach Inbetriebnahme hat sich der Batteriespeicher in dem von Stromausfällen geplagten Südaustralien bewährt. Als im benachbarten Bundesstaat Victoria ein Kohlekraftwerk ausfiel, konnte die Stromversorgung in South Australia dank Teslas Speichersystem aufrechterhalten werden. Es dauerte nur 140 Millisekunden, bis gespeicherter Strom ins Netz eingespeist wurde. Damit ist das System viel schneller als die sonst eingesetzten Notfallgeneratoren. Diese sind erst nach 10 bis 15 Minuten bereit, das südaustralische Gaskraftwerk Torrens Island braucht sogar 30 bis 60 Minuten. Der Batteriespeicher leistet 100 Megawatt und hat eine Kapazität von 129 Megawattstunden. Damit kann er 30.000 Haushalte eine Stunde lang mit Strom versorgen.

Quelle: https://energyload.eu/stromspeicher/grossspeicher-batterieparks/tesla-stromspeicher-australien/

 

Und ja, es ging hier um einen Komplettausfall eines Kohlekraftwerkes, aber die 140ms sind halt gesetzt, auch für die Netzstabilität. Deswegen baut man halt seit 2018 (Datum des Artikels) in Australien wie blöde Akkuspeicher: Weil Großkraftwerke outdated sind. 

BTW: Soviel zu Großkraftwerken, die die Netze stabilisieren. 

 

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reko
· bearbeitet von reko

140 ms sind 7 Netzperioden und damit eben nicht schnell. Diese Reaktionsdauer resultiert aus der Emulation eines Synchrongenerators. Das Kohlekraftwerk ist träge und dessen Ausfall kann damit ausgeglichen werden. Ein Transistor schaltet in Mikrosekunden. Ein Ausfall einer großen elektronischen Anlage kann mit 140 ms Reaktionsdauer nicht ausgeglichen werden. 

Rotierende Synchrongeneratoren können ebenfalls innerhalb einer Netzperiode reagieren. Aber man kann kein ruhendes Kraftwerk mit Synchrongeneratoren in dieser Zeit anfahren. Da die emulierenden STATCOMs nicht vorhanden sind muß ein Teil der Synchrongeneratoren in Betrieb gehalten werden selbst wenn man Solarstrom im Überfluss hat.

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli
vor 2 Stunden von reko:

140 ms sind 7 Netzperioden und damit eben nicht schnell. Diese Reaktionsdauer resultiert aus der Emulation eines Synchrongenerators. Das Kohlekraftwerk ist träge und dessen Ausfall kann damit ausgeglichen werden. Ein Transistor schaltet in Mikrosekunden. Ein Ausfall einer großen elektronischen Anlage kann mit 140 ms Reaktionsdauer nicht ausgeglichen werden. 

Ja, ja. Diese Australier, die wissen halt nicht wie Strom und Physik geht. Und noch viel schlimmer: Auch die Leute von RWE scheinen Strom und Physik in nicht mehr zu verstehen! Aber vielleicht liegt das bei denen daran, dass denen zuviel Blut in den Kopf geflossen ist, weil die ja in Australien mit dem Kopf nach unten stehen.

Auch die australischen Stromnetze scheinen Physik nicht nicht zu verstehen. Die glauben immer noch, dass Akkus deutlich schneller sind und laufen jetzt deutlich stabiler als vor 10 Jahre. Also: Pssst! nicht den Netzen erzählen, sonst werden die wieder instabil!

 

Ich hatte Claude gefragt und Claude hat mir ein schönes Diagramm gezeichnet Hier übrigens die Entwicklung in Australien von 2016 bis 2024:

Australien.jpg.e177d257b63c05e9be826d38b6e08ddb.jpg

 

- fast 25% weniger Kohle in 9 Jahren und der Ausstieg aus der Kohle beschleunigt sich seit 2021

- deutlich stabilere Netze seit 2017

- eine "Explosion" beim Ausbau von PV und Batteriespeicher

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reko
· bearbeitet von reko

Es gibt Lösungsansätze in der Forschung. Wenn man das will, dann muß man eben Geld ausgeben und das gesamte europäische Stromnetz umbauen. Da man das europäische Stromnetz nicht gleichzeitig umstellen kann muss es aber dann kompatibel zur bisherigen Regelung sein. Z.B muß die Frequenz weiterhin der Indikator für zu viel oder zu wenig Leistung und das Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch im Netz bleiben.

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Holgerli
vor einer Stunde von reko:

Es gibt Lösungsansätze in der Forschung. Wenn man das will, dann muß man eben Geld ausgeben und das gesamte europäische Stromnetz umbauen.

Es gibt Lösungen in der Realität: Australien zeigt es. "Lösungsansätze in der Forschung" bedeutet nichts anderes als dringend notwendige Änderungen, die schon jetzt umsetzbar sind immer weiter nach hinten zu schieben um den Status Quo mit unnötigen Großkraftwerken so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Dass das jetzige Netz keine Zukunft mehr hat zeigt es ja immer mehr: Atomkraft am Ende wegen techn. Sackgasse. Kohle und Gas am Ende wegen Klimakrise.

Wie ich schon schrieb: In Australien hat man es verstanden. In Europa dauert es noch ein paar Blackouts. 

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reko

Die Modernisierung des Stromnetzes wird sehr teuer. Das muß entweder auf die Stromkunden oder die Steuerzahler umgelegt werden. Ob da was für nice to have übrig bleibt bezweifle ich.

EPRS_BRI(2025)772854_EN.pdf

grafik.thumb.png.c32bb9630777a482a6df39bd7e24081d.png

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Holgerli
· bearbeitet von Holgerli

Hui, jetzt wird wieder eine große Zahl in den Raum geworfen um zu erschrecken. 

 

Lass uns mal die Zahlen auseinandernehmen. Lass uns die niedrigste (420 Mrd) und die höchste (584 Mrd) raus nehmen. Dann bleiben 480 Mrd und 584 Mrd. Bilden wir den Mittelwert kommen wir auf 532.

Die Studie ist von 2025 und bildet die Gesamtkosten bis 2030 ab. Also 6 Jahre. 

Also sind wir bei 88 Mrd Euro pro Jahr. 

Westeuropa und EU-Europa haben zusammen 460 Mio Einwohner. Also macht das pro Einwohner keine 200 Euro im Jahr.

Für Deutschland sind das umgerechnet 16 Mrd im Jahr. 

 

Zum Vergleich: Allein der Rückbau der deutschen AKWs kostet 50 Mrd. Und die Endlagerung (sollte sie jemals gelingen): 170 Mrd. 

Auch der Ausbau der Gasnetze, damit sie wasserstofffähig werden würde Deutschland gut 50 Mrd. kosten.

 

Im Vergleich ist als die beste Methode, nämlich die ohnehin benötigte Ertüchtigung des Stromnetzes, alles andere als "sehr teuer".

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reko
· bearbeitet von reko
vor 25 Minuten von Holgerli:

Für Deutschland sind das umgerechnet 16 Mrd im Jahr. 

Nein, für Deutschland wird das Stromnetz teurer. Selbst wenn Deutschland bereit ist so viel auszugeben, andere Länder sind es nicht. Das endet 2030 nicht.

Bis 2030 sind es noch 3,5 Jahre. Bisher wurde noch sehr wenig investiert und Strom sind nur 23% des europäischen Energieverbrauchs.

 

bdew.de/energie/starke-netze-starke-zukunft/

"255 Mrd. EUR Investitionen sind bis 2030 nötig, um die Übertragungs- und Verteilnetze in Deutschland zukunftsfähig auszubauen."

 

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Holgerli
vor einer Stunde von reko:

"255 Mrd. EUR Investitionen sind bis 2030 nötig, um die Übertragungs- und Verteilnetze in Deutschland zukunftsfähig auszubauen."

Also willst Du sagen, dass Deine erste Grafik extrem schlecht und verfälschend war?

Und jetzt schiebst Du die zweite Quelle hinterher, weil Dir der von mir errechnete Wert nicht alarmistisch genug war?

Gut, dann auf zur Quellen- Analyse:

 

Zitat

Das Netzentgelt ist Teil des Strompreises und macht dabei für Privatkunden etwa ein Drittel der Kosten aus. Dieser Anteil an den Strompreisen wird auf absehbare Zeit steigen. Aber das lohnt sich. Denn wie bei jeder guten Investition stecken auch in Netzentgelten viele Chancen. Es ist eine Investition, mit der wir für jeden Cent ein Stück modernster zukunftsfähiger und notwendiger Infrastruktur erhalten.

Da dies Deine Quelle war: Wir dürfen davon ausgehen, dass auch Du meinst, dass das Geld für den Netzausbau gut investiertes Geld ist?

 

Zitat

76 % der Bevölkerung ist der Ansicht, dass die Stromnetze in Deutschland weiter ausgebaut werden müssen, um den Anforderungen an die Energiewende gerecht zu werden (s. aktuelle BDEW-Umfrage). 

Bezugnehmend auf Deine "Bevölkerung findet AKWs gut!"-Umfragen: Die Bevölkerung findet auch Netzausbau gut! Willst Du Dich gegen Volkes Willen stellen?

 

Zitat

 

255 Mrd. EUR Investitionen sind bis 2030 nötig, um die Übertragungs- und Verteilnetze in Deutschland zukunftsfähig auszubauen.

 

Mit den Investitionen in die Netzinfrastruktur können wir langfristig Geld sparen – während wir gleichzeitig aus der fossilen Stromerzeugung aussteigen und Versorgungssicherheit gewährleisten. Denn wenn unser Stromnetz stärker und moderner wird, können wir besser mit der Volatilität von Sonne und Wind umgehen. Dann sind weniger Eingriffe von außen erforderlich, wenn in einer Region gerade zu viel oder zu wenig Strom erzeugt wird. Das reduziert die Betriebskosten für alle. Ein gut ausgebautes Stromnetz stärkt auch die Resilienz des gesamten Systems. Erzeugung und Verbrauch lassen sich mit einem modernen Stromnetz rund um die Uhr gut in Einklang bringen. Wenn wir jetzt notwendige Investitionen in unsere Infrastruktur aufschieben, werden der Erhalt und der Ausbau der Netze in der Zukunft umso teurer und schwieriger.

 

Da dies Deine Quelle war: Wir dürfen davon ausgehen, dass auch Du meinst, dass das Geld für den Netzausbau gut investiertes Geld ist?

 

Zitat

Deutschland sichert mit einem zuverlässigen und modernen Stromnetz seine wirtschaftliche Stärke. Netzentgelte finanzieren den Betrieb, die Wartung und den Ausbau dieses Netzes – essenziell für die Wettbewerbsfähigkeit von Industrie, Gewerbe und kleinen sowie mittleren Unternehmen. Besonders energieintensive Industrien sind auf eine stabile Stromversorgung angewiesen, da Produktionsausfälle ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden.

Da dies Deine Quelle war: Wir dürfen davon ausgehen, dass auch Du meinst, dass das Geld für den Netzausbau gut investiertes Geld ist?

 

Was ich da nicht lese ist: Geht nicht! Können wir nicht machen! Ist zu teuer! Sondern: Ist gut und richtig dass wir das machen!

Ach ja: Der BDEW ist der "Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.". Mitglieder sind mehr als 2000 Unternehmen, darunter die vier großen Energieversorger RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall.

Aber sicherlich haben die auch keine Ahnung.

 

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reko
· bearbeitet von reko
vor einer Stunde von Holgerli:

Also willst Du sagen, dass Deine erste Grafik extrem schlecht und verfälschend war?

Nein, deine Folgerung war falsch. Ich hatte über Europa gesprochen, weil ich am europäischen Strommarkt interessiert bin, du wolltest den deutschen Sonderweg rechtfertigen. Deutschlands Weg der Energiewende ist teurer als der europäische Durchschnitt. Wenn ich Energiewendebefürworter zitiere, dann weil ich deren Kostenschätzungen als unterste Grenze ansehe.

 

Ich bin nicht in die deutsche Stromwirtschaft investiert, obwohl ich davon ausgehe, dass man die Netzbetreiber gut entlohnen wird. Aber das politische Risiko ist hoch. Risiko will vergütet werden.

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Holgerli
vor einer Stunde von reko:

Ich hatte über Europa gesprochen, weil ich am europäischen Strommarkt interessiert bin, du wolltest den deutschen Sonderweg rechtfertigen.

Deutschland ist Teil von Europa. Deswegen kann ich auch über Deutschland sprechen. 

Und da auch andere Länder massivst PV und Wind ausbauen, ist der "deutsche Sonderweg" mal wieder eine Behauptung von Dir.

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reko
· bearbeitet von reko

Kein dynamisches Netzentgelt. Mit der neuen Reform der Stromnetzentgelte wird auch zukünftig das Stomnetz nicht durch Marktmechanismen entlastet.

 

2026/05/28 Neue Netzentgelte: Wer bald mehr zahlt – und wer weniger .. Die Bundesnetzagentur plant die größte Reform der Stromnetzentgelte seit 20 Jahren: Ab 2029 werden rund 37 Mrd. € pro Jahr anders auf Haushalte und Unternehmen verteilt. .. Ursprünglich wollte die Behörde Netzentgelte stark „dynamisieren“: Sie sollten sich im 15-Minuten-Takt je nach Auslastung der Netze ändern. Dagegen lief die gesamte Energiebranche Sturm. Die BNetzA hat ihren Plan nun angepasst. .. Die dynamischen Netzentgelte sind damit vorerst vom Tisch. Stattdessen setzt die BNetzA nun auf ein Modell mit festen, planbaren Preisen, deren Höhe für die einzelnen Nutzergruppen unterschiedlich ausfällt.


2025/12/The-State-of-European-Power-Grids—A-Meta-Analysis-.pdf

Engpassmanagement in Europa (auch der Rest des pdfs ist interessant)

grafik.thumb.png.8692128ae7a5ac7df620bf6ca77aa00b.png

 

A review of congestion management methods for power distribution networks: Current practices and future challenges, Applied Energy 2026/03

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