Zum Inhalt springen

Empfohlene Beiträge

relative
· bearbeitet von relative
Man sollte auch nicht die beiden Hauptgläubiger der USA vergessen: China und Japan.

Beide sitzen in der Zwickühle: Entweder man fährt seine Dollarinvestitionen zurück, um seine Devisenreserven zu diversifizieren und somit zu schützen oder man stützt seine Exportindustrie,

 

das ist zwar alles richtig so, ABER:

 

die USA erwarten von ihren gläubigern die nächsten jahre, nicht etwa die dollarinvestition beizubehalten, sondern massiv auszuweiten.

wer finanziert denn die geplanten billionen-defizite und -konkunkturpakete?

 

der amerikanische sparer sicher nicht. also bleibt asien und druckerpresse. die situation von asien hast du ja schon beschrieben. die druckerpresse ich vorhin.

 

china hat auch ein massives eigenes konjunkturprogramm zu finanzieren,.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
valueseeker
szenario 2 short USD. aber auch da hast du ein erhebliches risiko, weil niemand weiß wie andere zentralbanken sich verhalten, wenn sich bernanke wirklich in die bedeutungslosigkeit druckt.

gut möglich dass die EZB zumindest teilweise mitmacht, also USD wogegen shorten?

 

hast du denke ich gut erkannt. wenn der globale abwertungswettlauf erstmal in gang kommt stehtst du mit euro unter umständen auch nicht besser dar. die antwort auf die frage "wogegen den USD shorten?" sollte dann klar sein: gegen commodities! also z.b. gold kaufen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
relative
hast du denke ich gut erkannt. wenn der globale abwertungswettlauf erstmal in gang kommt stehtst du mit euro unter umständen auch nicht besser dar. die antwort auf die frage "wogegen den USD shorten?" sollte dann klar sein: gegen commodities! also z.b. gold kaufen.

 

damit hättest du gold gegen EUR gekauft, und im szenario einer dollarabwertung ggü. EUR verloren. wenn die abkopplung tatsächlich passiert, wär es sogar möglich dass rohstoffe wegen der kaufkraftverschiebung in EUR billiger werden, WEIL der USD abwertet.

 

der logische schluss aus obigem szenario wär eigentlich sich USD zu leihen und davon commodities zu kaufen.

was mit ETF + optionsschein auch leicht realisierbar ist.

 

schlimmstenfalls tritt das szenario nicht ein und man muss die USD zu einem ähnlichen kurs zurückzahlen. dann hat man eben in commodities investiert.

 

nur im szenario, dass der dollar stärker wird, während rohstoffe nicht zulegen, hätte man dann verloren. ich seh's nicht.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
valueseeker
damit hättest du gold gegen EUR gekauft, und im szenario einer dollarabwertung ggü. EUR verloren. wenn die abkopplung tatsächlich passiert, wär es sogar möglich dass rohstoffe wegen der kaufkraftverschiebung in EUR billiger werden, WEIL der USD abwertet.

 

der logische schluss aus obigem szenario wär eigentlich sich USD zu leihen und davon commodities zu kaufen.

 

naja so hatte ich es eigentlich gemeint, tausche dollar gegen commodities, wenn man keine dollar bereits besitzt, dann halt in dollar verschulden (d.h. ja short dollar).

 

allerdings sprach ich ja grade vom globalen abwertungswettlauf, daher kann man genausogut commodities gegen euro kaufen. ich halte es fast für eine erfolgversprechendere spekulation, dass commodities gegen alle großen währungen gewinnen, als dass unbedingt euro gegen dollar gewinnt. diese währungskurse konnte doch noch nie irgendjemand prognostizieren und am ende kommt es immer anders als man denkt.

insofern müsste man wohl commodities kaufen, besonders edelmetalle, egal gegen welche währungen.

 

das von dir angeführte "abkopplungsszenario" kann ich allerdings nicht nachvollziehen. wie meinst du das?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
relative
das von dir angeführte "abkopplungsszenario" kann ich allerdings nicht nachvollziehen. wie meinst du das?

 

stell dir den extremfall vor, dass die welt schlagartig vernünftig wird, und den USD und die US wirtschaft fallen lässt, asien sein output in zukunft lieber selbst konsumiert usw, hyperinflation im USD.

dann wird eine volkswirtschaft, die bsiher einen großteil der weltweiten rohstoffe verbraucht hat, plötzlich importunfähig und natürlich die rohstoffe in USD wahnsinnig teuer.

das weltweite rohstoffangebot bleibt aber erstmal das gleiche -> es wird in andere währungsräume verkauft. das angebot im euroraum wird also größer. damit können rohstoffe in EUR dann billiger werden.

 

ich sag nicht, dass dieses szenario wahrscheinlich ist, das war nur der extremfall zur verdeutlichung.

 

in kleinerem ausmaß hat man den effekt auch bei kleineren abwertungen.

das heißt, wenn der USD sagen wir um 30% abwertet, aber der EUR stabil bleibt(was geldangebot und -/nachfrage angeht), dann bleiben rohstoffe bei gleichem weltweiten angebot nicht stabil , sondern werden in EUR billiger.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
BondWurzel
dann wird eine volkswirtschaft, die bsiher einen großteil der weltweiten rohstoffe verbraucht hat, plötzlich importunfähig und natürlich die rohstoffe in USD wahnsinnig teuer.

 

Wieso werden die Rohstoffe in US-Dollar für einen Euronen wahnsinnig teuer...besonders dann , wenn eine der grössten Volkswirtschaften der Erde kollabiert, weder ist der US-Dollar zinsmäßig besonders attraktiv noch wirtschaftlich berauschend...und der Ölpreis fällt und fällt....nix mit wahnsinnig teuer, wahnsinnig billig...und Inflation weit und breit kein Anzeichen.....liegt wohl an der Deflation...und jetzt mal genau weiterdenken, viel Spaß... :'(

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
relative
· bearbeitet von relative
Wieso werden die Rohstoffe in US-Dollar für einen Euronen wahnsinnig teuer

 

ich meinte in USD, nicht in EUR.

 

und Inflation weit und breit kein Anzeichen.....liegt wohl an der Deflation...und jetzt mal genau weiterdenken, viel Spaß... :'(

 

es war ein szenario und keine behauptung. aber leichte deflation ist kein argument dagegen. deflation ist normal während einer rezession. das geldangebot sinkt.

 

interessant wird's erst, wenn die rezession vermeintlich auflockert, und dann bisher zurückgehaltenes privates geld auf all die konjunkturprogramme, ausweitung von zentralbankbilanzen und niedrige zinsen trifft.

und evtl. nicht mehr von asiatischen zentralbanken absorbiert wird, womit wir wieder beim thema wären.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
crosplit

Woher kommt das Geld für die Konjunkturpakete?

 

 

http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_329868

 

480 Milliarden Euro zur Stützung der Banken, 31 Milliarden für das Konjunkturpaket I, 50 Milliarden für das Konjunkturpaket II, 100 Milliarden als Rettungsschirm für die Realwirtschaft angesichts solcher milliardenschwerer Staatshilfen wird einem fast schwindelig. Woher kommt das viele Geld, wenn die Hilfen tatsächlich gezahlt werden müssen?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
relative

weiß jemand wo man die geplanten emissionsvolumen für treasury bonds herkriegt?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
otto03
· bearbeitet von otto03
weiß jemand wo man die geplanten emissionsvolumen für treasury bonds herkriegt?

 

Volumen ist variabel (vorher wohl nicht im vorhinein definitiv festgelegt, sondern erst ,wenn die Serie aufgelegt wird).

 

Emissionskalender (Bills,Notes,Bonds,Tips):

 

http://www.treas.gov/offices/domestic-fina...ns/auctions.pdf

 

Allgemeine Infos:

 

http://www.treasurydirect.gov/RT/RTGateway...=institAnnceRes

 

Beispiel(hier 20j Tips): Daten (incl. Volumen) einer z.Zt. laufenden Ausgabe

 

http://www.treasurydirect.gov/instit/annce..._20090122_4.pdf

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
relative

danke.

aber zu ner lösung bin ich nicht gekommen.

der long bond future ist deutlich am fallen.

 

nicht dass ich was dagegen hätte.

aber so schnell hätte ich nicht erwartet. fällt deutlich stärker als kürzere laufzeiten.

inflationserwartungen können's nicht sein, sonst müsste z.b. der ishares TIPS ETF deutlich zulegen.

mein nächster gedanke war ein hohes erwartetes emissionsvolumen bei den long bonds, aber da hab ich auch auf deinen links nichts zu gefunden.

 

was ist aus quantitative easing geworden?

 

von 141% nach der ankündigung davon und der zinssenkung auf 0 sind wir jetzt runter auf 129%, schon weit unter dem stand vor der zinssenkung (134%)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
otto03
danke.

aber zu ner lösung bin ich nicht gekommen.

der long bond future ist deutlich am fallen.

 

nicht dass ich was dagegen hätte.

aber so schnell hätte ich nicht erwartet. fällt deutlich stärker als kürzere laufzeiten.

inflationserwartungen können's nicht sein, sonst müsste z.b. der ishares TIPS ETF deutlich zulegen.

mein nächster gedanke war ein hohes erwartetes emissionsvolumen bei den long bonds, aber da hab ich auch auf deinen links nichts zu gefunden.

 

was ist aus quantitative easing geworden?

 

von 141% nach der ankündigung davon und der zinssenkung auf 0 sind wir jetzt runter auf 129%, schon weit unter dem stand vor der zinssenkung (134%)

 

 

Die Annahme, daß das Volumen extrem hoch sein wird in diesem Jahr, benötigt eigentlich keinen Emissionskalender mit Volumen.

 

Mit welchen Laufzeiten man das abdeckt, hängt sicherlich von den Marktentwicklungen ab.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
relative
Die Annahme, daß das Volumen extrem hoch sein wird in diesem Jahr, benötigt eigentlich keinen Emissionskalender mit Volumen.

 

ja, aber dass der markt so schnell davon ausgeht, dass das nicht von der Fed absorbiert wird, nachdem die sogar angekündigt haben, genau das zu tun, find ich doch überraschend.

 

oder gibt's sonst eine erklärung? dass das volumen hoch wird war ja auch schon bei der ankündigung und anstieg auf 141% schon bekannt.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
H.B.
oder gibt's sonst eine erklärung?

Wie wär's mit Charttechnik & Sentiment?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
relative
Wie wär's mit Charttechnik

 

ist das 'n scherz?

 

& Sentiment?

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Stephan09
· bearbeitet von Stephan1

Ist am Freitag irgendwas passiert? Die mittel- und langfristigen Staatsanleihen sind richtig eingebrochen, notieren wieder auf normalen Ständen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
XYZ99

Bloomberg link

 

Bernanke Risks Very Unstable Market as He Weighs Buying Bonds

...Fed policy makers meeting tomorrow and the day after are exploring the purchase of longer-dated Treasury securities in an effort to push up their price and bring down their yield. ....The risk is that central bankers will end up distorting the Treasury market, triggering wild swings in prices -- and long-term interest rates -- as investors react to what they say and do....The central bank has been buying long-term Treasury debt off and on for years as part of its day-to-day management of reserves in the banking system. Yet it has always gone out of its way to avoid influencing prices. What its discussing now, says former Fed Governor Laurence Meyer, is deliberately trying to push long rates below where they otherwise might be. ....This isnt the first time Bernanke and the Fed have discussed buying longer-dated securities and ended up roiling the market. Bernanke touted the idea as a tool to fight deflation in speeches in November 2002 and May 2003.

Das dürfte die Stärke des Dollar massgeblich beeinflussen. Mein Tipp: es klappt und wir sehen wieder einen "starken Dollar".

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
DrFaustus
Ist am Freitag irgendwas passiert? Die mittel- und langfristigen Staatsanleihen sind richtig eingebrochen, notieren wieder auf normalen Ständen.

 

Ich denke das ist nach den Neuigkeiten um F&F passiert. Um die Zeit ist auch der Goldpreis durch die Decke gegangen.

Was Anderes gabs denke ich nicht oder?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
relative

 

mein treasury short liegt derzeit im nirvana irgendwo zwischen einer depotbank und einer anderen, und du schreibst hier sowas.

vielen dank auch ;)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
crosplit

Die letzte Blase, die noch platzt

 

 

Für Börenguru Jim Rogers sind US-Staatsanleihen die letzte große Blase, die in dieser Krise noch platzen muss. Und die Welt sieht ungläubig zu, wie das Geld weiter in amerikanische Staatstitel fließt. Rekordverschuldung hin, Rekorddefizit her. Trotz lausiger Zinsen vertrauen US-Bürger ihre Ersparnisse dem eigenen Staat an, der die Sicherheit der Einlagen garantiert.

 

Der Heimholungseffekt der US-Investoren ließ im September und Oktober 2008 die Währungen einiger Schwellenländer regelrecht kollabieren. Der brasilianische Real zum Beispiel verlor innerhalb von zwei Monaten gegenüber dem US-Dollar etwa 40 Prozent an Wert.

 

 

http://www.finanzen.net/eurams/nachricht/D...h_platzt_837091

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
relative
· bearbeitet von relative

qualitätsartikel :D

 

nicht erwähnt warum rogers diese einschätzung hat.

treffen der zentralbanker zum treasuries kaufen nicht erwähnt.

nicht erwähnt dass bonds die letzten 2 wochen den größten kursverfall seit jahrzehnten hinter sich haben(der author nennt das "wenig risiko" in die andere richtung).

 

daneben wird behauptet, dass es eine reihe von emittenten von t-bond shorts gibt. es gibt genau einen, die qualitätsbank RBS.

und wer wird in dem artikel zitiert?

natürlich, die derivateexpertin der RBS.

 

glückwunsch an die PR-abteilung der RBS.

 

ist die euro am sonntag in gedruckter form ähnlich schlecht?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Tompom
· bearbeitet von Tompom

So, ein Dreivierteljahr später:

 

Immer noch nichts geplatzt. Was ist schon eine sichere Alternative zu Anleihen der großen Industriestaaten? Es gibt keine. Es ist halt alles relativ, sie sind halt ALLE bis über die Ohren verschuldet.

 

Nur die Staaten selbst könnten die "Blase" zum Platzen bringen, indem ihre Zentralbanken die Zinsen stark anheben. Aber sie werden einen Teufel tun. Sie wollen ja eine Inflation, die sich aber vielleicht auf ewig nicht mehr einstellen wird (jahrzehntelange Deflation?).

 

Ich würde fast sagen: Wer Anleihen will, sollte nicht warten, sondern kaufen, solange ihre Rendite noch über Tages-/Festgeldkondition liegt. Ich habe schon im letzten Dezember (nach der Threaderöffnung) kräftig Eurostaatsanleihen gekauft (jeweils Kurz- und Mittelläufer und inflationsgeschützte zu gleichen Teilen).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
John Silver

Hallo !

 

die beiden Artikel aus der "Welt" fand ich ganz interessant:

 

"Mit 35 000 000 000 000 Dollar in der Kreide" von Freitag (25.09.2009)

und

"So gefährlich sind die Schulden der G 20 für Sparer" von Freitag (25.09.2009)

 

Meinung dazu? Muss sich wohl jeder selber bilden, aber die Zahlen, insbesondere im zweiten Artikel,

geben einen zumindest Stoff zum denken. MICH haben zumindest eine Reihe von Zahlen bei einigen

Staaten unangenehm überrascht.

 

http://www.welt.de/die-welt/finanzen/article4617031/Mit-35-000-000-000-000-Dollar-in-der-Kreide.html

 

http://www.welt.de/finanzen/article4614619/So-gefaehrlich-sind-die-Schulden-der-G-20-fuer-Sparer.html

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Tompom

Ist ja alles richtig, aber eine Anleihe der BRD ist immer noch sicherer, als die gesetzliche Einlagensicherung, weil der Staat erst seine Gläubiger bedienen muss, bevor er sich um Rettung von Banken und Einlagen kümmern kann.

 

Wenn die BRD pleite geht, versucht jeder ganz schnell sein Geld abzuheben, egal wie gesund seine Bank eigentlich ist, wodurch die Bank dann direkt zahlungsunfähig ist und nicht mehr vom Staat gerettet werden kann.

 

Mit anderen Worten: Bevor man einer Bank Festgeld zu 2 % gibt, sollte man es besser dem Staat zu geben, vor allem, solange man noch von ihm gleich viel oderr sogar mehr Zinsen bekommt.

 

Tja, das ist meine Meinung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde dich hier an.

Jetzt anmelden

×
×
  • Neu erstellen...