missionE 1. November · bearbeitet 1. November von missionE vor 9 Stunden von wpf-leser: Im Moment sieht das sicherlich nicht nur unschön aus, sondern ist es auch. Das Gesamtjahr betrachtet ist aber recht regelmäßig eine positive Entwicklung ersichtlich. Schaue ich mich beim UBA um, gehe ich wenigstens grob von einer Halbierung der spezifischen Emissionen in der genannten Zeitspanne aus. (Ja, 2024 und 2025 sind dort vorläufig / geschätzt.) Leider ist das alles so etwas geschönt, weil es zu wesentlichen Teilen nicht an der "Energiewende" liegt. Es hat sich nämlich nicht viel bei der Produktion von CO2 freiem Strom (außer, dass wir exorbitante Stromkosten haben und 500 Mrd. EUR +X verballert haben). Die CO2 freie Stromerzeugung ist von 245 TWh im Jahr 2014 auf ca. 280 TWh im Jahr 2025 um ca. 15% gestiegen. Extrem gesunken ist in den letzten 5-7 Jahren hingegen der Stromverbrauch und zwar durch massive Deindustrialisierung. Ich hatte früher viel mit der besonderen Ausgleichsregelung stromintensiver Unternehmen zu tun und habe daher viele Kontakte zu energieintensiven Unternehmen und so eine Verlagerungs- und Schließungswelle wie in den letzten 5 Jahren in die USA gab es noch nie. Zielländer sind in der EU vor allem Polen (dreckigster Strom) und weltweit China, USA , aber auch Brasilien und Polen. Der Abfall der privaten Industrie ist einfach krass und das kann jeder sehen. Der Stromverbrauch ist von 573 TWh 2021 auf 454 TWh im Jahr 2023 gesunken trotz mehr Wärmepumpen, E-Autos usw. und in nur drei Jahren. Es gab schon Effizienzgewinn, aber so große Effizienzgewinne sind dann doch nicht drinn, sondern vieles ist einfach durch Abwanderung und geringere Kapazitätsauslastung. Das ist ein Rückgang von 119 TWh!!!! (das sind über 20% Rückgang). Also auch mit der CO2 freien Stromproduktion(rund 250 TWh) von 2014 wären wir bei über 55% CO2 freiem Strom und wir wären im Winter sogar viel sauberer, weil damals ein Großteil noch Atomstrom war. Und wohin verlagern die Unternehmen? In die dreckigsten, CO2 Schleuderländer der EU. Polen boomt (übrigens auch an der Börse). Polen als Hauptziel in Europa: Gemeinsam mit Tschechien war Polen in den letzten Jahren laut Wirtschaftsanalysen das beliebteste Zielland für Betriebsverlagerungen aus Deutschland. Aktuell sind rund 9.500 deutsche Unternehmen in Polen aktiv – ein historischer Höchststand, der durch prominente Produktionsverlagerungen großer Konzerne (wie Miele, MAN oder Zulieferer wie Inteva) getrieben wird. Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) und Eurostat hat die deutsche Industrie zwischen 2015 und Ende 2025 knapp elf Prozent an Produktionsvolumen verloren. Seit 2018 (peak) sind es rund 20%. In Polen (dem Kohlestromstandort schlechthin) ist die Industrieproduktion hingegen in demselben Zeitraum um 54% gestiegen. Arndt Geiwitz (berühmter Insolvenzverwalter - Schlecker) berichtet im OMR-Podcast davon, dass es in Dtl. keine Erzgießerei mehr gibt (außer in wenigen Konzern für interne Lieferungen). Die machen alle zu. https://www.youtube.com/watch?v=lUtS6Sek7qo Das schreibt das UBA in Deinem Link: "Der Stromverbrauch stieg seit dem Jahr 1990 von 479 Terawattstunden (TWh) auf 583 TWh im Jahr 2017. Seit 2018 ist erstmalig eine Verringerung des Stromverbrauchs auf 573 TWh zu verzeichnen. Mit 513 TWh wurde 2020 ein Tiefstand erreicht. Im Jahr 2021 ist ein Anstieg des Stromverbrauchs infolge der wirtschaftlichen Erholung nach dem ersten Pandemiejahr auf 529 TWh zu verzeichnen, um 2022 wiederum auf 516 TWh und 2023 auf 454 TWh zu sinken. Dieser Trend setzt sich 2024 mit einem Stromverbrauch von 439 TWh fort." -> Der Rückgang des Stromverbrauchs und stetige Effizienzsteigerung hat nichts mit EEs zu tun, sondern eben mit Technologieverbesserung und Deindustrialisierung. Wenn man auf EEs setzt, wird es zwangsläufig immer teurer werden (erleben wir täglich: Netzkosten explodieren, EEG-Umlage ist explodiert, KTF explodiert) und das weiß jeder, der eine Solaranlage auf dem Dach hat. Wenn die Sonne nicht scheint, oder der Wind nicht weht, braucht es Speicher und ein superteueres Netz, um Strom möglichst von weit, weit her zu transportieren. Ein Speicher über Nacht oder mal einen Tag kann man recht günstig realisieren, weil der zahlreiche Zyklen hat. Je mehr Zyklen man fahren kann, desto günstiger wird der Strom. Will man aber auch nur ein paar Tage (z.B. 2-3 Tage) überbrücken wird es extrem teuer, weil man für den Speicher immer weniger Zyklen hat. Man braucht ihn 5 mal im Jahr und so ein 50 kWh Speicher kostet aber rund 6.500 EUR im Vergleich zum 16 kWh Speicher für z.B. 2.000 EUR. Diese 4.500 EUR Differenz amortisieren sich nur über 5 Zyklen im Jahr....Die Stromkosten liegen dann weit über 1 EUR pro KWh bei so einem Speicher, weil allein die Zinskosten (oder EK-Forderung nehmen wir mal 4%) bei rund 200 EUR p.a. liegen. D.h. mit 5 Zyklen (5 mal 36) bekommt man nichtmal die Zinsen amortisiert und es wäre die Frage, ob man den Speicher überhaupt voll bekommt. Andere Länder mit besserer geographischer Lage brauchen dann viel weniger Speicher, weniger Netz uws. Daher kann man in bestimmten Breitengraden wie unseren nur wettbewerbsfähig sein, wenn man die Wetterabhängigkeit los wird und das geht in einigen Ländern mit Wasserkraft, Biomasse oder nur durch Technologie, die unabhängig vom Wetter ist wie fossile oder Atom. Da kann man weltweit konkurrenzfähig sein. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 1. November vor 3 Stunden von reko: Kein anderes Land versucht, die Stromversorgung nur mit Sonne, Wind und Akkus zu sichern. Selbst Dänemark verwendet Kernenergie aus Schweden und Wasserkraft aus Norwegen. Deutschland auch nicht: Wir haben Wasserkraft, Biomasse, Pumpspeicher, Sonne, Wind und Akkus. Deine Verkürzungen wirken - positiv gesprochen - plump. vor 1 Stunde von reko: Das europäische Verbundnetz als Lösung funktioniert für das kleine Dänemark, aber nicht für Deutschland. Wieder so eine reko-Aussage, ohne Belege. Ich kontere und behaupte: Atomkraft als Lösung funktioniert für das kleine Dänemark, aber nicht für Deutschland. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 1. November vor 4 Stunden von reko: Selbst Dänemark verwendet Kernenergie aus Schweden und Wasserkraft aus Norwegen. Ich habe mal etwas gesucht und habe auch Werte gefunden. Und dieses kann man auch in Relation z Deutschland setzen. Die aktuellsten Werte die ich für Dänemark gefunden habe sind aus 2022, sodass bei dem assiven Ausbau von EEs (nicht nur PV und/Wind, Biomasse, Wasser...) in Dänemark diese Werte in 2026 deutlich geringer sein sollten: In Ostdänemark (Seeland, Lolland-Falster, Bornholm): wurde 2022 11 % Atomstrom aufgrund der direkten Leitung nach Schweden verwendet: Ostdänemark (Seeland, Lolland-Falster, Bornholm): 11 % Atomstrom. Wind, Wasser, Biomasse waren deutlich mehr https://www.altinget.dk/artikel/sjaellaenderne-faar-mere-stroem-fra-atomkraft-end-solceller-ud-af-stikkontakten In Westdänemark (Jütland, Fünen): 4 %. https://www.energinet.dk/media/3gjhw2x0/miljoeredegoerelse-2022.pdf Im Ganzen also vielleicht 6%. Das sind 2022er-Werte. Durch den EE-Ausbau in Dänemark ist der Wert sehr wahrscheinlich deutlich unter 5% gesunken. Der Vergleich zu Deutschland: 2024 wurden knapp 16 TWh Strom aus Frankreich importiert. Mutmaßlich größtenteils Atomstrom. https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/ekin-deligoez/fragen-antworten/ist-ihne-bekannt-wieviel-strom-wir-2024-netto-importiert-haben-und-aus-welchen-quellen-dieser-stammt-wie-ist Und bevor jetzt die Panikmache-Aussage kommt, dass Deutschland von Französischem Atomstrom abhänigig sei: Das wären 3,6% Atomstrom am deutschen Stromverbrauch! Damit ist das Fazit klar: Weder Dänemark noch Deutschland sind auf irgendwelchen Atomstrom angewiesen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 1. November · bearbeitet 1. November von reko vor 1 Stunde von Holgerli: Weder Dänemark noch Deutschland sind auf irgendwelchen Atomstrom angewiesen. Dänemark und Deutschland sind auf Backup-Strom aus dem Ausland angewiesen. Wie viel Gigawattstunden das sind, ist nicht relevant – man braucht die Kraftwerkskapazität. Deshalb wird auch ein Kapazitätsmarkt eingeführt. Als CO₂-frei steuerbarer Import bliebe für Deutschland in ausreichender Menge nur Kernkraft – sofern man eine ausreichende Transportkapazität hätte. Dänemark hat den Vorteil, dass norwegische Wasserkraft aushelfen kann. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wpf-leser 1. November · bearbeitet 1. November von wpf-leser vor 7 Stunden von reko: Vergleicht man diese Werte mit den europäischen Nachbarn, hat Deutschland einen sehr schmutzigen Strom und bezahlt dafür auch noch sehr viel. Das kann man natürlich so sagen und aus verschiedenen Blickwinkeln diskutieren. Bzgl. "Fortschritte bei der Energiewende" liegt das aber qua Blick nach Innen für mich aber außerhalb des Fokus. vor 7 Stunden von reko: Die weitere Absenkung des spezifischen Emissionsfaktors im deutschen Strommix ab dem Jahr 2023 ist deshalb nur bedingt ein Indikator für die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen des Stromsektors. Auch das ist verstehe ich, aber die Ausgangsgrafik in Post#1494 behandelt nur spezifische Emissionen, auf die ich den Kontext meines Posts gerne beschränkt wissen möchte. vor 5 Stunden von HHanseat: Siehst Du da noch wesentliches Potential? In der Breite nicht, aber in der Effektivität. Was ich meinte ist, dass eine intensivere Wärmenutzung im Winter höhere spezifische Emissionen im aktuellen Status verträglicher machen kann. Es macht für mich einen Unterschied, ob ich in zwei Fällen ein und dieselbe Emission erzeuge, aber im einen Fall die Wärme "wegkühle", weil es keinen sinnvollen Abnehmer gibt, oder im anderen Fall damit (z.B.) eine Wohnung heize. Anders formuliert: Außerhalb des Sommers, wenn PV und Batteriespeicher weniger bringen, habe ich sowohl für den Strom als auch für das Nebenprodukt "Wärme" einfach mehr Abnehmer. Im Sommer, wo ich die Wärme ggf. nicht brauche, spare ich durch die EE den (dadurch) ineffizienteren Betrieb fossiler Kraftwerke zu größeren Anteilen ein. vor 5 Stunden von HHanseat: Leider laufen unsere Kohlekraftwerke dann oft trotzdem, da sie in der Nacht gebraucht werden und nur langsam geregelt werden können. Der spezifischen Emission tut das ja trotzdem gut, weil die Last dann geringer ist als im Winter und auch besser steuerbare Kraftwerke (ja, die vielleicht nicht die höchsten Grenzemissionen haben) heruntergefahren werden können. Sicher - perfekt ist das nicht, aber aus meiner Sicht sind auch kleinere Fortschritte eben Fortschritte. vor 5 Stunden von HHanseat: [...]mit der Biogasquote setzt ja auch die Bundesregierung auf Biogas im Winter. Man bräuchte halt eine ganze Menge davon... Heimische Biomasse insgesamt gilt bereits weitgehend ausgereizt. Die Biogasquote ist ein guter Punkt, den ich schon gar nicht mehr auf dem Schirm hatte. Danke dafür. Bzgl. der ausgereizten Biomasse: Gut möglich, mir ging es in erster Linie auch nicht um eine Ausweitung, sondern um eine Verschiebung des Verbrauchs. Ich nahm (wie beschrieben) wahr, dass Biomasse recht konstant Leistung liefert. Die Idee wäre dann - wo operativ möglich - die Energieträger insbesondere im Sommer, wenn PV und Speicher gut liefern können, zu speichern. Der Verbrauch könnte dann im Winter weitere elektrische Energie aus Kohlekraftwerken ersetzen. Das schöne: Wenn das so möglich ist, kann sich das für Anbieter über die Biogasquote und den Markt sogar einigermaßen zeitnah lohnen. Insofern nochmal: Dankeschön! vor 4 Stunden von missionE: Es hat sich nämlich nicht viel bei der Produktion von CO2 freiem Strom (außer, dass wir exorbitante Stromkosten haben und 500 Mrd. EUR +X verballert haben). Da möchte ich aufgrund des Rückgriffs auf "CO2-frei" gerne widersprechen. Nicht unbedingt quantitativ, aber qualitativ. vor 4 Stunden von missionE: Die CO2 freie Stromerzeugung ist von 245 TWh im Jahr 2014 auf ca. 280 TWh im Jahr 2025 um ca. 15% gestiegen. Lt. Wiki-Liste wurden In diesem Zeitraum Kernkraftwerke mit einer Nettoleistung von über 12 GW abgeschaltet. Rund und roh dürften das innerhalb der genannten Summen ca. 100 TWh jährlich sein, die nun (2025) weiterhin CO2-frei, aber eben anders (als 2014) erzeugt werden. Vor diesem Hintergrund halte das durchaus für eine respektable Leistung. vor 4 Stunden von missionE: -> Der Rückgang des Stromverbrauchs und stetige Effizienzsteigerung hat nichts mit EEs zu tun, sondern eben mit Technologieverbesserung und Deindustrialisierung. Die Wahrheit liegt wie so häufig sicherlich irgendwo in der Mitte. Es würde mich wundern, wenn der Umfang der Effizienzsteigerung im beobachteten Maß auf Deindustrialisierung im beobachteten Maß zurückzuführen wäre. Gleichwohl zweifle ich einen entsprechenden Effekt im Grundsatz nicht an. Zitat Wenn man auf EEs setzt, wird es zwangsläufig immer teurer werden (erleben wir täglich: Netzkosten explodieren, EEG-Umlage ist explodiert, KTF explodiert) und das weiß jeder, der eine Solaranlage auf dem Dach hat. Wenn die Sonne nicht scheint, oder der Wind nicht weht, braucht es Speicher und ein superteueres Netz, um Strom möglichst von weit, weit her zu transportieren. Ein Speicher über Nacht oder mal einen Tag kann man recht günstig realisieren, weil der zahlreiche Zyklen hat. Je mehr Zyklen man fahren kann, desto günstiger wird der Strom. Will man aber auch nur ein paar Tage (z.B. 2-3 Tage) überbrücken wird es extrem teuer, weil man für den Speicher immer weniger Zyklen hat. Man braucht ihn 5 mal im Jahr und so ein 50 kWh Speicher kostet aber rund 6.500 EUR im Vergleich zum 16 kWh Speicher für z.B. 2.000 EUR. Diese 4.500 EUR Differenz amortisieren sich nur über 5 Zyklen im Jahr....Die Stromkosten liegen dann weit über 1 EUR pro KWh bei so einem Speicher, weil allein die Zinskosten (oder EK-Forderung nehmen wir mal 4%) bei rund 200 EUR p.a. liegen. D.h. mit 5 Zyklen (5 mal 36) bekommt man nichtmal die Zinsen amortisiert und es wäre die Frage, ob man den Speicher überhaupt voll bekommt. Nicht als persönliche Kritik zu verstehen: Ich nehme häufig wahr, dass nur auf die Kosten von Speicher und eine Nutzung im Sinne von "die machen wir voll und alles um uns herum ist tot" abgestellt wird. Ich glaube nicht, dass das zielführend ist. Das Gesamtkonstrukt gelingt vmtl. besonders gut, wenn man "Rightsizing" sowohl auf Speicher- als auch Netzseite betreiben würde und lokale Speicher einfach generell zum Abfangen von Spitzenlast herangezogen werden. Das Netz wäre dann nur noch selten auf diese auszulegen, (lokaler) Speicher und Netz also in der Tendenz kleiner. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 1. November vor 22 Minuten von reko: Dänemark und Deutschland sind auf Backup-Strom aus dem Ausland angewiesen. Wie viel Gigawattstunden das sind, ist nicht relevant – man braucht die Kraftwerkskapazität. Natürlich ist das absolut relevant. Wir reden im Falle von Deutschland von 3,6% Atomstrom der importiert wurde. Heisst: Über 96% des Stroms ist atomstromfrei. Und bei unter 4% braucht es das Backup. Da kann der fehlende Strom Strom über Marktmechanismen ausgeglichen werden. Deswegen werden ja, bzw. im Falle von Deutschland sollten ja Smartmeter mit minutengenauer Stromabrechnung, installiert werden. Wird der Strom knapp wird der Strom teurer. Somit gehen unwichtige Anwendungen aus dem Markt bzw. werden erst gar nicht gestartet. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 1. November · bearbeitet 1. November von reko vor einer Stunde von wpf-leser: Sicher - perfekt ist das nicht, aber aus meiner Sicht sind auch kleinere Fortschritte eben Fortschritte. Die geringen CO₂-Einsparungen sind kein Fortschritt, wenn man sie mit Deindustrialisierung und viel Geld teuer erkauft, während andere Länder mit deutlich geringeren Mitteln und ohne Deindustrialisierung viel mehr erreichen. Es ist eine Sackgasse. @Holgerli Ein Backup bezahlt man nach Kapazität, nicht nach Nutzung. Für die Abnahme von überflüssigem Solarstrom wird man sogar bezahlt. Auch wenn man das Backup nur eine Stunde im Jahr braucht, muss man die komplette bereitgehaltene Kapazität bezahlen. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 1. November vor 21 Minuten von reko: Ein Backup bezahlt man nach Kapazität, nicht nach Nutzung. Für die Abnahme von überflüssigem Solarstrom wird man sogar bezahlt. Auch wenn man das Backup nur eine Stunde im Jahr braucht, muss man die komplette bereitgehaltene Kapazität bezahlen. Deine Behauptung ist, dass Dänemark oder wir Atomkraft als Backup brauchen. Für 4% des Gesamtverbrauchs brauchen wir aber kein Atomkraftbackup. Und was man nicht braucht, bezahlt man auch nicht. Außer natürlich durch geschickte Lobbyarbeit hat man unnötiges Backup eingekauft, was man sich nun unnötiger eise per Steuerzahler bezahlen lässt. vor 21 Minuten von reko: Die geringen CO₂-Einsparungen sind kein Fortschritt, wenn man sie mit Deindustrialisierung und viel Geld teuer erkauft, während andere Länder mit deutlich geringeren Mitteln und ohne Deindustrialisierung viel mehr erreichen. Es ist eine Sackgasse. Ich hatte mir diese "Deindustriealisierungs"-Diskussion nur kurz überfolgen. Aber da Du weiter drauf rumreitest hier mal ein Fakten-Check: Der Niedergang der ineffizienten und nicht wettbewerbsfähigen DDR-Industrie zw. 1990 und ca. 2000 hat die Co2-Emissionen je kWh Strom um ca. 125g von 875 auf 750g gesenkt. Von 2000 dem Geburtsjahr des EEG bis 2025 ging es von 750 auf 400g oder 47% runter. Und der Wert inkludiert auch die Vorketten. "geringen CO₂-Einsparungen" Einsparungen sind fast 50% nicht, sondern der Versuch die Erfolge der Energiewende aus ideologischen Gründen kleinzureden https://www.umweltbundesamt.de/themen/co2-emissionen-pro-kilowattstunde-strom-2025-nur Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
missionE 1. November · bearbeitet 1. November von missionE vor 2 Stunden von wpf-leser: Die Wahrheit liegt wie so häufig sicherlich irgendwo in der Mitte. Es würde mich wundern, wenn der Umfang der Effizienzsteigerung im beobachteten Maß auf Deindustrialisierung im beobachteten Maß zurückzuführen wäre. Gleichwohl zweifle ich einen entsprechenden Effekt im Grundsatz nicht an. Sicherlich spielt alles eine Rolle, aber primär ist es die Klimaschädliche Verlagerung, denn Effizienz und Elktrifizierung sehen wir andernortes (z.B. in den USA und da ist der Stromverbrauch von 2018 von 3.900 TWh auf 4.200 TWh gestiegen). In Polen gab es auch einen kleinen Anstieg. Die Energiewende ist als "Alles-Elektrifizierung" gedacht und da gibt es Fortschritte : In 2018 gab es noch rund 54.000 E-Autos und Ende 2025 schon über 2 Mio. E-Autos. In 2018 gab es 880.000 Wärmepumpen und nun schon 1,9 Mio. Die Bahn wird auch weiter elektrifiziert und natürlich auch die Industrie, so ist es nicht. Was geschah mit der Industriepoduktion in Dtl. in demselben Zeitraum? Die Autoproduktion als Beispiel betrug im Jahr 2018 noch 5,1 Mio. Fahrzeuge und 2025 nur noch 4,1 Mio. Fahrzeuge...also ein Rückgang um 20%. Die Chemieproduktion ist um 16% zurückgegangen und die Auslastung liegt bei nur noch 70%. Die Rohstahlproduktion in betrug 2018 noch 42,4 Mio. t und 2025 liegt sie bei 34,1 Mio. t (Rückgang um 19%) und die Auslastung nur noch bei 70%. (Nur mal so: Indien hat als CO2 Schleuder (69% Kohlestromanteil) seine Rohstahlproduktion 2018: ca. 106,5 Millionen Tonnen Rohstahlproduktion 2025: ca. 164,9 Millionen Tonnen) Für den Klimaschutz sind das alles katastrophale Zahlen, weil sowohl die Chemie, als auch die Rohstahlproduktion und auch die Kfz-Produktion weltweit in den Zeiträumen eben nicht abgenommen, sondern leicht zugelegt haben. Dies bedeutet, dass andernorts schlicht mehr produziert wurde, um den weltweiten Bedarf zu decken. Die Produktionsverlagerung ist deshalb so desaströs, weil Deutschland über eine der energieeffizientesten und CO2-ärmsten Industrieproduktionen weltweit verfügt und die CO2-Intensität der Produktion in Polen bis zu doppelt so hoch und in China bis zu 3 mal so hoch ist. Die Verlagerung ist schlicht aktive Klimaschädigung. Es ist Fakt, dass die Energiewende daher bisher das Klima schlicht geschädigt hat, weil kaum mehr CO2 freier Strom (rund 40 TWh) extrem teuer produziert wurde und in gleichem Atemzug die Güterproduktion woanders hinwandert und mit bis zu dreifacher CO2 Intensität hergestellt wird und sicherlich um die 20 -60 TWh einfach in CO2 Schleuderländer verlagert wurden. Wer Energiewende & Industrievertreibung als deutschnationalen Selbstzweck sieht, der versündigt sich am Klima und schützt es nicht. Es ist eine weltweite Aufgabe und dem Klima wäre eigentlich gedient, wenn unser Industrieoutput steigen würde, also wenn umgekehrt Produktion von CO2 Schleudern zu uns verlagert würde und man damit 2/3 des CO2 Ausstoßes der Produktion senken würde, auch wenn bei uns der CO2 Ausstoß einsteigen würde, weil wir mehr produzieren würden. vor 2 Stunden von wpf-leser: Vor diesem Hintergrund halte das durchaus für eine respektable Leistung. Wenn einmal das Klima egal ist und man andere Ziele verfolgt (z.B. Industrieverlagerung in CO2 Schleuderländer oder weniger Atomstrom) oder man EEs aus Liebhaberei „l’art pour l’art“ betreibt, mag es eine technisch bewundernswerte Leistung sein. Wenn einem das Wohl der Menschen & Klima am Herzen liegt, sind 500 Mrd. EUR + X für aktive Klimaschädigung (durch die Energiewende kommt es bisher zu einem Anstieg des weltweiten CO2 Ausstoßes aufgrund der massiven Produktionsverlagerung in Länder mit 2-3 facher (CO2 Intensität). Was hätte man damit nicht an CO2 alles einsparen können? vor einer Stunde von Holgerli: Und der Wert inkludiert auch die Vorketten. "geringen CO₂-Einsparungen" Einsparungen sind fast 50% nicht, sondern der Versuch die Erfolge der Energiewende aus ideologischen Gründen kleinzureden Ideologisch gehst Du doch vor, weil eine deutsche nationalistische Betrachtung völlig fehlt geht. Ich habe oben beschrieben, dass es rund 40 TWh mehr CO2 freien Strom gibt, dass aber Rohstahlproduktion, Autoproduktion (trotz Tesla in Grünheide) und Chemieproduktion, aber auch Raffineriekapazitäten....all das massiv gesunken ist seit 2018, aber die Nachfrage nach den Gütern weltweit nicht. Die Güterproduktion der betreffenden Güter ist sogar im Gegenteil leicht angestiegen weltweit und sie wird eben auf Basis der CO2 Intensität der Produktion mit dem Faktor 2-3 CO2 intensiver hergestellt z.B. in Polen, Indien, USA und China. Das ist doch ein faktisches Problem und die deutschnationale Brille über "Erfolge" hilft zumindest mal dem Klima nicht weiter. Ein Erfolg wäre es, wenn bei uns 20% weniger Autos gebaut würden und das auch weltweit so wäre. Dann würde dieser Produktionsrückgang zu CO2 Einsparungen führen, aber nicht wenn die Autos nur woanders produziert werden und dort mit mehr CO2 Ausstoß. @Holgerli Nähmen wir mal an, es hätte keine Deindustrialisierung in dem Ausmaß gegeben und wir würden 30-60 TWh mehr verbrauchen oder die Industrieproduktion wegen Verlagerung zu uns wegen hoher CO2 Effizienz (z.B. wäre der Rohstahl von 42 auf 60 Mio. t angestiegen und in Indien dafür nur von 106 auf 130 statt 162 Mio. t gestiegen) wäre sogar gewachsen und wir würden 100 TWh mehr verbrauchen als aktuell? Woher wäre der Strom gekommen: Richtig, aus Kohle + Gas, da man EEs schon zu 100% eingespeist werden. Dann läge der CO2 freie Anteil eher zwischen 30% und 45%, die Emissionen eher bei 525 - 650 gCO2 /kWh und dennoch würde dadurch weltweit der CO2 Ausstoß sinken, weil nun mehr Produktion an einem CO2 effizienten Standort produziert würde. Der deutschnationale Blick führt einfach in die Irre. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
missionE 1. November vor 17 Stunden von wpf-leser: kann aber insgesamt schon einmal günstig Effizienzvorteile bieten. (Man denke z.B. an batterieelektrische Fahrzeuge.) ...also Effizienzvorteile bestehen doch eher weniger, sonst wären wir schon viel weiter und wir hätten schon vor 50 Jahren alles elektrifiziert (Heizung, Mobilität), wenn es effizienter wäre, fossil etwas zu verstromen anstatt vor Ort zu verbrennen. Aber genau das ist bisher nicht der Fall. Es wäre in der Regel nicht effizienter Öl im Kraftwerk zu verstromen und damit ein E-Auto zu betreiben. Wenn Du die Effizienz also den Gesamtwirkungsgrad messen möchtet, kannst Du zwei gleiche Modelle (Kia Niro, Audi e-Tron/Q5 , VW Golf / e-Golf nehmen und ausrechnen, ob die Verstromung des Treibstoffes reichen würde, um die kWh laden zu können und das ist mal der Fall, aber häufig auch nicht ganz der Fall. Bzw. Du könntest auch umgekehrt ausrechnen wieviel Benzin oder Diesel man verbrennen müsste, um auf die benötigten kWh Stunden zum Betrieb des E-Autos zu kommen. Du kannst Dir einen Kia Niro kaufen oder einen Kia E-Niro. Der Kia Niro verbraucht 5 Liter Benzin (siehe Spritmonitor). Der Kia e-Niro braucht 17,61 kWh. https://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/23-Kia/1540-Niro.html?fueltype=5 https://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/23-Kia/1540-Niro.html?fueltype=2 Verstromst Du die 5 Liter Benzin erhälst Du ca. :(5 Liter*8,5 kWh (Energiegehalt des Benzin) *0,4 (Wirkungsgrad Verbrennung im Kraftwerk oder Aggregat)*0,96 (Netzverluste) rund 16,32 kWh und das reicht nicht für den e-Niro im Schnitt nicht aus. Der e-Niro ist nicht so effizient beim Öl-Verbrauch, wenn der Strom mit Öl hergestellt wird. Dieselbe Rechnung kannst Du z.B. für einen Audi Q5 Diesel vs. e-tron machen. Der Q5 Diesel braucht ungefähr 6,5 Liter Diesel und der etron ca. 27,2 kWh Strom. Aus 6,5 Liter Diesel erhält man alternativ rund 6,5*9,8*0,4*0,96= ca. 24,4 kWh Strom.....also reichen auch hier die 6,5 Liter Diesel nicht für den Betrieb eines etron. https://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/3-Audi/1119-Q5.html?fueltype=1&vehicletype=1&constyear_s=2021&constyear_e=2025&power_s=140&power_e=197&powerunit=2 https://www.spritmonitor.de/de/uebersicht/3-Audi/1726-e-tron.html?fueltype=5 In beiden fehlen geht sich das um rund 10% nicht aus. Der Vorteil der Elektrifizierung des Autos ist sicherlich nicht die Effizienz, sondern dass man Strom nicht nur fossil, sondern eben auch CO2 frei gewinnen kann. Solange man fossil in der Stromerzeugung bliebe, wäre mit dem E-Auto nichts gewonnen bzw. es wäre je nach Modell und Motor und Jahreszeit (Winter vs. Sommer) mal etwas schlechter, mal etwas besser. Also für die Energiewirtschaft und die Decarbonisierung wäre etwas gewonnen, wenn E-Fahrzeuge wesentlich weniger z.B. 50% weniger kWh benötigen würden, dann wären sie massiv sparsamer als ein Verbrenner, aber so nimmt es sich nichts bzw. ist oft sogar etwas schlechter. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
missionE 1. November · bearbeitet 1. November von missionE Ein sehr beachtenswerter Vortrag zur Energiewirtschaft / Energiewende von Prof. Dr. Heindl (seit 10 Jahren e-Mobilist mit Tesla): Er zeigt auf, dass rund 80% der Länder nördlich des 45° Breitengrades Kernkraft nutzen und Dtl. bei Solar und Windstrom extrem durch die Natur im Vergleich zu anderen Ländern benachteiligt ist, weshalb Wind + Solar für Dtl. keine wettbewerbsfähige, günstige Lösung sein kann. Mit Wind sieht es ähnlich schlecht aus: Bei den Batteriespeichern liegt man m.E. eher so bei 125 €/kWh mit Nebenkosten, aber selbst dann wären Speicher für mehrere Tage utopisch. Die exorbitanten Nebenkosten (Netz, Backup) bei Windstrom, wobei m.e. die Kosten etwas niedriger sind, aber das wäre immer noch exorbitant. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wpf-leser 1. November vor 6 Stunden von reko: Die geringen CO₂-Einsparungen sind kein Fortschritt, wenn[...] Du dehnst den Diskussionsraum erneut über den Kontext des Zitats meines Beitrags hinaus aus. Zumindest zu dem "viel[en] Geld" kann man (wie oben in anderem Zusammenhang beschrieben) sagen, dass man damit zwar nur geringe CO2-Einsparungen erzielt haben möge, aber zugleich die Erzeugung der Energiemenge sämtlicher abgeschalteter Kernkraftwerke kompensiert hat. Man mag über die Verteilung der Erzeugung streiten können; Fakt ist aber auch: Dieser Vorgang ist inzwischen abgeschlossen. @missionE: Ich verstehe weitestgehend, was du meinst und habe mich in der Vergangenheit wenigstens teilweise mit umweltökonomischen Dilemmata beschäftigt. Zumindest zum Thema "Verlagerung nach Polen" kann man (weil EU-Mitglied) allerdings sagen, dass das qua Emissionshandel und dortigem Energiemix noch ein spannendes Thema wird. Die "Kfz-Rechnung" hatte ich früher für mich schon angestellt - Danke aber für die (richtige und sinnvolle) Anregung. Mein Punkt war ja mehr, dass auf der Primärenergieseite Einsparungen erzielt werden können, die wiederum zu (ggf. legitimen) höheren spezifischen Emissionen in der Stromerzeugung führen können / dürfen. Selbst mit dem Verstromen von Öl (einen "Raffineriebesuch" würde ich für die Verstromung auch im Sinne der Effizienz nicht voraussetzen) hätte man auch hier wieder Möglichkeiten, Abwärme sinnstiftend zu nutzen und damit Verbesserungspotenzial. (Nebst, dass herangezogene Verbrenner-Angaben "nur" Tank-to-wheel sind und damit etwas anderes, als das bei der berechneten Verstromung der Fall ist.) Eine eher philosophische Frage ist natürlich auch, ob entsprechende Produktionsverlagerungen ohne eine Energiewende nicht ebenfalls oder sogar in noch größerem Umfang stattgefunden hätten. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 2. November · bearbeitet 2. November von reko vor 9 Stunden von wpf-leser: Man mag über die Verteilung der Erzeugung streiten können; Fakt ist aber auch: Dieser Vorgang ist inzwischen abgeschlossen. Du willst deine rosarote Brille behalten und Fehlentscheidungen positiv interpretieren. Auch wenn der Vorgang abgeschlossen wäre, bleiben es Fehlentscheidungen. In Wirklichkeit ist es nicht abgeschlossen. Die Braunkohlekraftwerke laufen weiter und sie werden noch sehr viel länger weiterlaufen, als man uns erzählt hat. Vorteilhaft wäre es, nicht die gleichen Fehler immer wieder zu machen. Aber wie auch immer: Ich muss meine Zukunftsprognose an der Realität orientieren. Aus dem Vortrag von Heindl: Prognose - Deutschland ab 2833 fossilfrei Deutschland will keine eigene Kernenergie und kein eigenes Fracking, baut aber seine Versorgungssicherheit auf deren Zukauf auf. Aber auch dafür fehlt die Infrastruktur. Es bleibt nichts anderes übrig, als Braunkohlekraftwerke mit 50 % Mindestlast weiterzubetreiben – auch wenn man diese Mindestlast dann nicht nur zur Stromerzeugung nutzt. Man bräuchte gigantische Batteriespeicher oder andere Speicher, um diese ständige, im Alltag oft nutzlose Mindestlast der Kohlemeiler zu vermeiden und ausreichend Zeit zum Anfahren zu bekommen – allerdings würde man das Kraftwerk dann in kürzester Zeit verschleißen, und das kann niemand bezahlen. Heindls beste Folie aus: Energiewende und Versorgungssicherheit 2045, Markus J. Löffler 2024 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 2. November vor 2 Stunden von reko: Aus dem Vortrag von Heindl: Prognose - Deutschland ab 2833 fossilfrei Wow, ich finde es krass, dass Du solche Lügen-Propaganda postest, ob wohl ich ein Post darüber die Realität gepostet habe. Vermutlich weisst Du aber selber, dass das inhaltlich mehr als fragwürdig ist, daher gibt es keine Quellenangabe! Ich habe es nochmal extra für Professor Heindl und Dich eingezeichnet: 2010: 630g Co2 je kWh Strom (inkl. Vorketten) bzw. 550g Co2 im deutschen Strommix 2025: 400g Co2 je kWh Strom (inkl. Vorketten) bzw. 350g Co2 im deutschen Strommix Differenz: Beides -36%. In Worten: Verringerung der Co2-Emissionen um minus 36% zw. 2010 und 2025! Minus 36% ist als „seit 2010 nahezu keine Reduktion aufgrund der Stilllegung großer AKWs“? Wie lächerlich! vor 2 Stunden von reko: Heindls beste Folie aus: Energiewende und Versorgungssicherheit 2045, Markus J. Löffler 2024 Hier hast Du ja eine Quellenangabe gegeben. Das Problem: In der Quelle wird der Heindl mit keinem Wort erwähnt! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 2. November · bearbeitet 2. November von reko vor 31 Minuten von Holgerli: inhaltlich mehr als fragwürdig ist, daher gibt es keine Quellenangabe! Der Inhalt ist nicht fragwürdig, sondern pickt sich nur nicht wie Du die Rosinen heraus. Es steht dort klar Primärenergieverbrauch. Die graphik stammt von ourworldindata.org mit von Hand eingezeichneter Extrapolation. vor 31 Minuten von Holgerli: In der Quelle wird der Heindl mit keinem Wort erwähnt! Das ist auch die Originalquelle mit der Heindl seine Folie erstellt hat. Diese Quelle hat Heindl auch angegeben. Ich habe sie nur im Original verlinkt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 2. November vor 2 Minuten von reko: Es gibt eine Quellenangabe, sie ist nur in der Kopie schlecht lesbar Dann nenn' doch einfach mal die Quelle! Eine zusammengebastelte URL die auf /Date... endet ist keine Quelle. Zumal die sich nicht auf die fragwürdigen Thesen sondern max. auf das Diagramm beziehen wird vor 4 Minuten von reko: Das ist auch die Originalquelle die Heindl zitiert. Nochmal: Der Heindl wird mit keinem Wort erwähnt: Nenn die Quelle! Meine Vermutung: Du kannst es nicht! Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 2. November · bearbeitet 2. November von reko vor 47 Minuten von Holgerli: Nenn die Quelle! nochmal das ist Heindls Quelle vor 47 Minuten von Holgerli: Dann nenn' doch einfach mal die Quelle! Heindl ist Wissenschaftler und zitiert, wie wissenschaftlich üblich. Das bedeutet nicht, dass er dir alles mundgerecht vorlegen muss; es muss nur nachvollziehbar sein. Das gleiche Diagramm findet man auch bei linkedin.com/posts/bjornlomborg_pure-fantasy-germanys-promise-to-be-free-activity-7514652264582516736-JOvf Kommentar: "No fantasy, it is possible. We will become industry free in parallel. Our government is really motivated to achieve both goals." Dort ist iea.org/data-and-statistics/data-product/world-energy-balances als Quelle genannt. Im Bild unter dem Diagramm steht ebenfalls iea.org/data-and-statistics/data-product/world-energy-balances Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 2. November · bearbeitet 2. November von Holgerli vor 14 Minuten von reko: Die Quelle ist ourworldindata.org. Das steht auch unter dem Video. Welches Video???? Du hast zwei Screenshots gemacht und eines verlinkt auf ein PDF wo Heindl mit keinem Wort erwähnt wird. vor 3 Stunden von reko: Aus dem Vortrag von Heindl: Prognose - Deutschland ab 2833 fossilfrei Und das hier ist KEIN Link. vor 14 Minuten von reko: Das bedeutet nicht, dass er dir alles mundgerecht vorlegen muss; es muss nur nachvollziehbar sein. Aber ein Mindestmaß an Sorgfalt erwarte ich auch von Dir. Okay, mit jedem Deiner schrägen Posts etwas weniger aber sauber verlinken solltest Du schon. Ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass das angeblich gesagte falsch ist: -36% Co2-Reduktion ist in keiner Version der deutschen Sprache "nahezu keine Reduktion". Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
wpf-leser 2. November · bearbeitet 2. November von wpf-leser vor 6 Stunden von reko: Du willst deine rosarote Brille behalten und Fehlentscheidungen positiv interpretieren. Auch wenn der Vorgang abgeschlossen wäre, bleiben es Fehlentscheidungen. In Wirklichkeit ist es nicht abgeschlossen. Die Braunkohlekraftwerke laufen weiter und sie werden noch sehr viel länger weiterlaufen, als man uns erzählt hat. Ich weise auch an dieser Stelle darauf hin, dass der Kontext verlassen wurde. "Der Vorgang" war das Ersetzen der Erzeugung elektrischer Energie von Kernkraftwerken in Deutschland durch andere "CO2-freie" Erzeugungsmethoden. Da wir meiner Kenntnis nach keine laufenden Kernkraftwerke in Deutschland haben, ist dieser Vorgang schlicht abgeschlossen. Ob das eine Fehlentscheidung war oder nicht, ist eine völlig andere Frage, die gar nicht diskutiert wurde. Entsprechend kann ich auch nach absetzen meiner Brille keine Tönung der Gläser erkennen, sorry. @Holgerli, das Video ist hier eingebettet. (Wohlgemerkt verlässt man damit wiederum den Stromsektor.) Ich bin mal raus hier. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 2. November · bearbeitet 2. November von Holgerli vor 51 Minuten von wpf-leser: @Holgerli, das Video ist hier eingebettet. (Wohlgemerkt verlässt man damit wiederum den Stromsektor.) Danke, das erklärts. Den User habe ich seit längerem komplett ausgeblendet. Deswegen habe ich den Link nicht gesehen, den sich reko so behaarlich weigerte zu posten! vor 3 Stunden von reko: Das gleiche Diagramm findet man auch bei linkedin.com/posts/bjornlomborg_pure-fantasy-germanys-promise-to-be-free-activity-7514652264582516736-JOvf So, jetzt wo ich das Diagramm wirklich leserlich gesehen habe und weiss was das digramm darstellt wird auch einiges sonnenklar: Wir schauen uns die Bezeichnung des Diagramms an der linken Seite an: "Fossil fuels, % of total energy (not just electricity) supply. Auf gut deutsch: "Fossile Brenn- bzw. Treibstoffe,% der totalen Energieversorgung (nicht nur Elektrizität)" Also: Wir reden hier über alles. Energieverbrauch in: - Straßenverkehr - Flugverkehr - Schiffverkehr - Heizung - Kühlung - Industrie und nicht nur Strom! Und dann kommen wir zu dem Video und dem besagten Screenshot: Heindl kennt den Unterschied und deswegen widerspricht sich der Mann direkt mehrfach selber: Er sagt Energie und merkt, dass es logisch nicht mehr zu seiner Argumentation (der angeblich gescheiterten Energiewende) korrigiert sich und spricht falsch von Strom und korrigiert sich wieder auf Energie.: „…damals haben wir praktisch 100% unserer Energie mit … also unseres Stroms… oder unserer Energie mit fossilen Brennstoffen erzeugt.“ Nur macht er in seiner Argumentation, dass die Energiewende nicht funktioniert, nur mit dem Stromsektor weiter. Er redet eben nicht, von der Umstellung des Verkehrs von Öl auf Strom. Er redet nicht von der Umstellung der Gebäudeheizungen von Öl auf Strom. Hier die Stelle im Video: Ich empfehle mal ganz die 20 Sekunden sich selber anzuschauen. Man sieht deutlich, dass der er selber merkt, dass er jetzt ganz bewusst - sorry wenn ich das so sage - Müll erzählt aber er irgendeiner Agenda folgt und deswegen wissentlich Müll erzählen muss. Der Punkt, wo er die Augen schließt, inne hält, da sieht man ihn förmlich denken: "Will ich den Müll wirklich erzählen?". Leider hat er sich dafür entschieden persönliche Integrität für was auch immer zu opfern: Fazit: Mir ist jetzt klar warum reko sich so gewunden hat hier den Link zum Video nochmal zu teilen. Wenn man sich die besagte Stelle die reko als Beweis anführt um @wpf-leser zu wiedersprechen, dann sieht man, dass die gesamte Argumentationsführung von Heindl und somit reko und dem anderen WPF-User schlicht falsch ist! @reko Ganz persönlich folgende Frage an Dich: Wenn Du dem Heindl rein argumentativ folgst, was sagst Du zu einer weiteren Ausführung von ihm aus dem Video: „… eine Großanlage für Wasserstoff zu bauen, dass kann in Deutschland Jahrzehnte dauern…“? Ist die deutsche Wassertoff-Strategie gescheitert oder ist Heindl nur ein Schwurbler? Oder beides? Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko 2. November · bearbeitet 2. November von reko vor 2 Stunden von Holgerli: nicht nur Strom! Das hatte ich auch geschrieben. vor 6 Stunden von reko: Der Inhalt ist nicht fragwürdig, sondern pickt sich nur nicht wie Du die Rosinen heraus. Es war doch das Ziel, alles bis 2045 zu dekarbonisieren – nicht nur die Low-Hanging-Fruits. Wenn du über einen Vortrag ein Urteil abgibst, ohne ihn zu kennen, dann kann ich nichts dafür. Ich sehe auch keinen Grund einen Beitrag auf den ich direkt mit Zitat antworte nochmal zu wiederholen. Wenn dir wegen eines Ignores der Zusammenhang fehlt, dann ist das nicht mein Problem. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli 2. November vor 6 Stunden von reko: Heindl ist Wissenschaftler und zitiert, wie wissenschaftlich üblich. Na dann brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn die Schüler immer dümmer werden: Wenn Schüler von Lehrern unterrichtet werden, die von solchen Professoren wie dem Heindl ausgebildet wurden, dann können die nur dümmer werden. vor 4 Minuten von reko: Das hatte ich auch geschrieben. Es war doch das Ziel alles bis 2045 zu dekarbonisieren. Das war Deine Originalaussage: vor 9 Stunden von reko: Aus dem Vortrag von Heindl: Prognose - Deutschland ab 2833 fossilfrei Deutschland will keine eigene Kernenergie und kein eigenes Fracking, baut aber seine Versorgungssicherheit auf deren Zukauf auf. Aber auch dafür fehlt die Infrastruktur. Es bleibt nichts anderes übrig, als Braunkohlekraftwerke mit 50 % Mindestlast weiterzubetreiben – auch wenn man diese Mindestlast dann nicht nur zur Stromerzeugung nutzt. Man bräuchte gigantische Batteriespeicher oder andere Speicher, um diese ständige, im Alltag oft nutzlose Mindestlast der Kohlemeiler zu vermeiden und ausreichend Zeit zum Anfahren zu bekommen – allerdings würde man das Kraftwerk dann in kürzester Zeit verschleißen, und das kann niemand bezahlen. Da steht nichts von Primärenergie bei Dir. Erst, als ich auf die riesige Diskrepanz wischen 50% Dekarbonisierung beim Strom und Heindls 11% hingewiesen habe, hast Du noch nachgeschoben: vor 6 Stunden von reko: Es steht dort klar Primärenergieverbrauch. Mein fazit: Ein netter Versuch wieder etwas hinzu drehen, dass es passt, um dann später zu sagen: Nee, dass habe ich doch garnicht gesagt. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
reko Montag um 15:36 · bearbeitet Montag um 15:38 von reko vor 5 Minuten von Holgerli: Deutschland ab 2833 fossilfrei Ein fossilfreies Deutschland bedeutet ganz Deutschland – und nicht nur das Auto von @Holgerli. Du hattest mal wieder deine rosa-grüne Brille auf. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 15:43 vor 3 Minuten von reko: Ein fossilfreies Deutschland bedeutet ganz Deutschland – und nicht nur das Auto von @Holgerli. Du hattest mal wieder deine rosa-grüne Brille auf. Ja, wenn man sich die aktuell rasant steigenden BEV-Verkaufszahlen anschaut, dann ist es ja nicht nur mein Auto. Wenn ich mir die aktuell rasant steigenden Wärmepumpen-Umrüstungen anschaue, dann ist es nicht nur meine Heizung. Wenn ich mir die aktuell rasant umgesetzten Wasserstoff-Projekte anschaue... ach warte... die will keiner, kein Interesse mehr. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag
Holgerli Montag um 16:01 · bearbeitet Montag um 16:02 von Holgerli Und warum das so ist: 2019 hat BloombergNEF eine aggressiv-optimistische Prognose der globalen Batterieproduktion gezeigt. Keine Andere Prognose hat so ein Wachstum wie die Bloomberg-Prognose gesehen. 2026 hat Michael Liebreich die Prognose mit der Realität verglichen. Quelle: https://x.com/bderski/status/2115911329701618129 Fazit: Das Jahr ist noch nicht zu Ende und in 2026 wurde die für 2030 prognostizierte Akku-Produktion schon überschritten. Mach das mal jemand mit den Wasserstoff-Prognosen. Könnte verdammt lustig werden. Warum? Die Welt switcht im rasanten Tempo auf Strom um! Dass gerade primär der Verkehr diesen Akkubedarf befeuert ist klar: Fast 25% des Energieverbrauchs kommen aus dem Bereich Straßenverkehr. Und bis zu 30% der Co2-Emmissionen! Und falls sich einer fragt: Nein, das sind nicht alles meine Autos, die jetzt mit Strom fahren. Da sind anscheinend Millionen von weiteren Holgerlis mit einer rosa-grünen Brille, die aufs BEVs setzen. Und vermutlich ist das "grün" in "rosa-grün" die Farbe der Dollars, die diese anderen Käufer schlicht nicht nicht mehr in Öl investieren wollen! Die Frage wo die Wasserstoff-Autos bleiben, spare ich mir. Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag